Digital Nippon

Digital Nippon » Anime, Manga & Japan » Novels » [Light Novel] Tabi ni Deyou, Horobiyuku Sekai no Hate Made » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
Antwort erstellen
Tabi ni Deyou, Horobiyuku Sekai no Hate Made  
Wimibot




Ritter Wimibold von Humbug
Dabei seit: 19.09.2009
Herkunft: Wimiland :3, irgendwo in Bayern.
Pet: PresidentAria
Beiträge: 272
Sammelalbum
Credits: 210
gekaufte Marken: 11
verdiente Marken: 16
Tabi ni Deyou, Horobiyuku Sekai no Hate Made       

Tabi ni Deyou, Horobiyuku Sekai no Hate Made


Alternativtitel: Our Journey to the End of the Ceasing World, 旅に出よう、滅びゆく世界の果てまで
Author: Tadahito Yorozuya
Illustrationen: Houmitsu
Genre: Adventure Fantasy, (Romance)
Bände: 1
Erschienen: 2008
Fanübersetzung: Baka-Tsuki

Zitat von Inhalt, Wimi-Edition

Die Welt neigt sich dem Ende zu. Eine geheimnisvolle Krankheit zerstörte die uns bis dahin bekannte geordnete und gesittete Zivilisation. Jeder nämlich, der von der Krankheit befallen wurde, verblasst... nach und nach... und verschwindet letzten Endes, im Endstadium der Krankheit, mitsamt seiner gesamten, allmählich entschwindenden Existenz - als hätte es ihn nie gegeben. Und inmitten dieser endzeitlichen Welt, reisen ein Junge, welcher nun nunmehr nur noch Junge genannt wird, und ein Mädchen, gleichermaßen schlicht als Mädchen bezeichnet, gemeinsam durch die Lande, den Blick immer gen Horizont gerichtet, in die Ferne.
Dies ist ihre Geschichte. Eine Geschichte über eine Reise.

Eine Reise bis ans Ende der endenden Welt.
(Verboten schlechte und superfreifreie Übersetzung der Baka-Tsuki-Beschreibung. Gott, Wimi, deine Übersetzung gehört aber wirklich ans Ende der blabla endenden Welt :X


The Girl

(Steht in der Küche :X.) Ist fürs Kochen zuständig. [in Bearbeitung]

The Boy

Der Junge. Zuständig für das Fahren des Rollers und sonstige technische Aufgaben. [in Bearbeitung]


[Persönliche Meinung, offizielle Version]
Ein Junge und ein Mädchen... gemeinsam auf einem klapprigen Roller auf einer Reise durch eine mehr oder weniger verlassenen/zerstörten Welt. Es sind Beschreibungen wie diese, die mich einfach aufhorchen lassen... und träumen - denn... seien wir mal ehrlich, das Ganze klingt doch einfach nur verdammt romantisch?!
Und tatsächlich! Was ich hier mit "Tabi ni Deyou, Horobiyuku Sekai no Hate Made" geboten bekommen habe, war einfach nur eine verdammt nette Geschichte.

So begleitet man die beiden auf ihrer Wanderschaft durch die Lande und erlebt mit ihnen zahlreiche (einige ;) ) Abenteuer. Neue Bekanntschaften, neue Orte und herzergreifende Lebensgeschichten von Menschen, welche die Beiden auf ihrer Reise begegnen... als das erwartet den Leser, abgesehen natürlich von der langsam sich aufwallenden Wanderslust, die einem unweigerlich bei dem anschaulichen und bildlichen Erzählstil aufkommt. Diese dichte und entspannende Atmosphäre wird schließlich noch mit dem überaus sympathischen Cast (JungexMädchen :>) gewürzt und voilá... a wild spannendes und gutes Buch zum Liebhaben appeared.
Am meisten Spaß hat es mir übrigens gemacht, dem Treiben des Jungen und des Mädchen zu beobachten. Wie sich sich z.B. immerzu necken, freundschaftlich streiten oder miteinander interagieren. ACH, soooooooooo sweeeeeeeeet einfach nur. Ein unglaubliches süßes und niedliches Pairing :3. Am besten gefallen hat mir hier (von den Zweien, that is... was für eine Auswahl, oh lala :D )das Mädchen, das sich mit ihrem, zum Teil tollpatschigen und aggressiven und gerade dadurch niedlichen Wesen, in mein Herzchen geprügelt hat... sehr zum Ungunsten des Jungen ;) . Ganz zu schweigen von ihrer tsundere-mäßigen Einstellung und kleinen Eifersüchteleien. Einfach nur herrlich! <3.

Kurzum: Diese Reise ist kuhl! Sie ist Slice of Life und ein wenig Drama und ein wenig Romance. Und irgendwo ist sie auch poetische philosophisch. Oder anders ausgedrückt, sie ist es verdammt noch einmal wert, gelesen zu werden, trotz einiger klitzekleinen Schwächen, die ich jedoch nun folgend getrennt im Spoiler aufführen werde.

Spoiler: "etwas harsche Kritik, welche die Meinung des Lesers unverhältnismäßig vorurteilsbehaftet beeinflussen kann"

Als Kritikpunkte, also einige Sachen, die ich vielleicht schwach ausgearbeitet fand, könnte man zum einen das Ende nennen. Diese Geschichte nämlich erinnert mich vom Gefühl her an einen episodischen Anime, welcher ohne wirklichen Showdown endet. Egal, wie gut also die eigentliche Story auch sein mag. Das Ende hinterlässt beim Zuschauer bzw. hier Leser einen klein wenig bitteren Geschmack. Zum anderen... was aber irgendwie irgendwo der selbe Kritikpunkt ist, konzentriert man sich wirklich nur allein auf die Reise der beiden. Die Krankheit, die dieses romantische Endzeitszenario heraufbeschworen hat, wird nur am Rande erwähnt und behandelt. Abgeschlossen oder aufgeklärt, wird sie nicht. Was alleine genommen für sich zwar ABSOLUT AKZEPTABEL ist, da man dies ohne Schwierigkeiten als "gewollt bzw. Ist-halt-so" sehen kann. Dadurch aber, dass auch die Mainstory keine wirkliche Story, sprich... Auflösung hat, summiert sich am Ende einfach die Enttäuschung des Lesers, welcher sich verraten vorkommt. Aber ist nur meine bescheidene Meinung.


Fazit: Entzückende und süße Geschichte, spannend und abwechslungsreich bis zuletzt, wenn auch das Ende ein wenig unbefriedigend ist. Ob sich in die Geschichte etwas höheres interpretieren lässt... muss wohl jeder für sich beantworten ;) . Dieses Buch jedenfalls ist top! Lesenswert, wenn man auf der gleichen Wellenlänge ist!

:8.0: Meilen von unendlich vielen.


Spoiler: "Persönliche Meinung II, Wimi-Rage-Edition mit bösen Spoilern"

Ja, wie man der äußerst gelungenen Storybeschreibung *hust* entnehmen kann, geht es in der Geschichte um einen Jungen und einem Mädchen, welche gemeinsam auf einem Roller durch die Welt düsen und einen auf Abenteurer machen. Die eben erwähnte Welt jedoch ist total im A****, da eine ominöse Krankheit die Existenzen der befallenen Personen/ Objekte/ Dinge nach und nach verblassen lässt, sodass diese am Ende aus dem Gedächtnis anderer, aus der Umgebung (z.B. Fotos etc.) komplett gelöscht werden... und dadurch natürlich logischerweise bestimmte Systeme der modernen Zivilisation in sich zusammenbrechen. Die Story konzentriert sich dabei größtenteils auf die Reise der beiden und die damit erlebenden Geschehnisse. Klingt wirr? Ist es aber nicht. Ich habe euch gewarnt!, dieser Text enthält leichte und absolut nebensächliche Spoiler, DENN MEHR PASSIERTE EINFACH NICHT!

Man beachte dazu vllt. nur mal den Satz von Baka-Tsuki -- >The story does, however, not focus on the tragic aspect of this fairly post-apocalyptic setting, but rather shows the people and events the two travelers come across during their journey.

Ja, Mann, und wie Recht dieser Satz doch hat. Das Problem hierbei ist wohl wirklich, dass ich hier mit falschen Erwartungen an die Sache herangegangen bin. Ich meine... die Story fängt soooo gut an. Interessant und alles. Und auch die einzelnen Arcs oder die beiden Mainchars, wie sie miteinander umgehen. ALLES SUPER!
Aber... am Ende fehlte einfach noch etwas. Und das ärgert ungemein. Denn die Geschichte hatte einfach verdammt großes Potential. Potential, das man... nicht optimal ausgereizt hat. Dass man z.B. diese Sache mit der Krankheit nicht weiter ausgeführt hat, okay, damit kann ich leben. ist auch irgendwie nett, wenn man mal nicht alles weiß. ABER... und hier kommt das große ABER...
besteht die gesamte Handlung irgendwie nur aus einer Aneinanderreihung von Einzelarcs. Wow... toll... und weiter? Wo bleibt der große BUMM am Schluss? Wo die grandiose Auflösung, wo der Showdown?
Ne, nix gibts. Die Blase zerplatzte und machte Blubb. Aus.

Und ja, ich kann es eigentlich nur noch mal wiederholen. Es ist ein wenig bitter und auch ärgerlich, aber... es ist ein wenig wie im Geschichtsunterricht. Wenn man bloß die reinen Fakten weiß, dann ist das schön und gut, aber erst richtig spannend wird Geschichte *hust*, wenn man den großen Kontext versteht.... und genau dieser existiert hier eben nicht (und zwar ohne, dass hierbei eine ominöse Krankheit ihre Finger im Spiel hatte...). Einen letzten, etwas epischen Arc hätte man noch gebraucht. Etwas, was die Message etwas klarer betont hätte... irgendetwas... Umrundendes. So aber bleibt dem traurigen Leser nichts als der leere Tank der Enttäuschung :'( ... danke fürs Zuhören.

:1.5: von 10 Punkten für das Ende. Aber auch nur, weil ich das Buch hier eeeeeeescht voll gemocht habe, Alda.



Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Wimibot am 02.06.2012 05:57.

02.06.2012 05:49
Luna




Sonne mit dem Namen des Mondes ( ◕‿‿◕ )
Dabei seit: 03.09.2007
Herkunft: Schwaben-Chinese
Pet: Pinguine
Beiträge: 2.595
Sammelalbum
Credits: 593
gekaufte Marken: 285
verdiente Marken: 471
      

Da werde ich ausgeschimpft, weil ich unfreiwillig zu weit las, halte mich zurück, damit Hiei seinen geplanten Thread aufmacht und dann kommt einem ein Wimi zuvor. D=

Oh well. Ich habe vor c.a. anderthalb bis zwei Wochen mal bis erste Zeilen von Kapitel 2 gelesen. Eigentlich wollte ich nur den Prolog lesen, aber da die Kapitel nicht nummeriert sind bin ich einfach übers Ziel hinausgeschossen.

Der Prolog selbst war ja recht nichtssagend eigentlich und in erster Linie verdammt kurz. zählt das als Prolog? Der wurde ja nicht einmal als solches betitelt.
So ohne jede Zusammenfassung zu lesen (ich sollte mir das vielleicht doch wieder angewöhnen?) dachte ich erst
Jemand ohne jeden wirklichen Lebenstrieb trifft auf eine vorbeireisende Abenteurerin und der Mensch entschließtlich halt spontan ein Stück mitzureißen. "Tabi ni deyou" - "Lass uns auf eine Reise gehen", klingt ja irgendwie danach.
Aus irgendeinem Grunde hatte ich kein so wirklich realistisches Setting im Sinn, sondern mehr so etwas semi-realistisches à la "Kinos Reise", wo jedes Land irgendwie ein wenig anderes am Rad dreht. "Horobiyuku Sekai no Hate Made" - "Zum Ende der untergehenden Welt" klingt ja auch ein wenig pessimistisch-apokalyptisch.
Stellt sich raus, so furchtbar ganz anders Fantasie-landschaftlich ist es erst einmal dann doch nicht gehalten, als da plötzlich ein Handy erwähnt wird, das halt nur nicht ufnktioniert, weil es gerade ein Funkloch gibt/die Batterien alle sind. Die zwei sind dann noch Schüler sie ist obendrein eine Tsundere wie sie im Buche steht. :suspekt:
Zwei Schüler die keinen Bock mehr auf Schule haben und einfach einmal eine Reise ins Nirgendwo versuchen? Selbstfindungsreise à la Honey & Clover nur halt zu zweit? Hat ja nicht viel mit dem Titel zu tun.

Spoiler

Ich fand es dann auch ziemlich nervig, dass auf Namen derartig konsequent verzichtet wurde, dafür immer "junge" und "Mädchen" verwendet wurde. Es schrie förmlich nach einem "Hey ho, das hat eine Bedeutung, aber man halte den Leser einfach eine Weile hin, damit er auch ja schön weiter ließt". So gesehen sit das auch das einzige was einen abgesehen von dem Grund der Reise überhaupt zum weiterlesen bringt. Das brachte mich dann erst einmal auf das mit der Selbstfindungsreise, keine Identität haben und sich unterwegs eine zu suchen. Ok, damit lag ich dann doch etwas daneben. Aber ich fand den Anfang schon zäh, wenn auch schnell drüber hinweg gelesen. Man muss wohl Fan von Tsunderes sein...
Die Idee dass man Leute einfach ihrer Existenz löscht ist zwar nicht unbedingt neu (Shakugan no Shana fängt auch so an), aber die Idee ist immer mal wieder nett. Eine menschen-verlassene dem Untergang geweihte Welt ebenfalls.
Was mir nur sehr merkwürdig aufstieß, die Menschen, die an ihrer Existenzkrankheit erkranken verlieren also erst einmal ihren Namen. Wenn sich keiner, inklusive man selbst sich an den erinnert, wäre mein Gedanke ja erst einmal, ich erfinde einen neuen und man nenne sich so. Nur der Gedanke kommt gar nicht, auch nicht, dass das nichts brächte (ein Satz hätte ja gereicht), sondern stattdessen werden sie halt nach ihren Berufen/Positionen genannt. So gesehen ist das eigentlich auch ein Name, was spricht denn nun dagegen sich halt irgendwie anders zu nennen? :suspekt:

Dass die Leute einfach "ausbleichen" (zum halben Albino werden? oo) stellt sich in meiner Vorstellung als etwas merkwürdig heraus...

Das Tsundere Mädchen geht mir übrigens ein wenig auf die Nerven. Eine Tsundere wie sie im Buche steht, irgendwie fehlt ihr die Persönlichkeit und der Junge ist einfach "blass" und unauffällig. Am Ende ist das ein Indiz fürs Ende der verschwindet noch eher vor dem Mädchen. Auch wenn ich bezweifle, dass die Geschichte an den Punkt überhaupt ankommt.


Gut, Kapitel 1 kratzt an der Oberfläche vom Problem der Welt. Die Geschichte wird sicher an allem an de Welt eher nur im Beobachterrolle an allem vorbei gehen und irgendwo offen enden. Anders funktioniert die Sorte Geschichte ja eigentlich auch nicht., wenn man schon extra ein Tagebuch rein bringt. Mal sehen ob es über ein "ganz nett für die Pause " hinauskommt.



(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)
02.06.2012 15:16
Discord




Apfel?
Dabei seit: 09.10.2009
Herkunft: Wo Freiheit zu Ordnung fand.
Pet: Ryo-Ohki
Beiträge: 1.066
Sammelalbum
Credits: 1250
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 125
      

Joar, ich steig gleich mal ein, eh? (auch wenn ich Wimi erst mal ignorieren werde, bis ich das Buch durch hab. ;) )

Zitat von Luna

Der Prolog selbst war ja recht nichtssagend eigentlich und in erster Linie verdammt kurz. zählt das als Prolog?
Tja, ist das so fest vorgeschrieben? Ja, das war halt mehr so ein belletristisches Aperitif. Wie z.B. bei Bleach wo oft am Anfang von Kapiteln (zumindest damals als ich das noch gelesen habe) ein paar zusammenhangslose Zeilen Poesie standen.

Jedenfalls hab ich grade das erste Kapitel durch und ich bin nicht allzu begeistert.

Spoiler: "(1) Dream"

Bisher finde ich absolut nichts Spannendes. Es gibt keine Konflikte, die Charaktere bleiben blass, die Beschreibungen der Welt halten sich in Grenzen, Gedanken und Handlungen sind extrem simpel gehalten und ehe man sich versieht ist es mit dem Kapitel vorbei ohne dass etwas passiert ist.

Das Einzige, was einen evtl. zum Weiterlesen bringen könnte wäre die Neugier, was denn nun genau aus der Welt geworden ist. Tja, trifft bei mir aber nicht zu, da ich mich dazu viel zu wenig mit den Charakteren bisher identifiziere, als dass deren Schicksal mich irgendwie tangieren würde. Außerdem gehts mir wie Luna:

Zitat von Luna

Das Tsundere Mädchen geht mir übrigens ein wenig auf die Nerven. Eine Tsundere wie sie im Buche steht, irgendwie fehlt ihr die Persönlichkeit und der Junge ist einfach "blass" und unauffällig.
Ich kann das Mädel schon mal nicht leiden. Und der Junge ist langweilig. Also haben wir eine klassische Tsundere und einen charakterlosen Main. Kommt mir so vor als hätte ich das schon hundertmal so gesehen. Und dann kommt natürlich noch dazu, dass das Mädel die meiste Zeit mit Nutzlosigkeit glänzt und sich nur beschweren kann.

Zitat von Luna

Was mir nur sehr merkwürdig aufstieß, die Menschen, die an ihrer Existenzkrankheit erkranken verlieren also erst einmal ihren Namen.
Wobei ich nach einigem Nachdenken den Ansatz, dass statt des Namens die Leute sich entsprechend irgendwelcher Kategorisierungen benennen schon wieder interessant finde. Sozusagen geben sie selbst ihre Einzigartigkeit auf, die ihr Name vermittelt und geben sich mit irgendwelchen breiten Kategorien zufrieden, denen sie sich unterordnen. Sie verleugnen ihre Existenz und wenn das so weitergeht, ist es kein Wunder, dass sie verschwinden (wenn man das mal ein wenig weiterführt). Allgemein sind mir einige Verallgemeinerungen beim Lesen aufgefallen. "Mädchen sind eben so..." "Bei Frauen ist das so..."... Aber wenn man darüber nachdenkt ist das ziemlicher Blödsinn, dass man jetzt, weil man halt ein oder zwei Frauen mit ähnlichem Verhalten kennt, auf den Rest schließt. Und dadurch verblasst natürlich auch das Individuum. Anderen Beispiel wäre halt auch: Die Sekretärin bleibt bei ihrem Chef, weil sie einfach deren Sekretärin ist. WTF?! Ist die behindert im Kopf?

Mh, ich hab doch vor kurzem erst was dazu gelesen... Mh... Hier, das passt da evtl. ganz gut rein: Existenzialismus


Bisher hauts mich nicht um, aber mal sehen... Es gibt sogar durchaus Bücher, die ich auch erst langweilig fand und erst viel später, nachdem ich schon lange durch war, plötzlich als Meisterwerke gesehen habe. (manchmal brauchs eben ne Zeit, ehe man etwas wirklich versteht) Also mal schauen wie es weitergeht.


04.06.2012 22:29
Discord




Apfel?
Dabei seit: 09.10.2009
Herkunft: Wo Freiheit zu Ordnung fand.
Pet: Ryo-Ohki
Beiträge: 1.066
Sammelalbum
Credits: 1250
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken: 125
      

Höhö, gleich mal die neue Doppelposterlaubnis nutzen. [WINKMITDEMZAUNPFAHL]

Spoiler: "Bis zum Ende"

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das war ja wirklich grauenvoll! Ey, mal im Ernst: Ich weiß nicht wen ich mehr hasse von den Haupthelden. Die absolut generische Tsundere, die wirklich absulut NUTZLOS ist! Kann die denn überhaupt irgendwas? Am meisten hat es mich ja in Kapitel 3 aufgeregt, als sie mal ne Weile durch den Regen gefahren sind und was passiert? Eine potentiell TÖDLICHE Erkältung. Auch ansonsten kann dir nur rumplärren und rumprügeln und dumme Kommentare loslassen. Und wenn es drauf ankommt, dann ist sie aber plötzlich wieder ganz klein und bedeutungslos. Also ihr einziger Sinn - ich betone noch mal: wirklich der EINZIGE - war wohl, dass sie ganz am Anfang der Geschichte den Jungen überredet hat mit ihr auf eine Reise zu gehen. Und das war sogar noch vor der Hauptgeschichte.

Tja, wo wir dann bei dem Typen sind, der absolut keinen Charakter hat. Er macht alles, hält auch ab und zu absolut oberflächliche Monologe, die aber in keiner Weise natürlich wirken, und findet auch sonst immer die richtigen Worte. Mal im Ernst: Schon beim Boss und dann auch bei der Prinzessin, als der angefangen hat irgendwelches dumme Motivations- und Moralgewäsch von sich zu geben hätte ich am liebsten geschrien. Was labert der für einen Müll plötzlich? Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass er die ganze Zeit immer nur unter den Launen des Mädchen kuscht, aber plötzlich verwandelt er sich und wird zum selbstbewussten Provokateur und Motivationsredner. Auch ansonsten macht er alles wichtige: Das Motorrad reparieren, das Mädchen retten etc. Aber muss ja: Schließlich ist das Mädchen so nutzlos, dass irgendwer die Story voranbringen muss... Und diese Konstellation finde ich erbärmlich.

Zu den Nebencharakteren muss man nichts sagen, denn die hatten kaum Charakter, geschweige denn waren sie in der Lage irgendwie Konflikte, das Herz jeder Geschichte, zu erzeugen. Es war immer so: Junge und Mädchen düdeln durch die Gegend, treffen wen, dieser jemand stellt sich als übelst nett heraus und hilft ihnen, sie machen irgendwelchen Scheiß der mir am Arsch vorbei geht und dann fahren sie weiter, ohne dass etwas passiert wäre. Und nein, dass der Boss verschwunden ist, zählt nicht. Denn sie wären ja eh weitergefahren und hätten ihn nie wieder gesehen.

Tja, es war eben mal gar nichts da, was eine gute Geschichte ausmacht. Man möge vielleicht ja denken: "Hey, da die Geschichte langweilig war, vielleicht gab es wenigstens interessante Dialoge oder Monologe." NEIN! Nur ab und zu ein bisschen Gekeu, was kein bisschen natürlich gewirkt hat. Ganz im Gegenteil:

Zitat

"...Geez, it's hard to understand those strange passions men tend to have...," sighed the girl and felt as though something named motivation or spirits left her in the same breath.

"Well, that can't be helped. Definitely a gender-based problem."

"It is? Don't you think that the environment where you grow up and such do also have an influence?"

"Might also matter a little. But don't you think that the reason why the boys throughout the country are attracted to special effects and mecha animes and whatnot lies in their nature?"

The girl groaned upon his words.

"Well, live with it. The love for machines and adventures is about as deeply rooted in our manly DNA as the love for females."

"How bothersome."
Und diese Scheiße musste ich das ganze Buch ertragen. Mir kommt es vor, als hätte der Autor ein wirklich sehr simples Frauenbild. Die Frauen in der Geschichte waren die ganze Zeit voll mit Klischees beladen und immer den Männern hintenan gestellt. Und mit solchen vereinfachten Erklärungen wird man dann abgespeißt. Wo wir aber grade bei vereinfachten Erklärungen sind:

Zitat

[Badeszene, zweites Kapitel, das Mädchen will baden während der Junge Holz nachlegen muss]

For his part, the dread of "getting killed if he peeped" surpassed the desire of doing so by far.

Kurzfassung: Was für eine Schwuchtel.

Langfassung: Sicher mag es viele Gründe geben zu Spannen, bzw. es zu lassen. Aber man wird eben mal schnell mit so was abgespeißt. Ja, ich weiß, sollte wohl witzig sein. Hahaha, ich lach mich schlapp. :drop: Aber das ganze Buch ist so. Stark vereinfacht, Komplexität wird sofort durch solchen "Humor" oder ähnliches abgewürgt und die ganze Zeit muss man die extreme Oberflächlichkeit des Autors ertragen. Widerlich

Das Beste war noch das Nachwort vom Autor, als er erklärt, was seine Intention war. Ja, das hat sich wirklich gut angehört. Jedoch hat er auf ganzer Linie versagt.

Wimi meinte, ihn hat das Ende enttäuscht. Mich hat das ganze Buch enttäuscht.


:2.0:
2/10 Reisenden, die ich bald vergessen haben werde


Den einen Punkt gibts, weil das Buch es zumindest geschafft hat, dass ich mich mehrmals aufgeregt habe. Dafür ist mein Interesse an Light Novels aufs Erste zerstört.


13.06.2012 08:53
Rei_Ayanami




Routinier
Dabei seit: 02.08.2011
Herkunft: Neo Tokyo 3
Pet: Penpen
Beiträge: 293
Sammelalbum
Credits: 135
gekaufte Marken: 16
verdiente Marken: 16
      

Da mir die Novel erst kürzlich in die (virtuellen) Hände gefallen ist, und ihr hier gerade so fröhlich drüber schreibt, geselle ich mich hinzu. :^_^:

Mir gefällt die Geschichte bislang gut. Die Welt, oder was davon übrig ist, wird beschrieben wie sie ist, leer, die Aktionen von Girl und Boy sind für mich nachvollziehbar und das miteinander der beiden kommt gut rüber. Vor allem, dass die beiden nach 3 Monaten eine gewisse Routine entwickelt haben und jeder weiß, welchen Aufgaben er sich im täglichen Leben zu zweit widmen muss. Die "ruhige Endzeitstimmung" erinnert mich ein wenig an Yokohama Kaidashi Kikou.

Zitat von Luna

Oh well. Ich habe vor c.a. anderthalb bis zwei Wochen mal bis erste Zeilen von Kapitel 2 gelesen. Eigentlich wollte ich nur den Prolog lesen, aber da die Kapitel nicht nummeriert sind bin ich einfach übers Ziel hinausgeschossen.
Der Prolog selbst war ja recht nichtssagend eigentlich und in erster Linie verdammt kurz.
Habe mich auch gewundert, dass diese paar Zeilen Einführung den "Prolog" darstellen. Diese wenigen Wörter scheinen jedoch den gesamten "Anfang" der Reise zusammen zu fassen, was ich wiederum sehr interessant und... simpel... gelöst finde.

Spoiler: "Dream"

Zitat von Luna

Ich fand es dann auch ziemlich nervig, dass auf Namen derartig konsequent verzichtet wurde, dafür immer "junge" und "Mädchen" verwendet wurde. Es schrie förmlich nach einem "Hey ho, das hat eine Bedeutung, aber man halte den Leser einfach eine Weile hin, damit er auch ja schön weiter ließt".
Das die Charaktere ohne "richtigen" Namen sind, empfand ich weniger störend denn interessant. Warum sollten sie so konsequent darauf verzichten? Kennen sie vielleicht den Namen des anderen nicht? Gut, das Thema ist mittlerweile halb erledigt, da der Junge tatsächlich keinen Namen mehr hat. Was das Mädchen angeht, ist noch unklar, ob es ihr genauso geht, oder ob sie einfach nur Lust auf diese Reise hatte und es dem Jungen einfacher machen wollte, mit seinem Identitätsverlust klar zu kommen.

Was Girl angeht, so empfinde ich sie nicht als übertriebene Tsundere. Ihr hört euch an, als würde sie Boy ständig krankenhausreif prügeln, dabei neckt sie in doch nur ab und zu ein wenig. :pfeif: Zum Teil ist es allerdings auch absolut nachvollziehbar, wie am Ende wegen dem Bad, das sie nicht bekommen hat. Das war aber auch gemein von Boy, er hätte sie wenigstens nach dem Aufstehen auf diese Möglichkeit hinweisen können... arme Girl...

Generell mag ich die Arbeitsteilung der beiden, sie sind ein wirklich gut eingespieltes Team. Sie scheint für den Proviant zuständig zu sein, damit die beiden nicht verhungern und verdursten müssen, zudem kocht sie die Mahlzeiten. Er hingegen muss sich darum kümmern, das "Cubby" nicht bockt und die beiden brav durch die Gegend fährt. Außerdem ist er noch der Pack-Künstler und auch der Baumeister was die Schlafstätte angeht.

Fand es witzig wie sich Boy über den Anblick seiner Begleiterin in Schürze freuen konnte, als sie mit dem Kochen beschäftigt war, sowie auch der Kommentar zu ihrem generellen weiblichen Auftreten. Wenigstens mal ein "normaler" Junge, der nicht partout nicht bemerkt, das er tatsächlich ein weibliches Wesen vor sich sitzen hat. Finde es sogar richtig knuffig, wie sie beim essen zusammen sitzen (sie fangen auch immer zusammen an =3) und sich über ihre Situation unterhalten. Hat schon was von einem Ehepaar. xD

Zitat

Was mir nur sehr merkwürdig aufstieß, die Menschen, die an ihrer Existenzkrankheit erkranken verlieren also erst einmal ihren Namen. Wenn sich keiner, inklusive man selbst sich an den erinnert, wäre mein Gedanke ja erst einmal, ich erfinde einen neuen und man nenne sich so. Nur der Gedanke kommt gar nicht, auch nicht, dass das nichts brächte (ein Satz hätte ja gereicht), sondern stattdessen werden sie halt nach ihren Berufen/Positionen genannt. So gesehen ist das eigentlich auch ein Name, was spricht denn nun dagegen sich halt irgendwie anders zu nennen? :suspekt:
Der Name, den wir direkt nach der Geburt bekommen, ist doch irgendwie unser Erkennungsmerkmal in der Gesellschaft. Wenn sich niemand mehr an uns erinnern kann, wer sind wir dann noch? Ein nichts. Auch wenn man ohne Namen noch alles so machen können wie mit, wie sollen andere denn mit "Namenlosen" um gehen und agieren? Finde die Idee, diesen Verlust als einen Neuanfang zu sehen, ganz interessant. Immerhin wird es eh niemanden stören, dass man weg ist. Es erinnert sich ja kaum jemand an dich. Mit dem anderen Namen, ich schätze es würde nichts ändern und auch an ihn würde sich niemand erinnern können.

Zitat von Discord

Allgemein sind mir einige Verallgemeinerungen beim Lesen aufgefallen. "Mädchen sind eben so..." "Bei Frauen ist das so..."... Aber wenn man darüber nachdenkt ist das ziemlicher Blödsinn, dass man jetzt, weil man halt ein oder zwei Frauen mit ähnlichem Verhalten kennt, auf den Rest schließt. Und dadurch verblasst natürlich auch das Individuum.
Ist mir gar nicht so aufgefallen, der Gedanke gefällt mir aber. Die Menschen mit Identitätsverlust sind keine Individuen mehr, sondern nur noch irgend jemand in einer großen Masse, die alle der selben Kategorie Mensch angehören, wirklich interessant. Wer kann schon sagen, was ein "normaler" Mensch in der ein oder anderen Situation tun würde und was nicht, oder was genau ist ein sogenannter "gesunder Menschenverstand"? Wenn dann wirklich jede Individualisierung verschwindet, können wir uns auch gleich von Maschinen ersetzten lassen und in der Nichtigkeit verschwinden.

Zitat von Luna

Dass die Leute einfach "ausbleichen" (zum halben Albino werden? oo) stellt sich in meiner Vorstellung als etwas merkwürdig heraus...
Verstehe auch noch nicht so ganz, was das nun soll, aber vielleicht "verblasst" man zusammen mit der Erinnerung an seine Existenz, ähnlich dem Bild von Boy in seinem Schülerausweis, welches ebenfalls immer mehr verblasst und irgendwann einfach verschwindet.

Zitat

Eine Tsundere wie sie im Buche steht, irgendwie fehlt ihr die Persönlichkeit und der Junge ist einfach "blass" und unauffällig.
Mit was genau sollen sich denn 2 Reisende auszeichnen, die ihre Identität verloren haben? Ihr Vorheriges Leben ist wertlos, und ihr Charakter kann nur durch ihre Aktionen miteinander und mit anderen während der Reise Form annehmen. Sehe momentan nicht wirklich ein Problem, zwei unbekannte Personen auf ihrern Reisen zu beobachten und sich dadurch ein Bild von ihnen zu machen, ist doch mal was anderes als gleich die gesamte Lebensgeschichte mit schlimmer Kindheit, übler Schulzeit und kaputtem Elternhaus auf einem Silbertablett serviert zu bekommen. =3

Was mich bislang dann doch etwas störte:
Wie kommen die beiden denn normaler Weise an Proviant heran? Arbeiten sie zwischendurch und bekommen es dann als Lohn? Geld hat ja seinen Wert verloren wurde meine ich gesagt. Und besonders viel zum Tauschen haben sie auch nicht dabei. Es wird ja nicht ständig so nette Leute geben, bei denen sie kostenfrei übernachten dürfen und sogar essen bekommen...



14.06.2012 04:15
Luna




Sonne mit dem Namen des Mondes ( ◕‿‿◕ )
Dabei seit: 03.09.2007
Herkunft: Schwaben-Chinese
Pet: Pinguine
Beiträge: 2.595
Sammelalbum
Credits: 593
gekaufte Marken: 285
verdiente Marken: 471
      

Mitte (?) Kapitel 2.

Gnaaaef. Also nein. Kommt drauf an, wie langweilig eine der Vorlesungen in nächster Zeit noch wird (potenziell vielleicht die nächsten Montag mit der "Ähm-Ähm"-Dozentenvertretung :drop: ), aber die Motivation das weiter zu lesen ist echt im Keller und wenn es nicht dazu kommt, sei dies hier als Droppost aufzufassen.

Spoiler: "Plotholes???"

Also, man kriegt gesagt, die Leute vergessen einen, sobald die Krankheits fertig ist mit seinen Symptomen.
Wiederspricht sich erst einmal sich selbst, dass der Mann da sich noch erinnert, dass es Kollegen gab und sogar soweit, dass die nach einander verschwanden und zunächst von der Rente lebte.
Wiederspricht sich bisschen später noch einmal, dass nur eine vage Erinnerung ist, von der Möglichkeit der blanken Existenz.
Widerspricht sich noch einmal, dass die Regierung binnen eines Jahres etwa zerfallen ist (also, woher kommt die Rente?), nachdem auch noch irgendwo angedeutet wurde, das es ziemlich flächendeckend überall zeitnah geschieht.
Reicht noch nach (was ohnehin schon erraten wurde wenn man sich soweit durchgekämpft hat), dass alle Aufzeichnungen und Daten von und über einen Verschwinden.
Widerspricht sich kurz darauf noch einmal mit diesem Handbuch. Man kann jetzt streiten, dass es etwas allgemeines ist, aber dann wird extra noch dazu geschrieben, dass man rauslesen kann, dass der Schreiber ziemlich passioniert bei der Sache war. Ergo doch etwas persönliches da, und offensichtlich nicht verschwunden. :suspekt:

Aha.

Zitat von Rei_Ayanami

Was Girl angeht, so empfinde ich sie nicht als übertriebene Tsundere. Ihr hört euch an, als würde sie Boy ständig krankenhausreif prügeln, dabei neckt sie in doch nur ab und zu ein wenig. :pfeif:

Vorzeigetsundere Urusai-urusai aus Shagugan noch Shana/Louise aus Zero no Tsukaima tut das nun eigentlich auch nicht, ändert ja nichts daran, dass sie trotzdem Tsundere ist? :suspekt:
Und wenn der Junge schon um sein Leben fürchtet, obwohl sie offensichtlich weder besonders intelligent ist (ohne Lernfaktor noch dazu :drop: ) noch so besonders machtvoll ist das schon eindeutig Klischee. oO"

Zitat von Rei_Ayanami

Der Name, den wir direkt nach der Geburt bekommen, ist doch irgendwie unser Erkennungsmerkmal in der Gesellschaft. Wenn sich niemand mehr an uns erinnern kann, wer sind wir dann noch? Ein nichts.

Ich habe einen Namen, und ich bin Luna und selbst von den DN Treffs bei denen mich einige real in Fleisch und Blut gesehen habe, bin ich Luna und nichts anderes. Ich sehe das Problem nicht, gibt genug, die ihren Namen ändern und damit eine Identität aufbauen. Was ich ankreide ist, dass das weder verneint wird noch möglich zu sein scheint, sondern einfach "man hat halt nicht daran gedacht". Ich meine, die Suchen ja auch noch nach Bezeichnungen hin oder her, aber es hat keinenw eiteren speziellen Grund, warum das jetzt einfach allgemeine Bezeichner sein müssen. Sie sind es halt einfach. :drop:


Auch wenn man ohne Namen noch alles so machen können wie mit, wie sollen andere denn mit "Namenlosen" um gehen und agieren? Finde die Idee, diesen Verlust als einen Neuanfang zu sehen, ganz interessant. Immerhin wird es eh niemanden stören, dass man weg ist. Es erinnert sich ja kaum jemand an dich. Mit dem anderen Namen, ich schätze es würde nichts ändern und auch an ihn würde sich niemand erinnern können.[/quote]
Was du sagst ist so falsch nicht, aber das wird ja nicht thematisiert. Nicht mit einem Satz.

Zitat von Rei_Ayanami

Mit was genau sollen sich denn 2 Reisende auszeichnen, die ihre Identität verloren haben?

Das haben sie soweit aber noch gar nicht, wenn der Junge schon sagt, er sei noch im Anfangsstadium. Zwei Leute zu verfolgen, die allmählich ihre Identität verlieren klingt nun gar nicht so uninteressant, aber die zwei haben imo schon von vorneherein erst gar keine zu verlieren. (Abgesehen davon scheinen Charakterzüge auch als letztes vom Menschen selbst zu verschwinden, der alte Mann ist ja immer noch so drauf, wie er drauf ist.)
So wirklich zu Identitätskrisen kommt es auch nicht, von dem daufenden Mann mal abgesehen. Verschenktes Potenzial? Da gibt es doch genug Möglichkeiten KOnflikte darauf zu basten von Leuten, die daran verzweifeln und solchen, die es irgendwie akzeptieren. oO"
Und wenn schon erwöhnt wurde, ihre Stadt ist zu einem Slum verkommen, liegt es nahe, dass das wohl passiert sein sollte, aber wird halt nicht themasiert, noch erwähnt. :drop:

Zitat von Rei_Ayanami

Wie kommen die beiden denn normaler Weise an Proviant heran?

Ja nun, wenn der Mensch verschwindet, dann holt man sich halt notfalls, was von dessen Besitz übrig ist. Ist ja eigentlich ziemlich naheliegend, sie von wild wachsenden Sachen was zu holen oder alte Läden auszuplündern.
... Was sie aber offensichtlich auch nicht machen. Es it so schwachsinnig, dass der Junge von wegen Gesundheit auf lange Sicht redet oder anderen Moralklischees etc. :facepalm: Es scheint ja nicht einmal als Kontrast oder Stilmittel benutzt zu werden, dass er die Vergangeheit (wurde einfach nicht thematisiert noch angedeutet) nicht loslassen will, oder eine Verdrängungsaktion stattfindet und die Realität und seine eigene Krankheit nicht wahrhaben will.



Bawl. Ist mir schon nach wenigen Passagen vom Anfang klar gewesen, dass es hier kein großes post-apokaliptisches BAM Event geben wird, sondern sich das ganze eher Kino no Tabi-haft in Kurszgeschichten für sich aufhält. Damit gehört das ganz dann aber eher dem potenziellen SoL/Drama an. Drama kann man schon einmal streichen. Settingsgrundidee wird gänzlich verschwendet (hätte genug Stoff hergegeben für bittersüße Noten, aber nein...) Für SoL wird abgeesehen vom nicht ausgenutztem Setting sind die für das Genre lebensnotwendige Figuren mit CHARAKTER einfach absolut nicht existent. -.-



(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Luna am 14.06.2012 19:57.

14.06.2012 19:56
EusthEnoptEron




Beginner
Dabei seit: 29.12.2011
Herkunft: Schweiz
Beiträge: 23
Sammelalbum
Credits: 34
gekaufte Marken: 0
verdiente Marken:
      

Whew, scheint als müsste ich als Gegengewicht einspringen, damit die Balance wieder stimmt. ;)

Zuallererst, was ich an Tabi ni Deyou mag.

An sich isses die Atmosphäre des ganzen: Junge und Mädchen reisen herum unter der brennenden Sonne und die Story hat trotz der untergehenden Welt ein helles Feeling. Ich gebe aber zu, dass das Setting ziemlicher Müll ist und man den Kopf abstellen muss, wenn man TnD liest. Schon nur ist es unwahrscheinlich, dass sie wirklich drei Monate brauchen, um durch Hokkaido zu cruisen, und will ich gar nicht erst daran denken, wie sie riechen müssen, wenn sie tagelang ohne Dusche unter der Sonne fahren. :D In dem Sinne, ich habe mir nicht zu viele Gedanken gemacht während des Lesens und einfach die Atmosphäre genossen. Weiss nicht, wie gut der Aspekt in der Übersetzung rüberkam.

Allerdings fand ich persönlich die Charaktere alle sehr symphatisch und mir hat der Humor zugesprochen. Hier wird zwar von stupiden Verallgemeinerungen gesprochen, verstehe aber nicht, was bei Gags daran schlimm sein soll. Ist ja nicht 'ne gesellschaftskritische Lektüre. Persönlich fand ich die Interaktionen zwischen Shoujo und Shounen ganz witzig. ;)

Und wenn wir gerade bei der Shoujo sind: Find' sie ehrlich gesagt überhaupt nicht nervig (was vielleicht daran liegt, dass ich allgemein (non-Kugimiya Rie) Tsunderes mag.) Ich fand's eher erfrischend, dass sie sich von Anfang an klar über ihre Gefühle zum Shounen war (so hab ich's zumindest wahrgenommen).


Spoiler

Zitat

Wiederspricht sich erst einmal sich selbst, dass der Mann da sich noch erinnert, dass es Kollegen gab und sogar soweit, dass die nach einander verschwanden und zunächst von der Rente lebte.

Zitat

The only thing that remains is the memory of the people that have known you, in form of a feeling that "there was someone like you".

Wenn man alles vergessen würde, würde die ganze Menschheit ja an übelster Amnesie leiden. Bzgl. des Entlassungsgeldes sag ich mal nichts, da ich zu wenig über die Wirtschaft zu der Zeit weiss. Bzw. sei hier erwähnt, dass es nicht ne Rente ist, sondern eine Abfindung. Hab ich schlecht übersetzt. Ob das nen Unterschied macht, sei mal dahingestellt.
14.06.2012 23:04
Grimangel




Lebende Legende
Dabei seit: 22.01.2009
Pet: Pinguine
Beiträge: 1.991
Sammelalbum
Credits: 212
gekaufte Marken: 263
verdiente Marken: 423
Dream       

:pfeif: Da trudel ich auch mit ein Bisschen Verspätung ein, hab lange nichts mehr an richtiger Literatur gelesen, man mag es mir verzeihen :^_^:
Also ich hatte eig nen positiven Eindruck nach dem erstn Kapitel, gut die Anspannung ist ziemlich schnell da wieder raus, aber es sind schon paar mystriöse und interessante Aspekte eingesträut und zu dem mag ich diese Beziehung zwischen dem Jungen und Mädchen.

Spoiler

Wie man einfach in die Geschichte geworfen wird, find ich gut gemacht, man saugt regelrecht nach informationen was vorgefallen ist, wo man sich befindet, wer die beiden sind und natürlich warum sie das machen. Ich hab ziemlich lange gedacht, dass die beiden echt zugrunde gehen und man in ihrem Elend und den letzten Stunden Reveau passiert, wie sie an diesen Punkt der Geschichte gelangt sind. Doch als sie den Farmer antreffer hat sich das ja so ziemlich gelegt. Ich frag mich was für ein Setting das überhaupt ist, ja Japan, doch erstmal hatte ich das gefühl das die Welt ziemlich menschenleer geworden ist. Wenn die auf offener Straße verhungern. Hat diese merkwürdige Krankheit schon viele Existenzen ausgelöscht? Findet das alltäglich Leben noch immer so wie bei uns ab und diese Krankheit traff nur paar Individueen oder ist eine breite Masse getroffen. Also ich hatte schon fast das gefühl, so wie die darüber sprachen, dass dieses Problem zu etwas gewöhnlichem verkommen ist mit dem man sich abfinden muss.

Zitat von luna

Zwei Schüler die keinen Bock mehr auf Schule haben und einfach einmal eine Reise ins Nirgendwo versuchen?

Das sowenig dahinter steckt bezweifele ich ganz stark, ihre Eltern würden die beiden doch niemals alleine losziehen lassen und wenn sie von zu Hause weggelaufen sind, würde man sie schnell wieder einsammeln. Es wirkt schon fast so als ob sie keine Heimat zu der sie zurückkehren können mehr haben, vll haben ihre Eltern die beiden schon vergessen oder sie selbst haben schon diesen Teil ihres Leben "verloren". Diese Reise ist ja auch ohne Ziel, womöglich für den Rest ihres Lebens. Obwohl mich schon wurmt wie wenig man von dieser übernatürlichen Krankheit weiß. Bei Shakugan no Shana sind die Torches immer noch durch Dämonen entstanden, die sich ihre Existenzenegie einverleibtn. Ich mochte diesen Aspekt ja sowieso auch bei Shakugan no Shana, weil dieser Verschwindensprozess schon was sehr dramatisches hat. Die Erinnerung verblasst immer mehr und irgendwand verschwindet man aus den Köpfen selbst derjenigen die einem sehr wichtig waren, obwohl man eigentlich noch "da" ist.
Durch was wird hier dieses Phänomen ausgelöst und scheinbar gibt es keinen Ausweg daraus, da der Junge sich mit seinem Verschwinden abgefunden hat. Ich hab auch das Gefühl, da eine bestimmte Sache zwischen den beiden steht, die sie nicht aussprechen vrmögen und die sicherlich mit dem Grund ihrer gemeinsamen Reise zu tun hat. Als das Mädchen etwas ansprechen wollte, doch ihre Worte nicht aus ihrem Mund kamen und sie vor sich hin schwieg,
Überhaupt dachte ich das die Sache mit den Namen nicht mal so eine wichtige Rolle spielen wird, dachte einfach das Junge und Mädchen sich nicht beim Namen nennen, weil sie von Anfang der Reise Unbekannte waren und sich geeinigt haben, diese Reise zu unternehmen und alles was davor war, hinter sich zu lassen, eingeschlossen der Person, die sie vorher waren.

Zitat von luna

wäre mein Gedanke ja erst einmal, ich erfinde einen neuen und man nenne sich so. Nur der Gedanke kommt gar nicht, auch nicht, dass das nichts bräuchte

Ja hab ich auch dran gedacht, wäre offensichtlich eine Lösung des Problems, da sie ehe einen Neuanfang machen wollen, wäre das eigentlich auch egal. Viielleicht ist einfach nicht die Dringlichkeit da, sich beim Namen zu nennen, aber gut weil der Direktor und die Sekretärin das auch durchlaufen, muss da schon etwas hinter stecken. Wohlmöglich verlieren sie ja auch noch den neuen Spitznamen nach kurzer Zeit oder vielleicht ist das ja was Gefühlsmäßiges, wenn du dir einen neuen Namen zulegst, leugnest du deine Existenz und hast ab den Punkt dich wirklich entgültig verloren.

Zitat von Rei_Ayanami

Sehe momentan nicht wirklich ein Problem, zwei unbekannte Personen auf ihrern Reisen zu beobachten und sich dadurch ein Bild von ihnen zu machen

Ja, so hab ich das auch empfunden und ich hab da auch nichts gegen. Ich finde den Punkt toll, das beide obwohl sie scheinbar sich nicht so sehr kennen, eine gewisse Beziehung zu einander entwickelt habn, die sie selbst nicht fassen können. An einer stelle heißt es ja noch :
I mean, aren't there many different relationships between boys and girls apart from spouses, lovers and siblings
Also ich finde die beiden müssen sich jetzt noch nicht unbedingt lieben, in Naher Zukunft entwickeln sie wahrscheinlich solche Gefühle für einander, aber ich gehe stark davon das sie nicht aus Liebe oder Freundschaft sich zu dieser Reise entschlossen haben. Das sie beide sich nicht mal recht kannten, doch eine bestimmte Sache, die sie noch dazu unzertrennlich machte, dazu gebracht hat. So hab ich das zumindest bis jetzt empfunden.



16.06.2012 01:55

Antwort erstellen
Gehe zu:
Digital Nippon » Anime, Manga & Japan » Novels » [Light Novel] Tabi ni Deyou, Horobiyuku Sekai no Hate Made

All Styles, Pet Hack, Index, Galerie & Sammelalbum © by Digital Nippon, 2004-2017

Otakutimes