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ICO - Castle in the mist (Miyuki Miyabe)  
Sora




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ICO - Castle in the mist (Miyuki Miyabe)       

Autor: Miyuki Miyabe
Genre: Adventure
Erstveröffentlichung: Japan 2004 :USA: 2011
Bände: 1
Verlag: VIZ Media LLC (Haikasoru)
Seiten: 400

Zitat

Story
Alle paar Jahrzehnte wird ein Kind mit Hörnern auf dem Kopf geboren. Die Eltern dieses Kindes werden aus dem Dorf verbannt, das Kind selber wird von dem Dorfältesten adoptiert. Wenn es ein bestimmtes Alter erreicht hat, dann wird es in ein Schloss gebracht, um dort als lebendes Opfer zu fungieren. Das Opfer dient dazu, damit das Land vor dem Untergang verschont bleibt.
Ico ist das jüngste Opfer für das Schloss. Doch mit ihm soll alles anders sein. Die Kinder werden mit einem speziellen Symbol in das Schloss gebracht, das auf ein Stück Stoff gewebt wird. Icos Symbol ist jedoch ein ganz besonderes - es stammt aus Dem Buch des Lichtes". Dieses Symbol macht es ihm möglich dem Tod zu entrinnen. Im Schloss angekommen trifft er auf ein mysteriöses Mädchen, ganz in Weiß, das nicht seine Sprache spricht. Wann immer er ihre Hand hält, sieht er Visionen aus der Vergangenheit des Schlosses. Gemeinsam mit ihr geht er dem Mysterium des Schlosses auf den Grund und trifft dort auf ein düsteres Geheimnis.

Der Roman basiert auf dem gleichnamigen PS2 Game aus dem Jahre 2001, das vor Kurzem auch nochmal neu für die PS3 aufgelegt wurde. Das heißt jetzt aber nicht, dass der Roman eine 1:1 Umsetzung des Spiels ist. Ganz im Gegenteil. Der Kern ist immer noch der Gleiche, aber es wurde einiges abgeändert. Einen direkten Vergleich kann ich jedoch nicht machen, da ich das Spiel selber nur einige Stunden gespielt habe.
Neu wird sicherlich die Perspektive von Yorda sein. Ich dachte mir auch zunächst, dass es eigentlich recht langweilig sein würde, wenn man Ico nur durchs Schloss hätte rumlaufen lassen können und er ab und an gegen ein paar Schattengestalten kämpft. So ist man jedoch viel tiefer in der Geschichte drin. Zum einen kann man mehr mti Ico anfangen, da man ihn nicht als langweilige Person sieht, die immer wieder nach Yorda ruft und auf der anderen Seite ist Yorda auch nicht ganz so blass. Ganz im Gegenteil. Sie wirkt endlich mal so richtig lebendig, da man ihr auch einen Charakter gegeben hat. Ich selber habe sie im Spiel nur als eine Marionette gesehen, die von Ico immer wieder mitgeschleift werden muss, damit sie nicht von den Schattengestalten mitgenommen wird, was ab und an recht nervig wurde :drop:

Spoiler

Ich bin wirklich erstaunt, wie sehr mich das Schloss in seinen Bann reißen konnte. Auf der einen Seite haben wir das kühle Schloss, in dem die Zeit stehen geblieben ist und auf der anderen Seite haben wir das lebendige Schloss, in dem Yorda lebt und wo sie das düstere Geheimnis ihrer Mutter erfährt. Schon gruselige zu wissen, dass sie alles rund um das Schloss herum zu Stein hat erstarren lassen und die Bewohner des Schlosses echt mal gar nix checken, da sie auch noch unter einem Zauber von ihr stehen :fuercht:

Zum Ende hätte mich aber echt noch interessiert, wie Yorda es geschafft hat dem Schloss zu entrinnen. Sie ist ja wieder zurückgegangen, nachdem sie Ico auf das Stück Holz gelegt hat. Trotzdem ist sie an den gleichen Strand wie er angespühlt worden. Haben da doch noch ein paar Geister des Schlosses mitgeholfen? - Ihr Vater, Ozuma, die vorherigen Opfer?



Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sora am 04.12.2011 21:17.

04.12.2011 21:13
yunarose




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Sooo, seit gestern mittag habe ich das Buch fertig gelesen, hatte es mir auf die Kindle-App geladen, als ich im Spiel so kurz vor Schluss war. Spiel beendet, Novel gelesen. Und es war für mich ein runder Abschluss zum Game (ich will es nicht übertreiben mit dem spielen von ICO, da ich nicht irgendwann abgestumpft spielen möchte. Ich liebe es, wie sich während dem Spielverlauf die Emotionen entwickeln *wieder Gänsehaut bekomme*)!

Die Geschichte an sich verläuft nicht genau parallel zum Spiel, was mir aber sehr gut gefiel. Denn trotzdem hatte ich immer wieder so ein Feeling beim Lesen, als hätte man das Buch erst geschrieben und DANN erst das Spiel entwickelt ;) Was ja nicht so war ^^

Miyuki Miyabe (u.a. bekannt durch "Brave Story") hat sich vom Spiel selbst inspirieren lassen und die Geschichte geschrieben. Das Ganze wurde sogar offiziell vom Entwickler Ueda abgenickt, was mir umso mehr den Anstoß zum Kauf gab. Denn vom Spiel selbst erfährt man vom Hintergrund nicht sehr viel - was auch schön ist, denn so kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Beim Lesen bin ich da auch auf Unterschiede zu meinem Kopfkino gestoßen. Besonders gut gefiel mir, dass im Buch die Dorfbewohner Ico gut behandelt haben, ich hatte mir das nach dem Video am Anfang des Spieles gaaaanz anders vorgestellt.

Ich konnte mir erst ehrlich gesagt nicht viel darunter vorstellen, als ich las, dass es ein Buch zum Spiel gibt. Denn im Spiel gibt es nur ganz ganz wenig Dialog. Und dazu spricht Yorda eine andere Sprache (spielt man allerdings ein New Game + wird ihr Dialog übersetzt ^^). Das hat Miyuki Miyabe geschickt gelöst und später "sprach" sie quasi per Gedankenübertragung mit Ico. Außerdem erhielt er einen Einblick in die Vergangenheit des Schlosses, wenn er ihre Hand nahm.
Die Hintergrundstory von Yorda selbst fand ich auch klasse. Es zog sich ein wenig, bis Ozuma auftauchte. So wurde auch erklärt, warum die gehörnten Jungen geopfert wurden. Die Emotionen von Ico selbst kamen hier auch sehr gut rüber, als er anfing, zu verstehen...
Genauso erfährt man auch viel mehr über die Königin. Sie kommt halt genauso schlecht weg, wie im Spiel ^^ Gut so, alles andere hätte mein Bild irgendwie kaputtgemacht.

Yorda ist ganz und gar nicht einfach nur das ängstliche, schwache Mädchen, wie man sie aus dem Spiel kennt.

Spoiler

Als sie dann die sterblichen Überreste ihres Vaters im Tower of the Wind fand, wurde mir ganz anders. Und dann der Schädel Oo Armes Mädel... aber sie konnte ihren Vater endlich "befreien".
Was ich noch irgendwie gruselig fand war die Situation, als der Bann gebrochen wurde und die Menschen, die dort lebten, wahnsinnig wurden. Sie wollten auf Yorda losgehen, Ozuma eilte zur Rettung herbei. Später erfährt man durch einen Rückblick, dass sich viele Einwohner, Dienstmädchen usw umgebracht haben. Sehr krasse Vorstellung.......
Ozuma nahm Yorda mit, weg vom Schloss. Was niemand ahnte: Die Königin/Tochter des Dunklen Gottes war in Yordas Körper..... Das konnte ja nicht gutgehen...


Ich finde gerade nicht die richtigen Worte, um alles auszudrücken.
Soviel kann ich aber noch klar formulieren ;) :
Mein Kopfkino kam schnell in Gang und ich war am Ende des Buches immernoch so zufrieden und befriedigt mit der Story wie noch im ersten Kapitel.
Das Ende wurde auch nicht übertrieben weitergesponnen, es endet genau so wie das Spiel.

Spoiler

WIE Yorda nun auch am Strand auftauchen konnte, wurde auch hier ausgelassen. Aber das finde ich sehr passend.


Wie gesagt. Ein schöner, runder Abschluss zum Spiel. I love it, ich bereue den Kauf überhaupt nicht. Und ich war vor dem Lesen erst seeehr unsicher, ob das so hinhauen kann.... Eine Adaption des Romans wäre jetzt noch die Krönung ^^


18.02.2014 14:07

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