Digital Nippon ~ Feels Like Home...

Digital Nippon » Lifestyle » Movies » [Movie] Final Girl » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
  • Assassins Creed
  • Nocturnal Animals
  • King Cobra
  • Resident Evil The.Final Chapter
  • Sing
  • The Great Wall
  • Passengers
  • Split
Antwort erstellen
Final Girl  
Misato




Rebel Scum
Dabei seit: 11.06.2005
Herkunft: Earth-1218
Pet: Maya
Beiträge: 4.403
Sammelalbum
Credits: 2311
gekaufte Marken: 199
verdiente Marken: 373
Final Girl       




Genre: Thriller, Suspense
Produktionsland: :USA: :CDN: | Produktionsjahr: 2015 | Laufzeit: ca. 85 Minuten | Altersfreigabe: MPAA R, BBFC 15
Regie: Tyler Shields
Darsteller:
Abigail Breslin - Veronica
Wes Bentley - William
Logan Huffman - Danny
Cameron Bright - Shane
Alexander Ludwig - Jameson
Reece Thompson - Nelson
Emma Paetz - Jennifer

Zitat

Story:
Veronica sah als kleines Mädchen, wie ihre Eltern umgebracht wurden. Dann traf sie William, der sie ein paar Tests unterzog und der ihr dann ein einmaliges Angebot machte. Was, wenn sie sich ausbilden ließe, um die bösen Menschen dieser Welt zu jagen und all die unschuldigen Opfer zu rächen? Zwölf Jahre später trifft sie vier Jungs in einem Diner, die gern blonde Mädchen in den Wald mitnehmen. Dieses Mal geht es aber nach ihren Spielregeln.


Das Final Girl bezeichnet im Horrorfilm, vor allem dem Slasher Genre, das letzte Opfer des Killers, das sich meist zu seinem Henker aufschwingt. Die Autorin Carol J. Clover prägte den Begriff in ihrem Buch "Men, Women, and Chainsaws: Gender in the Modern Horror Film", besonders die Horrorfilme der 80er liefern bestes Material. Am Ende sind es Mädchen, meist tugendhafter als ihre dann toten Freunde, die dem Horror Paroli bieten. Dieser Film nimmt diesen liebgewonnenen Charakter und stellt ihn quasi als eigenen Jäger in den Mittelpunkt. Was für ein fantastischer Ansatz. Allerdings geht "Final Girl" noch einen Schritt weiter. Es ist kein klassisch erzählter Film, in dem die Figuren als eigenständige Charaktere vorgestellt werden oder die Situation genauer beleuchtet wird. Weg mit dem Ballast einer realitätsnahen Geschichte, in der irgendwelche Fragen beantwortet werden müssten. Der ganze Film ist eine einzige Stilfrage. Und bei mir konnte diese Herangehensweise punkten.

Regisseur Tyler Shields begann seine Karriere als Fotograf und das scheint in jeder Szene des Films durch. Schatten, Umrisse, Bewegungen im Gegenlicht, Spotlights für die optimale Ausleuchtung und Farben, die klare Akzente setzen. Die visuelle Komponente des Films ist einfach fabelhaft. Unterstützt wird es durch die Abendgarderobe, die die Charaktere tragen und die mehr so einen Hauch Film Noir im 50er Jahre Stil versprühen.
Ich hab mich grade umgesehen und der Film wird von allen Seiten attackiert, aber ich habe mich blendend unterhalten gefühlt. Slasher Filme gibt es zu Hauf, actionreiche Horrorstreifen ebenso. Aber hier steht dieser künstliche Aspekt so deutlich im Vordergrund und ist einfach mal erfrischend anders. Findet dadurch wohl leider sein Publikum nicht. Es ist deutlich, dass es um keine natürliche Ausleuchtung des Waldgebietes geht. Während ich mich in anderen Filmen auch gern mal drüber amüsiere, wenn das Licht zufällig passend fällt und es doch eigentlich dunkel sein müsste, stellt sich mir hier keine Frage, wie es möglich ist, da der Film eine surreale Not von Beginn an durchzieht. Der ganze Gedanke hinter einem Final Girl Killerkommando ist an sich schon absurd. Und wow, mir hat Abigail Breslin in der Rolle richtig gut gefallen. Wenn ihre blauen Augen mit dem roten Lippenstift eingefangen werden und sie ganz unschuldig drein schaut, man aber schon weiß, dass sie geübt und einen Plan für Vergeltung hat, ist das ein herrliches Bild.

Spoiler

Ich machte mir tatsächlich über zwei Dinge Sorgen. Zum einen die ziemlich lange Angst-Fantasie, wenn Jennifer, die Freundin, auftaucht. Ich habe mich gefragt, ob das nun Angst oder Realität ist. Und wenn es Realität wäre, dass der Film hier entscheidend kippt und von seiner visuellen Route zugunsten von Story und einem Twist abweicht. Was, wenn Veronica verlieren würde und Jennifer ist das Final Girl der Geschichte? In einem konventionell gedrehten Film, der einem mehr zu den Figuren sagt und Wert auf Hintergründe legt, hätte das vielleicht sogar gepasst. Dass Veronica dann sieht, dass sie nur ein Werkzeug in der Geschichte eines anderen ist oder so. Hier hätte es den Ton aber ordentlich versaut. Und zum anderen hockt sie da am Wasser, wenn die letzte Begegnung anfängt. Ah, no, William hatte ausdrücklich vor Wasser gewarnt. Wenn das Final Girl doch von Anfang an der Mittelpunkt ist, muss sie nach den Regeln des Genres dann nicht vom letzten Überlebenden besiegt werden?
Ich muss zugeben, dass der Film meine Paranoia in der Hinsicht doch schüren konnte, ich aber hoffte, dass Veronica die vier eben besiegt und am Ende das letzte Lachen hat. Also so, wie es dann auch gekommen ist. Allerdings taucht William auch noch mit dem Gewehr auf, dass ich annehme, er war die ganze Zeit in Position, um im Notfall doch einzugreifen?

Ich fand die Atmosphäre einfach super. Und diese Schattenrisse sahen sehr schön aus, besonders als sie die Axt in dem Typ versenkt. :D Man kann hunderte Fragen zu dem Film stellen, schon nur, warum die Polizei nichts macht und wer bildet überhaupt Mädchen für sowas aus und wo liegt der Sinn? Aber ich genieße dieses diabolische dahinter, dass die mörderischen Jungs so sterben, wie sie andere umgebracht haben. Noch verstärkt dann Drogen, um sich mit ihren persönlichen Alpträumen konfrontiert zu sehen.

Vermutlich wieder ein Film, der Opfer seiner eigenen zu reißerischen und vielversprechenden PR ist. :hmpf:


25.08.2015 02:32
Voice




Şaving £ight
Dabei seit: 03.06.2004
Herkunft: Arcadia
Pet: Tama-chan
Beiträge: 9.478
Sammelalbum
Credits: 5945
gekaufte Marken: 319
verdiente Marken: 796
      

Ich will gar nicht allzu sehr ausschweißen, dafür war mir der Film einfach zu unscheinbar. Aber den Thread lasse ich auch ungerne einfach so stehen, ist er schließlich der Grund dafür, dass ich mir Final Girl überhaupt angesehen habe. Wobei der Name zugegeben aber auch echt gut ist.

Leider passt er gar nicht in der klassischen Denkweise (also die letzte bleibt übrig), sondern ist eben innerhalb der Geschichte das Final Girl. Klar, das ist cool und spielt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers. Doch der Film selbst war neben seinem tollen Style einfach gar nichts. Bei der Optik bin ich ganz bei dir: Nahezu jede Totale sieht aus wie Fotografie. Alles hat etwas von einem stylischen Set und wirkte ziemlich gesetzt, gestellt, gelegt. Jede Perspektive wurde bedacht. Hinzu kommen die Farben von Veronicas Kleid und Augen plus Haaren (der Pferdeschwanz ist ja auch recht prominent) im Nebel. Nur inhaltlich ist mir der Film als Ganzes zu blöd, weil er sich linear durcharbeitet.

Spoiler

Die Tode der Jungs waren :zzz: Die dazugehörigen Wahnzustände ebenso :zzz: Ich glaube, der interessanteste Moment war für mich noch immer das Treffen zwischen Veronica und Jennifer, weil man keinen Plan hatte, was Veronica nun vorhat.
Was mir auch auf den Nerv ging, war ständig im Hinterkopf zu haben, dass William irgendwo ist und Veronica im Zweifelsfall helfen könnte :zzz:


Alles in allem ein langweiliges Fotoalbum, das man gerne einmal ansieht, danach jedoch völlig an Reiz verliert.

:2.5:
2,5 von 10 roten Kleidern


13.02.2017 00:08

Antwort erstellen
Gehe zu:
Digital Nippon » Lifestyle » Movies » [Movie] Final Girl

All Styles, Pet Hack, Index, Galerie & Sammelalbum © by Digital Nippon, 2004-2017

Otakutimes