Digital Nippon ~ Feels Like Home...

Digital Nippon » Lifestyle » Movies » [Movie] Butterfly Effect » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
  • Sing
  • Passengers
  • Split
  • Logan
  • A Cure for Wellness
  • Kong Skull Island
  • Die Schoene und das Biest
  • Moonlight
Antwort erstellen
Butterfly Effect  
DontSayYes




running
Dabei seit: 03.06.2004
Herkunft: Berlin
Pet: Kuon
Beiträge: 495
Sammelalbum
Credits: 355
gekaufte Marken: 8
verdiente Marken: 10
      



Genre: Drama, Mystery, Science-Fiction, Thriller
Produktionsland: :USA: | Produktionsjahr: 2004 | Laufzeit: ca. 109 Minuten | Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Eric Bress & J. Mackye Gruber
Darsteller:
Ashton Kutcher - Evan Treborn
Amy Smart - Kayleigh Miller
Elden Henson - Lenny Kagan
William Lee Scott - Tommy Miller
Melora Walters - Andrea Treborn
Trailer: TRAILER

Zitat

Story:
Evan Treborn ist ein guter Psychologiestudent, der als Kind öfter Probleme mit Blackouts hatte, diese brachten ihn dazu Tagebuch zu führen. Als er eines von ihnen wieder liest, springt er plötzlich zurück in sein 13jähriges Ich und entdeckt, dass seine Taten die Gegenwart beeinflußen. Er kann die Vergangenheit verändern, doch welche Konsequenzen sich ergeben, muss er immer er selbst erleben...

Such minor changes, such huge consequences.

Ich hab durch ne Freundin von dme Film erfahren und sie hat ihn mir sehr ans Herz gelegt ... und sie hatte Recht. Der Film ist genau nach meinem Geschmack.

Am Anfang war ich leicht verwirrt, da ich nichtmla ansatzweise wusste, worums geht, aber dennoch war ich von der ersten Sekunde an gefesselt (Schon allein deshalb, da ich Filme mit Zeitsprüngen, also storytechnisch, sehr toll finde). Ansonsten finde ich es sehr genial, was sie aus dme geringen Budget gezaubert haben, denn meiner Meinung nach, kann der Film sowohl vond er Story her, als auch vom Technischen her gesehen, mit den "Big-Budget"-Filmen locker mithalten.
Außerdem was ich von Ashton Kutcher sehr begeistert, da ich ihn bisher nur aus dem eher komödioantischen Bereich kannte und es ihm wikrlich nicht zugetraut hätte, sowas Ernstes zu spielen.

Zur Story:
Ich fand es an einer einzigen Stelle schwierig, dass Geschehen zu verfolgen, bzw zu verstehen, was jtzt passiert war, und zwar...

Spoiler

... als Evan das erste Mal die Vergangenheit ändetr und dann neben, äh, wie hieß sie noch gleich? °-°' im Bett aufwacht. Ok, mir war klar, dass dies nun passiert ist, weil er die Vergangenheit geändert hat, aber ich wusste nicht, ob das jetzt ein Traum ist, Einbildung, oder halt die Wirklichkeit. Später bekommt man da ja mehr oder weniger Gewissheit.


Was ich noch nicht mochte, ist das Ende. Es gibt ja drei verschiedene Fassungen..

Spoiler

1. sie laufen aneinader vorbei, drehen sich um, laufen dann aber weiter (im Film)
2. sie laufen aneinander vorbei, Evan dreht sich um und folgt ihr
3. sie laufen aneinander vorbei, drehen sich beide um und reden mit einander

Ich hätte es besser gefunden, wenn sie wie bei 1. aneinander vorbeilaufen, sicher aber weder umdrehen, noch sonstwas machen - sonderne infach weiterlaufen, denn im Endeffekt hat er die Zukunft ja so verändert,d ass sie sich nicht kennen. Diese Blicken sind mir persönlich shcon wieder zu "Happy End"-like x_X
Wenn die letzte Szene einfach nur gezeigt hätte, dass sie beide ihre eigenen Leben leben, aber wirklich rein gar nichts mit einander zu tun haben, würde das Ende für mich überzeugende wirken <3


Dennoch ein sehr genialer Film, den ich jedem nur empfehlen kann.

Pale
26.07.2005 00:51
Voice




Şaving £ight
Dabei seit: 03.06.2004
Herkunft: Arcadia
Pet: Tama-chan
Beiträge: 9.604
Sammelalbum
Credits: 6030
gekaufte Marken: 326
verdiente Marken: 810
      

Ich hab die Story anfangs gar nicht geschnallt und war eher verwirrt, aber so nach und nach haben sich die Puzzlestücke zusammengesetzt. Intelligente Drehbücher mag ich und so ist auch Butterfly Effect einer der Filme, die so eigen sind, dass man sie mag (oder auch nicht). Was aus Evans Freunden (besonders Kayleigh) in der jeweiligen Situation wird, finde ich interessanter als seine Zeitreisen, denn sie geben der Frage "Was wäre, wenn...?" eine Existenzberechtigung. Die Storytwists sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Werde mir den Film bei Gelegenheit auch auf DVD zulegen und mir ein zweites Mal zulegen, denn ich bin mir sicher, dass es einige unlogische Szenen gibt.
Die alternativen Enden hab ich nicht gesehen, wird nachgeholt x.x
Auf jeden Fall reiht sich Butterfly Effect bei mir in die Reihe "Lieblingsfilme".

Voice


27.07.2005 13:08
-Alu-




.
Dabei seit: 12.07.2004
Beiträge: 949
Sammelalbum
Credits: 684
gekaufte Marken: 18
verdiente Marken: 37
      

Puh... auch schon länger her, dass ich den Film gesehen habe. An soviel kann ich mich aber noch erinnern: er hat mir gefallen :D Irgendwie hat mich der Streifen sehr zum Nachdenken angeregt. Er zeigt wie viele andere, dass dass Vergangenheit verändern immer in die Hose geht (oder jedenfalls nicht komplett so ausfällt, wie man es sich erhofft hat). Außerdem ist er noch sehr spannend und handlungstechnisch gut gestrickt. Ich meine mich noch an ein paar Logikfehler zu erinnern (irgendwie unvermeidbar bei solchen Zeitrese Filmen) aber die waren eher von unauffälliger Natur und nicht störend. Insgesamt ein sehr sehenswerter Film wie ich finde :D
29.07.2005 02:28
Kenshin




~* Psychosocial *~
Dabei seit: 14.03.2005
Herkunft: Ank Morporkh
Pet: Ein
Beiträge: 2.447
Sammelalbum
Credits: 1327
gekaufte Marken: 103
verdiente Marken: 340
      

Trotz das Ashton Kutcher mitspielt, meiner Meinung nach ein Blödhammel höchsten Grades, war der Film dennoch durchaus gut bis sogar sehr gut.
Hätte ich nicht für möglich gehalten.
War sogar um weiten besser als Gothika.
Ich find ja solche ähnlichen Geschichten mit was wäre wenn ja immer interessant, nur dass es hier Wirklichkeit ist und nicht bloße Vorstellung.
Die Darstellung und die Art und Weise wie der Film gemacht wurde war sehr gut gemacht, sehr authentisch und sogar glaubwürdig, auch wenn es Fantasymäßig war.
Atmosphäre war sehr gut und die Entwicklung der Gschichte sehr genial.
Hmm, ich hab jetzt Lust den nochmal zu gucken.



Sig by Voice
29.07.2005 17:32
Storm




Necroscope
Dabei seit: 08.07.2004
Herkunft: Braunschweig
Pet: Timcampy
Beiträge: 360
Sammelalbum
Credits: 89
gekaufte Marken: 14
verdiente Marken: 10
      

Ein sehr beeindruckender Film von der Thematik her. Ich für meinen Teil fand ihn zumindest sehr mitreisent und unterhaltsam.
Gerade durch den Wechsel der verschiedenen Zukünfte, die dargestellt wurden und dem dahinter stehendem psychologischen Aspekt des "Butterfly-Effects" fand ich den Film schon mehr als normal.

Mich zumindest hat er teilweise richtig zum Nachdenken gebracht - gerade in Bezug auf "was wenn wir mehr als nur n paar Prozent unseres Hirns nutzen könnten".

Von der schauspielerischen Leistung war der Film sicherlich sehr anspruchsvoll, schließlich mussten verschiedene mögliche Entwicklungen der gleichen Charaktere überzeugend gespielt werden.

Warum der Film damals als Horror angepriesen wurde kann ich selber nicht verstehen - ich kann jedoch die Altersbegrenzung nachvollziehen und warum dieser Film nicht jugendfrei ist/war.
Die verschiedene Szene fand ich teilweise sehr krass dargestellt und waren wirklich nichts für Leute mit einer begrenzten Weltanschauung.
Ich bin auch froh, dass ich den Film nicht im Kino gesehen hab - das Publikum hätte nicht gestimmt =).

Das normale Filmending fand ich war eine geschickte Lösung, da es eigentlich alles offen ließ. Egal von welchen der drei Varianten man nun auch ausgeht - finde ich das normale Kinoending als bestes, da man eigentlich mit einem sehr positiven Ende und dabei chlichéehaft zu wirken entlassen wird.

und nun ein Spoiler zum Director's Cut, der einige Szenen und ein alternatives Ende bereithält:

Zusatzszenen:

Spoiler

Eigentlich recht überflüssig bis auf die Szene in der die Mutter ihm von ihren zwei früheren Totgeburten erzählt - das bekommt ja am Ende noch ein ganz besonderen Zusammenhang.
Ebenso die vorangegangene Wahrsagerin.

Ansonsten die kleine extra Szene im Knast bringt nur noch einen kleinen Aspekt mit in dem Film ein, der schier unwichtig ist für die Handlung.


Ending:

Spoiler

Also, dass er sich das Video seiner Geburt anschaut und daraufhin beschließt sich selber im Mutterleib zu töten finde ich etwas extrem.
Nicht nur von den Videodokumenten sehr krass, sondern auch von der Vorstellung, dass er sich opfert für seine zukünftige Liebe und dabei als Baby im Mutterleib stirbt.
Man kann sich denken, dass er dabei trotzdem alle Erinnerungen besitzt, die er vorher auch hatte.
Daher ist es extrem zu wissen, dass er alles weiß und gleich sterben wird (warum dann eigentlich der dumme Zettel, dass er beim Fehlschlag stirbt XD).

Somit finde ich das normale Kinoending doch um einiges besser, weil das Director's Cut irgendwie nicht einem super happy End entspricht.



...Think of something beautiful and it lifts you up in the air... *bump!*
11.09.2005 22:09
Misato




Rebel Scum
Dabei seit: 11.06.2005
Herkunft: Earth-1218
Pet: Maya
Beiträge: 4.413
Sammelalbum
Credits: 2321
gekaufte Marken: 199
verdiente Marken: 378
      

Hab den damals im Kino gesehen und bin sehr froh drum, dass das Publikum dabei die Klappe halten konnte (war ne Sneak Vorstellung und sonst passiert es mir immer das da erstmal ein Viertel über die Filmauswahl mosert und die Schnauze nicht halten kann). Jedenfalls war ich sehr beeindruckt und hatte mich durch diverse Trailer schon sehr drauf gefreut. Kutcher zeigt, dass er durchaus ein guter Schauspieler ist und ich würde mir für ihn mehr solcher Rollen wünschen.
Abgesehen von dieser total unnötigen Massakrierung der Logik in der Gefängnisszene

Spoiler

- klar kann Evan zurückreisen und sich die Wunden an den Händen holen und es ist vielleicht sogar möglich, dass er abgesehen von einigen Therapiesitzungen keine größeren Veränderungen in einem Leben erwirkt und wieder im Gefängnis lander, ABER dann kommt er schon mit diesen Wundmalen dorthin und die erscheinen nicht so plötzlich wie die neuen Erinnerungen!! Man hätte den Typ auch anders zum mithelfen bewegen können vom Drehbuch her. Absolut unnötiger, weil auf Effekt abzielender Logikbruch!

bin ich auch von den plausiblen Erklärungen und der Feinfühligkeit des Drehbuchs überrascht gewesen. Evan lebt innerhalb des Films mehrere Leben und behält alles in Erinnerung. Grade, dass dabei neue Erinnerungen hinzu kommen ohne alte zu vergessen finde ich klasse. Die Darsteller sind alle gut gewählt worden, denn wie hier schon gesagt sie spielen zwar immer die selbe Rolle, aber dennoch verschiedene Charaktere. Der Zuschauer kann mit Evan mitfühlen und versteht warum er macht, was er macht, dabei wird seine Figur wunderbar menschlich beschrieben ohne gleich einen Gottkomplex an den Tag zu legen.

Mir persönlich gefällt das Ende bzw der Aufbau des Director's Cut doch etwas besser. Die Wahrsagerinenszene ist ja auch wichtig, da sie

Spoiler

sagt, dass Evan gar keine Lebenslinie hat. Er sollte überhaupt nicht hier sein und so kann sich der Zuschauer am Ende fragen was wohl seine zwei ungeborenen Brüder erlebt haben, denn vermutlich war auch ihnen klar, dass sie keine Veränderungen bewirken können ohne fatale Folgen und ihre Nicht-Existenz viel Kummer erspart. Fragt sich nur wie sie in den Moment vor der Geburt schlüpfen konnten - ob es wohl Bilder der Schwangeren gab auf die sie sich konzentrieren konnten? Auch die Rolle des Vaters sowie Großvaters finde ich interessant. Wenn sie ihre Gabe nie entdeckt hätten wäre wahrscheinlich alles okay gewesen, ein normales Leben, aber wenn man erstmal anfängt Änderungen herbeizuführen will man die perfekte Welt, die man einfach nicht erschaffen kann. Wie sah das Leben des Vaters wohl vorher aus - was hat er verändert, dass er in der Psychiatrie landen mußte und wessen Leben wollte er retten?
Zwischendrin auch mal ein Film ohne Happy End macht die Sache des was-wäre-wenn noch extremer.


Leider leider steht uns ja schon ein Sequel bevor. Wenn auch die Story von denselben Schreibern kommt, bin ich sehr skeptisch was das soll -- obwohl deren Version von Final Destination 2 ja den ersten Teil noch toppte.


27.10.2005 16:41
Miharu




inimitable ©
Dabei seit: 06.01.2006
Herkunft: Österreich
Pet: Penpen
Beiträge: 44
Sammelalbum
Credits: 44
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 1
      

Ich hab den Film letzten Otkboer gesehen und ich fand ihn wirklich gut, ist einer meiner Lieblingsfilme geworden ...
Dieses was-wäre-wenn-Szenario war imo sehr gut umgesetzt, bis auf ein paar Logikfehler, aber eines frage ich mich auch:

Spoiler

Wie kann er dank der Tagebücher in die Vergangenheit reisen, wenn die Tagebücher nur wegen der Blackouts (die ja durch das Zeitreisen entstanden sind) existieren? Argh ... bei so einer Zeitreisen-Problematik verknotet sich mein Gehirn immer o_O


Naja, ich fand's ziemlich interessant zu sehen, wie sich genau die gleichen Charaktere je nach Umfeld immer wieder anders entwickeln ... Ich sollte mir den echt mal wieder ansehen, hab die Hälfte schon wieder vergessen >_<
14.01.2006 23:20
Misato




Rebel Scum
Dabei seit: 11.06.2005
Herkunft: Earth-1218
Pet: Maya
Beiträge: 4.413
Sammelalbum
Credits: 2321
gekaufte Marken: 199
verdiente Marken: 378
      

Zitat

Original von Miharu

Spoiler

Wie kann er dank der Tagebücher in die Vergangenheit reisen, wenn die Tagebücher nur wegen der Blackouts (die ja durch das Zeitreisen entstanden sind) existieren? Argh ... bei so einer Zeitreisen-Problematik verknotet sich mein Gehirn immer o_O


Der Film hat nie wirklich erklärt ob

Spoiler

die Blackouts durch die Zeitreisen ausgelöst werden (weil ja der alte Evan in den jungen hüpft); die Blackouts ein normales gesundheitliches Problem sind, die die Zeitreisen erleichtern oder ob Evan nur unbewußt diese Punkte anwählt.
Wenn er am Ende den Film nutzt ist da auch kein Blackout dran beteiligt.
14.01.2006 23:29
Miss Understood




missunderstood
Dabei seit: 23.04.2006
Herkunft: Konstanz
Pet: Mikoto
Beiträge: 214
Sammelalbum
Credits: 214
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 10
      

Hätte nicht geglaubt, dass mich der Film dermassen mitreißen könnte. Aber bei Donnie Darko war ich ja auch recht positiv überrascht.
Ashton Kutcher war mir bis dato auch nur als eine Art Trottel (durch seine Filme) bekannt, aber mit dem Butterfly Effect hat er gezeigt, dass er mehr kann. Auch die anderen zwei, die Kind und Teenager verkörpert haben, waren gut dargestellt. Was mich am meisten begeistert hat, dass egal was er versuchte, es immer einen Haken gab. Warum muß der Typ jetzt so handeln und warum hebt sie nun dies auf,- klasse. Einzig und allein die Geschichte im Knast hat mir missfallen.

Als eigenständiger Film ist The Butterfly Effect genial, warum trotzdem noch ein zweiter Teil kommen muß, verstehe ich nicht, zumal der erste ein eindeutiges Ende hatte. Schade, aber trotzdem mal abwarten.
24.05.2006 23:49
Dark Crimson




Anarchy, Baby!
Dabei seit: 09.02.2006
Herkunft: Amegakure
Pet: Incubus
Beiträge: 1.041
Sammelalbum
Credits: -10
gekaufte Marken: 59
verdiente Marken: 70
      

Der Film kam raus als ich noch in der Videothek gejobt habe.Ist also schon ne Weile her.War angangs etwas skeptisch und hab mich die erste Zeit erfolgreich vor dem Film gedrückt^^.
Erst so vor einem Jahr hatte mich mein Vater mal nach dem Film gefragt.Er hatte ihn von einem Arbeitskollegen geliehen.Hab ihn mir dann mal mitgenommen und war angenehm überrascht.Butterfly Effect war sehr unterhaltsam und spannend erzählt.

Spoiler

Ich fand es so hart als er ohne Arme aufgewacht ist.Da würd ich glaub ich auch abdrehen

Alles in allem hat mir der Film echt gut gefallen.Nur mir Ashton Kutcher konnte ich mich nicht so anfreunden.Aber das ist wohl eher Geschmackssache.
28.06.2007 11:59
Stupid Frog




Never drink on a sinking ship!
Dabei seit: 02.02.2007
Herkunft: Hinata Ryokan
Pet: P-Chan
Beiträge: 622
Sammelalbum
Credits: 123
gekaufte Marken: 37
verdiente Marken: 34
      

Teil 1
Der Film war ein echter Geheimtipp. Ich dachte mir es wäre mehr eine Horrorfilm, aber war am ende alles andere als enttäuscht darüber das es keine war. Dieser Film ist mit abstand mein Lieblings Film. Die Story ist so unglaublich packend und innovativ. Die vielen Wendungen die dieser Film nimmt und gegen ende das furiose Finale wiederspiegelt. Die Schnitte sind einfach perfekt und obwohl ich den Herrn Kutcher erst als Fehlbesetzung hielt, fand ich ihn gegen Ende wirklich genial gut. Der Soundtrack ist auch der Hammer mit einlagen von Oasis und anderen. Die verschiedenen teils verstörenden Sichtweisen eines jungen Mannes der damit zu kämpfen hat, dass die Vergangenheit ihn einholt. Habe vor kurzem auch Nummer 23 gesehen und war ähnlich stark begeistert von dem Movie, allerdings hat mir Butterfly Effect noch besser gefallen.

Fazit: Ein Geheimtipp den ich nur jedem ans Herz legen kann. Wer ihn noch nicht gesehen hat, an dem ist wirklich ein Kunstwerk vorbeigegangen.
:10.0:

Teil 2
Was Teil 2 angeht kann ich nur davon abraten. Der ist ein echter B Movie und eigentlich nur sehenswert, wenn man wirklich Sonntag Abends nichts besseres zu tun hat. Die Szenen wurden einfach aus Teil 1 kopiert und in eine grottenschlechte Story gepackt. Das Ende wird dann im vergleich vom restlichen Film viel zu dramatisch dargestellt. Es gibt einige gute Szenen im Film allerdings kann ich keine Empfehlung für diesen Film aussprechen.

Fazit: Billiger Abklatsch einer guten Vorlage. Tut euch den gefallen und mäht lieber Rasen oder besauft euch. Da habt ihr mehr von.
:4.0:


This post was written with some alcohol and a bunch of love!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Stupid Frog am 28.06.2007 17:39.

28.06.2007 17:38
Lucki




Lucki is not lucky
Dabei seit: 03.01.2007
Herkunft: München
Beiträge: 1.076
Sammelalbum
Credits: 1134
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 80
      

Habe mir gerade Teil 1 angeschaut, völlig ohne vorher zu wissen worum es in dem Film geht. Die ersten 40 Minuten haben mir überhaupt nicht zugesagt, ich fand den Anfang unterdurchschnittlich und war ehrlich kurz davor den Film abzubrechen weil er sich nur um ein paar gewaltbereite Kids dreht und dabei auf plakative Schockeffekte setzt. Ein Glück dass dann eine Szene kam, an der sich der Film wendet:

Spoiler

Evan besucht Kayleigh und stellt ihr Fragen zur Vergangenheit, woraufhin sie heulend davonläuft. Danach erfährt er auf dem Anrufbeantworter dass sie sich deswegen umgebracht hat.

Das war ein echter Schock-Moment, und zwar ohne dass er plakativ-visuell zur Schau gestellt wurde. Der Film versprach also doch Potential zu haben. Ich habe weitergeschaut und das hat sich verdammtnochmal gelohnt!

Der weitere Verlauf des Films hat mich total gefesselt. Fand ich absolut sehenswert auch wenn ich bei meiner Meinung bleibe, dass die ersten 40 Minuten schwach ausgefallen sind.

Beeindruckt hat mich die Stelle, als Evan

Spoiler

mit verstümmelten Armen aufwachte, nachdem er das Unglück am Briefkasten verhindert hat. Dieses neue Schicksal traf ihn sichtlich schwer, aber er war bereit es zu akzeptieren weil offenbar alle außer ihm glücklich sind. Er hätte seinem eigenen Leid per Selbstmord ein Ende gesetzt. Doch dann sah er das neue Schicksal seiner Mutter ...


Eine große Überraschung war für mich, dass Ashton Kutcher echt gut ernsthafte Rollen schauspielern und nicht nur in Teenie-Komödien rumblödeln kann.

Das Drehbuch halte ich für sehr gut, fand aber den Erzählrythmus stellenweise nicht ganz passend. Mal zu schnell, mal zu langsam. Der eine oder andere Logikfehler hat sich eingeschlichen, aber das ist bei einem Film dieser Sorte wohl unvermeidbar. Manche Phasen des Films, z.B.

Spoiler

als er in dieser scheinbar perfekten Spießer-Welt aufwacht, in der alles irgendwie knallbunt ist, mit Kayleigh als seiner Geliebten, als Anführer einer Studentenvereinigung
wirkten auf mich zu aufgesetzt, zu (ich benutze das Wort schon wieder) plakativ. Da fehlt es mir am Feingefühl des Regisseurs. Leider nicht perfekt.

"Butterfly Effect" wird ja gerne mit "Donnie Darko" verglichen und das liegt durchaus nahe, aber meiner Meinung fehlt da noch der letzte Feinschliff um an den Kultfilm "Donnie Darko" heranzureichen. Dabei fällt mir auch auf dass ich nach einmaligem Ansehen von "Butterfly Effect" der Meinung bin alles verstanden zu haben, obwohl mehrmaliges Anschauen empfohlen wird. "Donnie Darko" habe ich hingegen schon mehrfach gesehen, finde ihn jedesmal wieder genial, aber es bleiben immer noch Mysterien offen, ich interpretiere den Film jedes mal etwas anders.

Abschließend lobe ich die gute Story, insgesamt ein guter Film, ich habe aber das Gefühl dass man ihn noch etwas besser hätte inszenieren können.

:8.0: 8 von 10 Tagebüchern.


"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." [spoiler]Sokrates, 470 v.Chr. - 399 v.Chr.[/spoiler]

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lucki am 17.01.2008 14:45.

17.01.2008 03:24
Shinryu




Drachenlord
Dabei seit: 26.05.2008
Herkunft: Azure Island, Vortex
Pet: ShootingStar
Beiträge: 79
Sammelalbum
Credits: 81
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 6
      

Der erste Butterfly-Film war eigentlich ziemlich gut. Aber sehr schockierend vom Inhalt her. So sehr, dass ich ihn mir kein zweites Mal anschauen wollte. Ausserdem ist das Ende ja auch so frustrierend, dass man verzweifeln könnte.

Spoiler

Er tut alles, damit es besser wird und es wird nur schlimmer. Und zum Schluss kann er es nur verhindern, indem er das wichtigste aus seinem Leben streicht, nämlich seine Freundin. Und die Art, wie man das alles erfährt... es wirkt alles so unfair.


Wenn der Film eine Botschaft hat, dann ist es die, dass man immer zufrieden sein sollte mit dem was man hat und das man vorsichtig mit seinen Wünschen sein sollte. Denn manchmal werden sie wahr.



Truly, if there is an evil world, it lies within the heard of mankind. (Edward D. Morrison, Tales of Phantasia)
27.05.2008 18:48
Sora




NERF THIS!
Dabei seit: 29.11.2007
Beiträge: 2.478
Sammelalbum
Credits: 1271
gekaufte Marken: 124
verdiente Marken: 496
      

Uff, was nen Film. Jeder hat sicher schon einmal mit dem Gedanken gespielt 'Was wäre wenn ich damals Weg B genommen hätte und nicht Weg A', doch was für Auswirkungen das auf die komplette Umwelt haben wird, daran wird man wohl nie gedacht haben. Genau das bekommt man aber in Butterfly Effect zu sehen. Wirklich Hammer, was alles so passieren kann, wenn man nur ein klein wenig die Vergangenheit verändert.

Spoiler

Zitat von Misato

Evan lebt innerhalb des Films mehrere Leben und behält alles in Erinnerung. Grade, dass dabei neue Erinnerungen hinzu kommen ohne alte zu vergessen finde ich klasse.
Ja, das fand ich auch super. Es hätte ja auch sein können, dass seine Erinenrungen an ein 'früheres' Leben völlig ausgelöscht wären und er sein neues Leben einfach so weitergelebt hätte, bis er zufällig auf seine 'Gabe' gestoßen wäre.
Bei einem seiner vielen Arztbesuche, wo Evan mit dem Rollstuhl rumspielt, erwähnt er ja so nebenbei, dass sich in seinem Gehirn Erinnerungen von 40 Jahren befinden. Irgendwie schon krank. Vorallem weil er ja auch auf ganz spezifische zurückgreifen kann, dank seines Tagebuches.
Was ich da aber auch super finde ist, dass da schon von Anfang an keine Logiklöcher waren. Er hatte halt immer seine Aussetzer gehabt, in denen er in Wirklichkeit zurück in die Vergangenheit gereist ist und sich deshalb nicht erinnern konnte. Mich würde nur zu gerne interessieren, warum er überhaupt über diese Gabe verfügt. Sein Vater hatte diese ja auch.

Zitat von Misato

Mir persönlich gefällt das Ende bzw der Aufbau des Director's Cut doch etwas besser. Die Wahrsagerinenszene ist ja auch wichtig, da sie
Wie wo was? Teil 1 oder doch ein komplett anderer oder einfach irgendwas total Neues im Director's Cut? :ahh: Du verwirrst mich!
Besonders gefallen hat mir ja die Rolle von Amy. Anhand ihr konnte man ja echt sehen, was für üble Folgen so eine kleine Veränderung hat. In einem Augenblick die Ballprinzessin und im nächsten Augenblick im Rotlichtmilieu, woah. Sie war zwar nicht die einzige, die sich in manchen Versionen total verändert hatte, aber an ihr fiel es wirklich schon richtig krass auf.
Als nächstes ist dann Teil 2 bei mir dran.


18.04.2011 00:44
Sidschei




aka Mrs. Walsh
Dabei seit: 25.10.2010
Herkunft: f3a
Beiträge: 1.133
Sammelalbum
Credits: 1308
gekaufte Marken: 2
verdiente Marken: 46
      

Zu dem Film ist schon alles gesagt... er ist und bleibt einfach grandios und duerfte einer der intelligentesten realisierten Filme mit solch einer Thematik sein wohl.

Ich greife hier nun nur mal die Frage von Sora wegen der Unterschiede zwischen dem Kino- und Directors-Cut auf. Denn The Butterfly Effect" hat sich wohl, trotz seines an sich doch noch recht jungen Alters, wohl zu einem Klassiker in Sachen 'Alternatives Ende' gemausert, unterscheiden sich die beiden Enden doch wirklich enorm sowohl im Ablauf als auch in der Wirkung...

Spoiler

Letzten Endes treten hier ein Happy-End gegen ein 'Nicht'-Happy-End gegeneinander an, auch wenn einige Aspekte die selben bleiben.


Allerdings gibt es nicht nur die 2 Enden, die wohl wirklich fast jeder kennt, sondern es gibt auch noch 2 weitere Variationen, die ich hier dann natuerlich auch vorstelle.

Spoiler: "Die Einleitung, die fuer alle Enden gilt"

Nach all dem, was Evan so mit seinen Versuchen die Vergangenheit zu aendern angestellt hat, landet er im Krankenhaus - respektive Psychiatrie, je nach Blickwinkel ;-) Nach seinem Gespräch mit dem Arzt, der ihm auf Grund seines vermeindlichen Zustandes die persoenlichen Erinnerungen weggenommen hat und der Diagnose, die auf Grund seines (ebenfalls vermeindlichen Tumors) gestellt wurde, geht er aus dem Zimmer und rennt zuruck in das Arzt-Zimmer.

Dort Verbarrikadiert er sich, schreibt auf einen Block sein Vorhaben auf, falls es schief geht, so dass die 'Hinterbliebenen' wissen, was sein Plan war. Er startet den Videoprojektor, um sich in der Zeit an diesen Punkt zurueckbringen zu koennen...

Während hier einzelne Szenen noch identisch sind, unterscheiden sie sich aber schon in einigen, kleinen Szenen, wie dem Film, welcher im Projektor abgespielt wird.




Spoiler: "Ende Kino-Cut"


Auf dem Projektor laeuft der Film ab,


der die Geburtstags-Szene als Kinder zeigt, wo er das erste Mal seiner


(spaeteren) grossen Liebe Kayleigh begegnet ist und wo quasi alles begann.


Er bringt sich zurueck in diese Situation...


und fluestert ihr dieses Mal - sichtbar ohne grosse Begeisterung aber mit der Entschlossenheit, das Richtige zu tun - sinngemaess ins Ohr: Ich hasse Dich! Und solltest Du mir jemals nochmal zu nahe kommen, dann werde ich Dich und Deine ganze verdammte Familie toeten.

Sichtlich beeindruckt und verschuechtert zwinker.gif rennt klein Kayleigh zu Mami und Evan sagt ein letztes Mal Good Bye, ...


..bevor man wieder die Veraenderungen bis zur Zukunft in einem 'Flash' vorbeiziehen sieht. Hierbei aendert sich dieses Mal einiges - alles zum Positiven - und Evan ist bei keiner der Flashs zu sehen.


Er erscheint danach wieder in seinem Studentenzimmer bei Lenny - der ebenfalls bei bester Gesundheit ist - und stellt die Frage: Wo ist Kayleigh? welche die Antwort: Wer ist Kayleigh? von Lenny nach sich zieht. Scheinbar hat alles einen guten Verlauf genommen.

Auf Grund seiner Frage Wer ist Kayleigh? erkennt Evan, dass sein Plan wirklich aufgegangen ist.


Sichtlich erleichtert schnappt er sich seine alten Boxen, in denen seine Erinnerungen aufbewart sind, um diese zu verbennen. Auf die Rueckfrage Lennys: sicher, dass Du das tun willst... ?


...sagt er: Er braucht nicht (mehr) all das Zeugs, um sich zu Erinnern.


Es geht 8 Jahre in die Zukunft:


Evan und Kayleigh begegnen sich zufaellig auf der Strasse. Er erkennt sie und blickt sich nach Ihr um...


...laeuft dann aber Weiter.

Auch Kayleigh dreht sich kurz um und schaut Evan hinterher. Doch auch Sie laeuft weiter ihres Weges...

Evans Plan ist in der Tat aufgeganen, wie er spaetestens zu diesem Zeitpunkt dann selbst erlebt hat...


Ich fand das Ende damals sehr gelungen, hat er das bisher Gesehene einfach abgerundet - auch wenn man hier durchaus kleine Logikluecken reininterpretieren kann, wenn man will. Aber DAS kann man wohl fast dann auch in den ganzen Film.

Insgesamt war das einfach ein schoenes Ende, der einen sehr intelligent gestrickten Film abzurunden verstand. Auch wenn er ungluecklich ueber den Verlust seiner grossen Liebe ist weiss er, dass er sein Ziel erreicht hat: Sie ist gluecklich und konnte unbeschwert Leben; ebenso wie alle anderen ein normales und gesundes Leben fuehren koennen.

Auch wenn quasi ziemlich typisches, amerkanisches Happy End, war ich durchaus zufrieden damit!





Der Directors Cut hat es dann echt in sich, da er auch nochmals voellig neue Interpretationen und Diskussionen zulaesst, die beim Kino-Ende sich alle nicht stellen:

Spoiler: "Directors Cut"



Auch beim - in meinen Augen heftigeren - alternativen Ende des Directors-Cut laeuft auf dem Projektor ein Film ab.


Doch dieses mal 'beamt' er sich noch weiter zurueck...


...zurueck in die Zeit...


...als er gerade geboren werden sollte.


Man sieht hier Evan nun als Fötus im Mutterleib, ...


...der gerade den Plan hegt...


... sich hier, an der Wurzel allen Uebels, naemlich seiner Geburt, selbst umzubringen. Hierfür greift er die Nabelschnur...


... und dreht sich damit - wortwörtlich - selbst die Luft ab, ...


...bis er regnungslos im Mutterleib liegt.

Hierbei werden per Voice-Over die entscheidenden Szenen nochmals eingestreut, die schon waehrend des Filmverlaufes - im Gegensatz zur Kinoversion - gezeigt wurden. Diese Betreffen seine Lebenslinie, die laut einer Wahrsagerin nicht vorhanden ist. Die Tatsache, dass Kayleigh wohl nicht in der Stadt - respektive Ihrem Vater - geblieben waere, wenn sie ihn nicht getroffen haette die Aussagen seiner Mutter ueber bereits geschehene Totgeburten. (*)


Die folgende Szene seiner Mutter macht klar: Sein Plan ist gelungen, es gab eine weitere Totgeburt.

Und auch nun sieht man phasenweise die selben Rueckblenden, die den Verlauf aller Beteiligten aufzeigen, der sich nun ohne Evans zutun ebenfalls verändet. Unter anderem geht Kaleigh hier ebenfalls mit Ihrer Mutter und fuehrt ein glueckliches Leben.


Doch in dieser Version gibt es ein paar mehr Szenen mehr - und vor allem Eine, die dem ganzen (erweitertem) Story-Plot (*) ein sehr abgerundetes Ende zu geben versteht, wenn man die Szene und die kleinen, weiteren Szenen zuvor wahrgenommen hat (*):

Man sieht seine Mutter vor dem Haus, mit anderem Mann und einem Neugeborenen.


Kayleigh selbst sieht man ebenfalls gluecklich, dieses Mal bei einer Hochzeit.

Dieses Ende ist vom Verlauf her natuerlich total heftig und sicherlich auch deutlich unerwarteter. Wo ich es das erste mal gesehen habe, da dachte ich nur: Japp, DAS ist das Ende, welches fuer "The Butterfly-Effect" absolut geschaffen ist, den Film in seiner Gesamtheit einfach perfekt abrundet.
Aber um ehrlich zu sein: Wenn ich nun einige Zeit spaeter darueber nachdenke, gefaellt mir an sich das Kinoende fast besser, eben da es den Film - fuer meinen Geschmack - eher zufrieden(er) abzurunden versteht und nicht noch einen weiteren Schock vor den Latz knallt.
Denn: Der ganze Film besteht daraus, dass alles schief laeuft. Sich demnach rechtzeitig umzubringen ist natuerlich ein korrekter und definitiv stimmiger Entschluss auf die Filmgesamtheit gesehen, der einem auch in seiner Wirkung definitiv mehr schockt und den Atem zu rauben versteht.

Aber gerade weil der ganze Film immer 'schlechter' wurde (also, nicht der Film tongue.gif sondern der inhaltliche Verlauf) finde ich heute das Kino-Ende fast nen Tick besser. Auch wenn ganz klar ist - fuer mich - das beide gelungen sind und das Alternative Ende mehr Wirkung zeigt.

Die beiden Regisseure sagen im Kommentar ueber dieses Ende: Auch dieses Ende hat zumindest die selbe Grundidee, die sie unbedingt im Film haben wollten, um den Film perfekt anzurunden. Evan opfert sich, um allen Anderen - und im besonderen dem Maedchen, welches er liebt - ein normales und glueckliches Leben zu bieten. Deswegen laeuft er in dem Zukunftsblick auch an ihr vorbei: Denn das ist das opfer, welches er bringen muss, fuer Sie...



(*) Weitere Tatsachen + Interpretationen zum Alternativen Ende:
Interessant beim Alternativen Ende ist auch, dass der Film hier kleine Szenen einstreut, die bei der Kino-Version nicht zu sehen sind:
- So sagt ihm die aufgesuchte Wahrsagerin verduzt, dass er keine Lebenslinie besitzen wuerde! Diese Szene hoert man nochmals, wenn er sich selbst im Mutterleib das Leben nimmt. Dies rundet das Ende natuerlich noch mehr ab.
- Ausserdem sagte die Wahrsagerin noch sinngemaess, dass sein Leben ein einziger Fehler sei, er keine Seele habe und dass es ihn nie hätte geben dürfen; basiert auf der Begruendung, dass er keine Lebenslinie besitze.
- Daraufhin erwaehnt seine Mutter, dass sie bereits 2 Totgeburten in der Vergangenheit gehabt haette. Am Ende hoert man sie nochmal etwas von einer Dritten sagen, als sie die Schmerzen bei der Geburt hat.

In Verbindung mit der Tatsache, dass hier am Ende nochmals ein Bild zu sehen ist, wie seine Mutter ein Neugeborenes in der Hand haelt, kann man hier natuerlich interessante Variation ins Spiel bringen, wie zum Beispiel, dass er gar nicht nur sich, sondern auch seine Mutter toeten wollte! Denn diese sagt bei der Weg in den Kreissaal: It's Killing me!

Denn: Er wusste - oder ahnte - gerade auf Grund der Totgeburten, dass es niemals Enden wuerde und sich die Ereignisse in einer Zeitschleife befinden. Und so koennte mit jedem Neugeborenen der Mutter das Spiel (aehnlich) wieder von Vorne Beginnen... und in jeder Version gibt es eine Totgeburt mehr. Ein nicht enden wollender Kreislauf der (Zeitsprung)Geschichte, der durchaus auch was hat, wenn man es so interpretiert... zwinker.gif

Man kann es aber auch einfach so interpretieren, dass durch seine Totgeburt und einem neuen Vater der Kreislauf nun ein Ende genommen hat. Dies allerdings stellt wieder die vorhergehenden 2 Totgeburten etwas in Frage...

Egal wie man es selbst interpretiert oder interpretieren moechte, die Moeglichkeiten werden einem ja nicht genommen, legen die beiden Regisseure allerdings im Kommentar eine klare Aussage hier zu Grunde. Sie sagen: Evan hat sich - im Gegensatz zum Kino-Ende - ultimativ geopfert, um seine Freunde und vor allem das Maedchen, welches er lieht zu retten. Und man sieht in den folgenden Szenen, dass durch sein Opfer alle anderen gluecklich und zufrieden geworden sind, er sein Ziel also erreicht habe.

Sie sagen ausserdem, dass sie dieses Ende definitiv als das bessere Ende betrachten, weil es die gesamte Geschichte einfach perfekt abrundet und - mit einem verschmitzten Laecheln in der Stimme - es mit diesem Ende definitiv keine Fortsetzung geben koenne. :respekt:

Im Weiteren erklaeren Sie ebenfalls, warum dieses Ende dann allerdings nicht den Weg ins Kino fand. Bei den Testvorfuehrungen haetten die Probanten voellig entsetzt auf die Szene reagierten, dass sich ein Baby selbst das Leben nimmt... Sie erklaeren aber weiter, dass wenn man es genau betrachtet, dem Score zuhoert und die (per Voice-Over) eingebrachten Rueckblenden betrachtet, dass es das - sie sagen woertlich: the most beautiful ending of the film - beste Ende fuer den Film finden.
Denn: Es gebe doch nichts Schoeneres zu sehen, auch wenn er quasi nie existiert habe, was genau aus diesem Entschluss geworden ist: Lauter glueckliche und zufriedene Leben und ein fuer immer gebrochener Fluch!


Spoiler: "Alternatives Ende 1: Stalk Ending"

Es gibt dann allerdings noch 2 weitere, als "Alternative Enden" bezeichnete Enden, die in Ihrer Grundlage auf der Kino-Version beruhen:

Hier sieht man nur die letzte Szene, als sich Evan und Kaleigh auf der Strasse begegnen. Im Gegensatz zum Kinoende laufen sie hier allerdings nicht einfach aneinander vorbei...


Auch hier bemerkt Kayleigh irgendetwas, als sie an Evan vorbeilaeuft...


...und dreht sich nach ihm um.


Auch Evan hat dieses Gefuehl, doch just in dem Moment, als er sich ebenfalls umdreht...


...wendet Kayleigh ihren Blick wieder ab und bemerkt dies nicht.


Evan dreht sich um und laeuft Kayleigh (wortlos) hinterher.

Fuer mich persoenlich hat dieses - wie auch das folgende Ende - absolut keinen Mehr- und Naehrwert. Ich finde sie nicht nur schlichtweg irrelavant und uninteressant, sondern auch definitiv deplaziert, den gesamten Film betrachtend.

Auch die Regisseurre scheinen das so zu sehen ;-) , sagen sie ueber dieses Ende: Wir haben diese Version nicht gemocht. Ploetzlich entscheidet sich Evan hinter Kaleigh hinter zu gehen und alles faengt wieder von Vorne an. Es erweckt den Eindruck, dass er am Ende doch das bekommt, was er wollte und er damit alles ad absurdum fuehrt, was es im Verlauf getan hat. Und es erweckt den Eindruck, er habe aus all dem nichts gelernt. Dies erscheint unglaubwuerdig nach der Szene, die man 13 Sekunden zuvor im Film gesehen hat. Wir wollten nicht den Eindruck vermitteln, dass er einfach nichts gelernt hat.





Spoiler: "Alternatives Ende 2 - Happy Sappy Ending"

Beim zweiten Ende, wirds irgendwie noch krasser ... bloeder


Auch hier laufen Kayleigh und Evan aneinander vorbei.


Allerdings nehmen nun beide Kenntniss voneinander...


...drehen sich um, schauen sich in die Augen und stehen sich nun gegenueber.

Es entsteht folgender Dialog:


Kayleigh: Kenne ich Dich?
Evan: Evan! Kayleigh?
Kayleigh schaut verduzzt


Evan: Ahm. Du schaust wie eine Kayleigh aus
Kayleigh: *lacht*
Evan: [mit etwas verschmueckten BlaBla] Wollen wir einen Kaffee trinken gehen?
Kayleigh: Ja!


Und mit einem zufriedenen Laecheln auf Kayleighs Gesicht endet die Szene

Also ne. Geht ja mal ueberhaupt nicht! Zum Glueck sahen das die beiden Regisseure genau so und fanden deutliche Worte ueber dieses Ende: Das ist das Ende, wo wir definitiv gesagt haben: Auf gar keinen Fall. Keine Chance! Passt ueberhaupt nicht zum Film, wenn sie am Ende Smalltalk halten und die Moeglichkeit besteht, dass alles wieder von Vorne beginnt. Damit haette er keine Glaubhaftigkeit als Person, er haette ueberhaupt nichts gelernt, wenn er nach dem Motto handelt: Ich will dieses Maedchen haben und ich pfeiff auf die Konsequenzen. Das haette nicht nur die Integritaet des Filmes zerstoert, sondern auch alles, was Evan im Verlauf des Filmes getan hat.



Kleines Schmankerl zum Abschluss: In den Szenen am Ende, in denen man Evans Mutter mit neuem Mann und Kaleigh heiraten sieht, sind die beiden dort gluecklichen Maenner jeweils einer der Regisseure. ;)



Mitleid bekommt man geschenkt - Neid muss man sich verdienen
..:: Mein "Filmtagebuch" ::..

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sidschei am 18.04.2011 09:40.

18.04.2011 09:34
Akatsuki03




Buchfuchs
Dabei seit: 05.11.2007
Herkunft: Raum Stuttgart
Pet: NyankoSensei
Beiträge: 3.633
Sammelalbum
Credits: 560
gekaufte Marken: 332
verdiente Marken: 1138
      

Es ist mein zweites Mal, dass ich den Film angeschaut habe. Beim ersten Mal, war es direkt nach Donie Darko und leider ging da Butterfly Effect doch etwas unter. Daher hab ich ihn mir jetzt noch mal angeschaut. Interessant, was bei mir noch hängen geblieben war und vor allem fiel mir auf, dass der Anime Steins;Gate und der Film ein paar ähnliche Punkte haben.

Spoiler

Zitat von Misato

Evan lebt innerhalb des Films mehrere Leben und behält alles in Erinnerung. Grade, dass dabei neue Erinnerungen hinzu kommen ohne alte zu vergessen finde ich klasse.

Das erklärt ja auch im Grunde warum sein Vater durchgedreht ist, denn wenn man das zu oft macht, weiß man doch irgendwann gar nicht mehr, was wirklich real war und was nur passiert ist, weil man etwas geändert hat. Das hat mich dann jetzt auch an SteinsGate erinnert, wo der Protagonist auch seine Erinnerungen behält.

Interessant ist schon, was sich jeweils verändert hat. Das Evan alle glücklich machen möchte, ist verständlich doch ist es nicht einfach. Ich wusste noch, dass die Sache mit dem Briefkasten den Tot einer Frau verursacht hat und das Evan das ändern möchte. Dass er dabei einmal selber so verletzt wird, wusste ich auch noch. Hier muss ich dann nur etwas meckern, denn ich finde es nicht schön, dass Kayleigh mit Lenny zusammen kommt. Es wirkt leider so, als wäre sie das nur, weil Evan seine Behinderung hat. Wenn sie wirklich so sehr in ihn verliebt war um nicht bei ihrer Mutter zu sein, finde ich das hier einfach unpassend gewählt.

Was Tommy angeht, so macht man es sich hier auch oft sehr einfach und irgendwie finde ich es schade, dass er keinen Zeitsprung unternommen hat um ihn mehr zu retten. Er sagt zwar bei dem Sprung in den Keller, dass der Vater Tommy mal süchtigen soll, doch das wars dann auch.

Immerhin wird durch die Sprünge auch hier und da was erklärt: so das Messer, das Tommy einmal in der Hand hat. Oder die Zeichnung. Wobei ich gerade die unpassend finde. Wenn Evan etwas mitgedacht hätte, hätte er die nicht gemacht, denn durch die erfährt seine Mutter das es doch ernster ist mit den Black Outs.

Zitat von Misato

Der Film hat nie wirklich erklärt ob die Blackouts durch die Zeitreisen ausgelöst werden (weil ja der alte Evan in den jungen hüpft); die Blackouts ein normales gesundheitliches Problem sind, die die Zeitreisen erleichtern oder ob Evan nur unbewußt diese Punkte anwählt.

Zeitparadoxem oder was war zuerst da Huhn oder Ei! Ich selber habe nach dem Film wieder einmal darüber nachgedacht und man könnte es auch nie eindeutig sagen. Wenn Evan die Black Outs nicht gehabt hätte, wären einige Dinge wohl von Anfang an anders verlaufen. Wobei mich immer eine Sache stutzig macht. Bei der Szene wo sie als Kinder in den Keller gegangen sind, war Evan noch mit Sachen. Nach dem Black Out ohne. Müsste das nicht hießen, dass er im Grunde schon etwas getan hat, aber sein Gehirn die Infos verschlüsseln hat weil in der späteren Zeitlinie Evan zurück reist und daher das Gehirn da überfordert bzw es sich nicht einigen kann, welche Version es abspeichern soll…. Es wird verwirrend, wenn man erst mal damit anfängt drüber nach zu denken.

Zitat von Sidschei

Ich fand das Ende damals sehr gelungen, hat er das bisher Gesehene einfach abgerundet - auch wenn man hier durchaus kleine Logikluecken reininterpretieren kann, wenn man will. Aber DAS kann man wohl fast dann auch in den ganzen Film.

Vielen Dank für das Aufzeigen der anderen Endings. Ich wusste gar nicht, dass es da mehrer gibt und vor allem dass es einen Directors Cut gibt. Ich persönlich finde das Ende auch nicht schlecht, denn es passt doch so recht gut, dass Evan zwar Kayleigh verliert aber dafür alle ein normales Leben führen können.


Fazit:
Mir gefällt der Film auch gut, denn mit Zeitreisen hat man mich eh schnell begeistert. Der Film regt vor allem gut zum Nachdenken an. Von mir daher
:8.0: Tagebücher


28.01.2017 12:26

Antwort erstellen
Gehe zu:
Digital Nippon » Lifestyle » Movies » [Movie] Butterfly Effect

All Styles, Pet Hack, Index, Galerie & Sammelalbum © by Digital Nippon, 2004-2017

Otakutimes