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Kurzfilme (animiert)  
Misato




Rebel Scum
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Kurzfilme (animiert)       

Hier ein Thread für animierte Kurzfilme. Das soll kein Sammelbecken für YouTube Videos werden! Es sollte schon um Produktionen gehen, die man z.B. bei ARTE (Kurzschluss) oder speziellen Portalen sieht, Vorfilme oder DVD Extras. Ich mache den Anfang gleich einfach mit den fünf Nominierten der diesjährigen Oscarverleihung. Naja vier, der japanische Gewinner "La Maison en Petits Cubes" hat einen eigenen ->Thread<-.


Lavatory Lovestory



"Ubornaya istoriya - lyubovnaya istoriya" ist ein 10minütiger Film aus Russland, der eine "Klofrau" zeigt, die heute einen nicht ganz alltäglichen Arbeitstag hat. Sie findet Blumen in ihrem Geldglas und möchte wissen, von wem diese wohl sind. Einfache Zeichnungen, aber dank der Gesichtsausdrücke kriegt man mit, was der Dame grade durch den Kopf geht. Die Farben der Blumen stechen natürlich besonders hervor. Es ist zwar nicht zum brüllen komisch, aber ein bisschen Humor wurde eingebaut, vor allem die beschwingte Putzaktion fand ich nett. Warum dieser Film es genau in die engere Wahl für die Oscarnominierten geschafft hat, verstehe ich allerdings nicht, den dem Film fehlt so ein letzter Funk, um ihn besonders zu machen. Die Schlichtheit sagt mir allerdings zu, weil das einfach gut in die Umgebung passt.

Spoiler

Das Schild am Ende bedeutet übersetzt in etwa "neuer Mitarbeiter ab sofort gesucht". Vielleicht wäre es auch interessant gewesen, wenn sich das Liebesspiel über mehrere Tage gezogen hätte.


Oktapodi



Dieser französische CG Film, der nur knapp zwei einhalb Minuten dauert, ist die Abschlussarbeit (!) von sechs Studenten. Als ich erst nur das Bild sah, dachte ich nicht, dass ich doch so laut würde lachen müssen. :D Großen Anteil hat sicherlich die sehr gut eingesetzte Violinmusik. Zwei Tintenfische schwimmen verliebt in ihrem Becken, dann greift ein Verkäufer sich das rosa Exemplar (ich sage mal das Weibchen) und wird verpackt. Das Männchen, orange, springt entsetzt hinterher und verfolgt den Wagen. Schnell, spaßig und das Ende ist einfach gelungen.

Spoiler

Allein die Mimik von Rosa, wenn der Vogel mit Orange davon fliegt, ist einfach goldwert. :D

Durch die Kürze läd das auch sofort zum noch mal schauen ein. ^^

This Way Up



Zwei Bestattungsunternehmer sollen einen Sarg abliefern und erleben in knapp 9 Minuten eine sehr skurrile Odyssee. Diesem englischen Film hätte ich den Oscar nach "La Maison" am meisten gegönnt, weil hier so viele Ideen drin stecken. Erst so eine Kleinigkeit wie der vergessene Hut, dann wird mit dem Fensteröffner gespielt und schließlich wird eine höchst bizarre Ereigniskette in Gang gesetzt, der die beiden nicht entkommen können. Super! Die finsteren Minen und die düstere Musik sind dazu das i-Tüpfelchen.

Spoiler

Als der Stein aufs Auto kracht musste ich lachen und als die beiden dann kurz vorm Grab getroffen werden nochmal sehr viel lauter. Dieser Mardi Gras Tanz in der Unterwelt hat mich etwas an "Corpse Bride" erinnert. :D Und wie makaber ist es denn, dass sie die Leiche auf die Straße schmeißen, um ein Auto anzuhalten. :lol:

Absolut britisch!

Presto!



Der fünfte nominierte Film gehört zu einer langen Liste von Werken, stammt dieser schließlich von den Pixar Studios (und ist damit der US Beitrag). Der Vorfilm zu "WALL-E" ist sicher der bekannteste der fünf gewesen und hey, den hab ich auch im Kino gesehen. Slapstick-Kracher! Mit Hilfe zweier Hüte kann ein Magier sein Publikum beeindrucken und die große Nummer ist natürlich den Hasen hervor zu zaubern. Dieser hat aber Hunger und will einfach nur seine Möhre und um diese zu bekommen lässt er den Magier auflaufen. :D Technisch ist das natürlich auf dem höchsten Stand, deswegen läuft Pixar hier für mich auch außer Konkurrenz. Ich finde es insgesamt toll, dass sie den Vorfilm wieder salonfähig gemacht haben und das auch treu verfolgen. Bei "Presto" ist die Niedlichkeit des Hasen natürlich erstmal umwerfend, aber dass der es dann noch faustdick hinter den Löffeln hat, ist besonders süß. :D Es sind tolle Ideen bei, wie man mit den zwei Hüten allerlei Unsinn anstellen kann. Macht auf DVD nochmal genau so viel Spaß. ^^

Und wenn ich schon dabei bin, ein paar andere Pixar Shorts:

Boundin' - Ein Schaf ist von der Wolle



Der Vorfilm zu "The Incredibles" aus dem Jahr 2003 und mein persönliches Pixar Lowlight. Ein Schaf liebt seine Wolle, hüpft fröhlich rum, wird geschoren und ist dann depressiv. Das war wohl der Versuch nochmal mit der Moralkeule zu kommen oder so, keine Ahnung. Ich finde den Song furchtbar, der Unterhaltungswert geht gegen null. Natürlich gibt es auch Kurzfilme mit Moral und es muss gar nicht immer lustig sein, aber von Pixar erwarte ich nun mal vor allem Spaß. >.<

For the Birds



Als der vor "Monster AG" lief, haben wir uns im Kino ausgeschüttet und ich tue es noch, wenn ich ihn sehe. :up: Es sitzen einfach ein paar Vögel auf einem Telefonkabel, die machen sich lustig über einen krassen Außenseiter und der merkt das nicht und rückt ihnen nicht mehr von der Pelle. Das ist sicher kein Meilenstein für das Jahr 2001, weder in der Technik, noch der Erzählkunst oder irgendeiner verborgenen Geschichte. Aber es macht Spaß dieses dämliche Vieh zu sehen und wie es am Ende abgeht. :rofl:

Geri's Game



Dieser CG Film ist von 1997 und gewann im Jahr drauf einen Oscar. Absolut verdientermaßen! In knapp vier Minuten spielt ein Mann Schach gegen sich selbst. Und das ist absolut top anzusehen. Es geht langsam los, man sieht, wie Geri erst auf einer Seite zieht, sich langsam erhebt, rüber schlurft und dann zu seinem eigenen Gegner wird. Das wird solange gesteigert, bis man nur noch seine Mimik sieht und daran erkennen kann, welche Seite dran ist. Eine tolle Leistung, weil die Gesichtszüge einfach genial gestaltet sind. Auf alle Fälle ein wichtiger kleiner Kurzfilm, der den Weg für wirklich gute CG Filme mit glaubwürdiger menschlicher Darstellung schon angezeigt hat. Den gibt's hier auf der DVD "Das große Krabbeln" als Extra. :) Einer meiner absoluten Lieblinge.

Knick Knack



Bereits 1989 hat Pixar sich an kleinen Kurzfilmen zu schaffen gemacht und zeigt hier den sehr amüsanten Ausbruchsversuch eines Schneemannes aus seiner Schneekugel. Regisseur John Lasseter schenkte uns später mit "Toy Story" den ersten abendfüllenden computeranimierten Spielfilm. Hier sieht man auch schon viele Spielzeuge rumstehen und in der Kürze weiß das Filmchen zu gefallen. Wurde für "Findet Nemo" wieder rausgekramt (ich erinnere mich, den auf der Leinwand gesehen zu haben).

Lifted



2006 produziert und mit "Ratatouille" im Kino zu bewundern gewesen. Sehr schöner Blödsinn, in dem ein Raumschiff ein Farmhaus heimsucht und den Menschen zu entführen versucht. Sehr umständlich, etwas glücklos, denn an den Schaltern sitzt ein junges Alien, das den Dreh noch nicht raus hat. Ein Azubi-Lehrfilm sozusagen. :D Ich find's besonders gelungen, wie hier mit sowas abstrusen wie einer Alienentführung Humor eingebracht wird.

Luxo jr.



Der Film, mit dem alles begann. Die kleine Lampe Luxo Junior sollte jedem bekannt sein, der schon mal einen Pixarfilm gesehen hat, denn sie wurde zum Logo des Studios. 1986 (!) entstand dieses kleine Werk von einer Lampe, die mit einem Ball spielt. Es ist wirklich bewundernswert, wie hier Emotionen dargestellt werden. Ohne ein Gesicht, aber doch durch die "Körperhaltung". Außerdem sind die Licht- und Schattenspiele ziemlich beeindruckend. Niedlich und irgendwie ein kleines Meisterwerk. Zu sehen auf der "Toy Story" DVD.

Es gibt noch mehr aus dem Studio, aber vielleicht, will da jemand anderes was zu sagen? Ich habe noch zwei Kurzfilme, die ich unbedingt nennen muss:

Genr e und Rejected



Beide Filme stammen vom großartigen Don Hertzfeldt. :anbet: Was aussieht, wie banale Strichmännchen ist einfach bitterböse Genialität. In "Rejected" (2000) geht es um fiktionale Werbung, die eben von den vermeintlichen Auftraggebern nicht genommen wurde. Kein Wunder, darin ertrinkt jemand in seinem eigenen Blut ("My anus is bleeding") und ein paar Leute mit Silly Hats schlagen einen Mann mit normalen Hut zusammen. Wenn man es sieht, ist es tatsächlich lustig. :D Der war immerhin oscarnominiert. Aber sein Meisterstück ist "Genr e". Eigentlich war es einfach nur seine Abschlussarbeit, aber dieses Ding sucht für mich noch seines gleichen. Man sieht einen kleinen Hasen, der eigentlich nichts böses plant, der dann gepiesackt wird (Ohren abreisen, schönes interagieren mit der Hand des Zeichners) und plötzlich ziemlich viele Geners durchleben muss. Romance oder Science Fiction ist ja kein Problem, das steigert sich aber bis zum Porno Disaster und außerdem gibt es auch radioaktive Ebola Karotten. :lol: Ansehen, unbedingt ansehen! "Itchy&Scratchy" hätten ihre reinste Freude dran. :D


29.04.2009 01:01
TweeThr




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Peter & the Wolf (2006)
Regie: Suzie Templeton
Musik: Sergei Prokofiev
Laufzeit: 32 Min (29 Min NTSC)
Auszeichnungen: Academy Awards, Annecy International Animated Film Festival, British Animation Awards, Krok International Animated Films Festival, Rose d'Or Light Entertainment Festival

Das ist nicht die Geschichte von dem Hirtenjungen, der die ganze Zeit 'der Wolf ist da, der Wolf ist da' ruft, sondern ein musikalisches Märchen von Sergej Prokofjew, der sowohl die Geschichte als auch die Musik schrieb. An dieser Umsetzung hat Suzie Templeton fünf Jahre gearbeitet und einen visuellen beeindruckenden Stop-Motion Film hergestellt. Der Kurzfilm kommt ganz ohne Sprache aus und wird stark von der Musik gesteuert, die einen großteil der Emotionen vermittelt. Story-technisch ist der Film sehr einfach gestrickt und bietet Charaktere, an die man sich erinnert. Visuell und akustisch gesehen ist der Film ein Meisterwerk.

Bilder

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Vincent (1982)
Regie: Tim Burton
Laufzeit: 6 Min
Auszeichnungen: Audience Award

Ebenfalls ein Stop-Motion Film... diesmal von Tim Burton und wie es nicht anders zu erwarten ist, glänzt dieser Film wie üblich durch seine visuelle und groteske Weise. Das Scheinwerferlicht fällt auf Vincent Malloy. Einem Junge, der nicht wie andere Kinder ist. Er stellt sich gerne vor, er sei Vincent Price. Zufälligerweise wird auch die Geschichte erzählt von Vincent Price. Dieser Kurzfilm unterhält vor allem durch seine erfrischend andere Darstellungsweise. Eine Darstellungsweise, die die meisten heutzutage durch 'Nightmare before Christmas' oder 'Corpse Bride' kennen. Toller Film... Daumen hoch!
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The Sandman (1991)
Regie: Paul Berry
Laufzeit: 10 Min
Auszeichnungen: Hiroshima International Animation Festival, Ottawa International Animation Festival

Um ehrlich zu sein... vor diesem Film hatte ich keine Ahnung, wer der Sandmann wirklich ist. Ich hatte die Vorstellung von einem liebenswürdigen und alten Mann, der Kindern beim Einschlafen hilft. Eine Vorstellung, die mir das deutsche Fernsehen durch die kurzen Sandmännchen Episoden vermittelt hat. Aber in diesem Kurzfilm geht es nicht um das Sandmännchen, sondern um den Sandmann und der ist einbisschen anders. Nach diesem Film konnte ich nicht mehr meine Augen schließen, lag mit offen Augen im Bett und konnte nicht einschlafen. Jeder der den echten Sandmann nicht kennt und diesen unbedingt kennenlernen will, empfehle ich diesen Kurzfilm von Paul Berry. Aber blocß nicht vorher informieren, wer der Sandmann ist!
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Harvie Krumpet (2003)
Regie: Adam Elliot
Laufzeit: 23 Min
Auszeichnungen: Oscar und 17 weitere Auszeichnungen gewonnen

Harvie Krumpet hatte keine einfache Kindheit und hat einige unschöne (aber lustige) Macken. Zum Beispiel hat er die Gewohntheit, dass er jedem Menschen, dem er begegnet, einfach so auf die Nase fasst - absolut ohne Grund. Dieser Kurzfilm erzählt in satirischer Form das Leben von Harvie Krumpet, der nicht immer ein einfaches Leben hatte, aber damit zufrieden ist. Dieser Film vereint Drama- und Comedy-Elemente auf grandiose Weise und macht ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zahlreiche Auszeichnungen sprechen für sich. Meine Empfehlung: Zieht den Film komplett durch.

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Skazka skazok / Tale of Tales (1979)
Regie: Yuriy Norshteyn
Laufzeit: 29 Min
Auszeichnungen: OIAF Award, Zagreb World Festival of Animated Films

Dieser Kurzfilm wird von vielen nicht nur als einer der besten animierten Filme angesehen, sondern als der mit Abstand beste Animationsfilm aller Zeiten. Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Film halten soll. Ich habe den Film einfach nicht ganz verstanden. Also ich glaube, dass ich es nicht verstanden habe. Es erzählt rückblickend die Erinnerungen von Yuriy Norshteyn aus seiner Kindheit während des zweiten Weltkrieges. Frauen haben ihre Ehemänner verloren, der Krieg traumatisierte viele Menschen und ein kleiner Wolf trieb sein Unwesen. Visuell unterscheidet sich dieses Film erheblich von allem, was man sonst kennt. Yuriy Norshteyn hat die Kunst des Cut-Out-Animation wie kein anderer perfektioniert und transportiert optisch eine fast märchenhafte Atmosphäre. Laut dem Regisseur soll dieses Werk Mut zu leben geben. Obwohl ich den Film nicht ganz verstanden habe und mich die Geschichte der Geschichten deswegen nicht fesseln konnte, ist mir dieses Werk trotzdem in Erinnerung geblieben und bei jedem Rewatch sehe ich mehr und mehr.

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Yozhik v tumane / Hedgehog in the Fog (1975)
Regie: Yuriy Norshteyn
Laufzeit: 11 Min

In 'Yozhik v tumane' erzählt Yuriy Norshteyn die Geschichte um einem Igel, der sich im Nebel verirrt. Eine simple Story! Eine märchenhaft Gestaltung vom Gott der Animation! Und ein prägnanter Soundtrack, den man so noch nie gehört hat. Es gibt Filme, die werden bei mehrmaligen Schauen immer schlechter und schlechter, und es gibt Filme, die bei mehrmaligem Schauen immer besser und besser werden. Als ich das erste Mal Yozhik im Nebel sah, hat es mich nicht vom Hocker geschmissen. Beim zweiten Mal merkte ich, dass da noch viel mehr dahinter steckt. Beim dritten Mal sah ich viel mehr. Beim vierten Mal war der Filme meine Nummer 2 All-Time-Favorite. Mal sehen wie häufig ich mir den Film ansehen muss, sodass meine Nummer 1 vom Thron geschmissen wird.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von TweeThr am 22.11.2013 19:54.

01.05.2009 00:09
Oscu




Tentakelterrorist & Loli-Hunter
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Beiträge: 1.550
Sammelalbum
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@"Presto!"

Ahahaha, das war wirklich einer der dynamischsten und superlustigen Kurz-Animationsfilme, die ich gesehen habe! :D
Ja die Slapstick-Einsätze mit dem jubelnden, ahnungslosen Publikum fand ich doch originell.
Und zum Glück gab es sogar ein sehr tolles Happy-End! =D
(ich habe immer so schlechte Erfahrung mit Slapstick-Trickfilme dieser Art gemacht, dass der "Geärgerte" der beiden Charas am Ende ein böses Ende nimmt! )

Pixar hat sich generell in Sachen 3D-Kurzfilme und Qualität gesteigert. Nicht nur Emotionen bringt das Studio gekonnt rüber, sondern auch gute, sehr kurzweilige und schnell rüber gebrachte Unterhaltung. Einfaches Setting hat eben auch was an sich. :)


BURN-E (2008)



Regie: Angus Mc Lane

Musik: J.A.C. Redford

(liegt als Bonusfilm der "WALL-E"-DVD /Blue-Ray bei)

Spinn-Off zu: WALL-E (Link zum Thread)

Ein kleiner Spinn-Off, der so an die 10 Minuten geht und deren "Story" sich um den Nebencharakter aus dem im gleichen Jahr rauskommenden Kinofilm-Abenteuer "WALL-E" dreht.

Die Situation ist schnell erzählt.
Burn-E, der Reperatur-Robo des Raumschiffs Axiom, will einfach nur die Lampen außerhalb des Flugschiffes auswechseln.
Doch dabei geht wirklich so einiges schief.
Der Verwaltungs-Robo SUPPLY-R muss immer wieder Geduld mit seinen Arbeiter aufbringen und stellt ihn ständig neue Lampen zur Verfügung.
Das spielt in dem Moment, wo WALL-E auf die Axiom gelangt und

Spoiler

EVE auch im letzten Moment zur Hilfe kommt, während der Navirobo sich einen kleinen Kampf mit dem Kapitän der Axiom liefert.

Während dieser Szenen, geht immer im letzten Moment etwas schief, so dass BURN-E am Ende auch noch neben dem Lampenproblem in andere Schwierigkeiten gerät.
Ich hab jedenfalls Tränen gelacht, so lustig und herzlich animiert war das ganze! Und der Detailreichtum aus dem Hauptfilm geht dabei nicht verloren! :D
Dazu sind die Szenen auch noch rasant erzählt.
Super Qualität und wirklich großartiger Humor! Auch ein netter, kurzweiliger Film, den man sich unbedingt ansehen sollte. :up:



Sie sind die Lolis und wir sind die Jäger.
01.05.2009 19:02
deunan




shadow daemon
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Platrix
Dauer: knapp 3 Minuten
Zu finden z.B. auf Youtube.
Genre: Parodie

Inhalt: In Art eines Trailers werden Auszüge aus "Matrix" gezeigt, allerdings mit den South-Park-Figuren in 3D-CGI umgesetzt; dazu (vermutlich) O-Ton. Sehr originell und humorvoll.
Ich habe nichts darüber gefunden, von wem oder von wann es ist, aber ich vermute, es ist die älteste (nicht-japanische) ONA, die ich kenne. (Ich habe es erstmals wahrscheinlich um 2000 gesehen)



Elephants Dream
Niederlande, 2006
Regie: Bassam Kurdali
Laufzeit: ca. 11 Minuten
Sprache: Englisch
Genre: Fantasy, Drama
Website: http://www.elephantsdream.org/

Inhalt: Zwei Männer, der alte Proog und der junge, unsichere Emo, irren in einem gewaltigen, von Maschinen durchsetzten, surrealen Komplex umher.

Meine Meinung: Sehr guter Kurzfilm. Worum es geht? Keine Ahnung, aber der Film wirkt auf mich zumindest nicht wie eine Tech-Demo (obwohl er das in gewissem Sinne sicher ist): Der Inhalt - auch, wenn für mich unverständlich ist - ist durchaus faszinierend.
Der Film ist übrigens ein Non-Profit-Projekt.
Wen es interessiert, der findet in der Wikipedia einige Informationen.



Big Buck Bunny
Niederlande, 2008
Regie: Sacha Goedegebure
Laufzeit: ca. 10 Minuten
Sprache: n/a
Genre: Komödie
Website: http://www.bigbuckbunny.org/

Inhalt: Ein riesiges Kaninchen erwacht (aus dem Winterschlaf?) und betrachtet einen Schmetterling - der von einem boshaften Eichhörnchen und seinen dummen Freunden getötet wird. Als die drei auch noch das Kaninchen mit Nüssen bewerfen, ist klar: Das heißt Krieg!
Nachfolge-Projekt zu "Elephants Dream".

Meine Meinung: Gefällt mir nicht so. Ist sicher rein technisch gut gemacht, aber eben nur platter Humor. Könnte genausogut aus Hollywood stammen - z.B. von Pixar. Außer, daß der Film zeigt, daß man sowas auch ohne Multi-Millionen-Dollar-Budget hinbekommen kann, hat der Film für mich keinen besonderen Wert.


Nachtrag 6.5.2011:

Sintel
Niederlande, 2010
Regie: Colin Levy
Sprache: Englisch
Genre: Fantasy, Adventure
Website: http://www.sintel.org/

Inhalt: Sintel, eine junge Frau, findet ein verwundetes Drachen-Junges, das sie "Scales" tauft und aufpäppelt. Nachdem sie mit ihrem "Haustier" viel Spaß hat, wird es von einem ausgewachsenen Drachen verschleppt. Also machte Sintel sich auf die Suche nach dem "Räuber".

Meine Meinung: Dieser Film hat mich noch einmal positiv überrascht. Zum einen, weil er in meinen Augen eine sehr würdige Fortsetzung von Elephants Dream ist, nachdem Big Buck Bunny mich enttäuscht hatte. Aber dieser Film zeigt - auch, wenn nicht auf den ersten Blick - auch eine wesentliche Entwicklung gegenüber den beiden Vorgängern: Die Dynamik und Action sind auf einem neuen Niveau angekommen und es wird eine ziemliche Vielfalt von Hintergründen und Landschaften "präsentiert". Nichts desto trotz wirkt auch dieser Film nicht vordergründig wie eine Tech-Demo - was sicher auch an der (für diese Länge) ausgereiften (leider aber auch: verhersehbaren) Geschichte liegt.
Die reine Grafik muß sich - meiner Meinung nach - nicht hinter Final Fantasy VII: Advent Children verstecken.


Fierce demons are fighting their way out of me - to scare off the monsters attacking me in the opposite direction

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von deunan am 06.05.2011 23:08.

11.05.2009 23:31
TweeThr




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Da es hier nun keine reine Aufzählung von Kurzfilmen werden soll, wollte ich noch was zu den hier präsentierten Filmen schreiben.

- Lavatory Lovestory ist ganz nett und vor allem innovativ. Ich meine, wer kommt auf die Idee eine fast herkömmliche Geschichte über eine Klofrau zu erzählen. Hätte fast von Pixar stammen können? Naja aber mehr als 'nett' ist es nicht.
- Burn-E kann man nur in Zusammenhang mit Wall-E betrachten... als eigenständiges Werk eignet es sich weniger, da man im Grunde schon im Film Wall-E ein wenig Zeit benötigt um mit dem Setting vertraut zu werden. Aber einige lustige Szenen sind schon enthalten.
- Presto war dagegen viel besser und kann konstant unterhalten. Sehr lustig! Die Oscar-Nominierung hat der Film verdient.
- Mit Don Hertzfeldt kann ich mich nicht anfreunden. Seine Filme Genre, Rejected oder The Meaning of Life (2005) haben mich zwar ein wenig zum Schmunzeln gebracht, aber wirklich unterhalten oder gar beeindrucken konnten mich diese nicht.
- Oktapodi ist ziemlich kurz und kann daher auch nicht wirklich Bindung zu den Charakteren aufbauen. Der Film ist sehr hektisch erzählt, aber optisch kann man da nichts Negatives beanstanden.
- Pixar's Luxo jr. beeindruckt eigentlich nur durch die Tatsache, dass man simplen Gegenständen wie einer Lampe glaubwürdig Leben einhauchen kann. Doch mehr als ein Experimental-Film ist es nicht. Das witzige hierbei ist, dass der Film zu einer Zeit hergestellt wurde als man anfing mit CG herum zu experimentieren. Die Hersteller der Original-Lampe, auf der das CG-Modell basiert, hätten fast mit Pixar einen Rechtsstreit begonnen. Da diese vermuteten, dass Pixar ohne deren Zustimmung eine deren Lampen für einen Stop-Motion Film missbraucht hätte.

Die folgenden Filme habe ich nun erst vor kurzem gesehen:
- Platrix... naja. Nur eine Ansammlung von Szenen, die an Matrix erinnern. Muss man nicht gesehen haben.
- Elephants Dream... Dieser knapp 10 minütige Film beginnt erst nach 8 Minuten spannend zu werden... und hat somit erzähltechnisch versagt.
- Knick Knack ist ähnlich wie Presto. Lustig und unterhaltsam für Zwischendurch.
- For the Birds ist ebenfalls witzig. Das grandiose hierbei ist... die kleinen Vögel (ca. 15 Viecher) agieren wie ein Charakter... wie eine Einheit... und grenzen den Großen aus.
- Boundin'... was kann man da schon sagen.... Pixar... ist gut.
- Lifted... gut gemacht... nur schade, dass man fast den ganzen Film über auf dem selben Gag herum hackt.
- Big Buck Bunny... Rache ist süß... ich fand den Film lustig.
- This Way Up... sehr schade, ich hätte dem Film den Oscar 2009 eher gegönnt. Unterhaltsam und witzig!

-

Geri's Game... da kann ich Misa absolut zustimmen... fantastisch... was man aus einem Schachspiel nur alles machen kann?


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Die folgenden Filme sind mit einer Außnahme alles Filme von CalArts Studenten. Diese kann man sich auf youtube und/oder vimeo ansehen:


Madame Babette (2009)(CalArts)
Regie: Marcos Cohen
Laufzeit: 1,5 Min.

Was macht man, wenn ein Feuer in der eigenen Wohnung ausbricht? Ganz einfach, man räumt erst seine Wohnung aus. Madame Babette ist lustig anzusehen und für 1,5 Minuten kann der Film verdammt gut Stimmung aufbauen. Lohnt sich!

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Leonardo’s Chase (2009)(CalArts)
Regie: Carlos Romero
Laufzeit: 2 Min.

Eine Katze klaut dem Jungen Leonardo seinen Fisch und auf einmal beginnt eine wilde Hetzjagd durch die Stadt. Dieser Film unterhält wie Madame Babette nur durch Slapstick. Aber es ist witzig.
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Such Great Heights (2009)(CalArts)
Regie: Ryan Shaw
Laufzeit: 3,5 Min.

Dieser Film erzählt von einem kleinen Mädchen, dass ihre Höhenangst zu überwinden versucht. 'Such Great Heights' ist ein besonderes Exemplar. Denn dieser Film unterscheidet sich nicht nur optisch deutlich von anderen, sondern kann auch innerhalb kurzer Zeit viel Dramatik aufbauen. Leider schwächelt die Animation des Film an ziemlich vielen Stellen, sodass es negativ auffällt. Aber was solls...
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Who's Hungry? (2009)(CalArts)
Regie: David Ochs
Laufzeit: 5 Min.

Tja, die Eltern haben es einem gesagt. Von Fremden niemals etwas annehmen. Die Geschichte basiert auf 'Hänsel und Gretel' und ist einfach grandios. Einer der besten Kurzfilme des Jahres! Den Namen David Ochs muss man sich merken, da kommt noch was auf einen zu. Vor allem schafft der Film nahezu jede einzelne Szene als etwas Besonderes darzustellen.
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The Forest (2009)
Regie: David Scharf
Laufzeit: 6 Min.

Sehr schade... aber ich vermute, dass sich der Film für den Oscar bereits disqualifiziert hat. Dies ist der Abschluss-Film eines Augsburger Studenten und der Film... ist echt gut. Von der Thematik erinnert es mich ein wenig an Megavidia, da es ebenfalls in einer Welt spielt, in der den Menschen vorgekautes Wissen serviert wird. 'Selbst nachdenken' oder 'Spass haben' wird nicht geduldet. David Scharf's Film ist optisch absolut einzigartig und die Art der Erzählweise habe ich in der Form auch noch nie gesehen. Absolut genial! Die Thematik ist nicht ganz neu, aber das spielt keine Rolle. Ein 12-jähriges Mädchen erzählt über ihre Welt und entschließt sich... etwas zu tun... etwas dagegen zu tun. Vor allem einige Anspielungen an aktuelle (aber zeitlose) Diskussionen und auch an einige Unternehmen ist sehr unterhaltsam. Diesen Film muss gesehen haben.
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Update vom 22.10.2009
Die folgenden drei Kurzfilme kommen aus Deutschland:


Das Rad (2003)
Regie: Chris Stenner, Arvid Uibel
Laufzeit: 8 Min

Steine sind nicht so leblos wie man denkt, sie bewegen sich nur wesentlich lansamer als der Mensch und können mehrere Jahrtausende überleben. Das versucht uns Das Rad weis zu machen und zwar mit Erfolg. Interessant ist das Wechselspiel mit der Zeit. Mal zieht die Zeit in wahnsinniger Geschwindigkeit an ihnen vorbei und dann widerum steht die Zeit fast still. Zeit ist halt Ansichtssache.
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Wunderwerk (2002)
Regie: Michael Sieber
Laufzeit: 9 Min

Wunderwerk erzählt in ungewönlichen Bildern die Schöpfung von Leben in Form eines mechanischen Vogels. Doch der Erfinder bzw. der Vater muss feststellen, dass ein Vogel auch seine Freiheit braucht. Eine simple Idee, voll ausgeschöpft!
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The Periwig-Maker (1999)
Regie: Steffen Schäffler
Laufzeit: 15 Min

Mit The Periwig-Maker konnte ich lange nicht viel anfangen. Optisch ist dieser Stop-Motion Film grandios und erinnert von der Atmosphäre ein wenig an Corpse Bride (nur ohne Comedy-Elemente). Doch story-technisch geht es im Grunde nur bergab und wenn ich sage, dass es 'bergab geht', meine ich nicht... dass die Story schlecht ist. Ganz und gar nicht! Die Idee ist gut. Aber es gibt keine positive Entwicklung... der Protagonist lernt nicht hinzu, sondern nutzt die Situation sogar aus auf Kosten eines Kindes. Doch positiv an diesem Kurzfilm ist, dass dieser Film mir sogar nach mehreren Monaten deutlich in Erinnerung geblieben ist.
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Update vom 23.10.2009


Moongirl (2005)
Regie: Henry Selick
Laufzeit: 8 Min

Moongirl ist der erste und bisher auch einzige Kurzfilm vom Studio LAIKA. Regie führte Henry Selick (Nightmare before Christmas, Coraline etc.). Moongirl diente primär als Test-Durchlauf für deren Film 'Coraline', obwohl es ein reiner CG-Film ist. Und auch der letzte CG-Film dieses Studios, denn LAIKA hat vor einigen Wochen einen Großteil der CG-Abteilung entlassen um sich nun rein auf Stop-Motion zu konzentrieren. Aber nun zum Film. 'Moongirl' erzählt von einem Jungen, der aus seinem Fischerboot ins Weltall katapultiert wird und auf dem Mond landet, wo er auf ein Mädchen trifft. Technisch ist es ordentlich, obwohl es auch nicht beeindruckend ist. Doch die Story kommt trotz der Simplizität an.
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The Little Matchgirl (2006)
Regie: Roger Allers
Laufzeit: 7 Min

The Little Matchgirl basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Hans Christian Andersen und erzählt von einem jungen Mädchen, das Streichhölzer verkauft, um sich was zu essen kaufen zu können. Doch Nachts träumt sie von einem gemütlichen, sorgenfreien Heim. Dieser für den Oscar nominierte Kurzfilm der Disney Studios ist im traditionellen Stil angefertigt und berührt durch seine Offenheit, aber auch seine Tragik.
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Honda “The Dream Comes True” (2009)
Regie: Michele D'Auria
Laufzeit: 12 Min

Dies ist eigentlich nur Werbung für das Unternehmen 'Honda'. Aber was für eine! Optisch ist es grandios dargestellt und die Werbung steht nicht im Vordergrund, sondern die Geschichte um den Mann, der einst den Grundstein für einen riesen Konzern gelegt hat. Sehr unterhaltsam.
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Update vom 24.10.2009


Sebastian's Voodoo (2008)
Regie: Joaquin Baldwin
Laufzeit: 4 Min

Sebastian's Voodoo hat nun innerhalb von einem Jahr so viele Preise an Filmfestivals gewonnen wie kaum ein anderer. Dieser CG-Film erzählt von einer Voodoo Puppe, die feststellt wofür Voodoo Puppen missbraucht werden, und entschließt sich etwas dagegen zu tun. Trotz der Kürze des Films kann 'Sebastian's Voodoo' viel Spannung aufbauen und ist exzellent umgesetzt - klasse Soundtrack, beeindruckende Bilder, mitreißende Story.
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Yellow Cake (2009)
Regie: Nick Cross
Laufzeit: 9 Min

Yellow Cake handelt von kleinen, blauen, friedlichen Viechern... die ausgenutzt werden von dem Volk der Katzen. Die Katzen sind ganz verrückt nach der Spezialität der kleinen, blauen Wesen. Gelbe Kuchen! Doch die blauen Viecher werden nicht nur von den Katzen ausgenutzt, sondern auch von jemandem innerhalb ihres Volkes. Etwas muss getan werden. Dieser erinnert vom Stil ein wenig an John Kricfalusi's Ren & Stimpy, da Nick Cross nicht davor zurückschreckt Gewalt in seiner grausamen Form zu zeigen.
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Shadowplay (2002)
Regie: Dan Blank
Laufzeit: 16 Min

Es wird gesagt, dass nach der Explosion in Hiroshima die Schatten der Menschen in die Wände eingebrannt wurden. Doch einer dieser Schatten hat sich während dessen in einer Mülltonne versteckt und muss darauf hin feststellen, das er nun alleine ist - weit weg von seiner Familie und seinen Freunden. Dieser Stop-Motion Film spielt wunderbar mit Licht und Schatten... ist aber auch in seiner Darstellung und dem Inhalt ein wenig tragisch.
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Update vom 25.10.2009


Lost And Found (2008)
Regie: Neil Stubbings
Laufzeit: 2 Min

Wem ist es nicht schon ein Mal passiert. Man wacht morgens in seiner Bude auf und es fehlt eine Socke. Lost And Found erzählt aus der Perspektive eines Mannes eine unheimliche Begegnung der dritten Art. Und dies Mal ist die Art pink.
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First Contact (2009)
Regie: Neil Stubbings
Laufzeit: 2 Min

Dies ist ein Prequel zu dem vorherigen Kurzfilm. Auf ein Mal steht so ein Ding in deiner Küche und klaut dir dein letztes Bier. Ich würde mir sowas auch nicht gefallen lassen.
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Roof Sex (2003)
Regie: Pes
Laufzeit: 1 Min

Mit Roof Sex ist Pes quasi über Nacht ein Star geworden. Dieser Pixilation-Film hat keine großartige Story... eigentlich ist es nur ein Gag. Aber wenn man sich mit Animation beschäftigt, dann sollte man von Pes mit seinem Film 'Roof Sex' schon gehört haben.
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Update vom 26.10.2009
Heute kommen ein paar bekannte Stop-Motion Filme.


Next (1989)
Regie: Barry Purves
Laufzeit: 5 Min

Was würde Shakespeare tun, wenn er in einem Theater vor einem Regisseur vorsprechen müsste. Diese und genau diese Frage hat sich der mehrfach ausgezeichete Stop-Motion Künstler Barry Purves gefragt und einen Film dazu gedreht. Doch eigentlich ist es eine Aneinanderreihung von grandios animierten Szenen. Schön sind hierbei vor allem die Übergänge des Charakters in unterschiedliche Positionen.
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Screen Play (1993)
Regie: Barry Purves
Laufzeit: 11 Min

Ähnlich verhält es sich mit seinem Film Screen Play. Es gibt zwar schon eher eine Story, doch die Optik steht hier eindeutig im Vordergrund. Diese wiederum sowie die technische Umsetzung sind so gut wie in kaum einem anderen Stop-Motion Streifen. Die Geschichte ist hierbei fernöstlich angehaucht und erzählt zu Anfang theatralisch (so als wenn es tatsächlich im Theater spielen würde) und wechselt später zur dramatischen Realität.
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Creature Comforts (1989)
Regie: Nick Park
Laufzeit: 5 Min

Mit Creature Comforts hatte Nick Park (Wallace & Gromit, Chicken Run) sein Debüt und konnte gleich den Oscar einheimsen. Dieser Claymation-Film basiert im Grunde auf echten Interviews, die mit realen Menschen geführt wurden. Daraufhin hat man die Tonspur in einem anderen Zusammenhang in diesem Film dargestellt. Und schon hat man das Gefühl, dass die Interviews mit Tieren im Zoo geführt wurden. Zudem gibt es noch eine Serie von 2003 dazu. 'Creature Comforts' ist durchaus unterhaltsam, aber hat im Grunde keine Story. Denn die Interviews stehen quasi zusammenhanglos nebeneinander.
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Update vom 28.10.2009

Ich will mal nicht zu viele Worte verlieren, da ich im Grunde zu jedem Kurzfilm von Takena Nagao das gleiche schreiben könnte. Am einfachsten findet man seine Filme in seinem youtube-channel.
Seine Filme erinnern sehr stark an billige Horror B-Movies und haben entsprechend weder eine großartige Story noch ein grandiose Soundkulisse (viel mehr als einfach Midi-Sounds sind es nicht) noch sind die Bilder optisch beeindruckend. Aber... es ist unterhaltsam... und es kommt Nostalgie-Feeling auf. Obwohl seine Claymation Filme doch sehr blutig sind (rote Knetmasse) und Gewalt eine große Rolle spielt, haben drei von den folgenden vier Filmen ein Ende mit dem ich absolut zufrieden bin. Seine Filmen handeln häufig von Zombies, Monstern, Wahnsinnigen, wilden Tieren und Protagonisten sind meist sympathische sowie teils attraktive Charaktere.

P.S. die folgenden Bilder, die ich gemacht habe, zeigen nicht wirklich, was man von Takena Nagaos Filmen zu erwarten hat.


Bloody Night (2006)
Regie: Takena Nagao
Laufzeit: 5 Min
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Bloody Date (2007)
Regie: Takena Nagao
Laufzeit: 5 Min
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Chainsaw Maid (2007)
Regie: Takena Nagao
Laufzeit: 7 Min
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Pussycat (2008)
Regie: Takena Nagao
Laufzeit: 5 Min
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Update vom 29.10.2009


Father and Daughter (2000)
Regie: Michael Dudok de Wit
Laufzeit: 8 Min

Dies ist ein sehr bekannter und vor allem sehr beliebter Kurzfilm. Mit simpel gezeichneten Bildern erzählt dieser Film von einem Mädchen, dessen Vater aus unerklärlichen Gründen fort musste und das daraufhin ihr Leben lang auf ihren Vater wartet. Deswegen ist dieser Film auch sehr traurig und berührt ein wenig. Störend ist, dass es im Laufe des Filmes so gut wie kein Glückserlebnis gibt und die Stimmung deswegen immer weiter runter geht.
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Au bout du monde (1999)
Regie: Konstantin Bronzit
Laufzeit: 8 Min

Der französische Film Au bout du monde erzählt von einigen Bewohnern eines Hauses, dessen Haus quasi am Ende der Welt steht. 'Am Ende der Welt' heißt in diesem Zusammenhang direkt auf der Spitze eines Berges. Wenn der Schwerpunkt des Hauses sich verändert, dann kommt es auch mal vor, dass das Haus auf die andere Seite kippt. Dies ist witziger und somit unterhaltsamer Film, aber eine großartige/ansprechende Story ist hier nicht vorhanden.
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Vieille dame et les pigeons, La (1998)
Regie: Sylvain Chomet
Laufzeit: 25 Min

Vieille dame et les pigeons, La ist fast genauso absurd wie der vorherige Film. Es fängt ganz normal an und handelt von einem Mann, der kein Geld für Nahrung hat. Es geht sogar so weit, dass er sich derart degradiert, dass er nach Brotkrümeln bei einer alten Dame bettelt, die eigentlich für Tauben gedacht sind. Doch die alte Dame ist nicht ganz so freundlich und nett wie es auf den ersten Blick scheint... Dieser Kurzfilm ist aber keine reine Tragödie und hat somit auch viele Comedy-Elemente, die sich nicht aus der Situation ergeben... sondern aus dem Zusammenhang sowie der Story.
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Update vom 30.10.2009
Soweit ich weiß sind die folgenden Geschichten alles Filme von Studenten: die ersten drei sind französische Filme, der letzte ein us-amerikanischer. Diese Filme findet man wieder auf youtube oder vimeo.


Pandore (2009)
Regie: Meryl Franck
Laufzeit: 2 Min

Pandore mag ich sehr, da es einfach süß und witzig ist. Handlungstechnisch kann zwar in zwei Minuten nichts besonderes passieren, aber das muss es auch nicht. Es handelt von einem kleinen Mädchen, das von einem riesigen, gehörnten Monster angegriffen wird.
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Un tour de manège (2009)
Regie: Nicolas Athane
Laufzeit: 3,5 Min

Un tour de manège lässt viel Interpretation-Spielraum, da es nicht ganz schlüssig ist. Aber ich vermute mal, dass es beabsichtigt war. Es erzählt wieder von einem jungen Mädchen, das zurück gelassen wurde auf einem Karussel, das auf dem Meer treibt. Doch das Karussel bleibt über Jahre hinweg auf Wasser und stößt nicht auf Land. So lange, dass das Mädchen zu einer jungen Dame und später zu einer alten Frau heranwächst.
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Inka Bola (2009)
Regie: Floriane Marchix
Laufzeit: 2,5 Min

Inka Bola ist eine einfache Geschichte über einen Mann, der auf ein Kind aufpassen muss. Dieses Kind wird allerdings von einem großen Vogel entführt und der Mann versucht es zu retten. Eine simple geschichte, nichts besonderes, einfach nur witzig.
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Manicure (2009)
Regie: Young-Sun Kim
Laufzeit: 5 Min

Dies ist wieder ein CalArts Film. Ich weiß nicht genau, ob ich die Geschichte richtig zusammenfassen kann. Es geht wieder um Mädchen, dass sich dies mal hübsch macht für ihren Teddy-Bären. Es passiert ansonsten nicht viel. Optisch wurde bei diesem Kurzfilm ein Filter drüber gelegt, sodass die Geschichte ein wenig alt bzw. antik wirkt. Kann sein, dass es einigen Leuten gefällt. Ich finde es aber schon ein wenig übertrieben.
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Update vom 31.10.2009


Skhizein (2008)
Regie: Jérémy Clapin
Laufzeit: 13 Min

Skhizein ist ein französischer Kurzfilm, der mit einem Budget von 100.000€ hergestellt wurde, und bis jetzt sieben Preise (laut imdb) bei Filmfestivals gewonnen hat. Sowohl storytechnisch als auch optisch ist dieser Film beeindruckend und was den Inhalt angeht kann ich fast mit Sicherheit sagen, dass es einmalig sowie etwas noch nie dagewesenes ist. Es geht um einen Mann, der genau 91 cm von sich entfernt ist. Was das genau heißt, erfährt man im Film. Er muss lernen damit umzugehen und das ist noch nicht mal das schlimme daran.
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Demon (2009)
Regie: Eoin Ryan
Laufzeit: 9 Min

Demon ist ein sehr simpel hergestellter Film und arbeitet sehr wenig mit Farbe. Es sind eigentlich nur Stichfiguren. Aber trotzdem schafft Eoin Ryan in seinem Film Emotionen rüberzubringen. Es handelt von einem Dämonen, der in einer Gefängniszelle eingesperrt ist.
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The Lighthousekeeper (2009)
Regie: David Francois
Laufzeit: 3 Min

The Lighthousekeeper ist auch ein netter Film. Es erzählt von einem Leuchtturmwächter, der von einer riesigen Mücke belästigt wird, und dabei fast seinen Job vernachlässigt. Was diesen Film ausmacht ist die Atmosphäre. Denn diese ist schön gemacht. Allerdings konnte ich zum Hauptcharakter keine richtige Beziehung herstellen, sodass ich im Grunde nicht weiß, was für eine Person er wirklich ist.
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Update vom 01.11.2009


House of Cats (2009)
Regie: Courtland Lomax
Laufzeit: 3 Min

House of Cats ist auch ein einfacher Film ohne richtige Handlung. Man sieht einfach nur ein paar Ausschnitte von ein spielenden Katzen. Schön ist aber hier der gezielte Einsatz von Farbe. Vieles ist einfach weiß und das, was herausstechen soll, sticht auch heraus und zwar mittels Farbe.
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The Flower Lion (2009)
Regie: Sehwang Heo
Laufzeit: 6 Min

The Flower Lion ist wesentlich interessanter, da es auch eine teils anspruchsvolle Story hat. Es geht um einen einsamen Löwen. Auffallend ist die extrem abstrakte Darstellungsweise und wieder der gezielte Einsatz von Farbe. Denn man kann auch mit Farbe Geschichten erzählen und Atmosphäre erzeugen.
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snow-bo (2005)
Regie: Jenn Kluska, Vera Brosgol
Laufzeit: 2 Min

snow-bo ist der Film aus dem dritten Jahr von einigen Sheridan-(College)-Studentinnen. Dies mal ist auch jemand einsam. Und zwar ein kleiner Junge, der von Gleichaltrigen geärgert und verstoßen wird. Doch am See gleich um den Hügel findet er jemanden, der ihn nicht einfach so sitzen lassen kann. Und es ist kein verletztes Tier. Ich weiß nicht so recht, ob ich über das Ende lachen oder weinen soll. Denn irgendwie ist mir beides zu mute.
Update vom 02.11.2009


Café Serré (2009)
Regie: Denis Bouyer
Laufzeit: 1 Min

Café Serré basiert eigentlich nur auf einem Gag. Ein fauler Polizeibeamter kriegt nicht mit, dass sich ein Einbrecher ins Café geschlichen hat. Und der Einbrecher wiederum merkt erst, dass ein Polizist im Café ist, als es schon viel zu spät ist. Ein kurzer, lustiger CG-Film.
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Die folgenden beiden Filme (Bar Fight, METAL BOOT) sind irgendwie sehr ähnlich. Sie haben beide keine richtige Story, nicht mal eine gute... die Animation und das Design sind einfach nur schlecht sowie total abgenutzt. Aber... aber sie machen Spass. Es sind einfach Filme, die man sich immer wieder ansehen kann.


Bar Fight (2007)
Regie: Christy Karacas, Stephen Warbick
Laufzeit: 4 Min
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METAL BOOT (2009)
Regie: Paul Villeco
Laufzeit: 4 Min
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Update vom 04.11.2009
Für wen Halloween noch nicht vorbei ist, habe ich noch die folgenden beiden Filme (Season's Greetings,The Box Man).


Season's Greetings (1996)
Regie: Michael Dougherty
Laufzeit: 4 Min

Season's Greetings hat mir tatsächlich für einen Moment die Luft verschlagen und mich geschockt. Obwohl dieser Film auf den ersten Blick nichts Besonderes hat, ist er es trotzdem. Zu Halloween spielt ein kleines (verkleidetes) Monster 'Süßes sonst gibts Saures', doch keiner macht die Tür auf...
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The Box Man (2002)
Regie: Nirvan Mullick
Laufzeit: 5 Min

The Box Man ist ein Stop-Motion Film und erzählt von einem Mann, der auf der Straße eine Box mit einem Schlitz findet. In der Box sitzt anscheinend jemand, doch der Mann traut sich nicht nachzusehen und geht auf eine andere Weise auf Nummer sicher. Die Idee ist gut und an der Umsetzung kann man auch nichts kritisieren. Ein solider Kurzfilm!
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Getting Started (1979)
Regie: Richard Condie
Laufzeit: 12 Min

Getting Started habe ich mir im Rahmen der Kurzfilm-Reihe 'Leonard Maltin's Animation Favorites' gesehen. Dies ist eine Sammlung von kanadischen Kurzfilmen, die Leonard Maltin für Nennenswert hält. Und ich musste mich echt fast wundern, wie schlecht einige davon doch sind. Kanadische TV-Trickserien sind dagegen schon wesentlich besser. Getting Started war einer von den Filmen und hat mich am meisten angesprochen. Es handelt von einem Pianisten, der einfach nicht dazu kommt mit dem Üben anzufangen.
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Update vom 09.11.2009


Foolish Girl (2006)
Regie: Zoya Kireeva
Laufzeit: 7 Min

Foolish Girl ist ein russischer Kurzfilm von einem kleinen Mädchen, dass die Aufmerksamkeit eines anderen Jungen erlangen will, und dabei alles Mögliche anstellt. Die Geschichte ist sehr ruhig und fast episodenhaft dargestellt, wobei das Mädchen allerdings bei jedem weiteren Versuch ein Stück weiter geht.
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Good Vibrations (2009)
Regie: Jérémy Clapin
Laufzeit: 4 Min

Good Vibrations ist der neue Film von Jérémy Clapin (s.o. Skhizein) und gerade mal eine Woche alt. Es kritisiert sehr humorvoll das Gaffverhalten (gaffen) des Menschen. Der Film beginnt stark, doch der Höhepunkt fehlt... aber trotzdem sehenswert.
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Jack-Jack Attack (2005)
Regie: Brad Bird
Laufzeit: 5 Min

Jack-Jack Attack ist einer meiner Lieblinge der Pixar-Shorts. Ein Teenager passt auf ein Baby auf. Eigentlich keine so schwere Aufgabe... tja, Pixar wäre nicht Pxar, wenn nicht irgendetwas schief gehen würde... oder außergewöhnlich sein würde. Sehr empfehlenswert!
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Update vom 23.11.2009
Die 'Academy of Motion Picture Arts and Sciences' hat vor einigen Tagen bekannt gegeben, welche animierten Kurzfilme für eine Oscar-Nominierung in Frage kommen. Drei von diesen sind die folgenden:


Partly Cloudy (2009)
Regie: Peter Sohn
Laufzeit: 6 Min

Partly Cloudy ist wieder ein toller Film von Pixar und hat quasi alles, was man sich wünscht. Schöne und witzige Charaktere, eine unterhaltsame Story, gute Musik, super Animation etc.... Von den hier präsentierten Pixar-Kurzfilmen ist es einer der stärksten, aber leider fehlt auch irgendwie das gewisse etwas.
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The Cat Piano (2009)
Regie: Eddie White, Ari Gibson
Laufzeit: 8 Min

Mit The Cat Piano konnte ich überhaupt nichts anfangen. Die Atmosphäre und der Stil ist richtig gut... man könnte sogar sagen... elegant. Erinnern tut es teilweise an den Charm der 30er Jahre... bzw. das, was uns in der Regel in Gangster-Filmen erzählt wird. Mit dem Unterschied, dass die Charaktere alle Katzen sind. Der Film ist ruhig erzählt, konnte aber meine Aufmerksamkeit nicht richtig auf sich ziehen, sodass ich den Film quasi passiv konsumiert habe. Kurz nach dem ich The Cat Piano gesehen habe, ist es auch so gut wie aus meinem Gedächtnis verschwunden. An die Story erinnere ich mich nicht mehr. Aber insgesamt ist der Film bei der breiten Öffentlichkeit ganz gut angekommen.
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French Roast (2008)
Regie: Fabrice O. Joubert
Laufzeit: 8 Min

French Roast hat mir dagegen wesentlich besser gefallen. Es geht um einen Kunden in einem Restaurant, der zufälligerweise sein Geld vergessen hat. Und anstatt dem Kellner dies ehrlich zu sagen, bestellt er einfach eine weitere Tasse Tee. Sehr lustig und empfehlenswert... hat aber auch eine tiefere Message.
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Update vom 26.11.2009


Wallace and Gromit in 'A Matter of Loaf and Death' (2008)
Regie: Nick Park
Laufzeit: 30 Min

Der Wallace & Gromit Kurzfilm von 2008 ist ebenfalls in engerer Auswahl den Oscar 2010 zu gewinnen. Zu Wallace & Gromit brauche ich ansich nicht viel zu sagen. Qualitativ steht es den anderen Kurzfilmen und dem Featurefilm in nichts nach... ist sogar von der technischen Umsetzung ein Stück besser. Die Atmosphäre ist wieder sehr englisch. Naja bemängeln kann ich eigentlich nur, dass es keine Verbesserung gegenüber den anderen 'Wallace & Gromit'-Filmen gibt. Es gibt nichts neues, aber es ist auch nicht schlechter.
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I Want a Dog (2003)
Regie: Sheldon Cohen
Laufzeit: 10 Min

I Want a Dog ist ein kanadischer Film und man kann sich diesen und viele andere kanadische Kurzfilme auf der offiziellen Website des National Film Board of Canada ansehen. Obwohl dieser Film optisch nicht so besonders aussieht... eher 0815... hat mich I Want a Dog doch sehr überrascht. Es erzählt von einem jungen Mädchen, das sich eins mehr wünscht alles andere... einen Hund... aber ihre Eltern wollen ihr keinen kaufen. Doch eins hat sie von ihrem Vater gelernt: Wenn man vom Fahrrad fällt, soll man aufstehen und es noch ein Mal probieren. I Want a Dog von Sheldon Cohen ist ein sehr liebevoll hergestellter Film und es hat mir sehr viel Spass gemacht diesen anzuschauen. P.S. die Musik ist toll.
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The World of Stainboy (2000)
Regie: Tim Burton
Laufzeit: 3,5 - 5,5 Min
Episoden: 6

The World of Stainboy ist eine Kurzfilmreihe vom Tim Burton. Stainboy ist ein Junge, der für die Polizei einige Aufträge erfüllt. Er spricht nicht viel und macht auch sonst nicht viel... aber er hat Erfolg. The World of Stainboy war ein wenig lustig, aber irgendwie nichts grandioses. Mal für Zwischendurch, aber wirklich überzeugen kann weder die Animation noch die Story und erst recht nicht die Musik.
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Update vom 14.12.2009
Heute wollte ich euch einige optisch außergewöhnliche und beeindruckende Kurzfilme präsentieren.


Hydra: Humunculus (2009)
Studio: Humble
Laufzeit: 3 Min

Hydra: Humunculus erzählt, wenn ich es richtig verstanden habe, von Schimmelpilzen, die lebendig werden. Sie erleben nichts großartiges - außer das der Größere bzw. Stärke die Kleinen und Schwachen frisst. Und hiermit meine ich, dass der große Schimmelpilz den Kleinen frisst. Optisch sieht es sehr interessant aus und bringt einfach Spass.
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LUCIA (2009)
Regie: Niles Atallah, Cristobal Leon, Joaquin Cocina
Laufzeit: 4 Min


LUIS (2009)
Regie: Niles Atallah, Cristobal Leon & Joaquin Cocina
Laufzeit: 4 Min

LUCIA und LUIS sind beides sehr ähnliche Filme. Es sind Pixilation-Filme! Das heißt, es wird ein Foto von der realen Welt aufgenommen, dann wird ein Gegenstand verändert, bemalt, bewegt und dann schießt man ein weiteres Foto. Diese beiden Filme sind in der Hinsicht auf sehr hohem Niveau, aber gleichzeitig antik wirkend, hergestellt. Die Filme sind auf Spansich (vermute ich) mit englischen Untertiteln und können mit der Sprache eine bedruckende Atmosphäre herstellen. Die Filme habe ich mir nur ein Mal angesehen und den Inhalt irgendwie nicht verstanden. Aber ich habe das Gefühl, dass es gar nicht so schwer zu verstehen ist bzw. es gibt nicht viel zu verstehen. Meine Aufmerksamkeit hat die Optik des Films gefangen gehalten, sodass ich mich nur darauf konzentriert habe und den Text kaum beachtet habe.
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L'amie de Zoe (2009)
Regie: Danny Robashkin, Matthieu Roussel
Laufzeit: 2 Min

In L'amie de Zoe geht es um einen grünen Planeten auf dem grüne Wesen/Menschen leben und alles um sie herum schön grün ist. Doch eines Tages kommt eine Familie von einem fernen Planeten zu Besuch. Und diese sind rot. Alles auf deren Planeten ist rot und sogar deren Lieblingsfarbe ist rot. L'amie de Zoe hat eine einfache Geschichte und das ist absolut in Ordnung. Viel mehr kann man in zwei Minuten nicht erzählen. Mir hat der Film gefallen, da das Farbenspiel einfach toll war. Es sind im Grunde nur zwei Farben... ... ... aber zwei Farben im Kontrast mit vielen Zwischen-Farbtönen... ach und + süße Charaktere + interessante Story + tolle Umsetzung sowie Atmosphäre.
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December Song / I Dreamed of Christmas (2009)
geschrieben von: George Michael
Laufzeit: 4 Min

Kurz vor Weihnachten habe ich hier auch den December Song (I Dreamed of Christmas) von George Michael. Dies ist eher ein Musikfilm und ist richtig gut gemacht. Es entsteht Atmosphäre und Weihnachtsstimmung kommt auf. In den nächsten Tagen werde ich mir diesen Film auf jeden Fall noch ein Mal ansehen... da ich wieder auf Grund der beeindruckenden Optik die Story verpasst habe. Optisch erinnert es mich ein wenig an The Forest (2009) von David Scharf (siehe weiter oben). Doch wenn wir zur Story wieder zurück kehren... genau weiß ich im Moment noch nicht, worum es geht... aber die Atmosphäre, die durch die Bilder und die Musik in meinem Kopf enstanden ist, ist teils dramatisch, aber auch sehr schön und zu Weihnachten passend.
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Update vom 23.12.2009

So, nu kommt ein kleines Weihnachtsupdate:


Alma (2009)
Regie: Rodrigo Blaas
Laufzeit: 6 Min

Alma von Rodrigo Blaas sollte man sich unbedingt anschauen solange es noch online ist (auf Vimeo). Denn dieser Film soll nur über die Feiertage online sein. Die Thematik möchte ich nicht all zu sehr erläutern um einem die Überraschung nicht zu nehmen. Aber eins möchte ich sagen und es ist etwas das mich sehr stört. Der Film ist grausam. Es ist so ähnlich wie The Sandman von von Paul Berry (siehe weiter oben)(vom Feeling, nicht von der Story). Optisch, technisch, musikalisch und erzählerisch ist beides perfekt. Und wenn ich perfekt schreibe, dann meine ich damit nicht einfach nur 'sehr gut', sondern grandios und fehlerfrei. Doch am Ende gibt es eine riesige Überraschung. Die leider nicht so schön ist. Unbedingt anschauen.
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Elfen helfen - Bahn frei für Santa Claus (Prep & Landing) (2009)
Regie: Kevin Deters, Stevie Wermers
Laufzeit: 22 Min

Prep & Landing ist ein toller Kurzfilm von Disney. Wie schafft es der Weihnachtsmann an einem Tag Millionen von Kinder zu besuchen und diese zu beschenken? Ich spiele dabei nicht auf die Zeitproblematik an, sondern er kann es unmöglich alleine schaffen. Er hat seine kleinen Helfer und diese sichern erst das Zielgebiet und sorgen dann für eine sorgfältige Landung auf dem Dach. Dieser Kurzfilm hat mir sehr viel Spass gemacht und zum Schluss hat mir der Film sogar kurz die Luft geraubt. Es ist ein warmherziger Film und das Ende kann nicht besser sein.
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Yes, Virginia (2009)
Regie: Pete Circuitt
Laufzeit: 22 Min

Yes, Virginia (2009) erzählt die Geschichte der kleinen Virginia, die einfach nicht glauben kann, dass es womöglich keinen Weihnachtsmann gibt. Doch dann erinnert sie sich, was ihr Vater sagte. "Wenn du es in 'The Sun' ließt, dann ist es wahr". Promt entschließt sie sich einen Brief an die Redaktion zu schreiben. Technisch ist dieser Kurzfilm nicht so toll umgesetzt wie Prep & Landing, aber das grandiose ist... obwohl ich die Geschichte im Groben kannte und genau wusste was der Redakteur von 'The Sun' schreiben würde, habe ich mich tierisch gefreut als der Brief vorgelesen wurde... der Film hat mich sogar ein wenig zu Tränen gerührt. Dies ist auf jeden Fall ein warmherziger Film und hat mir sehr gefallen.
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Winter Song (2009)
Regie: Sara Bareilles
Laufzeit: 4 Min

Winter Song ist nur ein nettes Weihnachts-Musikvideo. Es ist interessant umgesetzt und erzählt von zwei Freundinnen, die vieles zusammen erleben. Die Musik spielt hierbei eine wichtige Rolle und vermittelt ein schönes Gefühl. Zu den Charakteren kann man so nicht viel sagen. Man sieht, was diese erleben... aber nicht deren Beweggründe. Trotzdem ein unterhaltsames Musikvideo!
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Update vom 02.01.2010


9 (2005)
Regie: Shane Acker
Laufzeit: 10 Min

Zu dem kommenden Kinofilm gibt es auch einen Kurzfilm von 2005. 9 erzählt von Wesen, die aus eine Art Stoff hergestellt sind, (siehe Bild) und einer von diesen ist dabei seine Freunde zu befreien. 9 ist eines, was sonst wenige Kurzfilme sind... und zwar spannend. Sonst sind Kurzfilme immer witzig oder regen zum nachdenken an... aber wirklich fesselnd sind nur wenige und 9 gehört dazu.
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Dog (2002)
Regie: Suzie Templeton
Laufzeit: 5,5 Min

Suzie Templeton's Dog (Peter & the Wolf, s.o.) erzählt von einem Hund, der kurz vor dem Altertod steht... aber nein, der Fokus des Films liegt nicht auf dem Hund, sondern auf den Besitzern des Hundes - dem Vater und dem Sohn. Der Vater kann den Hund leider nicht zum Tierartzt bringen, die Mutter ist schon längst verstorben und der Sohn - was kann der Sohn schon machen? Dieser Stop-Motion Film ist gut gemacht, nur das Ende ist ein wenig deprimierend... es gibt zwar eine Lösung für deren Problem, aber leider kein richtiges Erfolgserlebnis. Sehr traurig ist der Film... und für meinen Geschmack fast ein wenig zu realistisch.
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Man And Cat At The End Of The World (2009)
Regie: Scott Benson
Laufzeit: 1,5 Min

Man And Cat At The End Of The World ist ein kurzer Kurzfilm und erzählt - wie der Titel schon sagt - von einem Mann und einer Katze, die auf das Ende der Welt warten. Es geht nicht um die nahende Katastrophe, denn mit dem Tod haben sich die Charaktere schon abgefunden. Viel mehr passiert etwas unerwartetes, womit keiner gerechnet hätte. Ein sehr lustiger Kürzestfilm!
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The Laziness (1979)
Regie: Yevgeny Sivokon
Laufzeit: 6,5 Min

The Laziness ist ein älterer russicher Kurzfilm. Es handelt von einem faulen Mann, der fauler als faul, und nicht mal seine Fische füttern will (oder kann). Die Konsequenz ist, dass der Fisch anfängt nicht mehr wählerisch bei seinem Essen zu sein... und sogar lieber das Aquarium verlässt als drinnen zu sein. Und der Mann... sieht dem entgegen und ist zu faul etwas zu unternehmen. Dies ist auch ein lustiger Kurzfilm. Vor allem, wenn man hört, was der Mann von sich gibt... da muss man sich echt gegen den Kopf schlagen und fragen, wie faul kann man sein?
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Update vom 04.01.2010

Vor einigen Wochen habe ich mir einige bulgarische Trickfilme angesehen. Und naja auf Best-Of-Collections, die von unbekannten Leuten zusammengestellt wurden, kann man sich nicht verlassen. Teilweise in Ordnung waren die folgenden beiden Kurzfilme:


Umno selo / The Intelligent Village (1972)
Regie: Donyo Donev
Laufzeit: 8 Min

Die Idee für diesen Kurzfilm erinnert mich an eine Simpsonsfolge, nur das dieser Film lange vor den Simpsons hergestellt wurde:

Zitat

Lisa: Was ist wenn die Eidechsen zur Plage werden?
Skinner: Kein Problem! Dann führen wir je nach Bedarf chinesische Nadelschlangen ein. Die werden die Eidechsen ausrotten.
Lisa: Aber sind die Schlangen nicht noch schlimmer?
Skinner: Doch, auch darauf sind wir vorbereitet. Wir haben einen Gorilla gezüchtet, der ist verückt auf Schlangenfleisch.
Lisa: Dann wissen wir nicht wohin mit den Gorillas!?
Skinner: Doch, das ist ja das wunderbare daran. Wenn der Winter kommt, erfrieren sie einfach und sind tot.


Nach diesem Prinzip funktioniert der Film. Optisch und animationstechnisch ist hier nichts beeindruckend, aber die Story ist ordentlich umgesetzt.
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Left, Right
Regie: E. Abadjiev
Laufzeit: 5 Min

Left, Right erzählt von einer Ente, die einfach aus der Reihe tanzt. Lustig anzusehen! Bei diesem Film merkt man, dass Charaktere nicht immer durch das Charakter-Design unterschieden werden können, sondern viel mehr durch die Bewegung (bzw. die Animation).
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Oben habe ich ja bereits erwähnt, dass ich Don Hertzfeldt's Filme nicht sonderlich mag. Und nach dem ich mir fast alle seine Filme angesehen hatte, habe ich meine Meinung auch so gut wie nicht geändert. Mit einer Außnahme!


Everything Will Be Ok (2006)
Regie: Don Hertzfeldt
Laufzeit: 17 Min

Everything Will Be Ok ist nicht diese Außnahme. Den Inhalt habe ich nicht ganz begriffen (oder mittlerweile vergessen), deswegen möchte ich da auch nicht spekulieren. Was mir aber auffällt, ist... dass sich sein Erzählstil über die Jahre grundsätzlich verändert hat... und damit meine ich, dass es sich verbessert hat. Ich habe die Story zwar nicht verstanden, aber es war trotzdem halbswegs interessant seinen Gedankengängen in diesem Film zu folgen.
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Lily and Jim (1996)
Regie: Don Hertzfeldt
Laufzeit: 13 Min

Lily and Jim ist dagegen der einzige Hertzfeldt-Film, der mich angesprochen hat. Lily and Jim sind zwei gewöhnliche Menschen. Sie sind kein Pärchen, aber womöglich dabei eines zu werden - mittels eines Blind-Dates. Wie alle seine Filme ist auch dieser optisch ... wie soll ich sagen ... einfach nur schlecht. Aber die Story ist dafür wesentlich unterhaltsamer. Das grandiose ist, dass die Charaktere so dermaßen glaubwürdig sind. Man könnte meinen, es wären echte Menschen mit einer realen Geschichte. Hat mir gefallen!
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Update vom 07.01.2010
Ich möchte noch ein Mal erwähnen, die meisten der Kurzfilme, die ich hier vorstelle, sind irgendwo im Internet hochgeladen. Einfach mal googeln (oder direkt auf youtube, vimeo oder einige der riesigen chinesischen Anbietern gucken)! Da es aber in Sachen Kurzfilme im WWW so viel Müll zu finden gibt und auch die Auflistung hier ein wenig unübersichtlich wird (obwohl alle Filme hier sehenswert sind), möchte ich die hervorragensten Filme noch mit so einem kritzeligen, gelben Stern würdigen. Viel Spass!

Heute möchte ich zwei etwas düstere, aber auch (wie immer) witzige Kurzfilme präsentieren.


The Dark (2009)
Regie: Michael Visser/NMTrix
Laufzeit: 3,5 Min

The Dark erzählt von einem Mann, der teilweise Angst hat im dunkeln zu schlafen, und bei jedem Geräusch das Licht anmachen sowie nachgucken muss. Zu Anfang fällt vor allem die unglaubliche Detailliertheit des Films auf. Alles im Zimmer ist so extrem detailliert und liegt da, wo es liegen muss. Doch schon schnell merkt man, dass sich die Kameraposition nicht ändert und statisch an einem Ort bleibt. Es ist nicht so schlimm und gerade dadurch hat der Film auch etwas Spezifisches.
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The Passenger (2006)
Regie: Chris Jone
Laufzeit: 7 Min

The Passenger handelt von einem (wenn ich es so sagen darf) Mann, der im Bus neben einem Goldfisch sitzt. Doch es wäre kein Film, wenn da nicht noch etwas passieren würde. Vielleicht könnte der Mann den Goldfisch füttern? Oder aber der Mann steckt seinen Finger ins Glas und der Fisch beißt ihm diesen ab? Oder aber der Fisch explodiert einfach? Oder... Naja ich will nicht zu viel verraten, wobei ich so eben nichts verraten habe, sondern nur Verwirrung gestiftet habe. Der Film ist schon sehr gut gemacht, kommt ohne Dialog aus und bringt das Herz zum Rasen.
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Update vom 22.01.2010


Old Fangs (2009)
Regie: Adrien Merigeau
Laufzeit: 11,5 Min

Old Fangs erzählt von einem Wolf, der seinen alten Vater das erste Mal seit langer Zeit wiedersieht. Und dieser ist doch ein wenig gruselig. Der Film ist ruhig erzählt, schafft es aber trotzdem eine leicht beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Das Design find ich cool, gefällt mir sehr.
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The Mysterious Geographic Explorations of Jasper Morello (2005)
Regie: Anthony Lucas
Laufzeit: 26 Min

The Mysterious Geographic Explorations of Jasper Morello ist einer der Filme, warum ich Kurzfilme so sehr liebe. Es erzählt von einem Mann, der sich mit einem Team auf eine Reise begibt um ein Heilmittel für eine Krankheit zu finden. Es gibt nur wenige Filme, die es schaffen so eine geniale und mitreißende Atmosphäre zu schaffen - super Soundtrack und optisch ist der Film eine Wucht. Es ist eigentlich ein Stop-Motion Film, allerdings zeigt man die Aufnahmen als Silhouette wie im Schattenspiel (CGI Einsatz findet man auch). Obwohl die Story ein wenig vorhersehbar ist, ist es überhaupt nicht schlimm. Denn das Gesamt-Paket ist absolut perfekt.
Diesen Film habe ich bestimmt nicht das letzte Mal gesehen - sehr empfehlenswert. Angeblich soll dies nur der erste Teil einer Serie von insgesamt vier Filmen sein. Bin sehr gespannt, was folgt.
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Rabbit (2005)
Regie: Run Wrake
Laufzeit: 8,5 Min

Es gibt nur wenige Filme, die ich wirklich hasse. Die meisten schlechten Filme gehen einfach an mir vorbei, aber Rabbit von Run Wrake ist keinesfalls schlecht. Ich hasse den Film einfach nur. Denn die Charaktere sind schon nach einer Minute unsympathisch. Die Kinder sind nicht wirklich Kinder... ich hasse sie. Und optisch ist die Animation zwar flüssig, hat aber wenig Variation. Trotzdem ist der Film auch optisch nicht schlecht gemacht. Denn der Film basiert auf Illustrationen von Geoffrey Higham und diese sind gut in den Film eingebaut. Da mir eigentlich auch die Story nicht gefallen hat, wollte ich diesen 8,5 Minuten langen Film schon nach 4 Minuten abbrechen, aber ich habe es einfach mal durchgezogen. Und zum Schluss habe ich den Film immer noch gehasst. Aber ich konnte nicht wirklich beurteilen, was ich da eben gesehen habe... Deswegen habe ich ein paar Tage verstreichen lassen und mir Rabbit noch ein Mal angesehen. Und ich muss sagen: Das ist ein Meisterwerk!

Dieser Beitrag wurde 40 mal editiert, zum letzten Mal von TweeThr am 31.01.2010 18:45.

28.09.2009 00:41
Oscu




Tentakelterrorist & Loli-Hunter
Dabei seit: 22.06.2008
Herkunft: Wolkenkuckucksheim
Pet: Mieu
Beiträge: 1.550
Sammelalbum
Credits: 26
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Endlich komme ich auch mal zu, hier wieder rein zuschreiben.
Vorneweg, TweeThr, Respekt, wie viel Arbeit du reingesteckt hast und wie gut du auch nach recherchierst... Schon mal ein ganz großes dickes Danke und Lob meinerseits (von Misato darf ich auch herzlich grüßen und Cookies entgegenbringen :^_^: ) ; ich hab mir mit einem Freund einen Kurzfilm-Abend mal gegönnt und habe auch diverse Filme hier rausgepickt.
Die meisten haben mir gut gefallen. :) Ich glaube, Kurzfilme für zwischendurch sind einfach mal was wirklich feines~!
Werd mich nun auch mal zu einigen äußern...

Geri's Game: Einfach erste Sahne... Zum Trotz der schlechten YT-Auswahl hat mir die sich steigernde Dynamik in den paar Minuten sehr gefallen und diese Gesichtsausdrücke waren einfach genial anzusehen.

Vincent: Lustiger Reim und düster makabere Geschichte. Ein Junge, der sich für jemand anderes hält und sich immer weiter reinsteigert.
Tim Burton war zugegeben nie mein Geschmack, aber ich fand den Kurzfilm ganz ok. Fans sollten mal reingucken.

Alma: ... Grausam. Wahrlich grausam. :( Also mir gefiel auch alles an dem Film. Besonders das Design der Figur Alma selbst haben sowohl meinem Kollegen als auch mir gut gefallen. Es gibt ja ähnliche Geschichten dieser Art und ja, es ist auch wo nichts neues. Ich finde es trotzdem verstörend. Die Musik hält sich recht konträr, passt aber auch auf makabere Art dazu.

Spoiler

Beeinflusst das Schreiben der Namen mit Kreide an die Wand dann das Folgende wie bei allen anderen "Vorgängern...? Hat zumindest mein Kollege vermutet. So oder so, spätestens bei diesem "Weg und wieder woanders"-Spiel hätt ich schleunigst den Laden verlassen... xD Gut gemacht, fand ich das mit der Tür und dem Großrad-Püppchen, sehr symbolisch.

@TweeThr: Was meinst du beim Kommentar mit The Sandman und Paul Berry eigentlich mit "wie weiter oben"? Wo steht da was?^^


Das Rad: :lol: Schöner Film. Auch wenn es an manchen Stelle selbst für einen Kurzfilm etwas langatmig war, hatte der Film eine sehr gute Handlung und eine tolle Pointe. (Laut meinem Kollegen wurde es tatsächlich witzigerweise erforscht, dass laut Wissenschaft es wirklich nur wenige tausend Jahre braucht bis wirklich gar nichts mehr von uns Menschen übrig bleibt in ferner Zukunft. ) Am Anfang zwar seltsam aber zum Schluss doch passend gewählt, empfand ich den Titel. Wer das Ende sieht, weißt, was ich meine. Umso erfreulicher ist's, dass es eine deutsche Produktion war. Mir gefällt's.

Demon: Hab bei der Beschreibung noch nicht so viel gehalten. Wenn jemand das Musikvideo zu Gigi Agestino's Liedern kennt (mit den Strichmännchen) - Das hab ich mir anfangs drunter vorgestellt. Die Skepsis legte sich. Und obwohl jedes Bild wirklich eigenständig nachgezeichnet wurde und somit die Formen (zumindest der Figuren) nie gleich bleibt, empfand ich dennoch starke Räumlichkeit bei dem Film trotzt weniger Farben.
Hab sogar erkennen können, wann Tag und wann Nacht war. Ein eher ruhiger Film mit einigen Spannungen. Man erfährt an sich null über gewisse Umstände, aber das macht den Film aus. Auch die Emotionen kann man sehr gut trotz unklarer Konturen erkennen. Ich war gebannt.

Voodoo: Der Film hat mir mit Abstand am besten gefallen. Man sieht eigentlich gar nichts an den Puppen, kein Gesicht und so, nur das Atmen, aber dennoch wage ich mal zu behaupten, dass Emotionen richtig gut rüberkamen. Die Angst kam jedenfalls sehr überzeugend rüber.
Gesteigert wurde die gewisse Dramatik mit dem Soundtrack. Dieser innere Zwist und der Kampf gegen den Nutzer waren einfach super inszeniert. Und irgendwo waren die auch süß, die Puppen. :D Von Anfang bis Ende schön, dramatisch, traurig. Guter Kurzfilm.


+++++++++++++++++++++++++++


So, nun zu meinem Angebot. Hab mich etwas schwer mit Recherchieren getan, aber hier sind einige Filme, die ich auch euch sehr empfehlen kann.


Replay
Regie: Anthony Voisin
Laufzeit: 8.45

Es spielt in unserer Welt in einer unbekannten Zeit - Höchstwahrscheinlich ein Endzeitszenario der nahen Zukunft.
Man erfährt kaum etwas über den Zustand der Welt. Einzig, dass scheinbar die Luft der Erdatmosphäre scheinbar giftig für Organismen geworden ist und nur einzelne Bunker den Menschen es möglich machen, zu überleben. Eine junge Frau sucht, ausgerüstet mit Sauerstoffmaske, außerhalb der Bunker nach brauchbaren Gegenständen (u.a. um sie zu verkaufen). Ihr kleiner Sohn freut sich bei jeder Heimkehr über die neu gefundenen Dinge. Diesmal bringt seine Mutter unter den Fundstücken ein Kassetenrekorder mit, in deren Kassette das damalige Tagesgeschehen eines Stadtalltags zu hören ist, was ihn neugierig macht... Manchmal kann die Erinnerung an die Vergangenheit meist die einzige Hoffnung sein, die man noch hat.

Ein trauriger Film mit gelungenen, aber tragischen Ende. Trotz weniger Infos vermittelt der Film sehr viel, was auch mit passender Musik passend unterstrichen wird.



Fallen Arts (2004)
Regie: Tomek Baginski
Laufzeit: 5.54

Vielleicht ist euch der Animator aus Polen ein Begriff.
Wenn Soldaten als "Kunstwerke" herhalten müssen... Da passt der "letzte Schrei" wie die Faust aufs Auge...
Nicht unbedingt mein Geschmack, sehr makaber, sehr bitterböse der Humor. Für Freunde solcher sicherlich ein netter, lustiger Kurzfilm...
Die technische Aufmachung ist aber auf alle Fälle super.



Undo
Regie: Tomek Baginski
Laufzeit: 2.49

Auch ein Werk von Baginski, aber nicht so bekannt wie das vorige.
Ein Mann, im Rollstuhl sitzend und schwer atmend, liest sich die Bücher verschiedener Menschen durch. Besser gesagt, das Leben dieser Menschen bis zum Umstand ihres Todes. Mit dem Entfernen einer Seite macht er es ungeschehen...
So ganz verstanden habe ich den Film nicht. Ich und mein Freund haben unterschiedliche Interpretationen. Bin gespannt, ob jemand hier auch eventuell eine für sich findet. ;)
Fakt ist, dass beim Lesen ihn entweder die Vision an die jeweiligen Unfälle bzw. Todesumstände kommen oder sich selbst an etwas erinnert. Er macht es ungeschehen, was man auch an den sich veränderten Texten erkennt.

Spoiler

Wenn mein Freund meint, dass er damit die Tode der Menschen durch das Rausreissen verhindert, wieso wird dann seine Narbe entfernt? Haben diese Vorfälle auch mit ihm zu tun?
Und bei jedem Entfernen einer Seite wird er selbst Schäden ausgesetzt...
Ich vermute, dass er eventuell an den Unfällen oder unterschiedlichen Todesumständen sogar selbst Schuld oder auch involviert ist/war... daher kann er später auch stehen...

Das Ende lässt mich dennoch nachdenklich mit Fragen da stehen. Ich bin auf Meinungen gespannt. ;)
Den Gesichtsausdruck hat man bei dem Mann super in Szene gesetzt. Sehr kurzer, aber atmosphärischer Film.



HUGH
Regie: Mathieu Navarro, Sylvain Nouveau, Francois Pommiez, Aurore Turbe
Laufzeit: 9.17

Die Geschichte ist einer Apachen-Legende nachempfunden und wurde von vier franz. Animationsfilm-Studenten umgesetzt.
Ein Medizinmann erzählt den Indianer-Kindern eine Geschichte, in der der Himmel noch tief lag, so dass weder Bäume gerade stehen und Vögel fliegen, noch Erwachsene gerade gehen konnten...
Ein netter Kurzfilm, der durchaus auch für Kinder ist. Zwischen der Erzählung und dem Geschehen im Wigwam des Medizinmannes wechselt auch der Animationstil hin und her. Mr gefielen beide und auch einige Stellen sind witzig gemacht.



Sie sind die Lolis und wir sind die Jäger.
31.01.2010 17:12
TweeThr




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Zitat von Oscu

@TweeThr: Was meinst du beim Kommentar mit The Sandman und Paul Berry eigentlich mit "wie weiter oben"? Wo steht da was?^^

Weiter oben in meinem ersten Post habe ich Paul Berry's Film 'The Sandman' vorgestellt. Ich meinte damit, dass Alma und The Sandman beide optisch und erzählerisch perfekt sind... und obwohl sie jeweils eine andere Story haben, ist das Ende doch sehr ähnlich... bitter böse.

Fallen Arts und Undo kannte ich auch und die standen schon seit längerem auf meiner Liste. Bei Fallen Arts habe ich mir zum Schluss doch noch überlegt, soll ich jetzt lachen oder nicht... ich habe mich fürs erste entschieden.
Bei Undo

Spoiler

vermute ich, dass das Buch eine Art Tagebuch ist. Oder vielleicht ein Geschichtsbuch, da die Buchstaben gedruckt sind.... und gerade da er eine Seite des Buches rausreißt, verändert er die Geschichte bzw. die Vergangenheit, die mit ihm selbst zusammenhängt. Er macht er ungeschehen. Denn wahrscheinlich ist damals etwas schreckliches passiert, sodass er an den Rollstuhl gebunden ist. Und gerade dies macht er ungeschehen. Doch der Haken dabei ist, dass stattdessen früher etwas anderes passiert es. Und dies war dann noch schlimmer als an den Rollstuhl gebunden zu sein.

So habe ich das verstanden.

Replay fand ich auch ganz nett. Der Film war zwar ein wenig vorhersehbar... aber das macht nichts. Aber was mich aufregt, wieso hören Kinder niemals auf Erwachsene... man, man, man...

Hugh hat mir auch gefallen. Das CGI-Design fand ich schön und sympatisch. Aber an der Story hat es bisschen gehappert. Wo war die Herausforderung?
______________
So, die Oscar-Nominierungen wurden bekannt gegeben. Pixar's Partly Cloudy hat es leider nicht geschafft und zum Glück ist The Cat Piano nicht weiter gekommen. Dafür aber French Roast und Wallace & Gromit(siehe beide weiter oben)!

Die Nominierten:
- French Roast (Fabrice O. Joubert)
- Granny O'Grimm's Sleeping Beauty (Nicky Phelan und Darragh O’Connell)
- The Lady and the Reaper (La Dama y la Muerte) (Javier Recio Gracia)
- Logorama (Nicolas Schmerkin)
- Wallace & Gromit: A Matter of Loaf and Death (Nick Park)

Wie bereits im 'Oscar 2010'-Thread erwähnt vermute ich schon fast, dass Nick Park mit Wallace & Gromit gewinnen wird... da er wieder ordentliche, solide Arbeit geleistet hat und er eh immer gewinnt, wenn er nominiert ist. Wobei ich allerdings meine Daumen für Logorama drücke. Obwohl ich natürlich auch mit Nick Park zufrieden wäre... aber, mal sehen.


Granny O'Grimm's Sleeping Beauty (2009)
Regie: Nicky Phelan, Darragh O’Connell
Laufzeit: 6 Min

Granny O'Grimm's Sleeping Beauty ist ein interessanter Film. Optisch wechselt dieser wie schon Hugh zwischen hochqualitativen CGI-Aufnahmen und klassichen Zeichentrick. Dabei erzählt eine alte Dame energiegeladen ihrer Enkeltochter eine Geschichte aus einem Märchenbuch.

Spoiler

Ich bin mit nicht sicher, aber ich vermute, dass die Geschichte zumindestens teilweise mit der Vergangenheit der alten Dame zusammenhängt. Dies würde die Wutausbrüche erklären.

Ansich ist der Film schon unterhaltsam, aber ich glaube nicht, dass dies für den Oscar ausreicht.
______________

La dama y la muerte / The Lady and the Reaper (2009)
Regie: Javier Recio Gracia
Laufzeit: 8 Min

La dama y la muerte / The Lady and the Reaper erzählt ebenfalls über eine alte Frau, die allerdings Abschied von ihrem Leben nimmt. Der Tod ist bereits gekommen, aber die Ärtze wollen sie nicht loslassen. Leider geht bei diesem Film etwas schief, sodass es schon nach wenigen Minuten ins Lächerliche gezogen wird. Im letzten Jahr konnte man mit This Way Up schon den Spagat zwischen Comedy und Tod schaffen. Aber dieser Film ist einfach nur langatmig und lächerlich. Ich will den Film jetzt nun nicht allzu schlecht machen... ein wenig unterhaltsam ist dieser schon.
______________

Logorama (2009)
Regie: Nicolas Schmerkin
Laufzeit: 16 Min

Logorama hat mir dagegen schon wesentlich besser gefallen. Es erzählt von... äh... ich weiß es nicht. Das letzte Drittel des Films ist dann einen ganz anderen Weg gegangen als das davor. Es spielt in eine Welt voller Logos, Marken und Werbung. Jeder Charakter kommt irgendwie aus einem Werbespot oder so und es ist nicht mal Schleichwerbung, sondern sie reiben einem die Marken quasi unter die Nase. Wie erwähnt gab es keine durchgehende Story. Leider konnte man nicht wirklich die Hauptcharaktere identifizieren. Ich weiß nicht, wer im Mittelpunkt stand... es sind einfach zu viele Charaktere. Aber ich fand es nicht schlimm. Denn der Film war sehr unterhaltsam und richtig gut umgesetzt. Man hätte meinen können, es sei ein typischer Hollywood-Action-Kracher. Dieser Film hat mir sehr viel Spass gemacht. Doch ich befürchte schon fast, dass die Oscar Jury nicht ganz so begeistert von dem Film sein wird.
______________
Die folgenden beiden Filme sind zwar nicht für den Oscar nominiert, aber trotzdem sehenswert.


Galileo (2009)
Regie: Ghislain Avrillon
Laufzeit: 4,5 Min

Galileo erzählt von einem Jungen, der erste Pläne anfertigt, um den Menschen zum fliegen zu bringen. Flugzeuge gibt es nicht, aber Galileo hat eine Idee und eine Freundin, die ihm zur Seite steht. Dies ist ein schöner und liebenswerter Film. Über das Ende kann man sich streiten. Denn sicher bin ich mir nicht, ob es ein Happy-End ist oder doch nicht. Aber trotzdem hat mich der Film schon ein wenig bewegt.
______________

Mon ami Charly / Mein Freund Charly (2008)
Regie: Julien Duval, Loïc Quesada, Rémy Terreaux, Magda Wydrzynska
Laufzeit: 4,5 Min

Mon ami Charly hat mich umgehauen. Es ist ein französischer Film und erzählt von einem kleinen Mädchen, dass ihren Freund Charly besuchen möchte um mit ihm zu spielen. Charly ist ein "Mitbewohner" im Haus, der in einem Zimmer eingesperrt ist. Vorerst optisch: Dieser kurze Film kann es locker mit Pixar aufnehmen. Insbesondere die Mimik der Charaktere ist grandios und kann bereits damit die Geschichte erzählen. Nun zur Story: Zurest beginnt es harmlos mit schönen und witzigen Szenen. Es ist schon lustig, aber doch nicht das Wahre. Im letzten Drittel merkt man dann: 'Verdammt, die machen keinen Spass! Die meinen das ernst!' Und da hat mich der Film umgehauen. Nach dem Ende des Films, saß ich noch mindestens zwei Minuten da und habe auf den schwarzen Bildschirm geguckt, und habe mich gefragt, was ich da eben gesehen habe.

Spoiler

Im Grunde ist dem Kind dies, was gezeigt wird, nicht wirklich passiert. Sie hat alles im Fernsehen gesehen. Und als sie zu Anfang gefragt hat, ob sie mit Charly spielen darf, hat sie damit eher gemeint, ob sie fernsehen darf.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von TweeThr am 04.02.2010 21:33.

04.02.2010 21:30
Totman Gehend




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Ich hab' mir nur wenige der Kurzfilme hier zum Anschauen rausgepickt. Für die anderen müsste ich mir wie Oscu echt mal einen Abend reservieren.

Die Idee hinter "Mon Amie Charlie" fand ich ziemlich gut. Besser hätte man die Wirkung von Charlie wohl nicht veranschaulichen können.

Bei "Skhizein" bin ich nicht ganz mitgekommen.

Spoiler

Ist er letzten Endes so stark entrückt gewesen, dass sich sein physischer Körper auf der Erde, sein wahrnehmender Körper aber im Weltall befand? oO Und wieso hat er Asteroiden auf die Wände gepinselt? Sowas hätte er doch gar nicht hinbekommen, würde seine Wahrnehmung tatsächlich im Weltall festsitzen.



Ich bin übrigens auf der Suche nach nach dem Titel eines Kurzfilms, der vor ein oder zwei jahren auf Arte ausgestrahlt wurde. Der Plot handelte grob von einer jungen Frau, die ein Neugeborenes in einem Blumentopf heranwachsen ließ o.ä. Die Atmosphäre war ziemlich schwarz und freudlos und es gab auch kein Happy End. Ich weiß nicht mehr genau, was zum Schluss passiert ist, aber irgendwie hat das Kind im Blumentopf eine Ungestalt angenommen und wollte seine Mutter umbringen oder sowas in dem Dreh.
Vielleicht weiß ja einer von euch, welchen Kurzfilm ich meine.


Zum Schluss steuere ich dann auch nochmal zwei Werke bei:


"Kiwi!" (2006)
von Dony Permedi
Laufzeit: 3 Minuten

Eine kleine Geschichte über einen Vogel. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Das Animationsdesign ist sehr einfach gehalten, tut dem Film aber keinen Abbruch.


"Darkness Light Darkness" (1989)
von Jan Svankmajer
Laufzeit: 7 Minuten

Keine wirkliche Story. Es geht lediglich darum, dass sich ein Mann selbst zusammen setzt bzw. zusammen gesetzt wird. Ziemlich beeindruckend gemacht, da mit Lehm animiert. Gesamtatmosphäre: eher unheimlich. Stellenweise auch eklig, etwa wenn die Zunge durch die Tür kriecht.

Spoiler

Das Ende verwirrt mich aber etwas. Die Hände scheinen klug und autark zu sein. Bis zum Schluss agieren sie unabhängig vom Kopf. Eine Hand lässt sich dann an den Körper dranpappen, verliert in diesem Moment ihre Selbstständigkeit. Die andere jedoch bleibt frei und macht sich dran, das Licht auszuknipsen, obwohl das den Kopf in Angst und Schrecken versetzt. Und da frag ich mich wieso. Wieso bleibt die Hand selbstständig und warum will der Kopf nicht, dass es dunkel wird. Aber genau so könnte man fragen, warum der Typ in einem Raum zusammen gesetzt wird, aus dem er nachher in voller Größe eh nicht mehr rauskäme.
Vielleicht hat das Ganze irgendwie mit dem Lebenszyklus zu tun, kam mir gerade noch in den Sinn... aber vielleicht sollte man bei solchen Kunstfilmen auch nicht immer alles interpretieren wollen.




edit:
Was "Undo" betriift:

Spoiler

Zitat

Wenn mein Freund meint, dass er damit die Tode der Menschen durch das Rausreissen verhindert, wieso wird dann seine Narbe entfernt? Haben diese Vorfälle auch mit ihm zu tun? Und bei jedem Entfernen einer Seite wird er selbst Schäden ausgesetzt... Ich vermute, dass er eventuell an den Unfällen oder unterschiedlichen Todesumständen sogar selbst Schuld oder auch involviert ist/war... daher kann er später auch stehen...
Ich habe den Film so verstanden, dass der Typ seine eigene Lebensgeschichte durchblättert mit der Intention, sein verfrühtes Ableben (als Konsequenz seines Herzproblems) zu verhindern. Er nimmt an, dass das Problem mit dem Autounfall zusammen hängt, reißt diesen Vorfall also aus seinen Memoiren heraus. Nur hat er sich geirrt: zwar kann er wieder stehen, aber das bringt nix, weil ihn sein herz gleich darauf wieder in die Knie zwingt.

edit: oh, ich seh grad: so verfrüht wäre sein Ableben ja gar nicht, der wird ganz schön alt.


edit:
ganz übersehen, TweeThr hat sich schon ähnlich dazu geäußert.


Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von Totman Gehend am 12.03.2010 21:39.

12.03.2010 20:32
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Wahnsinn die Beiträge hier. Das macht richtig Spaß das alles zu sehen ^^

Da ich einen Teil davon schon auf dem Fantasy Filmfest gesehen, stelle ich hier nur mal drei vor die mir noch so geläufig sind.
Bei einem handelt es sich um einen Zweiteiler und bei dem anderen um ein "Musikvideo" der etwas anderen Art.

Tadeo Jones

Produktionsland, Jahr
Spanien, 2005
Regie
Enrique Gato
Laufzeit
10 Minuten
Preise
Beste Kurzfilm Animation bei den Goya Awards 2006
Story
Tadeo Jones, unerschütterlicher Jäger des verlorenen Schatzes macht er sich unerschrocken auf die Suche nach neuen Abenteuern und dieses mal verschlägt es ihn in eine geheimnisumwobene Schatzkammer in einer Pyramide wo er den Schatz alter Pharaonen sucht. Nur hat er die Rechnung der Besitzer gemacht[/b]
Persönliche Meinung
Das ist der erste Teil, der zweite folgt zugleich.
Tadeo Jones ist selbstverständlich eine kleine Verarschung von Indiana Jones und so sieht man hier diverse Anspielungen.
Mit den 10 Minuten erzählt er eine kleine außergewöhnliche Abenteuer Geschichte die durchaus amüsant ist und Spaß macht. Das ganze ist ohne einen einzigen Ton von sich zu geben auch eine gute Unterhaltung.
Das er natürlich nicht ganz wie sein Vorbild ist, sollte klar sein, aber lustig ist das ganze dennoch. Zwar ist die Animation nicht ganz perfekt, aber dennoch sehr sehenswert und weiß zu überzeugen.
Der Clou der ganzen Geschichte kommt aber zum Schluss, was doch für eine tolle Überraschung gesorgt hat.

Tadeo Jones und die Gruft des Todes
Originaltitel
Tadeo Jones y el Sòtano Maldito
Produktionsland, Jahr
Spanien, 2007
Regie
Enrique Gato
Laufzeit
18 Minuten
Preise
Beste Kurzfilmanimation bei den Art Futura 2007 sowie Goya Awards 2008
Story
Kaum denkt Tadeo Jones zuhause in Ruhe seinem Hobby nachgehen zu können, hört er wie ein Hündchen wie verrückt bellt und sieht das dieser und andere Tiere hinter einer verschlossenen Tür verschwinden. Todesmutig wie er ist, macht er sich auf die Suche und gerät dabei in die Fänge einer kleinen Sekte von Tierhassern die die Tiere ihrer Göttin Opfern wollen.
[/b]Persönliche Meinung[/b]
Der zweite Teil ist ebenfalls eine Anlehnung an die Indy Jones Filme, dieses mal ganz klar an Tempel des Todes.
Das er dem ersten Teil in nichts nachsteht ist klar und so bietet dieser FIlm etwas mehr Zeit, denn es gibt ja mehr darzustellen. Nicht nur das dieses mal Dialoge vorkommen und die Animation etwas besser ist als aus dem ersten Teil, so ist das ganze auch viel lustiger geworden. Die ganzen Anspielungen an die Indy Jones Filme sind herrlich und erfrischend und die Ideen ebenfalls. Ein Hochgenuss sind die vermummten Kuttenträger die das ganze Geschehen von einem Plateau aus betrachten. Sehr genial, zum schief lachen.
Da steckt wirklich viel Liebe drin und es macht Spaß Tadeo und dem kleinen wackeren Hund als seinen kleinen Freunden den drei Schildkröten zuzusehen.
Gerne einen dritten Teil oder gar einen Abendfüllenden FIlm davon.

Me
Besonderheit
Als Musikvideo verpackt
Produktionsland, Jahr
Deutschland, 2008
Regie
Thomas Klieber
Laufzeit
5 Minuten
Persönliche Meinung
Die Story hier zu verraten wäre zu viel des guten. Man sollte sich das ganze schon selbst angucken.
Die Musik ist von ASP und ich muss sagen, sie passt sich der doch etwas düsteren Stimmung des Films wunderbar an und die Geschichte wird wunderbar dargestellt. DIe Figuren sind toll gemacht und man mekt da wirklich die Liebe zum Detail. Die Musik stellt natürlich, wie sollte es anders sein, auch gleichzeitig die Geschichte dar.



Sig by Voice
24.03.2010 23:11
TweeThr




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Freut mich, dass hier meine Threads doch langsam aufblühen... ich habe schon das Gefühl seit Ewigkeiten hier nichts mehr geschrieben zu haben. Totman Gehend, leider kann ich dir bei deiner Kurzfilm-Suche nicht helfen.

Zu Skhizein:

Spoiler

Ich denke, das muss nicht logisch sein. Ich bin mir sogar fast sicher... der Regisseur dachte 'Wäre doch eine coole Szene, wenn der Mann Asteroiden in seiner Wohnung malt'.


Me - von Thomas Klieber (2008)
War recht unterhaltsam... insbesondere habe ich die Musik nicht wirklich wahrgenommen... und das meine ich im posiven Sinne. Optisch war es auch ganz nett... nur bei der Story habe ich irgendwie Gedächtnislücken. Mal war es interessant, dann leider doch nicht, dann wieder spannend, dann hat mein Hirn abgeschaltet... hmmm, ganz komisch.

Kiwi! - von Dony Permedi (2006)
Am Anfang habe ich nicht ganz verstanden, worauf es hinaus laufen soll... aber das war auch genau so beabsichtigt... zum Schluss dachte ich einfach nur... geil. Hat mich echt zum lachen gebracht.

Darkness/Light/Darkness - von Jan Svankmajer (1989)
Ahh... Jan Svankmajer... seine Filme stehen schon seit langem auf meiner Liste... einige seiner Filme kenne ich schon und liebe ich. Wer sonst stellt solche Filme her? In seinem Bereich ist er quasi Monopol und man erkennt sofort seine Handschrift.

Tadeo Jones - von Enrique Gato (2005)
Yay.... war witzig, spannend und das Indy-Feeling... ähh Tadeo-Feeling war da.

______________

Heute wollte ich einen der großartigsten Animatoren der Welt vorstellen. Ja, ich rede von Aleksandr Petrov. Dem Aleksandr Petrov! Das ist ein russischer Animator, Art Director und Regisseur und er war zweitweise Schüler von Yuriy Norshteyn. Aleksandr Petrov hat eine Kunst gemeistert, die sonst nur gerade mal handvoll Menschen weltweit auf professionellem Niveau beherrschen. Und er ist der Beste unter diesen. Er hat es geschafft die Schönheit der Malerei mit der Dynamik von Animation zu verbinden. 'Paint-on-glass animation' nennt es sich... er malt mit langsam trocknenden Ölfarben auf Glass, schießt für seine Filme dann ein Foto und verändert diese leicht, wieder ein Foto usw.
Dies ist eine der aufwendigsten Methoden bei der Herstellung von Filmen... unter anderem auch eine der längsten, weil man nur in begrenztem Maße Arbeitsteilung betreiben kann. Heute möchte ich fünf Filme vorstellen bei denen er Regie geführt hat oder als Art Director beschäftigt war.
Diese Filme habe ich mir vor rund zwei Monaten angesehen... ich hoffe, dass ich mich an die Story noch erinnere. Doch grundsätzlich, was ich zu all seinen Filmen auf optischer Ebene sagen kann... Vor allem wenn man sich seine Filme My Love, The Old Man and the Sea und The Cow ansieht, dann merkt man zum einem, dass er einen relativ realistischen Stil hat... doch das beindruckendste ist die konstant hohe Bildqualität. Wenn jemand Ghibli's Iblard Jikan gesehen hat und die Bilder wunderschön fand, dann wird man schnell merken wie peinlich Ghibli doch im Vergleich zu Aleksandr Petrov ist. Meiner Einschätzung nach sind es zwar bei Bewegungen nur 4-8 Frames pro Sekunde (Standard bei Trickfilmen sind 12 FPS)... doch das reicht komplett aus, da die Bilder so dermaßen mind-blowing sind. Man könnte quasi jedes einzelne Bild in einem Museum ausstellen. Wenn man sich diese Filme ansieht, dann sollte man schon darauf achten, dass die Bildquali nicht all zu schlecht ist... Übrigens hat er auch am Winter Days-Projekt teilgenommen.


My Love / Moya lyubov (2006)
Regie: Aleksandr Petrov
Laufzeit: 26 Min

My Love ist der letzte Film von Aleksandr Petrov und optisch der bisher beeindruckendste. Dieser Film ist auf russisch, aber es gibt auch Untertitel dafür. Grob gesagt handelt die Geschichte von einem Mann, der im Grunde eine bestimmte Frau liebt... aber ihn dann doch die Versuchung an einer anderen, wesentlich reiferen Frau packt (ich hoffe, dass ich es wirklich noch richtig in Erinnerung habe). Das Besondere ist, dass diese Geschichte sehr interessant und unkonventionell erzählt ist... hmmm... ist schwer erklärbar.
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Welcome! / DOBRO POZHALOVAT''! (1986)
Regie: Alexei Karaev
Art Direction: Aleksandr Petrov
Laufzeit: 10 Min

Welcome! ist ebenfalls interessant. Es erzählt von einem Hirsch, der ungewollt die Tiere des gesamten Waldes auf sein Geweih einläd. Der Flm ist witzig, aber ich bin mir im Moment nicht sicher, ob es eine Übersetzung dafür gibt. Die meisten dieser Filme hier sind auf russisch.
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The Cow / KOROVA (1989)
Regie: Aleksandr Petrov
Laufzeit: 10 Min

The Cow gehört zu den bekanntesten Filmen von Aleksandr Petrov und war sein Durchbruch als Regisseur... Zudem wird dieser Film von Animatoren weltweit geliebt. Es handelt von einem Junge und seiner Kuh... hmm... Story vergessen, aber all seine Filme werde ich mir demnächst noch ein Mal ansehen. Was mir in Erinnerung geblieben ist... die Geschichte war dramatisch, ich hatte meinen Spass und mindestens eine Träne habe ich vergossen. (Untertitel gibt es)
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The Tale About The Small Fry / SKAZOCHKA PRO KOZYAVOCHKU (1985)
Regie: Vladimir Petkevich
Art Direction: Aleksandr Petrov
Laufzeit: 10 Min

Dieser Film kommt ganz ohne Sprache aus und erzählt von den Erlebnissen einer Fee (oder Fee-ähnlichem Wesen) in einem Wald! The Tale About The Small Fry ist ebenfalls sehr ungewöhnlich ... *in Erinnerungen schwelgen* ... und mittlerweile zu einem mir wichtigen Film geworden. Wenn ich ehrlich sein soll... teilweise war dieser Kurzfilm auch langweillig und ich habe den Film relativ passiv konsumiert... aber ich sehe darüber hinweg... mir fehlen nun irgendwie die Worte... The Tale About The Small Fry ist magisch!
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The Old Man and the Sea (1999)
Regie: Aleksandr Petrov
Laufzeit: 20 Min

Mit diesem Film hat Aleksandr Petrov sogar den Oscar gewonnen und absolut zu recht (Originalsprache: englisch). The Old Man and the Sea basiert auf der gleichnamigen Geschichte von Hemingway. Dies war der erste Film, den ich von Petrov gesehen habe... und da hat er mich so dermaßen beeindruckt. Die Geschichte ist ruhig und langsam erzählt... aber dennoch hat mich der Film von der ersten bis zu letzten Minute gefesselt. Die Geschichte erzählt von einem alten Mann, der den größten Fisch seines Lebens zu fangen versucht. Angeln ist sooo spannend!!! Und vor allem hier im Film. Ich wollte den Film eigentlich schon vor zwei Monaten vorstellen. Ich hatte mir vorgenommen so viel zu schreiben und konkret The Old Man and the Sea (1958) und diesen alten Mann vergleichen... aber nun habe ich vergessen, was ich schreiben wollte. Beide Filme sind genial und empfehlenswert. Doch Aleksandr Petrov's Film ist ein Stück mehr Meisterwerk.
______________
Update vom 07.04.2010
Heute stelle ich nur einen Film vor... und zwar einen Film auf den ich mich seit mehr als einem halben Jahr gefreut habe...


Meet Meline (2009)
Regie: Sebastien Laban, Virginie Goyons
Laufzeit: 6,5 Min
Film: http://www.vimeo.com/10471831
Making Of: http://www.vimeo.com/7708580
Website: http://www.meetmeline.com/
Production Blog: http://forums.cgsociety.org/showthread.php?t=400888

Meet Meline ist ein französisches Independent-Projekt, das innerhalb von zwei Jahren hergestellt wurde, von eigentlich nur zwei Personen, die allerdings auch noch ein wenig Hilfe bekommen haben (z. B. bei der Musik). Als ich vor rund einem halben Jahr einige Bilder und der Trailer dazu gesehen habe, habe ich mich gleich in Meline verliebt. So ein niedlicher und knuffiger CG-Charakter... wie süüüß. Gestern habe ich den Film nun endlich gesehen und enttäuscht hat mich Meline keinesfalls.
Es erzählt die Geschichte von einem kleinen Mädchen, das in der Scheune ihrer Großeltern etwas Ungewöhnliches entdeckt und dann Zeuge wird vom Wunder der Natur. Im Grunde ist die Geschichte so simpel, man könnte diese sogar in 40 sek erzählen... aber dann hätte man nicht den Spass. Optisch ist der Film wunderschön und beeindruckend... zum einem ist alles so extrem detailliert, zum anderen sind die Farben so prächtig stark und haben einen relativ intensiven Glow-Effect (schimmernd, glühend). In die Musik habe ich mich ebenfalls verliebt... ich habe ja schon mal erwähnt, dass ich schwach werde bei Glockenspielen bzw. Xylophonen... das auffallendste ist meiner Meinung die exotische Kameraführung... man sieht die Handlung aus den ungewöhnlichsten Perspektiven und nichts wirkt fehl am Platz oder gar unnötig. Durch all diese Elemente kann der Film eine wundervolle und bezaubernde Atmosphäre schaffen... also ich bin noch immer in Meline verliebt.


______________
Update vom 21.07.2010

Wie im vergangenen Jahr wollte ich dieses mal wieder die CalArts-Filme präsentieren (vor ca. 2 Monaten wurden die meisten der Filme veröffentlicht)... Doch vorher ein kleiner Exkurs, was CalArts überhaupt ist. Das California Institute of the Arts ist eine Kunsthochschule in den USA , die in den 60-er Jahren von Walt Disney und seinem Bruder Roy Disney (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn Roy E. Disney, der erst letztes Jahr verstorbenen ist) gegründet wurde. Die Hochschule bietet reguläre Studiengänge an wie Kunst, Musik, Tanz, Film und Theater. Doch im Mittelpunkt steht die Animation. Wenn jemand behauptet, er/sie sei auf CalArts, dann hat dieser in der Regel was mit Trickfilmen zu tun. Ehemalige Studenten sind unter anderem der Pixar-Creative-Chef John Lasseter und auch Tim Burton.
Doch kommen wir zu den diesjährigen Filmen. Anmerken muss ich, dass diese Filme häufig nur Ein-Mann-Projekte sind oder wenn überhaupt, dann arbeiten vielleicht zwei/drei Personen an einem Abschlussfilm und man steht schon ein wenig unter Zeitdruck. Daher kann man animationstechnisch nicht viel erwarten. Dafür schaffen einige davon mit guten Charakteren oder unterhaltsamen sowie spannenden Stories zu beeindrucken.
Die Statistik sagt, wenn jemand der nächste Regisseur eines großen Trickfilm-Spektakels sein wird, dann wird es einer von diesen (den CalArts-Studenten) sein (siehe hier).

Eingeleitet wurden die Filme mit einer kleinen Eröffnungssequenz: 2010 CalArts Character Animation Producers' Show opening (Parodie auf Totoro). Ansehen kann man sich die meisten Filme im offiziellen Vimeo-Channel. Falls einer der Filme auf Vimeo nicht verfügbar ist, so müsste man auf youtube gucken. Die folgenden Filme haben mir am besten gefallen.



Turtle Pancakes (2010)
Regie: Patrick Harpin
Laufzeit: 4 Min

Vom Design her ist dieser Kurzfilm eher billig und die Animation ist sehr ruckelig... dennoch kann diese süße Geschichte von einem kleinen Mädchen, das sich zur Aufgabe gemacht hat Schildkröten zu retten, einen verzaubern. Zwischenzeitlich hatte ich richtig Angst um die Kleine.

______________

Work (2010)
Regie: Michael Rianda
Laufzeit: 4 Min

Wer von uns erinnert sich nicht gerne zurück an unsere Kindheit... an ein sorgen-loses, freies Leben ohne irgendwelche Verpflichtungen und vor allem ohne Arbeit. Diese Geschichte erzählte in schwarz-weiß Tönen von einem Jungen, der sich eines mehr wünscht als alles andere: Mondschuhe! Und dafür muss er wohl einige Opfer bringen.

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Red (2010)
Regie: Hyunjoo Song
Laufzeit: 2,5 Min

Eines meiner Lieblings-Märchen... Rotkäppchen... wird in dieser Geschichte neu interpretiert. Das Ergebnis ist grandioser und süßer Film... von Rotkäppchen, die von einem Wolf verfolgt wird. Der Film hat mich echt verzaubert, animationstechnisch ist es gut und beim Design dominieren rötlich-helle Farben. Es ist eine niedliche und fast schon grausame Geschichte... kann ich nur empfehlen.

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Dad? (2010)
Regie: Zesung Kang
Laufzeit: 4 Min

Eltern machen nicht immer alles richtig... sie sind ja auch nur Menschen... Kindern sind ihre Eltern peinlich... je älter Kinder werden, desto häufiger streiten sie sich mit ihren Eltern, wegen Lappalien etc. etc. Doch wenn es darauf ankommt sind die Eltern immer für einen da.
Diese Geschichte erzählt von einer jungen Frau, die es mit ihrem Vater zu Hause nicht mehr aushält. Sie läuft weg und nimmt ihren kleinen Bruder mit => mit fatalen Folgen!
Dies ist ebenfalls eine tolle Geschichte, die mitten aus dem Leben sein könnte. Ich habe so mit den Charakteren gelitten und so gehofft, dass sie gleich das richtige macht.

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Change in the Weather (2010)
Regie: Amelia Lorenz
Laufzeit: 3 Min

Change in the Weather ist ein einfacher Kurzfilm. Die Hintergründe sind ganz gut, doch die Charaktere sehen nicht nur unfertig aus... sie sind auch nicht fertig. Doch die Animation steht und man kann dennoch eine schöne Geschichte erzählen von einem kleinen Mädchen, die im Wald zusammen mit einem Papagei lebt.

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The Hardest Jigsaw (2010)
Regie: Eric Anderson[
Laufzeit: 3 Min

Wenn ich es richtig verstanden habe erzählt The Hardest Jigsaw von einem Mädchen, dass ein Puzzle zusammensetzt... und währenddessen taucht sie in den Puzzlewelt ein. Eigentlich ist es nur eine Ansammlung von schönen Bilder. Ist gut gemacht, doch wirklich mitreißen kann die Geschichte nicht.

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Mala Leche (Sour milk) (2010)
Regie: Jovani Olivares
Laufzeit: 3 Min

Bruder und Schwester streiten sich häufig, wenn sie klein sind... das ist ganz normal. Mala Leche ist wieder ein Film, der ganz ohne Farbe auskommt. Die große Schwester zeigt hier eher männliche Züge und der kleine Bruder umgekehrt eher weibliche. Das steht gut im Gegensatz und gibt den Charakteren mehr Farbe (nicht optisch gemeint). Erzählt ist die Geschichte auch ordentlich, aber irgendwas fehlt mir.

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The Feather (2010)
Regie: Jasmin Lai
Laufzeit: 2 Min

The Feather handelt von einem Teddybär, der sich auf dem Weg nach Hause zu seinem Mädchen macht. Wieder gibt es keine Farbe und es stört absolut nicht, doch leider gibt es im Verlauf der Geschichte auch keine großartige Hürde zu bewältigen.

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1995 (2010)
Regie: Jeffrey Rowe
Laufzeit: 3,5 Min

Erinnert sich noch jemand an 1995? Ich weiß nicht, ob die Geschichte irgendwie auf einen wahren Begebenheit basiert. Doch sowas kennen bestimmt viele... vor allem die Jungs. Das erste Mal im Leben ist ein Mädchen nett zu einem... und schon verliebt man sich Hals über Kopf in sie. Das gleiche passiert dem Jungen in dieser Geschichte...

Spoiler

Doch im nachhinein muss er feststellen, dass das Mädel 'ne dämliche Bitch ist!

Die Geschichte zeigt jeweils vier Ereignisse aus jeder Jahreszeit: Frühling -> Sommer -> Herbst -> Winter! Dabei wirkt es ein wenig sprunghaft, aber genau das ist es, was diesen Film auszeichnet. Was jeweils zwischen den Jahreszeiten passiert ist, weiß man nicht genau, aber man kann sich dies denken. Begleitend zu jeder Jahreszeit wird immer ein Popsong aus dem Jahr 1995 eingespielt.

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Update vom 24.07.2010
Und noch einen CalArts Film muss ich noch vorstellen.


Stringbean (2010)
Regie: Misty Marsden
Laufzeit: 3,5 Min

Stringbean ist eine liebevolle Geschichte von einem Mädchen und ihrem Großvater. Es passiert nichts weltbewegendes. Man sieht wie die beiden ihr Essen zubereiten... und dann noch einmal eine ähnliche Situation ein paar Jahre später. Am Anfang wirkte das Mädchen auf mich als wenn sie unter Drogen wäre, aber das war mehr Schein als Sein... und dennoch lustig. Auf jeden Fall ist die Geschichte sehr schön.

Dieser Beitrag wurde 9 mal editiert, zum letzten Mal von TweeThr am 24.07.2010 13:20.

26.03.2010 00:59
Kenshin




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Leider hab ich dieses mal nur einen den ich vorstellen, dafür aber einen sehr guten.

The Kinematograph

Produktionsland, Jahr: Polen, 2009
Regie: Tomek Baginski
Laufzeit: 12 Minuten
Internetseite: The Kinematograph

Story
Die bewegten Bilder sind bereits erfunden worden, aber den Schöpfer plagt nur noch die Idee wie er aus den bewegten Bildern bunte bewegte Bilder machen kann. Er quält sich und er wird immer älter doch eines Tages liefert ihm seine Frau die erlösende Idee
Persönliche Meinung
The Kinematograph ist ein kurzer aber wunderschöner Film des oscarnominierten Regisseurs Baginski.
Das Studio hat uns bereits Kurzfilme wie The Fallen Art und The Great Escape beschert und mit diesem Kurzfilm ein wirkliches Highlight präsentert.
Die Welt die man uns zeigt ist schön mit kleinen Details und man zeigt, wie der Schöpfer schon mitten in der Arbeit ist und er wirklich verzweifelt ist.
Er versucht alles und er vertieft sich so sehr in die Arbeit, dass er seine Frau vernachlässigt.
Diese ist leider krank.
So erfährt dieser Mann über kurz oder lang Gewinn und Verlust binnen kürzester Zeit.
Dieser Kurzfilm schafft es in der doch so kurzen Zeit eine wunderschöne Geschichte zu erzählen, die Drama beinhaltet, aber auch immer wieder zum schmunzeln einlädt.
Die Details sind wunderschön ausgearbeitet und die Welt ebenfalls toll gemacht.

Auch wenn er traurig ist, ist er doch sehr empfehlenswert und man sollte ihn schon gesehen haben enn man animierte Kurzfilme guckt. Denn er ist wunderschön gemacht.



Sig by Voice
29.08.2010 12:39
Shubniggurath

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Ich möchte Euch gerne zwei Filme von Ian Worrel vorstellen, welche ich per Zufall gefunden habe. Hoffe es ist nicht schlimm, daß dies nicht im Zusammenhang mit irgendeiner Sendung auf ARTE oder 3sat geschehen ist. ;)

Der erste Film heißt: Icarus & the tree helder

Vorweg muß ich vielleicht dazu sagen, daß Ian Worrel seine Animationen auf klassische Art mit Stift, Papier und einem Animationstisch erstellt, deswegen sind die Bewegungen nicht so flüssig wie man sie vielleicht heutzutage gewöhnt ist, aber mir gefällt der Stil wirklich sehr gut und ich finde die Filmchen auch sehr schön gestaltet.
Leider kann ich nicht mehr von Worrel erzählen, da sein Profil auf Vimeo nicht wirklich ausführlich ist.
Der Film ist 2006 entstanden in seinem zweiten Jahr auf dem Carlifornia Institute of Arts.

Es geht um einen Minotraurus der als Baumhüter agiert. Er sorgt dafür das durch die Früchte der Bäume neue Bäume entstehen indem er einen riesigen Felsen füttert. Allerdings ist nicht ganz klar ob nun dieser Felsen an sich oder der Minotaurus der Wächter sein soll, aber durch die Parallelen zu dem griechischen Mythos würde ich persönlich den Minotaurus als Wächter betrachten.
Der zweite Protagonist ist Icarus, welcher eher rüpelhaft aussieht und einen der Äpfel stehlen will, was der Wächter und der Fels jedoch nicht zulassen.

Der zweite Film heißt: Second Wind

Dieser Film ist ebenfalls durch des Zeichners Stift entstanden. Coloriert hat Worrel ihn in Photoshop und in Bewegung gebracht wurde das Ganze schließlich durch After Effects. Entstanden ist das Werk wohl in seinem letzten Schuljahr an der CarArts.
Die Musik zu dem ganzen ist von einem Freund Worrels geschrieben worden.

In dem Film geht es um eine große Katze und einen alten Mann die eines Tages auf ein Fremdes Lebewesen stoßen.
Es kommt zu Streit zwischen der Katze und den Mann und der Mann geht weg und lässt daß Wesen und die Katze alleine zurück. Was allerdings keine sonderlich gute Idee war, denn die Katze tötet oder verletzt das Wesen was nicht ganz so schöne Folgen hat.

okay. Ich bin nicht ganz so gut im nach erzählen. ;) Also guggt Euch den Film am Besten selbst an.

14.11.2010 21:17
Luna




Sonne mit dem Namen des Mondes ( ◕‿‿◕ )
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Tir Nang Ong

Fans von "Le Maison en petits Cubes" werden absolut ihre Freue daran haben. *___*
Hat man erst einmal raus, was nun eigentlich gemeint ist, ist die Aussage irgendwie wirklich schön.


Kotatsuneko

:rofl2:
Die Katze ist toll. Ein Fressen für alle Fans der Stop-Motion Vorszenen von den Kara no Kyoukai Filmen.

Maaya Sakamoto - Universe MV/PV

Die Optik erinnert mich irgendwie schwach an die Optik von "My Way" nur nicht so extrem Knallbunt. An PVs gibt es bessere Varianten, die mehr auf das Lied abgestimmt sind, aber dieses hier ist optisch eigentlich auch hübsch.


Halucci

:rofl2:
Die Pointe ist zwar nichts neues, aber sie gefällt mir einfach.


Sébastien, Gobelins

Recht nett. Auch wenn ich sie ehrlich gesagt ein bisschen belanglos finde, aber recht nett.

La legende de la pierre qui tourne

Gefällt mir sehr gut. Sogar mit etwas Moral in der Geschichte.

Spoiler

Interessant auch, dass der alte Mann den gleichen Anhänger hat wie das Baby?




(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Luna am 15.01.2011 21:34.

08.01.2011 22:57
deunan




shadow daemon
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Start: 26.03.2011
Dauer: 4min
Genre: Adventure
Studio: Production I.G
Regie: Kenji Kamiyama
Musik: Kenji Kawaii

Zitat

Story:
Kaoru Takamura ist Mitarbeiter des "Amtes für auswärtige Angelegenheiten" (ist das eine Fehlübersetzung für "Außenministerium" ? Nun, passen würde es kaum), aber im Moment benimmt er sich eher wie ein High-Tech-Spion. Er sucht Takizawa Reyske, der angeblich die Welt, Pardon, Japan retten soll. Dabei hilft ihm sein Handy, das er Task nennt: Es bucht einen Flug, organisiert einen Leihwagen und versorgt ihn mit allen möglichen Informationen und Bildern. Der ideale Begleiter für einen moderneren James Bond eben. Als Takamura in Barcelona eine Spur verfolgt, stößt er auf einen Jungen, der ein gleichartiges Handy zu besitzen scheint - die beiden Handys begrüßen sich mit viel "Musik".


Meine Meinung
Die optische Gestaltung weiß zu gefallen. OK, die verspielten Handys muss man nicht mögen, vor allem nicht als Nicht-Japaner, aber Task erfüllt ja durchaus auch einen Zwecke als - ästhetisch gefälliges - Interface wozu auch immer. Dass es Kaoru bei der Fahrkartenkontrolle auch noch unsichtbar machte, war mir allerdings zu viel des Guten. Die Effekte beschränken sich dann auch auf die Handys selbst (mal ein wackeliges Kamera-Bild, mal ein 3D-Zoom oder eine iPad-artige Steuerung) - gar nicht mal besonders originell, aber immerhin sauber inszeniert. Das trifft aber auch auf den "Hintergrund", den Rest des Filmchens, zu.

Nur mit dem abrupten Ende bin ich unglücklich: die beiden Handys haben sich also gefunden - so what?

Spoiler

Kaorus Frage, ob der Junge Reyske kenne, bleibt unbeantwortet, die letzte Einblendung der Handys lässt sogar offen, ob die Mission nicht doch abgeschlossen ist (obwohl Kaoru Reyske nicht gefunden haben dürfte: nach dem zu Beginn gezeigten "Fahndungs"foto war der Gesuchte deutlich älter als der Junge mit dem zweiten Handy).
Und überhaupt: Was soll das (heißen): "Welcome to the Pistol Head"!?

Der Spruch aus dem Logo, welches mehrfach auftaucht - "Winners never quit; Quitters never win" ... nun, alleine von der Präsentation her ist es eine offensichtliche Referenz an das "Logo" des Lachenden Mannes aus "Ghost in the Shell: Stand alone Complex". Aber wenn man darüber nachdenkt: Eigentlich ist der Spruch ziemlicher Unsinn: Es heißt ja, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist (was Teil eins widerspricht) und wer nicht rechtzeitig aufhört, dürfte wohl auch eher verlieren - was im Umkehrschluss bedeutet, dass Aussteiger durchaus (relativ) gewinnen können - also Teil zwei widerspricht. Aber vielleicht sieht ein Japaner das ja einfach ganz anders. Auch scheint mir der Spruch unabhängig von seiner Richtigkeit verglichen mit jenem aus "Ghost in the Shell: Stand alone Complex" ("I'd like to be one of those deaf-mutes" oder so ähnlich) irgendwie einfach nur oberflächlich.

Ich habe gelesen, dass Xi Avant ein neuer Dienst von NTT Docomo sei. Das Filmchen wirkt für mich nicht gerade wie ein Werbe-Film. Und wenn, dann eher für die "Task"-Handys als für irgendeinen Dienst (obwohl es andererseits auch albern wäre, den Handys selbst die ganzen Leistungen zuzuschreiben).


Fierce demons are fighting their way out of me - to scare off the monsters attacking me in the opposite direction
10.01.2012 23:23
Misato




Rebel Scum
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Kara

Hier ein sieben minütiger Kurzfilm von Quantic Dream. Der Name könnte bei manchen Gamern die Ohren klingeln lassen (Fahrenheit, Heavy Rain). Das Material stammt aus keinem Spiel, was ich nach Ansehen verdammt schade finde, denn dieser Kurzfilm ist eine sehr geniale Technikdemo, vermittelt aber auch so manche Emotion, der ich gern nachgehen würde. Es ist einfach die Zusammensetzung einer künstlichen Lebensform:

Spoiler: "Watch"



Ich war vom Ende ja im Grunde überrascht. Grade als Kurzfilm hätte ich gedacht, dass sie eben wirklich auseinander genommen wird und vorbei ist es dann. Dass sie in den Verkauf geht ist eine echte Bombe und genau deshalb würde mich eine Fortsetzung freuen. Was man da alles für Geschichten erzählen könnte. Dass sie den Operator durch ihr Geständnis Angst zu empfinden überzeugen konnte ist sehr passend. Schmerz kennt sie nicht, sie soll hübsch aussehen und alles mit sich machen lassen. Aber Angst kennen wir Menschen ja ziemlich gut und ist ein furchtbarer Motivator. Die Demonstration der Sprachen ist natürlich ein sehr schöner Bonus.
Bleibt natürlich eine gute Frage, wie sich ein Bewusstsein zwischen den Schaltkreisen einschleicht, da ja alles vorher bestimmt sein müsste. Ein nicht funktionierendes Teil ist verständlich, aber zu gut funktionierend?

Technisch halt sehr klasse und vom "Plot" wäre es ein super Prolog für etwas längeres.


15.03.2012 05:09
monty




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Zitat von Oscu

Alma: ... Grausam. Wahrlich grausam. [...] Die Musik hält sich recht konträr, passt aber auch auf makabere Art dazu.

Spoiler

Beeinflusst das Schreiben der Namen mit Kreide an die Wand dann das Folgende wie bei allen anderen "Vorgängern...? Hat zumindest mein Kollege vermutet. So oder so, spätestens bei diesem "Weg und wieder woanders"-Spiel hätt ich schleunigst den Laden verlassen... xD Gut gemacht, fand ich das mit der Tür und dem Großrad-Püppchen, sehr symbolisch.
Gestern bin ich zufällig über "Alma" gestolpert, und ich bin jetzt noch begeistert davon. Die Qualität der Optik habe ich dabei noch nichtmal so sehr beachtet, weil ich die Geschichte einfach klasse fand. Grausam, ja, und der Kontrast mit der Musik macht es für mich noch ein Stückchen besser.

Spoiler

Einen Zusammenhang zwischen dem Schreiben mit der Kreide und dem, was folgt, habe ich jetzt nicht gesehen, aber wer weiß. Das würde dann auch dazu passen, dass der Laden durch die Anordnung und Form der Fenster wie ein hungriges Wesen aussieht, das auf Beute aus ist.
Als die Puppe im Fenster auftauchte, und sich umdrehte, wirkte das schon ein wenig gruslig. Da war doch schon spürbar, dass irgendwas nicht stimmt. Und an Almas Stelle hätte ich schon beim Anblick der Puppe Gänsehaut bekommen. Dass die Tür dann zuuufällig aufging hatte auch was unheimliches. Spätestens wäre ich aber, wie du Oscu, abgehauen, als die Puppe sich ganz offensichtlich ohne menschliche Hilfe durch die Gegend bewegte.
Das Großradpüppchen fand ich auch klasse, aber symbolisch fand ich daran nichts. Für mich war das einfach ein Junge, der panisch versucht, aus dem Laden zu fliehen, und deswegen immer wieder gegen die Tür fährt, wie eine Fliege, die versucht durch ein Fenster zu entkommen. Da der auf einem Hochrad sitzt, kann man ja davon ausgehen, dass er schon sehr lange in diesem Laden gefangen sitzt, denn ich nehme an, dass alle Puppen in diesem Geschäft die Seele eines Kindes beinhalten. Wobei der Junge ja sogar noch besser wegkommt, als viele andere, weil er sich immerhin bewegen kann - wenn auch nur mitsamt Rad.

In einem von Chris Priestleys "Tales of Terror"-Büchern gibt es eine ähnliche Geschichte, an die ich mich nach dem Schauen erinnert fühlte. Da wird auch ein Kind in eine Puppe gebannt, nachdem es neugierig rumgeschnüffelt hat.



19.04.2012 17:57
Oscu




Tentakelterrorist & Loli-Hunter
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Vor kurzem habe ich Sintel geschaut und fand den Film super. Das Ende hat mich schon bisschen vom Hocker gerissen, ganz schon deprimierend. Ich habe mir sagen lassen, der Film diene primär als Vorstellungsprodukt zu einem Programm oder Projekt.
Meet Meline erinnerte mich von dem Design sehr an typische Square Enix Vertreter, auf jeden Fall Top Qualität. Nur irgendwie zu kurz, zu wenig, alles irgendwie andeutend. Das sah mehr nach einem längeren Trailer zu einem richtigen Film aus, auch wenn ich die Gestaltung der Umgebung an sich sehr toll finde... Da kann man nur halt wenig zu sagen.
Mit The Forest wollte ich nicht so warm werden, weil mir teilweise die Message schon fast wie ein Holzhammer vorkam, bisschen subtiler hätte man es ruhig angehen können. Mir redet die Erzählerin auch ehrlich gesagt zu viel. xD Die Szenenübergänge finde ich äußerst gelungen, aber das war's auch schon.

Interessant, dass du nun zu "Alma" gekommen bist, monty. Ich hab erst kürzlich wieder mit paar Freunden mir das angeschaut. Beim ersten Gucken fielen mir die paar Details noch gar nicht auf.

Zitat von monty

Spoiler

Das Großradpüppchen fand ich auch klasse, aber symbolisch fand ich daran nichts.


Spoiler

Ich hab mich recht unglücklich ausgedrückt. Im Grunde wollt ich nur auf die Stilmittel hinaus, auf die zurückgegriffen werden, um den Zuschauer schon vorab in unbehagliche Stimmung zu versetzen. Dass man dem Großradpüppchen regelrecht ansieht, dass es die Flucht ergreifen will, finde ich einfach klasse inszeniert, um die Gefahr zu signalisieren.
Das mit dem schemenhaften Maul fiel mir wie gesagt erst jetzt auf, auch eben ein nettes Detail. Passend dazu heißt ja Alma auf spanisch "Seele", was die Theorie mit den beherbergten Kinderseelen nur unterstützt.^^

Vor geraumer Zeit hat TweeThr bei den News berichtet, dass der Direktor an einem längeren Film arbeiten wird, dass auf "Alma" basiert. Da mich die Handlung, die Erzählweise und überhaupt die ganze Aufmachung nach wie vor beeindruckt, kann ich es eigentlich kaum erwarten, bis mal endlich weitere Anzeichen dieses angekündigten Projekts ans Licht kommen. Für so eine richtige Geschichte hat diese Perle, finde ich, auf jeden Fall Potenzial.






Before Sunrise
Laufzeit: 5.26 Minuten
Leitung: Kealan O'Rourke

Nachts in einer Kleinstadt treiben Schattenkreaturen diversen Schabernack mit den Bewohnern und erschrecken diese mit ihren Schattenspielen. Nur eines dieser Schattenwesen findet an diesen Streichen keine Freude und wandert ziellos auf den Dächern herum. Angezogen vom warmen Licht eines Fensters begibt er sich in die Wohnung eines alten Mannes und erblickt ein liebliches Kerzenlicht, in das er sich auf dem ersten Blick verliebt...

Spoiler

Eigentlich eine in meinen Augen generische Liebesgeschichte, die aber mit einer märchenhaften Nachtatmosphäre zu überzeugen weiß. Ein wenig witzig waren die paar Streiche der anderen Schattenkreaturen (an Stelle der Katze hätte ich auch verdammt Schiss gehabt... :D ), aber sonderlich überraschend war die Handlung nicht.





Zero
Laufzeit: 12.32 Minuten
Leitung: Christopher Kezelos, Christine Kezelos
Bildbearbeitung: Matthew Horrax

In einer Welt, wo man mit einer Zahl geboren wird, die man ein Leben lang trägt und den hierarchischen Rang in der Gesellschaft bestimmt, sieht sich Zero seit Anbeginn mit Vorurteilen und Intoleranz konfrontiert. Er wird in der Schule gemobbt und bekommt auch keine Arbeit und Unterkunft angeboten. Eines Tages lernte er eine weibliche Zero kennen und aus der Freundschaft wird bald eine Liebesbeziehung. Doch die Bindung zwischen "Null-Trägern" gilt in der Gesellschaft verboten...

Spoiler

Solide Geschichte mit einer simplen Message. Was ich ja nett fand, war auch die Erklärung, dass der Null keine Bindung/Fortpflanzung gegönnt wird, weil beim Multiplizieren auch immer Null rauskommt und demnach das Kind wohl auch keine Zukunft haben wird. Überzeugt hat mich die Szenen mit Zeros Erniedrigung, das Happy End mit der Unendlichkeit (warum zweiköpfig .-.?) fand ich hingegen schon etwas plump. Ich habe das Gefühl gehabt, dass der Film trotz der düsteren Note "herzallerliebst" wirken soll. Mir hat er schon gefallen, aber mehr als okay fand ich ihn jetzt nicht. Halt wieder so eine Thematik um Liebe und Scheitern.





The End
Laufzeit: 6.12 Minuten
Leitung: Michel Samreth, Maxime Leduc, Martin Ruyan

Eine Vogelscheuche wird vom Gericht zum Tode verurteilt, weil er dabei gesehen wurde, wie er mit einer Elster Freundschaft schloss...

Spoiler

Fand ich schon weitaus beeindruckender. Vielleicht mag ich einfach animierte Kurzfilme, wo nur die Bilder für sich sprechen. Die nahezu schwarz und weiß gehaltene Farbgebung und die Schatten wieder spiegeln auch die konstant düstere Stimmung des Films wieder. Anders als bei "Zero" vermittelt der Film konstant etwas Unbehagliches, was auch vielleicht teilweise an den grotesken Designs der Vogelscheuchen liegt. Eine Geschichte über eine verbotene Freundschaft mit einer unerwarteten Entwicklung. Hab die verschiedensten Interpretationen zum Ende auf den Videoplattformen gelesen, obwohl ich eigentlich den Ausgang schlicht und eindeutig finde.




Sie sind die Lolis und wir sind die Jäger.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Oscu am 20.04.2012 17:14.

20.04.2012 16:10
Voice




Şaving £ight
Dabei seit: 03.06.2004
Herkunft: Arcadia
Pet: Tama-chan
Beiträge: 9.631
Sammelalbum
Credits: 6057
gekaufte Marken: 326
verdiente Marken: 813
      

Ich hab in letzter Zeit mal wieder ein paar Filme gesehen, auch eher zufällig als gesteuert. Aber bei animierten Kurzfilmen sage ich selten nein.



Im Flug erobert (Paperman) (2012)
Laufzeit: 6:31

Dank 3D-Effekt doch ein ganzes Stück greifbarer als der klassische Zeichentrickfilm. Hat dieses Jahr immerhin einen Oscar erhalten als "Bester animierter Kurzfilm" und darf daher hier nicht fehlen. Ich mag den Film ziemlich gerne, sehe ihn mir auch alle 2 Monate mal zwischendurch an (wenn ich z.B. auf einen Anruf warte oder so). Zu charmant finde ich die Idee. Die Musik macht den Film noch viel gefühlvoller als er eigentlich ist. Der Musikeinsatz ist mit viel Fingerspitzengefühl geschehen, das ist vor allem die Mischung aus ruhigen und lauten Tönen, die hier Highlights schafft. Die Papierflieger sind auch einfach zu toll. Ich bin wirklich kein Disney-Fan, aber dieser Film besitzt so ein bisschen diesen Hauch vom "Wunder des Moments", dass ich ihn einfach nur sehr schön finde :)


Der Vogelschreck (For the Birds)
Laufzeit 2:58


Haha, der Minion-Effekt :rofl2: Ich kann mich wieder daran bespaßen, dass scheinbar sehr simpel gestrickte Figuren ihre Freude aus irgendwelchen einfachen Dingen ziehen. Dazu die äußerst subtile Mimik der Vögel und dann sind das obendrein auch noch so richtig panische Viecher. Jetzt in Zusammenhang mit der Botschaft, bin ich großer Fan des Films. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass es sich hierbei um meinen Lieblingskurzfilm handelt. Da werden Figuren ausgegrenzt, weil sie offenbar anders sind, aber die Einsicht, dass man selbst ganz schnell eine andere Position einnehmen kann, kommt zu spät. Toller Film, wirklich. :adore: Funktioniert ganz simpel, ist in seiner Wirkung aber ein echtes Goldstück.


Big Buck Bunny
Laufzeit: 8:10

Ein treudoofes Bunny schlägt zurück. Kein wirklich aufregender Film, sowas gibt es wohl wie Sand am Meer. Eigentlich ist hier nur recht unterhaltsam, dass das Bunny nicht so die Intelligenzbestie ist und erst lernen muss, sich zu wehren. Die drei Feinde sind nun nicht so der Knüller. Nur das Flughörnchen besitzt dank seiner Fähigkeiten einigermaßen Unterhaltungswert und lässt sich gen Ende auch schön zweckentfremden. Witzig ist im Grunde genommen wohl, dass es hier mit dem Mord an einem Schmetterling losgeht und da liefert der Film auch ein paar böse Ideen, wie dessen Körper sich nach seinem Tod noch nutzen lässt :pfeif: Nichts Besonderes, eher so ein Ding für zwischendurch.


14.11.2013 17:43
TweeThr




...
Dabei seit: 10.09.2008
Beiträge: 342
Sammelalbum
Credits: 361
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 31
      


Out of Sight (2010)
Regie: Ya-Ting Yu, Ya-Hsuan Yeh und Ling Chung
Laufzeit: 5 Min

Out of Sight wurde von den süd-koreanischen Studenten Ya-Ting Yu, Ya-Hsuan Yeh und Ling Chung hergestellt und erzählt von einem blinden Kind, das Opfer eines Taschendiebstahls wird und dann ein magisches Abenteuer erlebt.
Ich glaube, ich hatte es schon mal erwähnt, dass ich empfänglich bin für Geschichten mit blinden Menschen... und mit unschuldigen Kindern, denen grausame Dinge passieren. Ich verwende das Adjektiv nur ungern, aber diese zuckersüße Geschichte sowie der Charakter und die Darstellung hat mich total "verzückt". Besucht auch die offizielle Website.

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Draw with Me (2010)
Regie: Mike Inel
Laufzeit: 3 Min

Draw with Me ist auch eine niedliche, teils tragische und mehr oder weniger anime-like-dargestellte Geschichte. Die Charaktere werden durch eine unsichtbare, unzerstörbare Wand voneinander getrennt. Sie können sich nicht hören, verständigen sich aber über Schrift und Malerei an der unsichtbaren Wand.

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Das Mädchen (2006)
Regie: Benjamin Pripad, Filiz Haesche, Sonja Knyssok
Laufzeit: 6 Min

Das Mädchen wurde von drei Studenten an der Animation School Hamburg (+1 Musikkomponist) hergestellt. Ein Kind flieht (anscheinend im Laufe eines Krieges) vor seinen Verfolgern und sucht Unterschlupf in einem zerstörten Gebäude. Die Animation ist nicht der Rede wert. Die Musik bedrückend und stimmungsvoll. Der Schluss hat mich wie noch in kaum einem anderen Film überrascht. Die Auflösung, was tatsächlich passiert ist, war fast offensichtlich... aber die Darstellung bis zur Auflösung hat mich wahnsinnig fasziniert. Jedes Mal, wenn ich es mir ansehe, habe ich eine Gänsehaut.

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Jojo in the Stars (2003)
Regie: Marc Craste (Studio AKA)
Laufzeit: 13 Min

Jojo in the Stars hebt sich insbesondere aufgrund der optischen Darstellung ab. Es erzählt über die nicht-geduldete Liebe zwischen... so einem merkwürdigen Ding und einem etwas hübscheren, merkwürdigen Ding. Die Geschichte ist vergleichsweise einfach strukturiert (was mir immer gut gefällt - bin kein Fan komplexer Geschichten), doch hervorragend ist die dabei-entstehende Atmosphäre.

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The Backwater Gospel (2011)
Regie: Bo Mathorne
Laufzeit: 10 Min

The Backwater Gospel wurde von Studenten am "The Animation Workshop" in Dänemark produziert. "The Animation Workshop" ist bekannt für animierte Kurzfilme, die jedes Mal an zahlreichen Filmfestivals Preise abkassieren... und deren Studenten Wege bis Pixar und Dreamworks eröffnet werden. Dieser Film zeichnet sich durch ein innovatives Design aus. Es erzählt vom einem Mann - genannt Undertaker -, der in einer Stadt ankommt, und die Einwohner in Angst und Schrecken versetzt. Falls man keine schwachen Nerven hat und nicht abgeneigt ist vor ein wenig "viel Gewalt", dann wird man den Film mögen.

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Maternelle (2010)
Regie: Guilhem Salines, Jean-Bathiste Bister, Matthieu Gouget de Landres, Marine Perraudin
Laufzeit: 7 Min

Ebenfalls nicht für schwache Nerven ist Maternelle. Es handelt von den grausamen Erlebnissen eines Kindes, das zum ersten Mal von seiner Mutter in einem Kindergarten allein gelassen wurde. Ja, ich bin ganz klar ein Fan davon, wenn Horror mit Kindern auf niedlich-grausame Weise dargestellt wird.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von TweeThr am 22.11.2013 21:01.

22.11.2013 21:00

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