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Zaregoto Series (Nonsense Series)  
Sora




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Zaregoto Series (Nonsense Series)       


Written by NisiOisiN
Illustrated by Take
First Releases
2002
2008
Volumes 9
Titles

Spoiler

(grob übersetzt)
* Beheading Cycle -- The Blue Savant and the Nonsense Master
* Straggling Romanticist -- Human Failure * Zerozaki Hitoshiki
* Hanging High School -- The Nonsense Master's Disciples
* Psycho-Logical (I) -- Gaisuke Utsurigi's Nonsense Killer
* Psycho-Logical (II) -- The Dragged Person's Song
* Man-eater Magical -- The Murderous Tactics of the Niorunomiya Siblings
* Uprooting Radical (I) -- the Thirteen Levels
* Uprooting Radical (II) -- the Scarlet Judgement vs the Orange Seed
* Uprooting Radical (III) -- The Blue Savant and the Nonsense Master

Related books

Spoiler

* Nishio Ishin Chronicle
A fanbook published by Takarajimasha , as celebration for the series' end.
* Zaregoto Dictional
A dictionary specially for "Zaregoto Series," containing about 150000 words. It is more like a collection of background stories than a dictionary.
* Soushiki Zerozaki's Human Examination
A collection of short stories originally published on Koudasha


Die Zaregoto Serie ist die erste, die von seinen Werken ins Englische übersetzt wurde und wohl noch nicht so bekannt hier in Deutschland ist. Hingegen Death Note: Another Note, dürfte wohl jedem etwas sagen, selbst wenn er kein großer Death Note Fan ist. Jap, dieser Novel stammt auch von Ishin Nishio, der sich gerne NisiOisiN schreiben lässt. xxxHolic, Another Holic Landolt-Ring Aerosol, was übrigens auch in dem Magazin Faust erhältlich ist, stammt auch von ihm.
Leider gibt es bisher nur den ersten Band auf Englisch zu lesen und Band 2 folgt auch erst im Sommer.

Story Book I:
Akagami Iria, die Tochter einer wohlhabenden und sehr machtvollen Familie verbringt ihre Tage auf einer kleinen Insel namens Wet Crow’s Feather Island, das irgendwo in den Gewässern von Japan liegt. Sie wurde seit dem Tag ihrer Geburt wie eine Prinzessin vergöttert und ihr fehlte es an nichts, da die Familie einen sehr hohen Status genießt, bis sie eines Tages aus der Familie ausgeschlossen wurde. Die letzten fünf Jahre verbrachte sie ihr Leben mit ein paar Angestellten auf der kleinen Insel, doch fühlte sie sich nie allein, da sie stets die klügsten Köpfe Japans zu sich nach Hause eingeladen hatte.
Und so landen der 19-jährige Ii-chan und sein bester Freund, ein Computer Spezialist namens Kunagisa Tomo, als Gäste auf der Insel. Umgeben von faszinierenden und Hochintelligenten Menschen kommt sich Ii-chan ein wenig dümmlich und verlassen vor. Bis ein Mord geschieht und Ii-chan sein wahres Können entdeckt: die Fähigkeit zu erkennen, was Wahr und was Falsch ist… wer die Wahrheit erzählt und wer die ganze Zeit über lügt

_____________


Zu allererst gefällt mir schon alleine der Name unseres Erzählers -Ii-chan (im Japanischen boku - ich). Ich weiß nicht, ob er in den späteren Volumes seinen wahren Namen preisgibt oder wir ihn weiterhin als Ii-chan bezeichnen können, aber ich mags irgendwie.
Was mir vor allem am ersten Band gefallen hat sind die vielen Charaktere, die uns hier nach und nach vorgestellt wurden, auch wenn ich Anfangs ein paar kleine Schwierigkeiten hatte zwei Charaktere auseinanderzuhalten, aber scheinbar lag ich da gar nicht so daneben.
Die ganze Idee Genies auf einer einsamen Insel zu sammeln und sie dort machen zu lassen, was auch immer sie wollen und sie sogar noch dafür bezahlen find ich einfach herrlich. Iriya-chan ist schon irgendwie toll, vorallem gegen Ende des ersten Bands. Fraglich ist, ob sie in den weiteren Volumes noch einmal auftaucht, ich will es aber hoffen, vorallem weil wir nicht allzuviel von ihrer Vergangenheit erfahren konnten.
Mein absoluter Lieblingscharakter ist übrigens Tomo. Ein totaler Nerd, der scheinbar reich ist ohne Ende, sich in seinem Zimmer einsperrt, merkwürdige Angewohnheiten und Phobien hat und einfach nur Tomo ist. Toll wie sie sich davor sträubt baden zu gehen. Auch die Chiga Drillinge fand ich wirklich toll, vorallem weil sie sich sowas von gar nicht ähneln, außer vom Äußeren her.

Doch alleine die Charaktere können keinen tollen Mystery Novel oder überhaupt einen Novel ausmachen. Was mir vorallem gefällt ist die Erzählweise von Ii-chan, wie wir geradezu in seine Gedankenwelt eindringen können und wie es immer wieder zu Streitereien zwischen ihm und Maki kommt, die ja Gedanken lesen/sehen kann. Einfach nur herrlich. Jap, es gibt wirklich sehr viele Lacher bei Zaregoto, die mich zwar manchmal etwas haben schlucken lassen, aber immer den Nagel auf den Kopf getroffen haben.
Auch mag ich die völlig unerwarteten Wendungen richtig toll, auch wenn ich hier und da ein wenig am Kopf kratzen musste, weil ich ein paar der Geniesprüche nicht ganz verstanden hatte, aber so ging es ja auch ab und an Ii-chan, als fühlte ich mich da ganz gut mit ihm aufgehoben.
Was den ersten Mord angeht so war ich selbst erstaunt, dass ich sofort wusste, wie dieser stattgefunden hatte und war die ganze Zeit am warten, dass Tomo und Ii-chan das auch endlich rausfinden. Da es dann aber zwischendrin soviele neue Dinge gab, bevor es erklärt wurde, hatte ich einige Zeit dann doch wieder Zweifel gehabt, ob meine Theorie wirklich so richtig ist. Das find ich wirklich toll, man wird selbst an der Nase herumgeführt und auf falsche Spüren geschickt.
Mit den anderen zwei bzw. drei weiteren Fällen hatte ich aber dann doch meine Schwierigkeiten und wäre im Leben nie darauf gekommen, dass es nun wirklich so geschehen sein muss. Wirklich interessant. Man kann hier von Anfang bis Ende mitzittern und wird immer wieder aufs neuste mit seinen Vermutungen zurückgeworfen.

Ich freue mich jedenfalls auf den zweiten Band und finde es wirklich zu schade, dass es soooo lange dauert, bis ein neuer Band released wird, weil ich von der Zaregoto Serie einfach nicht genug kriegen kann.

Meine Lieblingsszene war übrigens folgende mit Yayoi, als sie völlig am Rad gesponnen hat (ohne groß zu spoilern):

"You eat what you eat. It's an idea that exists in Chinese cuisine. If your liver is bad, you should eat liver. If your stomach is bad, eat stomaches. In other words, if part of you isn't working right, you should eat that same thing."
[...]
"I'll say it one more time. No, I'll say it as many times as it takes. Why would the killer cut off their heads? [...] What was inside those heads the killer carried off?"



Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Sora am 29.10.2016 18:34.

08.01.2009 18:29
Fryr




Geist
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RE: Zaregoto Series (Nonsense Series)       

" The Kuribiki Zyklus" war mein erstes Light Novel und ich war ziemlich gespannt darauf,was ich mich erwarten würde,
denn ich hatte ich hatte vorher noch kein Light Novel gelesen und Krimi-Fan war ich auch nicht unbedingt.

Es war dann allerdings richtig gut,ich "musste" es dann innerhalb von mehreren Tagen durchlesen;)
Spannend wurde die Geschichte durch ihre teilweise hinterhältigen Wendungen
und natürlich die Sicht von Ii-chan,einer der wenigen "Normalen" auf der Insel,
der doch seine ganz eigene Sicht der Dinge hatte.

Spoiler

Einer der Puspunkte ist das neben der spannenden Haupthandlungen man auch eine Menge über Ii-chan,
und seine Beziehung zu Tomo erfährt udn auch vieles in Frage gestellt wird,
zum Beispiel durch die wirklich geniale Maki oder das Mitglied der amerikanischen Genies(Fällt der Name nicht ein),
die ihn ja ganz schön durch den Mangel drehen und seine Überzeugungen in Frage stellen,
was ich richtig gut gemacht und interessant fand.

Was die vielen Charaktere betrifft,ich fand sie zwar auch toll,aber irgendwie wurden sie dann halt eher kurz aber gut
dargestellt und eingebracht,da fand ich das Buch etwas zu kurz...,da hätte ich gerne mehr erfahren

Das Ende fand ich irgendwie genial, denn als ich mich gerade schon mit dem Zeitpunkt eigenlich eingestellt hatte,
knallt der Autor noch eine etwas logischere Theorie auf den Tisch. :wallbash:










Zitat von Sora


Meine Lieblingsszene war übrigens folgende mit Yayoi, als sie völlig am Rad gesponnen hat (ohne groß zu spoilern):

"You eat what you eat. It's an idea that exists in Chinese cuisine. If your liver is bad, you should eat liver. If your stomach is bad, eat stomaches. In other words, if part of you isn't working right, you should eat that same thing."
[...]
"I'll say it one more time. No, I'll say it as many times as it takes. Why would the killer cut off their heads? [...] What was inside those heads the killer carried off?"


Uff,die Stelle war grausam,je mehr ich darüber nachdachte,desto fieser wurde es :fuercht:

Natürlich freue auch mich schon auf den zweiten Teil,auch wenn die Übersetzung echt lange dauert....


Ps:

Spoiler

- Die Insel und die abgeschlossenen Räume haben mich erstmal irgendwie an Umineko erinnert
- Ich bin gespannt wie in den folgenden Bänden auf die Querverweise aus dem ersten Band eingegangen wird,
z.b. mit Tomos und Ii-chans Vergangenheit usw.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Fryr am 24.11.2009 22:08.

24.11.2009 22:07
Sora




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Story Book 2 - The Kubishime Romanticist
College is a whole new adventure, rife with challenges, opportunities, and cold-blooded killers.

Nach dem Ii-chan frisch von den Ereignissen auf Wet Crow's Feather Island zurückgekehrt ist, geht sein normaler Alltag an einer Uni in Kyoto weiter.
Er hatte eigentlich gehofft, dass er so bald nicht mehr mit dem Tod konfrontiert wird, doch in Kyoto treibt ein Mörder sein Unwesen. Dieser Mörder legt wahllos Menschen mit einem Messer um und zerstückelt diese anschließend.
Als dann noch jemand umgebracht wird, auf dessen Geburtstagsfeier Ii-chan noch vor kurzem war, kann er selbst nicht mehr wegschauen und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch ist es der gleiche Mörder, wie der sogenannte Kyoto Brawler, auch wenn die Waffe diesmal kein Messer war oder laufen gleich 2 verschiedene Mörder durch Kyoto?

Endlich ist der zweite Band von Zaregoto erschienen, doch leider steht noch kein Release Datum für den dritten Band fest. Ich will nicht hoffen, dass wir schon wieder 2 Jahre auf den nächsten Band warten müssen. Bei 9 Bänden verliere ich jedoch die Hoffnung, dass diese jemals in den nächsten 5 Jahren erscheinen werden. Irgendwann vergeht einem auch die Lust an dieser Geschichte, sei sie noch so spannend.
Jedes Buch von Zaregoto hat zwar seine eigene Geschichte, doch habe ich das Gefühl, dass einige Charaktere aus den verschiedenen Büchern doch noch eine größere Rolle für die weitere Geschichte spielen werden und da wäre es schade, wenn das Erscheinen der Abstände der Bände so hoch bleibt.
Ich hatte z.B. mit Kunagisa im 2. Band ein kleines Problem, da ich mich nicht mehr wirklich an ihren Charakter erinnern konnte. Computerfreak - klar. Charakter - unklar. Ich war doch ein wenig überrascht, wie verspielt sie war. Daran konnte ich mich nach 2 Jahren leider nicht mehr wirklich erinnern und so wird es wahrscheinlich bei anderen Charakteren auch sein, wenn sie noch einmal in späteren Bänden vorkommen :/
Jun kam zwar auch im ersten Band schon einmal vor, jedoch so kurz, dass ich eh keine wirkliche Zeit hatte mir ein Bild von ihr zu bilden, sodass ihr Auftreten in Band 2 nicht wirklich überraschend für mich war.

Kommen wir aber zum eigentlichen 2. Band.
Während man in Band 1 nur eine geringe Anzahl an Verdächtigen hatte, ist es in Band 2 deutlich schwieriger den Mörder zu schnappen, da er sich überall befinden könnte. Gerade das macht die Geschichte wiederum spannend. Der Möder könnte überall sein. In einer anderen Stadt, in einem anderen Land, oder direkt nebenan im Haus.

Spoiler

Dass man den Kyoto Brawler schon so früh identifiziert war recht überraschend für mich. Wenn man jedoch bedenkt, dass es gleich mehrere Mörder gibt und der Kyoto Brawler rein gar nichts mit den Morden in Ii-chans 'Freundeskreis' zu tun hat, macht die ganze Sache wieder Sinn.
Zerozaki wurde wahrscheinlich schon so früh vorgestellt, da er in späteren Bänden noch einmal eine Rolle spielen wird. Ansonsten wäre wohl Jun nicht hinter ihm her und würde von dem mysteriösen Zerozaki Clan sprechen, mit dem sie sich auch nicht gerne anlegen würde.
Mir hat es auch gefallen, wie Ii-chan in seinem ganz normalen Alltag lebt. Auf der Insel hatte man ja nicht wirklich die Chance etwas davon zu sehen. Ii-chan ist wirklich ein 'kaputter Mensch'. Er lebt einfach nur so vor sich hin und das war es dann schon. Jemand der seine Langeweile durch Gehirn-Schach überbrückt, sich nicht für die News interessiert und auch sonst recht unsozial ist, ist eben völlig anders, als der Rest der Menschheit. Ob dies nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Ein paar soziale Kontakte besitzt Ii-chan ja immer noch, auch wenn diese auch nicht wirklich die normalsten Menschen der Welt sind - allen voran Kunagisa.
Die Auflösung der Morde fand ich auch richtig stark, auch wenn uns Nisioison da mal wieder ziemlich an der Nase herumgeführt hat.

Spoiler

Anfangs hatte ich ja wirklich den Verdacht gehabt, dass Mikoko Tomoe umgebracht hat, weil mir dieses Geräusch auch ein wenig verdächtig vorkam, als Mikoko und Ii-chan Tomoes Wohung verlassen haben, nachdem der Anruf von Tomoe dann jedoch kam, hab ich meinen Verdacht wieder fallen lassen.
Hätte ich das mal besser nicht gemacht, denn Mikoko hat sich ja nur als Tomoe ausgegeben. Sei verflucht, Nisioisin!!

Als dann Mikoko den Löffel abgegeben hat, lag ich wenigstens damit richtig, dass sie sich selber umgebracht hat, wobei ich an einen anderen Grund gedacht hatte, da ich ja nicht wusste, dass Mikoko Tomoe auf dem Gewissen hat. Ich dachte mir, dass sie sich wegen Ii-chan umgebracht hat, was ja auch teilweise stimmt.

Bei Akiharu war ich aber total ratlos. Da konnte ich mir wirklich keinen Reim mehr draus machen. Es war oft die Rede von Spiegelbildern und da dachte ich mir, dass er vielleicht sein Spiegelbild getroffen hätte und es ihn wohl umgebracht hätte. An Muimi hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht, obwohl das eigentlich offensitlich war. Ich meine es war Akiharu der erwähnt hätte, dass Muimi zum Mord im Stande wäre, um ihre Freunde zu beschützen, was ja letzten Endes auch der Fall gewesen war.

Wir halten also fest:
Mikoko ist eifersüchtig auf Tomoe -> Tomoe
Mikoko wollte von Ii-chan gerettet werden -> Mikoko
Muimi wollte Mikoko schützen -> Akiharu
Muimi -> Muimi ... naja, nicht ganz, sie wurde ja noch vor ihrem Selbstmordversuch gerettet

Ein wirklich kranker Freundeskreis. Wirklich krank. Dass die ganze Geschichte auf so etwas hinausläuft hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Ich bin immer wieder von den ganzen Wendungen überrascht.
Ii-chan erzählt Zerozaki, wie die ganzen Morde geschehen sind und alles klingt mehr als plausibel. Dann kommt jedoch Jun an und auf einmal ist doch nicht mehr alles so plausibel, wie es zunächst den Anschein hatte, weil Ii-chan hier und dort gelogen hatte. So kann die Wahrheit für jeden also völlig verschieden sein, auch wenn sie trotzdem plausibel klingt. Den Ansatz finde ich ziemlich interessant.
Was die ganze Spiegelbildgeschichte jedoch damit zu tun hatte, ist mir am Ende von Band 2 dennoch nicht ganz klar. Es ist immer nur die Rede von diesen und von 'kaputten Menschen', doch eien Auflösung wird es wohl erst viel später geben.



18.09.2010 12:12
Discord




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Nun denn! So will ich gleich mal den Startbeitrag des Inoffziellen Novel-Clubs™ absetzen! Dazu beginne ich gleich mal mit einem derben:

FUCK!!!

Spoiler: "Vierter Tag, Teil 1"

Wieso musste Best Girl zuerst sterben? Warum nur? Ich mochte dir Künstlerin wirklich am liebsten und dann sowas, na toll!


Aber ehe ich mich weiter in den Details verstricke, bleiben wir erst mal beim Allgemeinen:

Geht es nur mir so oder fühlt sich noch jemand an eine Visual Novel oder einen Harem-Anime erinnert? Die Hauptperson ist fast der einzige Mann. Ansonsten nur Frauen. Ja, auch alle Genies sind Frauen! Und mit jeder kommt er ins Gespräch und hinterlässt irgendwie Eindruck. Das ist mal wieder so typisch, aber bestärkt mich nur in meinem Eindruck, dass Light Novels als Animes in Buchform geschrieben werden. Finde die Novel bisher auch sehr dialoglastig, aber das könnte auch einfach nur Nisio sein, keine Ahnung. Stören tut mich das alles jedoch nicht.

Da nun schon so ein Aufwand betrieben wurde die vielen gutaussehenden weiblichen Charaktere - meist erscheinen sie jünger als sie sind, was wohl ein beliebtes japanisches Schönheitskonzept ist - ausführlich zu charakterisieren, sehe ich mich dazu gezwungen meine Eindrücke abzugeben:

Die Künstlerin, Kanami, mag ich am liebsten. Kompromisslos, individualistisch und das Beste: sie ist nicht so eine nervige Stimmungskanone. Wobei ich froh bin, dass es hier insgesamt keinen übertrieben gutgelaunten Charakter gibt. Ihr Anhängsel Shinya mag ich auch, aber über ihn gab es ja noch nicht so viel zu erfahren. Wobei ich seine abschätzige Einstellung gegenüber "Begabungen" mag, aber vielleicht ist das auch nur Selbstschutz von ihm und gar nicht wirklich ernst gemeint. :D

Ebenso mag ich Kunagisa, und das nicht weil sie so ein Techie ist. Ich mag einfach, wie ihr teilweise Empathie und gesunder Menschenverstand abgehen. Aber mal sehen wie das noch weiter charakterisiert wird.

Die anderen drei Genies finde ich da nicht so interessant: Maki pöbelt einfach nur rum und ich gebe zu, dass ein Teil der Antipathie des Erzählers auf mich übergesprungen ist. Ich gehe auch grundsätzlich davon aus, dass "übersinnliche Kräfte" Humbug sind, egal wie offensichtlich es ist. Ha! Und Akane sowie Yayoi sind mit viel zu bodenständig. Die können ruhig ein bisschen mehr auf den Putz hauen mit ihren "Superkräften"! Joar, von den Maids weiß man ja bisher nicht so viel (und vielleicht bleibt das ja auch so, mal sehen), aber ihre Herrin Iria scheint mir ein bisschen dumm zu sein. Jetzt nicht im Sinne von mangelnder Intelligenz sondern eher im Sinne von Oberflächlichkeit und Weltfremdheit.

Ein schönes Setting: Verrückte Charaktere auf einer klassischen "einsamen Insel".

Spoiler: "Vierter Tag, Teil 1"

Bei so vielen herausstehenden Persönlichkeiten frage ich mich doch, ob nicht alle erst mal versuchen werden den Fall zu lösen. Und sei es nur, um nicht hinter dem bald ankommenden Supergenie Aikawa zurücktreten zu müssen. Finde das Konzept ja allgemein interessant: Es wurde eine Frist gesetzt, bis zu der der Fall zu lösen ist. Aber diese Frist kommt nicht durch drohendes Unheil sondern durch drohende Auflösung zustande. :D Zumindest gehe ich erst mal davon aus, dass dieser Aikawa das schnell lösen würde. Wird dadurch also nicht der Täter statt der Opfer unter Druck gesetzt?

Und da das so ein Krimi-Setting ist gebe ich mal meinen Tipp ab (auch wenn ich mit Krimis allgemein nicht viel anfangen kann): Der Mörder hat erst NACH dem Mord die Schränke umgeschmissen. Viel zu simpel, ich weiß, aber man kann es ja mal probieren. :D
07.02.2013 10:47
Lord Mt. Gomery




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Zitat von Discord

Geht es nur mir so oder fühlt sich noch jemand an eine Visual Novel oder einen Harem-Anime erinnert?
Hihi, ganz mein Gedanke und es ist ja auch wirklich auffällig. Es geht ja sogar so weit, dass Kunagisa im Text tatsächlich spezifisch mit von Natur aus blauen Haaren beschrieben wird, wie man sie von einem Anime-, Manga- oder VN-Charakter erwarten würde, aber doch nicht von einer Romanfigur. (Es auf dem Cover abgebildet zu sehen ist eine Sache, es im Text hochoffiziell gesagt zu bekommen, ein andere.) Nisio sagt man wohl auch nach, als Autor stark von der Anime/Manga-Popkultur beeinflusst zu sein und sehr gerne auf deren Elemente zurückzugreifen, wobei „Zaregoto“ diesen Ruf gut und gerne etabliert haben mag, da es schließlich sein Debut-Werk gewesen ist.
Und glücklicherweise habe ich auch gar nichts gegen die Verwendung solcher Elemente, im Gegenteil. :D (Dass mir das Medium Anime nie müde zu werden scheint, kommt wohl nicht ganz von ungefähr.) Hilft natürlich ungemein, dass Nisio immer so schön schrullige Charaktere schreibt, die selbst dann, wenn sie sehr archetypisch gehalten sind, eigentlich stets eine gewisses Minimum an Individualität mitbringen oder jedenfalls nicht wie reine, uninspirierte Abziehbilder wirken. (Zumindest solange sie ihren dafür nötigen Anteil Rampenlicht bekommen. Figuren wie die Maidos sind jetzt – zumindest über die ersten beiden Kapitel – natürlich keine besonders beachtlichen Charaktere, sie sind halt einfach die Leute, die recht unauffällig im Hintergrund den Laden schmeißen.) Oder vielleicht – wo ich die Charaktere beim Beitragsschreiben ein wenig aus der Distanz betrachte – sind sie gar nicht einmal so schrullig und individuell, wie ich gerade behaupte, sondern es sind lediglich die Dialoge mit ihren schlagfertigen Blüten, die ihnen in den Mund gelegt werden, die sie fesch erscheinen lassen? (Macht das überhaupt einen relevanten Unterschied?)
In jedem Fall sind die Charakterinteraktionen interessant zu verfolgen und bringen ein Flair mit, wie ich es aus den anderen Werken des Mannes schon zu schätzen gelernt habe.

Am interessantesten aus den versammelten Genies finde ich ja meinerseits eigentlich Maki. Klar, sie ist 'ne olle Pöblerin, aber das Feld ihrer Expertise hebt sie dessen unbenommen besonders hevor. Ich habe mich schließlich die ganze Zeit schon gefragt, wie ihre mutmaßlichen Wahrsage-Fertigkeiten in einem Krimi ausgespielt werden mögen, und wie sich zeigt…

Spoiler: "The Fourth Day - 2. The Tragedy of 0.14 | bis Seite 179"

…sagt sie einfach nichts zu den mörderischen Umtrieben. Hm. Ihre eigene Rechtfertigung, sie können zwar das Programm vor ihren Augen sehen, die Show aber nicht beeinflussen, ist auch ziemlich unzufriedenstellend. (Wie kann sie ihren Berater-Job ausüben, wenn sie das, was sie sieht, für unabwendbar deklariert?) Andererseits gefällt mir ja die Ambiguität, ob Maki denn überhaupt wirklich die Art Genie und ESPer ist, für die sie sich ausgibt.

Zitat von Discord

Finde das Konzept ja allgemein interessant: Es wurde eine Frist gesetzt, bis zu der der Fall zu lösen ist. Aber diese Frist kommt nicht durch drohendes Unheil sondern durch drohende Auflösung zustande. :D
Lustige Beobachtung, in der Tat ein ungewöhnlicher Dreh. Da hat sich offenbar bereits Nisios Neigung gezeigt, mit Genre-Konventionen zu spielen. Und seine Neigung, sich gerne mal an die Vierte Wand zu lehnen, ebenso: Die Art und Weise, wie sich die Charaktere im Angesicht des ersten Mordes verhalten ist ja eigentlich ziemlich schräg, praktisch wie als wenn sie sich im Klaren wären, dass sie gewisse Spielregeln befolgen müssen, damit die Geschichte funktioniert. Die Polizei wird aus fadenscheinigen Gründen nicht gerufen, obwohl das problemlos möglich wäre, der Täterkreis wird auf die 11 Anwesenden beschränkt, obwohl die Insel problemlos betreten und verlassen werden kann (Tatsächlich machen zwei Maids ja einfach mal einen Abstecher zum Festland, um den Herrn Aikawa vorzuwarnen.) Der Erzähler sagt zu Kunagisa sogar frei heraus (S. 129), dass man mehr als die bekannten 11 Personen nicht in Betracht ziehen brauche, weil ja sonst die Auswertung der Alibis und das Eingrenzen der Verdächtigten, das sie betreiben, witzlos würde. Schon ziemlich bezeichnend und ich konnte nicht anders, es als einen klaren, wenn auch indirekten Wink an den Leser aufzufassen.

Wobei man zu der Sache mit der Polizei aber wohl noch eine etwas tiefergehende Erklärung erhoffen darf. Die Dame des Hauses, Iria, scheint ja irgendwelche finsteren Geheimnisse zu verbergen. Würde mir das Timing des Mordes nicht eher ungünstig vorkommen, wäre ich ja direkt zum voreiligen Schluss geneigt, dass sie gewiss die Mörderin ist, so komisch, wie die sich aufführt. Als wenn sie ihrem geliebten Aikawa mit dem Mordfall ein hübsches Begrüßungspresent überreichen könnte.

Ansonsten habe ich aber keine Ahnung, wer der Mörder sein soll. Ich war schon immer ein lausiger Ermittler, da hat auch jahrelanger Detektiv Conan-Konsum nichts dran ändern können. Wenn es zu diesem Punkt schon ein einschneidendes Indiz gegeben habe sollte, dann ist es an mir vorbeigegangen. Zur Hölle, ich traue mich nicht einmal komplett auszuschließen, dass die Ermordete in Wirklichkeit doch noch auf Achse ist und irgendeine andere Person ersetzt hat, weil fehlende Köpfe so sehr zur Identitätsverschleierung einladen, obwohl Erzähler und Kunagisa die Möglichkeit explizit verworfen haben.
Nur eines ist mir auch in den Sinn gekommen:

Zitat von Discord

Der Mörder hat erst NACH dem Mord die Schränke umgeschmissen. Viel zu simpel, ich weiß, aber man kann es ja mal probieren.
Ja, ein naheliegender Gedanke, dass die Farbeimer gar nicht vom Erdbeben umgeschmissen wurden, sondern einfach vom Täter. So naheliegend, dass es im 4. Unterabschnitt dann auch schon direkt umfassend aufgelöst worden ist, nachdem bereits zuvor schon Akane das passende Schlagwort hat fallen lassen, nach welchem jeder, der sich mit lateinischen Redewendungen auskennt, schon gar keine Erklärung mehr gebraucht hätte: Post hoc ergo propter hoc. Und letztlich finden es sogar die Charaktere selber schon zu simpel. :D Wobei an dem kleinen Trick allerdings ja auch wieder nicht der ganze Fall hängt. (Oder soll das auf Maki deuten, die das Erdbeben hätte vorhersehen können, wenn ihre Wahrsagerei echt ist, und diese als Mörder natürlich auch nicht zur Fallauflösung einsetzen würde? ...Ich weiß auch nicht.)



Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 07.02.2013 18:33.

07.02.2013 17:19
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So, habe dann auch mal ein wenig weitergelesen. Stand: Buch 1: Kapitel 3 - A Crow's Wet Feathers

Gefällt mir immer noch sehr gut und ich freue mich mit der Novel angefangen zu haben, obwohl ich ja meist lieber einen Bogen um Geschichten mache, deren Ende nicht abzusehen ist (und da die offizielle Übersetzung eingestellt wurde, trifft das auch hier zu). Wie schon erwähnt mag ich zwar keine Krimis, aber ich bin ein großer Freund der Charakterisierung und Motivergründung. Auch bei Detective Conan mochte ich die verzweifelten Geständnisse am Ende jeder Folge stets am liebsten. Da freue ich mich doch, dass es Nisio hier wieder schafft lauter interessante Charaktere darzustellen. Natürlich sehr überdreht (was ich mag), aber es wirkt in Schriftform gar nicht mal so bekloppt wie animiert, jetzt bezogen auf den Anime Bakemonogatari (den ich nicht mochte). Vielleicht sollte ich hiernach auch mal einen Blick in diese Light Novels werfen.

Doch ehe ich anfange offen zu spoilern:

Spoiler: " Kapitel 3 - A Crow's Wet Feathers"

Langsam fange ich an zu bezweifeln, ob dieser Aikawa überhaupt existiert. Den haben die sich doch nur ausgedacht um alle "Opfer" in Sicherheit zu wiegen! Oder es handelt sich nur um den imaginären Freund von Ilias. Ob es ansonsten noch Sinn macht über den Mörder zu spekulieren sei mal dahingestellt. Es wird natürlich irgendwer sein, mit dem man gar nicht rechnet. Beziehungsweise rechne ich inzwischen damit, dass JEDER der Mörder sein kann, aber das kommt wohl auf das Selbe raus. :D Auch ob wirklich was dran ist an der Geschichte mit der autistischen Ilias und ihrer toten Zwillingsschwester Odysseus oder der gespaltenen Persönlichkeit der Meidos will ich erst mal nicht so richtig wahr haben. War bestimmt alles nur metaphorisch gemeint. So viele Bekloppte auf einen Haufen wäre ja auch ein ganz schöner Zufall. (wobei eine meiner Theorien ja ist, dass die wirkliche Iria die Oberhaushälterin Rei ist) Sehr nett jedenfalls mich so rumraten zu lassen.

Ich frage mich aber, was die denn alle gegen unseren Erzähler haben? So schlimm ist der doch auch nicht. Finde es eher sogar witzig, wie er stets zustimmt, wenn ihm jemand einen schwachen Willen etc. unterstellt. In diesem Zusammenhang musste ich sehr lachen, als der Erzähler, nachdem er schon von Akari angeschissen wurde, auch noch von Maki ausgelacht wurde. So viel Schadenfreude lässt diese Pseudowahrsagerin gleich in meinem Ansehen steigen. :D

Nun ja, ich bin jetzt vor allem gespannt, ob die Auflösung des Fallen Sinn machen wird oder ob es auf verrückte übersinnliche Phänomene hinausläuft. Anders ließe sich ja nicht "Vorfall Nummer 3" erklären, bei dem sogar das Hindernis Zeit überwunden wurde. (naheliegend wären Doppelgänger)


Zitat von Lord Mt. Gomery

Oder vielleicht – wo ich die Charaktere beim Beitragsschreiben ein wenig aus der Distanz betrachte – sind sie gar nicht einmal so schrullig und individuell, wie ich gerade behaupte, sondern es sind lediglich die Dialoge mit ihren schlagfertigen Blüten, die ihnen in den Mund gelegt werden, die sie fesch erscheinen lassen? (Macht das überhaupt einen relevanten Unterschied?)
Nein, das dürfte keinen Unterschied machen. :D
09.02.2013 17:01
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Dann mal ohne große Umschweife direkt zur Auflösung:

Spoiler: "bis zum Schluss des 1. Buchs"

Zitat von Discord

Nun ja, ich bin jetzt vor allem gespannt, ob die Auflösung des Fallen Sinn machen wird oder ob es auf verrückte übersinnliche Phänomene hinausläuft. Anders ließe sich ja nicht "Vorfall Nummer 3" erklären, bei dem sogar das Hindernis Zeit überwunden wurde.
Am Ende haben sich alle die Puzzleteile und Indizien ja einwandfrei und plausibel zusammegefügt, auch ohne großes Hexenwerk – wenn man mal von den im Raum schwebenden Andeutungen absieht, dass Maki vielleicht tatsächlich dem Mörderpärchen ein bisschen mit ihren Wahrsagesuperkräften geholfen haben könnte. (Oder vielleicht auch nicht. Vielleicht waren günstige Zufälle wie das Erdbeben wirklich nur rein zufällig den Mördern zu Diensten. Persönlich denke ich, dass Maki in der Tat bloß Shinya spaßeshalber ein Alibi verliehen, sich ansonsten aber zurückgelehnt und das Spektakel betrachtet hat. Oh, und ich denke, sie hat Teruko tatsächlich alarmiert.)
Vorfall Nummer 3 hat mich übrigens tatsächlich auf die richtige Spur geführt, dass eine der mutmaßlich Ermordeten ihren Tod sicher nur vorgetäuscht hat und sich dadurch dann völlig unbeobachtet und unverdächtigt bewegen konnte. Nur dass ich aus irgendwelchen Gründen davon ausgegangen bin, dass es wohl Ibuki gewesen sein müsste; ich weiß jetzt schon gar nicht mehr, wie ich auf diesen Irrweg geraten bin, wo die Indizien eigentlich glasklar waren: Wir haben da einen Leichnam, der sorgfältig in einem Schlafsack verwahrt wurde und später wird ein weiterer Leichnam entdeckt, dem zufälligerweise mit exakt dem gleichen Schnitt der Kopf abgesäbelt wurde. In einem Raum mit offenen Fenster, wo eine Person durchpasst. Unmöglich zu lösen war’s also sicher nicht, aber ich bin halt leider kein guter Detektiv.
Wobei ich in gewissem Sinne dann sogar doch Recht behalten durfte: Ibuki war tatsächlich noch auf Achse! Wenn auch nicht ganz in der Weise, in der ich es mir vorgestellt habe… Die abschließende Auflösung der Geschichte hat ja irgendwie was ziemlich Verstörendes an sich: Ibuki hat Akane erfolgreich ihre Identität gestohlen und offensichtlich war ihre Identität als Ibuki ebenfalls bereits bloß gekapert… Die echte Akane kann einem ganz schön Leid tun. Ihr Mord wurde zwar aufgelöst, aber der Mörder hat bekommen, was er wollte, und keinen interessiert’s. (Wäre ja lustig, wenn man Fräulein Fake in einem der späteren Bände unter noch einer neuen Identität wieder treffen würde.)

Des Erzählers gegen Ende wiederholt aufgeworfene Frage „What was real and what was fake? Who was real and who was fake?“ hat mich nebenbei erwähnt direkt an „Nisemonogatari“, sowie Prof. Fukurou denken lassen. Wie es scheint, ist das Verhältnis zwischen Original und Fälschung tatsächlich ein häufiger wiederkehrendes Motiv in Nisios Schaffen.

Zitat von Discord

[Ich] bin ein großer Freund der Charakterisierung und Motivergründung. Auch bei Detective Conan mochte ich die verzweifelten Geständnisse am Ende jeder Folge stets am liebsten.
Ich hoffe mal, die Enttäuschung ist nicht zu groß, dass eine solche Szene effektiv ausgeblieben ist und sich die Mörder ausgiebig ausgeschwiegen haben. Stattdessen hat Aikawa Jun die fehlenden Details und Motive nachgeschossen. Ja, es gibt ihn doch. :D Oder genauer gesagt, es gibt sie doch. Hätte man sich wohl denken sollen, dass Aikawa auch 'ne attraktive Braut sein würde. Für den verhältnismäßig kurzen Auftritt auf den letzten paar Seiten hat sie sich auch gleich als ziemlich exaltierte Gestalt angedient. Aber wohl etwas zu exaltiert für meinen Geschmack, jedenfalls hat unser leistungsstärkster Auftragnehmer der Welt irgendwie keinen allzu sympathischen Ersteindruck bei mir hinterlassen.

Die faszinierendste Figur ist dann in meinen Augen doch bis zum Schluss Maki geblieben, obwohl sie in der Geschichte eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat. Ihr letztes Gespräch mit dem Erzähler hatte aber wirklich was, speziell wie sie dann unverblümt offen gelegt hat, dass sie ihre eigene blutige Ermordung bereits vor Augen sieht. Schätzungsweise war das auch ein Aufhänger für einen späteren (vielleicht den letzten?) Band, wo der Erzähler dann tatsächlich ihren Mordfall auflösen darf. (Meinerseits prophezeie ich allerdings mal, dass mehr als zwei Jahre ins Land gehen dürften, bevor wir sie mal wiedersehen können. :sweat: )

Zitat von Discord

(wobei eine meiner Theorien ja ist, dass die wirkliche Iria die Oberhaushälterin Rei ist)
Nicht schlecht, Herr Specht. Daran habe ich überhaupt keinen Gedanken verschwendet, aber als Ii-chan dann am Ende auf Anfrage seine Beobachtungen runtergerattert hat, klang es wirklich nach etwas, das man eigentlich hätte vermuten können. Fand’s übrigens lustig, wie sich die echte Iria über Rei’s Darstellung ihrer Person beklagt hat, denn die war ja wirklich alles andere als schmeichelhaft, mit ihrer Mixtur aus Hochmütigkeit, Dümmlichkeit, Uneinsichtigkeit und Kaltblütigkeit.

In jedem Fall eine hübsche Menge Identitätsvertauscherei. Und als Kirsche ob endrauf waren die Maidos auch noch notorische Lügnerinnen, die unserem Erzähler sonstwelchen Scheiß erzählt haben. (Nebenbei erwähnt: Battle Maido Teruko war die Beste Maido. Und die Brille steht ihr, dabei bin ich sonst kein Meganekko-Fan.)

Tja, was gibt es Abschließendes zu sagen. Ein solider Krimi mit schönem Verwirrspiel, diversen makaberen Blüten und natürlich schmucken Dialogen, den ich gerne gelesen habe. Bin schon gespannt, wie das in den kommenden Bänden fortgeführt wird.

P.S.:

Zitat von Discord

[…] bezogen auf den Anime Bakemonogatari (den ich nicht mochte) […]
Aber Senjougahara ist heiß, Mann! Diese Beine, dieser formvollendete Zettai-Ryouiki-Einsatz, die wundervoll langen Haare! Was gibt es da nicht zu mögen? D= (Nein, ernsthaft. Ich liebe ihr Design wie die meisten Leute. Zweifellos attraktiver als die gewöhnlich-attraktive Durchschnitts-Animeheldin. :D )
Muss aber in jedem Fall sagen, dass ich mich diese Nebenbemerkung gerade ehrlich überrascht. „Bakemonogatari“ ist doch SHAFT in Höchstform! Und ich für meinen Teil finde die Verbindung von Nisio’s Schrieb mit Shinbou’s Inszenierung wirklich exzellent, fast wie füreinander gemacht. Den audiovisuellen Aspekt würde ich da eigentlich nicht mehr missen wollen. (Völlig auf dem Glatteis sind gewisse, dem Anime gegenüber antipathisch eingestellte Zeitgenossen wahrscheinlich doch nicht, insofern dass speziell Senjougahara von ihrer Darstellung in Bild und Ton profitiert.) Na egal, hier soll es ja nicht um „Bakemonogatari“ gehen. In diesem Zusammenhang muss ich eine Sache allerdings noch loswerden:
Ich konnte nicht anders, als jedes Mal, wenn im Text die Rede von „[…] tilted her head“ war, an die „Monogatari“-Animereihe zu denken, aus naheliegenden Gründen:


(Senjougahara ist einfach die Königin der Headtilts. :D )


11.02.2013 13:44
Luna




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RE: Stand: Book 1 (The Kubikiri Cycle) - The Fourth Day       

Anlass: Opfer von Gomerys Marketing Fähigkeiten Aus Jucks und Laune
Erwartungshaltung: Nonsengeblubber wie Bakemonogatari, das diesmal sogar dauras gar keinen Hehl macht bei dem Titel und einiges an exzentrischen Gestalten à la Katanagatari.

Nun gekriegt habe ich das auch. Tatsächlich habe ich Freitag, also vor fast einer Woche sogar schon angefangen und nach 11 Doppelseiten keine Lust mehr gehabt. Da dämmerte es mir auch gleich wieder, warum ich damals Kizumonogatari nach wenigen Seiten gedroppt und mich bei Katanagarari auch so unglaublich gelangweilt habe. Gestern dann noch ein Versuche gestartet und mir einfach einiges an shaftness dazu gedacht, dann funktionierte das doch tatsächlich wieder ganz gut.


Zitat von Discord

Geht es nur mir so oder fühlt sich noch jemand an eine Visual Novel oder einen Harem-Anime erinnert? Die Hauptperson ist fast der einzige Mann. Ansonsten nur Frauen. Ja, auch alle Genies sind Frauen! Und mit jeder kommt er ins Gespräch und hinterlässt irgendwie Eindruck.

Das mit dem Harem fiel mir nicht einmal soo auf. Dass es ziemlich Animehaft daherkommt allerdings schon, und das nicht nur wegen dieser selbstverständlichkeit an blauen Haaren (die ja sogar sein könnte, wenn Tomo so ein Cyber-Freak ist, kann sie ja ruhig auch in die Punkerschiene mit bunten Haaren abwandern) sondern generell einige andere eher.. typisch Otakuhaftigkeiten. For obvous reasons hat Iria in meinem Kopf eine Chiwa Saito Stimme und jedes mal wenn sie ihren Kopf da bewegt auch so ähnliche Vorstellungen wie Gomery mit dem nach hinten drehen, sondern dem Kopf seitliche verrenken. (Die glaub sogar eher Tsubasa in Bakemonogatari macht.)
Oder da passiert ein Mord. Es wird entgegen dem einem Klischee nicht nervig rumgekreischt, aber besonders natürlich ist das freilich auch nicht.

Ansonsten erinnert mich dieser Fall irgendwie total an die Inselepisode aus Suzumiya Haruhi gemischt mit schlechten Conan Folgen.

Spoiler: "The Fourth Day - 2. The Tragedy of 0.14 | bis Seite 179"

Also, der erste, der von der Gruppe verschwindet/ausgegrenz, ist das nächste Opfer. So gesehen war ich überrascht, dass Akane so lange braucht, um überhaupt auch den Kopf ab zu bekommen. Das mit dem Farbeimer war dann auch schon sehr einfach irgendwie. Hätte eigentlich nur noch ein kleiner Knirps gefehlt, der im Zimmer rumschnüffelt, den Verschluss des Farbtopfs untersucht und einen Geistesblitz erhält. Oh und da das ganze so animehaft daher kam, ich habe mich echt gefragt, warum niemand auf die Idee kam, dass es irgendwelche gäbe, die einfach über diese Farbspur drüber geschwebt sind. :freak: Wo doch die ESP Dame sogar schon Teleportation erwähnt hat. Und dass die dann auch noch mit ihrer Fadenscheinigen Ausrede da kommt, verstärkt ja doch den Eindruck, dass es einfach nicht echt ist und sie halt "mitspielt".


Was den Mörder angeht, so habe ich zumindest die ganze Zeit den Eindruck gehabt, der im Hintergrund nur zischelte "It's a setup!!!", ergo es gibt keine Tote, alles nur gespielt, und vor allem Dingen dafür da Tomo und Ii-chan auf der Insel zu behalten, damit sie Irias Favorit noch treffen.
Nur ist das halt jetzt doch kein Black Butler oder Suzumiya Haruhi, also Tote können doch vorhanden sein (Katanagatari hat ja doch auch ein paar vorzuweisen) und irgendwie interessiert es mich dann doch total gar nicht, wer es sein könnte. Wenn ich etwas aus den ganzen Conan Fällen mittlerweile mitbekommen habe, dann dass es eigentlich immer jeder sein kann, außer denen mit Plotarmor und es eigentlich auch egal ist wer und die Indizien so gedreht werden, dass es irgendwie (hoffentlich) ein bisschen Aha-Effekt verursachen.
That said, ich halte immer noch Iria und ihre Bediensteten da für verdächtig.



Ansonsten fällt mir doch wieder auf, wie Pseudo-Intellektuell sie alle doch sind. Das ist ganz nett. Aber manchmal wird es dann doch abstrus. Ich meine ein Mother Board, dass offenbar die gleiche Technik benutze wie CD/DVD, mitteels Oberflächen? Eh, wut?
Ich habe mich auch schon gewundert, warum Tomo nicht Assembler sagt, sondern Maschinensprache. Warum nicht gleich "binär programmiert"?
Werter Erzähler hat auch die fadenscheinigsten Ausflüchte, wie man sie selten sieht. Für seine Prüfung Chinesisch, Russisch und Englisch gelernt und kann mittlerweile kein Englisch? Huh? Dabei ja Japanisch mittlerweile ja doch shcon so viel Anglizismen, und dass der Chinesische dann total wieder vergessen hat - Ich mein Japanisch besteht zu einen nicht kleinen Prozentsatz einfach mal aus Chinesisch. Russisch kaufe ich ihm ja noch ab, aber der Rest. Vor allem, dass er sein hochbegabten (?) Programm wegen eines exzentrischen Mädchens abgebrochen hat, ist so derbst absurd... bzw. einfach anime-typisch? :drop:

Aber ab und an hauen sie ja doch nette Sprüche raus, wie:
"So then it's like this computer has multiple personalities?"
In Bezug auf OS in VMs. Das ist in der Tat eine interessante Sichtweise.


Zitat von Discord

Das ist mal wieder so typisch, aber bestärkt mich nur in meinem Eindruck, dass Light Novels als Animes in Buchform geschrieben werden.

Naja, nicht alle LNs sind so, und es gibt es wesentlich blatantere Exemplare (die LN zu Pita Ten z.B. die kann man eigentlich im Geiste 1:1 in Mangaformat transportieren, anders funktioniert das ganze sogar einfach auch nicht.) Kieli hat jetzt auch nicht so die extremsten Anime-Manga Auswüchse. Und Die LN zu "A Lollypop and a Bullet" soll ja sogar so "not light" sein, dass es gar nicht mehr als LN durchgeht. Ansonsten gibt es genug "normale" Romane, die mal schnell in ein LN Gewand gestopft wurden. (Die Aoi Tori Bunko Reihe.)

Aber ich glaube, da gibt es bei unserer gelesenen Version ja sowieso mal noch etwas anderes, dass diesen Eindruck hinterlässt. Die ganzen ollen "Japanozismen" da drin!
Das ist ja schon strittig genug bei Anime-Manga, aber bei Fließtext Prosaform finde ich das einfach nur noch panne.
Wenn ich schon lese "the kubikiri cycle" und wie es es dann doch hinkriegen einfach mal das "beheaded" zu verwenden ist das mir :facepalm: Suffixe-Kram mal sogar shcon ignoriert, aber was soll denn sowas wie "sankyuu" denn bitte. :suspekt:

Aber gut, Del Rey war ja auch der Verlag, der hinten in seinen Mangas ellenlang Annotationen hinklatschte. :drop:



(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Luna am 14.02.2013 14:54.

14.02.2013 14:53
Discord




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Ja, hab den ersten Band nun auch schon seit ein paar Tagen durch und warte noch auf Band 2. Ich weiß nicht mal genau was ich dazu sagen soll, denn das hier entspricht auch weitgehend meiner Meinung:

Zitat von Lord Mt. Gomery

Ein solider Krimi mit schönem Verwirrspiel, diversen makaberen Blüten und natürlich schmucken Dialogen, den ich gerne gelesen habe. Bin schon gespannt, wie das in den kommenden Bänden fortgeführt wird.


Spoiler: "Band 1"

Ich war sogar ganz zufrieden mit der Auflösung. Natürlich hat man von den genauen Motiven nichts erfahren, aber es war schon witzig zu sehen, wie der Fall bereits nach 2/3 des Buches scheinbar gelöst war. Das mit der Uhr, die auf dem Gemälde zu sehen war, hat mich auch gewurmt. Habe schon auf die Auflösung gewartet, die dann ja auch später kam. Dass jemand Anderes das Bild gemalt hat war auch meine Vermutung, aber da dachte ich noch, dass das von Alleskönner Aikawa Jun ausging, der auf mysteriöse Weise doch auf der Insel war und was auch immer für Verrücktheiten Nisio sich so aus dem Ärmel schüttelt. Dafür war die tatsächliche Auflösung jedoch unerwartet schlüssig.

Zitat von Lord Mt. Gomery

Hätte man sich wohl denken sollen, dass Aikawa auch 'ne attraktive Braut sein würde. Für den verhältnismäßig kurzen Auftritt auf den letzten paar Seiten hat sie sich auch gleich als ziemlich exaltierte Gestalt angedient. Aber wohl etwas zu exaltiert für meinen Geschmack, jedenfalls hat unser leistungsstärkster Auftragnehmer der Welt irgendwie keinen allzu sympathischen Ersteindruck bei mir hinterlassen.
Ich hätte es wissen müssen. :D Ich finde sie genial und freue mich schon auf weitere Auftritte. Trotz ihres kurzen Auftrittes ist sie sofort zu meiner Favoritin geworden. Und Maki mag ich immer noch nicht sonderlich. Ha!

Zitat von Lord Mt. Gomery

Nebenbei erwähnt: Battle Maido Teruko war die Beste Maido. Und die Brille steht ihr, dabei bin ich sonst kein Meganekko-Fan.
Na wenigstens da sind wir einer Meinung. :D


Okay, ich merke grade, dass ich ziemlichen Müll geschrieben habe… Was solls.

Zitat von Luna

Wenn ich etwas aus den ganzen Conan Fällen mittlerweile mitbekommen habe, dann dass es eigentlich immer jeder sein kann, außer denen mit Plotarmor und es eigentlich auch egal ist wer und die Indizien so gedreht werden, dass es irgendwie (hoffentlich) ein bisschen Aha-Effekt verursachen.
Ja, das ist auch immer mein Problem an Krimis. Deshalb interessiert mich hier halt wirklich das ganze Nonsense-Geblubber mehr. Die Auflösung ist schon cool, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass das auch alles hätte ganz anders ausgelegt werden können.

Zitat von Luna

Ansonsten fällt mir doch wieder auf, wie Pseudo-Intellektuell sie alle doch sind. Das ist ganz nett. Aber manchmal wird es dann doch abstrus. Ich meine ein Mother Board, dass offenbar die gleiche Technik benutze wie CD/DVD, mitteels Oberflächen? Eh, wut?
Ich habe mich auch schon gewundert, warum Tomo nicht Assembler sagt, sondern Maschinensprache. Warum nicht gleich "binär programmiert"?

Spoiler: "Ende Band 1"

Da kommt wieder die Thematik der Buches ins Spiel: Was ist der Unterschied zwischen intellektuell und pseudo-intellektuell? Schließlich war Akane wirklich nur ein Hochstapler und kein wirklicher Wissenschaftler/Künstler und es ist trotzdem niemandem aufgefallen.

Ich dachte sogar mit Maschinensprache meint die Binärcode. :D Habe mir schon vorgestellt, wie sie die ganze Zeit nur auf den Nullen und Einsen ihrer Tastatur rumhämmert.

Zitat von Luna

Aber ich glaube, da gibt es bei unserer gelesenen Version ja sowieso mal noch etwas anderes, dass diesen Eindruck hinterlässt. Die ganzen ollen "Japanozismen" da drin!
Geht mir auch auf den Sack und ist in meinen Augen schlechter Stil für eine Übersetzung. Aber leider stehen da viele Animefans drauf und so muss man das wohl notgedrungen akzeptieren.

Und jetzt mach hin und schick mir Band 2. :whip:
15.02.2013 17:12
Luna




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Band 2, Seite 60

Hm. Statt shaft-Optik in meinem Hirn stellt sich jetzt ein Schwung zu Medaka Optik ein. For obvious reasons hat "ich" jetzt irgendwie die Stimme abgekriegt von Zenkitchi. Mikoko hingegen eher wie ein Aufwisch von hyperaktiven Imout-san Karen aus Nisemono. :kopfkratz:

Spoiler

Und ich weiß auch warum, weil es Action gibt und weil dieser Zerozaki irgendwie an einen Aufwisch von diesem einen abnormalen Killertypen da (nicht der Schaubenheini) aus Medaka Box Abnormal erinnert. Hm.

Bislang ist sooo viel jetzt auch nicht passiert. Die Schocktherapie für Geschmacksnerven mittles Kimchee erschien mir aber als eine interessante Idee. So etwas in der Art habe cih auch schon mit unleckeren Essen gemacht, allerdings war das bei mir trockenes, unbelegtes Brot. Müsste eigentlich zu viel Schärfe nicht alle Geschmacksnervern eher abtöten, anstatt einer Umgewöhnung. Obwohl, man darf wohl keine Geschmacksnerven haben, wenn man McDonalds lecker finden wollen will.

Die Action Szene fand ich aber irgendwie ein klein wenig abstrus. Man weiß zwar schon, dass "Ich" ein eigentlich höher intelligentes Wesen sein müsste, aber dass der mal so schnell eine Patt Situation schafft, so wirkt der irgendwie nicht. Und action Szenen in Textform sind einfach irgendwie langweilig. =\

Skurill wie die Serie ist, wundert es nauch nicht, dass Mister Mörder auf halben Wege keinen Bock mehr hat und sie dann offenbar auch noch den ganzen morgen verbringen. Like wth. Gut dass ich Medaka vorher mir reingezogen habe...

Mikoko nervt nun eigentlich eher nur und ansonsten wird wieder fleißig Elefanten aus Mücken gemacht.


Band 2 ließt sich eigentlich schneller und gleichzeitig zäher als Band 1. Wahrscheinlich weil bislang nicht mal halb so viel and Figurenstab dabei sind und es übersichtlicher ist. Leider sind die im dem 2. Kapitel jüngst eingetroffenen nicht wirklich so mein Fall. =\


Band 1, Seite 238

Spoiler

Ok, Iria mit Chiwa Saito Stimme und halben Hitagi Verschnitt in meinem Kopf soll angeblich eine Mörderin sein und autistisch. Nice. :rofl2:



Zitat von Discord

Zitat von Luna

Wenn ich etwas aus den ganzen Conan Fällen mittlerweile mitbekommen habe, dann dass es eigentlich immer jeder sein kann, außer denen mit Plotarmor und es eigentlich auch egal ist wer und die Indizien so gedreht werden, dass es irgendwie (hoffentlich) ein bisschen Aha-Effekt verursachen.
Ja, das ist auch immer mein Problem an Krimis. Deshalb interessiert mich hier halt wirklich das ganze Nonsense-Geblubber mehr. Die Auflösung ist schon cool, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass das auch alles hätte ganz anders ausgelegt werden können.

Band 2 hat in dem Sinn die Nase vorn. Wer es ist wird schon in der Dramatis Personae Seite "gespoilt". XD


Zitat von Discord

Zitat von Luna

Ansonsten fällt mir doch wieder auf, wie Pseudo-Intellektuell sie alle doch sind. Das ist ganz nett. Aber manchmal wird es dann doch abstrus. Ich meine ein Mother Board, dass offenbar die gleiche Technik benutze wie CD/DVD, mitteels Oberflächen? Eh, wut?
Ich habe mich auch schon gewundert, warum Tomo nicht Assembler sagt, sondern Maschinensprache. Warum nicht gleich "binär programmiert"?

Spoiler: "Ende Band 1"

Da kommt wieder die Thematik der Buches ins Spiel: Was ist der Unterschied zwischen intellektuell und pseudo-intellektuell? Schließlich war Akane wirklich nur ein Hochstapler und kein wirklicher Wissenschaftler/Künstler und es ist trotzdem niemandem aufgefallen.


Also nach meinem Gefühl raus:
Intellektuell: Es sieht überzeugend aus, und zwar zwar konsistent durchgehend und man... gibt eine gewisse passende Ausstrahlung ab. Chuuzenji in Mouryo no Hako wäre für mich so ein Paradebeispiel.

Pseudo-Intellektuell: Man haut die ganze Zeit lauter solcher... wie soll man sagen... starker "zitatwürdiger" Sätze raus, um aufzufallen. Kanami fiel mir da sehr auf, aber das ist bei ihr wohl auch gewollt wenn ihre Malerei angeblich ihr Ego aufbessern soll.

Akane fiel mir übrigens in beide Schienen rein. Pseudo, weil sich so mit den ganzen Latein rumwarf und Nicht-Pseudo, weil sie von allen häufig noch erstaunlich "normal" erschien, aber normal noch im höheren IQ Bereich. Oder irgendwie so. Schwer zu erklären. ^^"

Shut-in Nerd fällt ürigens in gar keine Kategorie von den zweien sondern einfach noch "Anime-haftig Klischee". Ihre IT Sachen da kann ich sowieso nicht erns tnehmen und der Rest hat doch paar zu viele Otaku-Allüren...

Ansonsten heißt Pseudo-Intellektuell ja nicht, dass sie unintelligent sind, denn ein gewissen Maß Intelligenz ist dann doch nötig um so eine Pseudo-Charade aufzustellen.

Zitat

Ich dachte sogar mit Maschinensprache meint die Binärcode. :D Habe mir schon vorgestellt, wie sie die ganze Zeit nur auf den Nullen und Einsen ihrer Tastatur rumhämmert.

Assembler ist Maschinensprache (die wohl mit bekannteste von). Und das ist schon total hässlich. (Durfte ich im Grundstudium mich auch mal mit quälen.) Es gilt schon als Inbegriff der Nerdtums, selbst innerhalb des Fachs, wenn man das freiwillig sich antut. (Im Bereich Hardware naher Programmierung wird das ja noch gebraucht. Um die Fachrichtung habe ich aber einen sehr großen Bogen gemacht.)
Ansonsten ist das auch einfach wahnsinnig nervenaufreibend. Selbst die einfachsten Sachen brauchen so viele Zwischenschritte und man muss auf alle Stacks und Register achten und auch wenn es eigentlich nicht schwer ist, sobald da auch nur ein Fehler drin ist, darf man stundenlang rumsuchen (oder ganz neu schreiben, was sich bei den Übungen oft als schnellere Alternative entpuppt hat) und bläh. (Wikipedia hat ja auch ein nettes Beispiel. So schaut das in etwa aus.)
Binär codiert aber wirklich nun niemand wirklich. Jedenfalls nicht, dass ich je was davon gehört hätte. Das wäre aber auch totale Selbstgeißelung. Oder Effekthascherei bei Matrix.



(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Luna am 17.02.2013 21:27.

15.02.2013 19:38
Kracks




so draven~
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Band 1

Ich kann mich zwar nicht mehr genau an den ersten Band erinnern, aber ein paar Worte sollte ich jetzt aber auch darüber verlieren. Ich war jedenfalls nicht sehr von dem ersten Band begeistert. Wir haben wieder das typische Szenario für einen Krimi bekommen. Auf einer komplett abgeschotteten Insel ereignete sich – wie kann es auch anderes sein – ein Mord, und damit haben wir einen überschaubaren Pool von potenziellen Tätern bekommen. Ich weiß nicht ob es an mir liegt, aber mit der Zeit sind diese Art von Storys doch schon etwas aus der Mode gekommen. Besonders nach dem was Umineko alles mit diesem Setting angestellt hat. Die Charaktere aus dem ersten Band fand ich persönlich auch alle nicht sehr interessant. Diese ganzen Genies auf der Insel lebten alle in ihrer eigenen Welt, und haben es mir deshalb schwer gemacht Sympathie für sie aufzubringen. Selbst der Hauptcharakter hat, im Gegensatz zu Araragi aus der Monogatari-Reihe, nicht mal ansatzweiße etwas, was man als Persönlichkeit wahrnehmen könnte. Erst in Band 2 hab ich das abnormale Verhalten des Hauptcharakters zu schätzen gelernt. Im ersten Band war von diesen Besonderheiten leider noch keine Spur. Bis zum Ende hat man eben einen relativ normalen Krimi bekommen. Natürlich ist das keinesfalls etwas schlechtes, nur hätte ich doch etwas mehr vom Meister erwartet. Das Rätsel war gut durchdacht und auch sehr knifflig, trotzdem war es aber auch möglich von selbst auf die Lösung zu kommen. Rein als Krimi hat der erste Band also nichts falsch gemacht. Sogar ganz im Gegenteil. Meine Erwartungen waren in dem Fall einfach nur etwas falsch platziert. Aufgrund der relativ normalen Handlung des ersten Bandes, habe ich dann angenommen, dass die folgenden Bände ähnlich nach dem "Detektiv Conan"-Prinzip ablaufen würden. Ich hatte einfach keine Lust mir einen Mordfall nach dem nächsten anzutun. Darum hab ich Zaregoto damals auch nach dem ersten Band für einige Zeit liegen gelassen. Glücklicherweise hab ich mir den zweiten Band dann doch noch vorgenommen und das bekommen, was der Titel versprochen hat: Nonsense~


Zitat von Discord

Gefällt mir immer noch sehr gut und ich freue mich mit der Novel angefangen zu haben, obwohl ich ja meist lieber einen Bogen um Geschichten mache, deren Ende nicht abzusehen ist (und da die offizielle Übersetzung eingestellt wurde, trifft das auch hier zu)

Immerhin gibt es schon eine Fanübersetzung vom dritten Band. Es kann also noch werden.

Zitat von Lord Mt. Gomery

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Oh, ein interessanter Fund. Wenn man genauer hinsieht gibt es eigentlich ganz schön viele Parallelen in den Arbeiten von Nisio. Bekannt ist er ja dafür, dass er immer wieder über Genies und Fehler schreibt. Nur hab ich echt keine Ahnung was er damit bezwecken will. oO


Zitat von Discord

Zitat von Luna

Wenn ich etwas aus den ganzen Conan Fällen mittlerweile mitbekommen habe, dann dass es eigentlich immer jeder sein kann, außer denen mit Plotarmor und es eigentlich auch egal ist wer und die Indizien so gedreht werden, dass es irgendwie (hoffentlich) ein bisschen Aha-Effekt verursachen.

Ja, das ist auch immer mein Problem an Krimis. Deshalb interessiert mich hier halt wirklich das ganze Nonsense-Geblubber mehr. Die Auflösung ist schon cool, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass das auch alles hätte ganz anders ausgelegt werden können.

So ist es mir auch gegangen. Ich persönlich hab mir nicht mal wirklich die Mühe gemacht nach dem Mörder zu suchen. Sicher hab ich ein paar verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen, aber letztendlich hätten es sogar Aliens oder Hexen sein können. Darum würde ich es nicht für schädlich halten, wenn gleich von Anfang an klargestellt wird, dass die Auflösung auch für den Durchschnittsleser mit etwas Mühe greifbar ist.
Komischerweise ist dieser Punkt genau das, was die Serie so besonders macht. In Band 2 wirft man dieses ganze "Detektiv Conan"-Prinzip über Bord und die Reihe bekommt andere Prioritäten. Yay~

Zitat von Luna

Pseudo-Intellektuell: Man haut die ganze Zeit lauter solcher... wie soll man sagen... starker "zitatwürdiger" Sätze raus, um aufzufallen.

Makishima aus Psycho-Pass *hust* "blabla 1984 blabla" *hust* :rofl2: Ja, ich hab so meine Probleme mit der Serie. >.> GitS ist so viel besser. Aber egal.^^

Viel mehr kann ich eigentlich nicht mehr über den ersten Band schreiben. Es ist eben schon ein Jahr her, dass ich ihn gelesen habe und ich war eben nicht wirklich begeistert davon. Darum hatte ich damals auch nicht wirklich viel Motivation dazu was zu schreiben. Ich müsste den ersten Band schon fast nochmal lesen, so grauenhaft kann ich mich erinnern. T.T


17.02.2013 21:03
Luna




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Band 1

Spoiler

Ha. Ich lag ja so gar nicht daneben mit meinem Pseudo-Intellektuell Eindruck von Kanami. Wenn auch ein bisschen anders als erwartet. XD

So rein als Mystery-Fall war die Sache rund und mit doppelten Boden, aber mal abgesehen von dieser irgendwie doch sehr künstlichen Umgebung, die wahlweise entweder an die Insel Episode von Haruhi oder noch so eine aus den Finger gesaugten Closed-Space Episode von Conan erinnert fehlte irgendwie was, dass das Konstrukt mit Beton ausfüllt. Conan guck ich ja auch gerade eben nicht wegen den Krimifällen selbst, die sind mir da auch nur Beilage. Und da fehlte halt auch vor allem was Kacks schon angesprochen hat. "Ich" ist da reichlich langweilig, das Nonsensegeblubber... halt so normal und öde. Und der Rest auch.

Wobei Yaois chineissche Küche und Soras Lieblingszitat doch was hat. Ich wurde als Kind auch dazu genötigt gewisse... nicht ganz so gewöhnliche Dinge zu essen, namentlich Fischhirn und Augen. (Ein Kind intelligenter zu machen schadet nie, oder so. :rofl2: )
Davon bin ich zwar weg, aber es ekelt mich weder besonders an, noch ist es meine Leispeise. Innereien esse ich aber nach wie vor häufig und vor allem Knorpel knabbere ich auch gerne. Mal sehen wie lange ich ohne Gelenkprobleme auskomme. XD

Was Hirne angeht, geht noch voll das Gerücht/Vorurteil in mancher Chinesischen Denke (oder zumindest die meines Vaters) herum, dass "primitive Populationen in südlicheren Gefilden/Präfekturen" Affenhirn als Spezialität haben und das auf ziemlich bestialische Weise, dass sie den Affe an einem Tisch mit Loch festketten, den Kopf mit einem Hammer zertrümmern und die rohe Hirnmasse schlürfen. :fuercht:
Irgendwie in der Mitte von China soll es dann auch noch welche Provinzen geben, die sollen Hasenköpfe als Spezialität haben.

Über den Wahrheitsgehalt davon kann ich allerdings auch keine Aussage treffen, vielleicht wollte mich mein Vater auch noch auf den Arm nehmen....

Aber letztlich war sie ja doch kein Maniac, die danach aus war. Kanami/Akane wurden mir dann doch auch viel zu wenig charakterisiert, als das ihr Motiv oder ihre echte Identität nicht total blass dasteht. So wirklich Eindruck verblieb da jetzt nicht...






Band 2.

Erst hatte ich ja wegen Zerozaki noch voll die Medaka Box-like Bilder im Kopf. Über kurz oder lang landete ich aber irgendwie total bei einer Kara no Kyoukai Stimmung. ôo

Spoiler

"Ich" hat mich dann ja doch irgendwie gewaltig an eine männliche (nicht ganz so sehr Material Arts bewanderte) Version von Ryougi Shiki erinnert.
Und Tomo ist passenderweise die, die hier und da Infos liefert, dem sündhaften nicht so recht normalen Typ alles verzeihen würde und beiden haben sich lieb. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Doch ja. Ziemlich.

Der Anfang wollte mir ja irgendwie gar nicht gefallen. Mikoko ging mir auf die Nerven und die anderen zwei haben erst mal gar keinen Eindruck hinterlassen. Aikawa Jun hat zwar einen Femme Fatale Bonus, aber irgendwie ist sie mir doch bisschen zu schräg.

Die Auflösung fand ich jetzt nicht so überraschend. Es wurde schon die ganze Zeit von neid geredet und dann wurde mehrfach angedeutet und gesagt, dass Mikoko verknallt in ihn war und dass aus dieser psychischen Krankheit ein Mord herauswächst hat mich jetzt gar nicht gewundert. Nur finde ich immer noch Tomoe war zu blass, ehe sie das zeitliche segnete, von Muimi ebenso, da gab es eigentlich nur den Satz, dass sie ihn umbringen würde, würde er Mikoko etwas tun, da fand ich diese Yandere Einlage doch ein bisschen extrem und Akiharu hat erst irgendwie einen Eindruck geschindet mit seinem letzten Satz vor seinem Abgang. Dieser ganze Side Cast war irgendwie ziemlich langweilig. =\ Zugegeben, er war ein bisschen interessanter als die vom ersten Band.

Zerozaki und diese Psychpath-Charakterisierung von ihm und "Ich", hat mich dann schon derbst an Kara no Kyoukai erinnert. Da wird ja auch gerne so bisschen rum philosophiert (allerdings noch "pseudo-intellektueller" im Sinne von fast "Wannabe-Wissenschaftlich-Philosophisch-Metaphysisch" oder so), nur dass sie KnK total ernst nimmt und hier alle paar duzend Seiten gesagt wird, alles ist Blödsinn.
...
Da ich aber Shiki bei KnK am interessantesten fand finde ich den Schlenker jetzt nicht mal so übel. XD


Was ich sonst auch lustig fand, irgendwie hab ich mich auch an das Mouryo-Konzeot aus Mouryo no Hako erinnert und hier eigentlich auch irgendwie gut passt:
Der "Mouryo" von Tomo wäre dann wohl "Ich" und dass sie sich in ihn verliebt hat. Das macht sie komisch, lässt sich zu einer sonst eher "unormalen" Tat in einem gescheiterten Versuch zu einer Normalität zurückzukehren, hinreißen, "Ich" kommt und treibt ihn ihr eigentlich quasi aus, aber mit den Konsequenzen nicht recht fertig wird. Der "Mouryo" pflanzt sich dann auch noch fort zu Ategawa und der wird wieder von "Ich" ausgetrieben und sie wird mit dem Ergebnis auch nicht fertig.
So gesehen ist "Ich" schon geradezu ein dämonenhafter Unglückbringer gewesen, der ihrer aller Leben auf den Kopf gestellt hat, wie Muimi ihm auch vorgeworfen hat.


Trotzdem, ich kaufe dieser Geschichte nicht ab, dass man sich selbst mit einem Band oder so erwürgen können soll. Im Biounterricht hatte man uns eingetrichtert, das funktioniert nicht, weil man den Griff loslässt, wenn man vor dem Tod ohnmächtig wird. =\

[/quote]


Über die Übersetzung schüttelte ich dann aber schon wieder den Kopf. "Zerozaki Ichizoku"? For real? :facepalm:


Zitat von Kracks

Zitat von Luna

Pseudo-Intellektuell: Man haut die ganze Zeit lauter solcher... wie soll man sagen... starker "zitatwürdiger" Sätze raus, um aufzufallen.

Makishima aus Psycho-Pass *hust* "blabla 1984 blabla" *hust* :rofl2: Ja, ich hab so meine Probleme mit der Serie. >.> GitS ist so viel besser. Aber egal.^^

Makishima ist ein Bishie, das lenkt ab. Genauso wie das bei Bakemono ablenkt das Hitagi und der Rest "heiße Bräute" sind. XD




(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)
18.02.2013 17:31
Lord Mt. Gomery




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Zitat von Discord

Ja, das ist auch immer mein Problem an Krimis. Deshalb interessiert mich hier halt wirklich das ganze Nonsense-Geblubber mehr. Die Auflösung ist schon cool, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass das auch alles hätte ganz anders ausgelegt werden können.
Man bekommt ja das Gefühl, dass fast alle hier schlechte Erfahrungen mit Krimis gemacht haben, jedenfalls kann ich diese Abneigung gegen das Genre eher schlecht nachvollziehen. oô Ein guter Whodunnit zeichnet sich schließlich dadurch aus, ein sorgsam konstruiertes Rätsel zu bieten, dessen Auflösung dem aufmerksamen Leser noch vor der finalen Fall-Erörterung durch den Detektiv der Geschichte möglich sein sollte. Und persönlich hatte ich nicht den Eindruck, dass man dem 1. Buch vorwerfen könnte, dem Leser keine sportliche Chance zu geben, den Fall zu ergründen.
Freilich muss man auf das Konzept an sich jetzt nicht viel geben bzw. nicht allein davon automatisch unterhalten werden. Eine clevere Denksportaufgabe allein macht nicht unbedingt einen guten Roman, aber sie lässt sich sicherlich ohne Weiteres zu einem guten Roman verarbeiten.
Wenn ich eine Kritik nachvollziehen kann, dann eher Kracks' Unzufriedenheit darüber, dass der Krimi einfach zu gewöhnlich gewesen sei. Ich gehöre nun zwar nicht zu denen, die von Morden auf abgelegenen Inseln wegen Umineko übersättigt wären. (Schließlich habe ich nur den Anime geschaut und das ist auch schon wieder ein paar Jahre her.) Da ich jedoch schon den ein oder anderen Krimi gelesen (und früher häufig „Mord ist ihr Hobby“ auf SuperRTL geschaut :D ) habe, würde ich es nun im Vergleich auch nicht herausragend ausgetüftelt nennen. Solide eben. Aber solide ist wohl nicht genug, um bei „Krimi-Verächtern“ groß Eindruck zu schinden und Nisio hätte man wohl an und für sich eine etwas unorthodexere Herangehensweise zugetraut (wo er ja mit Leuten wie Maki eigentlich auch Elemente angedacht hat, mit denen sich sehr außergewöhnliche Pfade hätten beschreiten lassen können), aber was soll’s. Mir zumindest hat es ja trotzdem noch gut genug gefallen, auch wenn es (gemessen am 1. Band) vielleicht nicht Nisios Forte ist, mit der Konstruktion von Mordrätseln zu begeistern.

Zitat von Luna

Suffixe-Kram mal sogar shcon ignoriert, aber was soll denn sowas wie "sankyuu" denn bitte. :suspekt:
Haha, ja, das ist mir dann auch mal dezidiert negativ aufgefallen. Dass die japanischen Namenskonventionen 1:1 übernommen wurden, damit hatte ich keine Probleme. Durch Fansub-Konsum bin ich es ja eh gewohnt, immer hören zu können, wie genau die Charaktere sich nun ansprechen (ob mit Vor- oder Nachname, ob mit -san, -kun, -sama hinten dran oder weiß der Fuchs) und fand es dadurch offen gestanden sogar recht angenehm, dass diese Information nicht verloren gegangen ist.
Aber dass man eiskalt einfach ein engrishes „Sankyuu“ übernimmt, ist wirklich mal übers Ziel hinaus geschossen. (Wenn man gerne transportieren möchte, dass sie ein anderes als das in ihrer Sprache gewöhnliche „Danke“ nutzt, setzt man doch „Merci“ oder „Gracias“ oder ein passendes Äquivalent ein und nicht sowas!) Gibt aber natürlich auch interessanten Aufschluss darüber, was für Wünsche und Erwartungshaltungen die Leute von Del Rey bei ihrer Zielgruppe angenommen zu haben scheinen. :ugly:

Zitat von Luna

Werter Erzähler hat auch die fadenscheinigsten Ausflüchte, wie man sie selten sieht. Für seine Prüfung Chinesisch, Russisch und Englisch gelernt und kann mittlerweile kein Englisch? Huh?
Na, zumindest wurde die aberwitzige Vergesslichkeit des Erzählers ja konsequent durchgezogen:

Spoiler: "1. Buch"

Kaum dass er von der Insel runter ist, will ihm schon kaum noch einfallen, wer denn diese Iria gewesen sein soll, und von einem Aikawa will er zunächst auch nie etwas gehört haben.
Und im 2. Buch wird man ja direkt im ersten Kapitel qua Mikoko und Kumpanen daran erinnert, wie es um sein Gedächtnis bestellt ist. Mitunter natürlich eine ziemlich außergewöhnliche Eigenheit seines Charakters. (Und ich will verflucht sein, wenn das nicht in irgendeinem Band noch ausgenutzt wird, um dem Leser kritische Informationen vorzuenthalten, die der Erzähler schon wieder verdrängt hat, oder aber dem Leser falsche Informationen zuzuschustern, an deren Unwahrheit sich der Erzähler nicht mehr erinnern konnte, so dass sich dann ein Fall am Ende ganz auf den Kopf stellen lässt!)


Damit dann aber auch endlich zum 2. Buch, nachdem ich mich ja extra erst einmal zurück gehalten habe. (Abschlussbeitrag über mir wird folglich erst einmal gekonnt ignoriert.)

Spoiler: "The Age of the Clairvoyant Man (2) | Seite 101"

Zitat von Luna

Band 2 hat in dem Sinn die Nase vorn. Wer es ist wird schon in der Dramatis Personae Seite "gespoilt". XD
Ich war auch nicht schlecht erstaunt, als ich das Buch aufschlug und dann direkt im Personenverzeichnis an erster Stelle den Mörder gekennzeichnet sah. :D
Wobei es mit Auftreten des Mordfalls dann aber doch nicht wirklich klar scheint, ob denn wirklich Zerozaki der Mörder ist, der hier gesucht ist, i.e. der Mörder der armen Tomo-chan. Oder genauer gesagt: Es wirkt (durch den abweichenden Modus Operandi) eher so, als wäre da ein anderer, zweiter Mörder im Spiel.

An Munakata musste ich bei Zerozaki übrigens überhaupt nicht denken. Wenn man mal davon absieht, dass die beiden Kerle Mordlust als Leitmotiv haben, dann haben die beiden ja auch eigentlich nichts gemeinsam. Besonders schwerwiegender Unterschied: Munakata lächelt nie. ;)

Ansonsten will mir an diesem Punkt schon gar nicht viel mehr zu sagen einfallen. Die ersten beiden Kapitel haben ja effektiv erst nur einmal das grundlegende Setting und die Akteure eingeführt und eben eine Menge an innerem Monolog und Dialogen geboten, die wohl unter das fallen, was Luna gerne als „Nonsense-Geblubber“ bezeichnet. Und wenn Ikkun bspw. darüber sinniert, dass man eine Vespa gefälligst nicht als Scooter bezeichnen solle, dann ist das wohl nicht der größte Aufhänger für Diskussionen, auch wenn solche eigenwilligen Einschübe amüsant zu lesen sind und dazu beitragen, den Charakteren das nötige Leben einzuhauchen. Na, jedenfalls ist halt erst mit dem Auftritt der beiden Polizei-Ermittler die Handlung nun richtig ins Rollen gekommen und ich bin mal gespannt, welche Formen der Fall dieses Mal annimmt.
Die Charakter-Riege kommt mir dieses Mal übrigens tatsächlich schon etwas profilierter und interessanter vor – zumindest wurde dieses Mal etwa bereits geschafft, bei mir ein größeres Interesse am Opfer und den Umständen seiner Ermordung hervorzurufen als es auf der Insel der Fall war.

Zitat von Luna

Mikoko nervt nun eigentlich eher nur
War ja irgendwie klar, dass direkt wieder Hass auf sie geschoben wird, nur weil sie lieb und genki ist. :/ Ich mag sie. Und irgendwie finde ich ja ihre absurden, nichtssagenden Analogien, die sie ständig raushaut, recht lustig.
Und es ist nicht nur mein Eindruck, dass sie sich an Ikkun ranzuschmeißen versucht, während der auf begriffsstutzig schaltet, oder?



Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 20.02.2013 20:28.

20.02.2013 18:21
Discord




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So, ich will mich auch mal wieder melden. Hab schon ein ganzes Stück in Band 2 reingelesen und bin jetzt bei Seite 130, also am Anfang von Kapitel 4: Red Violence.

Bisher gefällt mir der zweite Band viel besser, was wohl daran liegt, dass der Hauptcharakter endlich mehr Gesicht bekommt. Bei Band 1 war er noch der typische gesichtslose Platzhalter für die Fantasien des Lesers, aber hier erfährt man schon viel mehr über sein denken. Und ich muss sagen: Er ist mir gleich viel unsympathischer. :D Das ist jetzt erst mal nicht zwingend negativ, denn ich finde die Geschichte trotzdem (oder gerade deshalb?) weiterhin gut. Aber was der die ganze Zeit für einen Mist erzählt… Wobei:

Spoiler

…beim jüngsten Gespräch zwischen Protagonist und Mörder sie ja glaube beide zugegeben haben, dass sie nur Mist erzählen. All diese Metaphern und Erklärungsversuche, nur um später alles als Unfug zu bezeichnen und über den Haufen zu werfen. Kommt mir schon ein wenig so vor, als wäre sich Nisio durchaus darüber im klaren, dass er hier lediglich den Anschein von Pseudo-Intellektualität vermittelt, wie Luna bereits an anderer Stelle meinte meinte. Nicht, dass das für mich einen Unterschied machen würde. :D


Zitat von Lord Mt. Gomery

Man bekommt ja das Gefühl, dass fast alle hier schlechte Erfahrungen mit Krimis gemacht haben, jedenfalls kann ich diese Abneigung gegen das Genre eher schlecht nachvollziehen.
Öhm, ich habe keine schlechte Erfahrung mit Krimis gemacht. Ich wurde öfter gut von ihnen unterhalten. Aber das war es auch schon. Das Genre an sich begeistert mich einfach nicht sonderlich und ich ziehe Geschichten anderer Ausrichtung vor. Von daher stören mich schlecht ausgetüftelte Mordfälle nicht sonderlich, sind sie aber gut ausgetüftelt begeistert es mich auch nicht übermäßig. Wie gesagt sind mir andere Aspekte wichtiger.

Zitat von Lord Mt. Gomery

(Und ich will verflucht sein, wenn das nicht in irgendeinem Band noch ausgenutzt wird, um dem Leser kritische Informationen vorzuenthalten, die der Erzähler schon wieder verdrängt hat, oder aber dem Leser falsche Informationen zuzuschustern, an deren Unwahrheit sich der Erzähler nicht mehr erinnern konnte, so dass sich dann ein Fall am Ende ganz auf den Kopf stellen lässt!)

Spoiler: "Band 2, Kapitel 3"

Das war auch meine erste Befürchtung. Ich warte nur darauf, dass Mikoko (die ich i.Ü. auch mag) am Ende als fanatische Yandere enttarnt wird, die den Protagonisten über Wochen gestalkt hat. Na ja, oder eben irgendwas anderes, was nicht mit ihr stimmt, denn ich vermute einfach mal, dass sie nicht einfach nur ein fröhliches und offenes Girlie ist.


Leider kann ich noch nicht so viel schreiben, da es bisher außer Sinnlosigkeiten nichts auszutauschen gab. Freue mich schon, wenn hoffentlich in den nächsten Kapiteln auf die anderen Charaktere eingegangen wird.
22.02.2013 15:59
Luna




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Ab geht es zur Fanübersetzung, ich vermisse irgendwie doch leidlich die Seitenzahlen wie so üblich bei e-texts, aber dafür kann man es ja praktisch überall lesen auf dem Handy. (Dass ich dabei "entschleunigen" soll kommt mir aber gar nicht sonderlich gelegen. X__X)

Spoiler: "Band 3, Mitte Kapitel 2-2 etwa"

Ich hatte ja erst eine Kara no Kyoukai Stimmung und was passiert dann? Infiltrieren einer Mädchenschule. :ugly: Irgendwie hat sich Kostüm und Schule an sich zu 75% total mit Film 6 von KnK vermischelt, aber das hat sich dann doch ziemlich schnell wieder gelegt.

Aikawa scheint ja sonst auch langsam Protagonisten Status zu haben, so wie sie bislang in jedem Band vorkommt und diesmal ihn schlicht richtig ausknockt (oO"), in Mädchenklamotten steckt (ôo) und mal zu einem Auftrag losschickt. Aikawa würd ich glaube ich doch mal gerne animiert sehen. Müsste doch eine totale badass-Femme Fatale sein. XD

Die Schule selbst will mir aber nicht so recht gefallen. Einmal... warum schon wieder ein Schulsetting... (Als ob es nicht schon seltsam genug gelesen hat, dass die Uni in den ersten 2 Bänden dauernd als Schule bezeichnet wurde). Auch wenn die Schule ziemlich seltsam ist. Aber wenn kümmert das, wie haben einen Haufen höherer Töchter, die allesamt hoffentlich ein gutes Stück Eleganz mitbringen und Madam Klassensprecherin (?) hat direkt auch was drauf. Yay.
(Band-Protagonistin, die immer "Meister" daher sagt, hingegen finde ich ja doch schon wieder hinreichend weniger interessant.)


Zitat von Lord Mt. Gomery

Gibt aber natürlich auch interessanten Aufschluss darüber, was für Wünsche und Erwartungshaltungen die Leute von Del Rey bei ihrer Zielgruppe angenommen zu haben scheinen. :ugly:

Del Rey war eigentlich der mit dem Annotationen und TL Notes Seiten Overkill. Zumindest in den Serie die ich von denen gelesen habe (Tsubasa Reservoir Chronicles paar Bände, Mushishi) haben sie Sach erklärt, bei dem ich mich teilweise gefragt habe "wen zum Teufel interessiert das eigentlich?" (Bei tsubada haben sie einen Abschnitt lang erklärt warum sie ein pseudo-lateinisch klingendes Land so roanisiert haben, wie sie es romanisiert haben...) Eigentlich war ich ja doch schon wieder überrascht, dass so welche Seiten da komplett gefehlt haben.

Band 3 tut aber in der Übersetzung die Tradition relativ fortsetzen. Oder ist "oujou" mittlerweile auch noch so bekannt wie die ganzen Suffixe? :ugly:
Auch wenn ich es schon verstehen kann, dass "oujou" halt doch kürzer ist als "high society lady" oder so. Ein bisschen Bequemlichkeit sei dem Menschen wohl einfach erlaubt.

Schweigen ist unangenehm, aber...

Spoiler: "Band2"

Zitat von Lord Mt. Gomery

Zitat von Luna

Mikoko nervt nun eigentlich eher nur
War ja irgendwie klar, dass direkt wieder Hass auf sie geschoben wird, nur weil sie lieb und genki ist. :/ Ich mag sie. Und irgendwie finde ich ja ihre absurden, nichtssagenden Analogien, die sie ständig raushaut, recht lustig.
Und es ist nicht nur mein Eindruck, dass sie sich an Ikkun ranzuschmeißen versucht, während der auf begriffsstutzig schaltet, oder?

Das ist doch imo von Anfang an reichlich offensichtlich und ich glaub dmait hast du auch den Grund, warum sie mich nervte. haha. ORZ
Ich hatte eigentlich von Anfang and den Eindruck, dass "Ich" sie gar nicht vergessen hat, sondern wirklich davor nicht getroffen hat. Nicht dass das jetzt sein Gedächtnis besser macht, aber es war schon merkwürdig, wie sie sich einfach zu ihm setzt und anquasselt.

btw. geht das nur mir so, oder hat sie eine gewisse Ähnlichkeit in ihrer Art mit Chiyuri aus Accel World? Zumindest in meinem Hirn hat sie immer mit der gleichen Stimme gequassel. :ugly:

Zitat von Discord

All diese Metaphern und Erklärungsversuche, nur um später alles als Unfug zu bezeichnen und über den Haufen zu werfen. Kommt mir schon ein wenig so vor, als wäre sich Nisio durchaus darüber im klaren, dass er hier lediglich den Anschein von Pseudo-Intellektualität vermittelt, wie Luna bereits an anderer Stelle meinte meinte. Nicht, dass das für mich einen Unterschied machen würde. :D

Damit ist er mindestens ehrlich und verpackt das auch noch als Stilmittel. Damit hat der imo schon einmal gegenüber so etwas wie Kara no Kyoukai eine ganze Nasenlänge vor.

Ansonsten ist mir bei mancherlei Aussagen irgendwo so nach einem :pfeif: zumute gerade. :pfeif:





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22.02.2013 16:27
Lord Mt. Gomery




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Ja, hier ist nun bereits (bzw. „bereits“) der Abschlussbeitrag für den 2. Band. Irgendwie bin ich die Tage nicht so recht zum Schreiben gekommen, habe aber unvermindert weiter gelesen und da war der Roman dann auch schon wieder rum. Ist als Light Novel eben nicht übermäßig lang und ist auch schön flüssig von der Hand gegangen, trotz des Umstandes, dass er ja einige ausgedehnte Ausführungen und Dialoge mit sich bringt, deren erzählerischer Nutzen leicht sehr zweifelhaft erscheinen dürfte, ziemlich Nisio-typisch. (Aber dazu kommt weiter unten eine eigene Textwand.) Auf der anderen Seite hat der Roman dann ja doch mit fortschreitender Seitenzahl und sich teils überschlagenden Ereignissen durchaus zunehmend an Fahrt aufgenommen und mich damit dann mitgezogen. Jedenfalls habe ich das letzte Drittel wohl am zügigsten runtergelesen.
An dieser Stelle kann ich mich auch dem, was der allgemeine Konsens zu sein scheint, nur anschließen, sprich: Dass das zweite Buch gegenüber dem ersten wirklich einen ordentlich Satz nach vorne gemacht hat. :) Denn nicht nur ein sorgsam konstruierter Krimi (wofür zudem neue, bessere, unorthodoxere Tricks aufgefahren worden sind), sondern vor allen Dingen eine sorgsam konstruierte Tragödie wurde hier ja in letzter Konsequenz geboten und die Art und Weise, wie diese beiden Hauptaspekte miteinander verwoben worden sind, hatte es wirklich in sich.

Und damit mal genug um den heißen Brei herum und zum Eingemachten:

Spoiler: "bis zum Ende"

Angefangen mit dem Krimi-Aspekt. Tja, am Ende hat Ikkun einem tatsächlich kritische Informationen vorenthalten, wenn ich auch nicht in der Form, in der ich es mir ausgemalt hätte, sprich: Nicht, weil er irgendwas selber wirklich vergessen hätte, sondern weil er es an den Leser einfach nicht weitergegeben hat und ihn (den Leser – also mich) ganz direkt in die Irre geführt, teilweise frech angelogen hat. Ein unzuverlässiger Erzähler par excellence. Das hat dann ja auch einige schöne, überraschende Wendungen überhaupt möglich gemacht und einige wirklich herrlich ausgefallene Züge angenommen. Wenn ich allein an die Enthüllung denke, dass Ikkun die Evidenz aus Mikokos Wohnung gegessen hat und das der wahre Grund für seine Übelkeit war. :D Ich bezweifle, dass ich da je drauf gekommen wäre.
Den ein oder anderen richtigen Instinkt hatte ich aber zumindest doch noch, etwa dass Mikoko ein heißer Kandidat dafür war, Tomoe umgebracht zu haben. Nagut, was heißt Instinkt – beim finalen Gespräch zwischen ihr und ihrem Ikkun konnte man es zwischen den Zeilen im Grunde sehr klar herauslesen. Genauso wie Mikoko’s eigener Tod sich in dem Abschnitt überdeutlich abzeichnete und die Stimmung (zumindest rückblickend) eigentlich auch dahinging, dass sie wohl im Begriff war, sich selbst zu richten. Diesbezüglich habe ich mich dann allerdings wie bei vielen anderen Punkten der Geschichte doch wieder an der Nase herumführen lassen.

Zitat von Luna

Trotzdem, ich kaufe dieser Geschichte nicht ab, dass man sich selbst mit einem Band oder so erwürgen können soll. Im Biounterricht hatte man uns eingetrichtert, das funktioniert nicht, weil man den Griff loslässt, wenn man vor dem Tod ohnmächtig wird. =\
Hehe, in der Tat ist das auch der Grund, warum ich einen Selbstmord Mikokos nicht so recht in Betracht gezogen habe. Als einem hinterher erklärt worden ist, sie habe sich leidvoll selbst erdrosselt, habe ich auch ziemlich skeptisch dreingeblickt. Kurze Google-Recherche (die einen u.a. zu einem Online-Auszug aus dem „Handbuch Gerichtliche Medizin, Band 1“ führt) ergibt allerdings, dass Selbsterdrosselung in der Tat möglich sein, wenn auch ausgesprochen selten vorkommen soll. Die Eigenarten (starke Aufdunsung; besonders große Agonie für das Opfer) stimmen auch mit dem überein, was im Roman Erwähnung findet, Nisio hat seine Recherche also offenbar redlich betrieben.

Und damit zum Tragödien-Aspekt:
Mikoko-chaaaaan :(
Wobei sie mir eigentlich alle leidtun. Alle außer dem Erzähler, muss das heißen. Wie es sich mit dem verhält, wurde ja schon sehr schön ausgedrückt:

Zitat von Luna

So gesehen ist "Ich" schon geradezu ein dämonenhafter Unglückbringer gewesen, der ihrer aller Leben auf den Kopf gestellt hat, wie Muimi ihm auch vorgeworfen hat.
Das zweite Buch hat den Knaben wirklich in ein ausgenommen düsteres Licht getaucht. In Gang gesetzt hat er die ganze Tragödie zwar immerhin nicht absichtsvoll, aber letztlich hat er den Freundeskreis ja effektiv völlig gleichgültig restlos zerstört: Mikoko in den Selbstmord getrieben, Muimi in den Irrsinn und obendrauf noch manipuliert, Akiharus Ermordung billigend in Kauf genommen. Ein Soziopath sondergleichen. Der armen Muimi hätte ich glatt gegönnt, wenn sie den Quell allen Übels doch noch abgestochen hätte, so dass sich der Kreis schließen möge. Sogar Aikawa ließ ihn ja wissen, dass seine (Un-)Taten ein gefundenes Fressen für die Polzei wären. Und als kleine Bonus-Grausamkeit obendrauf, stehen die Chancen gut, dass er all das Leid, dessen Dreh- und Angelpunkt er war, schon bald wieder vergessen haben wird, weil ihm die vier Leute ja im Grunde völlig egal waren.
Er hat es selber die ganze Zeit über gepredigt, andere werfen es ihm gerne vor und am Ende war es tatsächlich so, wie sie alle gesagt haben: Ikkun ist eine verkommene und kaputte Existenz und mitunter den Mördern der Welt ähnlicher als sonstwem. (Die genauen Hintergründe, auf die er fortwährend anspielt ohne sie auszusprechen, würden mich aber doch mal interessieren, aber die sind wahrscheinlich noch einige Bände - und damit einige Jahre... - außer Reichweite.)

Einen ganz schön bitteren Nachgeschmack hinterlässt die Geschichte.

Spoiler: "bis Seite 130 | Nonsense?"

Zitat von Discord

…beim jüngsten Gespräch zwischen Protagonist und Mörder sie ja glaube beide zugegeben haben, dass sie nur Mist erzählen. All diese Metaphern und Erklärungsversuche, nur um später alles als Unfug zu bezeichnen und über den Haufen zu werfen.
Ich für meinen Teil würde ja nicht einmal alles, was bei deren Austausch so rumgekommen ist, als sinnlosen Unfug verwerfen. Ein paar interessante Ausführungen sind dabei schon mit abgefallen, speziell als Zerozaki zu erklären versucht hat, warum er eigentlich mordet. Dabei wurde zwar ein ziemlich abstraktes und seltsames Konzept präsentiert, aber es kam mir doch wie ein sehr definierender Moment seines Charakters vor. Überhaupt scheint mir das auf einige Figuren aus Nisios Feder zuzutreffen: Dass sie stark auf abstrakten Konzepten fußen, welche dann zu der einen oder anderen Konklusion geführt werden. Kumagawa wäre etwa eine Gestalt, an der man meines Erachtens deutlich spüren kann, dass ihm ein sehr eigentümliches, abstraktes Konzept von Versagen, Schlechtigkeit und Ruin (für sich wie andere) zugrunde liegt, das dann mitunter ebenso eigentümliche Auswüchse gezeitigt hat.
Im Falle von Zerozaki wiederum, um den es hier geht und um bei diesem Beispiel zu bleiben, wäre es eben das Konzept, dass man auf eine bestimmte Bahn geraten kann, aus der man dann nicht mehr heraus kommt – nur dass es hier eben von allen konkreten Begleitumständen befreit und mithin völlig abstrahiert wurde: Zerozaki kann selber nicht sagen,wann und warum genau er auf die Bahn eines Mörders geraten ist, es ist einfach so.
Aber so lebensfern diese ganzen Gedankengäne gewöhnlich sein mögen (Ich denke nicht, dass es irgendeinen Mörder auf der Welt gibt, der solche abstrakten Gründe für sein Handeln wie ein Zerozaki nennen oder haben würde), irgendwie ist dennoch interessant zu sehen, wie solche Konzepte von Nisio aufgezogen werden und was so alles mit ihnen angestellt wird.
Auf der anderen Seite verwundert es mich natürlich nicht, dass das dann als pseudo-intelektuell erachtet wird – ist es letzten Endes ja eigentlich auch. Denn sehr viele der Überlegungen, die Nisio seinen Figuren in „Zaregoto“ mit auf den Weg gibt – und seien es existenzielle Grübeleien –, kann man schwerlich als eine ernste Auseinandersetzung mit tiefgreifenden Fragen bezeichnen. Sondern es sind meist viel mehr spielerische Auseinandersetzungen mit Ideen und Konzepten, die Nisio aus weiß-der-Geier welchen Gründen reizvoll fand. Aber trotzdem machen sie doch eine Menge der Charakterdynamik aus, egal wie oft der Erzähler alles damit abkanzelt, dass es doch nur Unsinn sei. Zumindest ist das meine These dafür, warum ich all der Dialoge und Ausführungen im 2. „Zaregoto“-Buch nicht müde geworden bin. :D (Zumal ich denke, dass es sehr wohl negativ auffällt, wenn Dialoge und Ausführungen wirklich nur noch völlig bedeutungsloses Geschwätz sind. So ein Gefühl hatte ich nämlich im „Nisemonogatari“-Anime das ein oder andere mal: Dass der Bogen überspannt und der erzählerische Zweck zu sehr aus den Augen verloren wurde.)

Hm, irgendwie ein komisches Gefühl, über die „Nonsense“-Gespräche auf so einer Meta-Ebene zu schwätzen, aber das ist eben der Nachteil an ihnen: Die konkreten Gesprächsgegenstände werden ja schon von den Charakteren ausdiskutiert, da bietet sich kaum einmal für die Leser an, sie noch groß direkt zu thematisieren.

Naja, so viel nur von meinen Gedanken dazu. Letztlich ist es ja doch alles nur Unsinn. ;)

Fazit hatte ich ansonsten ja bereits vorweggeschickt. Ein schön vertrackter Roman mit wonnevoll verdreht-tragischer Geschichte. Dagegen sieht das 1. Buch rückblickend wirklich verdammt alt aus. Die Anschaffung war ihr Geld wert.

Um schließlich den Werkvergleich noch einmal kurz aufzugreifen:

Zitat von Kracks

Wenn man genauer hinsieht gibt es eigentlich ganz schön viele Parallelen in den Arbeiten von Nisio. […] Nur hab ich echt keine Ahnung was er damit bezwecken will. oO
Die simpelste Erklärung dürfte fraglos sein, dass Nisio mancherlei Idee einfach auch mal wiederverwertet. :D Zumindest kommt mir der Verdacht insofern, weil ich doch das eine oder andere Mal speziell an „Medaka Box“ denken musste (i.e.: Ikkuns Betrachtungen darüber, ob er ein Haupt-, oder Nebencharakter oder noch mal etwas anderes sei; Sein „halbgares“ Naturell, das sich neuerdings in Nienami wiederzufinden scheint; Und entgegen meiner ersten Anwort auf Luna, gab es dann doch eine Stelle, an der Zerozaki bzw. seine Beschreibung durch Ikkun mich durchaus an Munakata erinnerte) und es mich gerade bei so einer im WSJ laufenden Endlosserie, wo allwöchentlich ein neues Kapitel rausgehauen werden muss, halt gar nicht verwundern würde, wenn die Versuchung groß wäre, alte Ideen und Konzepte von anderswo noch einmal neu aufzuwärmen. Wobei „wiederverwerten“ und „neu aufwärmen“ eigentlich nicht die richtigen Begriffe sind, eher ist es wohl ein „Wieder aufgreifen“, bei dem eine ältere Idee dann in eine neue Richtung gelenkt wird. Denn identisch sind die jeweiligen Versatzstücke in ihrer Verwendung dann ja auch wieder nicht. Parallelen zwischen den einzelnen Werken drängen sich aber nichtsdestoweniger in der Tat sehr häufig auf.

Zitat von Luna

Del Rey war eigentlich der mit dem Annotationen und TL Notes Seiten Overkill. Zumindest in den Serie die ich von denen gelesen habe […], haben sie Sachen erklärt, bei dem ich mich teilweise gefragt habe "wen zum Teufel interessiert das eigentlich?"
Hm, teilweise hätte ich einen Anmerkungsapparat bei „Zaregoto“ doch sehr angenehm gefunden, wenn da wieder mit literarischen Referenzen um sich geworfen wurde, die nur Japanern geläufig sind, aber in unseren Breitengraden keine Sau kennt (mich eingeschlossen). oô Gut, prinzipiell hätte ich selber Google und die Wiki bemühen können, aber der Vorteil so einer Druckausgabe ist ja eigentlich, dass ich sie gemütlich auch außer Reichweite eines Computers lesen kann. Zum Extra-Nachschlagen auf eigene Faust fehlte mir dann entsprechend auch die Lust.


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 25.02.2013 23:00.

25.02.2013 12:16
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So, habe Band 2 nun auch durch. Und auch ich kann mich der allgemeinen Meinung anschließen, dass er besser als der erste Band war.

Wobei ich nicht so viel Geisteskraft in den Kriminalfall gesteckt habe. Sicher hätte man sich hier viel herleiten können und viele hier waren ja auch auf der richtigen Spur, aber irgendwie hatte ich gar keine Motivation selbst darüber nachzudenken. Glaube das ist auch der Grund, warum mir Krimis nicht so zusagen. :D Dafür war die Aufklärung am Ende umso überraschender für mich.

Spoiler: "Ende Band 2"

Dass es nun wirklich Mikoko war, hätte man sich natürlich denken können, aber da sie als ein so fröhliches und vor allem offenes Mädel charakterisiert wurde, konnte ich mir nicht richtig vorstellen, dass sie zur Mörderin wird. Vor allem aus so einem bescheuerten Grund… Da kann ich nur Zerozaki zustimmen: Das ist kein Meisterwerk, das ist wirklich nur Unfug.

Dennoch witzig, dass ich mit meiner nicht ganz ernst gemeinten Yandere-Unterstellung gar nicht so falsch lag. Tja, ändert natürlich nichts daran, dass ich Mikoko immer noch mag, selbst nach der Aufklärung. Fand es wirklich sehr schade um sie und ich habe mich ziemlich geärgert, dass hier wieder ein toller Charakter um die Ecke gebracht wurde. Und fast dachte ich auch, dass es dem Protagonisten genauso geht, weil ihm plötzlich ganz untypisch schlecht wurde und er danach in anhaltende Lethargie gefallen ist. Tja, dabei war er einfach nur ein Arsch. :D

Trotzdem muss ich hier mal Partei für ihn ergreifen:

Zitat von Lord Mt. Gomery

Wobei sie mir eigentlich alle leidtun. Alle außer dem Erzähler, muss das heißen. Wie es sich mit dem verhält, wurde ja schon sehr schön ausgedrückt:

Zitat von Luna

So gesehen ist "Ich" schon geradezu ein dämonenhafter Unglückbringer gewesen, der ihrer aller Leben auf den Kopf gestellt hat, wie Muimi ihm auch vorgeworfen hat.
Das zweite Buch hat den Knaben wirklich in ein ausgenommen düsteres Licht getaucht. In Gang gesetzt hat er die ganze Tragödie zwar immerhin nicht absichtsvoll, aber letztlich hat er den Freundeskreis ja effektiv völlig gleichgültig restlos zerstört: Mikoko in den Selbstmord getrieben, Muimi in den Irrsinn und obendrauf noch manipuliert, Akiharus Ermordung billigend in Kauf genommen. Ein Soziopath sondergleichen.


Ähm, was? Ja, ich mag den Erzähler auch nicht und die vier Freunde waren mir alle lieber (allen voran Mikoko), aber ich sehe das mal ganz anders:

Der Erzähler ist einfach nur ein weinerliches Kind, das sich sonstwas auf seine "Besonderheiten" einbildet. Egal ob man sich für den besten oder den schlechtesten Menschen auf der Welt hält, ich halte das für ziemlich arrogant. Ich habe es eben erst an anderer Stelle (Welcome to the NHK-Anime) von Centaurea gelesen:

Zitat von Centaurea

Man kann sich auch allerhand einbilden, wie kann man so vermessen sein zu behaupten, man brächte allen Unglück?
Ihm mögen zwar einige wichtige Emotionen abgehen, aber dadurch wird er noch nicht zum mystischen Unglücksbringer, egal was er selbst und andere behaupten. Er ist auch nur ein Mensch, wenn auch mit ein paar unsympathischen Eigenheiten. In dem Sinn sind die vier Freunde (bzw. Mikoko und Miumi) viel schlimmere Psychos gewesen. Sie haben zwar einen normaleren Anschein gemacht, waren aber die Protagonisten dieser Tragödie. Da gebe ich dem Erzähler schon Recht, dass es ziemlich jämmerlich ist die Verantwortung auf andere zu schieben. Vor allem wie Miumi ihre Schuld bei Mikoko abladen wollte und versucht hat ihren Irrsinn durch diese Freundschaft zu rechtfertigen hat mich sehr verärgert. Ja, und bei genauerer Betrachtung war die Abschiedsbotschaft von Mikoko auch nicht besser.

Jetzt mal meine Sympathien außen vor gelassen hat der Protagonist nichts falsch gemacht. Er hat einen miesen Charakter, aber das ist keine Sünde.


Außerdem mag ich Aikawa Jun nach diesem Band sogar noch lieber. :) Ganz allgemein fand ich die Dialoge wieder sehr toll. Vor allem die Gespräche zwischen dem Protagonisten und Zerozaki haben mich öfter zum Lachen gebracht. Das macht mir hier wirklich am meisten Spaß.

P.S. Luna, es tut mir Leid, aber ich verstehe regelmäßig nur die Hälfte von dem, was du schreibst. Ich kann diese ganzen Referenzen einfach nicht nachvollziehen. Ich kenne die meisten Serien gar nicht, die du immer anführst. :kater:
26.02.2013 08:48
Lord Mt. Gomery




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Zitat von Discord

Jetzt mal meine Sympathien außen vor gelassen hat der Protagonist nichts falsch gemacht. Er hat einen miesen Charakter, aber das ist keine Sünde.
Das ist aber eine sehr gnadenvolle Auffassung ihm gegenüber, wie ich finde. Nichts falsch gemacht?
• Er hat Tomoes Mörderin gedeckt und absichtsvoll die Polizeiermittlungen in die Irre geführt.
• Danach hat er Mikoko, von der er wusste, dass sie so sehr in ihn verschossen ist, dass sie bei einem kleinen Anflug von Eifersucht bereits für ihn gemordet hat, praktisch ins Gesicht gesagt, dass er sie mehr verachtet als alles andere auf der Welt und sie in die Hölle wünscht. (S. 193: “My voice was so rigid and merciless, it didn’t even sound like me.”) Er sagt später selbst, er habe Mikoko an jenem Tag 3 bzw. 4 Optionen gegeben, von denen Selbstmord eine war – und die wahrscheinlichste für jeden mit ein bisschen Voraussicht, Empathie nicht einmal unbedingt nötig. (Und da soll ihn überrascht haben, dass sie sich umgebracht hat? Als wenn.)
• Nachdem Mikoko sich dann wirklich selbst gerichtet hat, hat er schon wieder absichtsvoll und auf eigene Faust die Polizeiermittlungen in die Irre geführt.
• Ihm war bewusst, dass all das wiederum Muimi zum Verbrechen verleiten könnte. Deswegen hat er sie ja mit einer falschen Idee der Bedeutung von „x/y“ gefüttert, so dass er für den Fall, dass wirklich ein weiterer Mord geschehen würde, sofort wüsste, an wen er sich wenden muss. Aber obwohl er es so klar hat kommen sehen, hat er trotzdem nichts unternommen, den Mord zu verhindern. All sein Handeln bis zu diesem Punkt hat Muimis Überschnappen stattdessen begünstigt.

Und da soll er nichts falsch gemacht haben? Wenn er sich allein beim allerersten Punkt wie ein rechtschaffener Bürger verhalten und Mikoko der Polizei und einer psychiatrischen Klinik überlassen hätte, dann hätte er bis zu 2 Todesfälle verhindern können. Mindestens Akiharus Ermordung wäre völlig vermeidbar gewesen. Es war ihm jedoch halt völlig gleichgültig, was aus diesen Menschen wird.
Wenn er sich da zurückgelehnt und gesagt hätte „Püh, ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen, ich bin nur der passive Beobachter, die Leute haben ihre eigenen Entscheidungen getroffen und ich hatte darauf keinerlei Einfluss“ – wer hätte ihm das bitte abkaufen sollen?
Wie im letzten Beitrag erwähnt, hat Aikawa ja sogar all die Straftaten aufgelistet (“Falsifying information regarding the Emoto case, encouraging Aoii’s suicide, concealment of evidence, withholding information.”), für die er nach geltendem Recht belangt werden könnte. Obwohl unser weltbester Auftragnehmer selbst extrem amoralisch daherkommt, tut sie trotzdem nicht so als wenn man Ii-chan nichts vorwerfen könnte. ;)
Am Ende hatte Muimi-chan einfach recht: Wenn bloß der Erzähler nicht gewesen wäre, dann wäre der Freundeskreis nie so den Bach runtergegangen. Natürlich kann er nichts für den dummen Zufall, dass sich eine latente (bzw. später dann gar nicht mehr latente) Yandere wie Mikoko in ihn verguckt und zu morden angefangen hat. Aber über alles darauffolgende Geschehen hatte der Erzähler sehr große Kontrolle und die hat er in einer Weise ausgeübt, dass alles die schlimmstmögliche Wendung nahm. Da gibt es gar nichts zu beschönigen.

Zitat von Discord

Dennoch witzig, dass ich mit meiner nicht ganz ernst gemeinten Yandere-Unterstellung gar nicht so falsch lag. Tja, ändert natürlich nichts daran, dass ich Mikoko immer noch mag, selbst nach der Aufklärung.
Irgendwie mochte ich sie ja sogar noch mehr nach der Aufklärung. :ugly:

Zitat von Discord

Sicher hätte man sich hier viel herleiten können und viele hier waren ja auch auf der richtigen Spur, aber irgendwie hatte ich gar keine Motivation selbst darüber nachzudenken.
Falls mich das mit einschließen soll, muss ich leider anmerken, dass es eigentlich zu viel gesagt ist, ich sei auf „der richtigen Spur“ gewesen.^^" Schon allein von Mikokos anfänglichem Telephontrick habe mich bspw. völlig übers Ohr hauen lassen und das obwohl wir direkt davor im ersten Band schon eine Situation hatten, wo ein Telephonanruf zur Verschleierung der Tatzeit missbraucht wurde. Asche über mein Haupt.
Allerdings denke ich auch, dass man im 2. Buch dieses Mal überhaupt keine sportliche Chance hatte, den Fall selber zu enträtseln. Wenn ein Erzähler erst so unzuverlässig wie Ii-chan wird und einem teilweise die Fakten richtiggehend verdreht, dann ist einfach nichts mehr zu wollen. Es zwar wohl nicht unmöglich, trotzdem noch auf die richtige Lösung zu kommen, wenn man Genre-gewandt und phantasievoll genug ist, sich den plausibelsten Ereignisablauf selber zu erdenken. Aber dafür muss man eben nicht mehr nur gut kombinieren, sondern auch gut raten können, welche Angaben des Erzählers für bare Münze zu nehmen sind und welche man bezweifeln sollte. Und was er einem verschwiegen haben mag.

Aber es ist nicht so, dass ich mich daran stören würde, nicht dass wir uns missverstehen. :D Dann ist die Geschichte halt kein klassischer Whodunnit nach den Goldenen Regeln eines Van Dine mehr – aber trotzdem ein guter Roman voller Überraschungen.

Zitat von Discord

P.S. Luna, es tut mir Leid, aber ich verstehe regelmäßig nur die Hälfte von dem, was du schreibst. Ich kann diese ganzen Referenzen einfach nicht nachvollziehen.
Hihihi, also falls es dich tröstet, wenigstens den Vergleich mit „Mouryou no Hako“ fand schließlich auch ich sehr, äh, kryptisch formuliert, und dabei kenne ich die Serie ja sogar. :ugly: Unkundige können sich da wohl erst recht nur den Kopf kratzen. Dabei wären gewisse Werkvergleiche vielleicht gar nicht mal völlig uninteressant, wo Nisio doch nachgesagt wird, von gewissen Gütern der Popkultur doch sehr stark und frei heraus beeinflusst zu sein (insbesondere „JoJo’s Bizarre Adventure“ fällt in dem Zusammenhang oft). Aber die passenden Einträge finden sich wohl nicht in Lunas Déjà-vu-Bingo wieder. (Und reines Vergleichen mit X und Y finde ich dann auch wieder nicht übermäßig reizvoll...)


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 27.02.2013 12:53.

27.02.2013 01:41
Kracks




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Band 2

Zitat von Lord Mt. Gomery

An dieser Stelle kann ich mich auch dem, was der allgemeine Konsens zu sein scheint, nur anschließen, sprich: Dass das zweite Buch gegenüber dem ersten wirklich einen ordentlich Satz nach vorne gemacht hat. :) Denn nicht nur ein sorgsam konstruierter Krimi (wofür zudem neue, bessere, unorthodoxere Tricks aufgefahren worden sind), sondern vor allen Dingen eine sorgsam konstruierte Tragödie wurde hier ja in letzter Konsequenz geboten und die Art und Weise, wie diese beiden Hauptaspekte miteinander verwoben worden sind, hatte es wirklich in sich.

Da kann ich nur zustimmen. Den ersten Band hab ich nicht besonders gut leiden können, aber trotzdem habe ich mich doch in Zaregoto verliebt. Alles dank des zweiten Bandes, der beschlossen hat das langweilige Krimi-Gewand in die Tonne zu treten, und einen reichlichen Überschuss an Nonsense geliefert hat.

Ein gutes Beispiel dafür ist folgendes:

Zitat von Lord Mt. Gomery

Ich war auch nicht schlecht erstaunt, als ich das Buch aufschlug und dann direkt im Personenverzeichnis an erster Stelle den Mörder gekennzeichnet sah. :D

Das sind dann so Dinge, wo man Nisio einfach lieben muss. Als Leser eines Krimis steht es meistens ganz oben auf der Tagesordnung den Mörder vor dem Detektiv zu finden. Doch was macht man, wenn man als Leser gleich im Charakterverzeichnis den Mörder präsentiert bekommt? Das geht doch nicht! Aber genau dieser schöne und bizarre Nonsense macht für mich die Serie aus. Zaregoto hat endlich beschlossen seinem Titel gerecht zu werden und unterhalten den Leser mit den unsinnigsten Dingen. Die aber letztendlich doch irgendwie Sinn ergeben...

Ein weiterer Punkt, der mir sehr an diesem Band gefallen hat, war das hier:

Zitat von Luna

Zitat von Discord

Kommt mir schon ein wenig so vor, als wäre sich Nisio durchaus darüber im klaren, dass er hier lediglich den Anschein von Pseudo-Intellektualität vermittelt, wie Luna bereits an anderer Stelle meinte meinte. Nicht, dass das für mich einen Unterschied machen würde. :D

Damit ist er mindestens ehrlich und verpackt das auch noch als Stilmittel. Damit hat der imo schon einmal gegenüber so etwas wie Kara no Kyoukai eine ganze Nasenlänge vor.

Im Jahresrückblick-Thread hab ich das auch schon erwähnt, aber nicht genau angesprochen. Darum finde ich es echt toll, dass diese "Pseudo-Intellektualität" hier nochmal erwähnt worden ist. Ich hätte wohl ganz drauf vergessen. Ich persönlich habe diese wilden Diskussionen um Gott und die Welt geliebt! Die Charaktere haben versucht komplex zu wirken und die Geheimnisse des Universums mit aller Kraft zu ergründen, aber letztendlich war der eine doch nur ein kleiner Student und der andere ein Mörder. Pseudo-Intellektualität war in diesem Fall natürlich das einzige realitätsnahe Resultat. Das schlimme an solchen Diskussionen ist nur, wenn die Autoren selber versuchen eine Botschaft mit den Dialogen ihrer Charaktere zu schicken, als ob es die eigenen Worte des Autors wären. (Siehe Psycho-Pass) Das Grandiose an Zaregoto ist aber, dass die Diskussionen als Unsinn abgestempelt worden sind und keine weitere Botschaft dahintersteckt. Man ist somit als Leser völlig frei sich seine eigene Meinung zu bilden. In dem Fall von Zaregoto hatte ich einfach nur Fun bei den Diskussionen, weil ich mich selber bei diesen pseudointellektuellen Diskussionen erkannt habe. Das fand ich herrlich.^^ Andererseits mag ich aber wie Nisio in seinen Geschichten nie versucht den Leser großartig seine Ansichten aufzuzwingen. Ein gutes Beispiel ist hier das Ende von Nekomonogatari, was gezeigt hat wie ungerecht das Leben doch sein kann. Letztendlich gab es aber keine Botschaft. Es gab nichts. Keine edlen Moralpredigten oder sonst was. Das Leben ist einfach scheiße. Pech gehabt. Jedenfalls hab ich Nekomono so interpretiert. Und ja, ich denke ich bin von Thema abgekommen. Aber egal. Ich mag die Art, wie Nisio seine Geschichten aufbaut. Sie haben einfach keinen Sinn. Oder doch?^^

Zitat von Lord Mt. Gomery

Denn sehr viele der Überlegungen, die Nisio seinen Figuren in „Zaregoto“ mit auf den Weg gibt – und seien es existenzielle Grübeleien –, kann man schwerlich als eine ernste Auseinandersetzung mit tiefgreifenden Fragen bezeichnen. Sondern es sind meist viel mehr spielerische Auseinandersetzungen mit Ideen und Konzepten, die Nisio aus weiß-der-Geier welchen Gründen reizvoll fand.

Also ich denke Niso könnte man mit einem kleinen Kind vergleichen. Er will einfach nur seinen Spaß haben und die böse kalte Welt da draußen interessiert ihn nicht. Bei Zaregoto hat er noch halbwegs auf schlüssige Dialoge geachtet, aber bei Bakemono hat man sehr gut erkannt, dass er wohl einfach nur das schreibt, was ihm gerade durch den Kopf gegangen ist. So als ob es kein Ziel gibt. Der Mann hat einfach Spaß bei seiner Arbeit und das gefällt mir! Wobei er dann doch immer mit seiner sehr tiefgründigen Auflösung überrascht.

Zitat von Lord Mt. Gomery

(Zumal ich denke, dass es sehr wohl negativ auffällt, wenn Dialoge und Ausführungen wirklich nur noch völlig bedeutungsloses Geschwätz sind. So ein Gefühl hatte ich nämlich im „Nisemonogatari“-Anime das ein oder andere mal: Dass der Bogen überspannt und der erzählerische Zweck zu sehr aus den Augen verloren wurde.)

Die Dialoge in der Monogatri-Serie verlieren sich schon sehr oft, aber wage es nicht dieses "bedeutungsloses Geschwätz" als etwas Negatives zu bezeichnen! Waaa! Dieses Geschwätz hat doch so verdammt viel Unterhaltungswert!

Zitat von Lord Mt. Gomery

Die simpelste Erklärung dürfte fraglos sein, dass Nisio mancherlei Idee einfach auch mal wiederverwertet. :D

Das klingt ja schon fast so, als ob du Nisio als faule Sau bezeichnen würdest.^^ Es kommen immer wieder diese Genies in Kombination mit Fehlern vor. Sogar in Band 3 geht es wieder um eine Schule voller Wunderkinder, in der Hime als Fehler heraussticht. Immer wieder kommt dasselbe Thema vor, aber ich wüsste keine Lösung dafür, wohin das ganze führen soll. Vielleicht gibt es auch keine Antwort und Nisio spielt sich mit uns. Soll alles letztendlich nur im Nonsense enden? Oder versucht Nisio selber Perfektion zu erreichen, indem er immer wieder über das Gleiche schreibt? Etwa so wie Van Gogh das mit seinen Sonnenblumen getan hat? Hmmmm...

Zitat von Lord Mt. Gomery

Zitat von Luna

Mikoko nervt nun eigentlich eher nur

War ja irgendwie klar, dass direkt wieder Hass auf sie geschoben wird, nur weil sie lieb und genki ist. :/ Ich mag sie. Und irgendwie finde ich ja ihre absurden, nichtssagenden Analogien, die sie ständig raushaut, recht lustig.

An Analogien kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich mochte sie. Besonders weil sie so unterschiedlich von Ikkun war, hat sie einfach perfekt mit ihm harmoniert. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht mal mehr an die Dialoge erinnern, aber ich mochte auf jeden Fall die Unterhaltungen zwischen den beiden.

Spoiler

Zitat von Lord Mt. Gomery

Ende hat Ikkun einem tatsächlich kritische Informationen vorenthalten, wenn ich auch nicht in der Form, in der ich es mir ausgemalt hätte, sprich: Nicht, weil er irgendwas selber wirklich vergessen hätte, sondern weil er es an den Leser einfach nicht weitergegeben hat

Mein Erinnerungen zu Band 2 sind leider auch nicht mehr die besten, aber Ikkun hat doch immer gesagt, dass er ein Lügner ist oder irre ich mich? Ich bin mir im Moment nicht mehr so sicher, ob ich das jetzt mit einer anderen Serie verwechsle. In Game of Thrones kam das auch vor. Das verwirrt mich.


Zitat von Lord Mt. Gomery

Ikkun ist eine verkommene und kaputte Existenz und mitunter den Mördern der Welt ähnlicher als sonstwem.

Ach, ich liebe den Typ und finde ihn super sympathisch. Ich habe eine Vorliebe für Soziopathen. Besonders wenn sie total niedlich sind:

“Ahh… who cares, you look cute.”
”… no, but.”
“Kyaaa. Ii-tan moe moe!”
”…..”


:rofl2: Und das war meine geschickte Überleitung zu dem nächsten Band~

Band 3



Zitat von Luna

Infiltrieren einer Mädchenschule. :ugly:

Funga! Oder so... Die Story unterscheidet sich dieses Mal doch sehr drastisch vom gewohnten Krimi-Konzept. Stattdessen gibt es dieses Mal eine mehr actiongeladene Handlung. Jedenfalls sieht bisher alles danach aus. Ich habe erst drei Kapitel gelesen und kann deshalb nicht genau vorhersehen, in welche Richtung sich der dritte Band noch entwickeln wird. Aber es könnte interessant werden. Besonders wegen zwei Gründen: Aikawa Jun und natürlich "Ii-tan moe moe". Ich kann dieser Trap einfach nicht widerstehen. :rofl2: Ich habe mich extra im weitem Internet auf die Suche nach Bildmaterial von meiner neuen großen Liebe gemacht und bin überraschend schnell fündig geworden. Ein einfaches "Zaregoto" auf Google hat gereicht und schon habe ich die ersten Schätze auf meiner Festplatte verwahren können.

Spoiler: "3. Band, The Third Act"

Bisher ist eigentlich nicht viel passiert. Jun hat sich einen Spaß erlaubt und Ikkun in ein Kostüm gesteckt. Danach hat sie ihn ohne Vorwissen in eine Festung geschickt, um die liebe nette kleine Prinzessin-chan zu retten. Natürlich sollte Ikkun bald auf Widerstand stoßen und das in Form von einer selbsternannten Strategin, die aber anscheinend doch lieber handgreiflich wird. Wir habe also eine militärische Festung mit außerordentlichem Personal gegen einen kleinen Jungen in einem Rock. Successful Troll is Successful! :rofl2: Ach, für solche Dinge muss man Jun schon lieben.

Das Schauspiel mit Ikkun und Jun am Anfang war schon herrlich. Wie aufopferungsvoll Ikkun der guten Jun seine Hilfe angeboten hat, dafür dass sie ihn vor bösen Ganoven gerettet hat. Wie bittersüß diese Szene doch war. Ich für meinen Teil kaufe Ikkun dieses Verhalten auf jeden Fall keine Spur ab.^^ Für mich hat es so gewirkt, als ob sich beide über die Lüge bewusst waren, aber trotzdem mit dem Schauspiel weitergemacht haben.

Aber gut. Wir haben wieder einen Mord! Nur mit dem Unterschied, dass es sich bei dem Mordschauplatz nicht um eine abgelegene Insel handelt, sondern um ein Schlachtfeld. Darum tut sich mir als Leser doch eine kleine bescheidene Frage auf: WAS ZUR HÖLLE SOLL DAS! Wollen die jetzt Mörder und Detektiv spielen, während sie von diesen "Special Ops"-Truppen angegriffen werden? Was ist das nur für ein abgedrehtes Setting, in das Jun alle reingeritten hat? Wollen die jetzt ernsthaft versuchen diesen Fall zu lösen? Es sollte doch keine Beweise geben. Jun und die anderen haben nur den Körper gefunden. Da ist doch nichts dabei. Will diese Strategie-Tusse diesen Mord jetzt wirklich Jun anhängen? Aber es macht doch keinen Sinn den Leiter der Militärfestung zu töten, nur um jemanden zu vertreiben? Kann es also sein, dass dieser Mord zufällig passiert ist? Vielleicht wird es jetzt Waffenstillstand geben, nur um den Täter zu finden. Ich habe im Moment also echt keine Ahnung ob wir jetzt einen Krimi bekommen oder einen Krieg. Das waren zurzeit jedenfalls mal meine Eindrücke zu Band 3.

Zitat von Luna

Die Schule selbst will mir aber nicht so recht gefallen. Einmal... warum schon wieder ein Schulsetting...

In Zaregoto ist doch sowieso nie eine Schule vorgekommen. Das mit der Uni war doch nur so am Rande dabei. Ich hätte nichts dagegen. Aber es entwickelt sich sowieso gerade etwas anders als gedacht...



28.02.2013 02:27
Lord Mt. Gomery




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So, ich bin dann auch endlich mal dazu gekommen, mit dem dritten Buch fortzufahren. (Wobei womöglich alle anderen jetzt bereits damit durch sind? Falls ja, kann man natürlich nichts machen, ich lade trotzdem mal unbekümmert meinen Zwischenbeitrag ab.) Bin auf dem Stand von Kracks als er sich das letzte Mal hier zu Wort gemeldet hat, also am Ende vom dritten Kapitel angelangt. Aber bevor ich dazu komme, noch ein paar das zweite Buch betreffende bzw. allgemeine Erwiderungen:

Zitat von Kracks

Als Leser eines Krimis steht es meistens ganz oben auf der Tagesordnung den Mörder vor dem Detektiv zu finden. Doch was macht man, wenn man als Leser gleich im Charakterverzeichnis den Mörder präsentiert bekommt? Das geht doch nicht!
Na na, wir wollen es mal nicht übertreiben, das als etwas völlig Unerhörtes hinzustellen. Wir leben schließlich nicht mehr in den 1920ern (und auch damals hatten Leute schon unorthodoxe Einfälle). Wenn man den Namen des Mörders direkt zu Anfang vor die Nase geklatscht bekommen will, braucht man nur eine beliebige Folge „Columbo“ zu schauen. ;) (Der legendäre Inspektor des LAPD – rechts zu sehen, weil ich auch Bildchen in den Beitrag stellen wollte – wurde sogar im ersten Buch schon einmal im Vorbeigehen erwähnt.)
Das 2. Buch war jetzt natürlich auch kein „Howcatch'em“ im Columbo-Stil, aber es soll nur gesagt sein, dass man nicht so übermütig werden sollte, zu denken, das Krimi/Mystery-Genre sei total verkrustet und Nisio wäre jetzt der Erste, der sich mal was Neues hat einfallen lassen. In dem Zusammenhang auch:

Zitat von Kracks

Alles dank des zweiten Bandes, der beschlossen hat das langweilige Krimi-Gewand in die Tonne zu treten
Das halte ich für eine sehr schräge Auffassung, da der Krimi-Aspekt auch im zweiten Buch noch einen ganz entscheidenden Teil der Handlung ausmacht. Er hat bloß eine etwas andere Stoßrichtung angenommen. Schließlich muss nicht jeder Krimi ein völlig orthodoxer Whodunnit sein, wie es sich bei dir irgendwie anhört. oô"

Zitat von Kracks

Aber egal. Ich mag die Art, wie Nisio seine Geschichten aufbaut. Sie haben einfach keinen Sinn. Oder doch?^^
Gemeinhin nicht mehr oder weniger Sinn als die Geschichten anderer Leute. Bloß weil der Erzähler pro Seite einmal fallen lässt, dass doch alles Nonsense sei, muss man ihm doch nicht beim Wort nehmen – zumal er doch ein erklärter Lügner ist. ;)
Apropops:

Spoiler: "Buch 2"

Zitat von Kracks

aber Ikkun hat doch immer gesagt, dass er ein Lügner ist oder irre ich mich?
Er sagt es irgendwann gegen Ende in aller Deutlichkeit als Zerozaki sich bei ihm darüber beklagt. Also zu dem Zeitpunkt als dem Leser dämmert, dass Zerozaki nicht der einzige ist, der hier angeschwindelt wurde.

Zitat von Kracks

Es kommen immer wieder diese Genies in Kombination mit Fehlern vor.
Es kommen noch eine ganze Menge anderer Sachen immer wieder vor. Zum Beispiel, dass er seine männlichen Protagonisten in kämpferischen Auseinandersetzungen gerne ordentlich leiden und zu Brei schlagen lässt. Gerade im zweiten Buch musste ich doch sehr an den armen Arararagi denken und Zenkichi ist es auch schon gar nicht unähnlich ergangen.
Oder natürlich Nisio’s schrecklich geschmacksverirrter Fetisch, langhaarigen Damen ihre Mähne zu stutzen, den man auch im zweiten Zaregoto-Buch bestaunen durfte – so wie in jeder gottverdammten anderen Serie des Mannes. Er kann es einfach nicht lassen. :/
Jedenfalls gibt es offensichtlich halt ein paar Konzepte und Motive, die er so toll findet, dass er immer und immer wieder darauf zurück kommt. Da muss er ja nichts groß mit bezwecken. Er macht sich bloß keine Mühe, es zu verschleiern. ;)


Aber genug den Beitrag mit Nebenschauplätzen gestreckt und auf zum vorerst letzten, verfügbaren Zaregoto-Band:
Was kann ich sagen, ich war auch ziemlich verblüfft, wie drastisch sich die Geschichte von den beiden vorigen Bänden absetzt. Im Vergleich zum 3. Buch, waren die ersten beiden Bände ja noch ziemlich bodenständig, wenn man so sagen mag. Zumindest sind die abgelegene Insel, auf die ein paar außergewöhnliche Individuen eingeladen wurden, und mehr noch der Freundeskreis von der Uni sicherlich nicht so abgehoben gewesen wie diese Schule, auf die es „Ii-tan“ verschlagen hat. Damit kann man Nisio aber wenigstens nicht vorhalten, er wüsste nicht immer wieder was überraschendes Neues zu bieten. Und außerdem muss ich sagen…

Zitat von Luna

Die Schule selbst will mir aber nicht so recht gefallen.
…dass ich das Setting dann doch sogar unerwartet reizvoll finde bisher:

Spoiler: "Bis Kapitel 3 - The Hanging Highschool"

Mich hat diese verdrehte Bildungseinrichtung ja ein bisschen an ein Battle-Royale-Szenario erinnert. Jedenfalls eine faszinierende Vorstellung, dass in dieser isolierten Schule langsam aber sicher immer martialerische Sitten eingekehrt sind und sich die höheren Töchter nun teilweise gegenseitig umbringen (müssen?), weil es der Lehrplan so verlangt. Ich bin nicht der einzige, dem beim Gedanken an hübsche Schulmädchen, die sich mit List, Tücke und Brutalität gegenseitig massakrieren, irgendwie wohlig ums Herz wird, oder? :shy:

Strategin Shiogi hat mir auch schon mal sehr gut gefallen – wehe, die wird gleich als Nächste irgendwo zerstückelt in der Ecke gefunden, dann bin ich sauer. Wobei ich nicht gerade hoffnungsfroh bin, wenn ich bedenke, wie viele namhafte Charaktere aus dem vorigen Band lebend herausgegangen sind.

Was ich dagegen nicht reizvoll finde:

Zitat von Kracks

Ich kann dieser Trap einfach nicht widerstehen. :rofl2:
Wenn’s ein dummes Anime-Klischee gibt, auf das ich sehr gut verzichten könnte, wäre es dieses. :°_°: Ich musste erst neulich bei „Little Busters!“ wieder mit den Augen rollen, als sie den Protagonisten Riki mit Begeisterung in Mädchenkleider gesteckt und zur „Trap“ gemacht haben. Naja, jetzt hier im 3. Buch hatte die Aktion wenigstens noch eine gewisse Rechtfertigung (und in reiner Schriftform drängt es sich eh nicht so auf), aber bejubeln werde ich es sicher nicht.

Bin aber mal sehr neugierig, welche Formen die Geschichte noch annimmt, eben weil es ja wirklich ein sehr ausgefallene Ausgangslage ist, die da für einen Kriminalfall gewählt wurde, so dass ich Kracks kaum verübeln kann, wenn er sich gefragt hat:

Spoiler: "Bis Kapitel 3 - The Hanging Highschool"

Zitat von Kracks

WAS ZUR HÖLLE SOLL DAS! Wollen die jetzt Mörder und Detektiv spielen, während sie von diesen "Special Ops"-Truppen angegriffen werden?
Ich hoffe natürlich, dass ich meinerseits in den folgenden Kapiteln eine zufriedenstellende Antwort darauf bekomme. Aber eigentlich sollte es ja nur spaßig werden können.~

Ansonsten: Irgendwie merkt man schon den Unterschied zwischen einer professionell-kommerziellen und einer Fan-Übersetzung. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass die Del-Rey-Ausgaben eleganter ins Englische übertragen wurden, während es mir beim Fanprojekt öfters so vorkommt, als hätte sich der Übersetzer am japanischen Satzbau entlang gehangelt bzw. orientiert, so dass das Resultat holpriger, gestelzter klingt. Oder ist das nur meine von Vorurteilen hervorgerufene Einbildung? Aber auch egal, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. (Bin schließlich froh, dass es überhaupt wen gibt, der da noch eifrig dran sitzt.)


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 03.03.2013 22:34.

03.03.2013 22:19
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Theoretisch wollte ich ja am WE mal einen Zwischenbeitrag zu Band 3 einwerfen, aber ich wusste beim besten Willen nicht, was ich hätte schreiben sollen. Nun, dafür habe ich das Buch nun auch durch. Habe gestern noch die verbleibenden 60 % des Buchs am Stück gelesen… Geht es da eigentlich nur mir so, oder war die Geschichte dieses Mal ziemlich kurz? Damit meine ich auch nicht zwangsläufig die Seitenzahl sondern eher die Geschehnisse. Eigentlich war es ja nur:

Spoiler: "Band 3"

Erzähler und Jun gehen rein, finden die Zielperson, kloppen schnell ein paar unwichtige Nebencharaktere weg, und schon sind sie wieder draußen. Ja, es tut mir ein wenig Leid Shiogi und Tamamo so schnell abzutun, aber gerade Letztere wurde ja so schnell um die Ecke gebracht, ich hätte mich in den Arsch beißen können. Und Shiogi wurde ja auch nicht viel Dialog gegönnt, denn gerade als sie richtig loslegen wollte wurde sie gezickezackt. :(


Dafür gab es sehr viel Jun in diesem Band und das fand ich toll. :)

Spoiler

Gerade dass sie am Ende den Verrat so einfach wegstecken konnte war schon imposant. Tja, Overkilled Red ist halt nicht so ein Emoteenager wie der Rest des Casts. (evtl. Kumagisa Tomo ausgenommen)

Zitat von Luna

Aikawa würd ich glaube ich doch mal gerne animiert sehen. Müsste doch eine totale badass-Femme Fatale sein. XD
Das wäre definitiv genial. Ich habe eine schwäche für starke Frauen. :herz: Wenn den Animeproduzenten die Manga- und Novelvorlagen ausgehen wagen sie sich ja vielleicht eines Tages mal an Zaregoto. Könnte ich mir sehr gut als OVA oder als Film vorstellen.

Da frage ich mich doch, ob dieser Band nicht eher eine Art "Einführung" in spätere Ereignisse ist, da ja einige Fraktionen angesprochen wurden, auf die unser Protagonist später noch stoßen mag. Schließlich wurde der Mordfall hier ziemlich schnell beiseite gewischt, obwohl es sich schon so angehört hat, als hätte dieser auch weitreichende "politische" Folgen.

Nun ja, insgesamt war es zwar ganz cool, aber an Band 2 kommt es nicht heran. Für mich gab es da einfach zu wenig interessante Charaktere und zu wenig von interessanten Charakteren. Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass man mehr aus dem Setting hätte holen können. Es wirkt auch mich einfach… unvollständig.

Zitat von Lord Mt. Gomery

Ansonsten: Irgendwie merkt man schon den Unterschied zwischen einer professionell-kommerziellen und einer Fan-Übersetzung.
Ja, mir ist auch sofort ein Unterschied aufgefallen. Nun ja, aber dafür ist es eine Fanübersetzung. Da schraube ich meine Ansprüche automatisch runter. Nur schade, dass so viele von Nisios Wortspielen an einem vorbeigehen, aber das lässt sich wohl in keinem Fall vermeiden, es sei denn man verfügt über sehr weit fortgeschrittene Japanischkenntnisse. (Nisio soll wohl ziemlich schwer zu übersetzen sein)

So, ich hoffe dann mal, dass ihr mir rechtzeitig Bescheid gebt, wenn Band 4 vollständig übersetzt ist. ;)

P.S. Ich mag Traps.

-----
Noch was zu Band 2, was ich nicht auf mir sitzen lassen kann:

Spoiler: "Band 2; @Gomery"

Zitat von Lord Mt. Gomery

Und da soll er nichts falsch gemacht haben? Wenn er sich allein beim allerersten Punkt wie ein rechtschaffener Bürger verhalten und Mikoko der Polizei und einer psychiatrischen Klinik überlassen hätte, dann hätte er bis zu 2 Todesfälle verhindern können. Mindestens Akiharus Ermordung wäre völlig vermeidbar gewesen. Es war ihm jedoch halt völlig gleichgültig, was aus diesen Menschen wird.
Jaja, er hat sich gegenüber der Polizei unkooperativ verhalten. Das war nicht rechtens, aber ich würde es noch nicht als "falsch" bezeichnen. Ich sehe es eher so, dass er sich zwar einerseits möglichst wenig einmischen wollte (deshalb hat er nicht der Polizei geholfen, damit er nicht zum Kronzeugen und damit zu einem der Protagonisten des Mordfalls wird) und gleichzeitig den Involvierten ihr Handeln und dessen Auswirkungen noch mal vorgeführt hat. Die letzte Entscheidung hat er den Tätern stets selbst überlassen. Und diese haben im Endeffekt ihren freien Willen dazu genutzt und sich für die denkbar schlechteste Variante entschieden.

Natürlich hätte er Mikoko verpfeifen können. Sie wäre dann festgenommen worden, hätte den Erzähler wohl nicht wiedergesehen und er wäre der "große Detektiv" gewesen, der den Fall geklärt hat oder so. Ja, das wäre auch kein schönes Ende für Mikoko gewesen. Stattdessen hat er sie selbst entscheiden lassen.

Und was hätte er gegen Miumi tun sollen? Er hat zwar in Betracht gezogen, dass sie ausrastet, aber dass sie gleich so weit geht? Die Wahrscheinlichkeit war gering. Trotzdem hat er sich dagegen abgesichert und TADAAA! Es ist halt so gekommen. Hätte er diesen Amoklauf überhaupt verhindern können? Schließlich kann er ja nicht die Polizei bitten, dass sie Miumi schon vor ihrer Tat festnehmen sollen.

Also ja, ich bleibe dabei. Sein Handeln war nicht richtig. Es war auch nicht rechtens. Es war aber auch nicht falsch. So hat er eher die Funktion eines erbarmungslosen Gewissens eingenommen, welches die Täter bis in den Wahnsinn getrieben hat.
05.03.2013 10:43
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Bin im Anschluss meiner Zwischenmeldung vom Sonntag ebenfalls komplett durch die restlichen zwei Drittel durchgehuscht und will mich dann auch sogleich ohne große Umschweife auf den konkreten Inhalt stürzen:

Spoiler: "Bis zum Ende des 3. Buchs"

Shiogiiiiiii :heul:
Warum musste das beste Girl nur schon wieder so tragisch sterben? Shiogi war doch so klug, kampfstark, knuffig, hatte eine wundervolle Haarpracht und große Brüste ( :freak: ) und sogar der sonst so gleichgültige Ikkun wäre gern ihr Freund gewesen! Ach, die Besten gehen einfach immer zuerst…
Man merkt wahrscheinlich, dass ich Shiogi trotz ihrer eher gering bemessenen Zeit auf der Bildfläche dennoch sehr lieb gewonnen habe und sie gerne mehr in Aktion erlebt hätte. Wahrscheinlich mein liebster Charakter der Reihe bisher. Ernsthaft. Und dann wurde sie einfach so von der doofen Hime zerhackstückelt... Welche ihrerseits lebend aus der Geschichte spaziert ist... Oh, die Ungerechtigkeit der Welt! Grrml.

Ganz recht, die ach-so-niedliche, kleine Killer-Loli, bei der man dazu eingeladen wurde, mit ihr zu sympathisieren, war mir letzten Endes eigentlich ziemlich schnurz, während ich ihre Feinde ins Herz geschlossen habe. Sogar Tamamo, die ja wirklich ratzefatz wieder von der Bildfläche war, mochte ich lieber als ZigZag.

Oh, und für Aikawa, die hier ja alle so sehr zu mögen scheinen, habe ich auch immer noch nicht sonderlich viel übrig. Sie ist in ihrer Rolle schon ok gewesen (Und ich muss zugeben, dass ich die Anfangsszene, in der sie Ikkun elektroschockt, entführt und dann verscheißert, wirklich sehr lustig fand), so ist das nicht, aber sie produziert keine „Jun-san soll mehr Screentime haben, kyaa!!“-Reaktionen von mir.
Ich will lieber Shiogi zurück haben. :/

Zitat von Discord

Geht es da eigentlich nur mir so, oder war die Geschichte dieses Mal ziemlich kurz?
Hmm, ging mir eigentlich nicht so. Sie war nur ziemlich Action-orientiert, vielleicht rührt daher der Eindruck? So ungefähr wie wenn man selbst bei gleicher Seitenzahl an einem Kapitel „Liar Game“ länger sitzen dürfte als an einem Kapitel „Naruto“, weil man sich typischerweise einfach schneller durch (meinetwegen auch wortreich erklärtes) Gekloppe als durch vertrackte, geistige Wettstreite frisst.

In diesem Zusammenhang mag ich anmerken, dass ich mir gerade beim 3. Buch aber auch gedacht habe, dass ich es schon verdammt gern in animierter Form sehen würde. Nicht speziell wegen Aikawa, an der liegt mir ja wie gesagt nicht viel, sondern eher wegen Shiogi. :D Aber generell hätte ich die Auseinandersetzungen mit der Strategin, Dark Stab und ZigZag gerne in bewegten Bildern gesehen, das ist einfach eindrucksvoller. Und die richtig bluttriefenden Stellen natürlich auch. :cool: Wenn man sich anschaut, wie effekthascherisch auch noch die Mordmethode im Vergleich zu jener der vorigen Bände gewesen ist, schreit das Skript eigentlich geradezu nach Umsetzung in einem visuellen Medium.
Wäre insofern schön, wenn irgendein Studio, motiviert vom überwältigenden Erfolg der Monogatari-Reihe, noch mal auf die Idee käme, dass man aus Nisios Debutwerk doch sicher auch noch ein paar Yen herausmelken könnte. Ich würde mir gerne die Hoffnung machen, dass es vielleicht im Rahmen des „NisiOiƨiИ-Animeprojekts“ noch adaptiert wird, allerdings habe ich den Eindruck, da wären alle Slots bereits durch die diversen, verbleibenden Monogatari-Staffeln (und die eine Anime-originäre Serie) ausgebucht. Naja, da das Projekt noch läuft, heißt es einfach abzuwarten.

Zitat von Discord

Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass man mehr aus dem Setting hätte holen können. Es wirkt auch mich einfach… unvollständig.
Stimmt schon, das dumpfe Gefühl, man hätte aus dem Setting noch etwas mehr rausholen können, habe ich irgendwie auch. Ein paar mehr Pläne und Offensiven Shiogis hätte man bringen können, ein paar mehr namhafte abnormale Schülerinnen mit besonderen Techniken, sowas vielleicht. Wobei sich das im wohl eher engen Light-Novel-Rahmen wohl einfach nicht groß ausschlachten ließ. Etwas schade drum, denn ich fand dieses eigentlich ziemlich irre, abgedrehte Szenario doch sehr faszinierend und wäre gerne tiefer eingetaucht.

Wenn ich so darüber nachdenke, wäre das Szenario eigentlich perfekt fürs (passenderweise ja auch Dialog-basierte!) VN-Format gemacht: Ein Ich-Erzähler wird in eine isolierte Schule des Irrsinns geworfen, wo lauter hübsche Töchter aus hohem Hause an sein Leder wollen, während er die Hintergründe der mörderischen Ereignisse zu ergründen versucht? Coole Sache! Und wenn man dann noch bedenkt, dass Ikkun ja an einer Stelle hin- und hergerissen war…

Spoiler: "The Sixth Act - Extremity Death"

…ob er Aikawa und Hime hintergehen möchte oder nicht, dann hätte man allein damit schon den idealen Aufhänger für wenigstens zwei unterschiedliche Routen. Beim Gedanken daran, eine Shiogi-Route beschreiten zu dürfen, werde ich schon ganz wuschig. :D
Argh, wo kriege ich jetzt meine „Kubitsuri Highschool“-Visual-Novel her?? Japan, du liebst es doch, Geschichten durch alle erdenklichen Medien zu jagen! Tu nicht so als wüsstest du von nichts, mir ist ganz genau bekannt, dass du schon VNs für Sachen wie Ore no Imouto ga Konna ni Kawaii Wake ga Nai und Boku wa Tomodachi ga Sukunai herausgebracht hast. Also, Japan, wo ist meine Zaregoto-VN…? :(

Abschließend: Im Vergleich mit den anderen Büchern würde ich sagen, dass „Kubishime Romanticist“ sicherlich raffinierter konstruiert gewesen ist. Ich hadere allerdings etwas damit, das 2. Buch deswegen auch frei heraus als „besser“ zu bezeichnen, weil „Kubitsuri Highschool“ sich so sehr davon abgesetzt hat und damit seine ganz eigenen Reize hatte. Und in jedem Fall war es auch wieder besser als das 1. Buch. :D Man hätte vielleicht mehr draus machen können, aber ich hatte trotzdem schon sehr großen Spaß mit dem 3. Buch, der es mich nur umso mehr bedauern lässt, dass Del Rey die Reihe nach 2 Bänden eingestellt hat. Ich hätte gerne Geld dafür hergegeben, mir auch die „Kubitsuri Highschool“ ins Regal stellen zu können (ganz zu schweigen davon, dass ich die Reihe gerne bis ans Ende verfolgen würde).
Und damit verbleibe ich mit einem Bild vom Best Girl:


:adore:



+++++++++++++

Spoiler: "Bis zum Ende des 2. Buchs"

Zitat von Discord

Und was hätte er gegen Miumi tun sollen? […] Hätte er diesen Amoklauf überhaupt verhindern können?
Er hätte halt nicht die Umstände schaffen dürfen, die zu Muimis Überschnappen geführt haben. Hätte er bspw. nicht aus einer Laune heraus die Evidenz von Mikokos Tatort gegessen, dann wäre nicht die Illusion eines (zweiten) Serienmörders entstanden und Muimi hätte keinen Anlass gehabt, Akiharu zu töten, um diese Illusion aufrecht erhalten zu können. Wahrscheinlich hätte sie Ikkun dann zwar trotzdem noch attackiert und umzubringen versucht, aber da steht er ja eh auf drauf, also unproblematisch. Und wenn er das doch nicht gewollt hätte, dann hätte er halt Mikoko nicht in den Selbstmord treiben dürfen, was ja Muimis geistige Zerrüttung hervorgerufen hat.

Und an solchen Stellen einfach auf den freien Willen der übrigen Akteure zu verweisen, erscheint mir der Sache auch nicht ganz gerecht zu werden. Denn wenn es danach geht, könnte sich ja jeder Strippenzieher und Manipulator darauf zurückziehen, dass seine Opfer doch ihrem freien Willen gefolgt seien, obwohl er absichtsvoll die Tatsache ausgenutzt hat, dass Beeinflussung möglich ist und er ihr Verhalten in eine gewünschte Richtung lenken konnte. Den Rechtsphilosophen und Gesetzgebern ist das auch bewusst, so dass Anstiftung zu einer Straftat ebenfalls eine Straftat ist.
Der Unterschied in Ikkuns Fall ist nun lediglich, dass er nicht wirklich beabsichtigt hat, dass die Leute so handeln, wie sie es taten, und gut damit hätte leben können, wenn sie sich anders entschieden hätten. Aber er hat trotzdem aktiv Situationen geschaffen, in denen bestimmte Handlungsweisen wahrscheinlich wurden, die er wenigstens zum Teil auch selbst hat kommen sehen. Für Mikoko kann man vielleicht gelten lassen, er habe ja nur die unbarmherzige Stimme des Gewissens gespielt. Aber zumindest Muimi hat er aktiv ein bestimmtes verbrecherisches Verhalten nahegelegt, dass es ohne sein Eingreifen teilweise einfach nicht gegeben hätte.

In conclusio: Ikkun ist ein kaltherziger Schurke, Soziopath und dämonischer Unglücksbringer, und vor Gericht hätte man ihn dafür auseinandergenommen.

Zitat von Kracks

An Analogien [von Mikoko] kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich mochte sie.
Von ihr kamen immer so Sprüche wie bspw.: „Diese Situation ist wie eine Elite-Oberschule, in der kein Zwang zur Schuluniform besteht, nur dass die Schüler trotzdem alle eine tragen!“ (Sinngetreu aus dem Gedächtnis.)
Lustigerweise hat Aikawa diese Marotte im 3. Buch sogar imitiert: “Wahwah! Ikkun got mad! I only said the obvious! Like strip poker, except the tournament is filled with heat and wounds!
Solche Rückbezüge finde ich ja sehr nett. Und dafür, dass Ikkun eigentlich so ein schlechtes Gedächtnis zu haben scheint, erinnert er sich dann ja doch immer gerne mal an bestimmte Personen der vorigen Bände. Maki bspw. hat auch wieder von ihm eine Erwähnung am Rande gefunden.^^


Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 07.03.2013 19:29.

06.03.2013 14:24
Luna




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RE: Zaregoto Book 3: Kubitsuri Highschool | Abgeschlossen       

Mit Verspätung (und das nachdem man mir vorgeworfen hat vorzupreschen...):
DURCH. DUUUURCH!
Boah, Band 3 fand ich langweilig. Sowas von. >_>"

Spoiler

Anfang und Ende gingen ja noch. Dazwischen ist ja nicht wirklich viel passiert. Discord hat das ja auch schon schön kurz zusammengefasst. Es ist ja auch nicht so, dass stattdessen dann große Charakterisierung kam. Im Gegenteil, da tauchen welche auf und paar Seiten später sind sie auch schon weg vom Fenster. Besonders Tamamo fiel da erheblich auf. Warum ihr extra noch einen Namen geben, wenn sie doch nur Eintagsfliege ist, die kurz gesichtet werden an die Wand geklatscht und zu Muß äh ich meine zerstückelten Leichenteilen verarbeitet wird?
Bis auf Shiogi vielleicht, die hatte mehr Text und war nicht ganz so sehr Eintagsfliege, aber mehr als anmal kurz angekratzt und dann unters Messer gehalten war da eigentlich auch nicht. (Und ich wette, bei der Zerstückelung ging es auch ihrem Haar an den Kragen?) Und Aikawas Jun war ja irgendwie die Hälfte vom Text einfach nicht "on screen". Bzw. hat geschlafen. Und Hime, Geez, während sie geschauspielert hat fand ich sie irgendwie nur noch irritierend nervig und nachdem sie es nicht mehr tat drehte sie am Rad und sie ging mir auf einer anderen Art auf den Keks. Sie wirkte ja Aikawa gegenüber schon fast wie eine Yuri-belastete Yandere. Bläh.

Und werter Protagonist. Nach der x-ten Selbsreferenz, dass er Nonsense daher labert ging wir das Nonsense Geschwall so langsam auch auf die Nerven. Breaking the 4th Wall und was auch immer in allen ehren, aber bitte nicht innerhalb eines einzigen Paragraphen mehrfach. >_>"

Ansonsten kränkelte es einfach an meiner Phantasie. Ja, das ist alles Action-zentriert, wahrscheinlich liegt hier auch der Hund meiner Langeweile begraben. Zerstückelt. Hm. Kettensäge? Da hört es dann doch auf. Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. (Außer ich denke an Black Butler, aber dass wäre dann noch mehr kontraproduktiv...) Das will ich mir nicht vorstellen können. Himes Fäden gingen dann noch irgendwie, aber alles dazwischen, die diese Mädchen sich da massakrieren hat mir einen Aussetzer gegeben. Weil einfach... Mep. Neeeee. >_>"
Da wünsch ich mir wenn schon shaftige Abstraktheit her. Meinetwegen auch von Asread in spätere Mirai Nikki Folgen/OPs Manier oder wie in C3.

Zitat von Lord Mt. Gomery

Jedenfalls eine faszinierende Vorstellung, dass in dieser isolierten Schule langsam aber sicher immer martialerische Sitten eingekehrt sind und sich die höheren Töchter nun teilweise gegenseitig umbringen (müssen?), weil es der Lehrplan so verlangt. Ich bin nicht der einzige, dem beim Gedanken an hübsche Schulmädchen, die sich mit List, Tücke und Brutalität gegenseitig massakrieren, irgendwie wohlig ums Herz wird, oder? :shy:

NEIN.:ko:
Sich massakriende Schüler an sich gibt es ja sogar auch irgendwo mal in Naruto (nur ein kurzer Flashback, aber egal) und im Gegensatz zu hier wurde da wenigstens gesagt WOFÜR das ganze gut sein soll, weil eine Ninja-Lehre... hat eher sowas blutiges nahelegt. Das blieb ja irgendwie so ziemlich die ganze Zeit nebulös. Ich war schon dabei zu spekulieren, dass ich einfach über den Seiten eingeschlafen bin, aber wenn auch andere

Zitat von Kracks

WAS ZUR HÖLLE SOLL DAS!
sich fragen, liegt es wohl doch nicht daran.

Interessanterweise kam jetzt dann von Aikawa sogar eine Beschreibung die fast zu 85% einfach so klingt wie die Beschreibung von Mouryos in Mouryo no Hako. Nur dass wir hier ein wandelndes lebendes Mouryo statt irgendeiner Erscheinung oder Ereignis vor einem haben.
Und zum Teufel mit diesen halbgaren Anspielungen was auch immer in dessen Vergangenheit passiert ist. Nicht nur, dass sie sich mitunter sehr wiederholen, bislang sind sie ja weder nichtssagend noch zu vielsagend. Ich fühle mich mit voller Absischt geködert, so wie ich meine hungrigen Kaninchen mit einem Kohlrabiblatt ab und ködere. (Und die mich mittlerweile dann einfach ignorieren, wenn ich das nicht nach zweimal wedeln ihnen zuwerfe.)
Wo bleibt die Subtilere Art?


Zitat von Lord Mt. Gomery

Zitat von Discord

P.S. Luna, es tut mir Leid, aber ich verstehe regelmäßig nur die Hälfte von dem, was du schreibst. Ich kann diese ganzen Referenzen einfach nicht nachvollziehen.
Hihihi, also falls es dich tröstet, wenigstens den Vergleich mit „Mouryou no Hako“ fand schließlich auch ich sehr, äh, kryptisch formuliert, und dabei kenne ich die Serie ja sogar. :ugly: Unkundige können sich da wohl erst recht nur den Kopf kratzen.

Das ist doch Absicht. Spoilerfreie potenzieller Spoilerinhalt-Vergleich, damit auch ja nur die, die das kennen was mit anfangen können. (Sonst werde ich ja doch nur gelyncht.)
Aber in aller Kurzfassung, was ich meinte: Mouryo no Hako dreht sich um einen Herren (Chuuzenji), der sehr gewand ist in Japanischer Folklore (Akayashi, Youkai, Mouryo, etc pp), über eine sehr gute Kombinatorik und Beobachtungsgabe Herr, Buchhändler und nebenbei Exorzist ist, aber selbst an die übernatürlichen Phänomene nicht im geringsten glaubt. Und so packt der dann halt seine Auflösungen in so übernatürliche Metaphern. In Mouryo no Hako speziell, dass der "Mouryo" eine böse Erscheinung ist, die normale Menschen unnormal werden lässt. (Oder zumindest, Menschen aus ihrer normalen Bahn werfen.) In der Serie hat dann so ziemlich jeder dann seinen eigenen "Mouryo", der ihn ein bisschen seltsam werden lässt.



(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)
12.03.2013 15:43
Discord




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Oh, ähm, joar... Ich hab Band 4 übrigens durch. Habe ab und zu mal mit dem Gedanken einer Zwischenmeldung gespielt, diesen aber schnell wieder beiseite geschoben. Wozu hätte ich auch was schreiben sollen? Ja, Kracks, ich hätte wohl auf dich hören und bis zur Übersetzung von Band 5 warten sollen.

Hier bestand der ganze Band ja wirklich nur daraus, Setting und Charaktere aufzubauen. Da merkt man schnell, wo die Grenzen solcher Light Novels liegen. Bei normalen Büchern würde ich ja nicht meckern, denn ich fand die ganzen Dialoge und Charakterisierungen wieder sehr nett und nisio-mäßig. Aber wenn das Versprechen solcher "Leichten Romane" eben Literaturfastfood impliziert, bin ich dann irgendwie doch enttäuscht, wenn dann plötzlich mittendrin Schluss ist. Okay, viele große Romane (gerade so Abenteuerkram) der Vergangenheit wurden zum Erscheinungszeitpunkt auch als Fortsetzungsgeschichten veröffentlicht... Aber ich zumindest bin sowas nicht gewöhnt.

Spoiler: "Band 4"

Na wenigstens kann sich Luna nicht beschweren, dass irgendwer schnell verheizt wurde. Hat ja wirklich jeder zur Genüge seine Entwicklung spendiert bekommen. Na ja, außer die eine Sekretärin vielleicht und der (bzw. die) mysteriöse Eindringling. Aber bei letzteren ist das ja klar, sonst wäre sie ja weniger mysteriös.

Aber da der Mord erst ganz ganz ganz am Ende stattfand... gibt es wohl kaum was zu spekulieren oder zu kombinieren. Einziger Anhaltspunkt: Utsurigis Körper war komplett zerstört. Er selbst war ein Spezialist im zerstören. Ergo war es wohl Selbstmord. Macht auch dahin Sinn, dass "Dead Blue" so explizit in der Todesnachricht erwähnt wird. Tja, und es ist eben wieder ein "Closed Space". Natürlich sollte es im Endeffekt doch nicht so einfach werden, also mal sehen. "Nichts ist so, wie es scheint", darum geht es doch bei sowas immer, eh? Wer weiß also welches dunkle Geheimnis der Rest des Charaktercasts (mit überraschend hohem Männeranteil; ist man so ja gar nicht gewohnt :D ) noch aufweisen wird.


Fand übrigens die Übersetzung stellenweise etwas holprig, habe mich dann aber doch schnell dran gewöhnt. Außer an "Boku-sama-chan"! AAAAAH!! Was zur Hölle?! Ich kann mir nicht mal vorstellen, dass sich das für einen Japaner gut anhört. Na ja, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.
25.11.2013 10:10
Lord Mt. Gomery




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Zitat von Discord

Habe ab und zu mal mit dem Gedanken einer Zwischenmeldung gespielt, diesen aber schnell wieder beiseite geschoben. Wozu hätte ich auch was schreiben sollen? Ja, Kracks, ich hätte wohl auf dich hören und bis zur Übersetzung von Band 5 warten sollen.
Als ich schon nur im Inhaltsverzeichnis sah, dass das letzte Kapitel den bezeichnenden Titel „The Beginning, Belatedly“ trug, dachte ich mir ja bereits, dass es wahrscheinlicher sinnvoller wäre, noch auf den Rest zu warten. Da ich zu dem Zeitpunkt jedoch davon ausgehen musste, dass du schon mitten in der Lektüre stecktest und ich dich nun nicht einfach im Regen stehen lassen wollte, habe ich es dann auch einfach mal durchgezogen, aus Solidarität sozusagen. ;) Außerdem, so schlimm ist es nun auch wieder nicht, nehme ich an, solange man darauf hoffen darf, dass die Übersetzung des 5. Bandes irgendwann in den nächsten Monaten zum Abschluss kommt, immerhin ist die Hälfte schon fertig.

Somit entspricht jetzt der Abschlussbeitrag zu Band 4 halt einer Zwischenmeldung an just der Stelle, wo der Autor selber einen Schnitt angestetzt hat ...Wobei der Zwischenstand an dieser Stelle mich irgendwie trotzdem mit einem nicht ganz unähnlichen Gefühl zurücklässt: Wozu soll ich denn was schreiben? (Ich veräppel euch hier natürlich nur, Textwand ahoy!) Der erste Band dieses Zweiteilers ist halt eine recht ausladende Einführung in Setting, Charaktere und Thematiken. Der eigentliche Speck der Geschichte, wofür man sich überhaupt rangesetzt hat, wartet dann offenbar im zweiten Teil auf einen. So für sich allein genommen ist der vierte Band damit wohl der bisher schwächste aus der Zaregoto-Reihe, muss ich leider sagen. Ja, schwächer als der erste.

Das Problem liegt - zumindest für mich - darin, dass hier die Hälfte der Zeit mit wenig anderem zugebracht wird, als über die Beziehung von Ii-chan und Kunagisa zu sinnieren, gelegentlich auch über Ii-chans resp. Kunagisas jeweiliger Beziehung zur restlichen Welt generell, wobei das für den Leser aber auf merkwürdige Weise fast wie im luftleeren Raum geschieht. Denn es wird einem eine Menge relevanter Kontext vorenthalten. Es wurde wie schon in den vorigen Bänden angedeutet, dass Ii-chan irgendein finsteres Geheimnis in seiner Vergangenheit liegen hat, aber wir wissen nicht genau, welches. Wir wissen nicht, was er in Amerika gemacht hat, wir wissen nicht, was Kunagisa mit dem Team zusammen getrieben hat, wir wissen vieles über beide nicht, doch wenigstens ein paar dieser schwarzen Flecken scheinen auf Ii-chans Seite relevant für sein Verhältnis mit Kunagisa zu sein. Was soll man also groß daraus ziehen, wenn lang und breit darüber sinniert wird, ob Ii-chan Kunagisa nun hasst oder liebt oder was-auch-immer, man jedoch gar nicht über den Kontext verfügt, um zu irgendeiner Einschätzung zu kommen? Tja, keine Ahnung, ob hier eventuell der Weg bereitet wurde, um später zum großen Aha-Erlebnis zu gelangen, aber fürs Erste ist es nur unglaublich abstraktes Gerede gewesen. Gerede, dessen Gegenstand mich nicht einmal interessiert, was vielleicht das Schlimmste daran ist. Liebt Ii-chan Kunagisa? Hasst er sie? Sieht er sie als seinen Besitz? Oder betrachtet er sie in einem ganz anderen Licht? Hier ist eine bessere Frage: Wen bitte kümmert’s? Mich zumindest schon mal nicht. Noch in jedem der vorangegangenen Bände waren ausgesuchte Nebencharaktere weit einnehmender als Zaregoto’s Hauptfiguren Ii-chan oder Kunagisa. Ii-chan ist sowieso schon kein Sympathiemagnet.

Spoiler

Er hat in beiden direkt vorhergegangenen Bänden das Best Girl sterben lassen, also soll er doch in der Hölle schmoren, der Sack. :boah:
Und jetzt gab’s im 4. Band die volle Dröhnung „Sinnieren über Ii-chan und Kunagisa“. Das war leider ziemlich zäh für mich. Von den anderen Anwesenden in der Forschungsstätte des Professors hat auch noch keiner so richtigen Eindruck bei mir geschunden. Naja, hoffe ich einfach mal, dass es sich mit der Fortsetzung dennoch aber ausgezahlt haben wird.

Zum Spekulieren lädt mich das Ende auch nicht wirklich ein, doch…

Spoiler

…ich bezweifle selbstverständlich, dass es sich um Selbstmord gehandelt haben könnte, das kommt mir doch ziemlich unmöglich vor.^^" So sehr einen auch die Assoziation anspringt, dass die totale Zerstörung von Utsurigis Körper gut zu seinem selbsterklärten Spezialgebiet der totalen Zerstörung passt.

Eine alternative Idee, die sich auf belastbare Indizien stützen könnte, habe ich wie angedeutet freilich nicht. Denn wenn ich sie nicht überlesen haben sollte, gab es bis hierhin keine weiteren Anhaltspunkte, so dass jeder mit Zugang zur 7. Station dort auch fröhlich gemordet haben könnte. Ein Motiv könnte ich mir zwar nur für den Professor zurecht legen („Eher bringe ich Utsurigi eigenhändig um, als dass ich ihn Kunagisa überlasse, ahahahahaaa!“), aber was heißt das schon. (Technisch gesehen können wir uns nicht mal sicher sein, ob der selber überhaupt noch lebt, wo er schließlich keinen weiteren Auftritt am Ende mehr hatte.) Abwarten ist also die Devise, in jeder Hinsicht.


Zitat von Discord

Fand übrigens die Übersetzung stellenweise etwas holprig, habe mich dann aber doch schnell dran gewöhnt.
Haha, ja, teils war sie wirklich anstrengend zu lesen. Wir hatten es ja schon beim Sprung von Band 2 zu 3, man merkt einfach den Unterschied einer professionellen gegenüber einer Freizeit-Fanübersetzung. Dummerweise hatte ich erst vor einiger Zeit „The Crimson Labyrinth“ in professioneller, englischer Übersetzung gelesen, da durfte ich die Fallhöhe wieder deutlich spüren und habe mich leider bis zum Schluss nur schwerlich dran gewöhnen können. :kater: Aber joa, geschenkter Gaul, ne? So holprig es war, bin ich ja doch froh, dass es überhaupt verfügbar ist.

Dies „Boku-sama-chan“ war allerdings sogar weniger mein Problem, auch wenn man natürlich jedes Mal aufs Neue drüber stolpert. So ist halt offenbar das Kunagisasprech, da müssen die Japaner auch drunter leiden. :ugly: Hätte freilich nichts dagegen gehabt, wenn die Übersetzung einfach ein normals „Ich“ resp. „I“ genutzt hätte und dann vielleicht in einer Fußnote angemerkt, dass Kunagisa im Original dieses seltsame Personalpronomen nutzt, sofern nicht anders angegeben (Wirklich, warum keine Fußnote, wenn die doch eh genutzt wurden?) – aber man kann nicht alles haben.


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Lord Mt. Gomery am 29.11.2013 18:48.

29.11.2013 18:42
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