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Resident Evil: The Final Chapter  
Misato




Rebel Scum
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Resident Evil: The Final Chapter       



Genre: Action, Horror, Sci-Fi
Produktionsland: :CDN: :D: Australien | Produktionsjahr: 2016 | Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Paul W.S. Anderson
Darsteller:
Milla Jovovich - Alice
Iain Glen - Dr. Isaacs
Ali Larter - Claire Redfield
Shawn Roberts - Wesker
Eoin Macken - Doc
Fraser James - Razor
Ruby Rose - Abigail
William Levy - Christian
Rola - Cobalt
Ever Anderson - Red Queen
RE Film Franchise: Resident Evil, Apocalypse, Extinction, Afterlife, Retribution

Zitat

Story:
Vor zehn Jahren breitete sich das T-Virus auf der Erde aus und hat die Menschheit nahezu ausgerottet. Ein paar letzte Siedlungen mit Überlebenden stehen noch, doch sie werden sich nicht mehr lange gegen die Untoten, Monster und die Reste der Umbrella Corporation wehren können. Da erhält Alice eine Nachricht, dass es eine letzte Chance auf Besserung gibt - im Hive tief unter Raccoon City, wo einst alles begann.


Ich liebe diese Filmreihe. Der erste noch ein wenig verhalten, nach dem zweiten flog jede Hoffnung davon auch nur annähernd von einer Videospielumsetzung zu sprechen, aber dafür konnte die immer abgedrehtere Story um Projekt Alice mich einfach bestens unterhalten. Ein Teil von mir ist traurig, dass es mit diesem sechsten Film vorbei sein soll. Die Teile 3, 4 und 5 waren herrliche Überraschungstüten, die einem ein paar Inhaltsfetzen vorwarfen, die von wunderbar inszenierter Action zusammen gehalten wurden. Und mehr wollte ich hier gar nicht haben. Als dann aber gestern Abend die Credits rollten, war ich im ersten Moment doch ein wenig enttäuscht. Man versucht hier alles, um nachträglich eine umspannende Grundhandlung zu schaffen, die Ordnung ins Chaos bringt. Und das soll mir Recht sein. Wahnwitzig und übertrieben? Kein Problem. Aber ich bin enttäuscht, was die Schauwerte angeht. Vielleicht war es dem ein oder anderen zu viel, wie oft in Teil 4 Afterlife die Zeitlupenkeule ausgepackt wurde. Mir gefiel das allerdings, weil ich eben sehen konnte, was passiert. Und RE6 ist furchtbar hektisch. Schnitt, Schnitt, Schnitt. Es ist zum Glück nicht die extra billige Dauerwackelkameratour, aber es wird so viel zwischen Detailaufnahmen hin und her geschaltet und alles geht extra schnell... Das ist echt schade. Das ein oder andere Mal hätte man Tempo rausnehmen sollen und eine bessere Choreografie zeigen in den diversen 1 gegen 1 Momenten.

Eigentlich kann man es sich denken, in einer Hinsicht bleibt der Film der Reihe treu. Teil 5 hörte mit einem WTF Moment auf und hier macht man einen Zeitsprung und kriegt mal wieder nicht mit, was eigentlich als nächstes kam. Das ist Nebensache. Eine direkte Fortsetzung der Ereignisse hab ich aber eben schon gar nicht mehr erwartet, weil die Filme sich das seit Teil 3 eh sparen. Dafür kriegt man über die Ereignisse des ersten Teils neue Hintergrundinformationen, die sowas wie ein großes Ganzes ergeben sollen. Das hat mich zum Schmunzeln gebracht.
Wenigstens gelingt es dadurch Alice als Figur einen irrwitzigen Rahmen zu geben. Leider fallen dieses Mal so die kleinen ruhigen Momente weg, die sie in all den Filmen doch immer mal kurz haben durfte. Es gibt hier keine Verschnaufpausen mehr, weil die ganze Zeit eine Art Doomsday Clock mitläuft. Ein albernes Mittel zur Anhebung der Spannung in diesem Fall, aber doch ein wenig unterhaltsam.

Mit nur 40 Millionen Dollar Budget ist es fürs Studio im Grunde ein "billiger" Film. Die vergleichsweise niedrigen Kosten (gemessen an anderen Blockbustern) sind schon ein besonderes Markenzeichen der Reihe. Eine Art Mittelklasseproduktion. Aber vielleicht war es deshalb nicht drin ein bisschen mehr auf Style over Substance zu setzen, wie ich es mir tatsächlich gewünscht hätte. Der Look des Films hätte auch erneut wundervolles Mad Max Potenzial gehabt. Je simpler, je besser. Leider wurde die Produktion aber immer weiter nach hinten geschoben und der Starttermin Januar/Februar zeigt dann auch die geringen Hoffnungen. Grade in den USA keine Zeit für große Geschäfte ("Deadpool" letztes Jahr war ein seltener Überflieger). Der nahezu zeitgleiche Release mit einem RE Spiel dürfte bei diesem Franchise recht egal sein.
Bei den Schauspielern hieß es vor einigen Jahren noch, dass eigentlich mehr Leute aus der Vergangenheit auftauchen sollten, aber es kam raus, dass Sienna Guillory (Jill Valentine) nicht mal angefragt wurde, gleichzeitig konnte Bingbing Li nicht erneut als Ada Wong zurückkehren, da es 2015 mit den Terminen nicht mehr passte. Da hat man sich schon irgendwie ein Ei gelegt, aber ich bin froh, dass Ali Larter immerhin zum dritten Mal dabei sein durfte. Ganz lustig ist die Neubesetzung der Red Queen. Ein fieses Computerprogramm darf halt nicht altern, also musste ein neues Kind her und Anderson/Jovovich sind doch schließlich Eltern. :D

Spoiler

Daher musste ich anfangs bei der Einführung von Alicia auch grinsen. Sie sieht ihrer Mutter nicht ganz unähnlich. Und da kam in mir schon der Verdacht auf, dass wir da was vorgesetzt kriegen und als man in der Szene, die einem zeigt, dass Isaacs alles geplant hat, eine Frau im Rollstuhl absichtlich nicht sieht - ja, doch, das Ende kann man kommen sehen. Alice in Dreifaltigkeit. :lol: Herrlich, einfach nur herrlich. Ich möchte schon gern fragen, warum zum Teufel die Alicia DNA als Klonbasis für die Massenproduktion genommen wurde. Ich mein, hat Isaacs das veranlasst, damit er sie in den Übungen sterben sehen kann? Die Mitbesitzerin von Umbrella... naja, wozu es halt gut ist. Ist eh mehr als eindeutig, dass niemand jemals einen weiterlaufenden Handlungsbogen für irgendwas geplant hatte. Was es aber schon fast wieder sympathisch macht, weil man einem kein Foreshadowing und subtile Hints um die Ohren knallt. Wenigstens dahingehend sind die Filme ehrlich.

Es freute mich, dass Claires Kostüm aus RE: Revelations 2 entnommen wurde. Obwohl sie damit innerhalb ihrer Gruppe fast overdressed aussah. :D Aber leider hat auch sie keine schicke Einzelszene gehabt, fand ich schade. Grade am Ende hätte sie doch wenigstens zuuuuuuufällig perfekt zur Stelle sein können, um die angeblich sterbende Alice aufzufangen. Ich hätte mich sehr über Kitsch (zwischen den beiden) an der Stelle gefreut. Menno.

Dass Isaacs sich ein paar Upgrades spendiert hat und dann diese Moves voraus sieht, die Alice durchdenkt, war ein Brüller. Das ist lustiger Mumpitz, der mir gefällt. Wie unkaputtbar er war und wieder und wieder aufstand, war aber etwas zu viel. Und so herrlich die Granate in der Jacke war, war das dann wieder viel zu gefährlich gemessen daran, dass er das Antivirus spazieren führte. Das er ja im Grunde auch gebraucht hätte, wenn er seine "Arche" an Land bringen will. Muss ja schließlich die Monsterhorden und das T-Virus auch los werden.
Diese ganze Countdown Sache war schon ein wenig zu dramatisch. Die letzten menschlichen Siedlungen, die alle in 48 Stunden fallen sollen. Das war mehr so ein ungefährer Zeitraum. Und es ging dann wohl eher darum, die Umbrella Soldaten zurückzuziehen. Ob es so clever war alle Umbrella Leute zu sprengen? Mit weniger als 5000 Menschen... naja, vielleicht war das auch nur eine grobe Schätzung und es gibt hier und da noch ein paar weitere versprengte Gruppen. Ugh, was da für Aufräumarbeiten warten, selbst wenn das fantastische Gegenvirus :freak: sich dann mal ausbreitet. Also von wegen nicht zerstörte Infrastruktur... also da ist doch keine Bahnstrecke heil geblieben. Egal, egal. Ich finde es nett, wie sich bemüht wurde, doch ein bisschen (Wahn)Sinn zu finden, um ein Motiv zu geben.
Der endgültige von Isaacs durch seinen Klon war dann auch herrlich. Tja, die Hochmut.

Ich bin froh, dass der Laser nicht wieder überstrapaziert wurde. War ein schicker Einsatz. Aber insgesamt gab es wenigstens Todesvariationen. Ruby Rose durfte auftauchen und wurde dann fies zerschnetzelt. Nicht schlecht.
Aber allgemein bin ich echt nicht zufrieden mit dem, was man von der Action so sieht. Vergleicht man beispielsweise wie Alice dieses Monster unten im Labor bekämpft mit der Szene aus Teil 4 in den Duschen - das war pure SloMo Zelebrierung, aber dafür hab ich alles gesehen und schaue es immer wieder gern. Hier ist es mir zu hektisch. Und das verleidet mir den Film mehr als hanebüchene Erklärungen für die absichtlich herbei geführte Apokalypse.

Ich würde sagen, dass der Look des Films allgemein viel schlotziger gehalten ist als bisher. Von einem Gorefest kann man hier nicht sprechen, aber es gibt doch gefühlt mehr Blut und unschöne Monstermomente. Die Action ist aber klarer Fokus und kommt vor den Horrorkomponenten. Wenn ich den Film auch schwächer finde als die letzten, ist es alles in allem ein relativ passender Abschluss. Also wer sich hier noch mit völlig falschen Erwartungen rein verirrt, hat einfach 15 Jahre geschlafen.


27.01.2017 16:53

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