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Usotsuki Mii-kun to kowareta Maa-chan  
Kasu




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Usotsuki Mii-kun to kowareta Maa-chan       

Autor: Iruma Hitoma
Illustrator: Hidari
Genre: Crime, Drama, Psychological, Romance, Slice of Life
Erstveröffentlichung: 10.06.2007
Bände: 10 + Sonderband "i"
Verlag: Dengeki Bunko
Verwandte Themen: [Manga] Precious Lies; [Film] Usotsuki Mii-kun to kowareta Maa-chan

Zitat von Handlung

Band 1: Shiawase no haikei wa fukô ("Der Hintergrund zu Glück ist Unglück")
Maa-chan, ich xx dich über alles auf der Welt... Das ist aber eine Lüge.

Misono Mayu. Meine Klassenkameradin, gescheit, sehr hübsch und eine wichtige Person für mich. Gerade sitzt sie neben mir und lacht unschuldig. Im Fernsehen läuft eine Zusammenfassung der Entführung, die in unserer friedlichen Stadt passiert ist. Eine Entführung ist auf gewisse Weise ein noch bösartigeres Verbrechen als ein Mord. Ein Mord ist vorbei, sobald das Opfer tot ist, eine Entführung aber dauert auch nachdem es freigelassen wurde noch an. Das aus dem Takt geratene Leben muss weitergeführt werden. Obwohl es nicht mehr revidiert werden kann. Während man sich der "Normalität" der anderen unterordnet, die man nicht mehr versteht.

...Ah, wo wir schon dabei sind.
Wenn die Zeit dafür da ist, frage ich sie diesmal. "Maa-chan, warum hast du diese Kinder entführt?"
[Quelle: Zusammenfassung auf offizieller Seite des Autors]

Gelogen, alles gelogen hier. Unglaublich. Der Erzähler lügt einfach wie gedruckt und irgendwann weiß man eh nicht mehr, was jetzt eigentlich stimmt und was gelogen ist...

Ich bin jetzt mit dem ersten Band durch, den zweiten habe ich auch noch hier, aber ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich den wirklich lesen will. Irgendwie ist der erste Band in sich so rund und schön abgeschlossen, dass es eigentlich nur noch schlechter werden kann. Der erste Band ist auch einfach gut, vor allem für ein Debütwerk, mit dem wir es hier zu tun haben. Auch die Cover-Illus der Folgebände verheißen nichts wirklich gutes. Aber mal sehen.

Worum geht's hier also? (Jetzt mal abseits von der offiziellen Zusammenfassung, die ich oben zitiert habe)
Der Erzähler verfolgt erstmal seine Klassenkameradin Mayu bis nach Hause, weil er, wie er sagt, "Detektiv spielen" möchte. Er verdächtigt sie nämlich ein Verbrechen begangen zu haben und das zu Recht, wie sich bald herausstellt und wie Mayu auch offen zugibt. Das sont immer ernste und höflich-distanzierte Mädchen gesteht ihre Tat freudigst, nachdem sich unser Ich-Erzähler als der von ihr lang vermisste Mii-kun präsentiert. Sie hat das Geschwisterpaar Kôta und Anzu entführt und hält die beiden in einem Nebenzimmer gefangen, bei Brot und Wasser, mit Fußfesseln an der Flucht gehindert. Ansonsten ist sie einfach nur in ihrer Freude über die Rückkehr des verloren geglaubten Mii-kuns völlig entzückt und beschließt prompt, dass der bei ihr einziehen soll. Das tut Mii-kun auch, denn er möchte Mayu helfen...
Außerdem bekommen wir zwischendurch noch Gesellschaft von einem Mörder, der seine Art zu morden beschreibt.

Mayu ist wirklich ein interessanter Charakter. Der Titel, der ja schon kräftig darauf hindeutet, dass wir es hier mit eine gebrochenen Charakter zu tun haben, ist eigentlich schon fast eine Untertreibung. Mayu ist wirklich extrem kaputt. Wie es sein kann, dass sie in der Schule so erwachsen und kühl wirkt, gleichzeitig aber zu Hause/in Mii-kuns Beisein so übertrieben kindlich handelt, das ist wirklich ein großes Rätsel, das einzig und allein mit ihrer krassen Vorgeschichte erklärbar ist. Dabei legt Mayu auch Verdrängungsmechanismen an den Tag, die jede Verdrängung, die mir in meinem Leben irgendwie untergekommen ist, absolut alt aussehen lassen. Gleichzeitig aber besitzt sie mehrere Verbrecherutensilien und scheint ja auch tatsächlich gefährlich zu sein, hat sie doch die beiden Kinder entführt.
Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Mayu zwar sagt, sie hasse Lügner über alles, prinzipiell kann man sie aber nach Strich und Faden belügen und betrügen wie man möchte, da sie es im Endeffekt doch verdrängen wird...

Spoiler

...zumindest, solange man vorgibt, Mii-kun zu sein. Und das zu tun ist verdammt einfach: es reicht, sie "Maa-chan" zu nennen. Sofort wird man zu Mii-kun für Mayu.
Von Mii-kun glaubt Mayu ohnehin nicht, dass er sie anlügt, obwohl er das (zumindest wenn man ihm als Erzähler irgendwie Glauben schenken darf), offenbar die ganze Zeit tut.
Und generell ist ihre Beziehung zu Mii-kun ziemlich ungesund. Auf der einen Seite klammert Mayu und macht ihm Vorschriften, auf der anderen Seite lässt sie sich von ihm aber auch völlig um den Finger wickeln. Selbst zur Psychiaterin bekommt er sie, obwohl sie diese hasst, weil sie sie für eine Lügnerin hält. Da Maa-chan Mii-kun aber über alles xx-t, lässt sie ihm auch alles durchgehen.

Spoiler

Und apropos xx: Hier wird, wesentlich stärker als in der Manga-Adaption, extrem gehintet, wofür das xx bzw. x steht

Spoiler

und es ist eigentlich glasklar, dass "ai" 愛・あい・アイ damit gemeint ist und das wohl auch der Vorname unseres "Mii-kun" ist. Die gehasste Buchstabenkombination wird immer durch xx ersetzt, zum Teil auch umschrieben ("Englische 1. Person Singular", "Japanische Übersetzung von 'love'" usw.) und man muss schon sehr sehr blöd sein um nicht darauf zu kommen ;)

Und wenn ich schon bei Unterschieden zur Manga-Version bin: da gibt es welche bei denen mich auch verwirrt, warum das überhaupt geändert wurde, weil es an der Story nur sehr wenig dreht. Ich weiß ja, dass man das nicht soll und so, aber dieser Detailkram lässt mir keine Ruhe, ich muss den loswerden...

Spoiler: "Novel-Manga-Unterschiede"

So sind Mii und Maa im Buch Klassenkameraden. Im Manga taucht Mii-kun ja einfach zufällig in Mayus Schule auf und niemand kann mit ihm irgendetwas anfangen, im Roman ist es dagegen eben so, dass beide in derselben Klasse sind, er sich Mayu gegenüber aber nie zuvor als Mii-kun zu erkennen gegeben hat und sie das deshalb nicht "wusste."
Außerdem ist bei den entführten Geschwistern im Buch Kôta der ältere und Anzu die jüngere, im Manga ist es umgekehrt. Das war auch wirklich der Unterschied, bei dem ich mich echt am Kopf gekratzt habe, weil es wirklich 0,0 Unterschied macht in allem, wer da jetzt der/die ältere ist. Diese Tatsache ist auch absolut kein storyrelevantes Element der beiden. Es ist zwar tatsächlich vom Verhalten her so, dass Anzu eben aufmümpfiger ist, aber macht das wirklich einen Unterschied ob sie älter oder jünger ist?
Wenn ich richtig gelesen habe, haben die Kinder im Buch außerdem nur Fußfesseln, im Manga sind es aber Handfesseln :suspekt:
Was ich sogar richtig schade finde beim Manga ist, dass sie aus der Stiefmutter ("Die Mutter meiner kleinen Schwester") die richtige Mutter gemacht haben. Damit geht auch die ganze Verwirrung des kleinen Mii-kun flöten, der nicht weiß, wie er diese Frau eigentlich nennen soll und für den sie nur in einem Moment eben seine Mutter war, was auch diesem ganzen "Weil ich eine Mutter bin" in meinen Augen ein ganz anderes, viel schwereres Gewicht verleiht.

Insgesamt fand ich diesen ersten Band der Novel wirklich verdammt spannend. Wie gesagt, ich traue mich erstmal nicht wirklich, mit dem zweiten Band weiterzumachen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass dieser erste Band zu toppen ist. Nachdem ich schon so viele viel neuere Werke des Autors gelesen habe, hätte ich ja nicht gedacht, dass sein Erstlingswerk meine Erwartungen sogar sprengen kann, aber es hat es wirklich geschafft. Ich bin ganz hin und weg.

...Ist aber eine Lüge ;)
(natürlich nicht. oder doch? :rofl2: )


Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 18.11.2012 20:36.

18.11.2012 20:31

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