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Matoi the Sacred Slayer (Soushin Shoujo Matoi)  
Grimangel




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Matoi the Sacred Slayer (Soushin Shoujo Matoi)       



Start: 04.10.2016
Episoden: 12
Genre: Fantasy, Magical Girl, Mythology, Supernatural
Studio: White Fox
Website: www.matoi-anime.com

Zitat

Story:
Matoi Sumeragi ist 14 und arbeitet neben der Schule zusammen mit ihrer Freundin Yuma Kusanagi als Priesterin im Tenman-Schrein. Auf Yumas Anraten hin versuchen sich beide an der "heiligen Besitzergreifung", mit der die Priester des Tenman-Schreins seit Generationen böse Geister exorzieren. Doch das Ritual läuft nicht, wie geplant, und Matoi erhält gegen ihren Willen die göttliche Macht, die Welt von bösen Geistern zu befreien. Statt eines ruhigen Lebens steht Matoi nun eine neue Aufgabe als Exorzistin bevor …
Quelle: Anime on Demand

Matoi the Sacred Slayer ist eine typische Magical Girl-Serie, keine solche mit einer düsteren Atmosphäre wie es gerade Magical Girl Raising Project macht. Nein hier haben wir einfach eine simpel gestrickten aber dafür ganz ordentlich umgesetzten Genrevertreter. Eigentlich kam ich auf die Serie nur, weil sie auf Anime on Demand verfügbar ist. Viel Aufmerksamkeit hat sie ansonsten nicht generiert.

Dabei ist es ein ziemlich schnörkeloser Anime, ohne Ecken und Kanten. Sicherlich wollte Studio White Fox hiermit auf eine sichere Karte setzten. Der Serie fehlt halt etwas das Besondere, deshalb seh ich wieso sie nicht soviel von sich Reden gemacht hat. Eine ganz normales Mädchen erhält eine geheimnisvolle Kraft und ist von da an bestimmt Dämonen, die aus einer anderen Dimension in unsere Welt einfallen und von Menschen besitzt ergreifen, zu exorzieren. Der einzige kleine Unterschied ist, dass die Exorzistinnen hier einen göttlichen Begleiter haben, der in den Mädchen schlummert und sie wenn ihr Kräfte erwacht sind, transformieren lässt.

Leider beginnt der Anime anfangs mit einem episodischen Struktur nach dem Schema, dass zu einem gewissen Zeitpunkt ein besessener Mensch auftaucht und Matoi eingreifen und verwandeln muss. Da fehlt es etwas an Abwechslung. Es bleibt die Frage wieso die Dämonen ins Dieseits einfallen, wer sie steuert. Da hat die Serie für mich etwas verpasst den Bösewichten richtig einzuführen. Die gibt es zwar später, aber deren Motivation ist mir immer noch nicht ganz klar. Und dann gibt es da noch neben den Schrein-Priestern eine wissenschaftliche Orginisation und sogar der Vatikan hat irgendwie seine Finger im Spiel. Sie alle machen den Anschein, dass sie mehr über diese Vorgänge wüssten und seit Jahrzehnten diesen Kampf im Hintergrund führen. Aber eigentlich hätte man sich auch diese Orginisationen sparen können, weil sie immer nur Beobachter bleiben und nie selbst agieren. Der Schrein und deren Überlieferungen tragen das allein schon und geben der Serien diesen mystischen Anstrich.

Optisch hat mich die Serie angesprochen, ich mag einfach die satten Farben und den Stil. Zwar gibt es nicht so spektakuläre Animationen wie bei Flip Flappers, aber dafür bleiben die Zeichnungen durchweg auf einen ordentlichen Niveau ohne Schwankungen. Die Parallel welten sind auch kunterbunt, wobei die Farben schon ziemlich grell sind, dafür sagt mir das Design der Dämonen zu. Die sind zum Glück nicht computeranimiert wie es andere Fantasy-Serien gerne machen und die roten Konturen sind da noch ein i-Tüpelchen. Leider sind die Gottheiten jedoch im CGI-Look und wirken wie ein Fremdkörper. Ausnahme sind die beiden drolligen Begleiter von Yuma, die sie auch in zwei ulkige Formen transformieren lassen. Da hätte man nicht sparen brauchen. Oh und aus irgendeinem Grund hat man bei Claris ihre magischen Fähigkeiten mit Technology gekreuzt, ihre Beschwörungen löst sie immer mit einem Koffer mit einer mechanischen Stimme aus. Das war schon etwas gewöhnungsbedürftig. Beim Look von Claris hat man sich augenscheinlich stark Saber Alter orientiert. An dieser Stelle will ich den unnötigen Fanservice mal erwähnen. Die Klamotten der Exorzistinnen lösen sich nämlich immer nach nem Kampf in Luft aus, was hier als Gag benutzt wird. Wo die Serie sonst überhaupt keine Ecchi-Moment fand ich es auch nicht tragisch. Beim Soundtrack war vor allem ein Stück sehr markant, immer dann wenn Matoi ihre Kräfte bündelt und es ans Eingemachte geht.

Was die Charaktere angeht, waren mir alle Protagonisten äußerst sympatisch. Matoi war noch die Normalste, die wohl als Identifikationsfigur dient. Dann wäre da noch die aufgedreht quirllige Yuma. Sie könnte für den ein oder anderen eine Nervensäge sein, aber ich mag solche Energiebündel ganz gern und fand diese Art liebreizend. Yuma trägt auch so ziemlich den Humor der Serie im Alleingang. Und Claris ist die typisch stoische und abgebrühte Heldin, die sich wenig Emotion anmerken lässt, wo aber auch sie im Verlauf etwas auftaut und ihre neugewonnen Freundinnen schätzt.

Der stärkste Aspekt der Serie ist für mich die Beziehung zwischen Matoi und ihrem Vater Shingo. Denn die Serie legt auch ein Augenmerk darauf. Ein Vater und eine Tochter, die sich auseinander gelebt haben, seit ihre Mutter eines Tages spurlos verschwunden ist. Shingo wußte nicht wie er mit der Situation umgehen soll und hat sich in die Arbeit als Polizei-Kommisar gestürzt, um die Konfrantation zu entfliehen und hat das Kind bei den Großeltern abgeschoben. Und am Anfang der Serie kommen sie seit langen Jahren wieder zusammen und müssen sich in der Situation wieder einfinden, eine Familie zu sein. Natürlich fällt es ihnen nicht leicht wieder vertraut miteinander zusein, deshalb nennt ihn Matoi auch ständig beim Namen, was auch zu befremdlichen Situation führt - und natürlich weil sie ihr Exorzisten-Dasein vor ihm geheim hält. Und wo der Anime im späteren Verlauf wieder Fahrt aufnimmt, gefiel mir auch in welche Richtung das ganze ging.

Spoiler

Matoi als Nachkomme einer Schreinpriesterin, die selbst eine ähnliche Kraft inne wohnte, muss den gleichen Weg beschreiten. Als sich ein Loch zwischen den Dimensionen öffnet und die Welten erneut drohen zusammen zu brechen, ist Matoi gezwungen das gleiche Opfer zu bringen wie ihre Mutter. Die musste nämlich in die höchste Dimension reisen und ein Ritual vollziehen, damit die Welten im Gleichgewicht sind. Leider ist sie damals nicht zurückgekehrt. Und nun ereilt Matoi als Auserwählte das gleiche Schicksal. Es war schon ein rührender Moment, als sie beiden sich verabschieden müssen, sie beide noch immer nicht das ausprechen können, was sie dem anderen sagen wollen, aber trotzdem spüren was Matoi gerade ist im Begriff zu tun.

Letzlich bin ich ganz froh, dass das ganze gut ausgegangen ist und sogar etwas überrascht, dass es nicht darum ging eine mächtigen Dämonen zu bezwingen, sondern das Siegel zu erneuern und eben die Mutter wieder zurückzuholen. Es war ein warmherziger Moment, die Familie wieder vereint zusehen und dass sie nun ein normales Leben weiterführen können. Wäre da nicht die Dämonen, die immer noch exorziert werden müssen. Die arme Matoi kann wohl nie zur Ruhe komme ^__^

Alles in allem hat mir Matoi the Sacred Slayer schon gefallen, aber die Serie konnte keinen tieferen Eindruck hinterlassen. Wer aber einen gutgemachten aber klassischen Vertreter des Magical Girl-Genres sucht, ist hier an der richtigen Stelle.


Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Grimangel am 24.12.2016 16:41.

24.12.2016 16:35
Mistress of Doom




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Magical Girls sind nicht unbedingt mein favorisiertes Genre, aber von zu Zeit zu Zeit stolpere ich dann doch einmal über einen Vertreter dieses Genres, der mir Spaß und Freude bereitet. Es mag sein das mir eben dieser hier so gut gefällt, weil ich eben unswissend bin, ich weiß es nicht.
Mir taugt es gerade, dass der Anime nicht so düster ist, eher freundlich und fröhlich ist.

Spoiler

Mit Ausnahme wohl von Matoi und ihrem Vater Shingo. Die Geschichte dieser Familie und die Machtlosigkeit von Shingo seine Mädchen nicht beschützen zu können ging mir irgendwie schon nahe und ich fühlte mit ihm, als er da so plötzlich vor dem Nichts stand und dabei war auch noch seine Tochter zu verlieren, der er sich gerade angenähert hat.
Ebenso das Yuma, die unbedingt auch eine Exorzistin werden will und nicht versteht warum es ihr nicht gelingen will, nicht ahnend, das ihr Großvater ihre zwei überaus entzückenden Geister in ihr versiegelt hat.
Claris Schicksal soweit liess mich eher kalt. Ich weiß nicht warum, aber ihre Geschichte war die schwächste, wirkte eher erzwungen.

Irgendwie erinnerte mich das eher an einen SoL, nur eben mit Magical girls. Das tagtäglich Leben eines Mädchens, Matoi, die eigentlich nichts anderes möchte, als ein normales Leben zu führen, nur das Leben eben einen anderen Plan für sie hat. Die Charakter waren alle wirklich reizend und in Yuma habe ich mich richtig verliebt. Normalerweise sind diese überquirligen Charakter eher für mich schwierig, aber sie war einfach nur charmant und ihre Gottheiten waren dann das Tüpfelchen auf dem i. Gut, ich mag Inus und Tanukis und fand es auch sehr gut gelöst mit den beiden und ihren Funktionen in Yumas Verwandlung.
Es mag natürlich auch sein, das mir gerade auch gefiel, das wir hier wieder der Shintoismus mit von der Partie hatten.

Spoiler

Gerade auch bei Matios späterer Verwandlung mit Susanos Schwert. Allgemein wussten auch die Verwandlungen zu gefallen, auch hier wieder Yuma mit ihrem Schutz-Tanuki und dem Angriffs-Inu.

Zitat von Grimangel

Leider beginnt der Anime anfangs mit einem episodischen Struktur nach dem Schema, dass zu einem gewissen Zeitpunkt ein besessener Mensch auftaucht und Matoi eingreifen und verwandeln muss. Da fehlt es etwas an Abwechslung.

Es ist klar, dass es zur Einführung und Vorstellung der Charakter und zur ihrer Gruppenbildung führen sollte, nur, und da finde ich auch hätte man es etwas abkürzen können, der Yuma-Part war für mich ein wenig zu hingezogen. Claris konnte ich soweit, und ihrer Geschichte wenig abgewinnen, also war auch das nicht so mein Fall, aber ich denke das ist wohl Geschmacksache.

Spoiler

Zitat von Grimangel

Oh und aus irgendeinem Grund hat man bei Claris ihre magischen Fähigkeiten mit Technology gekreuzt, ihre Beschwörungen löst sie immer mit einem Koffer mit einer mechanischen Stimme aus. Das war schon etwas gewöhnungsbedürftig.

Ich war positiv überrascht, dass man da noch später darauf einging und es einfach daran lag, das sie zwar eine Gottheit hatte, aber nicht wirklich fähig war mit ihr zu komunizieren, sie in sich eindringen zu lassen.

Zitat von Grimangel

Es bleibt die Frage wieso die Dämonen ins Dieseits einfallen, wer sie steuert. Da hat die Serie für mich etwas verpasst den Bösewichten richtig einzuführen. Die gibt es zwar später, aber deren Motivation ist mir immer noch nicht ganz klar.

Ich dachte Seth hat sie gesteuert? Eine Gruppe der Dämonen wollte es wohl beschleunigen, das die Dimensionen aufeinanderkrachen um sich auf der Erde breit zu machen und von ihr Besitz zu ergreifen, die wirkliche Frage ist wohl eher, wer der Beobachter war, der in Pochi steckte. Ich denke, dass wir es hier mit einem noch höheren Wesen zu tun haben, was weder wirklich böse noch gut ist, da es über diesen Status hinaus ist.
Mein Eindruck war soweit, das er nur Beobachter war und nur einmal sich einmischte, eben um Seth zu entsorgen und ein wenig Ausgleich zu schaffen. Für mich war das nur so eine Idee einer Randgruppe von Dämonen.

Zitat

Es war schon ein rührender Moment, als sie beiden sich verabschieden müssen, sie beide noch immer nicht das ausprechen können, was sie dem anderen sagen wollen, aber trotzdem spüren was Matoi gerade ist im Begriff zu tun.

Ja, es war wirklich berührend und ich bin auch wirklich froh, dass es sooo gut ausging, damit hatte ich nicht gerechnet, was aber auch wieder zeigt wie wenig man solch positive kleine Magical Girl Serien gewohnt ist. Mir hätte es schon gereicht, wenn nur Matoi zurückgekommen wäre.

Ganz ehrlich mochte ich diesen Anime wirklich gerne, auch wenn er seine Schwächen gehabt hat. Er ist positiv, er ist einfach, er ist wie der Wunsch von Matoi, ein normales Leben führen zu wollen. Gut, damit sticht er nicht heraus, aber er hinterlässt i-wie ein gutes Gefühl.

Zitat von Grimangel

An dieser Stelle will ich den unnötigen Fanservice mal erwähnen. Die Klamotten der Exorzistinnen lösen sich nämlich immer nach nem Kampf in Luft aus, was hier als Gag benutzt wird.

Ich bin mir nicht einmal sicher, ob das als Fanservice zu sehen war, sondern eher wie eine Art Opfergabe an die Gottheiten zu betrachten ist, was ich nicht einmal so abwegig finde. Für die Erfüllung eines Wunsches opfert man nun mal und Kleidung erscheint da am nahe liegendsten.
Ferner wurde da auch nie wirklich so ein Ding daraus gemacht, also nichts wirklich gezeigt, oder groß in Szene gesetzt. Bei Matoi unterstrich es eher noch ihren Wunsch nach Normalität imo.
02.01.2017 11:24
Valnes




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Eine weitgehend typische Magical Girl Serie, die aber mit sympathischen Charakteren punkten kann und mit ihrer humorvoll-positiven Geschichte auch einen kleinen Kontrapunk gegen den aktuellen Trend zu düsteren Genreablegern setzt.

Dass nicht jedes Mädchen sofort begeistert darüber ist plötzlich ein Magical Girl zu sein und gegen eine dunkle Bedrohung kämpfen zu müssen leuchtet ein und mit Matoi stellt man eine derartige Heldin wider Willen in den Mittelpunkt. Zwar fügt auch sie sich letztendlich ihrem Schicksal und akzeptiert ihre Bestimmung, aber ihre Nöte bezüglich ihrer neuen Aufgabe sind gerade zu Beginn der Serie sicher eine der Stärken ihres Humors. Die andere ist ihre Freundin Yuma, die im Gegensatz zu Matoi mehr als gerne ein Magical Girl wäre und die jede noch so brenzlige Situation unbekümmert-leichtsinnig aber mit viel Enthusiasmus angeht. Es ist für mich die humorgeladene Interaktion der Hauptfiguren – zu denen später noch die leicht weltfremde und distanzierte Clarus hinzutritt – die den primären Unterhaltungsfaktor des Anime ausmacht, zumindest für die erste Hälfte. Später rückt immer stärker die eigentliche Handlung und deren Hintergründe in den Vordergrund. Hier bekommt man nichts Besonderes zu sehen, aber auch nichts wirklich Schlechtes und man kann es der Serie zugutehalten, dass sie in ihren zwölf Episoden eine funktionierende, abgeschlossene Geschichte erzählt, die wie eingangs erwähnt in ihrer Ausrichtung positiv ausfällt. Allerdings bleibt man nicht ohne inhaltliche Schwächen. So wachsen die Widersacher nie über die Charakterisierung von „Sie sind böse, weil sie böse Monster aus einer anderen Welt sind!“ hinaus, da man auf eingestreute Anzeichen tiefergehender Motive nicht weiter eingeht.

Fazit:
Leichte, sympathische Unterhaltungskost, bei der es für mich mit Yuma allerdings mal wieder ein Beispiel für einen überdreht-naiven, aber trotzdem funktionierenden Comedy-Sidekick gab. Zu empfehlen wenn man eine nette – nicht an kleine Mädchen gerichtete – Magical Girl Serie ohne echten Anspruch schauen will.
17.02.2017 15:14

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