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Baka ga Zenra de Yattekuru - Naked stupid man is coming here (Iruma Hitoma)  
Kasu




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Baka ga Zenra de Yattekuru - Naked stupid man is coming here (Iruma Hitoma)       

Autor: IRUMA Hitoma
Genre: Slice of Life
Erstveröffentlichung: 25.08.2010
Relation: [Manga]Naked Stupid Man is Coming Here


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Zitat

Story:
Der Roman beginnt mit einem namenlosen Ich-Erzähler. Dieser ist frischgebackener Student und hegt gleichzeitig den wohlgehüteten Wunsch, Schriftsteller zu werden. Allerdings ist er bei allen Wettbewerben, an denen er sich bisher versucht hat, spätestens in der zweiten Runde gescheitert und glaubt daher nicht mehr an seinen Erfolg. Gleichzeitig gehört zu den neuen Studenten an der selben Fakultät KAI Shôko, eine junge und äußerst erfolgreiche Schriftstellerin. Die spricht in den Nachwörtern zu ihren Werken gerne darüber, dass es zum Schriftstellerdasein vor allem eines braucht, nämlich Talent. Und genau das glaubt unser Ich-Erzähler nicht zu haben. Doch auf der Willkommensparty seiner Fakultät begegnet dem Ich-Erzähler ein Kommilitone, der aus irgendeinem Grund viel zu spät, total betrunken, und völlig nackt hineinplatzt und den unser Erzähler schließlich aus Mitleid mit nach Hause nimmt. Dort schläft der sich selbst als Idiot bezeichnende nackte Unbekannte seinen Rausch aus und entdeckt die vielen vom Ich-Erzähler verfassten Geschichten. Er glaubt, dass unser Erzähler Talent hat und schlägt ihm einen perfiden Plan vor, wie er zu seinem Debut kommen könnte...

Dieser Erzähler soll aber nicht der einzige bleiben, hinzu gesellen sich nämlich noch fünf andere. Einer davon ist Editor(in?) bei einem Lightnovel-Label und begutachtet Einsendungen von Bewerbern. Der nächste ein Schriftsteller, der schon seit geraumer Zeit nicht mehr schreiben kann. Außerdem gibt es da noch die Autorin, die außer Schreiben quasi überhaupt gar nichts mehr kann; den nicht allzu erfolgreichen Jungschriftsteller, der sich fühlt wie ein Brathähnchen; und zu guter Letzt den Jungen, der Schriftsteller werden möchte, aber bei jedem Wettbewerb scheitert...

Wenn man anfängt, diesen Roman zu lesen, und vorher den Klappentext gelesen hat, dann erwartet man, dass der Ich-Erzähler des ersten Kapitels der Hauptcharakter des Geschehens ist. Bei Kapitel 2 war ich dann auch erstmal irritiert, als plötzlich jemand anderes anfing zu erzählen. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, dass Ich-Erzähler 1 wieder in den Vordergrund tritt, aber die Erwartung wurde nicht erfüllt. Trotzdem hat der Roman alle meine Erwartungen übertroffen und hinterlässt gleichzeitig eine große Verwirrung bei mir, die durch das Nachwort des Erzählers gleich noch größer geworden ist, da er quasi genau in die leserliche Verwirrung (die, ich habe jetzt mehrere Blogeinträge zum Buch ergooglet, sich offenbar bei jedem einstellt) hineinschreibt.

Jedes der Kapitel hat einen anderen Protagonisten, die wiederum gewisse Verbindungen zueinander haben, welche sich aber erst im Laufe des Lesens erschließen, wodurch die Geschiche aus Puzzlestücken zu einem großen Ganzen zusammengesetzt werden kann. Für mich blieben am Ende zwei Fragen offen, wobei ich bei einer davon glaube, dass die sich niemand sonst fragt, weil die Antwort eigentlich schon klar ist; bei der anderen ist es aber so, dass der Autor sie im Nachwort selbst anspricht und ziemlich gemein darauf antwortet.

Spoiler

Er wirft ja selbst die Möglichkeit in den Raum, dass, wäre die Geschichte eine Detektivstory (und angesichts der vielen Puzzlestücke ist sie ja irgendwo genau sowas), am Ende wohl herauskommen würde, dass der erste (jap. boku 僕) und der letzte Ich-Erzähler (jap. ore オレ) eigentlich dieselbe Person sind, bzw. es den ersten Ich-Erzähler so nicht wirklich gibt. Das erscheint mir auch durchaus als möglich, denn unserem ersten Ich-Erzähler wird von Shôko nachgesagt, dass er es gewesen sei, der nackt bei der Einführungsparty aufgetaucht ist. Der Idiot wird auch von niemand anderem als dem 1. Ich-Erzähler in dieser Form als dritte Person erwähnt (also klar, er ist der Sohn von IKA Aki und der Cousin von ASHIHARA Tokei, aber die erwähnen ihn ja nicht im "Jetzt" des Endes/Anfang, sondern mehrere Jahre früher). Gleichzeitig wissen wir über die Vergangenheit von Ich-Erzähler 1 nix außer einem Rückblick in die zweite Klasse, der damit noch weiter in die Vergangenheit geht als die Erzählungen der anderen Protagonisten.
Ich bin ja mal gespannt, ob in der Fortsetzung, die ich noch nicht gelesen habe, darauf eingegangen wird, oder ob es einfach umschifft wird

Was außerdem sehr bezeichnend ist, ist die autobiographische Qualität der Erzählung, die von Iruma aber irgendwie relativ erfolglos bestritten wird. Zu sehr sticht vor allem die Kritik gegenüber den Forderungen, die an Lightnovel-Autoren bzw. wohl generell von Autoren mehrbändiger Reihen gestellt werden, ins Auge. Dazu kommt noch der immer wieder auftauchende Editor, der aber kein eigenes Kapitel hat. In seinem Teil der Geschichte geht es darum, dass er Titel liest, die zur Bewerbung für einen Lightnovel-Preis geschrieben wurden und ihm dabei eine Geschichte besonders ins Auge fällt, die aber irgendwie nicht so ganz in das Schema Lightnovel passen will. Trotzdem schleift er sie mit bis zur letzten Runde. Da möchte man ja fast schon Irumas zuständigen Redakteur von Usotsuki Mii-kun to Kowareta Maa-chan um ein Interview bitten um herauszufinden, ob es den Tatsachen entspricht :D

Toll ist auch, dass sich mehrere Erzähler selbst als Idioten bezeichnen und auch mehrmals die Rede ist vom völligen Nackt sein. Nicht nur, aber auch metaphorisch. Es kommt hier nicht nur ein Dummer nackt. Und gerade deshalb lohnt sich die Lektüre meiner Meinung nach sehr.


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Kasu am 11.10.2012 20:16.

08.02.2012 16:42

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