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Nausicaä aus dem Tal der Winde  
Gendo
-_-




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Nausicaä aus dem Tal der Winde       



Start: 11.03.1984
Episoden: 1 Movie
Genre: Adventure, Fantasy
Studio: Studio Ghibli
Website: http://www.nausicaa.net/miyazaki/nausicaa/

Zitat

Nausicaä ist die Prinzessin des Tals des Windes. Eines Tages, sie kommt gerade von einem Flug mit ihrem Mehwe zurück, stürzt ein Flugzeug in dem Tal ab. Es gibt eine einzige Überlebende. Diese bittet sie eindringlich die ganze Fracht zu verbrennen. Es verbrennt auch alles bis auf ein riesen Ding, das zu leben scheint. Kurze Zeit später kommt eine Invasionstruppe der Torumekianer, welche die Fracht unbedingt an sich reißen wollen, denn es handelt sich um einen 'God Warrior'. Diese furchtbaren Kampfmaschinen haben vor tausend Jahren, in nur sieben Tagen die ganze Welt in Schutt und Asche gelegt. Da die Torumekianer den 'God Warrior' nicht aus dem Tal herausbringen können, nehmen sie ein paar Geiseln und lassen den Riesenkrieger mit ein paar Soldaten zurück. Während des Fluges werden die Schiffe von den ursprünglichen Findern des 'God Warriors' angegriffen ...

Quelle: Anisearch


"Nausciaa" ist 1984 entstanden und war der erste Film vom Studio Ghibli (obwohl sie zu diesen Zeitpunkt noch nicht so hießen). Als Miyazaki zum ersten mal das Konzept für diesen Film einreichte wurde es abgelehnt, da der Film auf keinen Manga basierte (den Geldgebern war dies zu gefährlich). Also zeichnete Miyazaki vorher noch einen Manga, bevor der Film dann endlich produziert wurde.

Der Film gefällt mir persönlich ziemlich gut und für sein Alter (22 Jahre) ist auch recht gut animiert. Das Charakterdesign ist wieder typisch Ghibli aber nett anzusehen. Von der Handlung erinnert "Nausicaa" an "Prinzessin Mononoke" (besser gesagt "Mononoke" erinnert an "Nausicaa"), da hier auch wieder der Kampf Mensch gegen die Naturgewalten im Vordergrund steht. "Nausicaa" gefällt mir persönlich sogar besser als "Mononoke", zum einen da das Ende von "Nausicaa" um einiges dramatischer ist und zum anderen weil man mich mit Science-Fiction Flimen einfach besser begeistern kann.

Bei den Charakteren gefällt mir Nausicaa einfach besonders gut, weil ich mir genauso eine richtige Heldin vorstelle.

Man darf natürlich auch nicht die tolle Musik im Film vergessen (mit einer kleinen Ausnahme), die wie üblich von Joe Hisaishi komponiert wurde.

Die Key-Animationen für den Kriegsgiganten in Nausicaa wurden übrigens von keinen anderen als Hideaki Anno gezeichnet. "Nausicaa" war soweit ich weiss seine erste Arbeit, später hat er ja bekanntlich "Evangelion" geschrieben/produziert.

Der Film erschien bereits im letzten Jahr hier in Deutschland auf DVD von Universum Film (jetzt ufa-anime), die auch eine ziemlich gute Qualität hat (inklusive einer interessanten Dokumentation über Studio Ghibli).

Wer von euch kennt "Nausicaa" und wie findet ihr ihn? Wenn ihr "Nausicaa" nicht kennen solltet, wisst ihr was ihr zu tun habt. zwinker

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gendo am 29.12.2008 06:05.

28.04.2006 12:27
Keitarou
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Der Manga ist mal nebenbei länger und von vielen sogar noch besser als der Film befunden.

Davon abgesehen. Bester Film aller Zeiten, zusammen mit Mimi wo Sumaseba. :D

Die Animationsqualität ist auch heutzutage unglaublich gut und kann mit so ziemlich allem mithalten, was bei dem Alter des Film wirklich für ihn spricht. Die Geschichte ist gelungen und ergreifend. Nausicaa ist als Hauptcharakter und Vorläufer der weiblichen Hauptcharaktere in Anime (Ich bin genauso wie Miyazaki der Meinung, dass wir mehr Frauen/Mädchen als Hauptcharaktere brauchen =P) einfach nur genial. Der Film ist ein Klassiker und man muss ihn gesehen haben.

Man kann sagen was man will, aber der Film gehört zum Repertoir eines jeden der sich für einen Anime-Fan hält. Und ich muss heute betroffen feststellen, dass die meisten neueren Fans auf jeden Fall von Naruto schon mal wenigstens gehört haben, aber noch nie was von diesem Klassiker, Schande!

Nausicaa zeigt genau alle Ghibli Qualitäten auf, obwohl es ja im Grunde genommen kein Ghibli ist, und ich bezweifle, dass Ghibli, oder sonst eine Firma, jemals wieder so etwas erschaffen kann. Hier ist wirklich alles drin, was einen guten Film auszeichnet, in vollendeter Form.

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28.04.2006 16:27
Misato
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Nausicaä lief ja schonmal im deutschen TV - in der völlig verstümmelten und zusammengeschnittenen Variante, die dazu führte, dass die Miyazaki/Ghibli Filme erstmal nicht auf den westlichen Markt kamen, weil diese verständlicherweise nicht editiert werden sollten (d.h. sinnentstellt), aber dem Publikum hier traute man sowas ja nicht zu. -.- Gepriesen sei das DV Zeitalter.
Ich finde es ziemlich schade, dass der nicht auch noch in die Kinos kam, aber über Laputa freue ich mich nicht minder. Auch die DVD Veröffentlichung von Kiki war schon toll. Ein Hoch auf Miyazaki, ich liebe seine Filme einfach - und von denen gefällt mir Nausicaä am besten.

Als "Öko-Märchen" wirklich am besten mit Mononoke zu vergleichen, doch finde ich allein das Setting hier sehr viel schöner. Besonders der Kontrast zu den tödlichen Sporen und den wundervollen Bildern allein am Anfang bei dem Ohm-Panzer sind toll.
Nausicaä ist einfach eine rundum klasse Heldin. Stärken, Schwächen, Ziele und ein gutes Herz. Doch zeigen sich hier schon die Miyazaki Qualitäten, was dreidimensionale Charaktere angeht - in dieser Welt ist nicht jeder automatisch gut oder böse. Man kann die Antagonisten in ihren Positionen verstehen, auch wenn sie falsch/unmoralisch handeln. Die Geschichte selbst trifft genau meinen Geschmack, was die Mischung aus Fantasy und Drama betrifft; nicht zu episch/ausufernd und das Erzähltempo immer gut angepaßt. Bonuspunkt für Teto. ^^

Ich finde auch nicht, dass man den Film an seinen Animationen das hohe Alter ansieht. Da schlägt Nausicaä IMO Howl doch noch um Längen.
Dieser Film trägt den Status Klassiker absolut zu Recht.

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29.04.2006 12:08 Misato ist abwesend
Eleana
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Die Synchro ist solide. Schlimmer ist diese wirklich unpassende Musik, die es teilweise gibt. Ansonsten ist die neue deutsche Fassung eigenlich nicht schlecht. 2 DVDs, eine nur für 150 Minuten Bonusmaterial. Drei Synchros, dafür leider nur deutsche Untertitel und noch 6 Bildchen, welche ich jetzt mal als übergroße Postkarten bezeichnen möchte für 25€ ist mehr als ok.

Wer sich einen Gefallen tun will, holt sich noch die Mangas. Da dort viel mehr Raum und Zeit zum ausarbeiten der ganzen Story gegeben war, konnte man dort viele der Handlungstränge weiterentwickeln, wodurch die ganze Sache gleich nochmal doppelt so gut wurde.
Das ist eigetlich auch mein größter Kritikpunkt an dem Film. Weil man sich dort so auf die Hauptstory konzentrieren mußte, damit der Film nicht zulang wird, tauchen viele der guten Ideen gar nicht erst auf.

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09.06.2006 18:21
harakiri
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Zitat

Original von Eleana
Schlimmer ist diese wirklich unpassende Musik, die es teilweise gibt.

Die Musik klingt ein wenig alt (was ja kein Wunder ist), aber ich fand sie einfach großartig. Sie setzt immer im richtigen Augenblick ein und ist für mich ein exzellentes Beispiel dafür, wie man einen Film super mit Musik untermalen kann. Für mich zählt sie zu hochwertigen Soundtracks wie Noein, Evangelion und Boogiepop Phantom (ja, der Sound ist zwar kein Hörgenuss, aber genial).

Ich fand den Film okay und gegen Ende wurde es ein wenig gruselig (dieser Gigant sah ja richtig schaurig aus), aber vom Hocker hat mich der Film ehrlich gesagt nicht gehauen. Liegt vielleicht daran, dass ich allgemein eigentlich kein Ghiblifan bin und daher unvoreingenommen an die Filme herangehe. Bis auf Nausicaä und gegen Ende Obaba gingen alle Charaktere mal so nebenbei in der Handlung unter. Ich hätte mir mehr Tiefe für Kushana und Asbel gewünscht, da beide Potential hatten, selbst Hauptfiguren zu werden.
Insgesamt hat mir Nausicaä einen unterhaltsamen Abend beschert, aber Begeisterung hat der Film leider nicht in mir geweckt.

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23.07.2006 19:14
Voice
Drive




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Nausicaä hat mich nur stellenweise überzeugen können. Natürlich muss man das Alter mit in die Wertung einfließen lassen, denn 22 Jahre ist durchaus eine Menge, die der Film auf dem Buckel hat. Dafür sind Animations- und Zeichenqualität nämlich beachtlich. Wie bei den meisten Ghibli-Filmen fiel es mir aber auch hier schwer, mich wirklich auf die Story einzulassen. Aus unerklärlichen Gründen will ich zu Öko-Märchen keine Bindung knüpfen, das fiel mir bei Mononoke oder auch Origin schwer. Obwohl ich sagen muss, dass die Thematik ansprechend umgesetzt war, denn die Settings haben mir gefallen. Besonders toll waren aber die Insekten gemacht.
Insbesondere am Ende in einer der letzten Szenen, spritzt richtig Blut. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber es trifft die Stimmung der Szene richtig gut, als Nausicaäs rosanes Kleid dadurch komplett blau wird.

Zur Musik muss ich sagen, dass ich sie alles andere als toll fand. Würde ich so etwas heute in einem Film hören, wäre das ein Armutszeugnis. Wie 1984 die Standarte waren, weiß ich nicht - aber mit Keyboardgedudel kriegt man mich nicht rum. Klingt wirklich sehr altbacken und nicht zeitgemäß - eben typisch 80s. Vielleicht wäre hier eine zeitlosere Musikwahl etwas anderes gewesen. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.

Die deutsche Synchro ist übrigens ziemlich gut.

Ich möchte dem Film nicht die Qualität absprechen, aber für mich ist er nichts.

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03.12.2006 17:14
Lucki
Lucki is not lucky




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Komme gerade aus dem Kino zurück, angeschaut habe ich Nausicaä.

Kino?!? Ja, wir schreiben 2007 und der Kinostart von Nausicaä ist eigentlich schon lang her, aber dank Kinopolis laufen derzeit ein paar Anime-Klassiker als Sondervorstellung. smile

Ich kannte Nausicaä bisher nur von DVD, aber er ist auch auf der großen Kinoleinwand ein Genuss - wenn auch nicht ohne Schwächen.

Sensationell ist natürlich das völlig abgefahrene Setting 1000 Jahre in der Zukunft mit all den Rieseninsekten und den fremdartigen Pilzwäldern. Da muss man lange suchen bis man etwas Vergleichbares in einem anderen Film findet. Eine der Stärken des Films ist wie man gleich am Anfang völlig unvermittelt in diese fantastische Welt versetzt wird. Dass die ersten Szenen funktionieren (und sie tun es) ist ganz wichtig für die Stimmung des restlichen Films. Viel Zeit für einen langsamen Einstieg bleibt dem Zuschauer nämlich nicht, denn über die anfängliche Idylle im Tal der Winde bricht schon bald der Krieg herein.

Die große Schwäche des Films wurde ja bereits in vorhergehenden Postings erwähnt: die Musik.

Ich würde die Musik im Film in dreierlei Kategorien einteilen:

1. Opening und Ending gefällt mir gut, besonders der Opening-Soundtrack im Zusammenspiel mit den Bildern auf dem Wandteppich ist sehr gut gelungen.

2. Als nächstes sind da die "Sphärenklänge" aus dem Synthesizer, mit denen meist die ruhigen Szenen im Meer der Fäulnis untermalt werden. Das ist nicht zeitgemäß, aber man muss hier bedenken aus welcher Zeit dieser Film stammt. Damals waren Synthesizer gerade groß im Kommen, und wenn etwas besonders futuristisch klingen sollte dann musste der Ton aus einem Synthesizer kommen. Heute, weit über 20 Jahre später, erweist sich das jedoch leider als Nachteil.

3. Als letztes wäre da noch die Musik die in den Action-Szenen eingespielt wird um die Dramaturgie zu untermalen. Diese Musik ist zu platt, zu oberflächlich, zu offensichtlich auf dramatisch getrimmt. Das hat nichts mit dem Alter des Films und auch nichts mit Synthesizern zu tun, die Musik an diesen Stellen ist einfach ein Fehlgriff.

Schade eigentlich, denn mit einer besseren Musikauswahl hätte Nausicaä zu einem ganz großen Klassiker werden können, aber so bleibt der Film leider hinter Mononoke und Chihiro zurück. Trotzdem gehört Nausicaä für mich mit zu den besten Filmen von Hayao Miyazaki.

Ach ja, die deutsche Synchronisation ist wirklich sehr gut. Hier hat man sich offenbar besonders viel Mühe gegeben quasi um das Verbrechen wieder gut zu machen das man dem Film einst bei der ersten Synchronisierung angetan hatte (Stichwort: "Warriors of the Wind").

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"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." [spoiler]Sokrates, 470 v.Chr. - 399 v.Chr.[/spoiler]

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Lucki am 10.01.2008 13:20.

27.02.2007 01:04
Katsu
Catgirl auf Abwegen




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Hab auch noch kein Wort drüber verloren.. Asche auf mein Haupt!

Ein Meilenstein in der Anime-Geschichte, wie ich finde. Der Soundtrack allein treibt einem, gemeinsam mit den Setting-Bildern die Tränen in die Augen. Angesichts der großen Umweltprobleme heutzutage macht einen der Film auch sicherlich nachdenklicher als noch vor 20 Jahren.

Die Geschichte ist gut durchdacht, hat allerdings auch ein paar schwache Punkte wie zum Beispiel das Ende welches doch etwas zu krass im Gegensatz zum Film verläuft.

Animationstechnisch merkt man dem Film sicherlich sein Alter schon an, allerdings verliert er dadurch nicht seinen Reiz und Charme.

Insgesamt ein Film der in jede Anime-Sammlung gehört. smile

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Nachts sind alle Katzen grau...


10.01.2008 12:59
Icarium
~~*dreaming Soul*~~




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so ^^
nu denk ich ma isses an der zeit hier ma was reinzuschreiben zwinker

ALSO ^^ ich hab den film vor geraumer Zeit gesehen und muss sagen das hat mir doch recht gut gefallen

Zum einen fand ich die Story (die ja dann doch recht schnell in gang kommt) sehr spannend ^^ ich will da jetzt auch nicht so ins detail gehen aber lohnt sich allein deswegen schon da mal reinzuschauen ^^

joa Animation und Sound merkt man zwar an, dass die schon ein wenig älter ist, aber das macht überhaupt nichts. Klar wenn man jetzt auf jedes kleinste Detail achtet dann findet man vieleicht ein paar Dinge, die einen stören könnten aber nichts gravierendes. Muss da auch wieder sagen, dass die deutsche Synchro ganz gut ist ^^ ich hab jetzt keine Vergleichsmöglichkeit(mit der Originalsynchro) aber mir hat sie gefallen.

die Charaktere waren auch ganz gut dargestellt (mir haben da z.B. die drei alten kerle gefallen xD die waren doch irgendwie lustig... und dieses Katzenvieh)
die Hauptcharaktere sind auch sehr gut gewählt und dargestellt.

Was mich wirklich schwer an dem Film beeindruckt hat, waren einige "Offenbarungen" über uns Menschen und die Natur... finde das ganze wurde sehr gut rüber gebracht.

mehr dazu im Spoiler(für alle die den Film schon gesehen haben):

Spoiler

Wie schon gesagt, mir hat der Zusammenhang sehr gut gefallen denn für mich hat der Film wunderbar unser Menschliches Verhalten dargestellt. Wir haben unseren Planeten verschmutzt und nun regeneriert sich die Erde. Doch als was sehen wir das ganze? ALS BEDROHUNG! diese menschliche Ignoranz ist super eingefangen denn selbst wenn die Natur gerade am längeren Hebel sitzt versuchen die Charaktere sich das ganze zu Nutzen zu machen (man siehe nur dieses junginsekt genutzt um diese großen Insekten auf die Feinde zu hetzen). Vor allem krass fand ich die Stelle mit der Kommandantin dieser Truppen da...für mich schien es ne Zeit lang, als hätte sie wirklich etwas begriffen, als wäre ihr etwas klar geworden... und dann lässt sie diesen Giganten aufmaschieren. So als hätte sie nichts begriffen und nichts aus den Fehlern ihrer Vorfahren gelernt... diese Ignoranz ist, so bitter das klingen mag, einfach wunderbar menschlich. Das gleiche gilt auch für diese Giganten... ich finde es war ein tolles Bild um darzustellen wie wir unsere Welt selbst zerstören, was halt durch eine solche Superwaffe sein könnte oder halt die Riesen als Symbol für Umweltverschmutzungen wie z.B. Chemikalien in die Gewässer Kippen oder ähnliches.


also Fazit:
ein zwar etwas älterer Film, aber mit einer definitiv aktuellen Botschaft, die man sich vieleicht mal zu Herzen nehmen sollte.
Ich finde den Film einfach nur empfehlenswert, da er einen zum Denken anregt (zumindest mich) und für Leute die das nicht interessiert immer noch eine sehr gute Story hat.

für mich eindeutig ein Klassiker und tolles Werk.

soviel erstmal von mir ^^

MFG Icarium

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Toki wo Kakeru Shoujo: Time waits for no one

Icarium: The chaser of Time

04.03.2008 18:05
Keiichi
Haudegen




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Nausicaä ist ein herrlicher alter Film dem man das Alter überhaupt nicht
ansieht.Ein Zeitloser immer aktueller Anime schon wegen der Story her.
Die Charaktere, insbesondere Nausicaä selbst,sind gut gelungen.
Es wurde ja schon mehrmals erwähnt,aber es ist nun mal eine Tatsache das
dieser Movie ein Meilenstein in diesem Genre ist.Übrigens finde ich die Musik
doch passend zur Atmosphäre des Streifens,die Dramatik wird dadurch meiner
Meinung nach gut herüber gebracht und wir dürfen das Alter nicht
vergessen,damals war es nun mal diese Stilrichtung.
Diese riesigen Gottes-Krieger haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen,
furchteinlößende Kreaturen die alles zerstören was ihnen in den Weg kommt.
Die Torumekianer als kriegerische Partei erfüllen ihren Part und dabei zeigen
sich erstaunlicherweise Parallelen zu unserer heutigen Gesellschaft.
Ich denke dieser Film wird wohl nie an Aktualität verlieren,in Gegenteil,das
Thema Naturschutz ist heute wichtiger den je geworden.

Meine Bewertung ist ganz klar


__________________

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Keiichi am 05.03.2008 21:40.

04.03.2008 20:49
Nankurunaisa
Routinier




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Nausicaä - Fantastisches "Oko-Märchen" der Superlative!       

Habe den Film gerade gesehen. Ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Vieles ist ja schon gesagt worde.

Der Animation und dem Design sieht man das Alter mittlerweile schon an. Für einen Film aus dem Jahre 1984 sieht aber aber ziemlich gut aus. Auch können die Animationen, daran angemessen, überzeugen.

Die Story gefällt mir sehr gut. Sie hat in der Tat Parallelen mit Mononoke. Ich bin vollkommen zufrieden damit. Dieses "endzeitliche" Szenario mit der zerstörten Erde und dem Gegensatz Mensch <> Natur hat mir sehr gut gefallen. Auch der Verlauf war schön. Das Ende fand ich recht gut gemacht, v.a. natürlich die "dramatische" Komponente.

Die Charaktere. Hier liegt für mich sowohl die Stärke, als auch die Schwäche des Films.
Nausicaä als Protagonistin ist stark!
Sie gefällt mir sehr gut, da sowohl ihre Stärken, wie auch ihre Fehler gut rüberkommen. Sie wirkte auf Anhieb sympatisch. Auch ihre sehr offene Art und Kontaktbereitschaft können bei mir punkten. In ihr findet sich in der Tat wirklich vieles, was eine richtige "Heldin" ausmachen sollte.
Mein Problem bei den Figuren fängt nach Nausicaä an. Sonst gibts irgendwie kaum eine Figur, die etwas näher beschrieben wird. Die meisten bleiben leider recht blass und wirken mehr wie Statisten, statt in die Geschichte eingebunden. Das fand ich schade.

Actiontechnisch kommt das Ganze gut rüber. Den Konflikt zwischen den Menschen und der Natur, v.a. den Insekten, fand ich gut inszeniert. Auch dieses Monstum machte einen guten Eindruck. Hier passte es wirklich gut.

Auch gibts im Film ein paar humorvolle Stellen. Allerdings ist das Szenario eher für ernstere Gemüter ausgelegt, weshalb hier nicht allzuviel erwartet werden sollte. Trotzdem bleibt Nausicaä als Figur "knuffig"^^.

Musikalisch...bin ich gespalten. Ein paar Stücke fand ich richtig schön und passend, während ich an andere Stelle etwas enttäuscht wurde. Naja, Geschmacksache eben.

Insgesamt hat mir dieser Film sehr gut gefallen. Er macht, wie die meisten Ghibli-Filme, wiedereinmal auf Probleme aufmerksam. Gerade die zentrale Problematik, das Zusammenlebens zwischen Mensch und Natur wurde wieder sehr toll vermittelt, weshalb ich den Film allen empfehlen würde, selbst, wenn sie auch nicht so interessiert in dieser Thematik seien sollten, so bietet es trotzdem was "fürs Auge".

Der Begriff "Klassiker" passt hier wohl wirklich ziemlich gut, sollte man mal gesehen habe!

Wertung: 9/10 Omus

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NANKURUNAISA!!!

16.10.2008 14:35
Da5che
Die Elfenarmee




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So jetzt hab ich endlich mal eine meiner "Animesünden" bereinigt und mir diesen Klassiker angeguckt. Ich hab ja immer so ein kleines Problem mit Anime-Filmen. Die liegen teilweise monatelang (oder jahrelang? *hust* Prinzessin Mononoke) rum und ich guck die nicht.
Jetzt hab ich gestern und vorgestern schonmal in den Manga reingelesen (Die ersten 2 Bände) und das hätte ich vielleicht nicht machen sollen, da jetzt das Urteil über den Film etwas schlechter ausfällt.
Was ich schomal gut finde, wie man es geschafft hat, die Story des Mangas so zurechtzustutzen, dass sie immer noch gut rüberkommt. Im Unterschied zum Manga sind hier mehr oder weniger nur 2 Parteien vorhanden (naja eigentlich 3), aber im Manga ist es eine Art "Weltkrieg" inkl Verschwörungen etc. Also vom Prinzip her ne andere Schiene wie der Film. Der Manga ist vor allem viel brutaler, da fliegen viel mehr die Fetzen *blutrünstigenDascheraushängenlass* *ZuGendoschiel* xD

Ich hab mir den originalen Dub angeguckt, also kann ich keine Aussage treffen über die Synchro. Animation ist ein Augenschmaus... also wenn man das vergleicht, was die da vor 20 Jahren gemacht haben und was man sich heutezutage angucken muss, dann muss man das gleich doppelt hervorheben!
Ich will mich hier etwas kürzer fassen, da ich die nächste Zeit noch vorhabe einen Thread zum Manga zu erstellen und da kommt dann auch noch ein Vergleich zum Film rein. Ob man den Film gesehen haben muss? Ich möchte jetzt schon fast "nein" sagen, da ich bisher noch keine guten Erfahrungen gemacht habe mit Animefilmen. Angucken scheint trotzdem Pflicht zu sein.

"Neutrale"
7 von 10 Punkte


MfG Dasche


PS Das mit Nausicaäs Kleid hätte ich glatt für einen Regiefehler gehalten, wenn man im Manga nicht extra erwähnt hätte, dass sich das Kleid blau färbte wegen dem Blut des Omus. Außerdem weiss ich jetzt endlich wie man Nausicaä ausspricht. Keine solchen Situationen mehr:
"Hey, ich hab gestern mit den Nau... äh... Nausik... ach du weisst schon Manga angefangen..." zwinker

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24.12.2008 22:54
Akatsuki03
Spürnase




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Schande über mich!!! Als Ghibli fan hab ich noch nichts zu diesem Film geschrieben. In den Film hab ich mir auch von Arbeit ausgeleihen (als er neu noch im Bestand war, heute ist der Film auf mysteriöse Art und Weise verschwunden, daher kann ich ihn mir nicht noch mal anschauen, denn selber kaufen will ich ihn mir nicht)

Ich weiß noch das ich damals Kiki und diesen Film ausgeliehen hab und mit meinen Eltern angeschaut hab. Meine Mutter ist ja der total Ghibli fan. Während Kiki mir super gut gefallen hat. War Nausicaä war da anders. Der Funke wollte nicht so ganz überspringen. Gerade die Kommentare immer das man diesen Film so gut mit Mononoke vergleichen kann, versteh ich nicht. Sorry aber Mononoke ist ein geniales Werk das echt seines Gleichen sucht. Irgendwie wirkte auf mich die Geschichte leicht gequetscht und was viel schlimmer war: ich konnte mit der Heldin nichts anfangen! Und alle anderen Charas bleiben sehr blass. Schade.

Animation war eigentlich sehr gut, wie immer halt von Ghibli. Toll fand ich den Gleiter von ihr. So ähnlich sehen ja auch anderen Flugzeuge in späteren Ghiblis aus. Allgemein fand ich gerade die Flugszenen richtig klasse. Wobei die besten Flugstücke gibt es in Poko Rosso XD Hey Schweine können doch fliegen!

Zitat

Original von Eleana
Schlimmer ist diese wirklich unpassende Musik, die es teilweise gibt.

Oh super ich bin nicht alleine. Ich fand die Klänge irgendwie sehr abstoßend teilweise. Das sogenannte Keyboardgedudel wie es Voice benannte, fand ich nur schlimm. Da lob ich mir die späteren OSTs von Ghibli.

Fazit:
Mit dem Themo Öko hab ich kein Problem, nur find ich da einfach Prinzessin Mononoke besser umgesetzt. Allgemein schau ich Ghiblis gerne öffters, aber dieser Film hat mir einmal gereicht. Von mir gibt es daher: Käfer.

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03.08.2009 13:57
limis
Kleines sozialistisches Zauberpony




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Komisch, akatsuki, ich fand und finde Nausicaä einfach nur toll.
Ich habe den schon relativ zeitig gesehen bzw. den Manga gelesen.

Mich hat vor allem diese seltsame, ein wenig gruslige, ein wenig wundersame Welt des tödlichen Waldes - einfach nur genial. Und genau wegen diesem würde ich mir den Film immer und immer wieder anschauen! Auch die Ohm und die anderen Insekten, denen Nausicaä immer wieder helfen muss, fand ich klasse. Vor allem, weil sie anfangs noch als Gegner dargestellt wurden, aber später gegen die Grausamkeit der anderen Menschen schon sehr freundlich wirken. zwinker

Auch die Geschichte, die fast ein wenig heroisch ist, gefällt mir gut, auch wenn das natürlich nur ein kleiner Teil des Mangas ist. Wieder einmal zwei Frauen, die Kontrahenten sind, und das ist vermutlich auch das Vergleichspunkt zu Mononoke (plus dem Öko-Faktor). Aber während Mononoke stark an die japanischen Göttervorstellungen gebunden ist, lebt Nausicaä in einer alternativen (Zukunfts-)Welt - für mich hat sich der Vergleich zu Mononoke eigentlich nie aufgedrängt - ich finde beide Filme sehr gut.

Nausicaä ist eine starke Heldin, aber ich mag sie sehr, weil sie absolut konsequent und ehrlich in ihren Handlungen ist. Und sie ist auch stark, weil sie Mitleid zeigt - Kushana als ihr Gegenpart hat diese Stärke nicht.
Eigentlich fand ich nicht, dass die Figuren zu wenig beleuchtet werden, aber vielleicht liegt das daran, dass der Anime nur der Anfang der Mangaserie ist (die im Herbst wieder rauskommt! Unbedingt kaufen!) und daher auch die ganzen Entwicklungen, die es später noch gibt, natürlich nicht darstellen kann. Insgesamt fand ich den Schlusspunkt auch gut gesetzt mit der Rettung des Ohmbabys. Haaa, das ist immer eine Stelle, wo ich vor lauter Rührung und heroischen Gefühlen am liebsten Weinen mag!

Besonders gefallen mir natürlich die Szenen im Pilzwald, vor allem, als Asbel und Nausicaä dort abstürzen und man plötzlich ein ganz anderes Bild vom Wald gewinnt. Dieser Wald ist für mich auch ein absoluter Bonus, weil ich solche fremdartigen Szenarien wahnsinnig liebe.

Von mir bekommt Nausicaä die volle Punktzahl.

10/10 kleine Ohmbabys. *schniff*

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04.08.2009 13:09
deunan
shadow daemon




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Dieser ist sicher eines der besten Werke von Hayao Miyazaki (von Studio Ghibli ist er ja nicht: Studio Ghibli entstand erst nach - und wohl auch wegen - diesem Film).
Ich glaube, die Geschichte zu erzählen kann ich mir sparen - selbst, wenn hier vielleicht noch ein paar Details fehlen, muss man einfach jedem dringend dazu raten, sich den Film selbst anzusehen.
Ich will auf ein paar Details eingehen:

Ökologie.

Spoiler

Es gibt viele Filme (auch von Miyazaki), in denen Ökologie angesprochen wird. Aber hier ist es anders: Die Menschen scheinen ausnahmslos die ökologischen Zusammenhänge nicht zu verstehen - auch Nausicaä, die man zweifelsfrei als Titelheldin bezeichnen muss, kennt nur einen Teil der Zusammenhänge. Und sie ist auch keine "Grüne", die die Natur einfach um ihrer selbst Willen retten will und so tut, als ob alles Anthropogene Teufelswerk wäre - wie die "Grünen" in ihrer Anfangszeit in Deutschland. Nein, eigentlich ist ihr Ökologie sogar relativ egal. Ihr geht es nur darum, Leben zu retten und Leid zu vermeiden. Da die Menschheit dem Untergang geweiht scheint, weil sich der Rest der Natur gegen sie verschworen zu haben scheint, beinhaltet das freilich zwangsläufig eben, nach Wegen zu suchen, wie man (Mensch und Umwelt) friedlich miteinander auskommen kann.


Der lebendige Wald

Spoiler

Ich weiß nicht, ob es sonst noch jemandem aufgefallen ist, aber ich finde, der Wald, der als "Meer der Fäulnis" bezeichnet wird (wobei mir "Fäulnis" eigentlich immer wie eine Fehlübersetzung vorkommt), ist zumindest in der ersten Szene, wo Nausicaä den leeren Omu-Panzer findet, lebendiger als das ach-so-geschützte Tal des Windes: Hier wimmelt es buchstäblich von Leben - wenn auch weniger vielfältig als in realen Biotopen: Außer Pflanzen (angeblich größtenteils Pilze - bei dem fremdartigen Aussehen traue ich mir da kein Urteil zu) und Insekten scheint es dort nichts mehr zu geben: keine Wirbel- oder gar Säugetiere.

Die Pilz-überwucherten Landschaften erschienen mir in erster Linie nicht etwa bedrohlich, sondern einfach wunderschön und exotisch.

Nausicaä
Die Titelheldin verkörpert ganz gut die Warmherzigkeit eigentlich aller Miyazaki-Filme - ohne zum einseitigen Klischee zu verkommen. Ihre Maxime ist es, das Leben zu beschützen und Leid zu verhindern. Soweit irgend möglich, vermeidet sie jeden Kampf - selbst Notwehr versucht sie zu vermeiden.

Spoiler

Ich denke sogar, am Ende, wo sie das Omu-Junge vor den Leute aus Torumekia rettet, ging es ihr erst in zweiter Linie um ihr Volk - zuerst hatte sie einfach nur Mitleid mit dem sterbenden Tier.
Leider wird sie sich selbst einmal untreu: Als sie die torumekischen Soldaten im Zimmer ihres Vaters angreift. Nicht, dass man das nicht verstehen würde, aber ich finde, es passt trotzdem nicht so recht zu Nausicaä. Aber ohne dieses Detail wäre Nausicaä wohl auch ein Übermensch geworden.

Und sie verurteilt nicht: sie verurteilt weder das Handeln der Kriegsparteien noch die Raserei der Omus oder die Verfolgung des Prinzen durch die Insekten. Vielmehr versucht sie, scheinbare Boshaftigkeit durch Verstehen zu entkräften. Dazu passt auch, wie sie dem kleinen Fuchshund sofort verzeiht, dass er sie gebissen hat - nicht einmal im Reflex wehrt sie sich; sie sieht einfach ein, dass das Kleine nur Angst vor ihr hatte. (Wobei ich mich ehrlich frage, wieso ihr der Gedanke erst nach dem Biss kam: überraschend fand ich den nicht gerade)

Der Titel (ich meine den Teil, in dem die Beteiligten eingeblendet werden).
Einfach genial. Heute mag es gar nicht mehr so recht auffallen, aber ich finde, für damals war das sehr innovativ: Die "Geschichte" der Welt von Nausicaä wird in einer Art Wand-Relief oder kunstvollem Webstück präsentiert - allerdings mit blassen Farben und teils recht ungeschickt anmutenden Darstellungen von Mensch und Tier, sodass es insgesamt (wenn auch nicht in einem durchgehenden Stil) an irgendein antikes Kunstwerk erinnert. Auf jeden Fall hebt sich dies sehr deutlich vom Stil des eigentlichen Films ab.

Ebenso vom "normalen" Stil hebt sich eine Szene in einem Traum ab: Abgesehen von einem "gröberen" Zeitablauf sind auch die einzelnen Zeichnungen deutlich anders: mehr wie mit Buntstiften gezeichnet als Cell-Shading.

Für sein Alter finde ich ist der Film sehr aufwendig gezeichnet. Natürlich kann er an Schärfe nicht mit aktuellen Werken mithalten, und die Farben sind intensiver als in vielen neueren Filmen, aber letzteres dürfte ohnehin eher eine stilistische als handwerkliche Frage sein. Die DVD hat übrigens eine sehr gute Qualität.
Die Musik ist - wie eigentlich immer bei Studio Ghibli - sehr gut. Aber hier sind ein paar Ohrwürmer dabei. Weniger gefallen haben mir die an (damalige) elektronische Musik angelehnten Stücke - da ist der Film nach meinem Geschmack einfach zu sehr mit der Zeit gegangen. Aber das kann ich ihm verzeihen.

Für mich ist dieser Film ganz klar ein Meisterwerk (und Klassiker, aber das interessiert mich gar nicht so sehr) - 10 von 10 Fuchshörnchen.



Hm ... es wundert mich, dass hier noch so wenige Posts stehen - ist der Film wirklich so unbekannt (oder gar unbeliebt)?

Zitat von Gendo

... der Kampf Mensch gegen die Naturgewalten ...

Ich hätte eher gesagt: Mensch gegen Natur. Hier in Nausicaä kann man sehr wohl von Naturgewalten sprechen, aber bei Prinzessin Mononoke ist die Natur eher sanftmütig, machtlos. Am Ende wird ja auch angedeutet, dass sie den Kampf verliert.

Zitat von Voice

... Wie 1984 die Standarte waren, weiß ich nicht - aber mit Keyboardgedudel kriegt man mich nicht rum. Klingt wirklich sehr altbacken und nicht zeitgemäß - eben typisch 80s. Vielleicht wäre hier eine zeitlosere Musikwahl etwas anderes gewesen.

Entschuldige, Voice, aber da muss ich Einspruch erheben (das trifft nicht nur Du, aber Deine Kritik kam mir am deutlichsten vor). Ja, es gab solche Synthesizer-Stücke, aber es gab ebenso typische Joe-Hisaishi-Musik, also etwas, was am ehesten an europäische Klassik erinnert. Es nun auf die Anachronismen zu reduzieren ist den Machern gegenüber einfach unfair.
Davon abgesehen: Auch mich bringt die Musik stellenweise fast zu Weinen (wie KatsumiKat) - und wenn es schon so weit kommt, kann auch Synthi-Gedudel so furchtbar falsch nicht sein. Das ist natürlich nur meine persönliche Empfindung.

Zitat von Dasche

PS Das mit Nausicaäs Kleid hätte ich glatt für einen Regiefehler gehalten, wenn man im Manga nicht extra erwähnt hätte, dass sich das Kleid blau färbte wegen dem Blut des Omus.

Das habe ich total verpeilt. Klar, das Omu-Blut war blau, aber das war ja fast nachts; ich dachte, es wäre bei Tageslicht eher schwach gefärbt, womöglich gar farblos.

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05.10.2009 23:57
Ayalin
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Da Nausicaä einer der ersten Ghibli-Filme, die ich selbst auf DVD besaß, war, will ich auch ein paar Worte dazu verlieren. Ein Glück, dass hier noch nicht ganz soviel geschrieben ist, da kann ich das ganz gut überfliegen.

Also ersteinmal Grundfazit: Das erste Mal als ich ihn sah, war ich doch etwas enttäuscht. Ich hatte die Mangas zuvor gelesen und war eben, wie man das so ist, mit dem Zusammenschmiss am Ende des Animes etwas unzufrieden. Ich sag mir dann zwar immer, man kann eben nicht alles in einen Anime reinpressen, dann hätte man eine Serie daraus machen müssen und selbst dann...
Anime ist eben Anime und Manga Manga.

Mittlerweile hab ich ihn nochmal angeguckt, da fand ich ihn dann schon besser oder hab mich eben einfach damit arangiert ^.^
Es ist nicht so, dass ich den Film nicht mag, ich mag ihn, es ist ein guter Ghibli und er bringt die Thematik und die Situation gut rüber. Und Nausicaä als Hauptcharakter ist wirklich sehr sympatisch. Eben weil sie auch durchaus störisch ist, aber sie geht eben ihren Weg.

Zitat von deunan

Der lebendige Wald

Spoiler

Ich weiß nicht, ob es sonst noch jemandem aufgefallen ist, aber ich finde, der Wald, der als "Meer der Fäulnis" bezeichnet wird (wobei mir "Fäulnis" eigentlich immer wie eine Fehlübersetzung vorkommt), ist zumindest in der ersten Szene, wo Nausicaä den leeren Omu-Panzer findet, lebendiger als das ach-so-geschützte Tal des Windes: Hier wimmelt es buchstäblich von Leben - wenn auch weniger vielfältig als in realen Biotopen: Außer Pflanzen (angeblich größtenteils Pilze - bei dem fremdartigen Aussehen traue ich mir da kein Urteil zu) und Insekten scheint es dort nichts mehr zu geben: keine Wirbel- oder gar Säugetiere.
Die Pilz-überwucherten Landschaften erschienen mir in erster Linie nicht etwa bedrohlich, sondern einfach wunderschön und exotisch.


Spoiler

Ich hätte eher gedacht, dass die Leute den Wald als Meer der Fäulnis bezeichnen, liegt daran, dass es eben wie ein großer Pilz ist, der sich immer weiter ausbreitet. Genauso, wie sich Fäulnis immer weiter ausbreitet, wenn man sie nicht beseitigt. Eindämmen kann man sie nicht so gut...sie schleicht sich langsam voran. Deswegen ist sie für die meisten, übriggebliebenen Völker bedrohlich. Nausicaä und ihr Volk sind ja eines der wenigen, die sichüberhaupt näher mit dem Wald beschäftigen.



Zitat von deunan

Ich hätte eher gesagt: Mensch gegen Natur. Hier in Nausicaä kann man sehr wohl von Naturgewalten sprechen, aber bei Prinzessin Mononoke ist die Natur eher sanftmütig, machtlos. Am Ende wird ja auch angedeutet, dass sie den Kampf verliert.


Ich denke die Hauptthematik ist eher, der Kampf des Menschen (hier fast ein einzelner Mensch) gegen die Natur des Menschen. Es geht ja hier eigentlich um die Generation der Menschen nach der Katastrophe. Die Welt ist eben so, wie sie ist. Mit dem "Meer der Fäulnis".

Spoiler

Das Problem ist eben nur, dass die Menschen nicht nur versuchen die drohende Gefahr zu bannen. Sie erhöhen die Gefahr ja sogar, indem sie versuchen den Wald auszubeuten bzw. mit Hilfe des Waldes Gewalt über andere Völker zu bekommen. Es ist im Großen und Ganzen schon ein Kampf gegen die Natur. Ihr zeigen, dass der Mensch Herr der Sache ist. Aber das wird ja schon vorausgesetzt. Der Mensch hatte ja schon verloren. Gerade die Experiment mit den "Göttern". Als ob eine Fastweltvernichtung nicht schon gereicht hätte. Einfach unverbesserlich. Im Anime sehen dann alle ziemlich schnell ein, dass das nicht gut ist. Das ist schon irgendwie so typisch Ghibli-Film. Die sind alle meist sehr schnell, sehr verständig. Friede-Freude-Eierkuchen. Aber das geht wohl in einem Anime auch nicht so gut auszudiferenzieren ohne sonst wieder ein offenen Ende, was genausowenig aussagt zu machen



Naja, ich glaube, das reicht erstmal. Ich mag die Thematik des Films (okey, ich schau auch gern mal "Ökofilme" ^.^) und ich mag die Umsetzung im Anime und mittlerweile kann ich mich auch mit dem zusammengewürfelten Schluss anfreunden. Trotzdem mag ich den Manga mehr. Er ist einfach facettenreicher und die Charaktere mehr ausgebildet (logisch).

Zur Musik kann ich nicht mehr viel sagen, ich glaub, ich sollte ihn wieder gucken. Mir ist aber nicht in Erinnerung, dass sie ohrenkrebserzeugend war. Ich glaub, sie war gut ^^

Nausicaä der Anime bekommt von mir
Sporen ^.^

Anschauen sollte man sich ihn auf jeden Fall (vorallem, wenn man Ghibli-Filme gut findet)

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18.10.2009 12:00
Jitsch
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Obwohl ich den Film auf DVD besitze, habe ich ihn mir erst einmal angeschaut. Schande über mein Haupt!

Eventuell liegt das daran, dass ich zuerst den Manga gelesen hatte und nach dieser Lektüre den Film als zurechtgestutzt, viel zu kurz und genrell eben unausgereift empfunden habe; die ganze Geschichte um die Trägerin mit dem blauen Kleid ist hier etwas zurechtgestutzt worden und der in meinen Augen beste Teil des Manga (nämlich das Ende) konnte im Film natürlich aus Zeitgründen nicht umgesetzt werden. Das mag dazu geführt haben, dass ich mich noch nicht so eingehend mit dem Film beschäftigt habe.

Die Animationen sind sicher gut, an die Musik kann ich mich dagegen kaum noch erinnern. Daher will ich lieber noch was zu den Charakteren und dem Setting loswerden.

Das finde ich nämlich absolut faszinierend; die ganze Geschichte um eine Welt, die sich selsbst regelrecht an den Ruin gebracht hat hat eine ziemlich eindrückliche Botschaft, die ich durchaus gelungen finde. Wie die Figuren leben, was ihre Ziele sind, was ihren Alltag beherrscht, das ganze ergibt in meinen Augen eine absolut schlüssige Welt, was ich auch gerade das faszinierende an dem Film finde.

Aus dem Grund, dass ich mit dem Ende nicht so richtig was anfangen kann, rangiert dieser Film in meinem persönlichen Ghibli-Film-Ranking leider nicht so weit oben, aber er ist trotzdem ein gutes Werk, das man gesehen haben sollte.

Jitsch*

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23.12.2009 20:00
Hyperion
Haudegen




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Wer den Frevel besitzt, diesen Miyazaki-Klassiker immer noch nicht auf DVD gekauft zu haben, kann heute auf ARTE D die deutsche TV-Premiere sehen (20.15 Uhr, siehe TV-Tipps).

Eigentlich schade, dass dieser Film hierzu über 25 Jahre brauchte.
Aufgrund des Alters kann Nausicaä natürlich nicht mehr mit den aktuellen Anime-Titeln (auch jenen aus eigenem Hause) mithalten. Die Story fasziniert jedoch immer und viele Themen von damals sind eigentlich noch aktueller geworden. Wer sich also nicht von den Bildern im "80er-Style" abschrecken lässt, wird einen ganz besonderen Film zu sehen bekommen.

Übrigens: Wer ARTE F empfangen kann und lieber O-Ton hören will, kann den Movie dort schauen. Dort wird der Movie in Zwei-Kanal-Ton F/JAP ausgestrahlt (beim deutschen ARTE in D/F).

Wer von der Welt um Nausicaä noch nicht genug hat, dem rate ich auch den Manga an. Dieser geht viel mehr in die Tiefe (der Movie zeigt eigentlich nur die ersten zwei von sieben Bänden in leicht veränderter Form). Carlsen will diese bald neu auflegen, weshalb man - wie ich damals - keine Mondpreise über diverse Versteigerungsportale bezahlen muss. zwinker

Gerade deshalb finde ich den Manga etwas besser.
Trotzdem stufe ich Nausicaä als einen der besseren "Ghibli"-Titel (eigentlich wurde er ja vor der Gründung produziert). Jedoch gefallen mir gerade jene Ghibli-Titel, welche besonders das Thema "Natur" beinhaltet. Dies liegt vielleicht auch daran, dass "Mononoke Hime" mein erster Ghibli war. Mononoke besitzt natürlich eine viel bessere Zeichenqualität (ist ja auch wesentlich jünger), jedoch lege ich auf die Story mehr wert als auf die Qualität der Zeichnungen. Deshalb gefallen mir beide Titel sehr gut.

Der Ton ist etwas gewohnheitsbedürftig; gerade der Flügelschlag einiger Insekten klingt etwas seltsam; da merkt man besonders das Alter des Titels.
Jedoch finde ich den Soundtrack wiederum gelungen. Da sind auch einige Ohrwürmer drin (auch wortwörtlich passend zu den wurmähnlichen Omus^^)

Meine Bewertung: 9.5 Omus (der halbe ist das kleine Omu zwinker )

Für eine maximale Punktzahl reichte es nicht ganz. Da hatte der Manga einfach viel mehr Tiefe, den ich beim Movie leider etwas vermisst habe.


Nach dem Movie kommt übrigens noch die Doku "MangaMania". Darauf bin ich gespannt.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Hyperion am 15.04.2010 16:22.

15.04.2010 14:46
Seraphita
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Danke noch einmal an arte!! ^^ Jetzt habe ich alle Filme, die diese und letzte Woche kamen gesehen - allerdings war "Mein Nachbar Totoro" mit Abstand der beste!!! ^.~

Nausicaä fand ich aber auch nicht schlecht - vor allem wenn man bedenkt wie alt er ist... ^^ Vom Zeichenstil fällt das jetzt nicht mal so stark auf - aber die Musik war einfach nur grottig und stellenweise überhaupt nicht zu ertragen (was ja einige hier auch schon meinten XD)... Der Anime war irgendwie ne nette Mischung aus Mittelalter gepart mit 2. Weltkrieg... o.O Anfangs hat mich das sogar an Escaflowne erinnert - also diese Szene mit den Titanen im Hintergrund... und Asbel gab quasi nen netten Van ab XD Mich hat es ein bisschen gewundert, dass Asbel so spät auftaucht - bzw. erwartet man den männlichen Mitspieler schon viel früher... ^.~ Gut fand ich aber, dass aus dem Film nicht auch so ein kitschiger Kram wie beim Wandelnden Schloss geworden ist - sonst hätte ich glaube ich gebrochen!!! >.<

Die Story rund um die Insekten, besonders die Omos fand ich großartig!! Das war echt mononokelike ^.~ Schlimm fand ich das dann am Ende - das mit der Babylarve!! Q.Q Wobei ich sagen muss, dass Nausicaä es echt immer übertreiben muss.. -.-
Dieser Krieg zwischen den Königreichen war für mich wieder zu verwirrend... Da muss ich mir den Film nochmal ansehen, damit ich das vllt. besser verstehe - dazu noch die vielen merkwürdigen Namen... schlimm ^^" Und nen wirklichen Bösewicht gibts ja auch nicht... o.O
Das mit den Titanen habe ich auch nicht ganz verstanden - das war irgendwie viel Lärm um Nix... o_O
Die dämlichste Figur im Anime war meiner Meinung nach Kushana.. aber nur ihres Äußeren wegen... Sie sah aus wie eine Mischung aus Prinzessin Leia und C3PO aus Star Wars... XD Einfach nur furchtbar!!!
Die deutsche Synchro fand ich ganz gut (sehr wohltuend nachdem man Das wandelnde Schloss gesehen hat XD)... Aber besonders das Opening war mir viel zu lang... -.-

Nachdem ich jetzt ne Überdosi Giblih hinter mir habe, muss ich sagen, dass mir die weiblichen Heldinnen überhaupt nicht zusagen - die wirken so unrealistisch vom Charakter, besonders was ihre Selbstlosigkeit betrifft... Das ist ja hier in dem Film auch wieder so... Nausicaä ist in dem Fall sogar ne Überheldin, die scheinbar ALLES kann... o.O Sowas mag ich überhaupt nicht... -.-"

Dennoch fand ich den Film aber ganz gut... ^^"


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16.04.2010 14:22
Saber
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Ich hatte die DVD schon seit bestimmt einem Jahr oder so bei mir im Regal stehen, hatte jedoch nie die Kraft aufbringen können, mir den Film anzuschauen, einfach weil ich gewisse Vorbehalte gegenüber Studio Ghibli-Werken habe. Der Film lief jetzt gestern im Rahmen der Miyazaki-Reihe auf ARTE und das war bislang auch der einzige Film der Reihe, den ich mir bisher angesehen habe und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden.

Eine Sache die mir doch sehr stark auffiel war die Tatsache, dass so einige Story- und Erzählelemente des Films mich an Prinzessin Mononoke erinnert haben, obwohl es eighentlich umgekehrt der Fall zu sein hat, denn Nausicaä lief rund 13 Jahre vor Mononoke. Ich rede davon, dass es wieder 2 Seiten gibt, die einen die etwas über die Natur wissen und dann diejenigen mit der effizienteren Technologie, die aber von der Natur keine Ahnung haben und sich damit mit der dritten, die Natur repräsentierenden Fraktion anlegen und dabei ein riesiges Chaos verursachen. Ist das so ein Staple in Miyazaki-Filmen?

Nausicaä hat mir im Gegensatz zu San aus Mononoke als Hauptcharakter sehr viel besser gefallen, sie war eine wesentlich bessere, sympathischere Figur, zu der ich viel eher eine Verbindung aufbauen konnte. Ansonsten kann ich nicht behaupten, dass mir irgendwelche Charaktere besonders aufgefallen sind.

Womit der Film weiterhin besticht ist eine wirklich tolle Animation. Das ist ne Sache, die man Ghibli immer noch zu gute halten muss, artistisch gesehen sind die Kollegen immer noch in der obersten Liga mit dabei. Man merkte dem Film zwar sein Alter etwas an, aber ich würde durchaus behaupten, dass Nausicaä in Würde gealtert ist. Die Musik hat mir auch sehr gut gefallen.

Mir hatte mal irgendjemand, ich glaub es war Misato, gesagt, dass mir von den Ghibli-Filmen wohl Nausicaä am besten gefallen dürfte und auch wenn ich neben diesem Film eigentlich nur Mononoke kenne, denke ich doch, dass diese Vermutung rechtbehalten wird, denn die anderen Ghibli-Filme interessieren mich vom Setting her eigentlich nicht die Bohne.

Dennoch sage ich, dass Nausicaä aus dem Tal der Winde ein toller Film ist. Hat mir sehr gefallen. Zum Ende hin hatte sich sogar eine Träne im Auge.



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16.04.2010 17:09
Hyperion
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Was die Titelfigur angeht, so habe ich nicht unbedingt das Gefühl, sie sei eine "Überheldin". Jedenfalls ist sie selbst nicht dieser Meinung. Jedoch hat die Bevölkerung aus dem Tal der Winde wirklich sehr hohe Erwartungen gegenüber ihrer Prinzessin. Diese grossen Erwartungen zeigt eher, dass ihr Volk von ihr erwatetn, eine Überheldin zu sein.

Spoiler

Aus meiner Sicht entwickelte sich diese Einstellung dadurch, dass sie von der Natur (Pflanzen/Giftpilze, Tiere/Insekten, Wind/Gleiter) einfach viel mehr versteht als alle anderen.
Jedoch bin ich der Meinung, dass Nausicaä auch recht naiv ist. Der Wunsch, weiteres Blutvergiessen zu verhindern, war doch sehr utopisch und was politisches und strategisches Verhalten angeht, ist sie ihren Gegnern doch ziemlich klar unterlegen.


Möglich ist auch, dass die recht erwachsene deutsche Stimme von Nausicaä, sie auf deutsch etwas reifer wirkte. Jedenfalls wurde ich gestern wieder etwas überrascht, als ich die Stimme hörte. Die letzten paar Male, als ich den Movie sah, war dies in OmU auf DVD und im Original erscheint mir ihre Stimme etwas jünger und weicher. Ich habe nun auch den französischen Ton angehört und auch dort wirkt ihre Stimme jünger.

Zitat von Saber

Eine Sache die mir doch sehr stark auffiel war die Tatsache, dass so einige Story- und Erzählelemente des Films mich an Prinzessin Mononoke erinnert haben, obwohl es eighentlich umgekehrt der Fall zu sein hat, denn Nausicaä lief rund 13 Jahre vor Mononoke. Ich rede davon, dass es wieder 2 Seiten gibt, die einen die etwas über die Natur wissen und dann diejenigen mit der effizienteren Technologie, die aber von der Natur keine Ahnung haben und sich damit mit der dritten, die Natur repräsentierenden Fraktion anlegen und dabei ein riesiges Chaos verursachen. Ist das so ein Staple in Miyazaki-Filmen?


Wie du selbst geschrieben hast, besitzen die meisten anderen Ghibli-Titel - auch jene von Miyazaki - andere Genres. Deshalb ist nicht unbedingt ein klares Muster erkennbar, ausser dass bei Miyazaki oft die Themen "Natur" und "Flugzeuge" vorkommen (letzteres bei Mononoke natürlich nicht).

Bei Nausicaä stimme ich dir zu, dass es um mehr oder wenier 2-3 Seiten geht, die sich durchsetzen wollen.

Spoiler

Grundsätzlich geht es ja um einen Krieg zwischen Tokumekia und Pejite.
Als "dritte Partei" kann man die Zivilbevölkerung ansehen, welche die Kriegsleiden ertragen müssen. Dies wäre z.B. die Bevölkerung des Tals der Winde, da der Kriegsschauplatz wegen des Titans sich dorthin verlagerte. Ebenfalls zu dieser dritten Gruppe gehört die Zivilbevölkerung von Pejite, welche auch vom Krieg gezeichnet ist und deshalb Nausicaä hilft.


Hingegen ist Mononoke Hime aus meiner Sicht viel tiefgreifender, auch was die unterschiedlichen Gruppierungen angeht.

Spoiler

Zwar sind sämtliche Tiere natürlich gegen die Menschen, weil sie ihren Wald zerstören. Jedoch wehren sich die Wölfe - zumindest am Anfang - mit einer Guerilla-Taktik, während die Wildschweine den offenen Krieg vorziehen. Die Affen hingegen bevorzugen eher den "gewaltlosen Widerstand" (wenn man den Angriff auf Ashitaka nicht berücksichtigt), indem sie den Wald neu anpflanzen.
Auch bei den Menschen gibt es unterschiedliche Seiten. Ashitaka selbst ist klar für einen Frieden zwischen Menschen und Tieren. Mononoke hingegen die Menschen für ihr Tun bestrafen, wenn möglich im grossen Stil (also ähnlich wie die Wildschweine). Eboshi selbst möchte ihre Machtposition wenn möglich noch erweitern. Der Kaiser sieht man zwar nicht, doch dieser möchte seine Macht in alle Ewigkeit behalten (und deshalb unsterblich werden). Sehr interessant ist hier Jigo, welcher wie ein Politiker wirkt. Er stellt sich klar unter dem Kaiser und Eboshi, aber stellt sich jeweils unter jenen Diensten, welche gerade den besseren Profit einbringt.
Hier kommt man also recht schnell auf sechs oder mehr "Parteien", welche ihre Interessen durchsetzen wollen.


Nausicaä hat deshalb nicht auch die Tiefe wie Mononoke (ausser der Nausicaä-Manga, welcher dann auch mehr Tiefe/Anspruch bietet).
Jedoch würde es ohne den Erfolg von Nausicaä das "Fantasy-Pendant" Mononoke wohl nicht geben. Ich spreche nicht von der darauf folgenden Gründung von Studio Ghibli, sondern dass Miyazaki das Thema "Natur" in einer ähnnlichen Form nochmals in einem Film einbaute.


Übrigens habe ich erst jetzt bemerkt, dass es eigentlich französische Untertitel (für Hörschädigte) auf der Teletext-Seite 888 gibt. Zwar ist dies bei ARTE D (Zweikanalton D/F) nur bedingt hilfreich. Jedoch war wie erwähnt auf ARTE F der Zweikanalton F/JAP, bei der ein französischer Untertitel - sonfern man etwas franzöisch versteht - für OmU-Fans eine interessante Alternative sein kann. zwinker

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16.04.2010 18:37
Kenshin
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Arte sei Dank konnt ich nun in den Genuss dieses FIlms auch mal kommen.
Dennoch muss ich eines zugestehen...so richtig warm geworden bin ich nicht mit diesem Film.
Es mag vielleicht daran liegen, dass ich gewisse Parallelen zu Prinzessin Mononoke sehe oder aber auch daran, dass ich eben diesen vorher gesehen habe.
Ich hab mich eh schon gewundert, warum dieser doch ältere Film erst jetzt ins Fernsehen gekommen ist. Schande über die TV Landschaft von Deutschland.

Optisch gesehen kann man dem FIlm nicht wirklich viel vorwerfen. Man muss das ganze halt realistisch betrachten: Für damalige Verhältnisse war das gewohntes Standard im oberen Bereich. Aber für heutige Verhältnisse ist das eher nciht so gut. Ich richte mich hierbei aber mal nach dem damaligen Standard, sonst wäre das nicht ganz fair gegenüber diesem, am Ende doch toll wirkenden Film. Die Animationen waren sehr schön anzusehen, flüssig, ineinander fließende Übergänge der Szenen und die Details, was typisch für einen Miyazaki Film ist, sind wieder einmal atemberaubend. Gerade die ganzen Szenen in dem "Wald" fand ich Klasse. Da hat man richtig gemerkt, wieviel Fantasie man mit sich durchgehen lassen kann. Einzig die Kreaturen, die Insekten wirkten etwas zu karg und teilweise plump kopiert. Aber das war wohl Absicht.

Musikalisch...hmm, das ist wiederum eine ganz andere Geschichte. Die war, milde gesagt, schlecht. Es tat schon fast weh zu sehen wie teilweise wirklich sehr schöne Szenerien in den Sand gesetzt wurdne, weil die musikalische Untermalung komplett daneben gegriffen war. Klarer Fall von Griff ins Klo. Mit Ausnahme der Lieder zu Beginn und Ende, war das eher maue Leistung, für heutige als auch damalige Verhältnisse. Fand ich eher unpassend.

Was die Story angeht, so ähnelt die sehr stark von Prinzessin Mononoke, bzw andersrum, weil der hier ja älter ist.
Und da fängt es für mich an.
Wir haben im Prinzip das selbe Szenario: Ein Mädchen das mit der Natur im Einklang lebt, auf der einen Seite mit Göttern und hier mit Insekten. Beide sind für die Harmonien und Einklang verantwortlich. Einziger Unterschied hier bei Nausciaä ist, dass die Anwesendheit dieser Insekten und die Ausbreitung den Menschen schädlich ist und sie gar töten kann und das nciht einmal absichtlich. Aber das Grundgerüst bleibt das gleich: Mensch vs. Natur. Das durmherum ist anders aber doch an gewissen Stellen ähnlich.
Nausicaä aber muss man klar sagen, zieht hierbei den kürzeren. Man könnte gar fast meinen, dass Miyazaki Mononoke gemacht hat, um die Fehler die hier gemacht wurden auszumerzen.
Weil, das wohl größte Problem bei diesem Film ist einfach, dass er zuviel in Angriff genommen hat und eniges auf der Strecke geblieben ist. Wie so einigen heir, erging es mir ebenfalls so, dass dieser Konflikt zwischen den Menschen untereinander, eine zu große Rolle eingenommen hat, am Ende aber nicht der Hauptbestandteil des Films war. Gut, die im Tal wollen ihre Ruhe haben, die einen wollen den Titanen benutzen um die Insekten zu vernichtne und die STellung der Menschheit zu festigen und die anderen wollen die Insekten ebenfalls vernichten, aber die mit dem Titanen ebenfalls. Drei Fronten...zu komplex und unnötig dargestellt. Hätte man vereinfachen können, hat man leider nicht, was ich durchweg sehr schade finde.
Hätte man stattdessen nur zwei Parteien, die mit dem Titanen und die aus dem Tal genommen, wäre alles wunderbar gewesen und es hätte vollkommen ausgereicht. Denn die, die die Welt der Menschen festigen und beshcützen wollen, sehen einfach nciht ein, dass man die INsekten und die Wälder dort braucht, weil sie am Ende doch den Menschen dienen. Gefährlich, aber nutzbringend. Zweischneidiges Schwert halt und da muss man im Einklang mit der Natur sein. So wie die im Tal. Und das ist das, was der FIlm als Message versucht: achte die Natur und beschütze sie, auch wenn sie gefährlich sein kann. Ohne sie, können wir auch nciht leben. Es muss eine Harmonie vorhanden sien. Denn gerade ein funktionierender Einklang zwischen Mensch und Natur mit Kompromissen muss es geben (wie z.B. das verwenden eines abgestreiften Panzers zum Wohle von Werkzeugen etc.).

Was mir auch nciht so gefallen hat, war die Konfliktlösung mit dem Jungtier. Das kam so erzwungen und so....mag komisch klingen, billig vor. DIe Lösung gefiel mir absolut nicht. Fand ich wirklich schade drum.
Die Charaktere sonst typisch Miyazaki. Nur der UNterschied, außer Nauscaä konnte sich hier kaum eine andere FIgur großartig profilieren. Man sieht nur sie meistens, und kaum die anderen. Besser gesagt, sie haben kaum Freiraum zur Entfaltung, was aber besser gewesen wäre.
Die Idee ist gut, mir gefällt der Film auch, nur hat er doch deutliche Schwächen. Woran man das nun festhalten kann, am Alter des Films, oder sonstiges, weiß ich nicht. Sie sind auf alle FÄlle da und nicht optimal gelöst. Schade.

Was die Synchro angeht, passt, sehr gut Arbeit, kann man nicht wirklich meckern.

Man wird mich sicherlich steinigen, aber ich fand den FIlm einfach nur gut. Mehr nicht. Ich kann ihn nciht in den Himmel loben, aber schlecht machen kann man ihn auch nicht. Er ist halt einfach gut, aber die kleinen Schwächen sind für mich nicht ganz so toll. Vielleicht liegt es wirklich daran, dass ich Mononoke einfach liebe und unterbewußt immer Vergleiche ziehe.
Wie dem auch sei.
Sehr unterhaltsam, als Einstigesfilm sicherlich sehr empfehlenswert. Er ist in vielerlei Hinsicht empfehlenswert, gerade auch in der Animation und Message her. Auch die Story toll. Aber alles hat einen Makel, so auch Nausicaä.

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Sig by Voice

17.04.2010 23:21
hagi
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Jetzt hab ich es endlich auch mal geschafft, Nausicaä aus dem Tal der Winde zu schauen. Die letzten paar Mal als der Anime im Fernsehen lief hab ich ihn leider verpasst, dafür konnte ich ihn jetzt so richtig genießen.

Von der Thematik her erinnert der Film sehr an Prinzessin Mononoke, nur dass hier das Plädoyer gegen Umweltzerstörung und Raubbau an der Natur fast noch besser verarbeitet wird. Der stark ausgeprägte Pazifismus, der in fast allen Miyazaki-Filmen zur Grundthematik gehört ist auch hier wieder von zentraler Bedeutung.
Mit Nausicaä schafft Miyazaki einmal mehr eine Titelheldin, die mir auf Anhieb sympathisch war. Zwar wird sie an manchen Stellen auch ein bisschen zu sehr glorifiziert, aber das macht Nausicaä mit ihrem Charme ohne weiteres wieder wett. Auch die Bewohner aus dem Tal der Winde fand ich richtig sympathisch umgesetzt. Das Windmühlendorf hat mich ein bisschen an Holland erinnert sweat
Was mir aber immer wieder bei Animes von Miyazaki auffällt ist, dass die meisten Schauplätze ganz und gar nicht Japanisch sind. Viel mehr erinnern sie ans mittelalterliche Europa. Das erklärt vielleicht auch warum die Japaner und Chinesen so auf mittelalterliche, europäische Städte abfahren.

Die Idylle im Tal wird dann aber durch das Eintreffen von torumekianischen Truppen unter der Führung von Kushana gestört, die einen Titanen aus einem im Tal abgestürzten Frachtflugzeug wieder in ihren Besitz bringen wollen.
Das Motiv mit dem Titanen gibt es in abgewandelter Form auch in Das Schloss im Himmel, nur dass er hier ein Wesen des Bösen ist.

Spoiler

Was es jetzt genau mit dem Titanen auf sich hat und wie sie genau zur Verwüstung der Erde beitrugen, wir nur kurz angeschnitten. Der Titan dient in erster Linie sowieso nur dazu einen Grund für das Eindringen der torumekianischen Truppen zu liefern. Am Ende spielt er dann ja nur noch eine untergeordnete Rolle.


Die Bösen geraten bei den Ghibli-Filmen gerne einmal ein bisschen zu kurz, da Miyazaki sich sehr stark auf seine Helden fokussiert. Auch hier ist es ist das Gleichgewicht deutlich auf der Seite der Heldin. Von Kushana, ihrer Vergangenheit (wie sie ihren Arm verloren hat usw.) und ihrem Heimatland erfährt man kaum etwas, obwohl das sicherlich auch ganz interessant gewesen wäre.

Die heimlichen Helden sind in dem Anime für mich aber immer noch die Insekten und ganz besonders die Omus, die mich irgendwie an zu groß geratene Asseln erinnert haben zwinker
Die Szenen in denen Nausicaä direkt mit ihnen spricht und sie durch ihre Fühler Kontakt mit ihr aufnehmen ist ganz großes Kino! Die Atmosphäre, die da geschaffen wird, ist schon fast greifbar und die Musik mit der das ganze Untermalt wird ist das Sahnehäubchen oben drauf!
Die Melancholie in der der Film schwelgt, hab ich so intensiv noch nie erlebt. Das ist Gefühlskino der Extraklasse!
Unterstützt wird dies durch den rundum gelungenen Zeichenstil, der auch einen großen Anteil zur Atmosphäre beiträgt. Natürlich sieht man den Bildern ihr Alter an, aber alleine die ersten paar Minuten, in denen Nausicaä im giftigen Wald den Omupanzer findet, hätten selbst mit modernsten Zeichenmitteln nicht besser gelingen können. Zeichnerisch, würde ich sagen, ist Nausicaä aus dem Tal der Winde für mich der beste Anime von Miyazaki.

Das Ende fand ich dann auch ziemlich gelungen und vor allem hat es zu dem Anime gepasst.

Spoiler

Durch das Happy End wurde die Botschaft des Films, dass es noch nicht zu spät ist unsere Erde zu retten, noch einmal bekräftigt. Gut, dass Nausicaä dieser geheimnisvolle Retter ist hat man sich schon selber zusammenreimen können, aber wie der Konflikt dann am Ende gelöst wurde fand ich dann ganz gut und auch, dass man nicht genau weiß, was nach dem Abzug der Omus aus dem Tal der Winde wird, finde ich gut, da sich dann jeder selbst sein Ende zurechtlegen kann.


Unterm Strich ist Nausicaä aus dem Tal der Winde einer der besten Animes, die ich bis jetzt gesehen habe. Die Charaktere sind durch die Bank gelungen, die Story ist ein Traum, die Atmosphäre ist durchgehend dicht und die Botschaft für mehr Verständnis für die Umwelt kommt an. Die Anspielungen sind klar zu erkennen. Der giftige Wald, der einerseits die Luft verpestet, aber auf der anderen Seite die von den Menschen verseuchte Erde reinigt, soll uns zeigen, dass auch wir Gefahr laufen unsere Lebensgrundlage zu vernichten.

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02.07.2011 17:16
Centaurea
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Zitat von Kenshin

Wir haben im Prinzip das selbe Szenario: Ein Mädchen das mit der Natur im Einklang lebt, auf der einen Seite mit Göttern und hier mit Insekten. Beide sind für die Harmonien und Einklang verantwortlich.
Da geh ich nicht mit, inwiefern ist Nausicaä denn dafür verantwortlich?

Spoiler

Auf mich wirkte das eher so, als hätte sie lediglich mehr Verständnis für Wald und Insekten, weil sei aufgrund ihrer Forschung besser über diese Bescheid weiß. Und mit denen hat sie ja nur angefangen, weil ihr Vater so schwer krank ist. Das sich da zwangsläufig eine tiefere Bindung aufbaut, ist doch nur logisch. Bei Mononoke wirkte das ganze gezwungener auf mich.


Zitat von Kenshin

Hätte man stattdessen nur zwei Parteien, die mit dem Titanen und die aus dem Tal genommen, wäre alles wunderbar gewesen und es hätte vollkommen ausgereicht.
Dann hätte man aber nicht mehr zeigen können, dass sich die Menschheit auch untereinander bekriegt, das Tal der Winde also nur die Ausnahme darstellt und

Spoiler

dass das Meer der Fäulnis auch deshalb so groß geworden ist, weil die Menschen es auch als Waffe benutzen. Ich finde Pejite ist eine ganz wichtige Partei im Film, auch um zu zeigen, zu welchen Mitteln die Menschen greifen könnten, und um die Ohmus näher zu erläutern. Und das ist doch auch gelungen, denn wie hätte man sonst die Ohmus zu so einem Massenangriff bringen können, sie dem Zuschauer gleichzeitig aber verständlich handeln lassen? Die Idee mit dem Jungtier fand ich da schon gut gemacht - nur die Auflösung...

Zitat

Was mir auch nciht so gefallen hat, war die Konfliktlösung mit dem Jungtier. Das kam so erzwungen und so....mag komisch klingen, billig vor. DIe Lösung gefiel mir absolut nicht. Fand ich wirklich schade drum.
Da muss ich mich dir voll anschließen. Nur das ich nich billig sagen würde, sondern aprubt. Die Ohmus sind in wilder Wut, überrennen die blöden Panzer usw. und plötzlich ist alles vorbei?
Auch das Nausicaä tot sein sollte, ist für mich zu abstrus. Ich persönlich bevorzuge den Gedanken, dass sie nur bewusstlos war. Die heilenden Kräfte der Ohmus sind so schon fast zu viel für meine Nerven...


Was mir gestern aufgefallen ist, sind die bösen Helferlein der Bösewichte, besser kann ich das nicht ausdrücken. Mir ist schon früh aufgefallen, dass sich die Heldinnen und Helden alle ein bisschen ähnlich sehen. Gestern ist mir aufgefallen, dass die Bösewichte fast immer jemanden unter sich haben, der ihre Befehle ausführt und groß, hager, spitznasig und großäugig ist. Oder geht das nur mir so?

Zitat von hagi

Das Windmühlendorf hat mich ein bisschen an Holland erinnert sweat
Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso selbst diese Burg aus zwei Windmühlen besteht. Ist zwar konsequent, gefiel mir aber nicht. Auch die unsaubere Darstellung des "Tals" stieß ein bisschen bitter bei mir auf. Aus der Vogelperspektive sieht das ganze so aus, als wäre es doch alles relativ beengt, was ich gut fand.

Spoiler

Aber als Kushanas Truppen die Bevölkerung des Tals "jagt" und diese sich verstecken müssen, ist davon plötzlich nichts mehr zu merken. Das kann ich mir einfach nicht wegerklären, ich will jetzt auch nicht so sehr drauf rumreiten, aber... wenn die so schnell in der Wüste sind, hat das für mich nichts mehr mit einem Tal zu tun. Ganz abgesehen davon, dass ich dachte, sie hätten den Wald am Eingang des Tals abgefackelt, wodurch ein Entkommen in die Richtung eh unmöglich wäre...


Mir gefielen die Stellen im Wald am Besten, ich fand es beeindruckend, dass der Wald doch recht farbenfroh wirkte, also lebendig, während alles, was mit den Menschen zu tun hat, trist und öde war. Bis auf das Tal der Winde natürlich, die mehr Respekt vor der Natur haben.

Spoiler

Gerade die Stellen unter dem Wald gefielen, ich mag so kuppelartige Gebilde. Das wirkte alles sehr erhaben auf mich, nur der Junge aus Pejite störte da. Und ich fand es doch etwas erstaunlich dass da schon zwei Stunden vergangen sein sollten ^^


Ansonsten mochte ich Yupa bedeutent mehr als Nausicaä, er ist imo viel interessanter. Als er dazwischenspringt, als sie mit den Torimekianern kämpfte, fand ich aber etwas seltsam.

Spoiler

Er lässt sich ihr Schwert in den Arm rammen, und zwar ziemlich tief. Das blutet dann konsequenterweise, aber als er es herauszieht... nichts mehr animesweat Auf diese Beeinträchtigung wird gar nicht mehr eingegangen, im ganzen Film nicht. Hat der selbstheilende Kräfte oder was? Interessant war auch, dass er ja offensichtlich umher zieht, aber nicht von der Krankheit ergriffen wird. Ich hätte gedacht, dass diese Krankheit ein normales Problem in dieser Umgebung darstellt, aber dem ist ja offenbar nicht so. Dann wüsste ich aber gern, woran die genau liegt.


Ich mochte den Film schon, auch wenn ich ihn auch nicht als Meisterwerk empfinde. Für sein Alter ist er schön anzusehen und das Thema ist gut umgesetzt. Mehr braucht es ja auch eigentlich nicht ^^

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17.07.2011 07:08
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Zitat von Centaurea

Zitat von Kenshin

Wir haben im Prinzip das selbe Szenario: Ein Mädchen das mit der Natur im Einklang lebt, auf der einen Seite mit Göttern und hier mit Insekten. Beide sind für die Harmonien und Einklang verantwortlich.
Da geh ich nicht mit, inwiefern ist Nausicaä denn dafür verantwortlich?

Spoiler

Auf mich wirkte das eher so, als hätte sie lediglich mehr Verständnis für Wald und Insekten, weil sei aufgrund ihrer Forschung besser über diese Bescheid weiß. Und mit denen hat sie ja nur angefangen, weil ihr Vater so schwer krank ist. Das sich da zwangsläufig eine tiefere Bindung aufbaut, ist doch nur logisch. Bei Mononoke wirkte das ganze gezwungener auf mich.

Ich finde, San wirkt einfach wir Moros Kind, eben die Mononoke Hime (die als Jugendliche auch mal auf eigene Faust in den Kampf zieht), aber nicht ihr Anführer; insofern kann ich gerade bei ihr keine Verantwortung sehen. Und dass San eine ziemlich enge Beziehung zumindest zu den "Wölfen" aufgebaut hat, ist für mich klar: Es wird zwar meines Wissens nicht explizit erwähnt, aber sie scheint ja bei ihnen aufgewachsen zu sein - ähnlich Tarzan und Mowgli (Das Dschungelbuch) - das ist schlicht und ergreifend ihre Familie.

Nausicaä trägt da schon eher Verantwortung - aber eben auch nur als (zukünftige) Herrscherin des Tals der Winde. Das ist ihr mehr oder weniger in die Wiege gelegt und insofern sicher auch mehr oder weniger in ihrem Bewusstsein präsent.
Ob dagegen San Moros Nachfolgerin werden soll/wird/..., ist mir ziemlich unklar: darüber wird - soweit ich mich erinnere - im Film einfach nichts gesagt. Da sie aber ein Mensch ist, wäre es nahe liegend, dass die Mononoke sie nicht ohne weiteres als Anführer akzeptieren würden.

Was die Botschaft betrifft: Die finde ich gar nicht so klar.
Man könnte meinen, es ist: "Vertraue den Selbstheilungskräften der Natur" - darauf läuft Nausicaäs Entdeckung, dass der Wald die giftigen Sporen umwandelt, ja hinaus.
So eine Botschaft wäre aber sehr seltsam - daraus könnte man ja aktuell auch schließen: "Vergesst CO2-Reduktion und Klimawandel - die Natur wird's schon richten". Dass Miyazaki das meint, bezweifele ich aber.
Mit gutem Willen könnte man noch eine Botschaft in der Richtung "Zerstört Eure Umwelt nicht" heraus-interpretieren - aber außer der Einleitung, wo die ferne Geschichte erzählt wird, kommt das ja kaum vor. Insofern wäre das für mich mehr ein Hinein-Interpretieren von etwas, was der Autor nicht gesagt hat (bzw., genauer: was er nur am Rande erwähnt hat). Was dazu nicht passt: Auch Nausicaä schreitet nicht ein, als die Bewohner rigoros alle Pilze abbrennen, die ins Tal eingedrungen sind. Da Einhalt zu gebieten hätte wohl auch sehr leicht zum Tode aller Einwohner geführt - die Giftigkeit der zu erwartenden Sporen wird meines Wissens nirgends bestritten.

Ich finde, Nausicaäs (damit meine ich die Figur, nicht den ganzen Film) Botschaft ist eher so etwas wie: Seht in einer Bedrohung nicht gleich einen Feind, den man vernichten muss, wenn man nicht selbst vernichtet werden will. Lebt mit Gefahren, aber wehrt euch nur so weit, wie es zwingend notwendig ist. Und respektiert alle anderen Lebensformen.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von deunan am 17.07.2011 12:22.

17.07.2011 11:28
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