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Baka ga zenra de yattekuru Ver. 2.0 (IRUMA Hitoma)  
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Baka ga zenra de yattekuru Ver. 2.0 (IRUMA Hitoma)       

Autor: IRUMA Hitoma
Genre: Slice of Life
Erstveröffentlichung: 26.09.2011
Bände: Einzelband
Verlag: Media Works Bunko
Verwandte Themen: [Roman]Baka ga Zenra de Yattekuru; [Manga] Naked Stupid Man is Coming Here

Zitat von Handlung

Endlich hatte ich mein Debüt.
In dem Beruf, von dem ich schon immer träumte, nachdem ich mich schon immer sehnte. Ich bin Schriftsteller geworden. Alles sieht rosig aus, von nun an wird alles gut laufen... oder hätte es zumindest sollen.
Mein Debütwerk "Baka ga zenra de yattekuru" hat sich schlecht verkauft. Geradezu traurig schlecht. Und mein Leben als Schriftsteller hat gerade erst begonnen.
Für mein nächstes Werk hat mein Redakteur mir aufgetragen "Bring' süße Mädels ins Spiel." Moment mal. Was ist das für eine übertriebene und unklare Forderung?! Schreibt ein Autor nicht über das, was er mag, wie er mag?
Hier ist das Skandalwerk, das die Branche völlig unverblümt und splitternackt(?) abbildet.
(Quelle: Klappentext)

Kleine Anmerkung: Das Thema hier kann vielleicht auch in den "Baka ga zenra de yattekuru"-Thread geschoben werden, aber ich bin mir nicht sicher. Man kann das Buch nämlich auch durchaus lesen ohne den Vorgänger gelesen zu haben und wird trotzdem Spaß dran haben können.

Langsam aber sicher bildet sich in mir eine total Hassliebe auf diesen Autor (also die Liebe war ja vorher schon da, aber der Hass, der ist neu). Ein wahrer Troll auf Papier. Auch diesmal fühle ich mich hintergangen, hinters Licht geführt, getrollt, verarscht, gebeutelt - und dabei habe ich ausnahmsweise sogar mal richtig aufgepasst beim Lesen. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Wie macht der das bloß? :rofl2:
Auf den ersten Blick ergab sich für mich folgendes Bild: oh, die Geschichte von Erzähler Nr.1 aus "Baka ga zenra de yattekuru" geht tatsächlich weiter! Eine Fortsetzung also? Hm, hm. Dazu gesellen sich wie auch schon beim Vorgängerwerk viele kleine Spitzen gegen das Light Novel-Business, gespickt mit ziemlich klaren Verweisen auf andere Iruma-Werke und vielen Sachen, bei denen man sich gut vorstellen kann, dass sie autobiographisch inspiriert sind. Dazu gibt es sehr schnelles Vorspulen in der Zeit, die vergeht wie im Flug. Die ganze Geschichte scheint einen Zeitraum von zwei Jahren zu umfassen. Außerdem scheint es - im Gegensatz zu Baka ga zenra de yattekuru - immer derselbe Erzähler zu sein, der uns seine Geschichte erzählt. Bis auf das letzte Kapitel, in dem wir plötzlich wieder auf den Erzähler aus Kapitel 5 des Vorgängerbuches gestoßen werden.

Spoiler

Bis dann das Nachwort kommt und den Leser unsanft auf die wahre Natur dieses Buches stößt. Nix da zusammenhängende Geschichte. Nee, nee. Alles Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren :D Allerdings scheinbar auch alle mit dem gleichen Protagonisten, und zum Teil auch sonst gleichen handelnden Personen, die aber jeweils im Stil des entsprechenden Autors dargestellt werden. Dadurch ergeben sich zum Teil Verschiebungen was die Höflichkeit bestimmter Personen zueinander betrifft, ganz deutlich zeichnet sich das bei der Interaktion zwischen dem "Ich" und IJIHARA Sachiko ab. Ob die Geschichten nun eigentlich an sich so zusammenhängen, das weiß laut dem Nachwort nur der liebe Gott...
Auch sonst hält das Nachwort noch ein paar fiese Spitzen bereit wie z.B. dass der Verfasser des Nachwortes, der als "xxxx" angegeben wird, sagt, er bestreite nicht, dass manches in dem Buch auf wahren Ereignissen basiert. Aber es wären auch Lügen drin. Also eigentlich sei das meiste ja gelogen. Aber für Ijihara Sachiko gibt es eine echte Vorlage. In Wirklichkeit gibt es sie aber nicht. Ja was denn nu :D
Überhaupt ist das Nachwort wie schon bei Baka ga zenra de yattekuru eine Ansammlung von allerlei Merkwürdigkeiten, Auflösungen, Widersprüchen und was es sonst noch so alles gibt. Well trolled, Iruma, well trolled.

Was den Rest angeht, also alles was nicht Nachwort ist: Es finden sich einfach so viele böse Spitzen gegen das ganze Business, dass ich es ziemlich cool finde, dass dieses Buch überhaupt veröffentlich werden darf. Vermutlich darf es das echt nur, weil es quasi ein Buch im Buch ist und fiktionale Schriftsteller einen fiktionalen Schriftsteller über das Schreiben schreiben lassen (wer versteht mich noch? :D ) Manche Verweise sind aber wirklich sehr eindeutig, zum Beispiel die die ganz klar auf Denpa Onna eingehen und wie schwierig es eigentlich ist/war, den ersten Band davon angemessen fortzusetzen. Das fand ich so an sich übrigens ziemlich nett, da es doch einen gewissen Einblick bietet. Was sich gut verkauft, muss quasi erstmal fortgesetzt werden und was sich schlecht verkauft, wird eventuell auch fortgesetzt oder bekommt eine Manga-Version, um die Verkäufe weiter anzuheizen.

Fazit: Wer sich für das Leben eines Light Novel-Schriftstellers interessiert, sollte sich dieses Buch mal anschauen. Natürlich sind einige Dinge mit Sicherheit übertrieben dargstellt, aber gerade was so den Work Flow angeht, kann ich mir bei vielem schon vorstellen, dass es größtenteils einfach echt so ist. Dadurch erhält man einen recht interessanten Einblick in das Schaffen eines Light Novel-Autors. Und ganz nebenbei wird man absolut getrollt :D


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 11.11.2012 17:21.

11.11.2012 16:31

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