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Interstellar  
Misato




Rebel Scum
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Interstellar       



Genre: Science-Fiction, Adventure, Drama
Produktionsland: :USA: :UK: | Produktionsjahr: 2014 | Laufzeit: ca. 169 Minuten | Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Christopher Nolan
Darsteller:
Matthew McConaughey - Cooper
Michael Caine - Professor Brand
Anne Hathaway - Amelia Brand
Mackenzie Foy - Murph (10)
Jessica Chastain - Murph
Timothée Chalamet - Tom (15)
Casey Affleck - Tom
John Lithgow - Donald
Wes Bentley - Doyle
David Gyasi - Romilly
Matt Damon - Dr. Mann

Zitat

Story:
Die Zukunft der Erde sieht nicht sehr rosig aus. Die Ressourcen sind langsam erschöpft, Nahrungsmittel werden knapp und ein allgemeines Umdenken hat dazu geführt, dass die Weltbevölkerung sich zu einer Agrarkultur entwickelt hat, die kaum Platz für andere Entwicklungen lässt. Die gute Nachricht ist, dass es fürs Militär keine Verwendung mehr gibt, die schlechte, dass große Teile der Welt schon von Staub bedeckt sind, immer weniger Pflanzen gedeihen und die Menschheit dem Tod durch Hunger und Ersticken innerhalb der nächsten Generation ausgesetzt sein wird.
Cooper ist ein ehemaliger NASA Testpilot und Ingenieur, der sich mittlerweile als einer der vielen Farmer durchschlägt und zwei Kinder erziehen muss, für die mittlerweile ganz andere Bildungsstandards zählen als zu seiner Zeit. Doch während die Erde dem Untergang geweiht zu sein scheint, findet er heraus, dass die NASA fernab der Öffentlichkeit ein letztes Projekt in petto hat. Ein Wurmloch nahe des Saturn könnte helfen, die Menschheit zu retten. Eine Mission steht an, um mögliche Planeten für eine Kolonialisierung zu untersuchen. Und ein guter Pilot kann dabei nicht schaden.


"Interstellar" ist schon im Vorfeld ein besonderer Film, da Christopher Nolan sich vor allem in den Mantel des Schweigens gehüllt hat. Statt schon ewig lange vorher Teaser und Trailer zu senden, überall Storybrocken fallen zu lassen und mit all den Schauspielern zu werben, die so auftreten, gab es nur minimale Hinweise. Und das hat mir persönlich immens gefallen, erzählen doch viele Trailer schon ganze Stränge und das Internet explodiert mit endlos Diskussionen, ehe jemand den fertigen Film überhaupt zu sehen kriegt. Allerdings ist klar, dass Nolan sich so einen Spaß leisten kann, da er mit "Inception" und natürlich seinen drei Batman Filmen riesige Erfolge gefeiert hat und momentan von seinem Namen allein profitieren kann. Die Kehrseite habe ich gestern auch erlebt, für einige der Zuschauer wurde es ziemlich langweilig bis anstrengend. Denn ein besonderer Anspruch von "Interstellar" ist es quasi die Antithese zu "Armageddon" zu sein. So viel tatsächlich funktionale und echte Physik einbauen, wie nur irgend möglich. Dafür gab es einen wissenschaftlichen Berater, der sich z.B. ganz klar gegen Reisen aussprach, die schneller als das Licht wären. Natürlich gibt es Abstriche, da wir schließlich keine echte Erfahrung mit Wurmlöchern haben, aber zu Grunde liegt ein ganzer Berg theoretischer Physik, der nur im geringen Maß für die erzählerische Dramatik und die Visualisierung angepasst wurde.
Natürlich ist "Interstellar" kein staubtrockener Uni Vortrag. Das menschliche Element, eine emotionale Bindung unter den Figuren, ist extrem wichtig. Und so ein Flug ins All kommt nicht ohne ein paar actionreiche Momente und Todesängste aus. Ein Unterhaltungsanspruch ist ganz klar gegeben. Aber in einer eher langsamen Erzählweise. Die Laufzeit von über zweieinhalb Stunden hätte sicher runtergestutzt werden können, aber hier wird ganz klar versucht einen Gang runterzuschalten und an Klassiker anzuknüpfen, nicht dauernd mit hektischen Schnitten alles schnell abzuhaken, sondern ein Epos eben auch mit Details zu erzählen. Das hilft teilweise jedenfalls ungemein für die menschliche Bindung. Leider bleiben manche Charaktere dennoch ziemlich auf der Strecke, denn es bleibt Nolans Schwäche, dass er Figuren an Hand ihrer Funktionen beschreibt und ein bisschen die genauere Persönlichkeit vernachlässigt. Aber da er Filme macht und keine Serien, ist das schon wieder Meckern auf hohem Niveau. Und sehr viel wichtiger als tatsächliche Charakterbeschreibungen sind die rein menschlichen Regungen. Da schweben ein paar Leute durchs All sehr weit weg von der Heimat und das hinterlässt Spuren. Obwohl es um das Überleben der gesamten Menschheit geht, ist es am Einzelschicksal einfach nachvollziehbarer. Genau das wird sogar im Dialog thematisiert, was schön zeigt, dass der Film sich selbst nicht einfach als Weltraum-Rettungs-Abenteuer versteht, sondern Bezug zur menschlichen Komponente nehmen will. Freunde, Familie, Liebe ist extrem wichtig, während es um die Relativität der Zeit oder die Wirkungsweise von schwarzen Löchern geht.

Die Schauspieler sind ziemlich klasse gewählt. McConaughey ist für mich ja sowas wie der neue Tom Cruise auf persönlicher Ebene. Würde ich privat nichts mit zu tun haben wollen und einfach ignorieren, aber schauspielern kann er halt und kitzelt hier ein paar wunderbare Momente heraus. An Hathaway scheint Nolan nun auch schon Gefallen zu finden (nachdem sie als Catwoman auftrat) und Michael Caine gehört ja immer dazu. Insgesamt kommt hier eine sehr gute Truppe zusammen, wobei mir persönlich Foy und Chastain als Murph am besten gefallen.
Der ganz klare Pluspunkt des Films ist die Visualisierung. Die Effekte, die Sets, das Design - es sieht umwerfend aus. Und ein Grund, warum ich Nolan mag ist, dass er sich gegen 3D ausspricht. Dabei denke ich, dass grade Weltraumszenen zu den wenigen Dingen gehören, die durch 3D sogar imposanter werden könnten. Aber scheiß drauf, 2D gedreht und 2D geblieben und auf der riesigen Leinwand einfach prächtig. Zu schade, dass ich keine Möglichkeit habe, in ein IMAX Kino zu gehen. Die Story ist teils etwas huckelig, aber wer SciFi für die Raumschiffe bzw die Bewegung im All mag u.ä. kommt hier absolut auf seine Kosten. Diese Schauwerte sind das Eintragsgeld allein schon wert.

Spoiler

Um mal da anzufangen, wo ich einen wirklich großen :facepalm: Momemt hatte - Millers Planet. Natürlich war mir klar, dass es irgendwann im Film eine Form von Unfall geben muss, dass die Zeit grausam zuschlägt und auf der Erde eben zig Jahre vergehen und für die Endurance Crew halt nicht. Aber mich störte es sofort extrem, als die bei dem Planeten ankommen und nicht ein einziges Mal rückwärts rechnen. Von der Erde ist mit den rudimentären Daten einiges nicht ersichtlich. Aber da sitzen vier fähige Wissenschaftler und zwei Roboter und sie reden darüber, dass auf dem Planeten eine Stunde umgeht, die auf der Erde sieben Jahre dauert - und keiner denkt dann "ui, Moment Miller ist hier vor zehn Erdenjahren angekommen, das wären ja nicht mal zwei Stunden, hier stimmt was nicht." Und dann gibt Brand sich die Schuld, was passiert, obwohl alle vier einfach dämlich waren. Dass sie den Flugschreiber holen wollte, hat den Braten schließlich auch nicht mehr fett gemacht. Und Doyles Abgang, boah ne. Er sagt TARS extra, er solle Brand holen und dann steht er da wie angewurzelt rum und wartet, statt zur Ranger zurück zu laufen. Warum? Das war so platt überdramatisiert... echt keine bessere Lösung, um einen solchen Konflikt ins Drehbuch einzubauen?
Und gegen Ende dann nochmal. Okay, Murph braucht etwas Zeit in ihrem alten Zimmer bis sie auf die Uhr kommt. Aber musste das so künstlich aufgebauscht werden mit Tom und seiner Familie? Er wirft sie raus, sie zünden ein Feld an, um ihn wegzulocken, Murph geht nochmal zurück und dann ist es voll "spannend" wie sie den Morsehinweis finden muss, bevor die Zeit abläuft? Ich hab verstanden, dass Zeit ein extrem wichtiges Element ist und ist ja nett, dass Coop auf der einen Seite vom Regal alle Zeit des Universums hat und sie nicht. Aber das war ebenfalls künstliches Drama fürs Drama, dem eine ordentliche Erzählgrundlage fehlt. Das fand ich extrem enttäuschend.

Aber was soll's, dafür ist die Beziehung zwischen Coop und Murph sehr schön aufgebaut. Und ja, ein kleines Mädchen kann einen immensen irrationalen Zorn entwickeln und einerseits für Professor Brand arbeiten, andererseits aber die Kommunikation verweigern. Zumal ja eben jahrzehntelang nix kam. Ich mag sogar den Kitsch, der dadurch verbreitet wird, dass die Liebe hier als ein wichtiges Band dargestellt wird, dem selbst in der sterilen Welt der Wissenschaft ein wichtiger Platz zukommt. Ich mag so ein hoffnungstragendes Element in diesem ansonsten extrem bedrückenden Endzeitszenario. Ist ja sonst nur wenig positives da, da man wirklich Murphy's Law ein wenig abarbeitet und erstmal Katastrophen aneinander reiht. Ja, selbst Amelia hatte Recht, wären sie nur direkt zu Edmunds geflogen.
Aber Dr. Mann war ja eine herrliche Offenbarung. Mittlerweile ist die Katze aus dem Sack, aber schön, wie Matt Damon quasi geheim gehalten wurde. Er hatte einen super Auftritt. Und irgendwie kann man ihn verstehen. So total vereinsamt muss man ja durchdrehen und Heldenmut sieht anders aus, wenn man in einer ausweglosen Lage steckt und den Tod eventuell doch austricksen könnte - also falsche Daten senden. Und er kriegt da die besten Zeilen, dass eben jeder für geliebte Menschen alles tut, aber sich wirklich als kleines Teil des ganz großen Ganzen zu sehen und sich dafür zu opfern, fällt dann etwas schwerer.

Die Roboter mochte ich sehr. Schön, dass TARS auch geborgen werden konnte und am Ende mit Coop mitreisen kann. Amelia wird sich freuen, wenn sie dann Besuch kriegt. Allerdings werde ich mich wohl noch lange fragen, wie genau die Bevölkerungsbombe funktionieren sollte. Naja, ihr Lebensraum sieht ja nicht ganz so schlecht aus. Ob Edmunds einfach einen total dummen Unfall hatte oder so?
Und eine Frage bleibt. Wenn die Menschheit es dann tatsächlich schafft diese riesigen Stationen zu bauen, wäre es nicht vielleicht eine Möglichkeit gewesen kleinere Habitate anzulegen? In diesen Stationen muss ja der ganze Pflanzenkram auch angebaut werden, um Luft zu bekommen etc. Aber gut, vielleicht wissen sie, dass sie ein paar Generationen so herumtreiben können, aber eine neue Heimat, ein neuer Planet, wird eben doch angestrebt. Die Erde ist zu verbraucht und dann haben sie ja die Formel und können im großen Stil abheben. Damit die Menschheit später dann zu den fünfdimensionalen Wesen wird, die sich selbst retten, weil Zeit keine Rolle mehr spielt. :freak:

Coops Reise durch den Ereignishorizont rein ins Schwarze Loch fand ich gut. Also zuerst eben sein Opfer, damit Brand wenigstens noch mit Schwung zum Planeten kommt und dann seine Erkenntnis, dass er wirklich der Geist ist. Wie das im Film gleich zu Beginn gesagt wird. :D Und es macht sogar Sinn, dass die erste Nachricht dann eben das "stay" ist, weil er sich in dem Moment einfach nur wünscht nie gegangen zu sein und erst dann TARS sich meldet und all die anderen Nachrichten kommen, die ein bisschen anders durch die Zeit verteilt werden. Wie Coop die 23 Jahre an Nachrichten aufholt fand ich bewegend und phantastisch gespielt, aber ebenso das Ende, wenn die sterbende Murph ein letztes Mal ihren Vater sehen kann. Ich mag die Beziehung der beiden und es funktioniert für mich als Träger des Films.

Jetzt muss ich nur endlich aufhören, bei der Endurance immer an "Tomb Raider" zu denken. War ein tolles Gefährt und grade wie die Rotation die Schwerkraft erzeugt zu Beginn sah gut aus.
Am erschreckendsten war zu Beginn wohl die Schule mit ihrem "die Apollo Missionen waren doch nur Propaganda". Ich kann es mir sogar richtig gut vorstellen, wie die Bildung hier genutzt wird, um eben viele fähige Farmer heranzuzüchten und von der Technologie (und dem Massenkonsum) Abstand zu nehmen. Es soll mir bitte niemand sagen, so schlimm könne es nicht werden, man muss nur mal ein aktuelles Geschichtsbuch aufschlagen.

Die Musik von Hans Zimmer hilft der Atmosphäre und ist ausnahmsweise mal nicht sofort als sein typisches Gedudel zu erkennen. Zumal man beim Ton Wert drauf legt, auch mal keinen zu haben, da es im All keinen Schall gibt. Für mich ging die Zeit recht fix um, da hätte es keine Pause gebraucht. Für ein mehrmaliges Ansehen erscheint mir einiges auf Dauer aber auch zäh und insgesamt eher deprimierend als unterhaltend (was nicht schlecht ist, aber so mit dem Wiederansehwert bei der Länge, naja). Ist schon lustig, der Film hat ein Budget von 160 Millionen Dollar verschlungen, also knapp eine Million pro Filmminute. :D Man sieht aber auch, wo das Geld so überall gelandet ist. Wer "Contact" oder "2001: A Space Odyssey" mag, sollte sich "Interstellar" auf gar keinen Fall entgehen lassen, da er schon in diese besondere SciFi Kerbe schlägt. Es gibt eine Menge, was man hier zerpflücken und näher betrachten könnte. Guter Gesprächsstoff und halt toll anzusehen. Ob die immensen Lobeshymnen voller Superlative sein müssen, weiß ich aber noch nicht so recht.


14.11.2014 00:17
Oriza




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Eigentlich hatte ich hier schon schreiben wollen, als der Film noch im Kino war, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen... gestern kam nun die BR raus, die ich direkt gekauft habe, und heute noch mal den Film zur Hälfte gesehen (aus Mangel an Zeit leider, aber der wird noch zu Ende geguckt).

Im Kino war ich zwei Mal und ich fand ihn beide Male super. Ich liebe diese Weite des Alls, die auf der Leinwand so richtig gut rüberkam. Im Saal fühlte ich mich wirklich mitten im Geschehen und mich hatte der Film auch sehr gepackt.
Der Anfang - das muss man echt sagen - zieht sich jedoch, wie ich finde. Bis sie dann mal im All sind vergeht meiner Meinung nach doch recht viel Zeit, aber es geschehen dabei Dinge, die schon wichtig sind, wenn auch nicht entscheidend für die Story.

Spoiler

Mein persönlicher Lieblingsabschnitt ist wirklich der Teil auf Millers Planet. Ich finde die riesigen Wassermassen so gewaltig und wie sie dann knapp der zweiten Welle entkommen, ist mit wirklich guten Bildern inszeniert. Im Nachhinein hätte man sich natürlich denken können, dass wegen der Zeitdehnung Miller erst vor wenigen Stunden gestorben sein muss, aber ich finde diesen Fehler nachvollziehbar. Es ist ein schrecklicher Fehler, der sie unnötig viel Zeit und das Leben eines ihrer Kameraden kostet, aber dennoch finde ich es nachvollziehbar. Wir Menschen sind es einfach nicht gewohnt, mit Zeitdehnung zu denken und auch wenn man sich über die Zeitdehnung im Klaren ist und dadurch vorausberechnet, wie lange sie durch eine Stunde verlieren würden, so ist es für mich dennoch nachvollziehbar, dass sie nicht in die Vergangenheit in dem Fall geguckt haben. Ich finde diesen Fehler menschlich.
Dass Doyle dabei gestorben ist, war aber wirklich unnötig, denn er hätte sich retten können, wenn er nicht rumgestanden hätte, da stimme ich dir zu.

Ich war zu einem recht frühen Zeitpunkt in dem Film, sodass zu mir noch nichts von Ben Affleck durchgerungen war und als er dann im Film auftauchte war das wirklich ein großer Oha-Moment. Ich mag den Schauspieler und hier hat er wirklich gute Arbeit geleistet, wie ich finde.

Zitat von Misato

wenn die sterbende Murph ein letztes Mal ihren Vater sehen kann. Ich mag die Beziehung der beiden und es funktioniert für mich als Träger des Films.

Das bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Das einzige, was mich daran stört, ist die Beziehung zu seinen Sohn, die total im Hintergrund ist. Natürlich liebt er seinen Sohn, das sieht man, wenn er die Aufnahmen nachholt, aber am Ende, als er bei Murphs Sterbebett sitzt, das ist eine wirklich ergreifende Szene. Aber was ist mit dem Sohn? Was ist aus ihm geworden? Ich denke, er ist zu dem Zeitpunkt schon tot, dennoch hätte ich mich über eine Erwähnung dazu sehr gefreut.


Die Musik finde ich ebenfalls sehr schön. Sie ist passend eingesetzt und mehr kann ich dazu eigentlich nicht wirklich sagen. Die Musik von Hans Zimmer finde ich im Allgemeinen sehr gut.
01.04.2015 23:46
Akatsuki03




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Ich wollte den Film unbedingt im Kino sehen, habe es aber nicht geschafft. Da er nun endlich unter die 10 Euro Marke gefallen ist, hatte ich auch endlich mal das Geld ihn mir zu kaufen. Ich Mag Nolans Filme sehr und war daher echt gespannt, vor allem wenn man hört, dass es der beste Sci-Fi Film seit Jahren sein soll.

Allen voran möchte ich echt mal sagen, dass ich den Film gar nicht zu lang fand. Im Gegenteil. Von mir aus hätte er in einigen Punkten noch länger sein können.

Spoiler


Zitat von Misato

Aber da sitzen vier fähige Wissenschaftler und zwei Roboter und sie reden darüber, dass auf dem Planeten eine Stunde umgeht, die auf der Erde sieben Jahre dauert - und keiner denkt dann "ui, Moment Miller ist hier vor zehn Erdenjahren angekommen, das wären ja nicht mal zwei Stunden, hier stimmt was nicht." Und dann gibt Brand sich die Schuld, was passiert, obwohl alle vier einfach dämlich waren.

Wenn ich das jetzt aber auch richtig verstanden hatte, dann wurde die Nachricht auch mehrfach gesendet, weswegen sie ja auch mehrfach Daten hatte. Da kann man schon etwas verschmerzen, dass sie nicht daran denken, dass die Gute noch erst seit kurzem auf dem Planeten ist. Ansonsten hab ich mich eher gefragt, warum Cooper nicht schneller auf die Idee kam, mithilfe der Luft, die Triebwerke frei zufegen! Bevor ich eine Stunde dumm rum hocke, hätte ich alles möglich versucht.

Ich hatte ja geschrieben, dass der Film für mich noch länger hätte sein können, denn was ich schon sehr schade fand, war das Romilly so ewig lange alleine war. Er reagiert für mich zu ruhig als Brandt und Cooper wieder kommen. Es wird zwar erzählt, dass er geschlafen hat aber mir fehlte da irgendwo doch noch die Verzweiflung. Er konnte im Grunde ja da oben nichts machen und saß ja da fest. Auch der für den Verlust von Doyle bleibt im Grunde gar keine Zeit. Dabei sind sie ja nur zu 4!

Zitat von Misato

Aber Dr. Mann war ja eine herrliche Offenbarung. Mittlerweile ist die Katze aus dem Sack, aber schön, wie Matt Damon quasi geheim gehalten wurde. Er hatte einen super Auftritt. Und irgendwie kann man ihn verstehen. So total vereinsamt muss man ja durchdrehen und Heldenmut sieht anders aus, wenn man in einer ausweglosen Lage steckt und den Tod eventuell doch austricksen könnte - also falsche Daten senden. Und er kriegt da die besten Zeilen, dass eben jeder für geliebte Menschen alles tut, aber sich wirklich als kleines Teil des ganz großen Ganzen zu sehen und sich dafür zu opfern, fällt dann etwas schwerer.

Hilfe der Marsianer! :D Spaß bei Seite, ich war echt überrascht und hatte echt nicht gewusst, dass er mit macht. Für mich war der Teil auch eine große Überraschung, denn ich hatte zwar das Gefühl das Mann was ausheckt, weil er mit Cooper los zieht aber das er die Daten gefälscht hat, war eine eine so große Bombe. Im Grunde kann ich ihn aber wirklich verstehen. Sein Monolog über Liebe und Aufopferung hat mir gut gefallen. Gott man kann viel reden und wenn man dann auf einem Planeten hockt und Aussicht auf Rettung dann merkt man erst, wie sehr man doch am Leben hängt. Schade fand ich auch hier wieder, dass keine Zeit blieb über den Verlust von Romilly zu klagen. Der Gute starb nach so langer Zeit der Einsamkeit doch alleine und das total umsonst. T_T

Zitat von Misato

Coops Reise durch den Ereignishorizont rein ins Schwarze Loch fand ich gut. Also zuerst eben sein Opfer, damit Brand wenigstens noch mit Schwung zum Planeten kommt und dann seine Erkenntnis, dass er wirklich der Geist ist. Wie das im Film gleich zu Beginn gesagt wird. :D Und es macht sogar Sinn, dass die erste Nachricht dann eben das "stay" ist, weil er sich in dem Moment einfach nur wünscht nie gegangen zu sein und erst dann TARS sich meldet und all die anderen Nachrichten kommen, die ein bisschen anders durch die Zeit verteilt werden. Wie Coop die 23 Jahre an Nachrichten aufholt fand ich bewegend und phantastisch gespielt, aber ebenso das Ende, wenn die sterbende Murph ein letztes Mal ihren Vater sehen kann. Ich mag die Beziehung der beiden und es funktioniert für mich als Träger des Films.

Irgendwo finde ich es ja gut, dass der Geist niemand anders als Cooper selber war. Doch irgendwie ging mir das hier zu schnell und irgendwie war es mir auch etwas zu hoch. Anfangen dabei, dass man hier von einer Alienrasse redet, als wäre es das normalste der Welt, dass die uns helfen uns selbst zu helfen. X_X Ich war ja schon am Anfang sehr überrascht, als es hieß: DIE haben uns das Wurmloch da hingestellt. Da kam mir ja schon so ein: Und wer sind DIE?
Das Cooper so Murph hilft finde ich ok, nur ich war dann doch etwas verwirrt, als der Raum zusammen bricht und Cooper beim Saturn wieder raus kommt! Wie viel Zeit ist dabei eigentlich vergangen? Denn die Menschheit hat sich gerettet in dem es Raumcolonien gebaut hat. Warum ist man eigentlich nicht früher auf die Idee kommen, anstatt nach einem Planeten nur zu suchen? Oder ist das jetzt nur so was wie eine Zwischenlösung, weil Brandt jetzt erst durch die Zeitverschiebung auf dem 3 Planeten gelandet ist? Kann Cooper da so einfach hinfliegen, denn es sah ja so aus, als wäre das Schwarze Loch weg… X_X

Die Beziehung von Murph und ihrem Vater hat mir gut gefallen. Ich muss aber auch sagen, dass ich es extrem ergreifend fand, als sein Sohn ihm von seinem Leben erzählt hat und man sieht wie er älter geworden ist. Gerade Murphs letzte Nachricht an Brandt war extrem heftig und auch hier war es eine Überraschung für mich, dass Plan A nie geklappt hätte.


Fazit:
Ein toller Film auch wenn ich ihn nicht perfekt nennen würde. Ich habe mich keine Minute gelangweilt und Cooper, Brandt und Murph sind mir sehr ans Herz gewachsen. Genauso wie TARS! Wie hoch war noch mal sein Humorlevel :D
:8.0: vereiste Wolken


25.08.2015 10:49
Nightfox




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Eigentlich könnte ich hierzu auch mal was schreiben, immerhin war der Film mein persönliches Highlight 2014^^ Ich bin mit der Erwartung ins Kino gegangen, ein wenig Popcorn-Kino zu bekommen, aber dann war es doch so viel mehr.

Zitat von Misato

Die Musik von Hans Zimmer hilft der Atmosphäre und ist ausnahmsweise mal nicht sofort als sein typisches Gedudel zu erkennen. Zumal man beim Ton Wert drauf legt, auch mal keinen zu haben, da es im All keinen Schall gibt.

Irgendwie fand ich es ziemlich genial, dass man im All auf den Ton verzichtet hat. Das hat super Eindruck gemacht. Selbst diese Explosion gegen Ende war ja vollkommen stumm. Ist mir bisher auch nicht untergekommen, dass ein SF-Film in diesem Punkt so realistisch war (hab aber auch nicht so wahnsinnig viele davon gesehen).

Spoiler

Zitat von Oriza

Das bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Das einzige, was mich daran stört, ist die Beziehung zu seinen Sohn, die total im Hintergrund ist. Natürlich liebt er seinen Sohn, das sieht man, wenn er die Aufnahmen nachholt, aber am Ende, als er bei Murphs Sterbebett sitzt, das ist eine wirklich ergreifende Szene. Aber was ist mit dem Sohn? Was ist aus ihm geworden? Ich denke, er ist zu dem Zeitpunkt schon tot, dennoch hätte ich mich über eine Erwähnung dazu sehr gefreut.

Das hat mir irgendwie auch gefehlt. Die Beziehung zwischen Cooper und Murph war so schön ausgearbeitet, da kam der Sohn einfach viel zu kurz. Ich hätte mich gefreut, wenn er wenigstens noch erwähnt worden wäre. Aber er verschwindet aus der Geschichte, als Murph noch einmal zu Hause ist um Hinweise zu suchen. Schade eigentlich.

Zitat von Akatsuki03

Ich hatte ja geschrieben, dass der Film für mich noch länger hätte sein können, denn was ich schon sehr schade fand, war das Romilly so ewig lange alleine war. Er reagiert für mich zu ruhig als Brandt und Cooper wieder kommen. Es wird zwar erzählt, dass er geschlafen hat aber mir fehlte da irgendwo doch noch die Verzweiflung. Er konnte im Grunde ja da oben nichts machen und saß ja da fest.

Ich fand schon, dass er bei dieser Begegnung nach über 20 Jahren seine Verzweiflung gut rüberbrachte. Eben weil er so ruhig bleibt. Da schwingt ziemlich viel in seiner Stimme mit, aber das kann natürlich auch der Synchronsprecher sein, hab den Film ja auf Deutsch gesehen. Aber an sich hätte man den Part auch noch ein wenig ausarbeiten können, während der Rest auf dem Planeten rumturnt, das stimmt schon.

Zitat

Irgendwo finde ich es ja gut, dass der Geist niemand anders als Cooper selber war. Doch irgendwie ging mir das hier zu schnell und irgendwie war es mir auch etwas zu hoch. Anfangen dabei, dass man hier von einer Alienrasse redet, als wäre es das normalste der Welt, dass die uns helfen uns selbst zu helfen. X_X Ich war ja schon am Anfang sehr überrascht, als es hieß: DIE haben uns das Wurmloch da hingestellt. Da kam mir ja schon so ein: Und wer sind DIE?

Das fand ich auch anfangs höchst seltsam und hat so gar nicht zum Rest des Films gepasst, der ja doch irgendwie möglichst realistisch bleiben wollte. Klar hat sich das am Ende geklärt. War ja irgendwie so, dass das die Menschen der Zukunft waren, die die fünfte (?) Dimension beherrschten und deswegen wurde all dies möglich. Aber irgendwie finde ich das immer noch seltsam. Der ganze Part im Schwarzen Loch war seltsam, vermutlich war mir das einfach zu hoch^^ Ich fand es aber auch sehr nett, dass dann Cooper der Geist war, da schloss sich so schön ein Kreis.

Zitat

Das Cooper so Murph hilft finde ich ok, nur ich war dann doch etwas verwirrt, als der Raum zusammen bricht und Cooper beim Saturn wieder raus kommt! Wie viel Zeit ist dabei eigentlich vergangen? Denn die Menschheit hat sich gerettet in dem es Raumcolonien gebaut hat. Warum ist man eigentlich nicht früher auf die Idee kommen, anstatt nach einem Planeten nur zu suchen? Oder ist das jetzt nur so was wie eine Zwischenlösung, weil Brandt jetzt erst durch die Zeitverschiebung auf dem 3 Planeten gelandet ist? Kann Cooper da so einfach hinfliegen, denn es sah ja so aus, als wäre das Schwarze Loch weg… X_X

Hatte das so verstanden, dass die Menschheit auf diese Raumschiffe umgezogen ist und nun auf dem Weg zum neuen Planeten ist. Es dauert nur halt ewig lange, dorthin zu kommen, deswegen sind sie erst beim Saturn und werden wahrscheinlich demnächst das Wurmloch betreten. Das Schwarze Loch war weg? Hab ich gar nicht gemerkt. Brandts Planet ist aber wahrscheinlich auch wieder ne ganze Ecke von dem Teil entfernt, wenn ich mich recht erinnere. Für sie muss es hart sein, sie denkt ja jetzt, sie wäre Zeit ihres Lebens da ganz alleine und muss Plan B ausführen.

Zitat von Misato

Wie Coop die 23 Jahre an Nachrichten aufholt fand ich bewegend und phantastisch gespielt, aber ebenso das Ende, wenn die sterbende Murph ein letztes Mal ihren Vater sehen kann

Als Cooper sich die ganzen Nachrichten von seinem Sohn ansieht und auch die eine von seienr Tochter, da habe ich tatsächlich geflennt, weil mich dieser Moment so berührt hat! Passiert selten genug und spricht dafür, wie gut der Moment rübergebracht wurde. Cooper tat mir da so wahnsinnig Leid. Andererseits war der Sprung auch wichtig, damit Murph bereits erwachsen und selbst Wissenschaftlerin ist, was die zweite Storyline beginnt. Auch die letzte Begegnung der beiden war sehr berührend.


Zitat von Aki

Allen voran möchte ich echt mal sagen, dass ich den Film gar nicht zu lang fand. Im Gegenteil. Von mir aus hätte er in einigen Punkten noch länger sein können.

Ne, zu lang war er wirklich nicht. Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit rumging, weil es eigentlich immer fesselnd war. In manchen Punkten hätte man mehr ins Detail gehen können, das stimmt schon. Aber im Gesamtpaket hat mir der Film gut gefallen. Ich fand es auch sehr nett, dass es anfangs überhaupt keine Erklärungen gab (in welchem Jahr sind wir, warum ist die Erde so kaputt usw.), sondern man erstmal in Coopers Leben geworfen wurde und dann sich die Infos Stück füý Stück zusammenpuzzeln konnte. Da hat man sich natürlich Zeit gelassen, aber diese Zeit auch gut genutzt, um die Beziehung zwischen Cooper und Murph zu beleuchten. Gerade diese Heransgehensweise fand ich sehr angenehm.

Kann sein, dass ich mich in den Details jetzt vertan habe, da es schon ein Jahr her ist, dass ich den Film gesehen habe. Aber wo ich so deinen Beitrag las, Aki, hatte ich einfach das Bedürfnis auch mal meinen Senf abzugeben, was ich eigentlich schon längst hätte tun sollen :D Wie gesagt, Interstellar war für mich der beste Film 2014 und entsprechend fällt auch die Bewertung aus: :9.0:


25.08.2015 12:56
Akatsuki03




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Zitat von Nightfox

Aber wo ich so deinen Beitrag las, Aki, hatte ich einfach das Bedürfnis auch mal meinen Senf abzugeben, was ich eigentlich schon längst hätte tun sollen :D

Das les ich jetzt aber gerne :^_^: Ist aber auch ein Film, wo man einfach was schreiben muss, denn er ist nicht einfach nur hinhocken und Hirn abschalten. Hätte übrigens nicht gedacht, dass dir ein Sci-Fi Film so gut gefällt. Bei deinen Büchern bevorzugst du ja doch eher Fantasy.

Zitat von fox

Ich fand es auch sehr nett, dass es anfangs überhaupt keine Erklärungen gab (in welchem Jahr sind wir, warum ist die Erde so kaputt usw.), sondern man erstmal in Coopers Leben geworfen wurde und dann sich die Infos Stück füý Stück zusammenpuzzeln konnte.

Ich fand ja gerade, dass durch das Leben von Cooper gut erklärt worden ist was los ist. In den einzelnen Dialogen kamen genug Infos rüber. Ich hab es jetzt war nicht so ganz verstanden aber wie es aussieht, hat sich in der Atmosphäre ein neuer Stoff ausgebreitet und dieser ist schädlich und sorgt auch für die Sandstürm.
Mir hat das so richtig gut gefallen, besser als wenn man erst mal einen Text bekommen hätte oder so. Ich finde ja eh, dass wir heute uns gut genug vorstellen können, dass unsere arme Erde mal zu Grunde geht, so wie wir mit ihr untergehen.

Spoiler

Zitat von fox

Das hat mir irgendwie auch gefehlt. Die Beziehung zwischen Cooper und Murph war so schön ausgearbeitet, da kam der Sohn einfach viel zu kurz. Ich hätte mich gefreut, wenn er wenigstens noch erwähnt worden wäre

Das stimmt. Kann mich jetzt leider nicht daran erinnern, dass da noch mal was kam. Wobei ich es auch leider etwas zu kurz angeschnitten fand, wie er nach dem Brand zur Farm kommt. Wenn man überlegt, dass Murph gerade die Lebensgrundlage für einige Menschen angezündet hat! Sie umarmt ihren Bruder zwar aber mir hat da schon noch so was wie eine Reaktion gefehlt.

Zitat von fox

Als Cooper sich die ganzen Nachrichten von seinem Sohn ansieht und auch die eine von seienr Tochter, da habe ich tatsächlich geflennt, weil mich dieser Moment so berührt hat! Passiert selten genug und spricht dafür, wie gut der Moment rübergebracht wurde. Cooper tat mir da so wahnsinnig Leid. Andererseits war der Sprung auch wichtig, damit Murph bereits erwachsen und selbst Wissenschaftlerin ist, was die zweite Storyline beginnt. Auch die letzte Begegnung der beiden war sehr berührend.

Geweint hab ich, als Cooper die alte Murph im Krankenhaus sieht. Das war so ein Ergreifender Moment. Man muss sich mal vorstellen, dass die eigene Tochter älter ist als man selber und ihre letzten Minuten hat. T_T Irgendwo fand ich es dann auch traurig, dass sie ihn weg schickt und meint, sie hat ja ihre Familie (nicht gerade wenig Leute) bei sich! Diese Entscheidung kann ich verstehen aber ich finde sie auch traurig, weil es schon so wirkt wie: du bist nicht mehr so wichtig in meinem Leben.

Zitat von fox

Hatte das so verstanden, dass die Menschheit auf diese Raumschiffe umgezogen ist und nun auf dem Weg zum neuen Planeten ist. Es dauert nur halt ewig lange, dorthin zu kommen, deswegen sind sie erst beim Saturn und werden wahrscheinlich demnächst das Wurmloch betreten. Das Schwarze Loch war weg? Hab ich gar nicht gemerkt. Brandts Planet ist aber wahrscheinlich auch wieder ne ganze Ecke von dem Teil entfernt, wenn ich mich recht erinnere. Für sie muss es hart sein, sie denkt ja jetzt, sie wäre Zeit ihres Lebens da ganz alleine und muss Plan B ausführen.

Zum Schwarzen Loch: ich bin mir da ja auch nicht sicher, doch der Raum mit den Bücherregalen (hab ich eigentlich schon mal geschrieben, dass ich es als Büchernerd echt klasse finde, dass es ein Bücherregal ist XD ) befand sich ja im schwarzen Lochen. Der Raum zerfällt ja und dann landet Cooper beim Saturn. Für mich sah es schon so aus, als hätte sich damit auch das schwarze Loch verabschiedet. Immerhin haben das ja auch die Alien hingesetzt.
Was Brandt angeht: Gott sie tut mir so leid! Auch so ein Grund, warum der Film für mich noch länger hätte sein können. Ich hatte mich so gefreut, wenn er da aufgehört hätte, wenn sie am Horizont ein Raumschiff sieht. Da hätte man dann als Zuschauer gewusst dass sie nun nicht mehr alleine kämpfen muss. Die letzte Einstellung auf sie, wie sie das Grab fertig hat, war sehr ergreifend, denn ihre Hoffnung wurde damit ja auch zerstört.


Zitat von fox

Ist mir bisher auch nicht untergekommen, dass ein SF-Film in diesem Punkt so realistisch war (hab aber auch nicht so wahnsinnig viele davon gesehen).

Schau dir mal "Gravity", wenn du den noch nicht gesehen hast. Der Film ist sehr realistisch gehalten.


26.08.2015 11:33
Nightfox




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Zitat von Akatsuki03

Hätte übrigens nicht gedacht, dass dir ein Sci-Fi Film so gut gefällt. Bei deinen Büchern bevorzugst du ja doch eher Fantasy.

Ich stecke eben voller Überraschungen :D Ne, im Ernst, eigentlich bevorzuge ich auch bei Filmen Fantasy, aber ich schaue auch manchmal über den Tellerrand hinaus (bei Filmen sogar ziemlich oft) und wenn ein SF-Film oder ein historischer Film interessant klingt, schaue ich mal rein. Ist dann natürlich umso besser, wenn er auch noch super gefällt :^_^: Mein Lieblingsfilm Red Cliff gehört auch so gar nicht zum Genre Fantasy xD

Spoiler

Zitat

Wobei ich es auch leider etwas zu kurz angeschnitten fand, wie er nach dem Brand zur Farm kommt. Wenn man überlegt, dass Murph gerade die Lebensgrundlage für einige Menschen angezündet hat! Sie umarmt ihren Bruder zwar aber mir hat da schon noch so was wie eine Reaktion gefehlt.

Stimmt eigentlich 0.o Da hätte man eigentlich mehr zeigen müssen, eben weil die Felder ja die Lebensgrundlage des Bruders waren. Ich an seiner Stelle hätte mich nicht einfach von Murph so umarmen lassen 0.o Wäre schön gewesen, wenn man noch gesehen hätte, wie die beiden sich einfach mal aussprechen.

Zitat

Geweint hab ich, als Cooper die alte Murph im Krankenhaus sieht. Das war so ein Ergreifender Moment. Man muss sich mal vorstellen, dass die eigene Tochter älter ist als man selber und ihre letzten Minuten hat. T_T Irgendwo fand ich es dann auch traurig, dass sie ihn weg schickt und meint, sie hat ja ihre Familie (nicht gerade wenig Leute) bei sich! Diese Entscheidung kann ich verstehen aber ich finde sie auch traurig, weil es schon so wirkt wie: du bist nicht mehr so wichtig in meinem Leben.

Ohja, der Moment war auch sehr ergreifend. Das muss für Cooper wirklich schwer gewesen sein. Murphs Entscheidung, ihn wegzuschicken, hatte ich aber ein wenig anders interpretiert als "du bist nicht mehr wichtig". Ich denke eher, dass sie ihrem Vater diesen Anblick ersparen wollte, weil sie eben wusste, dass es für ihn schwer ist. Vllt war es aber auch ihr etwas unangenehm, dass ihr im Gegensatz zu ihr noch sehr jugendlicher Vater bei ihrem Tod dabei ist. Aber stimmt natürlich, die Botschaft "ich brauche dich nicht mehr" kann genauso gut ankommen. Ich denke aber, dass es generell schwer für Cooper geworden wäre, sich in dieser Raumstation einzuleben, wo er ja irgendwie wie eine Berühmtheit gehandelt wird, ihn aber keiner mehr persönlich kennt, weil über 50 Jahre vergangen sind, weswegen es eigentlich die einzig richtige Konsequenz für ihn ist, vorauszufliegen und Brandt aufzusuchen.

Zitat

Zum Schwarzen Loch: ich bin mir da ja auch nicht sicher, doch der Raum mit den Bücherregalen (hab ich eigentlich schon mal geschrieben, dass ich es als Büchernerd echt klasse finde, dass es ein Bücherregal ist XD ) befand sich ja im schwarzen Lochen. Der Raum zerfällt ja und dann landet Cooper beim Saturn. Für mich sah es schon so aus, als hätte sich damit auch das schwarze Loch verabschiedet. Immerhin haben das ja auch die Alien hingesetzt.

Ich dachte, die "Aliens" (also die Menschen der fünften Dimension) hatten nur das Wurmloch dort hingesetzt, das Schwarze Loch war schon vorher da. Was dann im Loch selber passiert ist, hm, ich habe jetzt nicht so wahnsinnig Ahnung, aber ich denke, dass Cooper da erst mal in die fünfte Dimension katapultiert wurde (durch das Loch) und als er seine Aufgabe vollbracht hatte, hat ihn die fünfte Dimension wieder zurück in seine "Welt" katapultiert. Das Schwarze Loch war also nur der Übergang dorthin. Oder so. Vllt ist das auch Quatsch, aber so kann ich es mir zumindest erklären. War aber schon alles ziemlich wirr und mir an einigen Stellen zu hoch :°_°:


Zitat von Aki

Schau dir mal "Gravity", wenn du den noch nicht gesehen hast. Der Film ist sehr realistisch gehalten.

Ahja, den Filmtitel habe ich jetzt öfter in Verbindung mit Interstellar gelesen. Gesehen habe ich ihn noch nicht, aber ich werde ihn mir mal vormerken^^


26.08.2015 12:23
Akatsuki03




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Zitat von Nightfox

Stimmt eigentlich 0.o Da hätte man eigentlich mehr zeigen müssen, eben weil die Felder ja die Lebensgrundlage des Bruders waren. Ich an seiner Stelle hätte mich nicht einfach von Murph so umarmen lassen 0.o Wäre schön gewesen, wenn man noch gesehen hätte, wie die beiden sich einfach mal aussprechen.

Ich muss gestehen, ich fand die ganze Aktion von Murph eh recht fragwürdig. Klar, sie will ihren Bruder dazu bewegen, dass er die Farm verlässt, doch was hätte sie gemacht, wenn sie damit Erfolg gehabt hätte und die Frau und ihren Neffen da weg geholt hätte? Ihr Bruder hätte ihr nie verziehen! (allen voraus gesetzt, sie hätte die Lösung nicht gefunden!) Im Grunde war der Plan sehr spontan, was alleine ihr „Freund“ zeigt, der unten zur Brechstange greift um den Bruder abzuhalten! Was wäre gewesen, wenn Murph zu spät aus dem Haus gekommen wäre… Die Szene ist wirklich nicht so ganz perfekt gelöst auch wenn ich verstehe, worum es ging: di Lösung für all die Probleme im Haus zu finden.

Zitat von fox

Ich denke eher, dass sie ihrem Vater diesen Anblick ersparen wollte, weil sie eben wusste, dass es für ihn schwer ist.

Der Tod ist nie angenehm. Doch ich finde es schon etwas seltsam, dass sie ihren Vater weg schickt aber die Enkel und Kinder bei sich behält. Ich denke schon, dass sie Rücksicht auf ihn genommen hat aber für mich wirkt sie auch so, als wäre er nun mal nicht mehr der wichtigste Teil in ihrem Leben, weil sie selbst Kinder hat. Im Film wurde ja oft genug erzählt, dass man als Eltern sein Leben für die Kinder lebt um diese zu beschützen. Gerade Manns Rede über das Sterben und wie die Bilder der Kinder da noch mal einem vor Augen kommen, kann man dann wohl auch für diese Szene nehmen.

Zitat von fox

Ich denke aber, dass es generell schwer für Cooper geworden wäre, sich in dieser Raumstation einzuleben, wo er ja irgendwie wie eine Berühmtheit gehandelt wird, ihn aber keiner mehr persönlich kennt, weil über 50 Jahre vergangen sind, weswegen es eigentlich die einzig richtige Konsequenz für ihn ist, vorauszufliegen und Brandt aufzusuchen.

Es ist ja schon sehr ironisch, wie er in dem Nachbau seiner Farm hockt und den „neuen“ Sonnenuntergang anschaut. Für ihn ist ja auch gefühlt so wenig Zeit vergangen. Ob er sich in das Leben eingefügt hätte ist wirklich fraglich. Alleine deswegen schon, weil er als Farmer nie ganz glücklich war und ins All gehört! Daher ist es wirklich das Beste, dass er los fliegt.


Übrigens ist es schon interessant, dass Interstellar einer der wenigen Welltall-Filme ist die Sci-Fi ohne Horror verbinden. Hab gestern mein Blu-Ray Regal umgeräumt und die Filme nach Genre aufgestellt und da ist es mir extrem aufgefallen. Vor allem nachdem ich Prometheus noch mal angeschaut hab. Sobald die Leute ins Weltall fliegen, tauchen irgendwann immer seltsame böse Lebensformen auf XD


26.08.2015 13:07
Faruck




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Hmm, also bisher haben sich ja nur Frauen hier hin gewagt, dann bin mal mutig und opfere mich. ;)

Interstellar war für mich der Film des Jahres 2014, was für einen kleinen Astrogeek wie mich aber auch nicht weiter verwunderlich ist.

Spoiler

Zitat von Oriza

Das bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Das einzige, was mich daran stört, ist die Beziehung zu seinen Sohn, die total im Hintergrund ist. Natürlich liebt er seinen Sohn, das sieht man, wenn er die Aufnahmen nachholt, aber am Ende, als er bei Murphs Sterbebett sitzt, das ist eine wirklich ergreifende Szene. Aber was ist mit dem Sohn? Was ist aus ihm geworden? Ich denke, er ist zu dem Zeitpunkt schon tot, dennoch hätte ich mich über eine Erwähnung dazu sehr gefreut.

Ja, das ist bisschen Schade. Der Sohn existiert zwar irgendwie, aber eigentlich spielt er für die Geschichte keine Rolle. Die ganze Sache dreht sich um Murph und Cooper. Andererseits, Tom wird halt auch Farmer. Was hätte ihm da sein alter Herr gross weiterhelfen sollen? Cooper hat es ja immer gehasst, einfach nur Farmer sein zu können.

Zitat

Ich war zu einem recht frühen Zeitpunkt in dem Film, sodass zu mir noch nichts von Ben Affleck durchgerungen war und als er dann im Film auftauchte war das wirklich ein großer Oha-Moment. Ich mag den Schauspieler und hier hat er wirklich gute Arbeit geleistet, wie ich finde.

*Husthust*Matt Damon*Hustkeuchhust* aber sonst gebe ich dir da recht. Auch wenn sein Auftritt eher kurz und sein Abtreten sehr plötzlich war.

Zitat von Akatsuki03

Das Cooper so Murph hilft finde ich ok, nur ich war dann doch etwas verwirrt, als der Raum zusammen bricht und Cooper beim Saturn wieder raus kommt! Wie viel Zeit ist dabei eigentlich vergangen? Denn die Menschheit hat sich gerettet in dem es Raumcolonien gebaut hat. Warum ist man eigentlich nicht früher auf die Idee kommen, anstatt nach einem Planeten nur zu suchen? Oder ist das jetzt nur so was wie eine Zwischenlösung, weil Brandt jetzt erst durch die Zeitverschiebung auf dem 3 Planeten gelandet ist? Kann Cooper da so einfach hinfliegen, denn es sah ja so aus, als wäre das Schwarze Loch weg… X_X

Naja, also Cooper ist Ende 30 als die Mission los geht? Und als er zurück war wäre er ja 124 Jahre alt. Gut 20 Jahre verliert er auf Millers Planet. Das heisst Cooper hat etwa 70 Jahre im schwarzen Loch verbracht, nach unserer Zeitmessung.
Die Raumkolonien hat man nicht früher gebaut, weil man es früher nicht konnte. Das wurde erst durch die Quantendaten die Cooper an Murph geschickt hat überhaupt möglich. Ich verstehe aber was du meinst, weil das ist wirklich nicht ganz logisch. Offenbar hielt man es schlicht nicht mehr für nötig die Raumkolonien zu Edmunds Planet zu bringen, so wie es ursprünglich geplant war. Beim kurzen Blick auf das innere von Cooper-Station sieht man auch, dass da wohl ein normales Leben möglich ist. Es scheint also so zu sein, dass die Quantendaten nicht einfach nur die Menschheit gerettet haben, sondern sie zu einer Spezies werden lies, welche den Weltraum beginnt zu kolonisieren.

Zitat

Kann Cooper da so einfach hinfliegen, denn es sah ja so aus, als wäre das Schwarze Loch weg… X_X

Eigentlich sollte er schon hinkommen. Der Tesserakt wurde geschlossen, Gargantua dürfte immernoch da sein und ich seh keinen Grund wieso das Wurmloch geschlossen sein soll. Ich vermute mal das ist auch der Grund wieso Cooper-Station da in der nähe rumkreist. Ist zumindest meine Theorie. ;)

Zitat von Nightfox

Ich fand schon, dass er bei dieser Begegnung nach über 20 Jahren seine Verzweiflung gut rüberbrachte. Eben weil er so ruhig bleibt. Da schwingt ziemlich viel in seiner Stimme mit, aber das kann natürlich auch der Synchronsprecher sein, hab den Film ja auf Deutsch gesehen. Aber an sich hätte man den Part auch noch ein wenig ausarbeiten können, während der Rest auf dem Planeten rumturnt, das stimmt schon.

Ist in der englischen Synchro genau gleich. Romilly sagte ja, als er dachte dass niemand mehr zurückkommt erschien es ihm falsch einfach den Rest seines Lebens zu verschlafen. Man könnte das als Selbstmord auf Zeit bezeichnen, wobei er eben viele andere Optionen ohnehin nicht hatte. Ich finde aber auch, dass die Verzweiflung unterschwellig zu spüren war. So als würde er nicht wirklich glauben was er da sieht als Cooper zurück kommt.

Zitat

Das fand ich auch anfangs höchst seltsam und hat so gar nicht zum Rest des Films gepasst, der ja doch irgendwie möglichst realistisch bleiben wollte. Klar hat sich das am Ende geklärt. War ja irgendwie so, dass das die Menschen der Zukunft waren, die die fünfte (?) Dimension beherrschten und deswegen wurde all dies möglich. Aber irgendwie finde ich das immer noch seltsam. Der ganze Part im Schwarzen Loch war seltsam, vermutlich war mir das einfach zu hoch^^ Ich fand es aber auch sehr nett, dass dann Cooper der Geist war, da schloss sich so schön ein Kreis.

Na ja, Nolan verwendet da eine Lücke in unserem Verständniss des Universums. Denn es gibt keine abschliessenden Theorien was in einem schwarzen Loch wirklich drin ist und was jenseits des Ereignisshorizonts, also ab da wo das schwarze Loch schwarz ist eigentlich geschieht. Die Physik ergibt da einfach keinen Sinn mehr und somit kann man da die verrücktesten Annahmen treffen. Man kann also nicht mal sagen die Darstellung im Film wäre völlig falsch, weil niemand weiss wie es da drin ist.
Ich fand die Idee, dass Cooper der Geist war und die Menschheit sich quasi selbst gerettet hat wirklich gut und eine elegante Lösung für die Frage wieso uns die Aliens helfen sollten. Wenn wir sterben gäbe es sie nicht. :D

Zitat

Ich fand es auch sehr nett, dass es anfangs überhaupt keine Erklärungen gab (in welchem Jahr sind wir, warum ist die Erde so kaputt usw.), sondern man erstmal in Coopers Leben geworfen wurde und dann sich die Infos Stück füý Stück zusammenpuzzeln konnte. Da hat man sich natürlich Zeit gelassen, aber diese Zeit auch gut genutzt, um die Beziehung zwischen Cooper und Murph zu beleuchten. Gerade diese Heransgehensweise fand ich sehr angenehm.

Ich fand man hätte ein klein wenig stärker darauf eingehen können, wieso die Situation auf der Erde dann so war wie sie dargestellt war. Das fällt im Film nämlich wirklich nur sehr beiläufig, nämlich dass so gut wie alle Nutzpflanzen an Pilzbefall leiden. Die Beziehung zwischen Coop und Murph wird aber gut dargestellt, da gebe ich dir recht.
An was ich mich wohl ewig erinnern werde, meine innere Reaktion als Murphs Lehrerin sagte die Mondlandung sei nur Propaganda gewesen. Ich-> :D :weird: :suspekt: :grummel: :schimpf: :kickoff:

Eine Figur im Film die mich ja sehr beeindruckt hat war TARS. Und ich fand es auch toll, dass TARS am Ende mit Cooper zusammen wieder zurückgekommen ist und wieder in Betrieb genommen wird. Am Anfang traut Cooper dem Ungetüm ja überhaupt nicht. Und das finde ich an TARS und CASE auch sehr speziell. In den allermeisten anderen Sci-fi Filmen sehen die Robos immer mehr oder weniger aus wie Menschen. TARS und CASE sind in ihrer Grundform aber einfach ein Klotz. Und dann noch das einstellbare Verhalten, wie den Ehrlichkeitslevel. :rofl2: Es ist einfach sowas von wahr, das absolute Ehrlichkeit nicht immer das beste für zwischenmenschliche Beziehungen ist.


Ich mag den Film insgesamt, auch wenn der Plot jetzt keine Offenbarung ist, so hat er doch ein paar herausragende Momente. Interstellar für mich aber vorallem visuell herausragend. Nolan hat etwas geschafft was seit 2001 odyssee im Weltraum kaum ein Film hinbekommen hat, nämlich den Weltraum technisch halbwegs richtig darzustellen. Gravity, welcher hier ja auch schon erwähnt wurde, ist der einzige andere Film bei dem das auch noch einigermassen gelungen ist. Ist jetzt nicht so, dass ich Filme die im Weltraum spielen nur gut finden würde wenn das Physikgetreu umgesetzt wurde. Aber es ist schön einfach mal zu sehen dass gemacht werden kann, wenn man es will.
Daher gebe ich Interstellar :9.0: Wurmlöcher.
29.08.2015 01:50
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Lange hat es gedauert, bis ich mal dazu gekommen bin mir den Film anzuschauen und rückblickend betrachtet hätte ich nicht wirklich was verpasst, wenn ich es nicht getan hätte. Ich muss sagen, dass mich der Film dann doch schwer enttäuscht hat nach all dem Jubel, den es über ihn gegeben hat. Letztendlich ist es einfach SciFi die viel mit Physik arbeitet, dann aber am Kitsch scheitert. Wäre der Film ca. eine Stunde kürzer gewesen und hätte man damit auf eine Art Bad End gesetzt, wäre er für mich weit besser gewesen. Mit den weiteren Entwicklungen versaut man dann irgendwie alles und macht aus dem Film zu guten Teilen nur wieder einen typischen Hollywoodschinken. Matthew McConaughey fand ich dann auch eher schwach in diesem Film. Der hat auch schon weit Besseres gezeigt. Ständig nüchtern-leidend dreinzuschauen ist jetzt auch keine grandiose Schauspielkunst.
16.05.2016 15:06
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Im dritten Anlauf habe ich den Film dann doch mal beenden können. Bislang bin ich jedes Mal eingeschlafen und meine Motivation, nochmal von vorne zu beginnen, war nicht die größte. Da ich den Film solange allerdings auch schon daheim rumliegen habe, bin ich froh, ihn jetzt mal beendet zu haben. Es ist wie mit irgendwie allen Filmen von Nolan: Stark, gewaltig und nachhaltig. Hat mich nur nicht genug umgehauen um ihn mir auch mal zu kaufen. Inception ist derselbe Fall: Finde ihn klasse, würde es aber nie in meine persönlichen Favoriten schaffen. Habe den Film als einzigen in meiner Sammlung nach dem Kauf nie wieder angesehen. Zu schwere Kost für mal zwischendurch und nicht anders verhält es sich mit Interstellar....

Spoiler

Zitat von Misato

Um mal da anzufangen, wo ich einen wirklich großen :facepalm: Momemt hatte - Millers Planet. Natürlich war mir klar, dass es irgendwann im Film eine Form von Unfall geben muss, dass die Zeit grausam zuschlägt und auf der Erde eben zig Jahre vergehen und für die Endurance Crew halt nicht. Aber mich störte es sofort extrem, als die bei dem Planeten ankommen und nicht ein einziges Mal rückwärts rechnen. Von der Erde ist mit den rudimentären Daten einiges nicht ersichtlich. Aber da sitzen vier fähige Wissenschaftler und zwei Roboter und sie reden darüber, dass auf dem Planeten eine Stunde umgeht, die auf der Erde sieben Jahre dauert - und keiner denkt dann "ui, Moment Miller ist hier vor zehn Erdenjahren angekommen, das wären ja nicht mal zwei Stunden, hier stimmt was nicht."


Das hat mich fasziniert. Ich habe auch erst im Nachhinein realisiert, wie krass es war, dass da mal eben 23 Jahre vergangen sind. Ich meine: Wenn man in Gefahr ist und überall von Wellen erschlagen wird, ist das keine Situation, aus der man schnell wieder rauskommt. Ich stimme euch übrigens zu, der Tod von Doyle war dumm und unnötig, aber irgendwo musste man dann wohl auch mal die Crew etwas reduzieren. Jedenfalls ein beeindruckender Planet, der im Grunde nur aus gigantischen Wellen besteht. Aber die mächtige Eiswüste war nicht minder beeindruckend. Ich hätte gerne noch mehr Planeten gesehen, die waren eine echte Augenweide. Nachdem sie sich vor der Flut gerettet haben und die Zeit um war, habe ich mich gefragt, wie es denn sein kann, dass die Körper nicht altern. Ich versuche das echt zu verstehen, denn wie kann so ein anderer Planet denn die Evolution verlangsamen? Dann könnten in der Zukunft ja alle Menschen einfach mal abhauen und haben ein längeres Leben....

Zitat von Nightfox

Das fand ich auch anfangs höchst seltsam und hat so gar nicht zum Rest des Films gepasst, der ja doch irgendwie möglichst realistisch bleiben wollte. Klar hat sich das am Ende geklärt. War ja irgendwie so, dass das die Menschen der Zukunft waren, die die fünfte (?) Dimension beherrschten und deswegen wurde all dies möglich. Aber irgendwie finde ich das immer noch seltsam. Der ganze Part im Schwarzen Loch war seltsam, vermutlich war mir das einfach zu hoch^^


Für mich auch drei Fragezeichen. War der Film bis dahin wirklich noch glaubhaft, wirkte das Wurmloch einfach zu dick aufgetragen. Man könnte meinen, dass all das aus einem Horrorfilm stammt. Natürlich ist hier der Bogen zum Anfang prima geschaffen und wir verstehen nun auch, wieso Murph Bücher fliegen sieht oder wieso sich Staubpartikel merkwürdig bewegen. Bis zu dieser Szene hat Interstellar bereits weite Kreise gezogen, doch das hier sprengt dann doch noch irgendwie den Rahmen, weil plötzlich auch so viel anderes aufeinmal möglich wäre. Ich hätte zu gerne auf die Szene verzichtet, auch wenn es natürlich begrüßenswert ist, wenn ehemalige Fragen beantwortet werden.

Zitat von Akatsuki03

Irgendwo fand ich es dann auch traurig, dass sie ihn weg schickt und meint, sie hat ja ihre Familie (nicht gerade wenig Leute) bei sich! Diese Entscheidung kann ich verstehen aber ich finde sie auch traurig, weil es schon so wirkt wie: du bist nicht mehr so wichtig in meinem Leben.


Das Ende ist wirklich traurig-schön, doch so wie du würde ich es nicht interpretieren. Murph schickt ihn nicht weg, weil ihr die eigene Familie wichtiger ist. Viel mehr hat sie nicht mehr damit gerechnet, Cooper je wieder zu sehen. Nun kann sie in Frieden sterben, mehr hat sie sich gar nicht gewünscht. Stelle es mir aus Sicht des Vaters auch sehr extrem vor, wenn das eigene Kind stirbt - an Altersschwäche!
Auch schön, dass Amelia an ihrer Mission festgehalten hat und es später zu einer Kolonie kommt.


Zitat von Akatsuki03

Vor allem nachdem ich Prometheus noch mal angeschaut hab. Sobald die Leute ins Weltall fliegen, tauchen irgendwann immer seltsame böse Lebensformen auf XD


Hier kann ich auch Passengers nur wärmstens empfehlen :herz:

Interstellar ist ein guter Film, ich wäre aber auch mit wesentlich weniger ausgekommen.

:7.0:
7 von 10 aus dem Regal fliegenden Büchern


16.02.2017 23:59
Misato




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Spoiler

Zitat von Voice

Nachdem sie sich vor der Flut gerettet haben und die Zeit um war, habe ich mich gefragt, wie es denn sein kann, dass die Körper nicht altern. Ich versuche das echt zu verstehen, denn wie kann so ein anderer Planet denn die Evolution verlangsamen? Dann könnten in der Zukunft ja alle Menschen einfach mal abhauen und haben ein längeres Leben....

Das ist nur Physik und wir befinden uns hier in dem bekannten Satz - Zeit ist relativ. Die Leute, die auf Millers Planet gegangen sind, sind auf diesem Planeten ganz normal gealtert und zwar die paar Stunden, die sie dort waren. Das ist es, was Einstein mit seiner Theorie heraus gefunden hat, Zeit ist keine allgegenwärtig feste Konstante, die immer gleich bleibt, sondern sich relativ zum Beobachter verhält, basierend auf Geschwindigkeit. Das Phänomen ist für den Alltag nicht von Belang, da man nicht mal von Bruchteilen einer Sekunde spricht. Bei einem Flug ins All mit hoher Beschleunigung zeigt sich in einem Gedankenexperiment aber schnell, dass für die Crew an Bord viel weniger Zeit vergeht als für die Leute auf der Erde. Ein kleiner Ausflug zum Mond macht den Kohl nicht fett, weite Reisen in der Galaxie würden den Effekt aber sehr deutlich zeigen. Deshalb sind die meisten SciFi Filme und Serien dieser Art im Grunde naturwissenschaftlich einfach falsch. Die Geschwindigkeiten, die mit den Raumschiffen erreicht werden, würden dafür sorgen, dass das Leben auf der Erde bei jeder Stippvisite schon wieder eine Generation weiter ist und die zurückgelassenen Leute wären massiv älter. (In "Star Trek" ist man sich dieses Phänomens zumindest bewusst und die offiziellen Handbücher haben eben Dinge erfunden, die den Effekt ganz fantastisch aufheben. Meist wird es aber einfach nicht beachtet und gut ist, weil man eh einen Drehwurm im Gehirn davon bekommt.)
Hier in "Interstellar" liegt es allerdings nicht an der Geschwindigkeit und der Reise, sondern der starken Gravitation. Auch diese hat einen Effekt auf das Vergehen von Zeit. Von Außen vergeht sehr viel mehr Zeit als für die Leute innerhalb.
Wie gesagt, es geht im Alltag um Nanosekunden, aber Experimente haben nachgewiesen, dass sowohl Geschwindigkeit als auch eine veränderte Gravitation Auswirkungen auf das Vergehen von Zeit hat. Beide Effekte spielen bei einer Reise per Flugzeug bereits eine Rolle. Die Gravitation nimmt mit der Höhe ab und die Geschwindigkeit je nach Flugzeug eben zu.



17.02.2017 14:58

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