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Rogue One: A Star Wars Story  
Misato




Rebel Scum
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Rogue One: A Star Wars Story       



Genre: Action, Science-Fiction, War
Produktionsland: :USA: | Produktionsjahr: 2016 | Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Gareth Edwards
Darsteller:
Felicity Jones - Jyn Erso
Diego Luna - Cassian Andor
Alan Tudyk - K-2SO
Donnie Yen - Chirrut Îmwe
Wen Jiang - Baze Malbus
Ben Mendelsohn - Orson Krennic
Forest Whitaker - Saw Gerrera
Riz Ahmed - Bodhi Rook
Mads Mikkelsen - Galen Erso
Alistair Petrie - General Draven
Genevieve O'Reilly - Mon Mothma
Ben Daniels - General Merrick
verwandte Themen: I: Die dunkle Bedrohung, II: Angriff der Klonkrieger, III: Die Rache der Sith, IV: Eine neue Hoffnung, V: Das Imperium schlägt zurück, VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter, VII: Das Erwachen der Macht | Star Wars Rebels

Zitat

Story:
Das Imperium herrscht mit eiserner Hand über die Galaxis. Die Allianz der Rebellen soll endlich vernichtet werden und dieses Ziel scheint greifbar nahe, da eine alles entscheidende Waffe endlich fertig gestellt ist - der Todesstern. Mit ihm lassen sich ganze Planeten zerstören. Doch es gibt eine Nachricht, die von einer Schwachstelle berichtet, allerdings sind die benötigten Informationen gut bewacht. Es wird nicht leicht dem Imperium


Die Kategorie [Prequel] trifft es für "Rogue One" am besten, denn dies ist die Vorgeschichte zu Ep IV. Es geht um die Beschaffung der Pläne für den Todesstern. Und das ist im Grunde schon alles. Es ist "A Star Wars Story" und sollte daher nicht unbedingt direkt mit den bisherigen Kinofilmen verglichen werden, da erzählerisch anderes geleistet wird. Es ist weniger vom Kampf Gut gegen Böse mit Jedis, der Macht und dem Ziel Figuren auf lange Sicht sympathisch zu machen (oder zumindest breit erklärt verständlich). Auch wird hier nicht viel World Building betrieben, wobei man dank ein paar Infos zumindest eine jahrzehntealte Diskussion nun ad acta legen kann. :D Glanzleistung. :up: Die 133 Minuten sind vor allem ein immer weiter nach vorn strebender Actionfilm, in dem sich am ehesten die "Star Wars" Fans wohlfühlen dürften, die auch abseits der bisher sieben Kinofilme Interesse haben. Denn der ganze Film fühlt sich eben an wie die Anekdote aus einem Geschichtsbuch, die mal in Gänze erzählt wird und einigen Rebellen ein Gesicht verleiht, deren Namen im einzelnen längst vergessen sind. Und wow, so viele neue Namen auf einem Haufen...



Regisseur Gareth Edwards hat sich durch seine Arbeit an "Monsters" und "Godzilla" einen Namen gemacht, indem er die menschliche Sichtweise bei Monsterspektakeln immer in den Vordergrund rückte. Und in einem gewissen Sinn, ist "Rogue One" ein Katastrophenfilm, aber vor dem Hintergrund des Krieges. Und es ist nicht viel Platz, um alle Figuren lang und breit einzuführen, ihnen eine Geschichte zu geben, und doch hat man das Gefühl sie nach zwei Stunden gut genug zu kennen und ich konnte sie immer anfeuern. Dies hier sind die sonst eher gesichtslosen Helden, die keine Denkmäler bekommen.

Es ist definitiv von Vorteil, sich ein kleines bisschen auszukennen, was die Leute und die allgemeine politische Lage angeht. Vor allem Ep IV sollte eben bekannt sein, um manche Anspielung zu verstehen. Aber größtenteils steht der Film ganz auf eigenen Beinen. Denn Protagonistin Jyn Erso ist die Galaxis zu Beginn ziemlich egal und so handhabt der Film das dann auch. Man wird einfach rein geschmissen und viele Dinge passieren in knapper Folge, dass schnelles Handeln gefragt ist und nicht viel Platz für lange Überlegungen und Diskussionen. Nix mit charmantem Märchencharakter.

Spoiler

Um mal direkt zum Ende zu springen, muss ich im Kino wohl ein sehr breites Grinsen auf dem Gesicht gehabt haben. Es ging fast haargenau so aus, wie ich es mir gewünscht habe. Der nahtlose Übergang, den zuletzt sehen wir, wie Prinzessin Leia die Pläne bekommt. Ein bisschen schade fand ich es, dass Leias Schiff, die Tantive IV, direkt dabei war und von Scarif geflohen ist, es wirkte im ersten Moment so merkwürdig, wenn man bedenkt, dass Leia sich Vader gegenüber dann so gibt, als habe man sie nicht eben dort sehen können und sie sei auf ihrer diplomatischen Mission. ABER holy fuck, Vaders Auftritt und wie er die Soldaten umnietet war so klasse, und man sah wirklich diesen extra sinistren Sith Lord in Aktion - das macht den Anfang von Ep IV dann gleich cooler, wenn man ihm so ruhig gegenüber tritt. Hach, schön, dass Vader noch in einem Realfilm sein Schwert zücken durfte, wo jetzt auch endlich Licht abgestrahlt wird. In "Star Wars Rebels" wurde dieser Effekt schon oft wunderbar ausgekostet und sah hier sehr genial aus.

Die andere Sache zum Ende ist - alle sterben. Ich habe es von Anfang an gesagt und finde es einfach nur konsequent logisch und trotzdem gab es gestern Nacht als der Abspann anrollte tatsächlich Stimmen, die irgendwie überrascht schienen. Darauf konnte man sich doch nun wirklich einstellen. In Ep VI wird extra darauf hingewiesen, dass viele Leute für ein paar Informationen gestorben sind. Und dass man Todessternpläne nicht einfach nur im nächsten Bauamt kopiert, kann man sich bei den Kriegsschauplätzen denken. Ein Himmelfahrtskommando und ein viel zu schlecht vorbereiteter Großangriff (aus Zeitmangel). Dass der Todesstern zwei Mal auf minimaler Kraft eingesetzt wurde, war dabei eine gute Entscheidung, denn hier konnten wir dann sehen, dass die Waffe für Furcht sorgt. Die Allianz ist keine geeinte Kraft, es gibt Unstimmigkeiten und eine solche Waffe verändert alles.

Dank des Kostüms ist das Einbauen von Darth Vader das kleinste Problem. Die Stimme von James Earl Jones ist im Englischen zum Glück auch noch erhalten. Aber schön, dass die heutige Tricktechnik dann auch erlaubt, dass Peter Cushing auferstehen kann, um Gouverneur Tarkin (den Großmoff) einzubauen. :up: Es ist eine Technik, mit der man allgemein respektvoll umgehen sollte und es führt hoffentlich zu keiner Ausschlachtung. Aber für "Star Wars" ist das hier klasse genutzt worden, um die Filme besser aneinander anzubinden. Man sieht den Unterschied noch immer sehr deutlich (bei "Tron: Legacy" ist der jüngere Jeff Bridges in einer digitalen Welt, wodurch es weniger störend wirkt), aber es ist qualitativ schon enorm.
Bei Leia wäre ich am Ende mit einer Silhouette schon zufrieden gewesen. Aber das war dennoch genau der richtige Pathos, wie das Wort "Hoffnung" im Film herum getragen wurde.

Aber mal aufhören jetzt über die Anbindungen nachzudenken, da gibt es sicherlich noch eine Menge zu sagen, aber "Rogue One" hat ja auch noch Eigenes. Und mir wurden die Figuren doch recht schnell sympathisch. Vor allem Chirrut und Baze. :anbet: Hier ist es ein bisschen schade, ich hätte gern mehr über Jedha vom Film erfahren, es geht recht schnell unter, dass wir hier einen so heiligen Jedi Tempel haben, der Pilger anzieht. Der Glaube an die Macht ist nicht mehr besonders stark und mit Chirrut ist es schön, einen Gläubigen zu sehen, der aber selbst kein Jedi ist. Ach, man weiß einfach, dass er den Schalter umlegen wird und dann sein Leben aushaucht... aber es war dennoch eine klasse Szene.
Ich habe mich wirklich vor Monaten drauf eingestellt, dass ich hier Kanonenfutter bei der Arbeit zusehen werde. Und es tat mir am Ende für jeden von ihnen leid. Vor allem, da nur Cassian so wirklich einer der Rebellen ist. K2 ist umprogrammiert, Jyn hält den Kopf unten und ignoriert alles, Chirrut und Baze versuchen allein klar zu kommen, und Bodhi ist ein imperialer Frachterpilot, der von seinem Gewissen eingeholt wird. Und jeder von ihnen trägt dann einen kleinen Teil dazu bei, damit die Pläne des Todessterns bei der Allianz landen können, wobei sie keinen wirklich großen Einfluss nehmen können. Das kriegt der Film für mich gut hin, Jyn ist diejenige, für die die Botschaft von Galen bestimmt ist und sie überträgt die Pläne, aber all das wäre ohne die anderen nicht möglich, weil sowas simples wie eine Funkverbindung hergestellt werden muss und dann einfach drauf hoffen, dass die Übertragung ankommt - die nur einmal gespielt werden kann, upsi. :up:

Galen Erso ist ein sehr wichtiges Puzzleteil. So, jetzt muss niemand mehr das Imperium auslachen für diesen ollen Schacht, in den man ein Torpedo feuern kann, es war als Hintertür gedacht. :D :D Der Todesstern wird gebaut, die Pläne sind schon lange bekannt, aber sie landeten von Dooku nicht direkt bei Palpatine und ein Wissenschaftler hat alles getan, um den Bau zu schleppen und eine Chance zu integrieren, um das ganze Ding in die Luft zu jagen. Eine langwierige Form der Sabotage, nicht extrem effektiv, nicht aufmerksamkeitserheischend, aber das Beste, was er eben tun konnte.

Was ich als halbwegs überraschend einstufen würde ist, wie wenig Forest Whitaker dann doch zu tun hat. Und mit Saw Gerrera holt man sich ein Stückchen Realität. Rebellion ist nicht schön, vor allem sieht sie aus Sicht der Machtinhaber immer aus wie Terrorismus und er ist zu allem bereit. Aber darum läuft seine Zeit wohl auch grade ab.
Ich war doch froh, dass Bhodi keine zu schweren Hirnschäden hatte, der ist ganz fix dabei und es zeigt, dass beim Imperium eben Leute arbeiten, die teils nicht wissen, was sie sonst tun sollen, aber sie müssen keine Monster sein. Galen hatte auch versucht sich einfach nur abzuwenden und in Ruhe sein Leben mit Familie zu leben. Hach, da setzt er dann den wichtigen Funkspruch ab, um mitzuteilen, was sie vorhaben und dann kommt die Granate...
K2 ist der wichtige Droidenanteil des Films, aber hey, sehr viel sarkastischer und gar nicht süß. Gefiel mir gut, auch wenn er klar auf die Lacher ausgelegt war. Sie zündeten. Und am Ende haben er und Jyn ihre Gemeinsamkeiten gefunden. Schön, wie er die Stellung hielt und dann die Kammer abgeriegelt hat.

Cassian war mit von allen am egalsten irgendwie. Obwohl wir da auch sehen, wie er anfangs nebensächlich jemanden umbringen kann und dann kommen ihm später doch Zweifel an seinem Schießbefehl. Und er sagt selbst, dass er für die Allianz viele unschöne Dinge getan hat. Ein ganz und gar grauer Charakter, nix mit schönem schwarz-weiß. Ich habe es ihm aber gegönnt, dass er da am Ende mit Jyn gemeinsam abtritt. Ja, ich bin froh, dass man auf zu viel Gefühlsduselei verzichtet hat und keinen Kuss einbaute, der unnötig war. Aber auch hier meinte wer im Kino hinter mir, dass dieses Händchenhalten und Umarmen zu viel war, aber das war für mich noch die richtige Mischung. Wenn man seinen Tod so langsam auf sich zurollen sieht, dann darf man auch die Hand ergreifen und sich hinterher fest umarmen. Wie schlimm ist das denn schließlich.
Im Grunde erfahren wir von Jyn sehr wenig, und doch ist klar, dass hier ihre letzten Tage ihr Leben extrem verändert haben. Mit dem Imperium aneinander geraten ist eine Sache, aber sie hat eben für sich überlebt und dabei ihr Training von Saw genutzt, aber sie war Einzelgängerin und hatte keinerlei Pläne oder Hoffnungen für sich. Die Rebellen waren ihr genauso egal wie das Imperium. Und dann fand sie etwas, für das sie bereit war, ihr Leben zu riskieren. Vielleicht hätte Galen ganz anders handeln sollen, als sie ihn vom Planeten holten und nicht drauf hoffen, dass seine Tochter schon irgendwie ohne ihn klar kommen wird. Die beiden hätten eine Menge zu besprechen gehabt... Aber am Ende hat er eine Waffe entwickelt und sie konnte dafür sorgen, dass die richtigen Leute erfahren, wie man sie zerstört. Und die gebrachten Opfer werden vergessen.

Als Bail Organa auftauchte, war das schon schick und juhu, wir durften 3PO und R2 sehen. Die Droiden von Captain Antilles. Immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, damit sie nichts verpassen. :D

Die Schauspieler haben mir alle sehr gut gefallen. Bei der deutschen Synchro klingt Saw Gerrera allerdings ein bisschen sehr theatralisch und ich weiß nicht, wie viel sich da von Forest Whitaker abgeschaut wurde. Zu meckern hab ich da ansonsten aber nichts.
Die Sets, Kostüme, Effekte und Musik sind eben alle "Star Wars". Wobei auch die Musik deutlich zeigt, dass wir hier in einem Ableger stecken. Der Titel "Rogue One" hat eben eine doppelte Bedeutung, denn dies ist das erste Kinoabenteuer, das ein bisschen abweicht. Der Look der Welt ist aber klasse getroffen, dass ich mich gleich sehr heimisch gefühlt habe.

An und für sich ist der Film ziemlich genauso, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ein zusammen gewürfelter Haufen Leute muss mitten im Krieg unter Druck zusammen arbeiten. Keine schönen Schnörkeleien drumherum, aber für alle mit etwas mehr Wissen viele kleine liebevolle Details.


15.12.2016 13:15
plüschmonster




Tenno
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Es sind grad extrem stressige Tage und ich hab den Film trotzdem bei der Mitternachtspremiere gesehen auf deutsch, muss ihn unbedingt nochmal auf englisch ansehen, wenn ich munterer bin. Fand den Film gelungen, nicht überwältigend und leider im Gegensatz zu anderen Teilen kein Gänsehautgefühl bei mir, aber auch kein Film, der sich verstecken braucht. Die Charaktere hab ich eigentlich doch recht schnell liebgewonnen (naja, nicht alle xD) und die Story war, auch wenn sie quasi teils vorhersehbar war, mal ein bisschen was anderes als der Episode 7 Rehash. Ich hab übrigens schon ganz vergessen gehabt, dass Mads Mikkelsen mitspielt, war cool, ihn plötzlich zu sehen. xD Generell kann ich bzgl. der Schauspieler zustimmen, dass alle ganz cool waren. Eine Freundin freut sich sehr, dass zwei Asiaten im Main Cast dabei sind, Chirrut war IMO auch der coolste von allen. ^^ Generell die Idee des blinden (scheint von Donnie Yen selbst zu stammen), nicht-ganz-Nutzer der Macht, aber doch zumindest machtsensibel...?

Spoiler


Bei Galen fand ich es nur witzig, dass obwohl Mads IMO ein guter Schauspieler ist und Galen eine Rolle, mit der man mitempfindet, er durch Mads' Körperhaltung etc. doch wieder fast schon eher imposant rüberkam, v.a. später dann, aber womöglich war das auch Absicht, dass er trotz seiner "Opferrolle" noch seine Würde behielt. Ein netter Twist jedenfalls, dass diese offensichtliche Falle Absicht war, auch wenn es vielleicht nicht soo gut in die Kontinuität passt von der Wortwahl in den alten Teilen her.

Zitat

Es ist definitiv von Vorteil, sich ein kleines bisschen auszukennen, was die Leute und die allgemeine politische Lage angeht. Vor allem Ep IV sollte eben bekannt sein, um manche Anspielung zu verstehen. Aber größtenteils steht der Film ganz auf eigenen Beinen. Denn Protagonistin Jyn Erso ist die Galaxis zu Beginn ziemlich egal und so handhabt der Film das dann auch.
[...] ABER holy fuck, Vaders Auftritt und wie er die Soldaten umnietet war so klasse, und man sah wirklich diesen extra sinistren Sith Lord in Aktion - das macht den Anfang von Ep IV dann gleich cooler, wenn man ihm so ruhig gegenüber tritt. Hach, schön, dass Vader noch in einem Realfilm sein Schwert zücken durfte, wo jetzt auch endlich Licht abgestrahlt wird. In "Star Wars Rebels" wurde dieser Effekt schon oft wunderbar ausgekostet und sah hier sehr genial aus.


Ich muss ehrlich sagen, dass ich bis zu der wirklich epischen und furchtbaren Szene, wo Vader die Rebellen umnietet, eigentlich fast schon vergessen hatte wie Episode 4 anfängt, das kam mir erst in dem Augenblick wieder. Die Anspielung auf Epi 4, dass die Leute, die Jyn angerempelt haben, dieselben waren wie bei Luke, hat mir auch mein Bruder dann erzählen müssen. xD Aber abgesehen von dem größeren Rahmen fand ich es dann gut, dass der Film mehr oder weniger auch allein stehen kann. Eigentlich kann man sich ja in Zusammenhang mit Epi 4 total denken, wie Rogue One ausgeht und dass alle sterben ist insofern vielleicht keine wirklich Überraschung, aber ich hatte trotzdem gehofft, dass es zumindest der eine oder andere schafft. :/ War trotzdem schlimm, ihnen dann beim Sterben zuzusehen, angefangen mit dem armen frechen K-2, den ich recht gerne mochte. Bei Chirrut war es wirklich ziemlich klar, dass er den Schalter betätigen und dann sterben würde, aber ich fand's sehr schade, weil er eben mein Fave war, und die Szene danach mit Bazes Kamikazeaktion und wie er noch ein letztes Mal zu Chirrut sieht (den er danach quasi wiedersehen würde im afterlife) fand ich auch cool. Bodhi... der noch als die große Hoffnung angesehen wurde (bzw ohne den sie nicht wegkonnten) und dann dieser Moment, wo er die Granate sieht... :( Cassian war mir genau wie Misato nicht grad der liebste, also eine besondere Sympathie hatte ich nicht für ihn, auch wenn diese extreme Grauzone bezüglich seines Charakters ihn doch ein wenig interessanter machte (musste zwangsweise an Poe denken bzw generell die Force Awakens Main Charas, die ja allesamt einfach alle recht "gut" sind). Als er runterfiel dachte ich mir auch, dass er noch lebt, weil das sonst ein sehr unspektakulärer Tod gewsen wäre. Das Händehalten und Umarmen war finde ich genau das richtige Maß am Ende, mehr aka ein Kuss hätte es für mich dann doch eher zerstört, weil das wieder zu wenig Entwicklung gehabt hätte.

Saw Gerreras Rolle fand ich ehrlich gesagt jetzt v.a. im Hinterher doch irgendwie ein bisschen seltsam, da sie doch mehr verschwindend gering ausfiel insgesamt...?

Die kurzen Cameos bekannter Charas fand ich cool. Irgendwie ging mir beim Soundtrack was ab fällt mir grad auf, es war nicht wirklich was erinnerungswürdiges/mitreißendes für mich dabei, aber war ja diesmal auch nicht mehr John Williams... Dabei hatte der neue composer zB die Soundtracks zu Up und Inside Out gemacht (die ich toll fand!), aber in dem Film hat es bei mir wohl nicht so gezündet, hmmh. Werde beim nächsten Mal noch mehr darauf achten.






All boundaries are conventions, waiting to be transcended. One may transcend any convention if only one can first conceive of doing so.
Moments like this, I can feel your heart beating as clearly as I feel my own, and I know that separation is an illusion.
16.12.2016 01:06
Alaiya




Setsunai
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War mit meinen Kommilitonen zum Ende des Jahres im Kino und wir hatten uns für diesen Film entschieden - auch wenn ich ursprünglich ihn nicht hatte sehen wollen, da ich von Episode VII doch recht enttäuscht war. Aber ja, ich war am Ende in einer Gruppe drin und allein dadurch war es schon ganz nett :P
Dankbarer Weise hat mir auch inhaltlich Rogue One weit besser gefallen als "The Force Awakens". Die Charakterisierung der Hauptcharaktere fand ich weit, weit besser gelungen, als bei Ray und Finn. Alle waren mir auf gewisse Art doch weit sympathischer, vor allem weil es ein schönes Rag-Tag-Team war. :)
Außerdem hat mir der düstere Ton sehr gut gefallen, sowie auch die Tatsache, dass es sich wirklich wie eine Rebellion, eine Minderheit, die gegen die Mehrheit kämpft, ein Kampf gegen eine Übermacht anfühlte - etwas, was für mich in den anderen Star Wars Filmen nie so herüberkam.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass wir zwar einen weiblichen Hauptcharakter hatten und mit Mon Mothma außerdem noch einen wichtigen anderen weiblichen Charakter, aber dass beinahe das gesamte Background Cast männlich war. IMHO wurde es gerade durch einen fähigen weiblichen Hauptcharakter nur unterstrichen, dass so ziemlich alle Rebellenkämpfer, die wir sehen, männlich sind. Das wirkte... Komisch. Gerade für eine Rebellion.
Davon einmal abgesehen: Gute Action, gute Effekte (vor allem wieder viele praktische Effekte), gute Cinematographie.
Viel mehr will ich auch nicht sagen, da beinahe alle inhaltlichen Sachen Spoiler wären ;)


21.12.2016 22:13
Misato




Rebel Scum
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Zitat von Alaiya

Was mich ein wenig gestört hat, war, dass wir zwar einen weiblichen Hauptcharakter hatten und mit Mon Mothma außerdem noch einen wichtigen anderen weiblichen Charakter, aber dass beinahe das gesamte Background Cast männlich war. IMHO wurde es gerade durch einen fähigen weiblichen Hauptcharakter nur unterstrichen, dass so ziemlich alle Rebellenkämpfer, die wir sehen, männlich sind. Das wirkte... Komisch. Gerade für eine Rebellion.

Danke, dass du es ansprichst. Das ist mir beim ersten Ansehen auch aufgefallen und einer der wenigen negativ abfallenden Punkte. Ich war gestern noch mal drin (juhu, es gab 2D) und war wieder einfach nur überrascht, wie man hier vier Frauen mit Namen und nem Dialogfetzen hat, aber ansonsten nahezu gähnende Leere. In den Massenszenen auf den Planeten gibt es netterweise welche, aber die Rebellion ist einfach nur eine Männerdomäne, was totaler Quatsch ist. Genau das hat bei Ep VII so super funktioniert. Es wurden einfach weibliche X-Wing Piloten eingestreut, Konsolen waren mit Frauen besetzt, die sind nunmal überall. Das hat einen faden Beigeschmack, wenn man sich dran erinnert, wie man in Ep VI absichtlich Pilotinnen hat unter den Tisch fallen lassen.

Zitat von plüschmonster

Story war, auch wenn sie quasi teils vorhersehbar war

:ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly: :ugly:

Zitat

nicht-ganz-Nutzer der Macht, aber doch zumindest machtsensibel...?

Hier wird echt gute Arbeit geleistet, um das Konzept mal weiter auszuarbeiten. Es gibt die Jedi und die Sith, die zwei Extreme darstellen. Aber die Macht ist überall und viele Leute können sie spüren, wenn sie wissen, worauf sie achten müssen. In weiterführenden Werken kommt das zum Tragen und ist schön, dass die neuen SW Filme da auch drauf eingehen. Maz Kanata in Ep VII versteht ja auch was vom Thema. Chirrut ist da eine der besten Bereicherungen des Films für mich.

Spoiler: "mit Blick auf Ep IV"

Zitat von plüschmonster

dass die Leute, die Jyn angerempelt haben, dieselben waren wie bei Luke
Ja, die beiden waren auch herrlich. Es ist schon fast gemein, dass die beiden es dann doch rechtzeitig von Jedha runter geschafft haben, um ein paar Tage später in Mos Eisley abzuhängen. Aber unmöglich ist es eben nicht und macht die Welt wieder lebendiger. Und so zufällige Berührungspunkte sind einfach toll.
Was mir beim zweiten Ansehen erst so richtig bewusst geworden ist, ist die Auslöschung der Staffel Blau. Rot und Gold sind kurz darauf bei der Schlacht von Yavin dabei. Alles nur Rot und Gold. Aber hier kommt der Befehl, dass Staffel Blau durch den Schild zum Planeten soll als Luftunterstützung und naja, also wer auf Scarif ist, kommt von da nicht mehr weg. :( Und dieses Mal fiel mir auf, dass man nicht nur random Verluste sieht, sondern Rot 5 ganz eindeutig gesprengt wird und deshalb ist das Callsign für Luke dann frei........

Ich mag Mon Mothma und es ist schön, wenn man einfach auf ihre Mimik achtet. Für sie ist die Rebellion alles und sie will die Allianz zusammenhalten, weil es ihre einzige Chance ist. Kleine Splittergrüppchen bringen zu wenig. Sie ist stolz auf Jyn, die ihren Kampfeswillen und einen Grund findet und wenn die anderen sich gegen einen Angriff entscheiden, schnappt sie sich Bail und die beiden finden, es ist an der Zeit Kenobi Bescheid zu sagen. Und auch das rückt Ep IV noch mal in ein anderes Licht. Es war nicht Leias Aufgabe die Pläne des Todessterns zu erbeuten und die direkt an Obi-Wan zu überbringen. Das ist der nette Bonus obendrauf. Bail Organa schickt seine Tochter los, die er ihr Leben lang fit gegens Imperium gemacht hat, um seinen alten Kumpel zu holen. Und dann mal schauen, was sie gemeinsam erreichen werden.
Die heutzutage nicht besonders spektakuläre Zerstörung von Alderaan ist durch Bail auch irgendwie greifbarer. Von all den Prequel Charakteren, ist es schön, dass er es hier in den Film geschafft hat. Man kann sich schön von ihm verabschieden.

Eine Szene, die mir auch gefällt und wunderbar schwer im Magen liegt, passiert in Jedha City. Dieses schreiende Kind, ein Symbolbild des Krieges und furchtbar aktuell. Jyn zögert nicht und riskiert das eigene Leben, um es zu retten. Und da ist dann sofort die Mutter nach der Explosion und es ist eben so ein kleiner Hoffnungsschimmer. Aber tja, die Stadt wird vernichtet. Auch diese Leute sind nur wenige Stunden später tot. Das muss man sich vor Augen halten.

Zitat

War trotzdem schlimm, ihnen dann beim Sterben zuzusehen, angefangen mit dem armen frechen K-2, den ich recht gerne mochte.

Ich hatte beim ersten Mal damit gerechnet und jetzt wusste ich es. Aber nach zwei Mal ansehen sind mir die sechs der Rogue One Crew - samt der Infanterie Soldaten, die sich ihnen anschließen - ans Herz gewachsen. Sie bringen alle was mit, was gebraucht wird und in der kurzen Zeit kann man doch erahnen, dass sie eine Menge erlebt haben bis zu diesem Zeitpunkt. Und sie finden zusammen für einen der wichtigsten Triumphe der bröseligen Rebellenallianz, ohne es zu wissen. Und als Zuschauer ist man ein bisschen der Geschichtsstudent, für den solche Leute eben nur Randnotizen sind. Aber wir durften es jetzt erleben. Finde ich toll. Wir wissen nicht, wie Cassians Leben im Detail aussah, aber wir lernen ihn kennen, wie er eben den Kontaktmann erschießt, der so nervös erscheint und vielleicht ein Hindernis sein könnte (der auch zu viel ausplaudert). Jyn sagt frei heraus, dass sie den Kopf lieber unten hält, wurde aber von einem Guerillakämpfer ausgebildet (und zu ihrem Besten zwei Mal allein gelassen). K-2SO ist ja "nur" ein Droide, er wurde umprogrammiert, aber er hat eine sehr spezielle Persönlichkeit entwickelt. Das Interessante ist, dass er immer von Chancen spricht und wenn man zuhört, merkt man, dass Erfolg und Überleben direkt aneinander gekoppelt sind. Aber genau darum geht es am Ende nicht mehr. Die Rebellion hat Erfolg, aufgebaut auf den Opfern einzelner. Bei Bodhi kann man nur erahnen, dass er eben als imperialer Frachterpilot schön folgsam war. Er gibt an, dass Galen ihm die Perspektive gab, seine Schuld zu begleichen. Man darf annehmen, dass er vielleicht so manches Mal weggesehen hat. Er ist ja "nur" der Pilot, ein furchtbar kleines Rädchen, er ist nicht mal Soldat. Aber irgendwie hat er mit Galen gesprochen und diesen neuen Weg gefunden, voller Überzeugung. Und Chirrut und Baze. :adore: Dass Chirrut noch sagt, früher sei Baze der gläubigste Wächter von ihnen allen gewesen. Er scheint seinen Glauben an die Macht doch arg eingebüßt zu haben. Aber er glaubt an Chirrut und weicht ihm nicht von der Seite und man sieht, er würde für ihn doch alles tun. Unzertrennlich. Und Chirrut... hach. Wie er Jyn anspricht und als sie Eadu verlassen ergreift er auch mal ihre Hand. Also nachdem sie ihren Vater sterben sah. Und wie Baze Jyn dann später "kleine Schwester" nennt. SIE HÄTTEN ALLE EINEN SCHÖNEN STRANDURLAUB VERDIENT, ABER NICHT DAS. :( Und es ist die Stärke des Films, dass man sich in so kurzer Zeit, eben doch so kümmern kann. Sofern man möchte und sich drauf einlässt.



24.12.2016 16:18
hellspawn




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Heute den Film endlich im Kino gesehen. Urlaub macht es möglich. Freudigerweise gab es sogar eine 2D Vorstellung.
Episode 7 bewegte mich ja dazu endlich star wars auch wieder auf der Kinoleinwand zu bewundern. Und nachdem ich bei Episode 7 der meinung war, es war die richtige entscheidung das die Rechte nun bei Disney liegen unterstrich Rogue one das nochmal. Kann eine Story, bei der man zumindest schon weiß, wie der wichtigste Plotpunkt ausgeht überzeugen? Sie kann, wenn man das ganze in etwas verwandelt das sich doch stark von den bisherigen Filmen abhebt, aber doch so vertraut wirkt. Hier bekam man einen washechten und wörtlich zu nehmenden Star Wars, denn in erster linie ist es ein purer Kriegsfilm.

Spoiler

Zitat von plüschmonster

Eigentlich kann man sich ja in Zusammenhang mit Epi 4 total denken, wie Rogue One ausgeht und dass alle sterben ist insofern vielleicht keine wirklich Überraschung, aber ich hatte trotzdem gehofft, dass es zumindest der eine oder andere schafft. :/ War trotzdem schlimm, ihnen dann beim Sterben zuzusehen, angefangen mit dem armen frechen K-2, den ich recht gerne mochte.[


Oh ja, man hatte sich schon immer sowas gedacht. Doch hatte ich zumindest die Hoffnung das es ein oder zwei Leute überleben, um schließlich die Daten zu überbringen. Komischerweise dachte ich auch das es wohl K-2 wäre der dies ermöglicht. Die bemerkung er könne im weltraum überleben ließ mich denken die sammeln ihn mitsamt der daten ein. Aber als dann die Funkantenne erwähnt wurde dachte ich mir schon das ich mit jedenb der Chars abschliessen könnte. Und K-2 erwischte es leider als ersten.
war schon echt hart, da er sich ja gerade mit Jyn so gut am ende verstanden hat. Und Chirrut und baze waren ja auch solche sympathieträger. Auch um den Piloten tat es mir so leid. Wird erst für einen imperialen spitzel gehalten und wie dreck behandelt, dann Gedankenlesen unterzogen, bei dem er den Verstand hätte verlieren können. Wollte nur Gutes tun und es hat ihn nichts als Ärger eingebracht. Und sogar sein heldenhafter Einsatz führte dann zum Tod. Das mit der Granate war echt fies.

Zitat von Misato

Eine Szene, die mir auch gefällt und wunderbar schwer im Magen liegt, passiert in Jedha City. Dieses schreiende Kind, ein Symbolbild des Krieges und furchtbar aktuell. Jyn zögert nicht und riskiert das eigene Leben, um es zu retten. Und da ist dann sofort die Mutter nach der Explosion und es ist eben so ein kleiner Hoffnungsschimmer. Aber tja, die Stadt wird vernichtet. Auch diese Leute sind nur wenige Stunden später tot. Das muss man sich vor Augen halten.


Diese Szene zeigte wie schrecklich Krieg ist und zu welcher Grausamkeit auch beide Seite fähig sind und das die Zivilbevölkerung zu leiden hat. Auch die Rebellion wird hier nicht als strahelende helden dargsetellt mit ihren Attentätern oder Fanatikern wie Saw, bei dessen vorgehen seiner Männer starke Ähnlichkeiten zu Terroristen in der realen Welt kommen. Und auch auf das Thema Kindersoldaten findet ja durch Jynx und Cassian erwähnung, wenn man erfährt wann sie dem Kampf gegen das Imperium beitraten.

Toll am Film war auch wie er dann wirklich so schön überleitete zu Sat Wars Episode 4 mit dem Auftauchen von Prinzessin Leia und warum ausgerechnet Darth Vader persönlich sich ihr Schiff vorknöpft. Das man den todesstern zwar einsetzte, aber nicht auf voller Kraft, war dann auch etwas was kein logisches Durcheinander schuf. Auf halber Kraft wirkte er zudem bedrohlicher, als wenn er einen Planten mit einen Mal sprengt.


Toller Kriegsfilm im Star Wars Universum. Wenn künfte Sidestory Movies von Star Wars genau so gut werden, hab ich sicherlich nichts dagegen, wenn Disney die Marke damit ein wenig ausschlachtet. :^_^:



Fantasy ist die einzige Waffe im Kampf gegen die Wirklichkeit - Denis Gaultier
16.01.2017 19:31
Pen²




Saxonian Express
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Pet: Penpen
Beiträge: 573
Sammelalbum
Credits: 590
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 24
      

Rogue One ist für mich aktuell der beste Star Wars Film, selbst noch vor der klassischen Trilogie.

Und auch auf die Gefahr hin jetzt gelyncht zu werden: Ich würde die klassische Trilogie "nur" als 8/10 bewerten, während Rogue One eine satte 9/10 von mir bekommt.
Die klassische Trilogie ist alt. Und das merkt man ihr an. So liebenswert ich alte Filme auch finde, aus heutiger Sicht leiden die Originale an vielen Mängeln, mit denen heute einfach kein Film mehr durchkommen würde: Stellenweise maues Pacing, ein komplett uninteressanter Hauptcharakter (wenngleich Luke auch nicht so eine Mary Sue wie Rey ist) und essenzielle Logikfehler im Handlungsaufbau.

Nun, was könnte man im Vergleich dazu über Rogue One sagen? Rogue One hat stellenweise maues Pacing, hat einen relativ uninteressanten Hauptcharakter (wenngleich auch nicht so eine Mary Sue wie Rey) und enthält essenzielle Logikfehler im Handlungsaufbau. Warum Rogue One trotzdem besser ist (und, um sicher zu gehen, hier handelt es sich um Jammern auf hohem Niveau)? Weil die Action einfach stimmt. Weil die Spannung reißt und weil der Film (für Star Wars Standards) äußerst innovativ ist. Die wichtigsten Aspekte wurden hier schon genannt, weshalb ich auch darauf verzichten will, hier weitschweifige Lobeshymnen darauf anzustimmen (Nicht-Jedi Machtnutzer, nicht "gute" Rebellen und "böses" Imperium, die "langsame" Zerstörung durch den Todesstern-Laser, etc.).


Zu Beginn hatte ich durchaus meine Bedenken und gemischte Gefühle. Das lag zum einen an dem typischen 3D-Zwang (zum Glück waren die 3D-Effekte dieses mal eher subtil), aber zum anderen auch daran, dass der Film im ersten drittel von einem Schauplatz zum nächsten hämmerte. Und dann auch noch der Kinderschauspieler-Cringe. Ugh. Danach wurde es allerdings rapide besser - und zwar auf einem Niveau, was mir regelrecht das Popcorn aus dem Mund geprügelt hat. Perfekt inszenierte und choreografierte Action, stimmungsvolle "spacige" Landschaften und ein gelungener Mix aus neuen und alten Franchise-Elementen: Transport-AT-ATs! X-Wings! Rebellendroiden! Planetenweite Schildbatterien! Hammerhead-Schiffe! Knöpfe und Einrichtungen an Stellen, wo kein vernünftig denkender Ingenieur jemals solche platzieren würde! Und selbst das Wenig an Politik, was in Rogue One vorkommt, war gelungen umgesetzt (im Gegensatz zu den Prequels): Das Konzil, in welchem über das weitere vorgehen beraten wurde, war logisch aufgebaut und keine der Parteien wirkte aufgesetzt oder künstlich. Im Gegenteil: Ich konnte zu jederzeit genau nachvollziehen wie und warum sich die Parteien dem Kampf entzogen oder gestellt haben. Alderaan, als Kern der Revolution, hingegen die anderen Systeme mit einem zurückhaltenden "Meh, wir sind nicht so krass auf Krawall mit dem Imperium gebürstet wie ihr!".
Um ehrlich zu sein, war ich bei der Szene zunächst skeptisch: Ich hatte hier das XCOM-Problem erwartet: Parteien stellen plötzlich die Unterstützung für den Kampf gegen ein offensichtlichen Angriffskrieg ein, obwohl die totale Auslöschung die Konsequenz daraus sein würde, wodurch die Entscheidung völlig aus der Luft gegriffen wirkt. Aber hier war es anders: Außer Alderaan befand sich zum Zeitpunkt der Erbauung des Todessterns keine der Parteien tatsächlich im Krieg mit dem Imperium. Die Rebellen waren im Grunde nicht anderes als weltenlose Terroristen. Es war absolut verständlich und nachvollziehbar, wieso sich außer den üblichen Verdächtigen niemand am Kampf gegen den Todesstern beteiligen wollte. Well done!

Hoppala! Da hätte ich doch fast die wichtigste Innovation vergessen:
Die finale Szene am Strand. In dem Moment, als diese Szene begann, ging mir nur ein Gedanke durch den Kopf: "Bitte nicht. Um Alles in der Welt. Nope. Tu das nicht, Disney!"
Und guess what: Zum ersten mal in der Geschichte des Hollywood-Films: Es ist nicht passiert.
Die Leute im Kino haben mich schräg angeschaut, als ich im Kinosaal aufgesprungen und "YES!" gerufen hab, als

Spoiler

die beiden Hauptfiguren, zwischen denen absolut keinerlei Chemie vorzufinden war, sich nicht vor ihrem Tod warum auch immer geküsst haben. Nope. Nur ein hug.
Großartig!


Ich schließe mit den Worten:
Die Macht ist mit mir, und ich bin mit der Macht.
Die Macht ist mit mir, und ich bin mit der Macht.
Die Macht ist mit mir, und ich bin mit der Macht.


PS: Mein Review zu Episode 7 kommt auch noch. Und auch wenn ich The Force Awakens gerne mal bashe, so wird das Review dazu wohl ziemlich gut ausfallen. Zu stark wiegt da die PTSD der Sequels und zu gut finde ich die kleinen aber feinen Neuerungen im Franchise-Reboot.

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Pen² am 17.01.2017 18:44.

17.01.2017 18:32
Valnes




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Als Kurzfazit nach dem Film würde ich ja sagen "Star Wars braucht einfach Jedis!". Während der Film an sich ein ordentlich produzierter Actionstreifen ist, fehlt ihm einfach irgendwie die "Epicness", die man sonst in Star Wars Filmen doch hat. Dabei kann man nicht bestreiten, dass man sich hier schon merklich mehr traut als bei Force Awakens. Man ist deutlich härter und "dreckiger" und bei den Entwicklungen muss man weniger Rücksicht nehmen. Ein Problem des Films ist aber wohl, dass es wirklich nur ein Film ist und kein Teil einer Trilogie. Dadurch muss man alles, was man erzählen will, schon hier hineinpacken und das geht sich halt dann nicht wirklich aus. So bleiben die "Nebenhelden" etwa sehr blass. Von den Schauspielern her hat der Film dann gepasst. Auch Felicity Jones hat ihre Rolle adäquat gespielt. Wirklich viel verlangt wurde hier aber eh von keinem der Schauspieler, so wie immer halt bei Star Wars. Alles in allem aber unterhaltsames Popcornkino, das für mich aber zB schwächer ist als Force Awakens (von dem ich trotz "klassischer"/stark referentieller Handlung eigentlich eine gute Meinung habe).


Spoiler

Ein Shakespear-Ende \o/ In Japan muss das auch gut angekommen sein Wobei es für mich ja eigentlich mehr ein Melancholia-Gedächtnis-Ende war. Wie sie da zu zweit am Strand sitzen und sich dann noch schnell umarmen bevor die Welle über sie hinwegbraust war wirklich mehr oder weniger genau das gleiche wie in Melancholia (nur war das dort um einiges wirkungsmächtiger/besser inszeniert).

Ein Punkt hat mich aber gestört: Warum zerstört das Imperium seinen eigenen Planeten? Das Ziel kann nicht gewesen sein die Übertragung aufzuhalten, denn diese war zu diesem Zeitpunkt glaube ich sogar schon durch und wenn nicht, dann hätten sie einfach einem ihrer unzähligen Kampffliegern sagen müssen, dass er die Antenne zerschießen soll. Was mich daran nämlich wurmt - und das mögen andere jetzt vielleicht nicht so gewichten: Kein Imperium würde dermaßen leichtfertig sein Archiv zerstören! Die Zucken nicht mal mit der Wimper beim Zerstören ihrer eigenen Datenbestände, die offenbar teilweise auch wirklich nur dort gelagert sind. Das ist für mich absurd.
14.02.2017 19:24
Akatsuki03




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Meine Mum hatte die Wahl zwischen John Wick 2 und Rouge One. Die Entscheidung fiel dann auf den Film hier. War schon ein schönes Ereignis, da meine Eltern und ich nur in Episode 1 im Kino waren und ich damals noch ein Kind XD

Ich bin kein Star Wars fan, totzdem war ich gespannt, wie der Film verlaufen wird. Immerhin wurde im Vorfeld immer wieder gesagt, er fühlt sich nicht wie einer an. Am Ende habe ich verstanden warum aber ehrlich: diese harte Art gefiel mir besser. Schade nur, dass für mich eine Sache nicht ganz hingehauen hat: die Beziehung der Charakter. Hier hat man eindeutig zu wenig Zeit eingebaut oder schlicht gegen Ende Sachen gezeigt oder gesagt, die für mich nicht gepasst haben.

Spoiler


Zitat von Misato

Vor allem Chirrut und Baze. Hier ist es ein bisschen schade, ich hätte gern mehr über Jedha vom Film erfahren, es geht recht schnell unter, dass wir hier einen so heiligen Jedi Tempel haben, der Pilger anzieht.

Das fand ich leider auch zur kurz erzählt und vor allem warum die beiden überhaupt sich einmischen und dann vor allem bei Jyn bleiben? Es wirkt am Anfang ja eher ungewollt, da alle gefangen genommen werden und dann die Stadt pulverisiert werden, doch alles danach tun sie ohne groß zu sagen warum? Dann am Ende noch dieser Satz von Baze, dass Jyn nicht sterben soll! Irgendwie passte es für mich nicht so gut, weil für mich einfach zu wenig Zeit da war, die Bindung zu einander zu vertiefen.

Zitat von plüschmonster

Saw Gerreras Rolle fand ich ehrlich gesagt jetzt v.a. im Hinterher doch irgendwie ein bisschen seltsam, da sie doch mehr verschwindend gering ausfiel insgesamt...?

Dass er keine der großen Rollen hat, fand ich passend, mir gefiel eher nicht, das seine Beziehung zu Jyn eher nur erzählt wird – nicht groß gezeigt wird. Wir erfahren im Eiltempo halt was bei den beiden Vorgefallen ist. Man merkte an der Stelle sehr, dass der Film auf Tempo ausgelegt ist.

Genauso Cassian Andor. Er hat schon so viel getan und dann hält er inne um nicht auf den Vater von Jyn zu schießen? Vor allem konnte er ihr am Anfang nicht mal vertrauen und wollte nicht, dass sie eine Waffe hat. Bis zu dem Punkt hat sich daran nicht viel geändert, denn so viel ist ja nicht passiert, was die beiden zusammen schweißen hätte können.

Zitat von Misato

Um mal direkt zum Ende zu springen, muss ich im Kino wohl ein sehr breites Grinsen auf dem Gesicht gehabt haben. Es ging fast haargenau so aus, wie ich es mir gewünscht habe. Der nahtlose Übergang, den zuletzt sehen wir, wie Prinzessin Leia die Pläne bekommt.

Ich muss schon sagen, dass ich alleine Vaders kurzen Lichtschwerteinsatz toll fand und dann natürlich wie die Diskette bei Leia landet.

Zitat von Misato

Die andere Sache zum Ende ist - alle sterben. Ich habe es von Anfang an gesagt und finde es einfach nur konsequent logisch und trotzdem gab es gestern Nacht als der Abspann anrollte tatsächlich Stimmen, die irgendwie überrascht schienen

Ich weiß gar nicht aber anders hätte es doch auch gar keinen Sinn gemacht. Keiner der Figuren taucht in einem der anderen Teile noch mal auf und daher ist klar, dass alle gestorben sein müssen. Mein Dad meinte noch, dass am Enden von Episode IV gesagt wird, dass viele gestorben sind um den Plan zu erbeuten. Also klar war, worum es in dem Film geht, bin ich mit der Erwartung reingegangen, dass alle sterben müssen.

Was das Finale angeht, so gab es nur ein paar Sachen, die mich eher zum Lachen gebracht haben. Zum einen dieser Archivturm der total unpraktisch gebaut ist! Dann natürlich die Datei die auf einer extrem großen Festplatte ist und dann natürlich muss Jyn die Antenne erst mal ausrichten und dafür auf eine andere Plattform! Welcher Architekt kam denn auf so unpraktische Dinge! XD Sorry wenn man überlegt, dass die da durchs Weltall fliegen und sonst was können wirkt das halt ungewollt lustig.

Zitat von Misato

Galen Erso ist ein sehr wichtiges Puzzleteil. So, jetzt muss niemand mehr das Imperium auslachen für diesen ollen Schacht, in den man ein Torpedo feuern kann, es war als Hintertür gedacht.

Du bist mir unheimlich: das gleiche hat mein Dad gestern gesagt XD


Mir gefielen die Schauplätze total gut. Weiß einer, wo sie den Anfang mit der kleinen Lyn gedreht haben? Durch den Boden sah das total nach Island aus. Auch das Finale an den Stränden war optisch toll gemacht.

Fazit:
Bis auf die Sache mit den Charakteren, hat der Film gute Action gehabt. Von mir daher
:7.0: Sprüche von K2 …. Die waren so toll. Vor allem weil es die deutsche Stimme von Jude Law war *_*


19.02.2017 11:32

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