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Nightmare - Mörderische Träume (A Nightmare on Elm Street)  
Sidschei




aka Mrs. Walsh
Dabei seit: 25.10.2010
Herkunft: f3a
Beiträge: 1.133
Sammelalbum
Credits: 1308
gekaufte Marken: 2
verdiente Marken: 46
Nightmare - Mörderische Träume (A Nightmare on Elm Street)       



Genre: Horror, Slasher
Produktionsland: :USA: | Produktionsjahr: 1984 | Laufzeit: ca. 91 Minuten | Altersfreigabe: 16
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Darsteller: John Saxon (Lt. Donald Thompson), Ronee Blakley (Marge Thompson), Heather Langenkamp (Nancy Thompson), Amanda Wyss (Christina 'Tina' Gray), Jsu Garcia (Rod Lane), Johnny Depp (Glen Lantz), Charles Fleischer (Dr. King), Joseph Whipp (Sgt. Parker), Robert Englund (Fred Krueger), Lin Shaye (Lehrer), Joe Unger (Sgt. Garcia), Mimi Craven (Krankenschwester), Jack Shea (Minister), Ed Call (Mr. Lantz), Sandy Lipton (Mrs. Lantz)
verwandte Themen: Die Rache - Freddy Krueger lebt - The Dream Master - Das Trauma - Freddys Finale - New Nightmare - Freddy vs Jason - A Nightmare on Elm Street (2010) - Never Sleep Again Doku

Zitat

Story: In den Albträumen der Jugendlichen der Elm Street erscheint seit einigen Tagen ein gewisser Freddie Krueger und verbreitet Angst und Schrecken. Nachdem ihm schon einige ihrer Freunde im Traum und damit auch in der realen Welt zum Opfer fielen, fasst Nancy den Entschluss, gegen ihn zu kämpfen und aus der Welt der Träume in die Realität mitzunehmen, wo sie glaubt, ihm überlegen zu sein.

Quelle & Copyright: MovieMaze.de






Vorwort 1:
So. Ich hab nun keine Lust mehr zu warten, ob die Serie jemals im Programmkino gespielt wird oder nicht. Seit Kenshin die Frage in den Raum schickte, ob man an einer "Wiederauffuehrung" der Nightmare-Reihe teilnehmendes Interesse hat, hatte ich Lust darauf, die Serie endlich - nach doch vielen vielen Jahren - mal wieder anzuschauen. Und jetzt tu ich es einfach :p

Vorwort 2:
Mit der Elm Street, Freddy Krueger und den damit verbundenen Alptraeumen verbindet mich persoenlich durchaus etwas besonderes, hat mich die Erfindung von Wes Craven - wie viele andere hier sicherlich auch - in meiner filmischen Entwicklung und Vorlieben wirklich gepraegt und einen Standard an Erwartungen des Genres gesetzt, mit dem ich heute noch vieles vergleiche. Dabei bin ich erst recht spaet zu der Serie gekommen: Die ersten drei Teile hab ich im Kino irgendwie komplett verpasst und nur auf VHS ( :D ) gesehen. Erst ab Teil 4 war ich dann auf der grossen Leinwand mit dabei.

Aber gerade dieser Umstand war auch eines der praegensten Ereignisse meines Filmlebens, welches ich mit dem ersten Teil der Nightmare-Reihe in Verbindung bringe. Ich erinnere mich wirklich noch daran, als waere es gestern gewesen: Damals, als junger Spund, hatte ich die Angewohnheit zum Schlafen immer irgendwelche Filme anzusehen. Bevorzugt Horror, weil man da einfach - in der Regel - am wenigsten verpasst hat, wenn man einschlaeft und nicht mehr alles so genau mitbekommt oder - damals auf VHS ja eine groessere Qual denn heute - man die Stelle nicht mehr genau gefunden hat, bei welcher man die reale Welt verlies und sich ins Reich der Traeume begab. Wie passend fuer diesen Film ;)

Es war Nacht. Tief in der Nacht. Locker halb 3 oder noch spaeter, als ich von einer damaligen AtariST-Midi-Party (die Vorreiter der heutigen LAN-Parties mit Midimaze :D ) nach Hause kam. Tot muede eigentlich, aber noch leicht aufgekratzt beschloss ich, mir zum Einschlafen "Nightmare on Elm Street" anzuschauen, war ich mir eigentlich sicher, dass es sich um einen stupiden, daemlichen und eher uninteressanten Film handelt, bei dem es keine 5 Minuten dauern wird, bis ich das Reich der Traeume erreichen werde *g* Tja, weit gefehlt! Ohne dass er aktiv in meine Traeume eingegriffen haette, hat mich Robert Englund alias Freddy Krueger (jaja, die boesen deutschen (Namen) machten auch in den damaligen Horrorfilmen nicht Halt, was? Auch wenn es hier kein verrueckter Professor oder Wissenschaftlicher, sondern eine fiese Traum-Fratze war) die erste Nacht quasi komplett um meinen Schlaf gebracht!

Von wegen dummsinniger Horror, der mich gleich einschlafen laesst und bei dem es egal ist, ob man einschlaeft oder nicht! Dieser Film hatte mich damals so dermassen in seiner Erzaehlstruktur, Spannung und Idee gepackt, dass an Schlafen ueberhaupt nicht mehr zu denken war! Ich fuehlte mich teilweise wie eines der Kids aus dem Film: Blos nicht einschlafen, blos nichts verpassen. Doch im Gegensatz zu den Hauptdarstellern fiel mir das in diesem Fall recht leicht, wollte ich einfach keine Sekunde des Filmes verpassen. Aus totmuede wurde innerhalb kuerzester Zeit hell wach! Welch Perversion in sich *g*

Tja... und als der Film aus war, war die Nacht quasi auch fast schon rum. Wie sehr hab ich Wes Craven, Freddy Krueger und die ElmStreet dafuer gehasst. Und ich kam defnitiv nicht mehr auf die Idee, einen Nightmare-Film als Einschlafhilfe heranzunehmen im weiteren Verlauf der Jahre ;)

Vorwort 3:
Es wurde ja bereits in dem im Archiv auffindbaren Thread zu der Filmreihe gesagt: Freddy Krueger ist eine Ikone des Genres, an dem man - selbst bald 20 Jahre danach - noch immer vorbeikommen muss. Und selbst die ettlichen Fortsetzungen haben diesen Glanz nicht zerstoeren koennen, was ja auch echt eine Leistung ist. Ausserdem faellt mir - neben der SAW-Reihe - sonst gerade keine Horrorfilmreihe mit einer solch ausufernden Fortsetzungszahl ein, die Ihr Leben komplett als Kinoserie verbringen durfte und keine Direct-to-Video Produktion beinhaltete. Freitag der 13. und Halloween koennen da beide nicht mithalten, ebenso wie keine Horror-Filmserie so ein komplett hohes Niveau seiner Teile in der Gesamtheit aufweisen kann. Meiner Meinung nach...

Und das finde ich auf einer Seite schon insgesamt erstaunlich, sind gerade solche Geschichten rund um Traeume ja oftmals ein grosses Manko, unter welchem Horrorfilme leiden. Ich jedenfalls finde nichts schrecklicher als die Szenen in Horrorfilmen, welche sich als bloser Traum erweisen und keinen wirklichen Naehrwert fuer den Film ergeben. Ein sofortiges Rufen der Traumpolizei und sofortiges Ausbuhen der Filme steht da bei mir eigentlich auf dem Programm und ich erinnere mich noch mit Schaudern an einen FFF-Jahrgang, in dem quasi jeder 3. Film mit solchen Traumsequenzen aufbot. Schrecklich. Hier hat Wes Craven aus der Not definitiv eine Tugend gemacht und aufgezeigt, wie man sowas richtig verarbeitet!

Meine Re-Views (wortwoertlich :D ) der Filmreihe beziehen sich alle auf die Filmversionen der DVD-Box "The Nightmare on Elm Street Collection" mit den Teilen 1-7, gesehen mit der englischen Tonspur.



Jetzt aber zum Film:
Gleich zu Beginn faellt der schauderhafte Ton (der englischen Version) auf, welcher sich ueber die gesamte Laufzeit auch nicht aendern sollte. Neben den gewohnt grauenhaften, grell klirrenden Toenen, die Horrorfilme der 80er Jahre eben nun mal zwangslaeufig mit sich bringen faellt eine der schrecklichsten 5.1 (Neu-)Abmischungen auf, die ich jemals gehoert habe!
Hier ist wirklich alles nur schrecklich und nichts stimmt. Die Lautstaerke der Center-Box steht in keinem Verhaeltnis zur lautstaerke der Front- und Surround-Boxen und laesst die Stimmen bei normaler Lautstaerke quasi ungehoert untergehen, waehrend die 4 Effekt-Boxen einen schrecklichen Krawall machen, bei denen man eigentlich den Ton eher noch leiser drehen moechte, wenn nicht gar muss, sofern man sein Trommelfell nicht 90 Minuten lang quaelen will. Wer den Center jedoch in ertraeglicher Lautstaerke erleben will, wird mit einem unertraeglichen und unausgeglichenen Gerumse und Gebumse aus den Effekt-Boxen betraft, bei dem man dann in der Lautstaerke wirklich Angst um seine Glasgegenstaende haben muss, die bei den schrillen Toenen wirklich zu zerspringen koennten.

Die 5 Tonspuren wurden wirklich extrem lieblos einfach auf die Kanaele geknallt, ohne dass man hier irgendeine Spur von liebe- oder muehevoller Arbeit erkennen koennte. Als voellig unnuetz erweist sich die Erweiterung auf ein 5.1 Soundsystem obendrein noch, kann diese Filmversion zu keinem Zeitpunkt irgendwelche raeumliche Spielereien aufweisen. Stereo- und Rear-Kanaele werden einfach nur lieblos mit den Effekten unterlegt. Schade. Wirklich sehr schade und ich haette mir gewuenscht, hier auf die alte Stereo-Spur umschalten zu koennen. Doch leider geht dies in der englischen Version nicht, steht die Stereo-Spur nur (und aussschliesslich) bei der deutschen Synchronisation zur Verfuegung. In diesem Fall ist der aufgeblasene Mehrwert der englischen Tonspur, worueber sich echte Hardcorecineasten eh eher aufregen werden, kein wirklicher Mehrwert sondern eine deutliche Abwertung dieser Version.

Doch diesen Patzer macht der Film - auch heute noch - inhaltlich locker wett. Es ist einfach faszinierend, wie fantastisch und mit welch einfachen Mitteln Wes Craven in seiner Geschichte die Grenzen zwischen der realen und der Traumwelt verschmelzen laesst, ohne hier bei jedoch wirklich laecherlich zu werden. Der Zuschauer wird hier zu keiner Zeit irgendwie billig verarscht, sondern kann eigentlich immer nachvollziehen, in welchem Stadium man sich derzeit befindet. Ganz im Gegenteil zu den armen Charakteren im Film. Das wurde wirklich fantastisch mit kurzen, kleinen Hinweisen immer in Szene gesetzt und kleinste Hinweise weisen den Zuseher immer zusaetzlich noch darauf hin, in welcher Ebene man sich momentan befindet, selbst wenn sie in kurzen Abstaenden hin und her wechseln.

Spoiler

Beispielsweise die Szene in der Schule, als Nancy waehrend des Unterrichtes einschlaeft und traeumt. Alles scheint erstmal vellig normal zu sein. Dennoch weiss man aber irgendwie auf Anhieb, dass man nun im Traum gelandet ist. Das kurze Zucken von Nancy verriet es genauso sofort wie die Tatsache, dass sie quasi einfach aufsteht und ihren Stuhl verlaesst...



...ohne dass sich die Mitschueler oder Lehrerin in diesem Moment darum kuemmern. Ich finde das einfach grandios realisiert. Der kleine Gag mit dem "Passierschein" setzt der eh schon guten Szene dann noch einen oben drauf, wenn er sowohl im Traum als auch in der Realitaet auftaucht und mit den entsprechenden Worten von Nancy quittiert wird :D

Auch so kleine Feinheiten mischen sich in diese Situationen ein, die gerade diese Umstaende verdeutlichen. Ein sehr, sehr gelungenes Beispiel hierfuer finde ich das barfusse Laufen in der Blutlache, die aber keine Fussabdruecke hinterlaesst. Oder auch die Szene auf der Treppe:



Eigentlich ist es ja total bescheuert, dass sie ausgerechnet mit ihren Fuessen in der Treppe versinkt, wenn sie vor Freddy fluechtet. Ueber solche Szenen regt man sich normalerweise masslos auf :D

Doch gerade weil es so offensichtliche Fehler zu sein scheinen, passt es aber eben genau in diese hier erzeugte, Surrealitaet der Welten.


Das erzeugt nicht nur Spannung und Gruselatmosphaere, sondern verhindert auch einfach gekonnt, dass der Film sich in Laecherlichkeiten verliert, weil er den Zuschauer zu verarschen versucht, indem er ihn im Unklaren laesst, dass man sich gerade im Traum befindet. Ja eben einer der Kritikpunkte, die ich oben bei solchen Traumsequenzen anderer Filme anbrachte. Nightmare on Elm Street nimmt einen hier als Zuschauer aber ernst. Er spielt eher sehr subtil (!) mit der Gewissheit des Wissens, der Ungewissheit was in der Traumwelt geschehen kann und wird und dem damit verbundenen Entdecken der Selbigen. :respekt:

Das i-Tuepfelchen allerdings setzt der Film sich mit den Szenen auf, wo quasi beide Welten gezeigt werden: Auf der einen Seite die Traumwelt, in der sich das Opfer gerade im Kampf mit Freddy Krueger befindet, auf der anderen Seite die reale Welt, in der das Traumgeschehen von Aussen gesehen wird. Tolle Szenen waren hier:

Spoiler

Der Kampf unter der Decke von Tina: Man sieht hier zum einen den Traum, in der Freddy mit unter der Decke sich befindet. Der Kampf in der Traumwelt wird hier noch zusaetzlich in der Realitaet visualisiert, waehrend der Teenie von Aussen lediglich Tina selbst und eben die Silhouette der Decke sieht, die den Kampf ohne Gegner in der Realitaet verdeutlicht.



Auch die "Exorzistenszene", die das Opfer in der Realitaet an der Decke entlang krabbeln laesst (Im Gegensatz zum Trailer von "The Last Exorcism existiert die Szene hier wirklich im Film :p ) und im Traum noch zeigt, wie Freddy den Koerper "steuert" fand ich einfach nur ueber Durchschnitt gelungen.


Dem hinzu gesellen sich dann noch die kleinen Szenen, in denen die Protagonisten selbst herauszufinden versuchen, ob sie sich nun im Traum befinden oder nicht, die dieses eigentlich recht verwirrende und krude Szenario eines Traummoerders nahezu zur virtuellen Perfektion gekonnt abrunden. Auch hier spielen die kleinen Elemente, die Traum und Realitaet grenzenlos miteinander vermischen einfach gekonnt mit sich, wenn Ereignisse aus dem Traum sich in der realen Welt wieder spiegeln :respekt:

Neben der solide realisierten Grundgeschichte sind es auch noch weitere, kleine Feinheiten die aufzeigen, dass ein Horrorfilm nicht nur immer stupides Blutvergiessen und Gemetzle sein muss, der nicht Raum fuer liebevolle Details laesst, die es zu entdecken gibt.

Spoiler

Total klasse finde ich hier den "Eimer", der nach dem Blutbad im Bett von Johnny Depp im Geschoss darunter im Wohnzimmer steht und die Bluttropfen ganz in der Manier eines undichten Daches aufsammelt. Das ist einfach so perfide und pervers, dass es einfach nur grandios ist.



Kleinigkeiten wie ein im Traum auftretendes Schaf (gleich zu Beginn) des Filmes, ja ein Sinnbild fuers Einschlafen


oder der oben schon erwaehnte "Hall Pass" (Passierschein).


Aufgefallen ist mir hier zum Beispiel auch, dass Nancy (ich glaube, die war es) das Gebet "A Soul to Take" im Bett vor sich hinbrabbelt. Wenn auch nicht gerade der beste Film, ja dennoch der Titel des Filmes, bei dem Wes Craven nach langen Jahren wieder fuer Story und Regie gemeinsam verantwortlich war... Reiner Zufall? Wer weiss ;)

Was mich ausserdem, selbst nach den vielen Jahren, bei diesem Film noch absolut zu begeistern verstand war die Tatsache, wieviel in diesem Film passiert! Ist es heute quasi ja oftmals ueblich am Anfang und am Ende zu protzen und in der Mitte irgendeinen gequirlten Leerlauf zu zeigen, um den Film auf 90 Minuten zu strecken, kann "Nightmare on Elm Street" ueber seinen gesamten Film eine permanente Entwicklung aufweisen! Die Story entwickelt sich kontinuirlich weiter, man erfaehrt immer in kleinen Haeppchen mehr ueber die teilnehmenden Personen und besonders natuerlich ueber den Titelhelden. Es ist wirklich immer was geboten und es kommt keinerlei Langeweile oder Stillstand auf - sonst waer ich damals in der Nacht auch sicherlich eingeschlafen :D

Selbst in den letzten 20 Minuten zuendet der Film noch mit so viel neuen und frischen Ideen, dass ich selbst beim jetzigen Anschauen wieder dachte: Wau, echt toll, was man in den letzten 20 Minuten noch so alles machen und bieten kann! Haette ich echt nicht mehr erwartet und ein nun folgendes, schnelles Ende ohne weitere Highlights haette dem Film wohl auch keiner uebel genommen. Mann, Mann, Mann. Wann sagt man heute sowas denn noch ueber einen aktuellen Film?

Schauspielerisch gibt es wohl auch kaum was zu meckern. Aus heutiger Sicht grandios ist das

der mit "Nightmare on Elm Strees" in seine Karriere startete. Wer haette damals gedacht, dass aus diesem Jungen in diesem Horrorstreifen mal so eine Persoenlichkeit in der Schauspielerriege entstehen wuerde? Obwohl ich wirklich finde, dass sein ausserordentliches Talent schon hier deutlich zur Geltung kam und er eine durch und durch gelungene Darbietung seiner Rolle zu praesentieren verstand. Es war mir echt ein Genuss, ihn in dieser jungen Rolle zu sehen und irgendwie lies sich ein Erfolg dieses Darstellers zumindest erahnen. Wenn auch sicherlich nicht in diesem Ausmasse. Nochdazu ist er natuerlich Hauptperson DER Szene, die wohl jeden Nightmare-Schauer zu flashen versteht und die mich damals wie auch heute noch voellig in ihren Bann zu ziehen verstand. Wer um alles erinnert sich an diese Szene nicht mehr, egal wie lange das Sehen her ist?

Spoiler

Klar, die Rede ist von der Szene mit der Blutfontaene, die aus dem Bett heraussprudelt als Johnny Depp aka Glen Lantz sein Leben in diesem Film laesst (und die oben erwaehnte, tolle Eimer-Blutauffang-Szene zur Folge hat :D ).

Immer wieder einfach nur ein absolutes Highlight und eine der Szenen, die ich persoenlich wirklich nie vergessen haben und die Nightmare on Elm Street fuer ich charakterisiert. Sagst Du Nightmare on Elm Street, sehe ich sofort diese Szene vor meinem geistigen Auge, fest eingebrannt in die Netzhaut und bis zu meinem Tode sicherlich immer in Erinnerung bleibend.



Eine Schande, dass ausgerechnet diese Szene im Remake keine Neuauflage fand :(


Fuer mich bleibt noch John Saxon erwaehnenswert, der die Rolle des Polizisten und Vaters von Nancy inne hat. Oftmals stoert mich seine arrogant wirkende Art, die er irgendwie vermittelt, passt dies nicht zwingend zu allen Rollen (vor allem Polizisten), die er so spielt. Doch fuer diese Rolle hier hat man (oder er) genau das Mass gefunden, die zu der Rolle passt. Eine gewisse Arroganz und Ueberheblichkeit, verbunden mit dem Geheimnis welches er in sich traegt und dem Versuch, mit seiner Tochter umzugehen.

Und ueber Robert Englund als Freddy Krueger will ich kein Wort und muss man wohl auch kein Wort verlieren. Fuer die Darstellung und Interpretation des Freddy Kruegers hat er sich - verdient - ein lebenslanges Denkmal geschaffen und eigentlich einen Oscar vedient ;)

Liest ueberhaupt noch jemand mit? :p Dann verbleiben nun zum Schluss noch die Szenen, die ich toll oder doof fand:

Spoiler

* Handschuh am Anfang

Gerade beim Erneuten sehen fand ich das Zeigen zu Beginn, waehrend des Vorspannes sehr stimmig

* Das Telefonat mit den Geraeuschen von Band

Ein an sich uralter Gag; aber ich musste trotzdem herzhaft Lachen, als die Geraeusche auf dem Band eben nicht mehr Flughafen sondern sonst was waren. Die Ausreden waren einfach klasse :D

* Seilspringende Kinder und der "1, 2 - Freddy kommt vorbei..." Vers

Gehoert einfach zu Nightmare wie Robert Englund zu Freddy. Etwas, was sich (zum Glueck) durch die gesamte Serie zieht und in seiner Wirkung einfach passt

* Badewannenszene!

Ich find die einfach in vielerlei Hinsicht einfach grandios! Zum Einen nimmt sie eine Standardszene vieler amerkanischer Filme aufs Korn; zum Anderen verdeutlicht diese Szene auch nur wieder grandios den Zusammenhang zwischen Traum und Realitaet, wenn Nancy zwischendurch von Ihrer Mutter durch das Klopfen an der Tuer wieder geweckt wird und die Handschuhe wieder aus dem Wasser gleiten.

* Hut aus Traum

Fuer mich einfach ein weiterer Schachzug, der die Genialitaet des Filmes und seine verschwimmende Grenzen der Wahrnehmungsebnen dokumentiert.

* Das Auto am Schluss :D

So sinnlos ich das Ende ja an sich irgendwie finde. Das Verdeck dieses Wagens ist einfach grandios :respekt:

* Schreit nach Hilfe, keinen interessierts?

Eine der wenigen Szenen, die ich wirklich komplett daneben finde. Ich mein, da ruft Nancy schon ihren Vater an und warnt ihn vor. Und auch wenn er nichts kapiert, steht sie minutenlang da oben am Fenster, schreit sich die Seele nach Hilfe aus dem Leib und keinen interessiert es? Das fand ich einfach im sonst so gelungenen Umfeld des Filmes einfach nur peinlich...


Zitat von Dark Crimson

Nur das bei den ersten Teilen doch recht künstlich aussehende Kunstblut mag nach heutigen Maßstäben eher lächerlich als angsteinflößend wirken


Ganz ehrlich ist mir dieses alte "Kunstblut" um ein vielfaches lieber als dieses neumodische, im Computer generierte Pixelblut, welches wie schlecht in den Film geklebt wirkt oder manchmal in einer anderen Ebene zu spritzen scheint. Wenigstens ist das Kunstblut in der Szene dann da, wo es auch hingehoert und wirkt nicht wie aus einer anderen Welt in den Film eingefuegt...



Klar: Knapp 20 Jahre spaeter hat der Film auch seine Macken und Kanten an der einen oder anderen Stelle. In diesem Fall aber aendert das selbst im Alter nicht viel daran, was hinter dem Film steckt. Dazu braucht es keine Hochglanzoptik oder State-of-the-Art SFX. "Nightmare on Elm Street" ist im Horrorgenre fuer mich das, was Hitchcock im Thriller oder "Casablanca" oder "Vom Winde verweht" im Schnulzenbereich: Unsterblich!

Wer nicht damit aufgewachsen ist, wird hier sicherlich nicht die volle Punktzahl zuecken. Ich bin aber damit aufgewachsen! Und obwohl ich heute weiss, dass noch ein besser Teil kommen wird, waere es unfair, die Geburtsstunde einer Horrorikone deswegen abzuwerten. Für mich gab es, gibt es und wird es nur eine Wertung fuer Wes Cravens Film geben: :10.0: 10/10 Krallenhaenden, rot-gruen-gestreiften Shirts und Hueten!

Fuer mich ists und bleibts ein Meisterwerk der Filmgeschichte.


Mitleid bekommt man geschenkt - Neid muss man sich verdienen
..:: Mein "Filmtagebuch" ::..

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Sidschei am 12.05.2011 13:18.

12.05.2011 13:14
SuicideKing




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:anbet:


DAS nenn ich mal eine Hommage an Nightmare on Elmstreet. Sehr, sehr, sehr gelungen Sid. :up:

Ich besitze dann mal die Frechheit, auch aus meiner Kindheit, damals zu erzählen. Vor ein paar Minuten hatte ich in Scream 4 noch geschrieben, dass dieser Film meine Liebe zum Genre der Slasher begründete. Als ich den Film damals im Kino sah, war ich unschuldige *hust* 15, aber dank meiner Gene schon damals recht groß und mit nem Bart gesegnet. ^^ Aber noch vor Scream hab ich mich aus dem Regal meines Vaters bedient. Er war damals, als er noch fitter war, genau die gleiche Leidenschaft an Filme wie ich heute. Naja, von irgendwoher muss es ja kommen. Also zelebrierte man Sleepoverparties mit ein paar Kumpels, damals noch ohne Alkohol und schaute sich eben ein paar Filme an, die die Freunde at home nicht zu Gesicht bekamen. Eben Freddys kranker Humor, dieses Grinsen im Gesicht, das Spielen mit den Messern faszinierte mich. Aus nem Motoradhandschuh bastellte ich mir nen Freddy Handschuh und erschreckte meine schlafenden Freunde. Das war ein heidenspaß, und den Blödsinn mach ich heute noch ^^.

Wie du schon sagtest, eigentlich ist der erste Teil. der ernsthafteste. Subtil würd ich die Mittel veilleicht nicht nennen, die Craven nutzte. Im Gegenteil, er hat sich selber mal geäußert, dass er damals schon gerne mehr gemacht hätte, aber die Mittel nicht vorhanden waren. Doch wen stört das? Niemanden, denn wenn man bedenkt, was man aus den schon damals bescheidenen Budget gemacht hat, ist schlichtweg grandios. Wie Craven das Haus in eine Albtraumhütte verwandelt hatte und Krueger (damals noch Krueger, danach wurde es Kruger, wahlweise mit doppel G) die Kids peinigen ließ. Herrlich und "traumhaft" Was mir auch in den Ohren liegt, ist das Lied. Diese unverkennbare markante Lied. Wenn man sein Kind hasst, spielt man ihm dieses Lied als kleines Kind vor und sagt Freddy gibt es wirklich. Freddy ist eine Horrorikone, dass seines Gleichen sucht und nicht finden wird. Das klare und eindeutige Böse, die Ausgeburt einer vergewaltigten Nonne. Der erste Teil ist dabei nicht ein mal mein Favorit aber der unglaubliche Auftakt einer perfekten Horrorreihe. (Freddy 7 existiert nicht)


Right in your face buddy, right in your face

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13.05.2011 01:40
Chojin

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Okay, nachdem ich es schon länger geplant hatte, werde auch ich mal zu A Nightmare on Elmstreet meinen Senf dazu geben. Auch deshalb, weil es der allererste Horrorfilm war, den ich gesehen habe, und mich auf diese Weise an meine Kindheit erinnert, die im Großen und Ganzen doch sehr schön war. Zugegeben, ich war damals so um die 10 (oder auch 11) Jahre alt, als ich mir Wes Cravens ultimatives Meisterwerk reingezogen habe. Jeder hier, der diesen Film kennt, wird sich wahrscheinlich denken können, wie die Folgen ausgesehen haben :D Richtig: Ich habe mich die ganze Nacht über nicht getraut, mich schlafen zu legen. Einzig und allen aus Angst davor, von Freddy Krüger zu träumen, und genauso wie Tina, Rod, Glen und Nancy (?) in dem Film zu enden. Was denn, als Kind besitzt man in solchen Dingen nun einmal eine rege Phantasie. Zudem handelt es sich hier um den bislang effektvollsten inszenierten Slasher, den ich bisher gesehen habe. Und ich habe wirklich sehr viel aus diesem Genre gesehen, und bisher gab es in dieser Hinsicht nicht einen Film, der auch nur annähernd A Nightmare on Elmstreet das Wasser reichen konnte.

Nein, wahrhaftig nicht, denn dieser Teenislasher besitzt wahrlich alles, was ein guter Horrorfilm braucht. Das Zusammenspiel zwischen den unschuldigen Kiddys, den teilweise doch sehr beklemmenden Traumsequenzen, der vortrefflichen Musik und der virtuosen Kamera schafft hier eine einzigartige Atmosphäre, die bislang von keinem Slasherfilm der mir bekannt ist erreicht worden ist. Heather Langenkamp spielt die Nancy mit einer derartigen Überzeugungskraft, dass es einem als Filmfreund regelrecht Freudentränen in die Augen treibt. Schade, dass man von dieser Schauspielerin danach nicht mehr allzuviel gehört und gesehen hat. Auch die anderen Darsteller wissen durch ihre Spielfreude zu überzeugen, und machen aus dem Horrorstreifen mit der für diese Zeit durchaus originellen Story ein wahres Meisterwerk des Schreckens. Allen voran Johnny Depp als Glen und Amanda Wyss als Tina. Der erste Film der Nightmare-Reihe wartet dann auch mit einer berächtlichen Zahl an Schockeffekten auf.

Spoiler

Richtig gut gefallen hat mir beispielsweise die Szene, in der Tina in ihrem Traum von Freddy durch den Garten gejagd wird. Der Zuschaer weiß, das Klingenmonster muss irgendwo hinter ihr sein. Aber Nein, mit erschreckender Plötzlichkeit läuft sie ihrem Verfolger direkt in die Arme...

Spoiler

Am besten gefallen hat mir allerdings die Badewannenszene. Wo man schon merkt, dass Nancy bereits eindöst, und dann taucht der Klingenhandschuh aus dem Wasser auf, um das Mädchen in die Tiefe zu ziehen.

Auch an witzigen Dialogen mangelt es nicht. Beispiel:

Spoiler

Nancy bittet Glen, während der Nacht auf sie aufzupassen, falls der Albtraum wiederkommt. Nancy (zu Glen): "Schlaf bloß nicht ein, hörst du?" Glen: "Sag mal, wofür hälst du mich?" Nancy: "Du irrst dich, jetzt kommt nicht das was du denkst!" :rofl2: Oh, Mann, ich hab mich weggelacht!

Der Spannungsfaktor ist ebenfalls weit höher, als man das normalerweise von einem Horrorfilm gewohnt ist. Die ganze Zeit über fragt man sich: Wird die Heldin diese Geschichte überleben, oder muss sie ebenfalls bald im Schlaf dran glauben? Obwohl der Zuschauer es eigentlich wissen sollte... Ich wage mal zu behaupten, hätte jemand anders als Wes Craven diesen Stoff umgesetzt, wäre der Film sehr wahrscheinlich (wenn überhaupt) gerade mal halb so gut geworden. Schon damals fand ich die Thematik faszinierend: Ein Horrorschocker, der sich mit der Angst vor Albträumen auseinandersetzt. Für mich ist Freddy Krüger DAS Sinnbild schlechthin, für alle Monster, Geister und Dämonen, die des Nachts durch unsere finsteren Träume spuken. A Nightmare on Elmstreet ist ein Klassiker, der sich unauslöschlich in mein Bewusstsein eingeprägt hat, und das haben wirklich nur wenige Hollywoodfilme geschafft. Und dies liegt sicher nicht bloß daran, dass es mein erster Horrorfilm war, den ich mir damals nachts heimlich als Kind angeschaut habe.

Und hierfür vergebe ich ein wohlverdientes :max:

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Chojin am 26.06.2011 11:03.

26.06.2011 10:55
YunaAsakura




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Aslooo A nightmare on Elm street hab ich erst letzten Monat das erste mal gesehen und muss sagen das sind die besten Horror Filme aus den USA als andere.

Also der erste Film war ne richtige wucht mal was anderes für einen Slasher Film. Das erste mal mit einem spirituellem Gegner der einen in den Träumen tötet.
Aber freddie wollte sich ja eigentlich nur an der nächsten generation derer Rächen die ihn lebendig Verbrannt hatten.
Sehr interessant fand ich wie Nacy an die Sache mit Freddie rangegangen ist.
Mir schiehn es fast so als hätte der Charakter daran fast Spaß gehabt mit ihrem Peiniger ums leben zu rennen...
Ganz korrekt kann ich mich leider nicht mehr daran erinnern... Kann sein, dass es doch länger als ein Monat her ist als ich es sah...

uhm... ich weiß nicht was genau ich noch dazu sagen/schreiben soll...

Der Gedanke im Traum zusterben fand ich so genial das ich mich keine Ahnung warum schon tierisch aus einpennen gefreut hab... lol?
Ein Einschlaffilm ist es nicht - dafür fand ich einige Zweideutigkeiten (auch wenn es vielleicht nicht viele waren) lustig.
Hab mich fast halbtot gelacht als Freddie Nacy anruft und ihre Lippen ableckt. Da dacht ich auch "WTF!" oder "WTH!". XD
Da brauchte wohl jemand ne Freundin. XDD Aber ganz ehrlich ich hab mich halbtot gelacht bei dem Film.
Gewisse Unmöglichkeiten wo man weiß oder man sich zumindest denkt..."So ein Schmarn aber auch."
LOL Mit am besten finde/fand ich seine Sprüche, die immer 1A reingepasst haben. XD


Also vom 1.Film - vollauf begeistert -> :max:


Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von YunaAsakura am 26.06.2011 21:37.

26.06.2011 20:31
E. Nygma

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Irgendwie schade, dass dieser Kultfilm hier so wenig Beiträge hat. Dabei gibts so viele lustige Sachen, über die man sich unterhalten kann. Ich habe den Film jedenfalls gestern Abend geschaut und dann in der Nacht im Bett gelegen und gehofft, dass ich bloß nicht von Freddy träumen würde. Das wäre echt creepy gewesen. Nun, da ich die Nacht überlebt habe, kann ich auch ein wenig was zu dem Film schreiben.

Zitat von Sidschei

Wer nicht damit aufgewachsen ist, wird hier sicherlich nicht die volle Punktzahl zuecken.

Ich bin nicht damit aufgewachsen (es sei denn im Alter von 19 Jahren ist man immer noch am "aufwachsen"), finde aber trotzdem, dass eine volle Punktzahl vollkommen gerechtfertigt ist. Ich kann aber auch allgemein sehr viel mit dem Charme früher Shlasher-Filme anfangen. Und Nightmare on Elm Street gehört gemeinsam mit Halloween von Carpenter zu einem meiner Lieblinge in diesem Bereich.

Zitat von Sidschei

Das wurde wirklich fantastisch mit kurzen, kleinen Hinweisen immer in Szene gesetzt und kleinste Hinweise weisen den Zuseher immer zusaetzlich noch darauf hin, in welcher Ebene man sich momentan befindet, selbst wenn sie in kurzen Abstaenden hin und her wechseln.

Das fand ich auch klasse. Vor allem, da man dann auch bewusst nach diesen kleinen Hinweisen gesucht hat. Vor allem die Szene in der Schule fand ich am besten, weil man da gerade damit angefangen hat, zwischen diesen beiden Welten zu unterscheiden. Später hatte ich das Gefühl, das am Freddy-Theme aber eigentlich ganz gut erkennen zu können. Nebenbei erwähnt ist dieses Musikstück eines der gruseligsten, die ich kenne. Und toppt da einige klassische Stücke. Es wirkt schon irgendwie schlummrig, wie ein missratenes Einschlaflied. Beim Hören dieses Stückes kann ich definitiv nicht schlafen.

Zitat von Sidschei

Auf der einen Seite die Traumwelt, in der sich das Opfer gerade im Kampf mit Freddy Krueger befindet, auf der anderen Seite die reale Welt, in der das Traumgeschehen von Aussen gesehen wird. Tolle Szenen waren hier:

Spoiler

Die Szene hat mich ehrlich gesagt total schockiert. Ich habe schon gewusst, dass dieser Film nicht umsonst mal ab 18 gewesen ist (und ich habe auch die Version, die so ziemlich unzensiert ist, soweit ich weiß), aber dass es zu sowas kommt hätte ich nicht geahnt. Danach war ich auf die Johnny Depp'sche Blutfontäne jedenfalls bestens vorbereitet. Jedenfalls habe ich einen da einen Moment gebraucht, um zu verarbeiten, was überhaupt los gewesen ist. Und als ich es dann verarbeitet hatte, fand ich es irgendwie genial. Ich weiß nichtmal, was genau ich so genial fand, aber wahrscheinlich war es einfach die Tatsache, dass die Freddy-Träume in diesem Film derartige Auswirkungen auf die Realität haben. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich auf diesen Film so stehe: Es sind Albträume, die mehr oder weniger wahr sind. Sie haben nichtmal wahr zu werden, wie in anderen Träumen, sondern innerhalb dieses Traumes sind sie einfach real. Das finde ich einfach nur umwerfend, das hat mich total fasziniert. Es ist so eine gruselige Grundvorstellung, dass der Albtraum nicht einfach endet, wenn er vorbei ist. Man trägt Narben davon, man hat ihn direkt erlebt. Diese Tatsache war für mich gruseliger als jeder Freddy-Schatten, der plötzlich auftauchte oder jedes Messer, das plötzlich von hinten durchgestoßen kam. Ok, die Szene, bei der Freddy sich aufschneidet und dann Maden rauskommen und das erste Mal, wo das Mädel im Leichensack auftaucht, toppt es dann doch nicht. :fuercht: die Blutfontäne fand ich dann ein wenig amüsant, muss ich gestehen. So viel Blut aus dem Bett spritzen zu lassen ist fast schon wieder zynisch.

Zitat von YunaAsakura

LOL Mit am besten finde/fand ich seine Sprüche, die immer 1A reingepasst haben. XD

Ich nehme an, du meinst Freddy? Ich dachte, in den späteren Filmen soll er noch zynischer/sarkastischer werden? Ich weiß nicht, wahrscheinlich wäre er mir selbst dann nicht sympathisch. Ich finde seine Figur sehr gelungen, aber wirklich Fan von ihm bin ich nicht. Obwohl ich die Bösen oft ziemlich cool finde. Bei Freddy hatte ich das Problem, dass er

Spoiler

nun ja, Kindermörder ist. Vllt klärt sich das auch mit den anderen Filmen, ob er ein klares Motiv oder so hatte. Aber selbst dann würde ich ihn dafür wahrscheinlich verachten. Keine Sorge, so ernst nehme ich das alles nicht und fange an ihn für seine Taten zu hassen oder so. Grundlose Kindermorde sind aber schon etwas, was es mir schwer macht, eine Person oder einen Charakter zu mögen. Trotzdem scheint Freddy aber ziemlich viele Fans zu haben. Ich verurteile da niemanden, aber selbst werde ich wohl nicht so recht Fan von ihm. Das macht den Film aber keineswegs schlechter, ich finde seine Person macht den Grusel in dem Film auch zu einem großen Teil aus. Und ich kann es sehr gut verstehen, dass aus ihm eine derartige Kultfigur geworden ist.
14.08.2013 18:43
Misato




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Zitat von Sidschei

Ist es heute quasi ja oftmals ueblich am Anfang und am Ende zu protzen und in der Mitte irgendeinen gequirlten Leerlauf zu zeigen, um den Film auf 90 Minuten zu strecken, kann "Nightmare on Elm Street" ueber seinen gesamten Film eine permanente Entwicklung aufweisen!

Gestern habe ich die DVD mal wieder eingeworfen. Ich habe keine Ahnung, zum wie vielten Male ich den Film damit gesehen habe, er gehört zu den Filmchen, die ich wirklich sehr oft immer und immer geschaut hab (es wäre ein Thema für sich, die damalige kleinere Auswahl zu VHs Zeiten sorgte für intensiveres Mehrmalsschauen). Und mir war kein Moment auch nur im entferntesten zu langweilig oder ein "ach, macht mal hin ich will zu Szene XY" oder sonstwas. Von Anfang bis Ende perfekt unterhalten. Es gibt in den etwa 87 Minuten (PAL) wirklich keinerlei Leerlauf, dem kann ich nur zustimmen und das macht den Reiz des Films mit aus. Die Teens geben nacheinander zu Alpträume zu haben, es kommt zu Toten, Nancy stellt Nachforschungen an, weigert sich zu schlafen und eckt bei ihren Eltern an und es spitzt sich langsam konsequent zu. Und das Hin und Her zwischen Traum und Realität sorgt für eine kompakte Atmosphäre. :anbet:

Wobei der erste Teil die Linie zwischen Traum und Wachzustand mit am meisten vermischt, dass der Zuschauer wirklich noch miträtseln muss, wie die Gesetzmäßigkeiten funktionieren. Das hilft der ständigen Bedrohung, netterweise ohne übermäßig viel von Freddy selbst zu zeigen. Mitunter das Geheimnis der Effektivität. Wenn man ihn in voller Pracht sieht, ist es ernst, davor bleibt aber immer dieses wohlig ungute Gefühl, was denn genau passiert und sicher ist man sowieso nie, wenn die Äuglein erstmal zufallen.

Spoiler

Hier werden die Ebenen sehr gekonnt vermischt. Es taucht später auch auf, dass man die Opfer als Schlafwandler sieht und ähnliches (Teil 2 fällt mit dem Plot eh aus dem Rahmen), aber hier sind es so viele kleine Dinge. Wenn Nancy in Tinas Zimmer schläft und der Freddy Kopf durch die Wand kommt oder ja, diese Badewannanszene, bei der man mit dem Bild ganz in der Realität zu bleiben scheint, aber es kommt erstmal nur der Krallenhandschuh aus dem Wasser, Nancy begibt sich in der Traumwelt zur Polizeiwache und kann Freddy so beobachten... man kriegt echt dauerhaft was geboten. Und ja, dann solche Sachen wir mit Glen. "Schlaf nicht ein." Und im Traum kommt er dann hinterm Baum hervor, was doch zeigt, dass er selbst schon schnorchelt.

Die Johnny Depp Blutfontäne ist legendär, oh ja. Das ist so ein Moment, wo ich gern in der Zeit zurückreisen würde, um beim Dreh dabei zu sein, wenn sie den Raum falsch herumdrehen und das ganze Zeug die Produktion lahm legt. Verdammt viel Glück gehabt, aber dafür sieht der Shot HAMMER aus. Was ich daran auch so mag ist, dass wir Glens Tod im Grunde nur von außen sehen. Was zur Hölle ist da passiert? Es ist ja auch klar mehr Blut, als so ein einzelner menschlicher Körper haben sollte.
Ich finde es toll, dass Nightmare klar nicht vor Blut zurück schreckt. Tinas Aufschlitzen und dieser lange Todeskampf wird schon deutlich gezeigt und da spritzt es ebenfalls gut rum. Aber wir müssen eben nicht die Gewalt sehen, wie Glen genau zerquetscht wird. Und der Film zieht sich nicht zwischen den Todesszenen selbst. Rods ist zudem total einfach gehalten mit dem Erhängen. Der Tod und die damit verbundene Gewalt sind halt ein Teilelement, aber längst nicht alles. Mir gefallen auch die Szenen sehr, wenn Nancy in ihren Träumen Tina immer in dem durchsichtigen Leichensack sieht. Vor allem, wenn der wie von Geisterhand durch die Schule geschleift wird.

Wenn Nancys Mutter dann mit der Sprache rausrückt, kann man sie teils besser verstehen. Es wird deutlich, dass sie ein Alkoholproblem hat, aber sie ist nicht die klassisch ach so schlechte Mutter. Ich mag es z.B. dass sie Nancy direkt zu einem Spezialisten bringt. Natürlich glaubt man nicht, dass da irgendwer andere in Träumen ermordet. Aber Nancy hat ein Trauma erlebt, sie schläft schlecht/nicht mehr und statt jetzt zu sagen ist halt so, muss sie allein durch, sie bildet sich alles ein, ist ihre Mutter immerhin gewillt ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und nicht mal so das typische Abschieben zum Psychologen. Sie nimmt ihre Tochter durchaus ernst soweit sie kann. Die Geschichte um Krueger belastet sie allerdings eindeutig. Und man muss sich das reinziehen, sie hat all die Jahre den Handschuh aufbewahrt!
Hier ist auch noch der feine Unterschied, dass Krueger deutlich ein Kindermörder ist und jeglicher Plot um sonstige Vergehen rausfällt.

Rods Einführung fällt ein bisschen aus dem Rahmen, aber es ist klar, dass er und Tina eine merkwürdige Beziehung führen, trotz allem sehr beidseitig. Ansonsten ist es angenehm, dass man hier vier normale Teenies hat, die alles andere als blöd sind, aber eben doch Teenager. So wie Glen Musik hört und sich nebenbei das Fernsehprogramm reinzieht. Alles ist ziemlich friedlich und normal.
Und am Ende kriegt natürlich Nancy ihren großen Auftritt. Lesen bilden eben. Ich finde es nicht zu weit hergeholt, dass sie Zugang zu Patronen hat für Schwarzpulver und am meisten gefällt mir ja der Vorschlaghammer. Schade, wäre der Stil nur ein wenig länger. Sie hat einen Plan, gute Selbstverteidigung und alles was fehlt ist jemand, auf den sie sich problemlos verlassen kann. Ein klares Daumen hoch für den Feuerstunt im Keller, der sieht auch nach 30 Jahren einfach super aus. :up:

Ein extra Smiley noch für Nancy, die nicht nur eine Kaffeekanne im Zimmer hat, die ihre Mutter ihr dann wegnimmt, nein, sie hat noch eine komplette Kaffeemaschine in ihrem Nachtschrank versteckt und kann sofort weiter trinken. :anbet:

Die eine Sache, die mich aber doch zum grinsen bringt - diese Palmen im Hintergrund. Alles ist so offensichtlich Kalifornien, nur wird das im Film nie gesagt. Und erst im zweiten Teil kriegt die Stadt ein Gesicht als Springwood und das wird nach Ohio verlegt. :lol:
Unnütze Randinfo: Der Film spielt 1981.

Wenn es da so manche Leute gibt, die bemängeln müssen, dass ihnen Freddy im Lauf der Reihe zu albern wird, naja, bitteschön. Dann soll es wohl nicht sein. Aber wer diesen ersten Teil nicht mindestens in einer Top 5 der 80er Jahre Horrorfilme hat, den könnte ich nur schwerlich ernst nehmen. Die gut genutzte Laufzeit, eine spannend vorgetragene Story, die bei mehrmaligem Ansehen schöne Details bereit hält, die man beim ersten Mal vielleicht nicht so wahrnimmt, gut eingesetzte Effekte, mit denen nicht übertrieben wird, dass sie heute komplett billig wirken und im Kern ein Thema aus dem Alltag - Alpträume halt.
Ich kann gut nachvollziehen, warum der Film zunächst ab 18 war. Es ist schön, dass die Reihe bei der Neubewertung durch den direkten Vergleich teils auf 16 abgesenkt wurde. Momentan ist nur noch Teil 6 auf dem Index, aber 2017 sind die 25 Jahre rum und er wird automatisch neu gesichtet, sollte dann auch durchgewunken werden. Dann dürfte die Komplettbox im Laden auch endlich problemlos erhältlich sein und mal im Preis sinken, die UK Version gibt es eh spottbillig. (Wie albern es doch ist, dass der siebte Teil in den 90ern von Vornherein "nur" eine FSK16 bekam und die älteren Filme auf der bösen Liste hockten. HA.) Jedenfalls ist es aber schön, dass der Horror hier nicht nur aus Blutfontänen und purem Spaß an Todesszenen besteht, sondern eine Urangst dazu kommt, wenn man sich nachts im dunklen Zimmer allein zum schlafen hinlegt - was da alles passieren kann. Per Definition sind Boogeymänner ziemlich fies, aber wie erklärt man der Polizei, dass sie keinen Irren im Wald jagen können?

_____
Randnotiz: Ich mag Fanvideos und hatte mal einen Ordner nur mit "Bring me to Life" von Evanescence, da das für alles herhalten muss. Das Video zur Nightmare Reihe (Teil 1-6) finde ich noch immer sehr ansprechend. (x) Also es gibt viele sehr gute NoES Fanvideos, aber weil's BmtL ist halt...


15.08.2015 19:37
hellspawn




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Hey, endlich hab ich die Gelegenheit meine verstaubte Nightmare on Elm Street DVD Box mal rauszukramen. Jetzt darf nur nicht wieder privat was dazwischen kommen.
Teil 1 hab ich mir jedenfalls eben mal wieder reingezogen und konnte mich erneut von seiner Qualität überzeugen. Diese ständigen Wechsel zwischen Wirklichkeit und Traumwelt sind hier echt gelungen und können einen, wenn man selbst schon leicht müde ist auch wunderbar verwirren. :D
Auch die Horrorszenen sind so richtig schön einfallsreich dadurch, das im Traum ja hat alles merkwürdig ist.

Spoiler

Zitat von Misato

Wenn es da so manche Leute gibt, die bemängeln müssen, dass ihnen Freddy im Lauf der Reihe zu albern wird, naja, bitteschön. Dann soll es wohl nicht sein.


So hab ich eigentlich nie bei den Filmen empfunden. Natürlich wird die ein oder andere Idee in den späteren Filmen etwas überdrehter, aber Freddy spielt gerne mit seinen Opfern, was man ja auch hier im ersten Teil schon gut sieht, auch wenn er sich da noch etwas zurück hält. Die Gasse ist im Traum zu breit, um mit der Messerhand an den Gebäude lang zu fahren? Dann macht man doch mal eben einen auf Mr. Fantastic. Oder er verwirrt Nancy mal eben bei ihren Albtraum in der Schule, indem er sich als Schulmädchen ausgibt. Seine Selbstverstümmelungen sind dann ja auch so eine Sache um die Opfer noch mehr in Panik zu versetzen. Das Zungentelefon war ja auch so eine Sache, bei dem es ihm eher darum ging Nancy noch etwas zu quälen bevor er sie nach ihren Freund holt.
Aber am fiesesten ist ja das Ende. Da denkt Nancy sie hätte über ihn gewonnen und ihre Freunde zurück und dann verwandelt sich das Auto in so eine Art Freddymobil und die Mutter wird durch die Scheibe der Tür gezogen.

Spoiler: "spätere Filme"

Nancy stirbt ja nicht hier, da sie ja in später wieder auftaucht, aber für jemand der den Film zum ersten Mal schaut, muß das besonders fies rüberkommen.


Zitat von Misato

Und am Ende kriegt natürlich Nancy ihren großen Auftritt. Lesen bilden eben. Ich finde es nicht zu weit hergeholt, dass sie Zugang zu Patronen hat für Schwarzpulver und am meisten gefällt mir ja der Vorschlaghammer. Schade, wäre der Stil nur ein wenig länger.


Hehehe, aber auch ohne längeren Hammerstiel muß man Nancy doch sehr loben. Ich fand es gut, das sie zwar ihre Hoffnungen auf andere setzte, wie ihren Freund oder Vater, aber sich auch dafür vorbereitete, falls es nicht so glatt gehen sollte, indem sie sachen wie den Hammer oder die explodierende Glühbirne platzierte. Es wird zwar nicht gesagt, aber sie lernt dazu, als es schon schief ging, als sie zum ersten Mal nach Freddy suchen wollte und ihr Freund neben ihr eingepennt ist. Und selbst da bereitete sie sich mit dem Wecker für den Notfall vor. Wirklich mal eine schön clevere Hauptfigur.

Zitat von Misato

Die Johnny Depp Blutfontäne ist legendär, oh ja. Das ist so ein Moment, wo ich gern in der Zeit zurückreisen würde, um beim Dreh dabei zu sein, wenn sie den Raum falsch herumdrehen und das ganze Zeug die Produktion lahm legt.


So haben die das also gemacht. Das wußte ich gar nicht. Haben wirklich einen gelungenen Effekt damit hinbekommen. Aber eh wirken die effekte auch noch aus heutiger Sicht gar nicht mal schlecht, wie etwa als Freddy aus der Wand kommen will oder der von dir bereits erwähnte Feuerstunt. Tinas Mordszene war auch sehr gelungen, wie sie hoch zur Decke geschleft wird um sie dort dann endgültig zu töten.


Gelungene Horroseffekte für die damalige Zeit, eine sehr ideenreiche und ungewöhnliche Story und ein sehr hohes Tempo machen Nightmare on Elm Street nicht nur wegen der Figur des Freddy Krüger zu einen wirklich guten Film.



Fantasy ist die einzige Waffe im Kampf gegen die Wirklichkeit - Denis Gaultier
17.08.2015 01:37
Misato




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*hihi* Zum Ansehen verführt.

Spoiler

Stimmt, Freddy spielt hier im Grunde recht viel mit seinen Opfern, nur fällt es nicht so dolle auf, wie in späteren Filmen, wenn die Todesszenen länger gezogen sind. Allein dass er Tina einige Nächte heimsucht und halt nicht einfach bei der erstbesten Gelegenheit umbringt, zeigt schon, dass es für ihn Spaß ist und nicht nur Arbeit. Und die anderen haben Freddy ja ebenfalls schon mal im Traum gesehen, aber mehr so von Weitem. Er späht sie langsam aus. Kann man hier vielleicht auch damit erklären, dass er so erst langsam Kraft tankt. Damit er später Dinge bewerkstelligen kann wie etwa Ron aufzuhängen, auch mit dem echten Laken.

Zitat von hellspawn

Und selbst da bereitete sie sich mit dem Wecker für den Notfall vor.

:up: Ha, stimmt, Nancy sorgt wirklich die ganze Zeit recht gut vor. Kurze Zeitfenster müssen reichen, um Freddy zu finden oder andere Informationen in der Traumwelt zu erhalten, aber bloß nicht zu lange schlafen.

Für die Todesszenen von Tina und Glen wurde netterweise dasselbe Set benutzt, da sie einen drehbaren Raum gebaut haben. Dann nur die Kamera richtig positioniert und entweder kann jemand an der Decke lang rutschen oder man kann eine Blutfontäne durch Schwerkraft erzeugen statt mit einer Pumpe. :D Es war zunächst geplant, dass Glen aus dem Bett auch wieder aufsteigt, um seinen Körper dahin zu befördern. Deshalb gibt es lustige Fotos mit einem blutüberströmten Johnny Depp, aber das wurde nicht genutzt. Ich denke, es ist so auch viel effektiver, weil man gar keinen Körper sehen muss, dann kann man sich vorstellen, dass da eben nur noch Matsch übrig ist, weshalb der Leichenbeschauer vor Ort auch das Kotzen kriegt. Ha, dank an YouTube, hier ist noch ein Behind the Scenes Video von den Proben. (x)

Während ich den oberen Post getippt hatte, hab ich den Film nochmal ein wenig mit Audiokommentar laufen lassen. Der Ort, an dem sie für den Heizungskeller gefilmt hatten, wurde kurz darauf wegen Asbestverseuchung geschlossen. Ganz tolle Filmbedingungen. :D


17.08.2015 02:10
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Startschuss für den Nightmare-Marathon :popcorn: Und ein Danke an SuicideKing (der das hier bestimmt liest :twinkle: ) fürs Ausleihen der Box.

Ich habe die Filme in meiner Kindheit x-fach durcheinander gesehen, kann also keine Chronologie mehr herstellen und weiß auch nicht mehr viel. Aber meine kleine Schwester war eingefleischter Freddy-Fan und wir hatten dank RTL2 viele Filme auf VHS. Ich steige mal mit diesem schönen Zitat ein:

Zitat von Sidschei

Mit der Elm Street, Freddy Krueger und den damit verbundenen Alptraeumen verbindet mich persoenlich durchaus etwas besonderes, hat mich die Erfindung von Wes Craven - wie viele andere hier sicherlich auch - in meiner filmischen Entwicklung und Vorlieben wirklich gepraegt und einen Standard an Erwartungen des Genres gesetzt, mit dem ich heute noch vieles vergleiche.


Freddy ist für mich ein Stück Kindheit und war sicherlich wegweisend für mein Horrorfilmfaible. Ich war damals - als Kind - übrigens höchst irritiert ob des deutschen Namens. Ehrlich, ich dachte, das sei ein deutscher Schauspieler, der hier sich selbst spielt und das auf eine... sehr horrorartige Weise. Und mich irritierte das derart, dass ich mit 8 Jahren dachte, das hier sei Hardy Krüger Jr. in einer selbstverfremdeten Rolle :lol: Ich war einfach nur total perplex... Aber es gab auch kein Internet zum Nachschauen, deswegen ging das schon so okay :awe:

Spoiler

Zitat

Eine gewisse Arroganz und Ueberheblichkeit, verbunden mit dem Geheimnis welches er in sich traegt und dem Versuch, mit seiner Tochter umzugehen.


Ich muss sagen, dass es ohne die Arroganz des Vaters erstmal ziemlich langweilig wäre. Das ist eine Sache, die mich etwas stört... Ich würde es besser finden, wenn Freddys Auftreten alleine den Kids vorenthalten bliebe. Das funktioniert eine Zeit lang ja sehr gut, so kriegt Nancys Vater auch erstmal gar nicht mit, dass Rod da aufgehängt wird. Vieles kann man sich selbst nicht erklären. Doch am Ende wird auch der Vater Zeuge davon, wie Freddy auf dem Bett auf die Mutter losgeht. Ich fände es richtig stark, wenn die Eltern all das für reine jugendliche Spinnerei halten würden. Und das über alle Teile hinweg. So kann Nancy ja nach ihrer Badewannenszene auch erstmal gar nicht so recht erklären, was da grade passiert ist und greift zu einer Notlüge. Übrigens ist die Badewannenszene für mich DIE bezeichnende Szene schlechthin, in der Szene steckt tatsächlich eine Menge drin. Auch so ein wenig Sexualität, darauf werde ich in den nächsten Teilen besonders mal einen Blick darauf richten.

Was ich besonders gelungen finde, sind die Teenager. Die hatte ich auch so in Erinnerung, nämlich mit Personality versehen. Also keine namens- und blutlosen Gesichter. Erstmal wirkt es so, als sei Tina die Hauptfigur, muss dann aber für Nancy weichen. Ich mag, wie subtil die Existenz Freddys in den Film kommt. So richtig will erstmal keiner damit herausrücken, dass er schlecht träumt. Nancy glänzt aber auch später vor allem dadurch, dass sie aktiv wird und Freddy Fallen aufstellt. Das ist wohl auch heute noch die absolute Ausnahme, dass ein Opfer so tatkräftig gegen den Widersacher vorgeht. Aber zu diesem Zeitpunkt hat sie auch nicht mehr viel zu verlieren, mit Glen ist der letzte ihrer Freunde gestorben. Sein Tod mit der gewaltigen Deckenpfütze ist übrigens mein zweites Erinnerungsverbleibsel, was schon damals ordentlich Eindruck schinden konnte.

Zitat von E.Nygma

Bei Freddy hatte ich das Problem, dass er nun ja, Kindermörder ist. Vllt klärt sich das auch mit den anderen Filmen, ob er ein klares Motiv oder so hatte. Aber selbst dann würde ich ihn dafür wahrscheinlich verachten. Keine Sorge, so ernst nehme ich das alles nicht und fange an ihn für seine Taten zu hassen oder so. Grundlose Kindermorde sind aber schon etwas, was es mir schwer macht, eine Person oder einen Charakter zu mögen. Trotzdem scheint Freddy aber ziemlich viele Fans zu haben.


Mich stört es nicht, dass er ein Kindermörder ist. Bei den Opfern eines Mörders nach Volljährigkeit zu gehen, gleicht einer Doppelmoral. Zudem muss man hier auch sagen, dass Nancy und co. doch beinahe junge Erwachsene sind. Ich habe gar nicht darauf geachtet, aber die sind doch sicherlich schon um die 16 Jahre alt und somit keine Kleinkinder mehr.



Der Film glänzt mit einer starken Protagonistin und einem charismatischen Antagonisten, zudem ich noch gar nicht viele Worte verloren habe. Tatsächlich kommt der Film stellenweise sogar ohne Freddy richtig gut aus, da man als Zuschauer auch während er nicht zu sehen ist, damit beschäftigt ist, sich Gedanken über ihn zu machen oder ihn auch überall vermutet (da wird nahezu jede Person mit Ringelpullover verdächtig). Hierin steckt auf jeden Fall eine Menge Können und Nightmare ist auf jeden Fall ein starkes Stück Horrorfilmgeschichte :up:

:8.5:
8,5 von 10 Kaffeemaschinen


16.09.2015 23:58
Misato




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Zitat von Voice

Zitat von E.Nygma

Bei Freddy hatte ich das Problem, dass er nun ja, Kindermörder ist. Vllt klärt sich das auch mit den anderen Filmen, ob er ein klares Motiv oder so hatte. Aber selbst dann würde ich ihn dafür wahrscheinlich verachten. Keine Sorge, so ernst nehme ich das alles nicht und fange an ihn für seine Taten zu hassen oder so. Grundlose Kindermorde sind aber schon etwas, was es mir schwer macht, eine Person oder einen Charakter zu mögen. Trotzdem scheint Freddy aber ziemlich viele Fans zu haben.

Mich stört es nicht, dass er ein Kindermörder ist. Bei den Opfern eines Mörders nach Volljährigkeit zu gehen, gleicht einer Doppelmoral. Zudem muss man hier auch sagen, dass Nancy und co. doch beinahe junge Erwachsene sind. Ich habe gar nicht darauf geachtet, aber die sind doch sicherlich schon um die 16 Jahre alt und somit keine Kleinkinder mehr.

Ich denke auch, dass man hier klar unterscheiden muss. Böse Filmfiguren, darf man "gut" finden. Weil sie in ihrer Boshaftigkeit unterhalten können. Und das sagt ja nichts darüber aus, wie man im realen Leben damit umgeht. In dem Sinne ist man dann bei den konservativ besorgten Menschen, die noch dran glauben, dass Gewalt in Filmen und Spielen von sich aus Gewalt in der Realität hervor bringt (die unterstützende Wirkung will ich nicht absprechen, aber das ist nur Beiwerk und kein eigener Grund, wie einige das gern hätten). Schlimm finde ich es dann, wenn solche bösen Charaktere "woobified" werden. Die Suche nach Gründen und sie dann als Opfer ihrer Umstände zeigen und die armen kleinen Spatzis (siehe das Loki Fandom der Marvel Filme). Nein, böse Charaktere sind böse und das kann man zur Unterhaltung gut finden, eben weil es so falsch ist. Am Ende applaudiere ich ja auch, wenn Freddy dann einen auf die Mütze kriegt, denn das hat er klar verdient. Aber wie er sich drum verdient macht ein Hassobjekt des Bösen zu sein - eben kreativ und unterhaltend.

Im Film wird zum Alter glaube ich nicht wirklich was konkretes gesagt. Aber wir haben anderweitige offizielle Quellen, zu den Filmen gibt es sehr viel nette Literatur. Jedenfalls starb Tina hier mit 15 Jahren und Rod und Glen mit 17. Nancy liegt zu diesem Zeitpunkt mit 16 dazwischen und hat das magiche Teeniealter. :D Was man aber mal bedenken muss, und es geht vermutlich schnell unter. Die Eltern aus der Elm Street, die Eltern getöteter Kinder haben sich zu einem Mob zusammen getan. Tina, Nancy, Glen und Rod scheinen Einzelkinder zu sein. Aber sind sie das? Glens Eltern machen sich Sorgen, dass Nancy ein schlechter Einfluss sein könnte (hihi, der nächtliche Telefonanruf, Handys haben alles so sehr verändert), aber auch die beiden waren bei diesem Lynchmob dabei, sonst wäre Freddy nicht interessiert. Wer waren wohl die toten Kinder? Gibt es hier verstorbene Geschwister, die nie erwähnt werden? Diese Frage lässt der Film komplett offen. Und macht alles irgendwie dramatischer. Als Freddy umgebracht wird, sind die Kinder, die wir jetzt sehen, alle noch jung und wären da potentielle Opfer für den lebenden Freddy gewesen. Das erklärt natürlich auch, warum Eltern dann eine Kurzschlussreaktion haben. Aber die Option auf ältere Geschwister, die getötet wurden - ziemlich böse.



17.09.2015 00:40
hellspawn




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Zitat von Misato

Zitat von Voice

Zitat von E.Nygma

Bei Freddy hatte ich das Problem, dass er nun ja, Kindermörder ist. Vllt klärt sich das auch mit den anderen Filmen, ob er ein klares Motiv oder so hatte. Aber selbst dann würde ich ihn dafür wahrscheinlich verachten. Keine Sorge, so ernst nehme ich das alles nicht und fange an ihn für seine Taten zu hassen oder so. Grundlose Kindermorde sind aber schon etwas, was es mir schwer macht, eine Person oder einen Charakter zu mögen. Trotzdem scheint Freddy aber ziemlich viele Fans zu haben.

Mich stört es nicht, dass er ein Kindermörder ist. Bei den Opfern eines Mörders nach Volljährigkeit zu gehen, gleicht einer Doppelmoral. Zudem muss man hier auch sagen, dass Nancy und co. doch beinahe junge Erwachsene sind. Ich habe gar nicht darauf geachtet, aber die sind doch sicherlich schon um die 16 Jahre alt und somit keine Kleinkinder mehr.

Ich denke auch, dass man hier klar unterscheiden muss. Böse Filmfiguren, darf man "gut" finden. Weil sie in ihrer Boshaftigkeit unterhalten können. Und das sagt ja nichts darüber aus, wie man im realen Leben damit umgeht. In dem Sinne ist man dann bei den konservativ besorgten Menschen, die noch dran glauben, dass Gewalt in Filmen und Spielen von sich aus Gewalt in der Realität hervor bringt (die unterstützende Wirkung will ich nicht absprechen, aber das ist nur Beiwerk und kein eigener Grund, wie einige das gern hätten). Schlimm finde ich es dann, wenn solche bösen Charaktere "woobified" werden. Die Suche nach Gründen und sie dann als Opfer ihrer Umstände zeigen und die armen kleinen Spatzis (siehe das Loki Fandom der Marvel Filme). Nein, böse Charaktere sind böse und das kann man zur Unterhaltung gut finden, eben weil es so falsch ist. Am Ende applaudiere ich ja auch, wenn Freddy dann einen auf die Mütze kriegt, denn das hat er klar verdient. Aber wie er sich drum verdient macht ein Hassobjekt des Bösen zu sein - eben kreativ und unterhaltend.


Es muß auch noch gesagt werden, das der Film bei Freddy Krügers Kindermorden in der Vergangenheit, als er noch lebte, ziemlich klug vorgeht, indem sie nicht zu viel darüber preis gibt. Man erfährt er hat die ganzen kleinen Kinder umgebracht, aber nicht wie er es getan hat. Dadurch wird für den Zuschauer ein wirklich überzeugender Grund geliefert, waruzm die Eltern so weit gegangen sind ihn zu verbrennen, nachdem er wegen eines Verfahrensfehlers entlassen wurde.
Gleichzeitig aber wahrt man immer eine gewisse Distanz zwischen seinen Kindermorden und denen an Jugendliche. Da war man sich halt voll bewusst, das der Zuschauer die Figur Freddy verabscheuen würde und den film boykottiert, wenn er auf der Leinwand ein Kind killt. Aber das liegt in der Vergangenheit der Figur und wird nicht gezeigt. Bei Jugendlichen kräht aber halt kein Hahn nach.
Gab es nicht sogar mal eine ungeschriebene Hollywood-Regel für Filmproduzenten, nach der man keine Kinder und Hunde umbringen soll, damit der Film ein Erfolg wird? :D
Das hier zudem auf dieses "woobified" (mußte das Wort erst vom Sinn her ergoogeln :D ) von Freddy verzichtet wurde, muß auch lobend hervorgerhoben werden. Ich finde dadurch hätte er extrem an seiner Wirkung als Filmmonster verloren, wenn auf wirklich herzzereissende Weise erklärt wird, wieso er so ist. Dann lieber präsentieren das er es immer schon in sich hatte und es durch eine schwere Kindheit halt nur raus kam.
So kommt dann bei Freddy auch dieses schöne Gleichgewicht zustande, das Misato anspricht. Man hat unheimlich Spaß mit der figur, aber bejubelt auch gleichzeitig, wenn sie besiegt wird.




Fantasy ist die einzige Waffe im Kampf gegen die Wirklichkeit - Denis Gaultier
17.09.2015 10:17
monty




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Nachdem es hier in den Horrorthreads so aktiv wurde, hab ich meine Freddy Box auch mal wieder entstaubt, und nach etlichen Jahren jetzt mal wieder den ersten Teil gesehen. Kindheitserinnerungen hängen für mich nicht wirklich dran, beim ersten Schauen muss ich mindestens 16 gewesen sein. Damals hatte ich grade einen eigenen Fernseher und weil ich ohne aufgewachsen bin, natürlich kreuz und quer alles geguckt :D Unter anderem auch diesen Film.
Ich fand ihn damals sehr gut, zudem auch gruslig und wurde auch jetzt wieder super unterhalten. Der Grusel hat ein wenig nachgelassen, aber die eine oder andere Szene funktioniert für mich da immer noch ^^

Zitat von Misato

Die Teens geben nacheinander zu Alpträume zu haben, es kommt zu Toten, Nancy stellt Nachforschungen an, weigert sich zu schlafen und eckt bei ihren Eltern an und es spitzt sich langsam konsequent zu. Und das Hin und Her zwischen Traum und Realität sorgt für eine kompakte Atmosphäre. :anbet:
Als ich vorhin kurz einen Blick auf die Laufzeit geworfen habe, hat mich das ziemlich überrascht. Hatte den tatsächlich länger in Erinnerung, obwohl ja nicht viel passiert, das alles recht kompakt erzählt wird und es wirklich keine Längen gibt, die einem das Gefühl vermitteln würden. Jedenfalls eine wirklich runde Sache, die sich auch heute noch sehen lassen kann.

Spoiler

Zitat

Und ja, dann solche Sachen wir mit Glen. "Schlaf nicht ein." Und im Traum kommt er dann hinterm Baum hervor, was doch zeigt, dass er selbst schon schnorchelt.
Die Szene hatte ich genau sorum in Erinnerung. Also dass sie ihm erst sagt, er soll nicht einschlafen, und dann geht's los. Aber grade beim Gucken war es gar nicht so :D Also sie sagt es ihm schon vorher, das erfährt man ja aber erst hinterher. Als Zuschauer bekommt man mit, dass sie ihn darum bittet, ihr beizustehen, während sie nach jemandem suchen geht. Dann gibt's eine Umblende, und wir begleiten sie schon im Pyjama auf der Strasse. Unaufmerksame Zuschauer könnten da zunächst noch denken, die beiden sind wirklich draußen unterwegs.

Zitat

Mir gefallen auch die Szenen sehr, wenn Nancy in ihren Träumen Tina immer in dem durchsichtigen Leichensack sieht. Vor allem, wenn der wie von Geisterhand durch die Schule geschleift wird.
Oh ja, da kann ich mich anschließen. Tina im Leichensack war auch was, das ich immer noch sehr detailliert im Kopf hatte. Andere Szenen hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, aber Tina kommt mir sofort in den Sinn, wenn ich an den Film denke. Ob nun in der Schule, mit massig Blut um sich rum, oder vor Nancys Haus mit dem Schlamm, den Schlangen und dem Tausendfüßer, der ihr aus dem Mund gekrochen kommt.
Ich glaube es war in derselben Szene, also nachdem Nancy im Traumland auf der Wache vorbeigeschaut hat, und nach Hause rennt, da Freddy hinter ihr her ist. Als sie auf die Türe zurennt, springt Freddy hinter einem Baum hervor, der viel zu klein ist, ihn komplett zu verdecken. Ob mir das schonmal aufgefallen war? Konnte mich nicht dran entsinnen, fand es aber genial, weil mit so einer Kleinigkeit auch wieder schön rüberkam, dass man sich im Traum auf keinerlei phsikalischen Gesetze und dergleichen verlassen kann.
Gefiel mir beinahe so gut, wie die bodenlose Badewanne.
Und wo ich damit thematisch schon fast beim "Spielen" mit den Opfern angelangt bin: sonderlich viele Sprüche klopft Freddy hier ja noch nicht, aber dass es ihm nicht nur drum geht, sein Opfer eben tot zu sehen, wird schon deutlich. Angst und Schrecken verbreiten funktioniert halt auch nur bei lebendigen Leuten, wenn er sie also alle schnell abmurkst, hat er nichts mehr zur Unterhaltung. Aber wie er ihnen eben Angst einjagt, bevor es ans Eingemachte geht, hat echt was. Neben der Badewannenszene konnte ich mich noch sehr gut an das Freddyphon erinnern. An sich ja schon gruslig, wenn das klingelt, obwohl es nicht eingesteckt ist, aber dann nicht nur Freddy zu sprechen, sondern von ihm angesabbert zu werden :fuercht: echt eklige Szene. Wenn ich nicht selbst kurz eingeschlafen bin, und das geträumt habe, wurde das ja sogar noch von einem Schmatzgeräusch begleitet.
Dass er da noch sagt "I'm your boyfriend now" *schüttel* Ja, da ist schon so ein bisschen was von dem Sprücheklopfer vorhanden, aber insgesamt wird er doch noch etwas düsterer dargestellt und ernster genommen.

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Aber Nancy hat ein Trauma erlebt, sie schläft schlecht/nicht mehr und statt jetzt zu sagen ist halt so, muss sie allein durch, sie bildet sich alles ein, ist ihre Mutter immerhin gewillt ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
An sich verhält sich ihre Mutter völlig normal, für eine Mutter deren Tochter sich so seltsam benimmt. Sie versucht ja auch schon, irgendwie zu helfen, bevor es so schlimm wird, mit den Träumen. Kleinigkeiten eben, wie die warme Milch und sowas. Da kann man ihr eigentlich nichts vorwerfen, erst recht nicht, dass sie nicht an einen Traumkiller glaubt. Wenn man dann noch bedenkt, dass sie Teil des Lynchmobs war, könnte man den Gedanken noch weiterspinnen, dass sie vielleicht gerade darum erst recht nicht glaubt, was Nancy erzählt. Die könnte als kleineres Kind am Rande was mitbekommen haben, was sie jetzt, aufgerüttelt durch den Mord an Tina, in ihren Träumen verarbeitet.
Dass sie dann im Schlaflabor den Hut hervorzaubert, ist natürlich nochmal was anderes, schließlich hatte sie nichts bei sich, um den Hut drin zu verstecken, aber Menschen sind stur, und ich denke mal, ich würde da auch nicht gleich an Übernatürliches glauben :D
Das Alkoholproblem der Mutter war eigentlich auch ganz gut eingebaut. Macht sie jetzt auch nicht unsympathischer, und man kann sich ja auch denken, woher sie das hat. Dass die Eltern geschieden sind, könnte ebenso mit dem Lynchmord zusammenhängen, wenn einer der Beiden, in dem Fall wohl die Mutter, das halt nicht gut wegsteckt.

Zitat

Und am Ende kriegt natürlich Nancy ihren großen Auftritt. Lesen bilden eben.
Ich wusste gar nicht mehr, dass sie ein Buch dazu gelesen hatte. Sondern war davon ausgegangen, dass sie sich als Polizistentochter halt damit ein wenig auskennt xD Jetzt beim Schauen war es aber schon nett, das auch noch erklärt zu kriegen.

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Ich denke, es ist so auch viel effektiver, weil man gar keinen Körper sehen muss, dann kann man sich vorstellen, dass da eben nur noch Matsch übrig ist, weshalb der Leichenbeschauer vor Ort auch das Kotzen kriegt.
Also wenn man sich die Bilder anschaut, ja, dass man ihn nicht nochmal zu Gesicht bekommt ist definitiv besser. Da ginge sonst echt was verloren. Allein der Kommentar, dass der Leichenbeschauer eben im Bad ist, weil er nach dem Anblick kotzen musste, lässt doch ganz andere Bilder vor dem inneren Auge des Zuschauers aufflackern. Da kann so ein leicht blutverschmierter Johnny Depp wahrhaftig nicht mithalten.

Zitat

Im Film wird zum Alter glaube ich nicht wirklich was konkretes gesagt.
Man hört nicht von jedem das Alter, aber dass Tina 15 ist, wurde irgendwo erwähnt. Frag mich jetzt aber nicht mehr nach der Szene... oder der Person. Vielleicht war sie es sogar selbst. Oder ihre Eltern? Aber die anderen wurden nicht näher eingegrenzt.

Zitat von hellspawn

Man erfährt er hat die ganzen kleinen Kinder umgebracht, aber nicht wie er es getan hat.
Im Grunde erfährt man nichtmal, ob das wirklich kleine Kinder waren, Nancys Mutter erwähnt nur, dass es an die 20 Kinder aus der Nachbarschaft waren. Können jünger als unsere Protagonistin gewesen sein, könnten aber ebenfalls schon Teenies gewesen sein. Man weiß es nicht.

So, was ich noch lobend erwähnen will, ist dann das Make-Up. Zum einen natürlich Freddy, der im Lauf der Reihe noch einige Wandlungen mitmachte. Hier gefielen mir seine Verbrennungen noch mit am Besten, weil sie erstens noch nach Verbrennungen aussehen (später gibt es mal ein Design, das ich gar keiner wirklichen Verletzung zuordnen könnte, es sieht einfach nur gekünstelt aus) und man zweitens nur wenig davon zu Gesicht bekommt. Freddy taucht ja oft im Schatten auf, hat den Hut tief ins Gesicht gezogen, oder ist von irgendwas anderem verdeckt. Dadurch wird die Maske nicht überstrapaziert und wirkt einfach besser, als wenn man sie dauernd deutlich sehen würde.
Dazu kommen noch die Make-Up Effekte, wie die bereits von anderen erwähnten Selbstverstümmelungen (kannte ich aus dem Fernsehen nicht, da war das geschnitten) und natürlich auch Tinas Verletzungen und Leichensack-Tinas Aussehen. Auch das hat sich ganz gut gehalten. Irgendwer meinte, das Blut sehe zu gekünstelt aus, aber daran störe ich mich so gar nicht.
Was mir aber gerade richtig aufgefallen ist, ist die Maske von Nancy. Ich weiß gar nicht, wie alt Heather Langenkamp war, als sie die Rolle spielte, aber sie sieht tatsächlich überzeugend jung aus, was unter anderem daran liegen dürfte, dass ihr Gesicht durch den Mangel an Make-Up schon kindlicher wirkt. Die Augenbrauen sind nicht gezupft, sie trägt keinen Lidschatten, keinen Lidstrich, keinen Mascara, keinen Lippenstift, keine Grundierung. Das hebt dann auch die Augenringe, die sich mit der Zeit zeigen, umso besser hervor.
Ähnlich minimalistisch war ja Rods Make-Up, nachdem er aufgehängt wurde. Man sieht schon, dass er blass ist, und es gibt den Striemen am Hals, aber das war's auch schon. Schön subtil.

Ein sehr gelungener Auftakt zu einer tollen Reihe :)


23.09.2015 21:35
hellspawn




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Zitat von monty

Im Grunde erfährt man nichtmal, ob das wirklich kleine Kinder waren, Nancys Mutter erwähnt nur, dass es an die 20 Kinder aus der Nachbarschaft waren. Können jünger als unsere Protagonistin gewesen sein, könnten aber ebenfalls schon Teenies gewesen sein. Man weiß es nicht.


Jetzt wo du es sagst. Da wird tatsächlich dem Zuschauer überlassen sich vorzustellen welches Alter die Opfer hatten. Aber ich denke das jeder bei Freddy als Menschen sofort daran denkt, das die Kinder noch sehr jung waren. Unterstützt wird dies ja auch durch die vielen Kinder die immer in seinen Traumwelten vorkommen und dort rumspielen, Seilhüpfen und das Freddy-Lied singen. Da könnte man sogar spekulieren ob es ihn möglich war, das er an die Seelen seiner Opfer vor seinen Tod und der Verwandlung herankommen konnte. Er kann sie natürlich auch selbst kreirt haben, nach seinen persönlichen Vorlieben. Aber das manchmal sowas wie eine Warnung vor Freddy von ihnen kommt, läßt mich ein wenig dran zweifeln. Außer das gehört zu seiner Art, schon langsam die Panik seiner jetzigen Teenieopfer zu schüren, indem er vor sich selbst warnen läßt.

Zitat von monty

An sich verhält sich ihre Mutter völlig normal, für eine Mutter deren Tochter sich so seltsam benimmt. Sie versucht ja auch schon, irgendwie zu helfen, bevor es so schlimm wird, mit den Träumen. Kleinigkeiten eben, wie die warme Milch und sowas.


Von den Eltern der Kids verhält sie sich wirklich noch mit am fürsorglichsten. War wirklich schön sie durch ihre Hilfsversuche nicht zu einen völlig unsympathischen Charakter werden zu lassen, den man dann erst recht vorwirft ihre Tochter aus völliger sturheit in Gefahr gebracht zu haben.
Wenn ich da an andere Exemplare in der Reihe denke, wie ein gewisses Elternteil in Teil 2.... :fuercht:


PS: Ich wäre ja, nach der ganzen Aktivität, innerhalb der Freddy Threads, dafür Digital Nippon -Feels like home in Digital Nippon- Freddys Home umzubennen. :D



Fantasy ist die einzige Waffe im Kampf gegen die Wirklichkeit - Denis Gaultier
27.09.2015 21:48
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Nachdem ich ja mit A Nightmare on Elm Street (2010) meinen ersten Kontakt mit Freddy hatte und dann mit Freddy vs Jason einen Film der an Fans der beiden Horrorikonen gerichtet war, sollte ich doch mal das Original mir anschaut. Endlich hat es auch mal geklappt, dass ich den Film mir per Fernleihe ausleihen konnte. *Strikepose*

Zitat von Sidschei

Schauspielerisch gibt es wohl auch kaum was zu meckern. Aus heutiger Sicht grandios ist das der mit "Nightmare on Elm Strees" in seine Karriere startete. Wer haette damals gedacht, dass aus diesem Jungen in diesem Horrorstreifen mal so eine Persoenlichkeit in der Schauspielerriege entstehen wuerde?

Ich gestehe, ich hab am Anfang nicht wirklich mit gelesen, wer damit macht. Daher habe ich bei Glen echt lange überlegt, warum mir das Gesicht irgendwie bekannt vorkommt. Hab dann echt nachgeschaut und siehe da: Johnny Depp O_O

Von der Handlung her, war ich echt überrascht, dass Tina nicht die Hauptperson ist.

Spoiler

Ich hab einfach nicht damit gerechnet, dass sie so schnell stirbt und dann vor allem schon so spektakulär! Fand es übrigens von Nancy nicht dumm, dass sie Rod selber auch verdächtig, da es ihr komisch vorkommt, dass er nicht gemerkt hat, dass da noch jemand unter der Bettdecke ist.

Dass die Traumszenen hier gut mit den Wach-Szenen gemischt werden, hat mir gut gefallen. Vor allem als Nany im Traum sieht, wie Freddy in Rods Gefängniszelle ist, aufwacht um ihm Gefängnis nach dem Rechten zu sehen und währenddessen Rod schon erwürgt wird, während er anfangs noch schlief.

Zitat von Misato

Die Johnny Depp Blutfontäne ist legendär, oh ja. Das ist so ein Moment, wo ich gern in der Zeit zurückreisen würde, um beim Dreh dabei zu sein, wenn sie den Raum falsch herumdrehen und das ganze Zeug die Produktion lahm legt. Verdammt viel Glück gehabt, aber dafür sieht der Shot HAMMER aus.

Die Szene war wirklich der Hammer, vor allem wenn man bedenkt, wann sie gedreht worden ist! Um Glen selber ist es aber fast nicht schade, denn er hört Nany nie richtig zu. Vor allem gibt er versprechen und hält sich nicht dran. Heftig finde ich übrigens, dass das Blut sogar durch die Decke ins Wohnzimmer tropft. Oder der Kommentar der den Sanis zugerufen wird: ihr braucht keine Trage sondern einen Eimer!

Zitat von Misato

Ein extra Smiley noch für Nancy, die nicht nur eine Kaffeekanne im Zimmer hat, die ihre Mutter ihr dann wegnimmt, nein, sie hat noch eine komplette Kaffeemaschine in ihrem Nachtschrank versteckt und kann sofort weiter trinken.

:rofl2: Herrlich! Wobei ich es übertreiben fand, wie lange sie schon wach sein sollte. Da gefiel mir die Neuauflage besser, da man einfach weiß, dass das Gehirn aber 72 Stunden es nicht mehr aushält und dich dazu zwingt Sekundenschlaf zu machen. Aber nun gut!
Was Nancys Mutter angeht, fand ich es übrigens gut, dass sie mit ihrer Tochter zu diesem Schlafzentrum geht. Sie nimmt das Ganze also schon ernst, bis zu einem gewissen Grad. Auch wenn die Gitterstäbe nun wirklich eine dumme Idee waren, denn wenn halt mal ein Feuer ausbricht, sitzt man fest. Und siehe da: Feuer kann so einfach entstehen!

Zitat von Misato

Und am Ende kriegt natürlich Nancy ihren großen Auftritt. Lesen bilden eben. Ich finde es nicht zu weit hergeholt, dass sie Zugang zu Patronen hat für Schwarzpulver und am meisten gefällt mir ja der Vorschlaghammer.

MacGyver und Kevin alleine zu Hause lassen grüßen XD Ich war echt überrascht, dass sie so weit mitdenkt. Gut das mit dem Schießpulver ist vielleicht etwas übertrieben.


Fazit:
Dass der Film Kultstatus hat, wundert mich jetzt nicht mehr. Er hat ein paar sehr markante Szenen, die einen vor allem in seinen Bann schlagen, wenn man weiß, wie alt der Film sogar schon ist. Von mir gibt es
:8.0: Kaffeemaschinen


29.01.2017 09:30
Misato




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Zitat von Akatsuki03

Endlich hat es auch mal geklappt, dass ich den Film mir per Fernleihe ausleihen konnte. *Strikepose*

:clap: Freut mich, dass dir der Film gefallen hat. Vor allem, da du vorher mit den anderen beiden neueren Filmen so einen anderen Eindruck gehabt haben musst. Ich weiß ja nicht, ob da noch Interesse an der weiteren Reihe besteht. In jedem Fall kann ich dazu raten zumindest Teil 3 eine Chance zu geben, da dieser an die Ereignisse anschließt und bei den meisten Fans mit den neuen Charakteren und der Erweiterung der Traumwelten extrem punkten kann. Ich hab an allen Filmen Spaß gefunden, mit Ausnahme von Teil 2, aber ich sehe da auch ein, dass sie nicht so mitreißen können. Vor allem ohne Nostalgiebrille haben sie es schwer. Aber 1+3 gemeinsam sind schon klasse und Speerspitze der 80er Slasherwelle.

Spoiler

Zitat

Von der Handlung her, war ich echt überrascht, dass Tina nicht die Hauptperson ist.

Uh, das ist cool. Das hätte Wes Craven wahnsinnig gefreut nochmal hören zu dürfen, denn genau das war seine Absicht. Diese Einführung einer Person, die dann eben doch nicht die Hauptfigur ist und verstirbt. Heute gibt es sowas ja immer noch manchmal, aber man hat schon so ein Teaser Gefühl und weiß es meist instinktiv, wenn jemand zu Beginn als kleiner Schock sterben soll. Tina ist noch lange munter dabei und übernimmt die komplette Einleitung. Ich wünschte ich wüsste noch, wie das auf mich gewirkt hat. (In "Scream" kam Craven auf diese Spielerei zurück.)

Zitat

Da gefiel mir die Neuauflage besser, da man einfach weiß, dass das Gehirn aber 72 Stunden es nicht mehr aushält und dich dazu zwingt Sekundenschlaf zu machen. Aber nun gut!

Schlafentzug ist nicht umsonst eine Foltermethode. Da hast du klar Recht, da muss man einfach mal ein Auge zudrücken und es dem Film erlauben zu übertreiben, um Nancys Situation darzustellen. Es gibt diesen Weltrekord mit den 11 Tagen nicht schlafen wirklich, da hat Nancy eben auch einen Lauf...



29.01.2017 13:03

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