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Fanservice für weibliche Fans - Segen oder Fluch?  
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Şaving £ight
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Zitat von somali77

Und wie, bei Männern wackelt nix? Überraschung, nicht jeder finden das Schwabbeln von irgendwas sexy und faszinierend-... schon mal gesehen, wie sich bei Männern die Muskeln unter der Haut bewegen... zum Beispiel am Rücken, wenn sich jemand nach vorne/zur Seite beugt oder die Arme über den Kopf nimmt? Mmm-hm. Es gibt Leute (mich z.B.) die DAS so viel sexier und anziehender finden, als irgendein Geschwabbel von Brust oder sonstwas.


Das hängt auch ein wenig damit zusammen, dass solche Fanservice Einlagen häufig Vorwand für Comedyszenen sind. Da ist so ein bisschen Busengebaumel häufig dienlicher als angespannte Brustmuskeln ;) Dann kommt auch noch die Diversität dazu: Brüste unterschiedlicher Größe, für jeden Geschmack etwas dabei und hey - die Damen können sogar ewig lange Gespräche darüber führen. Vergleicht man das mal mit Bauchmuskeln gibt es hier weder Vielseitigkeit noch Gesprächsbedarf bei männlichen Charakteren. Insofern spielt die weibliche Anatomie Comedyszenen gradezu magisch in die Hände.

Ich stelle allerdings auch fest, dass Fanservice für weibliche Fans immer stärker im Kommen ist. Free! war dabei die erste Serie, die nicht nur auf Bishounen, sondern auch nackte Haut gesetzt hat. Gestern habe ich zufällig mal in die 5. Folge von Food Wars reingesehen und dort gab es auch eine Menge weiblichen Fanservice (u.a. deine gewünschten Bauchmuskeln ;) ). Denke, dass man hier zwar nie eine völlige Ausgeglichenheit erreichen wird, aber Fanservice für Frauen ist nicht mehr so selten wie er es einst war.


05.05.2015 17:48
chounokoe




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Zitat von Voice

Vergleicht man das mal mit Bauchmuskeln gibt es hier weder Vielseitigkeit noch Gesprächsbedarf bei männlichen Charakteren. Insofern spielt die weibliche Anatomie Comedyszenen gradezu magisch in die Hände.

Bin ich jetzt schon zu lange in Japan - dem Land der eindeutig zu homoerotischen Männerfreundschaften - oder gibt es das wirklich nur hier so? In der Umkleide oder im Onsen ist eigentlich regelmäßig die Körperform mal Gesprächsthema.
"Wow, du hast aber echt Muskeln bekommen! Trainierst du mehr?"
"Man, ich bin so neidisch auf deinen Waschbrettbauch...sag mal was du dafür machst!"
"Hast du den eben gesehen? Das sind mal Muskeln das man neidisch wird...ich muss mehr für mich machen"
"Sag mal, rasierst du deinen Oberkörper oder wurde das weniger mit mehr Training?"
ETC.....

Ich glaube allein meine 4 Beispiele würden sich schon einfach so wunderbar in irgendeiner Comedyserie einfinden. So ganz nach dem Motto *Insert BL-Joke here*.


05.05.2015 18:25
Neliss




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Zitat von Voice

Ich stelle allerdings auch fest, dass Fanservice für weibliche Fans immer stärker im Kommen ist. Free! war dabei die erste Serie, die nicht nur auf Bishounen, sondern auch nackte Haut gesetzt hat. Gestern habe ich zufällig mal in die 5. Folge von Food Wars reingesehen und dort gab es auch eine Menge weiblichen Fanservice (u.a. deine gewünschten Bauchmuskeln ;) ). Denke, dass man hier zwar nie eine völlige Ausgeglichenheit erreichen wird, aber Fanservice für Frauen ist nicht mehr so selten wie er es einst war.
Wollte schon erst eigenes Thema erstellen, aber passt auch hier rein, daher buddel ich den Thread mal aus. :D

"Free!" ist ein schönes Beispiel, nur hab ich hier nie auch nur annähernd an Fanservice gedacht. Okay okay, manchmal kommt auch mir der Gedanke "lecker..." in den Sinn bei gut gebauten Männern wie hier, aber war sehr selten bei diesem Anime, wodurch ich schon etwas verwundert bin. Gings wohl nur mir so, dass für mich der Anime ein Schwimm-Anime war und kein Fanservice für Frauen? XD
Ein besseres Beispiel ist grad "All Out!!", in dem nur Mädels schreiben, obwohl ich weiß, dass mir ein User steckte, dass er sich wohl auch noch zugesellt. Na, wo bist du? :D Dieser Anime ist voll mit Muskeln, sexy Hintern und Schmachten pur, wenn auch die Charaktere oft merkwürdig gezeichnet sind.
Nächstes Beispiel natürlich, "Yuri on Ice", purer BL-Fanservice, der schon die meisten Männer abschreckt. Ich hab versucht, einem Kumpel den Anime anzupreisen, aber das Wort schreckt ihn total ab. Daher :respekt: an Voice! :P Und auch natürlich an chounokoe (hätte gern mit dir mal diskutiert) und deepsoul für UtaPri und Haikyuu. ^^

Mich machts nun stutzig: Sportanimes = überwiegend für Frauen? Ich schau selbst nie Sport, aber genau dies Genre von Zeit zu Zeit sehr gern. Dagegen schau ich nie Sport, aber genau hier gibts viele Männer, die dies tun. Trauen sich viele nicht, öffentlich (vor allem hier) zuzugeben, dass sie Sportanimes schauen und mögen?

Und, auch wenn ich mal nichts gegen nen Ecchi-Anime hab, wenn der gute Comedy mit sich bringt, sag ich: SEGEN!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Neliss am 19.11.2016 15:56.

19.11.2016 15:55
Streuner




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Zitat von Neliss

Mich machts nun stutzig: Sportanimes = überwiegend für Frauen? Ich schau selbst nie Sport, aber genau dies Genre von Zeit zu Zeit sehr gern. Dagegen schau ich nie Sport, aber genau hier gibts viele Männer, die dies tun. Trauen sich viele nicht, öffentlich (vor allem hier) zuzugeben, dass sie Sportanimes schauen und mögen?

Also, ich mag jedenfalls keine Sportanimes, selbst Klassiker wie Captain Tsubasa langweilen mich da eher. Von Normalo-Sportsendungen im RL-TV ganz zu schweigen, jaaaa, obgleich ich ganz eindeutig ein Mann bin! :D Aber... Ich bin auch nicht der Meinung, dass Sportanimes überweigend, aufgrund von Fanservice, für unsere weiblichen Zuschauer gemacht sind. Also, wenn ich eine Frau wäre... Würde ich auch nicht unbedingt auf so typische Sports bzw Playboytypen stehen, sondern eher auf den ganz normalen Durschnittsmann. XD BL-Zeugs oder Yaoi beinhaltet natürlich oft Fanservice für Frauen, und wird wohl auch von diesen recht häufig geschaut. Aber... Sportanimes? Ich denke eher nicht.


19.11.2016 19:17
Hiei




Daemonblight
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Dann melde ich mich auch mal zur Frage als heterosexueller "weißer"(?) Mann und gib mal meine Ansicht zu den Dingen.
Vorweg sei gesagt, das ich Fanservice für die weibliche Zuschauer nicht verteufele und es als etwas normales betrachte da wie in jeder Unterhaltungsindustrie das allseits beliebte Sprichwort gilt; Sex sells.
Ob Titel mit männlichen Fanservice diesen exzessiver oder plumber angehen als weiblicher sei jedem selbst überlassen zu entscheiden. Für mich gibts Fanservice der gut ist und eben nicht gut ist und dies liegt größtenteils am Zuschauer selbst ob dieser ihm liegt.
Eine Serie wie Masou Gakuen HxH kann ich etwas abgewinnen, während eine Serie wie Hundred eher gedroppt wird obwohl beides hauptsätzlich vom Fanservice lebt. Um jedoch genauer zu erklären weshalb das so ist, was guten Fanservice für mich darstellt, was ich als Unterschied zwischen Fanservice und Ecchi betracht.....nun ja, das wäre eher was für ein allgemeines Thema statt für diese spezifischen Thread.
Wie auch immer, wenden wir uns der neuen Frage zu.

Zitat von Neliss

"Free!" ist ein schönes Beispiel, nur hab ich hier nie auch nur annähernd an Fanservice gedacht.
Free mag ansich eine Serie sein die man auch als Mann etwas abgewinnen kann, da der Fanservice eben nicht der Fokus der Serie spiegelt und es eher um den Wettkampf geht. Jedoch lassen eben Nahaufnahmen auf bestimmte Körperteile und besondere Effekte in diversen Momenten ein anderes Bild vom Titel bei mir.
Ich hab der Serie damals 5 Folgen gegeben und empfand es danach nicht mehr sehenswert, da die Serie mit solchen Szenen deutlich mehr spielte als wie zb. Haikyuu und Co.
In diesen Serien sah ich solche Momente nie, weshalb es durchgehend um den Wettkampf ging oder um Freundschaft. Zwei Elemente die man bereits fest im Grundsatz jedes Fighting Shounen zu finden gibt.
Yuri on Ice hingegen mag diese Elemente ebenfalls beinhalten, entwickelt jedoch die Freundschaft zur nächsten Stufe und positioniert sich damit als BL-Titel. Ich mag keineswegs etwas gegen BL haben (als VN Leser kenne ich da mehr als ausreichend), aber sowohl BL wie auch GL können mich lediglich begeistern wenn diese einen kontroversen Hintergrund haben und das ist bei dieser Serie eben nicht gegeben.

Zitat von Neliss

Mich machts nun stutzig: Sportanimes = überwiegend für Frauen? Ich schau selbst nie Sport, aber genau dies Genre von Zeit zu Zeit sehr gern. Dagegen schau ich nie Sport, aber genau hier gibts viele Männer, die dies tun. Trauen sich viele nicht, öffentlich (vor allem hier) zuzugeben, dass sie Sportanimes schauen und mögen?
Da ich Haikyuu aktuell gerade ziemlich hype, Kuroko no Basket demnächst beginnen möchte und Yowamushi Pedal damals schon bereits als tollen Sport Anime bezeichnete, halte ich von der Frage nicht besonders viel.
Das Problem ist hierbei das es eben die Sportanimes gibt und eben DIE Sportanimes. In solchen Serien erwarte ich wie eben erwähnt den Geist des Wettkampfs vordergründig ohne das dieser von anderen Elementen beeinflusst wird. Sowohl in Haikyuu wie Yowamushi ging es darum zu siegen, nicht für eine bestimmte Person sondern für das Team, seine Freunde oder für sich selbst.
Vielleicht liegen mi Sportanimes mit Teams eher, aber auch in diesen genannten Serien fehlten die Momente oder Szenen die es in Free gab.

Sportanimes lehne ich also keineswegs generell ab oder betrachte diese als durchschnittlich (Haikyuu ist aktzuell in meinen Top5 der Season), sonderne sträube mich jene zu sehen die einen Anhang auf Fanservice haben (da ich nicht die Zielgruppe bin) oder den "Sportsgeist" lediglich als Setting statt als Szenario nutzen.

Weshalb es kaum Männer in Threads für jene Titel gibt, das ist schwer zu sagen und ist auch von Forum zu Forum unterschiedlich. Was DN selbst angeht, dürfte das größtenteils daran liegen das andere Titel eine höhere Priorität genießen und man mehr auf "plotlastige" Titel steht als die stets selbe Rezeptur bei sämtlichen Sportiteln.
Zudem...nur weil man Sportanimes ansieht und die als gut empfindet, muss man nicht zwingend ein Fan der Sportart sein oder muss als Fan dieser Gefallen an jenem Titel finden. Ich schau mir trotz meiner Begeisterung zu Haikyuu kein Volleyball im Fernsehn an und das unabhängig ob Mann oder Frau am Strand.

Ps. Und wie man an meinem Ava/Sig sieht, habe ich auch keineswegs etwas gegen Bishounen *siehe hier* Kyaaaaaa~ :<3:


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 19.11.2016 19:59.

19.11.2016 19:39
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Zitat von Neliss

Mich machts nun stutzig: Sportanimes = überwiegend für Frauen?


Auf keinen Fall.
Dieses Bild ist in letzter Zeit verstärkt entstanden, aber man muss hier die Masse an Titeln betrachten. Free!, All Out! und Yuri on Ice!!! (erks, diese Ausrufezeichen) haben das Gesamtbild ein wenig verwässert, denn das sind Titel, die auch ein weibliches Publikum anziehen wollen. Free! war eben bahnbrechend und hat sich als Merchandise-Goldgrube erwiesen. Es wäre aus ökonomischer Sicht nicht verkehrt, auf diesen Zug mitaufzuspringen. Dass für männlichen Fanservice grade Sportserien herhalten müssen, verwundert auch gar nicht. Es geht um die Darstellung der Körper und die kommen beim Sport besonders betont zum Einsatz. Beim Schwimmen gibt es nackte Haut, beim Eislaufen grazile Posen. In einem herkömmlichen Schulsetting wären solche Darstellungen gar nicht denkbar, weshalb sich Sport einfach als Vorlage anbietet. Food Wars! ist ein anderes Beispiel für Fanservice, der für jedermann gedacht ist und diesen Trend aufgreift. Bewegt sich eben nur nicht im Sport-Genre.

Die klassischen Sporttitel sind in der Regel Adaptionen von Shounen Manga. Titel wie Major oder Slam Dunk wurden für ein männliches Publikum entworfen. Darunter mischen sich dann auch gerne mal Titel wie Prince of Tennis, die sich einer sehr großen weiblichen Anhängerschaft erfreuen, weil die Figuren an Attraktivität nicht geizen und man sie auch außerhalb des Sportumfelds kennenlernt. Aber das sind eher die Ausnahmen.

Hier haben wir ja einen Überblick über die gängigen Sportserien. Diese Fanservice-Geschichten nehmen da tatsächlich nur einen geringen Anteil ein.

Zitat von Hiei

Weshalb es kaum Männer in Threads für jene Titel gibt, das ist schwer zu sagen und ist auch von Forum zu Forum unterschiedlich.


Der Grund ist viel banaler: Obwohl hier schon immer mehr Männer als Frauen registriert waren, sind die Frauen seit wenigen Jahren deutlich aktiver, was sich auch in den jeweiligen Threads wiederspiegelt.


20.11.2016 15:13
Neliss




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Zitat von Voice

Dieses Bild ist in letzter Zeit verstärkt entstanden, aber man muss hier die Masse an Titeln betrachten. Free!, All Out! und Yuri on Ice!!! (erks, diese Ausrufezeichen) haben das Gesamtbild ein wenig verwässert, denn das sind Titel, die auch ein weibliches Publikum anziehen wollen. Free! war eben bahnbrechend und hat sich als Merchandise-Goldgrube erwiesen. Es wäre aus ökonomischer Sicht nicht verkehrt, auf diesen Zug mitaufzuspringen. Dass für männlichen Fanservice grade Sportserien herhalten müssen, verwundert auch gar nicht. Es geht um die Darstellung der Körper und die kommen beim Sport besonders betont zum Einsatz. Beim Schwimmen gibt es nackte Haut, beim Eislaufen grazile Posen. In einem herkömmlichen Schulsetting wären solche Darstellungen gar nicht denkbar, weshalb sich Sport einfach als Vorlage anbietet. Food Wars! ist ein anderes Beispiel für Fanservice, der für jedermann gedacht ist und diesen Trend aufgreift. Bewegt sich eben nur nicht im Sport-Genre.
Gut gesprochen und gute Erklärung. Hab gar nicht an die alten Zeiten gedacht, aber ist echt eine Menge geworden. Ich hab Prince of Tennis damals gesehen, weil eine Freundin von geschwärmt hat. Danach lange gar nichts, dann Chihayafuru und nun so, was mir gefällt und ja, wegen dem Fanservice. :D Fällt mir grad erst richtig auf, aber kommt auch daher, dass die Sport-Animes total meinen Humor mit drin haben und dadurch mich ansprechen. War wohl der Hauptgrund, weil Free eigentlich gar nicht so meins war, dafür aber Kuroko und Haikyuu mehr, wo man echt viel zu lachen auch hatte.

Zitat von Hiei

Free mag ansich eine Serie sein die man auch als Mann etwas abgewinnen kann, da der Fanservice eben nicht der Fokus der Serie spiegelt und es eher um den Wettkampf geht. Jedoch lassen eben Nahaufnahmen auf bestimmte Körperteile und besondere Effekte in diversen Momenten ein anderes Bild vom Titel bei mir.
Da hast du aber gut aufgepasst, ist mir kaum aufgefallen mit den Nahaufnahmen. :P Für mich war der Anime total normal irgendwie. Was will man sonst auch machen? Ganzkörper-Schwimmanzüge? Schön rot-weiß gestreift wie man es aus alten Filmen kennt? :D *scherz*

Zitat

Da ich Haikyuu aktuell gerade ziemlich hype, Kuroko no Basket demnächst beginnen möchte und Yowamushi Pedal damals schon bereits als tollen Sport Anime bezeichnete, halte ich von der Frage nicht besonders viel.
Das Problem ist hierbei das es eben die Sportanimes gibt und eben DIE Sportanimes. In solchen Serien erwarte ich wie eben erwähnt den Geist des Wettkampfs vordergründig ohne das dieser von anderen Elementen beeinflusst wird. Sowohl in Haikyuu wie Yowamushi ging es darum zu siegen, nicht für eine bestimmte Person sondern für das Team, seine Freunde oder für sich selbst.
Yowamushi hab ich nie gesehen, aber die anderen und, wie gesagt, wegen dem Humor und, wie du sagst, den Wettkämpfen mitgefiebert. Vor allem bei Haikyuu, wie man im neuesten Thread sehen kann (darfst gern mitmachen :P ) ist jeder Wettkampf Spannung pur! Ich glaub auch, dass ich Sportanimes, wo es nicht ums Team ging, bisher noch nicht sah.

Muss mal schauen, ob es auch Sportanimes gibt mit Fanservice für Männer. Spontan fällt mir keiner ein, außer, man zählt Martial Arts dazu. XD

Okay, weiß Bescheid, danke. ^^
20.11.2016 15:29
Taria




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Zitat von Voice

Free!, All Out! und Yuri on Ice!!! (erks, diese Ausrufezeichen) haben das Gesamtbild ein wenig verwässert, denn das sind Titel, die auch ein weibliches Publikum anziehen wollen.

All Out!! ganz sicher nicht, der Manga erscheint in der Morning Two, das ist ein Seinen-Magazin und hat eine männliche Zielgruppe. Man merkt es auch, dass es hierfür sehr wenig Fanarts gibt, dass da die weibliche Fangemeinde nicht so groß ist und dann ist Rugby auch nicht unbedingt eine Sportart, die Frau wirklich anspricht, da es deutlich härter zugeht. Da sprechen Haikyuu und Kuroko die weibliche Zielgruppe viel stärker und besser an. Das kann sich durch den Anime ja noch ändern, aber All Out!! ist aktuell da echt ein sehr schlechtes Beispiel.

Zitat von Neliss

Dieser Anime ist voll mit Muskeln, sexy Hintern und Schmachten pur, wenn auch die Charaktere oft merkwürdig gezeichnet sind.

Ich kenne ziemlich viele Damen, die mit dieser Darstellung von Muskeln gar nicht klar kommen und solche Titel meiden. Die mögen mehr die androgynen Herren. In einem anderen Forum mag es wirklich komplett anders aussehen, was die Beteiligung angeht. So viele attraktive Kerle gibt es in All Out ja auch nicht, persönlich finde ich bislang nur Sekizan attraktiv, der Rest ist halt der Rest und spricht mich optisch null an. Da nutzen Muskeln über Muskeln nichts, wenn der Rest nicht stimmt. Ich gucke es aber, weil ich es insgesamt mag.


20.11.2016 21:44
Hiei




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Zitat von Neliss

Für mich war der Anime total normal irgendwie. Was will man sonst auch machen? Ganzkörper-Schwimmanzüge? Schön rot-weiß gestreift wie man es aus alten Filmen kennt? :D *scherz*
Es mag vielleicht sein das solche Szenen aus einem anderem Blickwinkel etwas mehr auffallen, aber bei solchen Szenen kann ich auch lediglich an den Begriff "Fanservice" denken :sweat:

Diese Szenen tragen lediglich dazu zusätzlichen "Content" zu liefern, welcher nicht unbedingt notwendig ist um das Grundkonzept der Serie zu verwirklichen. Ob die Serie dabei den selben Erfolg gefeiert hätte ist ggf, zu bezweifeln, da eben Fanservice letztendlich dazu dient eine bestimmte Gruppe anzusprechen und diesen finanziell im Fokus zu haben.
Wenn man sich nämlich diverse Figuren zu so manchen Serien ansieht, merkt man diesen deutlich den jeweiligen Service an und zwar in sowohl beide Richtungen.

Zitat von Neliss

Muss mal schauen, ob es auch Sportanimes gibt mit Fanservice für Männer.
Da gibt es so einige wie unteranderem das Saki-Franchise (Mahjong), Bamboo Blade (Kendo), Shakunetsu no Takkyuu Musume (Ping Pong), Stella Jogakuin Koutou-ka C³-bu (Air Soft), Ro-Kyu-Bu! (Basketball), Long Riders (Fahrrad), Sabagebu (Airsoft). Keijo (?) und Softenni (Tennis) ein.
Hierbei muss jedoch erwähnt werden das viele dieser Serie das Sportsetting nicht als Szenario sondern hauptsätzlich als Setting nutzen. In vielen geht es hauptsätzlich um die komödiantische Note und weniger um den Sport selbst.
Von den genannten Serien kann man wohl höchsten Bamboo Blade wie Takkyuu Musume als Sport Serien bezeichnen, wobei Saki ebenfalls dazu zählen könnte wenn man die unrealistischen Fähigkeiten beiseite schiebt (als Mahjong Spieler macht die Serie dennoch sehr viel Spaß) und natürlich Keijo welches in der Tat als Sportart zählen kann (auch wenn dieser größtenteils eher in japanischen Gameshows gespielt wird).
Dennoch ist das Sportgenre größtenteils eher in "männlicher" Hand und wirklich viele weibliche Sportserien als Animes existieren nicht unbedingt, erst recht keine die sich auf Fanservice konzentrieren oder den jeweiligen Sport ernst nehmen.
Im Manga-Bereich sieht das hingegen jedoch deutlich besser aus, auch wenn die Überhand des männlichen Sports weiterhin überwiegt (sowohl mit Fanservice für Frauen wie ohne für alle Zielgruppen).

Zitat von Voice

Der Grund ist viel banaler: Obwohl hier schon immer mehr Männer als Frauen registriert waren, sind die Frauen seit wenigen Jahren deutlich aktiver, was sich auch in den jeweiligen Threads wiederspiegelt.
Das würde so manche Entscheidung diverser Umfragen erklären :D


21.11.2016 19:47
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Zitat von Neliss

Muss mal schauen, ob es auch Sportanimes gibt mit Fanservice für Männer. Spontan fällt mir keiner ein, außer, man zählt Martial Arts dazu. XD


Zitat von Hiei

Da gibt es so einige wie unteranderem das Saki-Franchise (Mahjong), Bamboo Blade (Kendo), Shakunetsu no Takkyuu Musume (Ping Pong), Stella Jogakuin Koutou-ka C³-bu (Air Soft), Ro-Kyu-Bu! (Basketball), Long Riders (Fahrrad), Sabagebu (Airsoft). Keijo (?) und Softenni (Tennis) ein.


Hiei hat ja schon einige genannt, aber grade mit Keijo!!! hast du einen topaktuellen Vertreter in der derzeitigen Anime Season. Grob betrachtet könnte man sagen, dass es hierbei um eine Art Wrestling geht. Wobei ich hier auch noch Sekai de Ichiban Tsuyoku Naritai! zu Hieis Liste hinzufügen möchte, weil es hier um Ecchi und Wrestling in Symbiose geht:



Zitat von Taria

All Out!! ganz sicher nicht, der Manga erscheint in der Morning Two, das ist ein Seinen-Magazin und hat eine männliche Zielgruppe.


Das war eher Mutmaßung meinerseits, kenne die Serie nur vom Mitlesen im Thread und das Key Visual stellt die stählernen Pomuskeln einer Figur ganz besonders zur Schau, deswegen lag die Vermutung nahe.
Ich finde Muskeln im Übermaß nun auch übertrieben, in der Realität wird man kaum so viele athletische Typen auf einen Haufen finden. Aber wenn, dann wohl am ehesten in einem Sportteam, insofern kaufe ich das einer Serie wie All Out! sogar ab. Über zu wenige androgyne Typen kann man sich auch kaum beschweren, Shoujos und BL-Titel sind ja voll damit. Interessanter fände ich es ja eher, wenn es mehr Bara-Typen wie Rider aus Fate/Zero gäbe, wobei auch das ein Extrem ist.


23.11.2016 14:27
Taria




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Zitat von Voice

Das war eher Mutmaßung meinerseits, kenne die Serie nur vom Mitlesen im Thread und das Key Visual stellt die stählernen Pomuskeln einer Figur ganz besonders zur Schau, deswegen lag die Vermutung nahe.
Ich finde Muskeln im Übermaß nun auch übertrieben, in der Realität wird man kaum so viele athletische Typen auf einen Haufen finden. Aber wenn, dann wohl am ehesten in einem Sportteam, insofern kaufe ich das einer Serie wie All Out! sogar ab. Über zu wenige androgyne Typen kann man sich auch kaum beschweren, Shoujos und BL-Titel sind ja voll damit. Interessanter fände ich es ja eher, wenn es mehr Bara-Typen wie Rider aus Fate/Zero gäbe, wobei auch das ein Extrem ist.

Man nimmt weibliche Fans ja immer gerne mit, der Manga wird auch von einer Frau gezeichnet.
Generell ziehen halt Sporttitel viele weibliche Fans an, da man selten so viele Kerle auf einen Haufen hat und deren Interaktionen untereinander man beobachten kann. Dann hat man auch oft wirklich spannende Spiele, da muss man nicht mal wirklich die Sportart mögen, die Sympathie für die Charaktere ist hier ausschlaggebender. Gibt aber auch genug weibliche Leser, die mit Sporttiteln null anfangen können bzw. es sich nicht vorstellen können, es zu mögen.
Ja, muskulöse Charaktere finde ich auch plausibler, wenn es ein Sporttitel ist bzw. Titel, in der es extremere körperliche Tätigkeiten gibt. Androgynere Jungs/Männer mag ich gelegentlich auch, aber meist möchte ich schon, dass man sie als Kerl identifizieren kann.


25.11.2016 11:36
Voice




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Ich bin mal so frei und ziehe das aus dem DN Awards Nominierungsthread:

Zitat von seiyamon

Vor einem Jahr wurde "Hibike! Euphonium" (Season 1) stark für das Yuri-Teasing kritisiert (weniger hier aber in anderen Foren) und YOI wird jetzt dafür in den Himmel gelobt? Kann ich nicht so ganz verstehen denn beides ist purer Fanservice für eine bestimmte Zuschauer-Gruppe und die begeistert das nun mal halt.


Ich möchte das Thema mal aufgreifen, weil ich glaube, dass man hier durchaus differenzieren muss. Ich denke, du tust mit dem Vergleich Yuri!!! on Ice ein wenig Unrecht. Der Kritikpunkt an Hibike! Euphonium ist doch - und korrigiere mich, falls ich falsch liege -, dass es Yuri Teasing gibt, was in Staffel 1 nicht der Fall war. Ich könnte hiermit auch falsch liegen, da ich die Serie nicht gesehen habe und mich hier auf Hören-Sagen verlassen muss. Wenn dann plötzlich von einer Staffel auf die andere Anspielungen eingebaut werden, kann ich die Kritik verstehen. Es ist, als würde man die bereits bekannten Charaktere out of character führen um diesen Fanservice zwecks Steigerung des Abverkaufs zu zelebrieren. So nach dem Motto "Lass die Mädels miteinander flirten, dann kaufen NOCH mehr Leute die Serie". Dasselbe erlebe ich derzeit auch in ] Fate/kaleid liner Prisma Illya 2wei, wo mir die herumzüngelnden Mädchen mächtig auf den Zeiger gehen, weil man es ihnen einfach null abkauft.

Yuri!!! on Ice hingegen kaufe ich jede Sekunde ab, die Figuren handeln sehr authentisch und man hat nicht das Gefühl, als hätte man die Figuren alleine auf Fanservice aufgebaut bzw. dorthin manövriert, obwohl das nicht ihrem Naturell entspricht.


31.01.2017 16:57
Hiei




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Zitat von Voice

Der Kritikpunkt an Hibike! Euphonium ist doch - und korrigiere mich, falls ich falsch liege -, dass es Yuri Teasing gibt, was in Staffel 1 nicht der Fall war. Ich könnte hiermit auch falsch liegen, da ich die Serie nicht gesehen habe und mich hier auf Hören-Sagen verlassen muss. Wenn dann plötzlich von einer Staffel auf die andere Anspielungen eingebaut werden, kann ich die Kritik verstehen. Es ist, als würde man die bereits bekannten Charaktere out of character führen um diesen Fanservice zwecks Steigerung des Abverkaufs zu zelebrieren.
Die Serie bot diese Elemente bereits in der ersten Staffel, wobei man diese auch nur als solche interpretieren konnte da es wie bei sonstigen Serien wie Free oder sonstigen Otome/Shoujo Titel von einer recht übertriebenen Darstellung der Freundschaft Gebrauch gemacht wird.
Es ist niemals ein direktes körperliches Teasing in dieser Serie zu sehen, da diese hauptsätzlich darauf beruht das sich die Charaktere in den Arm nehmen, sich gegenseitig trösten oder einander versprechen gemeinsam ihr Ziel zu erreichen oder immer für einander da zu sein. Man kann es also hinein interpretieren wenn man diese Andeutungen so verstehen möchte, wobei bereit zu beginn an von der Serie klar ist das hier die beiden Heroinen einen jeweils männlichen Love-Interest haben.

Zitat von Voice

Yuri!!! on Ice hingegen kaufe ich jede Sekunde ab, die Figuren handeln sehr authentisch und man hat nicht das Gefühl, als hätte man die Figuren alleine auf Fanservice aufgebaut bzw. dorthin manövriert, obwohl das nicht ihrem Naturell entspricht.
Also mir wird ständig gesagt das es in der Serie kein BL gibt und es zu diesem ominösem Kuss nie kam, nie ist die Orientierung des Geschlechts wirklich in dem Titel klargestellt, weshalb ich es durchaus als "teasing" ansehe wenn ein körperlicher Kontakt nur indirekt so präsentiert wird, aber niemals klar gestellt wird das diese sich in einer Beziehung befinden bzw. emotionale Gefühle weit über die Freundschaft zueinander hegen.
Wie gesagt höre und lese ich das von jenen Usern die sich diese Serie angeschaut haben, welche mich dazu bringen wollten in den Titel reinzusehen da ich BL-Titel abseits von VNs den Rücken gekehrt habe.

Ps. Illya x Kuro x Miyu FTW


31.01.2017 19:26
seiyamon




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Zitat von Voice

Der Kritikpunkt an Hibike! Euphonium ist doch - und korrigiere mich, falls ich falsch liege -, dass es Yuri Teasing gibt, was in Staffel 1 nicht der Fall war.


Ich korrigiere hiermit: das "Yuri-Teasing" in Staffel 1 wurde in einigen anderen Foren kritisiert. Staffel 2 hat sich auf andere Dinge konzentriert und Reina (die in S1 sehr präsent war) rückte zugunsten anderer Charaktere etwas in den Hintergrund.
Ich habe es zudem nicht als Teasing empfunden sondern war begeistert wie die beiden Mädchen sich näher kennengelernt haben und manchmal (vor allem in Folge 8) eine starke romantische Spannung zwischen Ihnen erkennbar war. Und ich empfand das auch als authentischer als die dargestellte Beziehung in YOI. Solltest dir Hibike echt mal geben, ist richtig toll wie ich finde ;-)

Aber generell find ichs gut das einer meine ausufernden Award-Nominierungen liest ^^

Zitat von Hiei

Also mir wird ständig gesagt das es in der Serie kein BL gibt und es zu diesem ominösem Kuss nie kam, nie ist die Orientierung des Geschlechts wirklich in dem Titel klargestellt, weshalb ich es durchaus als "teasing" ansehe wenn ein körperlicher Kontakt nur indirekt so präsentiert wird, aber niemals klar gestellt wird das diese sich in einer Beziehung befinden bzw. emotionale Gefühle weit über die Freundschaft zueinander hegen.


Und genau wie du es beschreibst ist es auch. Eine wirkliche "Beziehung" gibt es nicht sondern halt tausendundeine Andeutung, hier ein angedeuteter Kuss, da ne Umarmung und dann noch nen Ring, innige Blicke.... . Dass der Fankreis für sowas gigantisch hoch ist sieht man ja an den Ergebnissen der Crunchyroll-Anime-Wahl recht deutlich. Und dieses Überhypen ist es auch was mich dann YOI etwas skeptischer beurteilen lässt als ich es normal getan hätte. Für nen Sport-Anime ist YOI zu langweilig (Eislaufen ist vermutlich generell sehr langweilig) und in den Bewertungskriterien schwer nachvollziehbar. Da müssen sie schon einen mehrfach stürzen lassen um klar zu machen dass er jetzt schlechter war als die anderen. Charakterbuilding gabs nur bei Victor, Yuri und noch etwas bei Yuri2 aber der Rest des recht großen Casts blieb farblos und ähnelte eher Karikaturen. Deswegen mochte ich die erste Hälfte der Show lieber, bevor Performance auf Performance folgte und ich die Motivation der Charaktere alleine ihren inneren Monologen entnehmen konnte. Naja führt am Thema vorbei aber: ich bin generell keine Zielgruppe und kann die Begeisterung über das Teasing nicht nachvollziehen. Und bei Hibike (da bin ich wohl Zielgruppe) fand ich das "Teasing" gut, nachvollziehbarer und nicht so plump.


Dieser Beitrag wurde 4 mal editiert, zum letzten Mal von seiyamon am 01.02.2017 00:24.

01.02.2017 00:02
Mistress of Doom




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Zitat von Hiei

Man kann es also hinein interpretieren wenn man diese Andeutungen so verstehen möchte, wobei bereit zu beginn an von der Serie klar ist das hier die beiden Heroinen einen jeweils männlichen Love-Interest haben.

Uhm? Und genau damit habe ich ich ein Problem. Es kommt für mich tatsächlich etwas unrealistisch daher, wenn man auf der einen Seite ein Loveintrest hat und auf der anderen Seite seine Freundin anschmachtet und nichts anderes hat hier stattgefunden. Ich finde solche Sachen tatsächlich um einiges unglaubhafter, als wenn bei Yuri on Ice zwei Jungs zusammen rumturteln, wei es wohl allgemein angesehen wird, ich seh es jetzt nicht so, ohne das i-wo ein Mädchen rumsitzt und auf einen der beiden wartet, oder einer der beiden "geheim" in ein Mädchen verliebt ist.
Persönlich empfand ich den Fanservice nicht als so schlim bei Yuri on Ice, da ich ihn eigentlich eher als ein Mittel zum Zweck von Vikctors Seite sah seinem Schützling "Liebe" bzw. eine Form der Liebe zu vermitteln, welche wiederum Hauptbestandteil seiner Kür war und die er ja empfinden, erleben und umsetzen sollte für eben diese. Der Punkt hier ist einfach einmal, das hier ein Charakter über die Zuwendung eines Zeiten lernt und über sich hinauswächst, das ihm über diese Zuwendung vermittelt wurde, das er etwas bedeutet, etwas darstellt, das er an Selbstvertrauen gewinnt und lernt über sich hinauszuwachsen, all das sah ich jetzt in Hibiki nicht wirklich, da sah ich nur simples Bait für Yuri um des Fanservices Willen.
Und ja, ich habe nichts gegen Fanservice, kann man mir wirklich nicht vorwerfen, aber entweder ehrliches klares wie bei Keijo!!!!!!!! oder sinnvoll eingesetztes wie bei Yuri on Ice, was mich persönlich einfach nervt ist so hingeworfener Bait wie bei Hibiki oder eben auch bei Ga-Rei, das ich gerade sehen, sei es da nun das ich mich frage warum plötzlich die zwei Mains halb rumfummeln auf der Autorückbank liegen müssen, oder in Großeinblendung zwei Mädchen in Schulbadeanzügen zusammenquetschen in einem Spint und man in Großaufnahme zeigen muss wie sich die Brüste aneinandereiben.
Warum muss sowas dann sein? Wenn ich Fanservice will seh ich mir Hyakka Ryouran oder meinetwegen Strike Witches, aber doch kein Ga-rei oder Hibike.

Zitat von seiyamon

Und bei Hibike (da bin ich wohl Zielgruppe) fand ich das "Teasing" gut, nachvollziehbarer und nicht so plump.

Ist wirklich spannend, ich sehe es genau anders herum, wozu brauche ich bitte eine romatische Stimmung zwischen zwei Mädels, von denen eine schwer verliebt vorzugeben scheint in ihren Lehrer und zwar wirklich schwer verliebt... Das kommt mir wiederum einfach total unrealistisch vor und plump vor und überzeugt kein Stück.

Zitat von Voice

Es ist, als würde man die bereits bekannten Charaktere out of character führen um diesen Fanservice zwecks Steigerung des Abverkaufs zu zelebrieren. So nach dem Motto "Lass die Mädels miteinander flirten, dann kaufen NOCH mehr Leute die Serie".

This!
und

Zitat von Voice

Yuri!!! on Ice hingegen kaufe ich jede Sekunde ab, die Figuren handeln sehr authentisch und man hat nicht das Gefühl, als hätte man die Figuren alleine auf Fanservice aufgebaut bzw. dorthin manövriert, obwohl das nicht ihrem Naturell entspricht.

This! Ich sehe es tatsächlich genau so wie Voice, nur mit dem Unterschied, das ich Hibike gesehen habe und den Fanservice als so unpassend wie einen Pickel am Po betrachte. Da komm ich sogar noch besser mit dem Tittenmonster in O;9 klar.
01.02.2017 05:29
Hiei




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Zitat von Mistress of Doom

Uhm? Und genau damit habe ich ich ein Problem. Es kommt für mich tatsächlich etwas unrealistisch daher, wenn man auf der einen Seite ein Loveintrest hat und auf der anderen Seite seine Freundin anschmachtet und nichts anderes hat hier stattgefunden.
Es gab nie körperlichen Kontakt zwischen den jeweiligen Heroinen, es blieb immer auf einer sutiblen Ebenen.
Wenn ich mich richtig errinnere ist das bei Yuri on Ice deutlich expliziter zu erkennen, wobei hier der Titel sich eben nicht klar als BL Titel positioniert und dies eher der eigenen Fantasie des Zuschauers überlässt.
Wie gesagt weiß ich dies nur von jenen die mir die Serie schmackhaft machen wollten, wobei ich wohl lieber dem Titel keine Chance geben sollte wenn die "Liebe" zwischen den beiden Protoganisten doch nicht nur auf körpelicher Inszenierung bleibt sondern explizit auf diese hindeuten möchte wenn der Charakter hauptsätzlich durch die übertriebene Zuneigung des anderen Protoganisten über sich wächst welche schon deutlich über der üblich übertriebenen Darstellung japanischer Freundschaft präsentiert wird.
Zumindest errinnere ich mich nicht daran das in Hibike in einer Szene im Onsen darüber gesprochen wird, wie schön der anderen den Körper des anderen findet oder dieser komplett rot und schüchtern wird wenn sich diese gegenseitig loben oder das Herzklopfen beginnt wenn sie sich in den Arm nehmen.
Ebenfalls fehlt die Reaktion der Sidecharaktere auf diese "eigenartige" Zuneigung in jener Serie, während das wohl in Yuri on Ice der Fall gewesen zu sein scheint.

Generell halte ich das Thema "Baiting" weder für falsch noch schlecht, da die Titel mit einem bestimmten Ziel produziert wurden und die Fans eben darauf anspringen. Wenn man mal sieht wie viel Einfluss beide Serien in ihrer Fanszene hatte, bin ich eigentlich der Überzeugung das beide von diesem Element gebrauch gemacht haben und man nach eigener persönlicher Präferenz diese als "schlimmer" als der andere Titel interpretiert.
Letztendlich ist das Baiting eine Interpretationsgeschichte und in diesem Fall nehmen sich weder diese zwei Serien noch andere wirklich viel.


01.02.2017 19:52
Sora




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Zitat von Mistress of Doom

This! Ich sehe es tatsächlich genau so wie Voice, nur mit dem Unterschied, das ich Hibike gesehen habe und den Fanservice als so unpassend wie einen Pickel am Po betrachte. Da komm ich sogar noch besser mit dem Tittenmonster in O;9 klar.

Finde ich genau andersherum. Ich habe beide Serien gesehen, Yuri on Ice, sowie UFO. Bei UFO ist klar, dass beide Mädchen nicht auf das andere stehen. Es gibt teasing, ja, aber nie gab es eindeutige Szenen, dass beide was voneinander wollen. Für mich eine tiefe Mädchenfreundschaft, die ich beiden so auch total abkaufe.
Bei Yuri on Ice kaufe ich beiden sofort ab, dass sie total gay füreinander sind. Dieses Rumgestöhne von Viktor, wenn Yuri auf dem Eis läuft und wieder etwas Tolles vollbringt. Dieses ewige Geblushe von Yuri, wenn er Ciktor nackig sieht, ihn schlafen sieht und was weiß ich nicht alles.
Vergleiche ich mal UFO und Yuri on Ice miteinander, dann wird es deutlich weniger Szenen geben, in denen sich Kumiko und Reina anblushen, als Viktor und Yuri. Für mich ist das ganz klares Fujoshi-Baiting, was hier bei Yuri on Ice betrieben wurde. Ich will nicht abstreiten, dass es das für Yuri-Fans bei UFO auch nicht gibt, aber die Darstellungsweise bei Yuri on Ice finde ich schon deutlich krasser, als bei UFO.

Ich wiederhole mich, aber bei UFO wird klar, dass die beiden nichts voneinander wollen, aber bei Yuri on Ice muss man Tomaten auf den Augen haben wenn man meint, da würde nichts zwischen den beiden laufen. Ich würde sagen, dass Yuri on Ice ein deutlich krasseres Baiting für Yaoi-Fans darstellt, als UFO für Yuri-Fans.


01.02.2017 20:09
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Zitat von Taria

Generell ziehen halt Sporttitel viele weibliche Fans an, da man selten so viele Kerle auf einen Haufen hat und deren Interaktionen untereinander man beobachten kann. Dann hat man auch oft wirklich spannende Spiele, da muss man nicht mal wirklich die Sportart mögen, die Sympathie für die Charaktere ist hier ausschlaggebender. Gibt aber auch genug weibliche Leser, die mit Sporttiteln null anfangen können bzw. es sich nicht vorstellen können, es zu mögen.

Das ist richtig, und ich kann als Mann nichts mit Sport-Animes anfangen. XD Hat jetzt nichts damit zutun, ob die Zielgruppe nun männlich oder weiblich ist. Sailor Moon ist auch ein Titel für eine Weibliche Zielgruppe, und ich schaue es trotzdem, und in absehbarer Zeit kommt im selben Genre auf jeden Fall noch Pretty Cure dran, den ich mir unbedingt noch besorgen muss, sobald ich mir das leisten kann. Was ich damit sagen will... Auch in den typischen Magical Girl Titeln befindet sich doch auch eine Menge "weiblicher Fanservice" man denke in dem Zusammenhang nur an die Liebesbeziehung zwischen Michiru und Haruka, oder auch die ebenfalls Homosexuelle Beziehung zwischen Zoisite und Kunzite (die mich sogar auf eine seltsame Art und Weise berührt hat).

Zitat von Voice

Yuri!!! on Ice hingegen kaufe ich jede Sekunde ab, die Figuren handeln sehr authentisch und man hat nicht das Gefühl, als hätte man die Figuren alleine auf Fanservice aufgebaut bzw. dorthin manövriert, obwohl das nicht ihrem Naturell entspricht.

Klingt glatt nach einer Serie, die ich auch mal schauen sollte. :D Ich denke beispielsweise nicht, dass ich heute noch viel mit einer OVA wie Stainless Night anfangen könnte, da es sich hier praktisch NUR um Fanservice handelt, sowohl für die männliche, als auch für die weibliche Zielgruppe. Wobei ich auch mal Love Stage!! angefangen habe (also einen typischen BL-Titel), ich allerdings irgendwann mal abbrach. Derartige Serien sind wohl offensichtlich entweder nur etwas für homosexuelle Männer (auf die sicher eine deutlich romantische Wirkung erzielt wird), oder eben Frauen, die süße Kerle sehen wollen. Für mich hat es aber nichts damit zu tun, dass ich mich damit nicht identifizieren kann, sondern eher, dass das Gesehene eher an mir vorbeigerauscht ist, ohne überhaupt irgendeinen Eindruck zu hinterlassen.


01.02.2017 20:46
Mistress of Doom




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Zitat von Hiei

Es gab nie körperlichen Kontakt zwischen den jeweiligen Heroinen, es blieb immer auf einer sutiblen Ebenen.

Und wozu brauch ich das dann, das würde mich jetzt einmal interessieren, ich habe ja ausgeführt wie ich das bei Yuri on Ice empfunden habe und wo ich persönlich den Sinn in der ganzen Aktion sah, aber sag mir wozu braucht man so was wie bei Hibike? Bringt mich das irgendwie als Zuseher weiter? Bringt das die Handlung weiter?
Ich bin auch nicht wirklich einer dieser Zuseher, der dann gleich irgendwelche Pairings shippen muss, weder weibliche noch männliche, ich habe auch keinerlei Fantasie von der ich wüsste, ich bin da nicht wie gewisse Admins, die gleich von einem flotten Dreier im Hotelzimmer unter Eisläufer ausgehen, nur weil sie zusammen in einem Zimmer sind.
Ich sehe was die Handlung voranbringt und nicht mehr und nicht weniger, das war bei Free so um das andere böse Wort mal fallen zu lassen und das ist bei Yuri on Ice so. Wenn ich der Meinung bin mir Explizites ansehen zu wollen, da würde ich es nicht bei Yuri on Ice tun, da würde ich das eher bei Super Lovers oder Buko no Pico tun. :D ...oder was ganz anderem.
Wobei man hier auch noch sagen muss, das die Bait bei Free wahrscheinlich kleiner ausfallen würde, als bei YoI.

Zitat von Sora

Für mich eine tiefe Mädchenfreundschaft, die ich beiden so auch total abkaufe.

Aber dann sag mir doch einmal warum schreien dann gleich schon wieder alle laut: YURI!!!
Man ist doch mittlerweile schon so darauf geeicht auf so etwas zu reagieren, warum ist das so?

Es nervt mich einfach irgendwie so, das ich ja selbst merke wie man sich gewissen Dingen unterwirft, ob man nun will oder nicht. Ich kann wirklich jeden verstehen, der eine Abneigung gegen YoI hat, eben wegen jenen Sichtweisen, deiner und auch Hieis, wobei ich deine da doch ein kleeeeiiiin wenig ernster nehme, zumal du den Anime auch gesehen hast, aber warum ist das immer so. Ich merke solch ein Verhalten auch an mir, ich habe jetzt gut und gerne ein halbes Jahr Re:Zero ignoriert, um meinen Hass auf diverse Fanboys in den Griff zu bekommen, die mir städnig mit ihrem bekloppten Waifu-Fight ankamen.
Warum reduziert man einen Anime auf die Waifus, auf das Yuri und das Bait im allgemeinen. Es nervt manchmal einfach!

Zitat von Sora

UFO

Mit UFO meinst du jetzt schon Hibike, oder schreiben wir an einander vorbei?:suspekt:
01.02.2017 22:27
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Zitat von Voice

Der Kritikpunkt an Hibike! Euphonium ist doch - und korrigiere mich, falls ich falsch liege -, dass es Yuri Teasing gibt, was in Staffel 1 nicht der Fall war. Ich könnte hiermit auch falsch liegen, da ich die Serie nicht gesehen habe und mich hier auf Hören-Sagen verlassen muss. Wenn dann plötzlich von einer Staffel auf die andere Anspielungen eingebaut werden, kann ich die Kritik verstehen. Es ist, als würde man die bereits bekannten Charaktere out of character führen um diesen Fanservice zwecks Steigerung des Abverkaufs zu zelebrieren.

Ich wollte mich eigentlich sowieso im Hibike! Euphonium Thread melden aber es passt gerade auch gut in die Diskussion. Digibro hatte zu dem Thema die Tage auch ein Video gemacht, dass ich aufgreifen wollte.
Und weil mir das schon weh tut, Hibike! betreibt kein Yuri-Baiting an keiner Stelle, im Gegenteil! Sowohl was die Charaktere aussagen, als auch wie sie handeln ist immer ehrlich und greifbar vermittelt. Das einzige Problem was die Serie hat, ist die starke Inszenierung. Klingt zwar komisch aber manchmal gehen die Macher zuweit, wie umwerfend Situation dargestellt werden und auch Gefühle sehr tiefgreifend in Szene gesetzt werden. Und die Mühe braucht es eigentlich gar nicht für die bodenständige Werte und Gefühle, die eigentlich vermittelt werden wollen. Aber soll man das wirklich an´kreiden, dass KyoAni aus jeder Szene optisch das bestmögliche herausholen. Besagte Episode 8 (Staffel 1) ist einfach sehr romantisch vom Ambiente und in jeder anderen Romance-Serie würde man aus so einer Darstellung mehr erwarten. Hier schadet also die eindrucksvolle Darstellung dem Kontext und etwas dezenter wäre es wohl klarer gewesen. Selbst bei Hyouka kam es mir an manchen Stellen so vor als wenn die Emotionen sehr übersteigert inszeniert wurden, als es nötig wäre. Weniger ist manchmal mehr. Im Fall von Hibike gibt das den Szenen diesen Unterton, den manche so interpretieren wollen. Aber wie meine Vorredner schon anbringen, der Anime selbst geht nie wirklich in die Richtung, Reina hegt klar Gefühle für den Lehrer und macht auch nie Anzeichen, als würde sie in Kumiko mehr als eine Freundin sehen. Und ich für meinen Teil empfand Kumiko Gefühle auch immer nur als starke Bewunderung und Freundschaft, weil Reina sie stark beeinflusst hat, sich zu verändern. In der zweiten Staffel gibt es dann wieder diejenige, die schreien Kumiko hätte sich in Asuka verkugt, aber da gilt das gleiche, dass die Serie nie dies aussagen will aber da mehr hineininterpretiert als da eigentlich ist.

Und andererseits rührt das auch von einer Erwartungshaltung her, die man als Anime-Konsument schon fast indoktriniert bekommen hat. Immer wenn zwei Charaktere sich nahe stehen oder in einer romantischen Atmosphäre befinden, ist es einfach offensichtlich das sie Gefühle für einander hegen. Ich hatte mich auch mal dazu ausgesprochen, wie störend ich es finde, wie leicht sich im Anime-Medium Figuren ineinander verlieben, ohne das Gefühle richtig aufgebaut werden. Ich sag nur das Liebeswirrwarr in Serien wie Kiznaiver oder Nagi no Asukara. Eben weil zwischen zwei Figuren ohneweiteres gleich Liebe in der Luft ist, impliziert man gleich überall wo Gefühle richtig aufgebaut werden, gleich Liebe. Es kann im Anime schon fast gar nicht mehr sowas wie eine innige Freundschaft geben, weil sofort was mitschwinkt. Und da sehe ich die Schuld mehr beim Anime-Zuschauer, wenn gleich Yuri erwartet wird, als beim Regiesseur von Hibike. Einfach weil ich die Serie dafür schätze wie es die Gefühle subtil und gleichzeitig einnehmend vermittelt. Ich möchte nicht das man dann zurückfahrt, nur weil sonst der gemeine Anime-Fan sich mehr davon verspricht, obwohl der Kontext doch immer eindeutig ist.

Zitat von Voice

Yuri!!! on Ice hingegen kaufe ich jede Sekunde ab, die Figuren handeln sehr authentisch und man hat nicht das Gefühl, als hätte man die Figuren alleine auf Fanservice aufgebaut bzw. dorthin manövriert, obwohl das nicht ihrem Naturell entspricht.
Und ich habe eben beide Serien für diese greifbare, authentische Art wie Gefühle vermittelt werden schon gelobt. Aber Yuri on Ice hat daneben eben auch einzelne Momente, wo es klar diesen Schritt weiter macht, damit die weiblichen Fans mehr hineininterpretieren können. Sogar das manche Situation unnatürlich wirken oder sogar geheuchelt. Gerade die Sache mit dem Kuss oder als Yuri für sie beide die Ringe kauft. Dass die Serie dann nach solchen Szenen nen klaren Rückzieher macht und sie ganz seltsam als Missverständnis auslegt, ist für mich dann BL-Baiting. Auch hier haben die Fans gleich viel mehr drin gesehen. Und es war eben auch auf einen guten Weg eine homosexuelle Beziehung natürlich aufzuzeigen, aber eben weil die Serie in solchen Momenten nicht konsequent ist und den Mut aufbringt dazu zustehen, macht das für mich viel davon kaputt, was die Serie richtig macht. Und sowas kann man Hibike dann nicht vorwerfen, weil sie nie explizit sowas andeutet.


Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Grimangel am 01.02.2017 22:51.

01.02.2017 22:36
Hiei




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Zitat von Mistress of Doom

Bringt das die Handlung weiter?
Das eigentliche Problem welches du nicht gerade nachvollziehen möchtest, ist eben jenes das es kein Baiting war sondern eine Freundschaft, welche durch die Unterstützung untereinander den Charakteren den Mut gab den nächsten Schritt zu gehen und sich weiter zu entwickeln.
Baiting ist immernoch eine reine Interpretationssache wenn sich diese hauptsätzlich auf subtiler Ebene bewegt, da für einige diese als normale Freundschaftsdarstellung betrachtet wird weil die Charaktere sich versprechen immer für einander da zu sein, während andere dies gleich als Heiratsantrag verstehen.
Viele Titel stellen Freundschaften recht übertrieben dar, was aber nicht im Umkehrschluss bedeutet das es hier um ein "Baiting" handelt.
Solange dies sich niemals in körperliche Zuneigung entwickelt oder von den Charakteren eine körperliche Reaktion zu erkennen ist (Herzklopfen, angedeuteter Kuss etc), ist das für mich lediglich eine übertriebene Darstellung einer Freundschaft.
Das Beispiel Illya kann ich noch nachvollziehen wobei das eben ein Ecchi Titel ist, auch wenn es sicher ohne diesen Aspekt ebenfalls funktionieren würde aber wohl nicht die selbe Wertung von mir bekommen würde weil ich Ecchis + Lolis als Kombination sehr gerne sehe.


Zitat von Mistress of Doom

Man ist doch mittlerweile schon so darauf geeicht auf so etwas zu reagieren, warum ist das so?
Weil es ein Fandom ist?
Jedes Unterhaltungsmedien, jede Serie, jeder Film usw. hat solch eines.
Ist dir eigentlich bewusst wie viele in Doctor Who einen schwulen Charakter sehen und das hypen, obwohl die Serie sowas niemals angedeutet hat? Haikyuu als Anime wird als Yaoi Titel bezeichnet, weil die Kerle zueinander stehen, Yowamushi Pedal ebenfalls und das nicht von irgendwelchen Kritrikern sondern Fans der Serie die in den Freundschaften der Charaktere mehr sehen als es ist.
Selbst etwas wie Amnesia das eine Heroine hat und ein Reverse Harem ist, bekommt schon den Yaoi Stempel serviert und dem Titel wird vorgeworfen das mit der Heroine die Serie kaputt gemacht wurde.
Einige stört es, einige ignorieren es und andere nehmen an dieser teil.
Es geht darum einer Gruppierung zugehörig zu sein, welche eben noch spezifischer ist als nur Fan eines Titels zu sein.
Bin ich Fan von Haikyuu dann gibt es Leute die eine bestimmte Schule am besten fanden wie zb. Karasuno High School.
Da aber zu viele diese Schule mögen und man etwas besonderes sein möchte, ist man ein Fan eines bestimmten Charakters; Kageyama.
Da aber immernoch einige diesen Char ebenfalls mögen und man eine besondere Meinung haben möchte, shippt man diesen mit bestimmten Freunden die eine übertrieben Freundschaft zueinander haben; Kageyama x Tsukishima.
Am Ende ist man dann nicht nur Fan von Haikyuu sondern auch der Karasuno Highschool, aber eben nur vom Charakater Kageyama, aber auch nur dann wenn er eine Beziehung zu Tsukishima hat.
Damit ist man etwas ganz besonderes.
So wenig aber es darum in Haikyuu ging, ging es in Re:Zero ebenfalls weil von beginn an klar war welches Paaring feststeht bzw. das es in dem Titel um mehr als nur Paarings ging.
Re:Zero war aber so beliebt das man halt ein ganz besonderer Fan sein musste, weshalb sich dann dieser Ship War entwickelt hat welcher Ausnahme an nahm das am Ende Subaru mit alles und jedem geshippt wurde......selbst mit der Katze weil er sie ja immer streichelt :°_°:
Man kann sowas kritisieren aber verschwinden wird sowas nie, weil Menschen sich nicht nur gerne zugehörig fühlen möchten sondern auch als etwas besonderes.
Ich hab damit kein Problem weil ich es nachvollziehen kann, ich es meist ignoriere oder mich gelegentlich in manchem sogar beteilige.
Daran ist nichts verwerfliches aber vielleicht sehe ich das nur so?


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hiei am 01.02.2017 23:02.

01.02.2017 22:56
Luna




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Zitat von Mistress of Doom

This! Ich sehe es tatsächlich genau so wie Voice, nur mit dem Unterschied, das ich Hibike gesehen habe und den Fanservice als so unpassend wie einen Pickel am Po betrachte. Da komm ich sogar noch besser mit dem Tittenmonster in O;9 klar.

Zitat von Mistress of Doom

Man ist doch mittlerweile schon so darauf geeicht auf so etwas zu reagieren, warum ist das so?

... Weil Anime sonst Anime und ziemlich japanisch(es Wunscherfüllen) ist?
Also abgesehen was Grimangel da erwähnt wegen der romantischen Stimmung der Inszenierung von wegen "zu schön". Einer der konkreten Knackpunkte, bei dem Hibike tatsächlich so wirken mag ist, dass bei besagte Szene in Folge 8 auf dem Berg Berührungen stattfinden. Jetzt sind die in unserem Landkreis auch unter nicht-verliebten nun eigentlich nicht wirklich selten. Aber bei den prüden Japanern und erst recht bei den Eskapismus getriebenden Animes (Otakus wollen ja meistens was schönes, naives, unschuldiges und reines sehen) kommt das in einem Anime ansonsten eigentlich nur vor, wenn liebestechnische Spannungen herrschen. (Oder bei Boobs-groping für Fanservice.)
Die andere von Grimangel verlinkte Szene kann man sogar noch konkreter runterdampfen. Reina vor dem Licht am ende der Szene Lächelt und das Licht strahlt Kumiko aus Reinas Richtung an. Reine, funkelt, leuchtet geradezu. Dann auch noch in Nahaufnahme. Das ist auch ein ziemlich notorisches Stilmittel, womit sonst immer Liebe auf den ersten Bild, überwältigtsein oder sonstige emotionale Überraschung dargestellt wird und meistens passiert das eben bei der obligatorischen "doki doki" Herzflattern Momente obligatorischer Romanzen. (Es gibt auch kaum eine Serie/Film ohne sowas.) Wenn man Shoujos guckt oder besser liest sieht dann sind diese Glitzer-Funkel-Bubbles-Blümcheneffekten sehr inflationär gebraucht. Und wenn sich da sogar noch eine Überdosis gegeben hat nimmt man das wohl auch nicht mehr ernst. (Der Manga Miracles of Love hat so einen Effekt sogar bei einen Hundehaufen (!). :freak: )

Was Hibike allerdings (zumindest in S1, S2 noch nicht gesehen) nicht ganz so verdeutlicht hat, ist, wie es dann aussieht, wenn es aussieht, wenn wirklich romantische Spannungen vorhanden sind, damit die Messlatte mehr Punkte zur Eichung hat. Da gibt es Andeutungen von Reina, aber die sind alle so distanziert, und auch kaschiert, da sie in der Öffentlichkeit stattfinden, da muss schon schon sehr (sehr?) genau hingucken und wissen wie Ostasiten sich in der Öffentlichkeit sich benehmen, um das als sehr deutlich zu bemerken.

Was damit imo auch der große Unterschied ist zu Hyouka, denn das hat eine Eichung schon in der ersten Folge:

Zitat von Grimangel

Selbst bei Hyouka kam es mir an manchen Stellen so vor als wenn die Emotionen sehr übersteigert inszeniert wurden, als es nötig wäre. Weniger ist manchmal mehr.

Nach Romanlektüre kann ich zumindest sagen, das trifft es eher die Faust aufs Auge. Orekis erste Begegnung zu Chitanda ist eine elegantes, groß gewachsenen junge Dame aus vornehmer Familie etc. pp, alles positiv, sie wird als eklatante Schönheit beschrieben. Dann ist der Raum auch noch in die Abendsonne getaucht. Das spiegelt sich auch wunderbar in der Szene wieder, als er reinläuft und sein Blick von ihr gefangen gehalten wird. Auf rein äußerlicher Eben findet er sie schonmal schön und attraktiv. Das ist eigentlich etwas Normales. In jeder anderen gewöhnlichen Serien ist das aber schon Liebe Liebe auf den ersten Blick (die Szene wird auch hinreichend oft in Romance AMVs verwendet) und das erste oder finale große Love Interest, dass es zu erobern gilt. Die Szene geht aber in der ersten Folge von Hyouka eigentlich total unter, weil sie durch die famose Blumenszene überschattet wird. Das kommt noch in der gleichen Folge, als sie ihm in ihrer Neugier ziemlich nah auf die Pelle rückt, und dann ihre übermächtig großen Augen in Beschlag nimmt, die auch als Eingang zu ihrem Nicht-äußerlichem selsbt darstellen. Der Roman macht deren macht damit deutlich das Oreki es nicht Leid wird dieses riesigen Augen (:raging: ) durch penetrantes wiederholtes erwähnen der Augen und deren Größe zu betonen.
Als ich nur den Anime das erste gesehen habe, war ich doch auch ein wenig genervt, derart eklatant und übersehbar unter die Nase gerieben zu bekommen, dass Oreki in Chitanda verschoßen ist und dann gleich bei Folge 1. Und dann auch noch wegen großer Augen. :roar: (<-- Wunder Punkt bei Luna.) Aber es effektiv das, was Hyouka eigentlich vor allem ausmacht. Orekis Zeit an der High School in den Ketten von Chitanda aus in erster Linie dessen Sicht. (Gewürzt mit anderen Charakterstudien, SoL und einer Portion Honkaku Mystery). Der sie von Anfang schon rein äußerlich attraktiv findet, mit den großen Augen als Metapher wie und greifbaren Aufhänger und dann nach und nach andere positive Eigenschaften ihres Charakters kennen lernt. Und das hat der Anime sehr exquisit schon von Anfang an verdeutlicht. (Der Anime wird hintenrum auch wieder weniger übersteigert, aber das passt auch gut zum Handlungsverlauf, da Orekis über seine initiale Irritiertheit/Gereiztheit/Verwirrung durch das Übertölperlt werden wegkommt und sich an das Mädchen gewöhnt.)
Gab doch einige in Hyouka, die sich eher drüber aufgeregt haben, dass zwischen den beiden nie die obligaten Romanceergüsse reinmischen. (Die kitschigen Klischees halt.)

Es gibt ja ansonsten durchaus auch noch andere KyoAni Serien. Gerade bei Haruhi ist mehr als genug an Überinszenierungen dabei, da hat es irgendwie nun auch niemanden so gestört, einfach weil davor schon alles Varianten einmal durchgezeigt sind und die Messlatte steht.

Was mir da in dem Kontext auch als Beispiel einfällt wäre das 8. Opening von Naruto Shippuden. Ist das Yaoi-Baiting? Naruto und Sasukes Gesichter kommen sich da ziemlich nahe, freilich ist das für die geneigten ein mehr als Willkommenes Fresschen. Aber wenn man sich den Clip ganz anguckt und die Serie kennt, spiegelt es ziemlich exakt die beiden Figuren, deren Positionen und Ansichten dar.

Dass man überhaupt baitet halte ich nicht für verweflich, man will ja Geld verdienen und das Publikum will ja auch bekommen was es will. Ich mag solche ästhetischen Inszenierungen eigentlich sehr gerne, denn sie sind wie eine optische Illusion, man kann beides darin sehen, je nach dem wonach man geneigt ist. Besser als eklatantes Baiting allemal. Wer mal sehen will, wie das aussieht, könnte in Uta~Kata reinschauen für einigem auf jeder Handlungs-Charakterebene unnötigen Ecchi-Fanservice Baiting, der auch einfach nur dämlich ist.
Aber ich glaube es ist auch ein bisschen schwer, wenn man sich einmal auf die Baiting Schiene versteift hat, davon wieder wegzukommen. Mir hat es damals zumindest Zetsuen no Tempest madig gemacht. Das hatte ich eigentlich erst gar nicht bemerkt, bis ein Yaoi-Fangirl das mal erwähnt hatte und dann sah ich plötzlich nur noch das und wirklich ziemlichs extrem nur noch das.

Zitat von Hiei

Zitat von Mistress of Doom

Uhm? Und genau damit habe ich ich ein Problem. Es kommt für mich tatsächlich etwas unrealistisch daher, wenn man auf der einen Seite ein Loveintrest hat und auf der anderen Seite seine Freundin anschmachtet und nichts anderes hat hier stattgefunden.

Es gab nie körperlichen Kontakt zwischen den jeweiligen Heroinen, es blieb immer auf einer sutiblen Ebene.

Doch, bei Hibike gab es in Folge 8 auf dem Pavillon auf dem Berg körperlichen Kontakt. Die eine hat der anderen eine Finger übers Gesicht/Lippen gefahren. (Es gab allerdings kein Herzkloppen bei den beiden.) @Hiei
@Mistress: Ich glaube das ist eher ein allgemeines kulturelles Problem. Man schmachtet sein Love Interest da drüben nicht an. Im westen kommt höchstens "Oh get yourselves a room already", weil sie Schmalzereien etwas zu übertrieben werden (sowas wie My Love Story!!), aber sowas macht man dort schlicht nicht, außer man spielt den Hofnarr. Heiraten ist eine exorbitant große Sache. Die Partnerwahl als Vorstufe davor natürgemäß ebenfalls. Zwischen Freunden, (Trink-)Kollegen, und sonstigen Buddies sind solche Spielereien was ganz anderes, das kann man notfalls auch Scherz und Spaßerei abtun. Bei Reina besteht auch noch obendrein das "Problem", dass sie eine Schülerin ist (minderjährig) und er nicht nur Lehrer, sondern auch noch Freund von ihrem Vater ist. Leute müssen adequat zueinander passen, sonst hat das Umfeld was, um sich das Maul zu zerreißen. Zu ihm passen tut sie aber auf jeden Fall (noch) nicht, sie ist ein Kind und vom musikalischen Skilllevel auch nicht auf Augenhöhe. Da offensichtlich zu schmachten wäre eklatant einfach nur peinlich, wenn man es wirklich ernst meint. (Gibt genug die schmachten, es aber nicht wirklich ernst meinen.) Alleine schon aus der Gefahr heraus abserviert zu werden und da verliert man sein Gesicht, wenn man vorher öffentlich dem Mann hinterherjagte. und Gesicht verlieren ist ein absolutes No-Go. Und bei ihr würde es ihm auch nur Schwirigkeiten bereiten, er ist schließlich Lehrer, der dürfte keine ihrer Gefühle erwidern, selbst wenn er sie wüsste und sie erwidern würde. Da verliert er seinen Job darüber.
Es gibt schon eine Szene, bei der ihr Gefühlslage ihm gegenüber sehr deutlich wird. Als man munkelt, dass der Lehrer sie bevorzugt hat und entsprechend schlecht über ihn geredet wurde, ist sie ziemlich ausgerastet. Nicht ihrer selbst willen, sondern wegen ihm. Öffentlich auszurasten ist eine ziemlich große Sache. Dass sie das für jemand anderen derartig tut, sagt ungemein viel aus. (Weswegen es auch passt, dass die Gerüchte danach kein Stück besser wurden, damit ist schon klar, dass sie ziemlich auf ihn fixiert ist und man auch munkeln kann, ob sie nicht ihn verführt haben könnte und die Bevorzugung doch wahr ist.



(Wohin... Hast du dich gewandt und bist gegangen...)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Luna am 02.02.2017 13:27.

02.02.2017 13:24
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Zitat von Hiei

Also mir wird ständig gesagt das es in der Serie kein BL gibt und es zu diesem ominösem Kuss nie kam, nie ist die Orientierung des Geschlechts wirklich in dem Titel klargestellt, weshalb ich es durchaus als "teasing" ansehe wenn ein körperlicher Kontakt nur indirekt so präsentiert wird, aber niemals klar gestellt wird das diese sich in einer Beziehung befinden bzw. emotionale Gefühle weit über die Freundschaft zueinander hegen.


Die Serie bekennt da ganz klar Farbe (also richtig klar), nur eben zu einem späten Zeitpunkt. Einfach um zu unterstreichen, dass hier der Eiskunstlauf im Vordergrund steht. Die Sexualität der Figuren spielt für das Kernthema überhaupt keine Rolle. Die Serie will auch für ihr Eislaufthema angesehen werden. Bis hier mal überhaupt thematisiert wird, wie die Figuren zueinander stehen, ist die Hälfte der Serie bereits vorbei.

Dazu muss ich auch sagen:
Wenn in Fate/kaleid liner Prisma Illya 2wei zwei Mädels rumknutschen, kommt keiner auf die Idee zu schreien, dass es eine Yuri-Serie sei.

Gibt's aber in Yuri!!! on Ice ein schwules Paar, haben wir gleich einen BL-Titel? Einen Boys LOVE-Titel, wo die Love überwiegend offscreen stattfindet?
Am wichtigsten ist hierbei noch: die sexuellen Neigungen der Figuren haben nichts mit der Handlung zu tun. Ganz im Gegensatz zu einem BL-Titel, wo es um die Romanze an sich geht.

Anscheinend überfordert es die Leute, wenn sich zwei Figuren im Laufe der Serie als schwul outen. Denn wenn zuvor kein großes "Vorsicht! BL-Manga-Adaption"-Warnschild aufgestellt wird, schlittern die Leute wohl völlig schockiert in eine Serie und wieder raus. Weil man eine Serie wohl offensichtlich als BL anpreisen muss. Dabei war Yuri!!! on Ice grade einmal der zweite Anime, der solch einen Weg einschlug.

Zitat

Haikyuu als Anime wird als Yaoi Titel bezeichnet, weil die Kerle zueinander stehen


Vor allem Yaoi :rofl2: Da geht es ja schon mit der Igoranz gegenüber der Sache schon los.
Hier könnte man wenigstens mal sauber differenzieren: Shounen Ai (Boys Love) <--> Yaoi (sexuelle Handlung im Fokus)
Kommt doch auch keiner auf die Idee, Romance und Hentai gleichzusetzen.

Zitat von Streuner

Wobei ich auch mal Love Stage!! angefangen habe (also einen typischen BL-Titel), ich allerdings irgendwann mal abbrach. Derartige Serien sind wohl offensichtlich entweder nur etwas für homosexuelle Männer (auf die sicher eine deutlich romantische Wirkung erzielt wird), oder eben Frauen, die süße Kerle sehen wollen.


BL-Titel sind für Frauen gemacht. Sie stammen aus den Federn von Frauen und sind so geschildert, wie Frauen sich eben homosexuelle Beziehungen vorstellen. Dabei wird oft einfach nur der weibliche Part der Beziehung durch einen Mann ersetzt und fertig. Mit der Realität hat das nichts zu tun und ich bezweifel, dass homosexuelle Männer sich BL-Animes ansehen. Zumindest nicht aus Storygründen. Unterhaltung, ja. Identifikation, also das würde mich schon schwer wundern. Manch einen zieht es ja aber auch aufgrund des Charakterdesigns zu bestimmten Titeln.

Zitat von Grimangel

Und andererseits rührt das auch von einer Erwartungshaltung her, die man als Anime-Konsument schon fast indoktriniert bekommen hat. Immer wenn zwei Charaktere sich nahe stehen oder in einer romantischen Atmosphäre befinden, ist es einfach offensichtlich das sie Gefühle für einander hegen. Ich hatte mich auch mal dazu ausgesprochen, wie störend ich es finde, wie leicht sich im Anime-Medium Figuren ineinander verlieben, ohne das Gefühle richtig aufgebaut werden. Ich sag nur das Liebeswirrwarr in Serien wie Kiznaiver oder Nagi no Asukara. Eben weil zwischen zwei Figuren ohneweiteres gleich Liebe in der Luft ist, impliziert man gleich überall wo Gefühle richtig aufgebaut werden, gleich Liebe. Es kann im Anime schon fast gar nicht mehr sowas wie eine innige Freundschaft geben, weil sofort was mitschwinkt.


Mega gut auf den Punkt gebracht :up:
Es liegt aber nicht nur an den Animes (wobei mir solches Wirrwarr wie in Nagi no Asukara auch zuviel ist), sondern an den Fans. Wieso auch immer wollen Animefans immer überall Hints sehen oder interpretieren, wo es nichts gibt. Dabei sollte doch jedem aus dem eigenen Erfahrungsschatz klar sein, dass es nicht nur Liebe, Hass und Freundschaft, sondern ganz viele Stufen dazwischen und außerhalb gibt. Es immer auf eines davon runterzubrechen finde ich ziemlich kurzsichtig.

Zitat

Sogar das manche Situation unnatürlich wirken oder sogar geheuchelt. Gerade die Sache mit dem Kuss oder als Yuri für sie beide die Ringe kauft. Dass die Serie dann nach solchen Szenen nen klaren Rückzieher macht und sie ganz seltsam als Missverständnis auslegt, ist für mich dann BL-Baiting.


Ich habe hier keinen Rückzieher in Erinnerung. Eher, dass die Figuren sogar sehr viel gemeinsam erleben ohne das nun zu spoilen. Vieles ist auch einfach nur für Comedy genutzt, vermutlich auch um die Erwartungen der Leute auf die Spitze zu treiben.


Zitat von seiyamon

Aber generell find ichs gut das einer meine ausufernden Award-Nominierungen liest ^^


Ich lese alles und weiß auch von einigen anderen, dass sie die Begründungen durchlesen :)


Zitat von Streuner

Klingt glatt nach einer Serie, die ich auch mal schauen sollte. :D


Kann ich dir nur empfehlen. Schon lange keine Serie mehr gesehen, in der die Interaktion der Figuren miteinander so liebevoll ausfällt.


03.02.2017 16:21
Hiei




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Zitat von Voice

Die Serie bekennt da ganz klar Farbe (also richtig klar), nur eben zu einem späten Zeitpunkt. Einfach um zu unterstreichen, dass hier der Eiskunstlauf im Vordergrund steht. Die Sexualität der Figuren spielt für das Kernthema überhaupt keine Rolle. Die Serie will auch für ihr Eislaufthema angesehen werden. Bis hier mal überhaupt thematisiert wird, wie die Figuren zueinander stehen, ist die Hälfte der Serie bereits vorbei.
Wenn die Serie dies später bestätigt, dann ist es selbstverständlich kein Teasing mehr und damit erübrigt sich auch meine Kritik an diesem.
Es ist nur verwunderlich das viele Fans hauptsätzlich den BL-Aspekt in dem Titel ansprechen bzw. dessen Kritiker sich ebenfalls nur auf dieses Element versteifen, weshalb es schon eigenartig ist zu lesen dass dies eben nicht das Kernelement der Serie ist.
Die Frage die sich mir an dieser Stelle stellt ist selbstverständlich, ob die Serie den selben Erfolg gefeiert hätte wenn es den BL-Aspekt eben nicht gehabt hätte und man einfach ein erwachsenes Sport- Love - Drama Gerüst auf die Beine gestellt hätte.
Irgendwie glaube ich nicht so daran das es den selben Erfolg gefeiert hätte, da vorzugweise die Serie hauptsätzlich durch den nebensätzlichen Aspekt von Fans/Kritikern reduziert wird.
Vielleicht sollte ich der Serie noch eine Chance geben, auch wenn ich wie gesagt solchen Titeln eher abgeschworen haben abseits von VNs.

Zitat von Voice

Dazu muss ich auch sagen:
Wenn in Fate/kaleid liner Prisma Illya 2wei zwei Mädels rumknutschen, kommt keiner auf die Idee zu schreien, dass es eine Yuri-Serie sei.
Würde wohl das Genre Ecchi nicht dabei sein, würde man das wohl sagen und sehr wahrscheinlich auch noch den Begriff Inzest einwerfen :)
Die Sache ist nur so das beim Genre Ecchi man sowas unweigerlich erwartet und den Charakteren generell eine Bisexualität vorwirft. Der Titel soll halt mit solchen Szenen punkten.
Wie gesagt die Serie braucht das nicht und kann auch ohne diese funktionieren, würde aber dann, wie Yuri on Ice sehr wahrscheinlich, deutlich an Fans verlieren weil die Serien für sich oder zumindest Illya nichts besonderes ist (erst recht nicht im Nasuverse wo es deutlich bessere Titel mit der Magie Thematik gibt, als wie kleine Mädchen die Mahou Shoujos werden und einen auf Cardcapter Sakura machen).

Zitat von Voice

Weil man eine Serie wohl offensichtlich als BL anpreisen muss. Dabei war Yuri!!! on Ice grade einmal der zweite Anime, der solch einen Weg einschlug.
Mal davon abgesehen das ich kein Problem mit BL habe (siehe oben hinsichtlich VNs) und ich Dramatical Murder als VN weiterhin als eine der besten BL Titel betrachte (Anime war Mist), ist der Aufschrei lediglich so hoch weil sowohl Fans wie Kritikern die Serie hauptsätzlich auf dieses Element reduzieren.
Somit glauben Kritiker des Titels das es nur wegen dieses Elements so beliebt sind, während Fans diesen durch jenes Element als etwas besonderes darstellen.

Zitat von Voice

Vor allem Yaoi :rofl2: Da geht es ja schon mit der Igoranz gegenüber der Sache schon los.
Hier könnte man wenigstens mal sauber differenzieren: Shounen Ai (Boys Love) <--> Yaoi (sexuelle Handlung im Fokus)
Kommt doch auch keiner auf die Idee, Romance und Hentai gleichzusetzen
Ich meinte halt BL
Man verzeihe das ich ausversehen den falschen Begriff benutzt habe, aber wie eben durch das Beispiel klargestellt wird selbst so eine Serie durch Fans als etwas dargestellt was es nicht ist und das ist eben das Problem.
Fans beschränken einen Titel auf ein kleines Element, Kritiker haben etwas nicht gesehen aber nutzen eben dieses Element als Kritik und Unwissende lassen sich von beiden Seiten beeinflussen.
Der eine schaut es nicht an weil es für ihn nur BL ist, der andere schaut es an weil es BL ist abetr ist dann enttäuscht weil es weniger darum geht usw.

Wie aber schon oben erwähnt, sehe ich die Schuld ebenfalls an Fantums und sonstigen Konsorten, aber verteufeln kann ich es letztendlich auch nicht weil es eben ein Teil von Unterhaltungsmedien ist und eben auch ein Teil des menschlichen Verhalten.
Mal will sich einer Gruppe zugehörig fühlen die ganz speziell ist und etwas loben bzw. interpretieren, was einem selbst gefällt und andere dazu bringen dies ebenfall so zu sehen.
Ob letztendlich der Titel so ist oder es die wirkliche Intention des Autors war spielt dabei keine Rolle mehr, da man als Fan/Kritiker sich bereits versteift hat das dem so ist.
Es ist doch auch bei Videospielen so wo eine Szene als moralisch unpassend bezeichnet wird, weil man die Szene eben so versteht während es andere nicht tuen und man sich hauptsätzlich auf dieses Element alleine konzentriert und diesen eben mit jenem Element abstempelt obwohl der Titel deutlich mehr zu bieten hat.


03.02.2017 20:49
Voice




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Zitat von Hiei

Es ist nur verwunderlich das viele Fans hauptsätzlich den BL-Aspekt in dem Titel ansprechen bzw. dessen Kritiker sich ebenfalls nur auf dieses Element versteifen, weshalb es schon eigenartig ist zu lesen dass dies eben nicht das Kernelement der Serie ist.


Schau dir die Serie einfach an. Es gibt genug BL um Leute zu verwöhnen, die darauf stehen (aber eben nie explizit, das Allermeiste findet offscreen statt und das macht die Serie auch so glaubhaft), aber auch "zuviel" um Leute abzuschrecken. Ich finde den hier gewählten Pegel ziemlich ausgeklügelt, weil man die Serie auch gut schauen kann, wenn man nur am Eislauf interessiert ist. Das ist nämlich immernoch der dominierende Part der Geschichte. Insofern geht die Serie für meinen Geschmack einen guten Mittelweg: Wer Fanservice will, bekommt ihn. Wer keinen möchte, kriegt immernoch eine Serie mit Fokus auf der sportlichen Geschichte und Figuren, die sympathisch gestrickt sind.


Zitat

Wie gesagt die Serie braucht das nicht und kann auch ohne diese funktionieren, würde aber dann, wie Yuri on Ice sehr wahrscheinlich, deutlich an Fans verlieren weil die Serien für sich oder zumindest Illya nichts besonderes ist (erst recht nicht im Nasuverse wo es deutlich bessere Titel mit der Magie Thematik gibt, als wie kleine Mädchen die Mahou Shoujos werden und einen auf Cardcapter Sakura machen).


Die erste Staffel konnte doch auch ohne weibliche Küsse Fans gewinnen. Ist ja nicht so, als müsste sich die Serie erst vor einem Publikum beweisen. Wer in Staffel 2 einschaltet, kennt Staffel 1 bereits. Beim Rest kann man nur hoffen, dass er jetzt vom Hörensagen auf die Serie aufmerksam wird und sie noch probiert. Doch sonst richten sich diese Szenen ja an bestehende Fans und die wurden schon durch andere Qualitäten der Serie überzeugt.


16.02.2017 23:11
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