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Unknown Identity (Unknown)
Celondor
Dr. C aus B




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Unknown Identity (Unknown)   



Genre: Thriller, Drama
Produktionsland: USA Deutschland | Produktionsjahr: 2011 | Laufzeit: ca. 114 Minuten | Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Jaume Collet-Serra (Orphan - Das Waisenkind; House of Wax)
Darsteller:

# Liam Neeson: Dr. Martin Harris
# Diane Kruger: Gina
# January Jones: Elizabeth Harris
# Frank Langella: Rodney Cole
# Aidan Quinn: Martin Harris Nummer zwei
# Bruno Ganz: Ernst Jürgen
# Sebastian Koch: Professor Bressler
# Olivier Schneider: Smith
# Stipe Erceg: Jones
# Karl Markovics: Doktor Farge
# Mido Hamada: Prinz Shada

Trailer (der mMn viel zu viel herumspoilert, anschauen auf eigene Gefahr):



Zitat

Story:
Der amerikanische Professor Dr. Martin Harris reist mit seiner Frau Elizabeth im November nach Berlin. Anlass ist ein Biotechnologiekongress, auf dem Nobelpreisträger Professor Bressler und sein Gönner Prinz Shada eine bahnbrechende Entwicklung bekanntgeben wollen, die den Welthunger stoppen könnte. Als Dr. Martin Harris jedoch zum Flughafen zurückfahren will, um einen vergessenen Koffer abzuholen, gerät er in einen heftigen Unfall, infolgedessen er für 4 Tage ins Koma fällt. Als er wieder aufwacht, will niemand seine Identität glauben - nicht einmal seine eigene Frau, die inzwischen einen anderen Mann namens "Dr. Martin Harris" an ihrer Seite hat...

__________________________________________________


Schon wieder so ein Film, in den ich eigentlich gar nicht hinein wollte. Als ich den Trailer damals im Kino sah, hat mich der Streifen eigentlich überhaupt nicht angesprochen, was nicht zuletzt an der Präsenz von Liam Neeson lag, den ich untrennbar mit Taken (bzw. 96 Hours) verknüpfe. Und - skandalös - ich fand besagten Thriller dämlich. Nichtsdestotrotz habe ich mich jetzt gestern in Unknown Identity mitschleifen einladen lassen und kann vorweg schon sagen, dass er mir besser gefallen hat als Taken.

Da ich den Romane "Out of my Head" nicht gelesen habe, auf dem das Drehbuch basiert, kann ich auch diesbezüglich keine Vergleiche anstellen. An sich kommt mir die Geschichte aber relativ gut umgesetzt vor. Alles beginnt ziemlich unspektakulär, als ein gewisser Dr. Martin Harris mit seiner Frau nach Berlin einreist und dort im Hotel Adlon einchecken will. Erst vor dem Hotel fällt Harris auf, dass einer seiner Koffer fehlt (der am Flughafen zurückblieb, was der Zuschauer schon weiß). Also ruft er sich erneut ein Taxi und will das vermisste Gepäckstück abholen, und dann - RUMMS - kommt der Unfall und das Auto stürzt in die Spree. Ab hier beginnt das eigentliche Drama, denn der Film lebt davon, dass wir ab jetzt immer nur genau so viel wissen wie der gute Doktor selbst, der das Unglück nur knapp überlebt. Und hier muss ich echt sagen, dass mir die Figur tausend Mal sympathischer war als der Rambo-Daddy aus Taken - und das auch nach der Auflösung. Denn gerade durch die entstandene Verwirrung kann ich hier die einzelnen Schritte und die Schlüsse, die er aus neuen Erkentnissen zieht, viel besser nachvollziehen. Mir gefiel zum Beispiel recht gut, dass er erstmal ziemlich hilflos da steht, als ihm sogar seine eigene Frau ins Gesicht sagt, dass sie nicht wüsste wer er wäre. Und die Anwesenheit eines zweiten "Dr. Martin Harris" hat das große Rätselraten erst so richtig auf Touren gebracht.

Spoiler

Die Auflösung, dass es sich bei "Dr. Martin Harris" um eine künstliche Scheinidentität handelt, war dann auch ziemlich einleuchtend. Ich muss ja gestehen dass ich mich teilweise ziemlich von dem Film an der Nase herumführen lassen habe, denn ich hatte mir zwar schon gedacht, dass auf dem BIO-Tech Kongress ein Attentat verübt werden sollte, aber ich hielt wirklich Prinz Shada für das eigentliche Ziel und nicht den Professor mit seinem Superweizen. Ich fand die Story an sich auch gar nicht soooo sehr an den Haaren herbeigezogen, wie es mir oft bei solchen Filmen vorkommt, denn in unserer Wirtschaft hege ich absolut keine Zweifel daran, dass es Firmen gibt, die Auftragskiller engagieren wenn irgendein gutherziger Weltverbesserer ehrenamtlich daherkommt und mal eben weltweiten Anbau von Weizen ermöglichen will. Als es am Ende des Films in den Nachrichten (btw. BNI - Berlin News International - suspekt :D ) hieß, dass die Aktienkurse der Nahrungsmittelkonzerne um 14% gefallen wären, dachte ich mir auch nur: Was, nur? Der Professor dürfte den Markt doch regelrecht gesprengt haben. fürcht


Zur schauspielerischen Leistung kann ich nur sagen, dass mir niemand negativ aufgefallen ist... besonders positiv aber auch nicht. Liam Neeson macht gewohnt seinen Job als verzweifelter Einzelkämpfer, und den macht er gut. Ich würde jetzt halt bei keinem der Darsteller wirklich sagen, dass er mich vom Hocker gerissen hat, was ja aber nicht weiter schlimm ist. Solang ich zufrieden bin, ist das schon mehr, als ich von einem Cast erwarte wenn ich in einen Film gehe, auf den ich eigentlich nicht so wirklich Lust hatte. Insofern sei mir bitte verziehen, dass mir hier einfach der Blick für irgendwelche bahnbrechenden Schauspielkünste im Kleinen fehlte.

Wer Action will, wird Action bekommen. Verfolgungsjagden mit viel Boom und Prügelszenen sind ausreichend vorhanden. Je mehr sich der Film zum Ende hin neigt, desto mehr bekommt man davon auch geboten. Was mir vorallem sehr gut gefallen hat sind die Schauplätze, ich bin ja echt stolz auf mich, dass ich einiges jetzt schon allein vom Bild her erkennen konnte. :D Einen gewissen Charme hat es schon, dass die Handlung vom Roman, der ja eigentlich in Paris spielt, nach Berlin verlegt hat. Nach Taken konnte Neeson wohl kein Paris mehr sehen. zwinker

Übrigens kann man sich dadurch, dass der Film in Berlin gedreht wurde, auch wieder mächtig über ein paar Klischeekirschen amüsieren. Das fängt schon bei Krankenschwester "Gretchen Erfurt" an. lol Und hey, danach Besuch bei einem alten Mann in Deutschland? Nazi oder Stasi! - was letztendlich davon stimmt, könnt ihr dann ja selbst herausfinden, denn anschauen kann man sich den Film wirklich ohne dem Geld nachtrauern zu müssen. Wer Lust auf schnelles Actionkino ohne unnötige Pausen und mit einer Prise Mystery hat, der kann ja ein paar Leute zusammentrommeln und sich einen netten Abend mit dem Film machen. Ich geb Unknown Identity dafür, dass er nicht so dick aufträgt wie Taken und auch ein wenig zum Miträtseln einlädt 7,5 von 10 Punkte.

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09.03.2011 15:18
Mortva
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Zitat von Celondor

Schon wieder so ein Film, in den ich eigentlich gar nicht hinein wollte. Als ich den Trailer damals im Kino sah, hat mich der Streifen eigentlich überhaupt nicht angesprochen, was nicht zuletzt an der Präsenz von Liam Neeson lag, den ich untrennbar mit Taken (bzw. 96 Hours) verknüpfe. Und - skandalös - ich fand besagten Thriller dämlich. Nichtsdestotrotz habe ich mich jetzt gestern in Unknown Identity mitschleifen einladen lassen und kann vorweg schon sagen, dass er mir besser gefallen hat als Taken.

Zwei Dinge dazu:
1. Bei mir war es genau andersrum ^^. Als ich den Trailer zu dem Film gesehen habe, war mir sofort klar, dass ich da rein musste, gerade weil Liam Neeson darin mitspielt und ich ihn ebenfalls mit 96 Hours bzw. Taken assoziiere. Dementsprechend habe ich mich auf den Film gefreut und bin auch kurz nach Erscheinen ins Kino gewandert.
2. Wie kann man denn 96 Hours dämlich finden!? ;____; Rache...Liam Neeson...Action...Liam Neeson... Was kann daran falsch sein?
Ähem...aber ich schweife wieder etwas ab, immerhin ist es ja dieses Mal Berlin und nicht Paris.

Direkt vorweg, mir hat der Film soweit ganz gut gefallen. Wie schon gesagt, hatte ich mich bereits darauf gefreut und war auch nach dem Kinogang nicht sonderlich enttäuscht. Es ist sicherlich kein epischer Blockbuster, den man unbedingt geguckt haben muss, aber verkehrt war er definitiv nicht.
Den Roman zum Film habe ich ebenfalls nicht gelesen (ich wusste noch nicht einmal, dass er auf einem Roman basiert @__@), würde mich aber direkt schon einmal interessieren, wie Leser des Buches den Film fanden.
Grundsätzlich sind ja solche Umsetzungen, vom Buch hin zum Film immer so eine Sache (s. Eragon; Tintenherz; Der goldene Kompass, einige Harry Potter Filme...Bla Bla ). Mein persönlicher Eindruck ist auf jeden Fall positiv, was die Darstellung der Story angeht.
Man wird nicht vollkommen unvorbereitet in das Ganze hineingeworfen, sondern wird durch einen ruhigen Anfang eingeführt, dann kommt der besagte Unfall und man steht genauso dumm da wie die Hauptfigur selbst. Das Identifikationspotential ist hier durchaus gegeben. Man kann die Verzweiflung des guten Doktors nachvollziehen, die Schlüsse, die er zieht, da muss ich Celondor recht geben, sind allesamt nachvollziehbar. Hier bleibt der Film durchaus realistisch und hebt nicht zu sehr mit spektakulären Zufällen ab.

Spoiler

Natürlich hilft hier und da der Zufall nach. Beispielsweise der Umstand, dass die Krankenschwester, die ihn betreut, einen ehemaligen Stasi-Mitarbeiter kennt, aber das sind eher Ausnahmen.

Die Auflösung selbst hat mich ziemlich überrascht und das geschieht bei solchen Geschichten nicht sonderlich oft. Das hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, da es in sich auch durchaus schlüssig war und soweit alle offenen Fragen geklärt wurden, ohne sich dabei in Widersprüche zu verstricken.

Spoiler

Zitat von Celondor

Die Auflösung, dass es sich bei "Dr. Martin Harris" um eine künstliche Scheinidentität handelt, war dann auch ziemlich einleuchtend. Ich muss ja gestehen dass ich mich teilweise ziemlich von dem Film an der Nase herumführen lassen habe, denn ich hatte mir zwar schon gedacht, dass auf dem BIO-Tech Kongress ein Attentat verübt werden sollte, aber ich hielt wirklich Prinz Shada für das eigentliche Ziel und nicht den Professor mit seinem Superweizen. Ich fand die Story an sich auch gar nicht soooo sehr an den Haaren herbeigezogen, wie es mir oft bei solchen Filmen vorkommt, denn in unserer Wirtschaft hege ich absolut keine Zweifel daran, dass es Firmen gibt, die Auftragskiller engagieren wenn irgendein gutherziger Weltverbesserer ehrenamtlich daherkommt und mal eben weltweiten Anbau von Weizen ermöglichen will.
ein kleines Ei
Das ging mir ähnlich. An den Forscher hatte ich überhaupt nicht gedacht und ebenfalls geglaubt, dass der gute Prinz tatsächlich das Opfer sein würde. Derart an den Haaren herbeigezogen ist es in der Tat nicht, würde auch für keinen Moment daran zweifeln, dass manche Firmen über Leichen gehen würden, um ihren Erfolg zu sichern. Tjaja, die bösen Großkonzerne =p.
Das einzige, was ich mich doch gestört hat, war der Umstand, das der Stasimensch über diese Killertruppe Bescheid wusste. Warum es auch unbedingt irgendeine alte Geheimorganisation, die während des Krieges gegründet worden war, sein musste, war mir ebenfalls nicht ganz klar. Hier hätte es auch gereicht, wenn man es etwas kleiner gehalten und schlicht auf eine Killertruppe verwiesen hätte. So kam es mir etwas zu aufgebauscht vor.
Was mich weiterhin etwas irritiert hat, war der Umstand, dass der Herr Harris sich erst an seine Killerausbildung erinnern musste. Ich gebe zu, ich kenne mich in der Hinsicht nicht sonderlich gut aus, aber ist es überhaupt möglich, solche antrainierten Fähigkeiten einfach spontan wieder zu verlernen? o.o
Ich muss da unwillkürlich an die Bourne-Reihe denken, da gab es definitiv keinen Fähigkeitenschwund, wie einige Wachleute, Polizisten und sonstige Agenten am eigenen Leib erfahren mussten.
Aber ok, so kam es wenigstens zu einem nett anzuschauenden Endkampf zwischen Dr. Martin Harris uuuund Dr. Martin Harris! :D
Wie dem auch sei, ansonsten war ich von der Auflösung wirklich angetan. Offene Fragen gab es kaum und die Tatsache, dass es sich lediglich um eine Scheinidentität gehandelt hat, war eine gelungene Wendung mit der ich definitiv nicht gerechnet habe.

Zitat von Celondor

Zur schauspielerischen Leistung kann ich nur sagen, dass mir niemand negativ aufgefallen ist... besonders positiv aber auch nicht. Liam Neeson macht gewohnt seinen Job als verzweifelter Einzelkämpfer, und den macht er gut. Ich würde jetzt halt bei keinem der Darsteller wirklich sagen, dass er mich vom Hocker gerissen hat, was ja aber nicht weiter schlimm ist.

Dem kann ich mich genauso anschließen, besonders negativ aufgefallen ist mir niemand und Liam Neeson war wieder einmal top, genau wie in Taken (Ja, ich mag den Film =P).
An Diane Krüger hatte ich ebenfalls nicht auszusetzen, aber ich fand es unfreiwillig witzig, dass sie eine ausländische Taxi-Fahrerin spielt, als deutsche Schauspielerin in einem Film, der in Berlin steht. Keine Ahnung warum, aber ich musste schmunzeln =p.

Wirkliche Kritikpunkte habe ich so gesehen nicht und ich bin gänzlich zufrieden mit dem Film. Die Story ist annehmbar und der Film unterhaltsam, was will man mehr. Allerdings sollte man auch nicht allzu viel erwarten. Denn derartig herausragend im Thriller-Genre ist "Unknown Identity" wohl nicht, dazu fehlt noch das berühmt berüchtigte "gewisse Etwas".
Trotzdem kann man dem Film guten Gewissens ansehen ohne sich danach selbst für 114 min. verlorene Lebenszeit zu verfluchen.

Wertung:
7 von 10 Krankenschwestern namens Gretchen

mfg Mortva

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Ava u. Sig made by Nyrer

07.04.2011 16:42
Misato
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Wenn es nicht Liam Neeson wäre, würde man den Film dann mit "96 Hours" vergleichen? Soll mir egal sein, ich mag "96 Hours" und ich mag vor allem Neeson sehr, egal in welchem Genre er sich grade rum treibt. Als total desorientierter Wissenschaftler in einer fremden Stadt kam er gut rüber. Volle Punktzahl für Berlin, hat mir sehr gefallen. Auch der dadurch entstehende Sprachenmix war lustig.

Spoiler

Ich fand Herrn Jürgen super. Der schwärmt einfach so von seiner Stasizeit und keiner gibt einen kritischen Kommentar dazu ab. Bruno Ganz war klasse. Sein Ableben hat mir auch gefallen mit dem Zyankali, aber im Grunde fand ich es auch etwas übertrieben, dass da eine so ultrageheime Organisation hinter steckt, von der er als Art Geheimagent auch mal gehört hat. Das lief ein wenig ins Leere und war etwas viel. Den Anschlag selbst fand ich gut. Vor allem gefiel mir der Plan sehr gut. Erst als Pärchen A die Bombe basteln und hinterlegen. Währenddessen als Pärchen B Kontakt zum Opfer aufnehmen und eine Zusammenführung orchestrieren, immer unter dem Deckmantel ein augenscheinlich prominenteres Ziel zu haben. up
Die Scheinidentität hat mich aber doch weniger überrascht. Sehr auffällig ist da eben der Punkt, wenn man bei Doktoren Martin Harris zusammen hat und sie den absolut perfekt einstudierten Wortlaut abgeben. Das erinnert eben an all die Filme, wo Leute sich einen falschen Lebenslauf einprägen. Interessanter finde ich dabei, dass ja auch z.B. das Internetfoto in den vier Tagen ausgetauscht werden musste und keiner, der mitbekommt, dass ein zweiter Dr Harris auftaucht, sich da an eine Unstimmigkeit erinnert. :D

Ich fand es sehr gemein, dass mal wieder ein Telefonbuch eine Seite eingebüßt hat. Warum muss man immer gleich die Seite raus reißen und schreibt nichts ab? Irgendwann will ich einen Film sehen, wo jemand ganz dringend eine Info aus dem Telefonbuch braucht und immer feststellen muss, dass viele, viele Seiten fehlen. freak

Was das Spezialtraining angeht, hab ich mich auch kurz gefragt, ob die Reflexe nicht unterbewusst da sein müssten. Aber ich denke, davon sieht man im Film durchaus etwas, denn Harris reagiert ja geistesgegenwärtig als die zwei Typen in Ginas Wohnung kommen. Aufs Dach klettern, festhalten, überwältigen und bei den Verfolgungsjagden wirklich guter Umgang mit dem Wagen. Das geht schon alles sehr in Richtung sein-Körper-weiß-das-noch.


Zitat von Mortva

An Diane Krüger hatte ich ebenfalls nicht auszusetzen, aber ich fand es unfreiwillig witzig, dass sie eine ausländische Taxi-Fahrerin spielt, als deutsche Schauspielerin in einem Film, der in Berlin steht. Keine Ahnung warum, aber ich musste schmunzeln =p.

So ging's mir aber auch. :D Ich fand sie aber schon ganz knuffig in der Rolle, ich mein... die hat's drauf.

Spoiler

Hallo, sie überfährt einen der Killer und schiebt mit dem Taxi dann auch den Van in den Abgrund. +2 auf ihrem Bodycount Konto, wie cool ist das denn? Ihr Überlebenswille dürfte aber auch einfach sehr groß sein, daher fand ich nichts zu übertrieben an ihr. Auch nicht die Rettung zu Beginn, war schön gemacht und vor allem so korrekt. Scheibe mit dem Nothammer einschlagen. Türen kann man eh nicht öffnen solange noch Luft im Wageninneren ist.

Das Ende ist doch irgendwie etwas schade. Als Mr Taylor verlässt er das Land und scheint jetzt voll lieb und nett. Als er den Auftrag angenommen hat, war er von seiner Arbeit doch sicher überzeugt. Es wirkt, als würde er sich zwar an die Fakten erinnern, was passiert ist, aber er ist einfach ein komplett anderer Mensch. Seltsame Reformation. Aber sehr schön, dass er die zweite freie Identität spendiert.
Oh, und einfach nur klasse war der Moment der Explosion. Dass sie es eben nicht geschafft hat mit dem Entschärfen, das hab ich mir einfach nur gewünscht. up

Die Actionszenen find ich super, vor allem mit dem Auto. Es wird natürlich munter umher geschnitten, aber man bekommt nicht nur verwackelte Detailaufnahmen, sondern gute Gesamtansichten und hat hier richtig was davon. Hat echt Spaß gemacht.

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05.08.2011 16:27
DevilsPlaything
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Der Film konnte ja vorab schon einige Lorbeeren kassieren und weitgehend handelt es sich auch um einen soldide inszenierten, guten Thriller. Klar, die Thematik mit einem Menschen, der sein Gedächtnis verliert, ist nicht neu. Kommt nur drauf an, wie man es umsetzt. Hier hat man einfach noch eine Schippe drauf gelegt, indem dass seine Identität gar von einem anderen Menschen geklaut worden ist und er quasi alleine durch Berlin schlagen muss. Das ist spannend gemachtes Genrekino in einem sehr guten Look, in dem sich Berlin perfekt einfügt. Die Spannung bleibt dabei konstant hoch und einige Wendungen und Überraschungen sind dabei inbegriffen. Diese sind zwar nicht nicht gerade überragend, aber doch schon besser als der Durchschnitt.

Spoiler

Sehr schön war auch dieses Katz- und Mausspiel mit seiner Frau. Wer ist sie wirklich? Zu wem hilft sie? Gerade die Szene in dem Schmierfink-Museum war recht gut umgesetzt.
Rasanz und Tempo gewinnt der Film durch einige heftig umgesetzt und fetzige Actionszenen mit einigen Zweikämpfen und harten Verfolgungsjagden. Die Zweikämpfe hätten für meinen Geschmack allerdings besser choreographiert und noch ein ganzes Stück brachialer ausfallen können.

Spoiler

Denn es handelt sich ja schließlich um professionelle Auftragskiller. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die manchmal so zaghaft miteinander umgehen und sich manchmal auch nicht so leicht abschütteln lassen.
Schauspielerisch ist NEESON natürlich wieder erstklassig, ebenso wie GANZ, QUINN und LANGELLA. Dafür nervt mal wieder einzig und allein die KRÜGER.

Spoiler

Nicht nur, dass ihre Schauspielkünste einfach nur bescheiden sind, Nein, hier ist sie eine bosnische Einwanderin - obwohl ja eigentlich Deutsche.
Das ist ein dermaßen dämlicher Facepalm, der in manchen Szenen schon gewaltig nervt. Gut, dafür kann sie vermutlich Nichts. Aber es stört ganz einfach; wie überhaupt die ganze Tussi.



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"Ich habe noch keinen heiligen Krieg gesehen, der im Namen Satans geführt wurde." - GLENN DANZIG


05.08.2011 18:59
Misato
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Zitat von DevilsPlaything

Dafür nervt mal wieder einzig und allein die KRÜGER.

Spoiler

Nicht nur, dass ihre Schauspielkünste einfach nur bescheiden sind, Nein, hier ist sie eine bosnische Einwanderin - obwohl ja eigentlich Deutsche.
Das ist ein dermaßen dämlicher Facepalm, der in manchen Szenen schon gewaltig nervt. Gut, dafür kann sie vermutlich Nichts. Aber es stört ganz einfach; wie überhaupt die ganze Tussi.

Spoiler

Was genau ist unglaubwürdig gespielt an ihr als Bosnierin? Für die Story passt es gut, weil sie mit dem Hintergrund im Bürgerkrieg ihre Familie verloren zu haben, kein hilfloses Persönchen ist, die alles mit sich machen lässt. Und nur weil Diane Krüger Deutsche ist, muss sie doch nicht nur Deutsche spielen. So sollte man lieber gar nicht erst anfangen, Liam Neeson ist Ire und spielt immer mal wieder Engländer oder gar US Amerikaner (oder einen griechischen Göttervater :D ).

Was mich am Rest der Organisation stört ist auch ein bisschen, dass "Cole" (Langella halt) seinen eigentlich besten Mann so bereitwillig aufgibt. Dass sie alle Spuren verwischen und versuchen ihn auszulöschen ist ja eine Sache, aber es hätte ihnen möglich sein müssen ihn einfach "nur" zu entführen, um zu schauen, ob sie mit einem Schlag auf den Kopf ( :D ) sein Gedächtnis nicht wieder hinkriegen können. Da ist es eben sehr merkwürdig, dass diese paar Tage als Gejagter ihn zu so einem Wandel bringen. Als er aus dem Koma erwachte und im Hotel Adlon aufkreuzte, hätte es darum gehen müssen ihn ruhig zu stellen und ihm die Situation zu erklären als er wieder im Krankenhaus ist. Der Anschlag dort auf sein Leben wirft durch das tote Personal eher noch mehr Fragen auf, was die sich eigentlich nicht leisten sollten.


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05.08.2011 19:18
DevilsPlaything
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Zitat von Misato

Spoiler

Was genau ist unglaubwürdig gespielt an ihr als Bosnierin?
Unglaubwürdig ist hier das große Stichwort. Denn sie ist nun mal eine miese Schauspielerin.

Spoiler

Außerdem geht es grundsätzlich darum, dass man eine deutsche Schauspielerin als irgendeine Ausländerin auftreten lässt, obwohl der Film selbst in Deutschland spielt.
Dann hätte man im Hintergrund viel mehr Seriösität reinbringen können, wenn man auch seine baltische Schauspielerin verpflichtet hätte. Mit diesem Backround allerdings spielt die KRÜGER nicht nur unglaubwürdig; nein, ihr ganzer Part ist einfach unglaubwürdig.

Zitat von Misato

Spoiler

Was mich am Rest der Organisation stört ist auch ein bisschen, dass "Cole" (Langella halt) seinen eigentlich besten Mann so bereitwillig aufgibt.
Gerade das fand ich wiederum sehr sinnvoll.

Spoiler

Überlegen wir mal: er ist der Chef des wohl besten Killerkommandos weltweit. Sie sind Geister; Gerüchte und kaum mehr ein Schatten, weil sie gar keine Spuren hinterlassen. Jetzt hat er da plötzlich einen Agenten, der sich höchst unprofessionell verhält. Noch viel schlimmer dabei ist, dass er eine laufende Operation stark gefährdet. Egal wie man als Verantwortlicher nun die Sache dreht und wendet - er MUSS handeln. Und die naheliegenste Option ist es den Agenten auszuschalten. Erstens kann er die Operation so am Besten und im wahrsten Sinne des Wortes >>todsicher<< schützen und er kann Spuren zu ihm und seiner Organisation auslöschen. Und wenn er sich ohnehin schon so irrational verhält, wie es auf LANGELLA den Anschein hat, ist es sehr fraglich, ob er ihn weiterhin als Agenten gebrauchen kann. Ergo ist dieses Opfer die größte Schadensbegrenzung.


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05.08.2011 21:26
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Spoiler

Was genau hätte eine baltische (und damit unbekannte) Schauspielerin für einen Vorteil gebracht (im schlimmsten Fall davon ausgehend, dass man niemanden findet, die genug Englisch spricht für Verständigung am Set)? Der Akzent geht soweit in Ordnung, auch wenn ich zuerst eher auf Polen getippt hätte. Aber was ist daran so katastrophal? Ein Österreicher gibt ja auch einen passablen Russen ab. Willst du ernsthaft darauf spekulieren, Schauspieler nach ihrem Geburtsland zu casten? Wo der Film spielt, wo die Figuren herkommen, welche Nationen drehen und welche Nationen spielen, sollte man besser voneinander trennen und nicht vermischen. Deshalb nennt man diesen Beruf Schauspiel.

Und für eine geheime Geheimorganisation haben die einfach zu viel Wind gemacht. Zwei Leichen im Krankenhaus, die direkt zu "Dr. Harris" zurück verfolgt werden können, haben sie immerhin an seiner Untersuchung gearbeitet. Und daraufhin ist er verschwunden. DAS alarmiert sicherlich mehr Leute als ein wirrer Mann im Hotel, den man zur Seite nimmt. Die Killer, die sich um ihn kümmern sollen, benehmen sich leider wie Deppen und ziehen eine Spur durch die Stadt. Sie haben blitzschnell mit dem Austausch reagieren können, das war sehr gut. Wie sie es aber verpassen konnten, ihren eigenen Mann zu finden, macht eben etwas stutzig. Die werden jawohl einen Agenten übrig haben, der einen besorgten Bruder spielen kann, der die Krankenhäuser nach einem John Doe abklappert. Die haben Harris A nur gefunden, weil er sie ja aufgesucht hat. Die sind nicht wirklich gut darin ihre Enden abzubinden und lassen ziemlich viel lose rum baumeln. Dass Liz nichts unternimmt ist sehr richtig, aber einen so wertvollen Mitarbeiter im Grunde sich selbst zu überlassen bei einer derart wichtigen Operation ist doch sehr fahrlässig. Fotos genug hatten sie von ihm, davon ausgehend, dass er einen Unfall hatte eben suchen (es scheint ja keine Anzeichen zu geben, dass er aussteigen wollte) und von da an einen besseren Plan entwerfen, der nicht dauernd wieder ins Hotel Adlon als Dr Harris führt.
Es gab ja nicht mal einen Grund ihm im Krankenhaus während der Untersuchung aufzulauern oder den Techniker umzubringen. Der wäre erstmal wieder auf ein hübsches Zimmer geschoben worden...


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05.08.2011 21:47
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Zitat von Misato

Spoiler

Was genau hätte eine baltische (und damit unbekannte) Schauspielerin für einen Vorteil gebracht (im schlimmsten Fall davon ausgehend, dass man niemanden findet, die genug Englisch spricht für Verständigung am Set)?
Mensch Mädels; hast du es immer noch nicht kapiert? Es geht schlicht um die Glaubwürdigkeit an sich. Die Tussi ist einfach Deutsche und hätte deswegen auch eine Deutsche spielen sollen, wenn der Film schon mal in Deutschland angesiedelt ist! Dieser Facepalm fieil übrigens nichht nur hier in Deutschland auf, sondern auch in ausländischen Kritiken. BRUNO GANZ ist übrigens Schweizer, der einen Stasiagenten spielt - keinen Russen (!!!) und der Österreicher heißt übrigens KARL MARKOVICS, der hier auch einen österreichischen Arzt spielt, der in Berlin praktiziert. Alles in Allem gut besetzt, bis eben auf KRÜGER. Und ja; ich würde nach dem Geburtsland casten, wenn ich einen halbwegs authentischen Film inszenieren möchte. Je mehr Realismus und Nachvollziehbarkeit in einem Film steckt, desto eher kann der Zuschauer sich in die Figuren hineinversetzen. Und das kann man mit Gina deswegen definitiv nicht. Die meisten Bosnier haben übrigens dunkle Haare und eine andere
Physiognomie, was die Wahl von KRÜGER umso dämlicher macht. Englisch ist inzwischen überall verbreitet und es wäre kein Problem gewesen deshalb auch eine echte Bosnierin zu verpflichtet. KRÜGER tauchte in dem Film nur auf, weil der Film teils auch von deutschen Produktionsfirmen finanziert wurde und man sich dachte, man bräuchte für Gina ein bekannteres Gesicht. Im Grunde eine gute Idee im wirtschaftlichen Sinn; nur dumm umgesetzt.

Zitat von Misato

Wo der Film spielt, wo die Figuren herkommen, welche Nationen drehen und welche Nationen spielen, sollte man besser voneinander trennen und nicht vermischen.
Und noch ein Facepalm . . . rolly Das klappt vielleicht in einem Sciene Fiction Film oder in den USA, was im Grunde eine reine Einwanderungsgesellschaft ist. Grundsätzlich aber kommt es allerdings auf die Figur an, den Charakter und dessen Hintergrund - und danach muss ich auch den Film besetzten. Stell dir mal vor du drehst einen Film über den Völkermord in Ruanda und dann zeigen die lauter Weiße. Ist doch schwachsinnig. Oder fettes Heroic Bloodshed von JOHN WOO in Hong Kong, wo alle groß, blond und blauäugig sind. Das würde ganz einfach saudämlich und unglaubwürdig rüber kommen und darum macht man das meist auch nicht.

Zitat von Misato

Spoiler

Und für eine geheime Geheimorganisation haben die einfach zu viel Wind gemacht. Zwei Leichen im Krankenhaus, die direkt zu "Dr. Harris" zurück verfolgt werden können, haben sie immerhin an seiner Untersuchung gearbeitet.

Spoiler

Es war jawohl nicht geplant, dass diese Agenten sterben. Alllerdings können sie nur deswegen in Harris in Verbindung gebracht werden, weil dieser vorhin schon die Polizei aufmerksam gemacht hat - weil er eben so irre ist. Noch ein weiterer Grund ihn so schnell wie möglich auszuschalten. Man bedenke; er ist Nirgendwo registriert und hat keine Ausweispapiere. Er wäre simpel ein mysteriöser Toter ohne Geschichte, der Nichts mehr erzählen kann. Für einen besorgten Bruder hätten sie Vita des fiktiven Charakters komplett umschreiben müssen; was auf die kurze Zeit schlicht nicht möglich ist, da der Doktor in diesem Sinne schon mit dieser Vita akkreditiert und einstudiert wurde. Außerdem kann man davon ausgehen, dass LANGELLA von dem Unfall wusste, sich aber nicht einmischen konnte. Das Attentat ist eben auf zwei Personen aufgebaut und muss auch als solches auch durchgeführt werden. Über Harris und dessen Einlieferung war man bestimmt auch bestens informiert, unternahm jedoch Nichts, was ebenfalls nachvollziehbar ist. Der Mann hatte einen Unfall, okay, scheiße passiert. Mit dieser Situation muss man jedoch umgehen können. Darum auch der zweite Mann. Killer-Harris ist ja als Agent ein Profi, den man sich natürlich behalten will, weswegen man ihn auch zuerst im Krankenhaus lässt. Die Genesung wird als wichtiger betrachtet unter der Prämisse, dass er wieder der Alte ist mit sämtlichen Informationen bezüglich des Attentats. Mit dem zweiten Mann kein Problem: Killer-Harris zieht sich schnell irgendeine andere Story aus dem Hintern, setzt sich ab und mit dem Ersatz kann der Mord wie geplant stattfinden. Ergo: Null Problemo. Nur kam diesem Plan B diese dumme Amnesie dazwischen, weswegen es erst zu den weiteren Toten kam. Denn erst nachdem sich Harris aus dem Koma erwacht und Stunk gemacht hat, setzen ihm seine Kollegen nach.


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Okay, da nicht weit genug mitgedacht wird - Arnold Schwarzenegger ist der Österreicher, den ich meinte, der auch mal eben einen Russen verkörpert und keinen stört es. Der blonde Dolph Lundgren wird ja auch nicht immer als Schwede vorgestellt. Und zu deiner Übertreibung beim Heroic Bloodshed. Schon mal "Die Geisha" gesehen? Da wurden die Japanerinnen von Chinesinnen gespielt. Hat viele aufgeregt, aber selbst Asiaten können nicht jeden anderen Asiaten 100pro ihrem Ursprungsland richtig zu ordnen (gibt ja viele lustige Tests im Internet) und vor allem finde ich es für Schauspieler nicht die alles entscheidende Qualität. Dein Völkermordbeispiel fällt raus, denn es spielt ebenfalls eine sehr große Rolle. Natürlich kann man keine weißen Schauspieler dahin stellen, aber glaubst du, jeder schwarze Schauspieler, der dann einen der Verfolgten und Ermordeten darstellt müsse ganz wirklich und nachweislich ein echter Tutsi sein?
Gina in "Unknown Identity" könnte von mir aus Australierin sein, es wäre scheiß egal und deshalb ist es mir das auch, was den Pass der Darstellerin angeht. Es stört mich ja auch nicht, dass Perry White im nächsten Superman aller Voraussicht nach von Laurence Fishburne verkörpert wird, die Hautfarbe spielt für die Rolle an sich ja keine Rolle. Und Haarfarben... wer sich daran orientiert bei 5€ für 'ne Tube Farbe......... ich kenne einige blondgefärbte Menschen............

Spoiler

Das Problem in dem Plan ist aber, dass keiner sich im Krankenhaus erkundigt und sie sich so die Möglichkeit nehmen, überhaupt mit Harris A Kontakt aufzunehmen. Sie haben ja mehr als genug falsche Ausweispapiere parat.

Szenario A: Der Langella Charakter weiß, wo er sich aufhält. Davon ausgehend, dass er im Koma liegt, tritt Plan B in Kraft. Die hoffen dann also drauf, falls er aufwacht, kriegt er schnell mit, dass nicht nur ein paar Stündchen, sondern Tage um sind und er schnell genug schaltet auf keinen Fall zu sagen er sei Harris.
Warum ist das dumm? Sie haben anscheinend niemanden, der sich Informationen aus dem Krankenhaus beschafft und gehen davon aus, dass dieser Harris schnell genug fit ist, um sich eventuell bei einem Treffpunkt zu melden, wo er einen weiteren Pass mit einer unbescholtenen Identität kriegt und eben gehen kann.

Szenario B: Die haben keinen Schimmer wo ihr Harris abgeblieben ist. Als er sich meldet stellen sich der neue Harris und die falsche Ehefrau dumm, was sehr gut ist. Aber bereits durch das Verschwinden der eigentlichen Hauptperson (die immerhin die Bombe gelegt hat und alles auswendig kennt), sollte man genauer suchen. Der fehlende Koffer war für sie ja ein Problem. Kann es ernsthaft sein, dass niemand sonst die Zahlenkombi kannte? Sehr doofes Versäumnis für eine so wichtige und durchdachte Operation. Sie haben also den alten Harris nicht, denken sich "irgendwann taucht der wieder auf und wird sich dann ans Protokoll halten und uns kontaktieren". Was da alles hätte schief gehen können, wenn er eben eine ernsthafte Verletzung erlitten hat, im Delirium Informationen weiter gibt... nein, kaum vorstellbar, dass ihnen nicht klar war, wo er ist.

Was macht man? Man schickt einfach einen Killer ins Krankenhaus, der ihn vollkommen umständlich während einer Untersuchung umbringt (und dazu noch zwei vom Personal), bzw umbringen soll. Dann jagt man ihn etwas, um ihm die Wahrheit zu sagen und dann wie einen Drogentoten aussehen zu lassen... say what? Diese geheime Geheimorganisation hat keinen besseren Plan, wie man ein verlustiges Mitglied erstmal sicher stellt? Das Problem, dass jemand rum rennt und sich als Dr. Harris bezeichnet, haben sie dadurch auch nur verschlimmert. Die falsche Ehefrau war aber auch falsch instruiert auf sein Gedankenspiel einzugehen. Das Ehepaar Harris hätte nach dem Anschlag ja sowieso von der Bildfläche verschwinden sollen - für diese Operation war er die größte Gefahr, nicht mal irgendwelches Sicherheitspersonal, die Bombe war schließlich sowieso platziert. Und erst die Versuche ihn umzubringen, haben die Sache so richtig zum Scheitern verurteilt.


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10.08.2011 18:26

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