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Passengers  
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Şaving £ight
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Passengers       



Genre: Science-Fiction, Romance
Produktionsland: :USA: | Produktionsjahr: 2016 | Altersfreigabe: FSK12
Regie: Morten Tyldum
Darsteller:
Aurora Lane - Jennifer Lawrence
Jim Preston - Chris Pratt
Arthur - Michael Sheen
Captain Norris - Andy García

Trailer:


Zitat

Tausende von Menschen werden auf einem Raumschiff in die Kolonie eines weit entfernten Planeten transportiert. Um nicht als alte Männer und Frauen dort anzukommen, versetzt man sie in einen Kälteschlaf, aus dem sie erst wieder erwachen sollen, wenn das Ziel der interstellaren Reise erreicht ist.

Durch eine Fehlfunktion bei den Schlafkammern werden zwei Passagiere, Jim und Aurora, jedoch zu früh aus der Kältestarre geweckt – und zwar 90 Jahre, bevor das Space Shuttle den neuen Planeten erreichen soll. Ihnen ist klar, was das bedeutet: Sie werden den Rest ihres Lebens in dem Luxus-Raumschiff verbringen müssen. Als sie jedoch gerade beginnen, sich mit diesem Schicksal abzufinden und ihre Gefühle für einander zu entdecken, gerät unvermittelt das Leben aller noch schlafenden Passagiere in Gefahr. (Quelle)


Was hat der Film mich überzeugt. Geht es um Science-Fiction habe ich es gerne ruhig. Also so etwas wie Gravity oder Sunshine. Dazu darf sich nun Passengers reihen, denn hier stehen weder irgendwelche Aliens noch Weltraumschlachten im Vordergrund. Passengers ist eine Lovestory - eine ganz düstere, wenn man die Umstände betrachtet. Genau das macht den Film so besonders: Er bewegt sich mit beiden Beinen in zwei Genres und gibt in jedem von beiden eine gute Figur ab.

Spoiler

Ich kann Jim so gut verstehen. Ich wäre sogar noch weiter gegangen als er: Ich hätte mir alle Videos angesehen und so nach und nach um die 20 Leute erweckt, mit denen ich mir ein schönes Leben auf dem Schiff gemacht hätte. Ehrlich gesagt: Wenn man selbst schon sein Todesurteil unterzeichnet hat... Das klingt gar richtig gemein, aber in solch einer Situation hätte ich es getan. Konnte gar nicht nachvollziehen, wieso er solange mit Aurora alleine war. Manche Dinge sind leider eben doch vorhersehbar. Vor allem, dass Arthur sich verplappert. Man weiß, dass es so kommen wird und leider erfährt man auch gar nicht, ob es Absicht war oder nicht. Doch in dem Moment spürt man, wie in Aurora alles zusammenbricht und wie konsequent sie ihren Ärger durchzieht. Bevor es zum großen Krach kommt, fand ich übrigens alles ziemlich romantisch. Das Schiff ist der reinste Luxus, ein geiles Setting. Man merkt eben mit der Zeit doch, dass es vor allem der soziale Faktor ist, der einen dazu antreibt, das Leben zu genießen. Wenn man sich entscheidet, diese Zeit alleine mit einem anderen Menschen zu verbringen, muss alles passen. Das sehe ich bei Aurora und Jim einfach nicht. Beide verlieben sich aufgrund der Umstände nach und nach, werden Sklaven der ausweglosen Situation. Aber dieses echte, tiefe Bündnis war das nicht. Trotzdem sympathisiere ich mit beiden als Paar, obwohl ich ihn im Grunde für einen relativ schlichten, nicht allzu weit denkenden Mann erachte. Sie hat etwas Intellektuelles und scheint ihm weit überlegen. Dennoch ergänzen sie sich gut.

Mir gefiel alles ganz gut bis dieser nervige Sprung kommt und urplötzlich der Captain ebenfalls erwacht. Das fand ich störend und ab hier geschah dann auch alles Schlag auf Schlag. Der Film wurde komplett aus seinen Gewohnheiten wachgerüttelt und wurde ungemütlich. Von mir aus hätte er gerne ruhig bleiben können. Es wäre auch in Ordnung gewesen, wenn Jim draußen gestorben wäre und Aurora daraufhin selbst jemanden zum Leben erweckt hätte. Sie meinte anfangs ja, die eine Frau sah sympathisch aus, sie wäre sicherlich eine gute Freundin. So in die Richtung wäre mein Wunschenede gegangen. Nun sterben sie gemeinsam, aber auch mit dieser Romantik bin ich zufrieden.

Die beste Szene ist ohne Frage das Einsetzen der Gravitationskraft: Aurora gefangen in dieser unglaublichen Wasserblase. Ein gradezu legendärer Moment, den man wohl am schnellsten mit Passengers in Verbindung bringen könnte in der Zukunft.


Ich wünsche mir sehr, dass viele Leute den Film sehen und er ein Klassiker von übermorgen wird. Hochkarätig genug ist die Besetzung dafür ja. Bis auf ein, zwei Dinge finde ich Passengers sensationell und freue mich darauf, ihn erneut anzusehen. Das Setting ist gigantisch, eine atemberaubende Kulisse und das Ausgangsszenario trifft auch meinen Nerv.

:9.0:
9 von 10 Goldklasse-Frühstücken


06.02.2017 01:28
Sabata




Ms. Coconut
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Zitat von Titanic

Was hat der Film mich überzeugt.

Mich überhaupt nicht. Vielleicht hatte ich einfach falsche Erwartungen an den Film. Ich hatte nicht mit Titanic 2.0. gerechnet.

Spoiler

Ich möchte auch bis zu dem Moment, in dem das Crewmitglied aufwacht, gar nicht widersprechen. Tolle Bilder, toller Spannungsaufbau, auch das Zwischenmenschliche, top. Von der Besetzung sowieso.

Zitat von Voice

Das fand ich störend und ab hier geschah dann auch alles Schlag auf Schlag. Der Film wurde komplett aus seinen Gewohnheiten wachgerüttelt und wurde ungemütlich.

Es hätte schon viel früher ungemütlich werden können. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendetwas Furchtbares passieren würde. Sehr cool wäre es gewesen, wenn die Maschinen die Kontrolle übernommen hätten. Der Barkeeper sah total creepy aus die ganze Zeit. Ich hätte wirklich erwartet, dass es schließlich darum gehen würde. Das wäre so cool gewesen. Diese Ruhe vor dem Sturm und dann geht es los. Falsche Erwartungen~
Und dann nur ein langweiliges Leck im Schiff. Alles was dann kam, fand ich einfach nur öde und klischeemäßig. Sie haben keine Zeit mehr, es geht um Millisekunden, aber Aurora kann noch ewig zögern, Jim anflehen das nicht zu tun und sich sogar noch einen Verband aus ihrem Tshirt basteln. Ja, sie kann ihn sogar noch auf das Schiff zurückbringen. Wie auch immer sie so schnell da draußen sein konnte.
Noch schlimmer wurde es, als sie Jim wiederbeleben kann. Oooh bitte…das kam mir so vor, als hätte man es nur gemacht, dass man nicht zu sehr an Titanic ist und die Frau am Ende alleine bleibt.
Am allerschlimmsten finde ich aber die Logik hinter der ganzen Krankenstation. Die haben für 5000 Menschen EIN EINZIGES dieser Hightechwunderheilkapselteile. Im Ernst?! Auch wenn die Menschen erst ein paar Monate vor der Landung aufwachen, es werden ja wohl mal mehr als 2 Menschen gleichzeitig krank sein. War mir viel zu konstruiert. Um dann auch noch festzustellen, dass man sich damit ja wieder einschläfern kann. Zuviel Kitsch, ich hätte mir am liebsten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Das ganze Ende ist so ekelhaft süß.
Wahrscheinlich ist das Geschmackssache. Wir waren zu sechst im Kino und am Ende auch zweigeteilt.
An ein paar Stellen, mussten wir dann sogar lachen. Als die Pillenmaschine dem Crewmitglied so schön trocken quasi sagt: Hier die Pillen, die verringern zumindest dein Leid.
Den genauen Wortlaut weiß ich leider nicht mehr. Es gab ja generell recht witzige Szenen, z.B. das mit dem Frühstück fand ich witzig. :D

Also bei mir können all die schönen Bilder nicht retten, dass die zweite Hälfte - oder vermutlich ist es sogar mehr als über der Hälfte, sagen wir mal der Endpart - eine Katastrophe ist. Davor ist alles tiptop. Das hat mir richtig gut gefallen. Es liegt trotz der Romantik und dem Beziehungskram, über allem diese dunkle Vorahnung; die Umsetzung des Endparts gefiel mir nur absolut nicht. Ich bevorzuge dann einfach mehr Drama. Ich hätte es sogar besser gefunden, wenn Aurora wieder eingeschlafen und Jim dann an Einsamkeit gestorben wäre - wenn man denn schon diese Möglichkeit auffährt.

Das ganze Schiff ist doch sowieso eine Fehlkonstruktion. Spätestens seit der Titanic weiß man ja wohl, dass nichts unsinkbar ist. Wieso hat man das Ganze nicht so gebaut, dass bei einem Leck, das das Schiff nicht alleine reparieren kann, sofort ein ehrfahrenes Team an Technikern aufgeweckt wird? Wieso gibt es nicht die Möglichkeit, dass sich zumindest die Crew wieder selbst in Schlaf versetzen kann?


Wie gesagt, wahrscheinlich liegt meine Enttäuschung daran, dass ich mir etwas anderes darunter vorgestellt habe. Den Romance-Part habe ich wohl völlig übersehen bzw. nicht so hoch eingeschätzt. Wobei mir das ja überraschenderweise sogar ziemlich gut gefiel, wie sich die Beziehung entwickelt, etc. Wenn ich mal meine Action-Erwartung wegnehme und den Film tatsächlich als das sehe, was er ist, dann finde ich immer noch über die Hälfte super und die Schlusssequenzen furchtbar. Erwartungen hin oder her.
Und ich komme einfach nicht umhin, den Vergleich zu Titanic zu ziehen und der bietet mir einfach bessere Action am Ende und ein bittereres Ende. Sagt mir mehr zu.


14.02.2017 22:40
Voice




Şaving £ight
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Zitat von Sabata

Ich hatte nicht mit Titanic 2.0. gerechnet.


Was ist das denn für ein Urteil? :suspekt: Daran würde ich nicht einmal im Entferntesten denken.

Spoiler

Zitat

Es hätte schon viel früher ungemütlich werden können. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendetwas Furchtbares passieren würde.


Ging diese Erwartungshaltung jetzt vom Trailer selbst aus oder hattest du das einfach nur gehofft? Ich bin ja der letzte, der gegen Thrill und Action ist, aber hier hätte es für meinen Geschmack gerne ruhig bleiben können. Ich finde das Setting perfekt für ein Drama. Es ist ja dieser Zwiespalt zwischen Luxus und Einsamkeit, da finde ich Action gar nicht so nötig und mich hätte interessiert, wie es zwischen Jim und Aurora weitergeht, wenn mal nichts passiert, aber die Lüge auffliegt.

Zitat

Die haben für 5000 Menschen EIN EINZIGES dieser Hightechwunderheilkapselteile. Im Ernst?! Auch wenn die Menschen erst ein paar Monate vor der Landung aufwachen, es werden ja wohl mal mehr als 2 Menschen gleichzeitig krank sein.


Dieses Ding heilt Wunden und Krankheiten allerdings auch sehr schnell. Einmal drunterlegen und alles ist wieder heil. Wie viele Kranke und Verletzte wird es da aufeinmal geben? Ist ja im Prinzip wie bei einem Arzt, wo jeder im Wartezimmer darauf wartet, dass er dran kommt. Nur, dass es dann eben nicht so lange dauert :D Wobei es wohl auch fraglich ist, woher die Auslöser für Krankheiten kommen sollten, so klinisch wie das alles da ist.

Zitat

Wieso hat man das Ganze nicht so gebaut, dass bei einem Leck, das das Schiff nicht alleine reparieren kann, sofort ein ehrfahrenes Team an Technikern aufgeweckt wird? Wieso gibt es nicht die Möglichkeit, dass sich zumindest die Crew wieder selbst in Schlaf versetzen kann?


Bei letzterem stimme ich dir zu, für ersteres gibt es ja Digitalisierung und Automatisierung.



17.02.2017 18:23

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