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Kizumonogatari  
seiyamon




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Kizumonogatari       



Originaltitel: 傷物語
Start: 08.01.2016
Episoden: 3 Filme
Genre: Comedy, Harem, Mystery, Supernatural
Studio: SHAFT
Website: http://www.kizumonogatari-movie.com/
Relation: Sequels als LN und Anime-Serie: Bakemonogatari, Nisemonogatari, Nekomonogatari Kuro, Monogatari Series Second Season, Hanamonogatari, Tsukimonogatari, Owarimonogatari, Koyomimonogatari

Zitat

Story:
Koyomi Araragi ist ein ganz normaler Schüler der 11ten Klasse an der Naoetsu-Oberschule. An einem Tag in den Frühlingsferien trifft Araragi - ein Junge der normalerweise andere Menschen eher meidet - auf schicksalshafte Art seine Mitschülerin Tsubasa Hanekawa . Diese erzählt ihm die angeblich wahre Vampirgeschichte einer geheimnisvollen blonden Frau mit eiskalten Augen. Und wie bei Geschichten dieser Art nicht anders zu erwarten begegnet Araragi noch in der darauf folgenden Nacht diesem Wesen und sein Leben ändert sich für immer...



Nach der ersten Ankündigung (inklusive Trailer) vor einigen Jahren war man sich inzwischen - nach so vielen Verschiebungen - schon fast sicher dass "Kizumonogatari", der eigentliche Beginn der Serie, erst an deren Ende releast wird. Aber überraschenderweise ist jetzt der erste von 3 Filmen in den japanischen Kino's gestartet und extrem glücklicherweise hat sich Peppermint-Anime in letzter Minute entschlossen den Film bei ihrem Anime-Film-Festival in verschiedenen Städten aufzuführen. Übrigens das erste Mal dass ein Teil der Monogatari-Serie offiziell in Deutschland gezeigt wurde - vielleicht führt dies endlich zu einem Umdenken unserer auf Mainstream-Titel versteiften Anime-Industrie.
Brauch sicherlich nicht zu erwähnen dass ich mich extrem auf den Film gefreut habe, auch wenn er nur das erste Drittel des Buches abhandelt - war aber auch zu erwarten war bei einem Dreiteiler. :)

Spoiler: "Kizumonogatari I: Tekketsu-hen"

Zuerst mal ein dickes WOW. Man merkt deutlich dass SHAFT finanziell für dieses Projekt aus dem Vollen schöpfen kann und dies sieht man in jeder Phase der Animations und Produktionsqualität. Schon die erste Minute zeigt einen verwirrten Araragi der durch beeindruckend inszenierte CGI-Gänge schleicht, Mimik, Haare, Kleidungsstücke und Beleuchtung werden dabei auf höchstem Niveau präsentiert. Und die Atmosphäre ist gemessen an späteren (oder in diesem Fall früheren) Publikationen natürlich auch eher düster gehalten. Koyomi ist sich in dieser Szene (die im Buch deutlich später kommt) nicht bewusst dass er ein Vampir ist, schreitet ins Sonnenlicht, fängt daraufhin Feuer und scheint auf qualvolle Art und Weise zu verenden. Bevor uns ein Cut klar macht dass wir zuerst den Weg zu diesem Moment verfolgen werden ehe wir die Auflösung serviert kriegen.

Besonders gut hat mir in der Mitte des Films das langsame "Annähern" gefallen, wie Araragi der Blutspur in die Ubahn-Station folgt und man merkt wie sich Stück für Stück die Spannung auf das Maximum aufbaut - um kurz darauf einen ehemals stolzen Vampir kurz vor seinem Ende zu finden. Zuerst ist sie kaltherzig und voller Stolz, dann allerdings (als sie merkt dass sie sterben wird) fängt sie an zu flehen und zu wimmern. Und sie entschuldigt sich...?
Da ist es dann wieder ein SHAFT-mäßiger Kunstgriff dass sich ihr jammern aus der Entfernung anhört wie das Geheule eines Babys ;D glaube da haben sich im Kino einige gewundert.

Was mich dagegen etwas verwundert sind einige Designänderungen, einige zum Guten aber andere...verwundern mich aktuell einfach. So fand ich den Wechsel von der Straßenlaterne in die Ubahn-Station passend und spannungsfördernd. Auch konnte da Blutgraffiti wesentlich besser präsentiert werden.
Die verlassene Schule allerdings wirkt jetzt komplett anders. Dieses eigentlich baufällige Gebäude wirkt nun fast wie neu, die Gänge glänzen als wäre da morgens noch das Putzkommando durchgezogen, alles ist aufgeräumt und auch die Klassenräume werden anders dargestellt. Vielleicht ist dies auch dem starken Einsatz von 3D-Kamerafahrten durch die Schulgänge und den Rotationen um die Charaktere herum zu verdanken.

Ansonsten gibt es für mich absolut nichts zu meckern - einzig alleine dass der Punkt für das Filmende eher antiklimatisch gewählt wurde. Also kein krasser Cliffhanger den ich mir vielleicht gewünscht hätte.


Ein richtig, richtig tolles Kinoerlebnis. Bin fast restlos begeistert und freue mich schon auf den Sommer wenn "Kizumonogatari II: Nekketsu-hen" erscheinen soll. Auch wenn ich dort dann vermutlich keine Chance auf einen Kinobesuch habe...


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von seiyamon am 25.01.2016 21:41.

25.01.2016 18:07
Grimangel




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Gestern hatte ich das Vergnügen gehabt, gleich alle drei Filme von Kizumonogatari am Stück zusehen, wo sie auf dem Akiba Pass Festival im Cinedom Köln vorgeführt wurden. Ich muss auch sagen wie toll ich das finde, dass es Werke so schnell nach Deutschland schaffen, da die japanische Premiere des dritten Film Anfang Januar war. An sowas merkt man richtig, wie sich der deutsche Anime-Markt wandelt, wo sowas noch vor paar Jahren undenkbar wäre. Und die Vorführung war schon sehr gut besucht, zumal es davon zwei gab.

Ich hab mich schon drauf gefreut, wo man doch solange auf die Film-Umsetzung warten musste, aber ich war unsicher, denn über 3 Stunden Monogatari am Stück sind schon eine krasse Ansage. Und wie man von SHAFT irgendwo gewohnt ist, haben sie mit Kizumonogatari etwas ganz eigenwilliges auf die Leinwand gebracht, was sich völlig davon abhebt was man sonst von einem Spielfilm gewohnt ist. Es gab unheimlich packend Sequenzen, die so eine Anspannung in sich trugen, wo sich auch die Soundkullisse zurücknimmt. Es gab sehr emotionsgeladene und einnehmende Szenen, wo die Sprecher mit ihrem ganzen Repertoire überzeugten. Es gab enorm viele herausragende Action-Sequenzen, wo man seinen Augen nicht trauen kann was für abgefahrenes Zeug gerade auf dem Bildschirm abgeht und die Animationen vollkommen aufdrehen, und auch verschiedene Stile verwoben wurden. Man merkt schon visuell wie viele namenhafte Animatoren für das Projekt herangezogen wurden. Und ja auch befremdliche aber sehr lustige Fanservice Momente wurden eingebaut, wo das ganze Kino nicht aufhören konnte zu lachen. Der Produzent meinte auch vor der Vorstellung, wie das Team so viel Leidenschaft in das Werk packte, dass sie das ganze dann doch auf drei Filme ausweiten mussten. Und ich finde so abwechslungsreich das ganze ist, so als ganzes Werk macht es nen runden Eindruck, aber immer noch äußerst eigenwillig wie man es eben von der Monogatari-Reihe schätzt.

Spoiler


Zitat von seiyamon

Besonders gut hat mir in der Mitte des Films das langsame "Annähern" gefallen, wie Araragi der Blutspur in die Ubahn-Station folgt und man merkt wie sich Stück für Stück die Spannung auf das Maximum aufbaut - um kurz darauf einen ehemals stolzen Vampir kurz vor seinem Ende zu finden. Zuerst ist sie kaltherzig und voller Stolz, dann allerdings (als sie merkt dass sie sterben wird) fängt sie an zu flehen und zu wimmern. Und sie entschuldigt sich...?
Da ist es dann wieder ein SHAFT-mäßiger Kunstgriff dass sich ihr jammern aus der Entfernung anhört wie das Geheule eines Babys ;D glaube da haben sich im Kino einige gewundert.
Das war ebenso mein Highlight des ersten Filmes. Es war schon sehr beklemmend wie Araragi durch die verlassene Ubahnstation streift und man schon böses ahnt als er der Blutspur folgt. Ich hatte auch nacher eine Gänsehaut bekommen, als ich auf dem Heimweg auch durch ein U-bahnstation musste und keine Menschenseele zusehen war. Das war schon eine sehr eindringliche Szene. Ich fand auch wie du schon anmerkst diesen Wandel der Stimmung großartig herübergebracht. Erstmal wirkt es so als wenn Heart-under-blade als mächtige Vampir-Prinzessin dem Jungen befehlt als unwürdiger Mensch sein Blut ihr zu opfern und wie das ganze dann umschwenkt, als Araragi voller Furcht nicht anders kann, als die Flucht zu ergreifen, und sie vor dem kurzbevorstehenden Tod ihn förmlich anbettelte, sie nicht einfach zurückzulassen. Und meine Güte waren die Gefühle, die Araragi in dem Moment spürt, intensiv dargelegt, so wohl von der Charakter-Darstellung als auch stimmlich. Dass er dann letzlich zu ihr zurückkehrt, kann man rational nicht verstehen, aber es ist diese typische Seite von Araragi, dass er nicht einfach wegsehen kann und selbstlos seine Hilfe anbietet - selbst wenn es hier sogar seinen eigenen Tod bedeutet.

Und dann haben wir eigentlich erstmals einen greifbaren Plot, Araragi muss als verwandelter Vampir seiner Herrin ihre gestohlenen Extrmitäten zurückholen, von drei Vampirjägern, die Heart-under-blade so zugerichtet haben. Diese drei - Dramaturgy, Episode und Guillotine Cutter - hat man auch schon im ersten Trailer damals bei Bakemonogatari zugesicht bekommen. Ziemlich früh haben diese drei Gestalten so ein enorme Präsenz, wo man sich dann fragt, wie Araragi das überhaupt schaffen soll, als Halbblut und ohne jegliche Kampferfahrung. Das sind dann auch Szenen dabei, die einen total überraschen, z.B. die Konfrontation mit Dramaturgy - HOLYSHIT - er ihn in bruchteilen von Sekunden, den Arm wegtrete. Und von solchen Szenen, werden innhalb des Films so einige eingestreut. Sehr einschneidend war ja ebenso was Episode da Hanekawa zufügt. Man muss dann aber auch sagen, dass Araragi sehr schnell und ohne große Erklärung seine Fertigkeiten als Vampir verstehen lernt, dass er seine Körperteile regenerieren kann und weiteres. Ich hätte ehrlich gedacht, dass es hauptsächlich um die Kämpfe gegen diese Widersacher geht, aber irgendwo enden alle drei Kämpfe antiklimatisch, gerade wie wenig Zeit der Konfrontation mit Guillotine Cutter blieb, wo ich mir versprochen hatte, dass er als Glaubenkämpfe der Stärkste unter den dreien ist. Aber irgendwie find ich das erfrischend und auch so typisch Monogatari, weil man hier nicht wie bei Fighting-Shonen so einen Kampf auf epische länge ausweitet sondern halt die Gefühle und der Kontext dann doch im Vordergrund stehen.

Und dann frag ich mich natürlich am Anfang des dritten Film, was bleibt denn jetzt noch zu erzählen für ca. 1 1/2 Std? Da konnte man sich überraschen lassen, was ich halt schön finde, dass es so gar nicht dem normalen strukturellen Aufbau eines Film folgt. Und auch hier hat mich der Film überrumpelt, als Araragi zu seiner Herrin zurückkehrt (wo sie ihn eigentlich nur noch zurückverwandeln sollte) und er sie erwischt, wie sie die Überreste ihres einsten Widersachers verzehrt. Irgendwo war es von anfang an sonnenklar, dass Heart-under-blade als Vampirin nun mal Jagd auf Menschen macht, aber so wie es halt aufgebaut war - gerade wo man "Shinobu" in ihren verschiedenen Formen erlebt, vergesst man halt regelrecht, was für ein kaltblütiges Monster in ihr steckt. Es macht dann natürlich die Handlung von Araragi unsinnig, wenn der Junge sie erstmal rettet und ihr Kräfte zurückbringt, nur um sich dann letztlich gegen sie zustellen und ihr einhalt zu gebieten, damit sie nicht noch mehr Menschen unbringt. Und meine Güte war der Kampf zwischen den beiden Unsterblichen brutal aber zugleich so verrückt abgedreht und innerhalb von kürzester Zeit der Counter von abgetrennten Körperteilen und Enthauptungen in die Höhe stieg. Und man sich stets fragt, wohin der Film überhaupt möchte. Letztlich stellt sich ja auch heraus, dass Heart-under-Blade selbst das Zeitliche segnen wollte und das durch die Hand ihres Dieners, was ihr damals verwehrt bleibt. So unvermittelt dieser Wunsch kam, es war dann trotzdem noch nachvollziehbar mit der Vorgeschichte erklärt.

Man muss dann halt aber auch sagen, dass es schon einen Deus Ex Machina-Moment dann gab. Wenn der Protagonist keinen Rat mehr hat, wie das ganze zuenende gebracht wird, weil er innerlich zerissen, zum einen kann er sie nicht weitermachen lassen zum anderen will er ihr nicht das Leben nehmen und dann halt nach Oshino Meme schreit, ob er denn eine Lösung für diese verzwickte Situation hat. Es ist fast so als ob der Hauptheld nach dem Autor ruft und ihn anbettelt, eine Lösung herbeizuführen. Andererseits wirkt Oshino Meme als immer schon als Figur allgegenwärtig und fast allwissend. Man denke auch wie absurd es war, dass er das Herz der Vampirin unbemerkt entrissen hat und eigentlich ihre Niederlage herbeigeführt hat. Und außerdem ist der Ausweg den er bietet immer nur ein Kompromis, wo immer ein Gegenwert verlangt ist, er kann eben keine Wunder verrichten sondern wahrt immer diese gewisse Balance. Die eigentliche Lösung des Problems fand ich hier sehr befriedigend, weil man damit wunderbar die Brücke zu Bakemonogatari schlug und Shinobus Existenz erklärte. Heart-Under-Blades-Kräfte sind derart geschwächt, dass sie keine Menschen mehr was zu leide tun kann, wiederum ist sie von Araragi abhängig und muss in dieser Verfassung weiterleben. Das hat halt so eine gewisse Note, dass das Problem nicht einfach aus der Welt ist - genau wie Meme sagt "alle werden unglücklich sein". Ich bin halt auch wieder gespannt auf das Kapitel, dass Oshino Meme behandelt, wo ich die weiteren Ableger von Monogatari nicht gesehen habe.

Und dann wäre da noch Hanekawa, die schon eine sehr prominente Rolle in dem FIlm spendiert bekommen hat als ich erwartet hätte. Das geht schon fast so weit, dass ich finde das sie die eigentlich Haupt-Heroine sein müsste, dessen Platz ja in der Anime-Staffel von Senjogahara gestohlen wird. Das soll jetzt natürlich nicht die Debatte entfachen, sondern ich meine rein objektiv was für eine große Bedeutung sie für Araragi hat. Mich hat ja auch schon überrascht, dass er sie dann einfach einweiht und sie auch in den Kämpfen ihn beobachtet. Zudem hat Araragi den Schmerz erfahren, sie zu verlieren und sie war die erste die auf ihn zuging und ihn aus seinem einsamen Dasein befreien wollte. Und da gibt es solche Momente, die wirklich aufzeigen wie besonders die Beziehung zwischen den beiden geworden ist. Widerum gibt es dann aber auch pure Fanservice-Einlagen, die so überdreht sind und knapp an nem Hentai vorbeischrammten, wo das für soviele Lacher sorgte. Allein die Szene als Hanekawa ihm bereitwillig ihr Höschen zeigt und das Theme aus Odyssey im Weltraum eingespielt wird. Oder als dann Araragi letztlich den Rückzieher macht und so nen Kommentar macht "den Rest gibt es im Internet". Da konnte man sich das Lachen nicht verkneifen und es gab sogar Applaus vom Publikum. Das ist schön wie sich das ganze doch auf die Schippe nimmt. Trotzdem bin ich da etwas zwiegespalten, ob ich diese Szenen lieber gestrichen haben würde wollen. So lustig es war, es wäre dann doch fremdschämig Anime-Humor, der eben dafür sorgt, dass man diese herausragende Film-Reihe, dann doch nicht jedem an Herz legen kann, der nicht in der Anime-Schiene steckt. Und das find ich sehr bedauerlich, weil Kizomonogatari so viel enthält, das einzigartig ist und einen tiefen Eindruck hinterlässt. Wo ich gespannt wäre, was Filmliebhaber darüber empfinden, die sonst gar nichts mit Anime am Hut haben. Schade.

Oh und es gab ein Event-Booklet mit Charakterartwork & Designs, was ich mir mitgenommen hab. Eigentlich wäre es cool gewesen das Autogramm von dem Produzenten darauf zuhaben, aber die Schlange war dann doch zu lang, als das es mir das wert gewesen wäre.:^_^:


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Grimangel am 29.01.2017 17:50.

29.01.2017 16:24
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Zitat von Grimangel

Gestern hatte ich das Vergnügen gehabt, gleich alle drei Filme von Kizumonogatari am Stück zusehen, wo sie auf dem Akiba Pass Festival im Cinedom Köln vorgeführt wurden. Ich muss auch sagen wie toll ich das finde, dass es Werke so schnell nach Deutschland schaffen, da die japanische Premiere des dritten Film Anfang Januar war. An sowas merkt man richtig, wie sich der deutsche Anime-Markt wandelt, wo sowas noch vor paar Jahren undenkbar wäre. Und die Vorführung war schon sehr gut besucht, zumal es davon zwei gab.

Ich hatte ebenfalls das Vergnügen und muss dir vollkommen zustimmen, wobei ich einmal gespannt bin, was sie sich für nächstes Jahr vorgenommen haben, da soll es wohl ein Paar Änderungen geben. Ich wäre auch recht begeistert gewesen, wenn es eine zweite Vorstellung gegeben hätte, ein paar von unseren Leuten haben es leider dann nicht mehr reingeschafft, weil sie sich vom Vorfilm noch den Abspann zuende angesehen haben, warum auch immer, den der war soweit der schlechteste des Festivals.

Zitat

Oh und es gab ein Event-Booklet mit Charakterartwork & Designs, was ich mir mitgenommen hab. Eigentlich wäre es cool gewesen das Autogramm von dem Produzenten darauf zuhaben, aber die Schlange war dann doch zu lang, als das es mir das wert gewesen wäre

Ebenfalls :D , allerdings gab es bei uns keine Autogrammstunden und den Produzenten so anzuquatschen, haben wir uns dann doch nicht erlaubt.

Spoiler

Zitat von seiyamon

Besonders gut hat mir in der Mitte des Films das langsame "Annähern" gefallen, wie Araragi der Blutspur in die Ubahn-Station folgt und man merkt wie sich Stück für Stück die Spannung auf das Maximum aufbaut - um kurz darauf einen ehemals stolzen Vampir kurz vor seinem Ende zu finden. Zuerst ist sie kaltherzig und voller Stolz, dann allerdings (als sie merkt dass sie sterben wird) fängt sie an zu flehen und zu wimmern. Und sie entschuldigt sich...?
Da ist es dann wieder ein SHAFT-mäßiger Kunstgriff dass sich ihr jammern aus der Entfernung anhört wie das Geheule eines Babys ;D glaube da haben sich im Kino einige gewundert.

Ich muss sagen beim zweiten Mal sehen, wirkt der erste Teil irgendwie absichtlich in die Länge gezogen. Es mag vielleicht auch dem geschuldet sein, das ich einfach mit Spannung erwartet habe, wie es weiter geht, aber man hätte da doch ein wenig mehr mit reinpacken können, meiner Meinung nach.
Wir hatten uns auch den Anime angesehen unter der Berücksichtigung ihn einem bekannten Pärchen weiterempfehlen zu können und ich bin mir nicht sicher, ob das so für Zusehr funktioniert, die nicht schon infiziert sind mit dem Monogatari-Virus. Künstlerisch wertvoll ist er auf jeden Fall, das ist wohl richtig, und man muss sagen solche Szenen wie das Babygeschrei, als Symbol dafür, das sich Araragi nicht abwenden kann, weil er plötzlich jemand vor sich sieht, der seines Schutzes bedarf und auf der anderenseite Heart under the blade, bei der es wirkt wie ein hungriges Baby, das nach der Brust der Mutter schreit, alles sehr gut gemacht, nur ich bin mir nicht sicher, ob das nicht etwas künstlich in die Länge gezogen wirkt für Leute die sich dem annähern.
Es ist ja auch nicht so, als würden die nächsten beiden Teile nicht extrem im Tempo anziehen, so das es man manchmal seinen Augen nicht traut und doch, das ist witzig, weil es mich so gar nicht gestört hat, wird nicht so viel gesprochen, bzw. haben wir weit weniger Einblendungen von diversen Texten und anderem Schnickschnack, wie bei den reinen Shinbou-Monos, und es gefällt, die Witze zünden und das Blut fliesst, eine wirklich seltene Kombination, unter dem Aspekt, dass das Drame ja trotzdem nicht zu kurz kommt unter dem Blickwinkel der Shinobu/Araragi Dynamik. Viel wird hier nochmals in Szene gesetzt, was wir schon aus dem Onimonogatari und ebenso aus der Badeszene von Nisemonogatari dem Firebee-Arc.
Das Elend der Vampirin ewig leben zu müssen, alleine zu sein und eigentlich sterben zu wollen, und doch so unglaublich menschlich, wie sie doch einst war, das nicht aufgeben wollen, das ungeheure festklammern am Leben, wie unglücklich es doch auch erscheinen mag.

Zitat von Grimangel

Das sind dann auch Szenen dabei, die einen total überraschen, z.B. die Konfrontation mit Dramaturgy - HOLYSHIT - er ihn in bruchteilen von Sekunden, den Arm wegtrete. Und von solchen Szenen, werden innhalb des Films so einige eingestreut.

Mein Liebling war in dem Fall, wie der Arm wieder nachwächst und Araragi ihn einfach so rauszieht.:rofl2: Ich habe mich selten so gut über Regenation amüsiert wie in dieser Szene, ganz allgemein war auch, gerade diese Regenationsfähigkeit, die ja eine Spezialität von Heart under the Blade und nun auch Araragi ist mir viel Freude bereitet, gerade im Endkampf, wenn man das so nennen will mit der Herrin selbst.
Zu Anfangs wirkt es ja noch, als würde sie nur spielen wollen und hat ihren Spaß mit Araragi, nachdem sie ja jemanden hat mit dem sie auf dem gleichen Niveau spielen kann, aber ihre wahre Verzweiflung kommt erst später zum Vorschein. Das war in meinen Augen auch sehr stark gemacht.
Ich habe mich ja während der Filme immer gefragt wie man eigentlich zum Endresultat kommen möchte, zur endgültigen Form von Shinobu und Araragi wie wir sie kennen, ich war dutchaus überrascht, was für ein Twist hier eingebaut wurde, der es sogar ermöglichte den Anime Only Fans eine Menge Freude zu bereiten. Ich fand es tatsächlich doch streckenweise sehr überraschend wie man vorging, ich musste mich wirklich fragen wozu man jetzt eigentlich die Gliedmassen der Gutsten braucht, wenn sie am ende doch eine Shinobu wird.
Dann fragte ich mich, wie wird die wieder klein, nachdem sie so eine stattliche Vampirin wieder geworden ist.
Ich könnte auch wirklich nicht eine Form von Kiss-Shot benennen, die ich nicht fantastisch gefunden hätte...

Und weil wir gerade dabei sind, ich mochte die Hanekawa die wir hier hatten und ich mochte die Interaktion mit Araragi. :rofl2:
Sie war einmal, obwohl allwissende, nein, nur wissend was sie wiess, was aber meist eh mehr ist als alle anderen, wirklich ein wenig dämlich und naiv, putzig! Ebenso dieses reicht rundliche, weiche Charakterdesign, dieses treudoffe Lächeln stand ihr ungemein gut, sie war wirklich niedlich, fast schon niedlicher, ja, tatsächlich niedlicher, als in den darauf folgenden Monogataris, ich hätte sie gerne in der Optik in Nekomonogatari gesehen, das wäre sehr süß gewesen.:adore:
Jup, und diese ganze Unterhosenaction war einfach zum niederknien, ich hab mich da nicht so totgelacht wie der Rest des Kinos, zugegeben, aber doch ja, sehr amüsant.

Zitat von Grimangel

Trotzdem bin ich da etwas zwiegespalten, ob ich diese Szenen lieber gestrichen haben würde wollen. So lustig es war, es wäre dann doch fremdschämig Anime-Humor, der eben dafür sorgt, dass man diese herausragende Film-Reihe, dann doch nicht jedem an Herz legen kann, der nicht in der Anime-Schiene steckt. Und das find ich sehr bedauerlich, weil Kizomonogatari so viel enthält, das einzigartig ist und einen tiefen Eindruck hinterlässt. Wo ich gespannt wäre, was Filmliebhaber darüber empfinden, die sonst gar nichts mit Anime am Hut haben. Schade.

Hier gehe ich absolut mit dir konform, das frage ich mich ebenfalls, es ist ja, wie ich am Anfang erwähnte, schon im Raum, das ich die 3 Filme weiter verleihen wollte, wenn sie raus sind an "echte" Cineasten, die einem dann mit der göttliche Langsamkeit eines Jim Jarmusch kommen, da fragt man sich schon, wie diese auf den japanischen Fanservice reagieren, wobei man auch sagen muss, das so einige Sachen einfach ad absurdum geführt wurden, denken wir nur an die Oppai-Szene im Geräteraum. Das ganze ist schon wieder so überzogen, das man es einfach nicht ernst nehmen kann, ich möchte da auch immer noch hinzufügen, das ich hier schon auch den Fokus auf Teenager und ihre aufkeimende Sexualität sehe, die hier für mich als Leben stehen und im krassen Gegensatz zum Sterben auf der anderen Seite steht, also alles andere für was Kiss-Shot und die Vampire stehen.
Allerdings, was alles andere anbelangt ist Kizumonogatari wohl das Feinste, was man jemanden, der sich für Filmkunst interessiert zeigen kann. Die drei Teile haben alles, was ich an Anime schätze, optisch betrachtet, in sofern finde ich sie anderseits schon durchaus geeignet einem Filmliebhaber zu zumuten, wenn er mal "Zeichentrick" sehen will.
05.02.2017 11:09

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