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Jikan no Otoshimono  
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Jikan no Otoshimono       

Autor: IRUMA Hitoma
Genre: Fantasy, Science-Fiction, Slice of Life
Erstveröffentlichung: 25.01.2012
Bände: 1 (Kurzgeschichtensammlung, Einzelband)
Verlag: Media Works Bunko

Zitat von Handlung

Dieser Band besteht aus vier Kurzgeschichten, die sich alle in einem gewissen, SF-angehauchten Sinne mit der Thematik "Zeit" befassen.

"Hallo, bin da ich? Ich bin's..."
Keitai Denpa ("Handywellen"): Ein kleines Mädchen ist allein zu Hause und findet ein sehr altes Handy. Sie drückt ein paar Knöpfe... und plötzlich ist ein anderes "Ich" am Apparat. Und dann, ja dann, tauschen die beiden die Plätze...

"Ich will ein Schmetterling werden."
Mirai o matta Otoko ("Der Mann, der auf die Zukunft wartete"): Ich-Erzähler Samon erinnert sich zurück an einen Kommilitonen namens Segawa, der lange Zeit etwas seltsam war. Er ging nämlich kaum zur Uni und wartete stattdessen zu Hause darauf, dass endlich einmal ein Zeitreisender vorbei kommen soll. Und während Samon in diesen Erinnerungen schwelgt, vergeht und vergeht viel Zeit...

"Ist das sowas? Parallelwelten oder wie das heißt?"
Best Order: Der Student AIBA Masanao schwänzt mal wieder den Unterricht und geht stattdessen in Batting Center. Dort trifft er auf drei Typen, die genauso aussehen wie er und sie stellen bald fest: sie alle sind Masanao, nur aus verschiedenen Parallelwelten! Und sie hecken einen Plan aus: warum nicht die ungeliebte Nachbarin ausrauben, wenn man sich doch das perfekte Alibi verschaffen kann...?

"He, wusstest du das schon? Angeblich gibt es keine zwei Menschen, die in derselben Zeit leben."
Jikan no Otoshimono ("Was die Zeit verloren hat") Unser Ich-Erzähler erinnert sich an eine Mitschülerin aus der Mittelschule, die oft sagte, sie wünsche die Zeit bliebe stehen...

[Zitate übersetzt aus dem Buch]


Bei Iruma kann ich seit Denpa Onna to Seishun Otoko ja immer ganz schwer nein sagen. Nachdem dann "Tokage no Ô", die mehr oder weniger jüngste Light Novel-Reihe aus seiner/ihrer (man weiß ja nicht) Feder bei mir eher akutes Einschlafen bewirkte, weshalb ich durch das erste Buch auch noch immer nicht durch bin, hatte ich eigentlich die Nase erstmal doch wieder voll. Aber halt! Es gibt ja noch die Sachen bei Media Works Bunko. Und da sogar eine Kurzgeschichtensammlung! Wenn eine der Stories darin kacke ist, ist vielleicht der Rest trotzdem noch gut dachte ich mir und schlug halt zu. Und jetzt bin ich dann auch damit durch und muss sagen, es hat sich so für mich gelohnt. Vor allem die 2te und 3te Geschichte haben es wirklich in sich und haben mich überrascht, gefesselt, zwischendrin mit offenem Mund da sitzen lassen und vollends überzeugt.

Spoiler

Bei der zweiten Story ist es auch echt fies. Die ganze Zeit spricht der Ich-Erzähler wirklich wie so ein echter Kerl mit Hang zum alten Opa - und dann ist es eine Frau? Meine Augen sind mir fast rausgefallen beim Lesen. Ich wusste ja schon immer, dass in Iruma so ein verkappter (wobei verkappt kann man das auch schon gar nicht mehr nennen) Schnulzenautor steckt, aber bei der Geschichte hätte ich das dann doch gar nicht mehr so erwartet. Die arme Frau muss erst eine alte Oma werden um in der Zeit zurück zu reisen und dann zuschauen zu müssen, wie ihr junges Ich den Avancen von Segawa geschickt entgeht. Der stellt sich aber auch echt selten dämlich dran. Krieg' doch mal Eier, Mann! :D

Bei der dritten, "Best Order", war ich schon geschockt als der Vorschlag kam, die Nachbarin zu bestehlen. Dann war ich geschockt als ich lesen musste, dass Masanao Nr.1 auch noch einen Schlüssel zu deren Wohnung hat. Dann war ich noch mehr geschockt als sich Masanao Nr.3 und Nr.4 auch noch als potentielle Mörder entpuppten und knallhart planten den Rest umzubringen, um sich mit dem Geld einen schönen Lenz zu machen. Mein Schocken wollte dann auch gar nicht mehr aufhören mit dem ganzen Gemetzel was dann stattfindet - und das Ende ließ mich sehr verwirrt mit einem großen Fragezeichen und einem riesen WTF davor stehen. Was zur Hölle ist mit diesem komischen Detektiv? Wie kommt der überhaupt auf des Rätsels Lösung? Und dann prosten die sich am Ende auch noch zu? Ich hatte ja dann fast schon erwartet, dass doch einer der anderen drei Masanaos überlebt hat und sich als dieser Detektiv verkleidet hat, aber war dann wohl doch nicht so. Wobei der Mega Twiiiist war ja eher die Zeitreise von No.4, dem Masanao aus der Zukunft. Das Thema hatte ich bei der Story schon gar nicht mehr erwartet. Aber war ja fast klar, dass das noch kommt.

Die erste und vierte Geschichte fand ich etwas schwächer, das mag aber auch daran liegen, dass sie beide kürzer sind als die zweite/dritte Story. Bei Keitai Denpa ging mir am Anfang der Schreibstil echt auf die Nüsse. Aber es ist halt ein kleines Mädchen und deshalb erzählt es erstmal auch wie ein kleines Mädchen. Gut, dass die kleine im Verlauf der Story noch wächst, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich gleich wieder in die Ecke gepfeffert und das wäre wirklich schade gewesen. Den Twist am Ende fand ich aber geil :D
Die vierte titelgebende Geschichte fand ich irgendwie etwas... seicht? Da passiert ja eigentlich nix. Außer dass wir uns am Ende denken können, dass die eine Affäre anfangen. Na toll. Ich hatte ja noch darauf gehofft, dass sich das kleine Mädel das seinen Opa im Krankenhaus besuchen will als "Sie" aus der Vergangenheit entpuppt, aber nix war. Muss ich wohl einfach so reininterpretieren, anders ist für mich die Geschichte nämlich einfach nicht rund. Ätsch.

So insgesamt hat es mir echt gut gefallen. Überraschend gut sogar an vielen Stellen. Es ist auch kaum vorhersehbar, was im Verlauf der Geschichten noch passieren wird und selbst wenn man erwartet, dass irgendwie noch eine "unerwartete" Wendung kommt, so fiel die für mich echt immer anders aus als ich es gedacht hätte :D

Für die Japanisch lernenden unter uns, die vielleicht Lust bekommen haben: Das hier ist keine Light Novel. Es sind aber Kurzgeschichten und die lesen sich eigentlich alle ganz gut weg. Bloß mit den Kanji muss man doch etwas aufpassen, denn wie gesagt, das ist keine Light Novel. Sprich, Furigana in Maßen statt in Massen und wenn es sie für ein Wort gibt, gibt es sie auch nur einmal. Die kommen dann nie mehr wieder für dasselbe Wort im ganzen Buch. Ich persönlich fand das ja nett (ich fühle mich immer so leicht in meinem Ego angegriffen, wenn man mir dasselbe Wort zum 35. Mal mit Lesung daneben präsentiert), aber ich glaube wenn meine Lesefähigkeiten noch schlechter wären, hätte ich mir schon die Kugel gegeben.
Eventuell übersetze ich die Geschichten aber auch mal, denn es sind halt nur Geschichten und keine ganzen Romane...

Ansonsten kann ich das Buch echt empfehlen, ich fand es wirklich sehr schön.


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 11.10.2012 21:42.

11.10.2012 21:16

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